| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 350 720 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
23.08.2006 Patentblatt 2006/34 |
| (22) |
Anmeldetag: 23.01.2003 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
Verfahren und Vorrichtung zum Verpacken eines Packgutstapels
Method and apparatus for packaging a stack of articles
Procédé et appareil pour emballer une pile d'objets
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
23.03.2002 DE 10213143
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
08.10.2003 Patentblatt 2003/41 |
| (73) |
Patentinhaber: Erapa-Lenzen GmbH & Co. KG |
|
47574 Goch (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Wanders, Willy
46399 Bocholt (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Christophersen & Partner |
|
Patentanwälte
Feldstrasse 73 40479 Düsseldorf 40479 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 336 517 NL-A- 8 502 816 US-A- 5 819 503
|
EP-A- 1 149 767 US-A- 5 048 261
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft zunächst ein Verfahren zum Verpacken eines eine flache Oberseite
und Seitenwände aufweisende Packgutstapels, bei dem ein auf die Oberseite aufgelegtes
und mit seinem Rand allseitig über die Oberkante des Packgutstapels vorstehendes Deckblatt
im Laufe des Versehens der Seitenwände des Packgutstapels mit Verpackungsfolie von
dieser abgedeckt und an den Seitenwänden fixiert wird.
[0002] Ferner betrifft die Erfindung eine Verpackungsvorrichtung für einen eine flache Oberseite
sowie Seitenwände aufweisenden Packgutstapel.
[0003] Eine Vorrichtung zum Verpacken eines Packgutstapels ist z.B. aus der DE 199 58 292
A1 bekannt. Bei dieser Vorrichtung erfolgt das Versehen der Seitenwände des Packgutstapels
mit Folie in der Weise, dass das Packgut mit einer von einer Folienrolle abgezogenen
Folie umwickelt wird. Der hierbei verwendete, auf einer Ringbahn um das Packgut herumgeführte
Folienverteiler ist zusätzlich axial, d.h. in Höhenrichtung verfahrbar, um so die
zueinander versetzten Windungen der Verpackungswicklung zu legen.
[0004] Bei vielen Gütern ist angestrebt, nicht nur die Seitenwände des Packgutstapels, sondern
auch dessen Oberseite mit einer schützenden Folienschicht zu versehen. Hierzu ist
es üblich, dass vor dem Fertigstellen der Wicklungen für die Seitenwände zunächst
ein Deckblatt auf der Oberseite des Packgutstapels abgelegt wird, wobei die Größe
dieses Deckblatts die Größe der Oberseite des Packgutstapels übersteigt, und daher
die Ränder des Deckblatts über die Oberkante vorstehen. Dieser Rand wird von den letzten,
den oberen Bereich der Seitenwände erfassenden Wicklungen erfasst und gleichsam mit
eingewickelt.
[0005] Als nachteilig hat sich herausgestellt, dass Luft, die sich nach dem Auflegen des
Deckblattes zwischen dessen Unterseite und der Oberseite des Packgutstapels befindet,
auf diese Weise mit eingeschlossen wird. Auf der Oberseite des Packgutstapels verbleiben
daher unerwünschte Luftpolster oder Luftblasen.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lösung für das voranstehend angegebene
Problem mit dem Ziel bereitzustellen, Lufteinschlüsse zwischen der Oberseite des Packgutstapels
und dem Deckblatt zu verhindern.
[0007] Zur
Lösung dieser Aufgabe wird ein Verfahren gemäss Anspruch 1 vorgeschlagen. Ein Verfahren
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus US-A-5 048 261 bekannt. Hier dient eine
flexible Materialbahn zur Festlegung des Deckblattes. Die Verwendung einer starren
Platte ist beispielsweise in EP-A-0 336 517 beschrieben.
[0008] Erfindungsgemäß ist daher vorgesehen, dass nach dem Auflegen des Deckblatts auf die
Oberseite des Packgutstapels eine vorzugsweise oberhalb des Packgutstapels angeordnete
Platte auf die Oberseite und damit auf das dort befindliche Deckblatt abgesenkt wird.
Hierdurch wird die zwischen der Oberseite des Packtgutstapels und der Unterseite des
Deckblatts zunächst noch vorhandene Luft herausgedrückt. Dieser Zustand wird solange
aufrecht erhalten, bis der überstehende Rand des Deckblattes in einem anschließenden
Schritt von jener Folie, mit der die Seitenwände des Packgutstapels versehen werden,
abgedeckt und an diesen Seitenwänden fixiert wird. Verhindert werden auf diese Weise
nennenswerte Hohlräume zwischen Oberseite Packgutstapel und Unterseite Deckblatt auch
dann noch, nachdem die zum Herausquetschen der Luft verwendete Platte wieder durch
Abheben entfernt wurde.
[0009] Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich in besonderer Weise für Verpackungsmaschinen,
die nach dem Wickelprinzip arbeiten, bei denen also die Seitenflächen des Packgutstapels
durch Umwickeln mit Folie versehen werden. Grundsätzlich ist das beschriebene Verfahren
jedoch auch für andere Arten der Verpackungstechnik geeignet, zum Beispiel für Verpackungsmaschinen,
bei denen das Versehen der Seitenflächen des Packgutstapels mit Folie durch Stretchen
oder durch ein Schrumpfverfahren durchgeführt wird.
[0010] Im Rahmen der Erfindung ist weiterhin vorgesehen, dass die Platte verformbar ist
und beim Absenken zunächst nur mit einem Teil ihrer Gesamtfläche in Kontakt mit der
Oberseite des Packgutstapels gelangt, und dass erst anschließend auch die übrigen
Bereiche der Platte in Kontakt mit der Oberseite gelangen. Dadurch wird ein verbessertes
Herausquetschen der Luft zwischen der Oberseite des Packgutstapels und dem Deckblatt
erreicht. Luftnester werden auf diese Weise besonders gut vermieden. Hierbei ist es
von zusätzlichem Vorteil, wenn der Kontakt der Platte mit der Oberseite auf der Mitte
entweder der Länge oder der Breite der Oberseite erfolgt. Die Platte kommt daher zunächst
auf der Mitte der Oberseite des Packgutstapels in Kontakt mit der Oberseite, und anschließend
wird die Luft von dort aus zu den Rändern hin aus dem Spalt zwischen Oberseite und
Deckblatt herausgequetscht. Ein solches Verfahren ist besonders effektiv und zeitsparend.
[0011] Mit einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens wird vorgeschlagen, dass die Platte
sich während des Absenkens in Folge des Konaktes mit der Oberseite des Packgutstapels
von einer gebogenen oder gekrümmten Gestalt in eine flache Gestalt verformt.
[0012] Um das Anlegen des Randes des Deckblattes an die Seitenwände des Packgutstapels zu
verbessern, kann nach dem Absenken der Platte eine auf den über die Oberkante des
Packgutstapels vorstehenden Rand des Deckblatts gerichtete und diesen gegen die jeweilige
Seitenwand legende Luftströmung erzeugt werden, wobei diese Luftströmung für die Dauer
des Fixieren des Randes aufrechterhalten wird.
[0013] Es wird ferner eine Verpackungsvorrichtung für einen eine flache Oberseite sowie
Seitenwände aufweisenden Packgutstapel beschrieben, welche sich auszeichnet durch
eine oberhalb des Packgutstapels angeordnete Platte sowie eine Einrichtung zum Absenken
der Platte auf die Oberseite des Packgutstapels, wobei die Platte in abgesenktem Zustand
allseitig mindestens bis zur der Oberkante des Packgutstapels reicht.
[0014] Die Platte ist verformbar und sie weist an ihrer Unterseite einen ersten Teilbereich
sowie mindestens einen weiteren Teilbereich auf, wobei in einem nur teilweise abgesenktem
Zustand nur der erste Teilbereich, und in vollständig abgesenktem Zustand alle Bereiche
in Kontakt mit der Oberseite des Packgutstapels stehen. Auf diese Weise wird die zwischen
der Oberseite und dem Deckblatt angesammelte Luft besonders wirkunsvoll in Richtung
auf die Oberkanten des Packgutstapels herausgequetscht. Hierzu ist ferner von Vorteil,
wenn sich der erste Teilbereich auf der Mitte entweder der Länge oder der Breite der
Unterseite der Platte befindet.
[0015] Mit einer weiteren Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass die Platte gebogen oder
gekrümmt gestaltet und soweit verformbar ist, dass sie sich beim Absenken auf die
Oberseite des Packgutstapels bis in eine ebene Gestalt verformt. Während dieses Verformens
wird die angesammelte Luft immer weiter zur Außenkante des Packgutstapels gedrängt,
und kann dort unter dem Deckblatt entweichen.
[0016] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist die Platte mit einer über ihr angeordneten
Trägerplatte verbunden, die an ihrer Unterseite eben ist, sich starr verhält und mittels
der Absenkeinrichtung in Richtung auf den Packgutstapel absenkbar ist. Eine solche
gleichsam zweiteilige Ausgestaltung der Platte ist von Vorteil, da sich die oberhalb
angeordnete und an ihrer Unterseite ebene Trägerplatte starr verhält, und sich die
unterhalb angeordnete Platte daher nur bis in einen Zustand verformen kann, in dem
sie vollständig eben ist und auf diese Weise großflächig auf der Oberseite des Packgutstapels
aufliegt. Ein konkaves Verbiegen der flexiblen Platte wird auf diese Weise sicher
vermieden.
[0017] Vorzugsweise umfasst die Absenkeinrichtung einen Scherenheber, dessen unteres Ende
an der Oberseite der Trägerplatte, und dessen oberes Ende an einem ortsfesten Rahmen
der Verpackungsvorrichtung angelenkt ist. Bevorzugt wird ferner eine Ausgestaltung,
bei der die Platte ausschließlich im Bereich zweier zueinander paralleler Ränder mit
der Trägerplatte verbunden sind. In diesem Fall kann die Platte zumindest an einem
der beiden zueinander parallelen Ränder in horizontaler Richtung beweglich mit der
Trägerplatte verbunden sein. Dies ermöglicht einen Längenausgleich der verformbaren
Platte in Bezug auf die sich überwiegend starr verhaltende Trägerplatte.
[0018] Eine weitere Ausgestaltung der Verpackungsvorrichtung zeichnet sich durch Luftdüsen
aus, die im Bereich der Ränder der Platte und/oder der Trägerplatte angeordnet sind,
und deren Strömungsaustritt nach innen unter die Platte gerichtet ist. Der Einsatz
dieser Luftdüsen verbessert das Anlegen des überstehenden Randes des Deckblattes an
die Seitenflächen des Packgutstapels, bevor dieser Rand anschließend mit Folie überzogen
und auf diese Weise fixiert wird.
[0019] Schließlich wird mit einer weiteren Ausgestaltung eine Platte aus gelochtem Blech
vorgeschlagen. Eine solche Ausbildung der Platte erleichtert das Entweichen der Luft,
die sich zwischen der Oberseite des Deckblatts und der Unterseite der Platte befindet.
Zumindest ein Teil dieser Luft kann durch die genannten Löcher der Platte nach oben
hin entweichen.
[0020] Weitere Einzelheiten und Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines auf der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles. Im einzelnen zeigen:
[0021] Figuren 1 bis 5: in verschiedenen Verfahrensstadien eine mit einer Wickelvorrichtung
versehene Verpackungsmaschine zum Verpacken von Packgutstapeln.
[0022] Die Zeichnung zeigt in Seitenansicht eine Verpackungsmaschine für eine mit einem
Stückgutstapel 1 beladene Palette 2. Das Verpacken des Stückgutes bzw. des Stückgutstapels
erfolgt durch Umwickeln mit Verpackungsfolie, wozu an einem Rahmen 3 der Verpackungsmaschine
ein Ring 4 angeordnet ist, an dem entlang ein Folienverteiler 5 um den Stapel 1 herum
führbar ist. Der Ring 4 bildet hierbei den Stator einer Wickeleinrichtung. Weiterer
Bestandteil der Wickeleinrichtung ist ein Wickelschlitten 4a, der entlang des Rings
4 verfahrbar ist, wozu der Schlitten zum Beispiel mit einem geeigneten Elektroantrieb
versehen ist. An dem Schlitten 4a befindet sich der Folienverteiler 5, bestehend aus
einer darin angeordneten Folienrolle sowie vorzugsweise mehreren Walzen, über die
die von der Folienrolle abgezogene Verpackungsfolie geführt wird, wenn diese um den
zu verpackenden Stückgutstapel 1 gewickelt wird. Vorzugsweise sind entweder der Schlitten
4a oder der Folienverteiler 5 in der Höhe, d.h. in Bezug auf die Wickelachse in axialer
Richtung verlagerbar, um so den vertikalen Vortrieb während des Wickelprozesses zu
erzielen. Zum Verpacken des Packgutes mit der Kunststofffolie bewegt sich daher der
Schlitten 4a entlang des feststehenden Rings 4, so dass die vom Folienverteiler 5
abgegebene Kunststofffolie sich um die Seitenwände 6 des Packgutes wickelt. Mit der
Wickelbewegung einher geht eine überlagerte Axialbewegung, in dem in der bereits beschriebenen
Weise entweder der Schlitten 4a, der Folienverteiler 5 oder aber der in dem Rahmen
3 angeordnete Ring 4 abgesenkt oder angehoben wird. Auf diese Weise entsteht die in
Figur 1 an dem Packgut 1 gut erkennbar, in etwa schraubenförmige Wicklung der Wickelfolie.
[0023] Durch die beschriebene Wickeltechnik lassen sich nur die Seitenwände 6 des Stückgutstapels
1 mit Folie bedecken, nicht hingegen die flach und eben ausgebildete Oberseite 7 des
Stückgutstapels 1. Um auch die Oberseite 7 abzudecken, wird dort im Zuge des Wickelprozesses
ein Deckblatt 8 aufgelegt, vgl. hierzu Figur 2. Das Deckblatt 8 wird von einer an
dem Rahmen 3 gelagerten Folienrolle 9 abgezogen und im Wesentlichen horizontal über
die Oberseite 7 hinüber gezogen, wozu eigene technische Einrichtungen vorhanden sind.
Die von der Folienrolle 9 abgezogene Deckblattfolie wird mittels geeigneter Schneideinrichtungen
dann geschnitten, woraufhin ein vereinzeltes Deckblatt 8 entsteht, welches sich unter
Schwerkraftwirkung auf der Oberseite 7 des Stückgutstapels 1 ablegt, vgl. hierzu Figur
2. Die Größe dieses Deckblattes 8 ist so bemessen, dass dieses allseitig mit einem
Rand 8a über die Oberkante 12 des Stückgutstapels 1 vorsteht. Vorzugsweise ist die
Breite sowie die Länge des Deckblatts 8 20 cm bis 40 cm größer, als die entsprechende
Breite bzw. Länge der Oberseite 7 des Stückgutstapels 1. Nach dem Auflegen des Deckblattes
8 hängen dessen Ränder 8a ähnlich dem Rande eines Tischtuches herab, ohne dass sich
die Ränder 8a bereits von selbst an die Seitenwände 6 des Stückgutstapels anlegen.
Ursächlich hierfür ist die zu große Eigensteifigkeit des Folienmaterials, aus dem
das Deckblatt 8 besteht.
[0024] In dem Rahmen 3 befindet sich über dem Stückgutstapel 1 eine Einrichtung zum Herausquetschen
jener Luft, die sich nach dem Auflegen des Deckblattes 8 in dem Hohlraum 13 zwischen
dessen Unterseite und der Oberseite 7 des Stückgutstapels befindet. Diese Einrichtung
besteht aus einer verformbaren Platte 15, einer sich im wesentlichen starr verhaltenden
Trägerplatte 16 oberhalb der Platte 15 sowie einer Hub- bzw. Senkeinrichtung 17. Die
Hub- bzw. Senkeinrichtung 17 ist beim dargestellten Ausführungsbeispiel ein motorisch
angetriebener Scherenheber, mit dessen Hilfe sich die Trägerplatte 16 absenken und
wieder anheben lässt.
[0025] Die Platte 15 ist an der Unterseite der Trägerplatte 16 angeordnet und besteht beim
Ausführungsbeispiel aus einem Lochblech. Die Platte 15 ist relativ dünnwandig, weshalb
sie sich in Folge ihres Eigengewichtes in der in den Figuren 1 und 2 dargestellten
Weise nach unten durchbiegt. Lediglich im Bereich der beiden zueinander parallelen
Ränder 20 der Trägerplatte 16 ist die Platte 15 mit der Trägerplatte verbunden, weshalb
sich die Platte 15 auf ihrer dazwischen angeordneten Länge frei durchbiegen kann.
Die Verbindung zwischen Platte 15 und Trägerplatte 16 ist im Bereich der Ränder 20
auch nicht starr, sondern in horizontaler Richtung beweglich. Auf diese Weise kann
sich die gelochte Platte 15, sobald ihre Biegung in eine Streckung überführt wird,
relativ zu der Trägerplatte 16 ungehindert ausdehnen.
[0026] Wird mittels der Hub- bzw. Senkeinrichtung 17 die Trägerplatte 16 abgesenkt, so gerät
die Platte 15 zunächst nur im Bereich ihrer stärksten Durchbiegung, welcher Teilbereich
in Figur 3 mit dem Bezugszeichen T versehen ist, in Kontakt mit dem Deckblatt 8. Erst
im Verlauf der weiteren Absenkung der Trägerplatte 16 legen sich dann auch alle anderen
Bereiche der Platte 15 an das Deckblatt 8 an, was in Figur 4 dargestellt ist. Auf
diese Weise wird die zwischen der Oberseite 7 des Stückgutstapels 1 und dem Deckblatt
8 angesammelte Restluft von innen nach außen herausgequetscht, bevor sie im Bereich
der Oberkanten 12 entweicht. Nachdem sich die Trägerplatte 16 mit der Platte 15 vollständig
abgesenkt hat, liegt die Platte 15 bündig und eben auf der Oberseite des Stückgutstapels
auf, nennenswerte Luftblasen oder Luftnester sind zwischen dieser Oberseite und dem
Deckblatt 8 nicht mehr vorhanden. Hierzu ist es erforderlich, dass die Platte 15 in
abgesenktem Zustand allseitig mindestens bis zu der Oberkante 12 des Packgutstapels
reicht. Vorzugsweise ist die Platte 15 im Bereich ihrer Ränder ca. 5 bis 10 cm größer,
als die Oberseite 7 des Packgutstapels 1.
[0027] Das voranstehend beschriebene Absenken der Platte 15 und damit das Herausquetschen
der Luft aus dem Hohlraum 13 unter dem Deckblatt 8 erfolgt vorzugsweise zu einem Zeitpunkt
(Fig. 4), zu dem der Wickelprozess für die Seitenwände 6 des Packgutstapels 1 noch
nicht abgeschlossen ist, und zu dem vor allem die oberen Wicklungen noch fehlen.
[0028] Nachdem in der beschriebenen Weise die Platte 15 abgesenkt wurde und die Luft unter
dem Deckblatt 8 entweichen konnte, werden sodann die letzten Wicklungen im oberen
Teil des Stückgutstapels 1 durchgeführt, wobei der nach unten herabhängende Rand 8a
des Deckblatts 8 mit eingewickelt wird. Damit das freie Herabhängen des Randes 8a
nicht von jenem Folienabschnitt 21 der Wickelfolie behindert wird, welcher zwar bereits
vom Folienverteiler 5 abgegeben, jedoch noch nicht an die Seitenfläche 6 angelegt
wurde, wird dieser Folienabschnitt zuvor künstlich gereckt, wodurch sich seine Folienbreite
B verringert. In den Fign. 1 bis 4 ist dies dargestellt. Zum Recken des Folienabschnitts
21 wird mittels des Folienverteilers 5 eine erhöhte Zugspannung auf den Folienabschnitt
ausgeübt. Durch das Recken wird die Folie schmaler und behindert an dem Ort "P" kaum
noch das Herabhängen des Randes 8a des Deckblatts. Anschließend wird der Wickelprozeß
fortgesetzt, wobei der Rand 8a mit eingewickelt wird.
[0029] Um ferner zu erreichen, dass sich der vorstehende Rand 8a des Deckblatts 8 vor dessen
Einwickeln gut an die Seitenwände 6 des Stückgutstapels anlegt, sind an der Platte
15 oder der Trägerplatte 16 Luftdüsen 22 angeordnet. Die Strömungsaustritte der Luftdüsen
22 sind nach innen unter die Platte 15 gerichtet, wodurch ein Luftstrom erzeugt wird,
welcher den überstehenden Rand des Deckblatts 8 solange gegen die betreffenden Seitenwände
6 des Stückgutstapels 1 drückt, bis die letzte Wicklung oder die letzen Wicklungen
erfolgt sind und auf diese Weise die Ränder 8a des Deckblattes abgedeckt und an den
Seitenwänden fixiert sind, wie dies Figur 5 zeigt.
[0030] Sobald diese letzen Wicklungen fertiggestellt sind, können die Luftdüsen 22 wieder
abgeschaltet werden, ferner werden Platte 15 und Trägerplatte 16 wieder in ihre obere
Ruheposition angehoben.
Bezugszeichenliste
[0031]
- 1
- Stückgutstapel
- 2
- Palette
- 3
- Rahmen
- 4
- Ring
- 4a
- Schlitten
- 5
- Folienverteiler
- 6
- Seitenwand
- 7
- Oberseite
- 8
- Deckblatt
- 8a
- Rand
- 9
- Folienrolle
- 12
- Oberkante
- 13
- Hohlraum
- 15
- Platte
- 16
- Trägerplatte
- 17
- Hub- bzw. Senkeinrichtung
- 18
- Transportebene
- 20
- Rand
- 21
- Folienabschnitt
- 22
- Luftdüse
- B
- Breite der Wickelfolie
- P
- Ort
- T
- Teilbereich
1. Verfahren zum Verpacken eines eine flache Oberseite und Seitenwände aufweisenden Packgutstapels,
bei dem ein auf die Oberseite aufgelegtes und mit seinem Rand allseitig über die Oberkante
des Packgutstapels vorstehendes Deckblatt im Laufe des Versehens der Seitenwände des
Packgutstapels mit Verpackungsfolie mit dieser abgedeckt und an den Seitenwänden fixiert
wird, wobei ein im wesentlichen horizontales Flächenelement bis zur Anlage auf der
Oberseite (7) des Packgutstapels (1) auf diesen absenkbar ist und in diesem abgesenkten
Zustand allseitig mindestens bis zu der Oberkante (12) des Packgutstapels reicht,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Flächenelement eine verformbare Platte (15) ist, dass das Absenken der Platte
(15) erst im Anschluß an das Auflegen des Deckblatts (8) und vor dem Fixieren dessen
Randes (8a) mittels der Verpackungsfolie durchgeführt wird, dass die Platte (15) zu
Beginn des Absenkens zunächst nur mit einem Teil (T) ihrer Gesamtfläche in Kontakt
mit der Oberseite (7) des Packgutstapels gelangt, und dass erst im Verlauf des weiteren
Absenkens der Platte (15) auch die übrigen Bereiche der Platte (15) in Kontakt mit
der Oberseite (7) gelangen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Kontakt der Platte (15) mit der Oberseite (7) auf der Mitte entweder der
Länge oder der Breite der Oberseite (7) erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Platte (15) während des Absenkens infolge des Kontakts mit der Oberseite
des Packgutstapels von einer gebogenen oder gekrümmten Gestalt in eine flache Gestalt
verformt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Absenken der Platte (15) eine auf den über die Oberkante (12) des Packgutstapels
vorstehenden Rand (8a) des Deckblatts (8) gerichtete und diesen gegen die jeweilige
Seitenwand (6) legende Luftströmung erzeugt wird, und dass diese Luftströmung für
die Dauer des Fixierens des Randes aufrechterhalten wird.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdecken der Seitenwände (6) mit einer um den Packgutstapel gewickelten Folie
erfolgt, dass der Wickelprozeß vor dem Auflegen des Deckblatts (8) unterbrochen wird,
und dass ein zum Zeitpunkt der Unterbrechung noch nicht an die jeweilige Seitenwand
(6) angelegter Folienabschnitt (21) der Wickelfolie zur Reduzierung seiner Folienbreite
(B) gereckt wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Absenken mit Hilfe eines Scherenhebers erfolgt, dessen unteres Ende an der Oberseite
der Trägerplatte (16), und dessen oberes Ende an einem ortsfesten Rahmen (3) der Verpackungsvorrichtung
angelenkt ist.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (15) ausschließlich im Bereich zweier zueinander paralleler Ränder (20)
mit der Trägerplatte (16) verbunden ist.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (15) zumindest an einem der beiden zueinander parallelen Ränder (20) in
horizontaler Richtung beweglich mit der Trägerplatte (16) verbunden ist.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch im Bereich der Ränder der Platte (15) und/oder der Trägerplatte (16) angeordnete
Luftdüsen (22), deren Strömungsaustritt nach innen unter die Platte (15) gerichtet
ist.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bedeckung der Seitenwände (6) Folie von einem um den Packgutstapel herumführbaren
Folienverteiler (5) abgegeben wird, und dass der Folienverteiler (5) mit Mitteln zur
Erhöhung der Zugspannung auf die abgegebene Folie versehen ist, um die Folie zugleich
zu recken und hierdurch ihre Folienbreite (B) einzuschnüren.
1. Method for the packaging of a packageable goods stack having a flat top side and side
walls, in which a cover sheet laid onto the top side and projecting with its margin
on all sides beyond the top edge of the packageable goods stack is covered with packaging
film during the provision of the side walls of the packageable goods stack with the
latter and is fixed to the side walls, an essentially horizontal sheet-like element
being lowerable onto the packageable goods stack (1) until it comes to bear on the
top side (7) of the latter and, in this lowered state, extending on all sides at least
as far as the top edge (12) of the packageable goods stack, characterized in that the sheet-like element is a deformable plate (15), in that the lowering of the plate (15) is carried out only after the cover sheet (8) is laid
on and before the margin (8a) of the latter is fixed by means of the packaging film,
in that, at the start of lowering, the plate (15) initially comes only with one part (T)
of its total area into contact with the top side (7) of the packageable goods stack,
and in that, only during the further lowering of the plate (15), the remaining regions of the
plate (15) also come into contact with the top side (7).
2. Method according to Claim 1, characterized in that the first contact of the plate (15) with the top side (7) takes place on the middle
either of the length or of the width of the top side (7).
3. Method according to Claim 1 or Claim 2, characterized in that, during lowering, the plate (15) is deformed from a bent or curved configuration
to a flat configuration as a result of contact with the top side of the packageable
goods stack.
4. Method according to one of Claims 1 to 3, characterized in that, after the lowering of the plate (15), an airflow directed onto the margin (8a),
projecting over the top edge (12) of the packageable goods stack, of the cover sheet
(8) and laying the said margin against the respective side wall (6) is generated,
and in that this airflow is maintained for the duration of the fixing of the margin.
5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the covering of the side walls (6) with a film wound around the packageable goods
stack takes place, in that the winding process is interrupted before the cover sheet (8) is laid on, and in that a winding-film portion (21) not yet applied to the respective side wall (6) at the
time of interruption is elongated in order to reduce its film width (B).
6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that lowering takes place with the aid of a scissor-type lifter, the lower end of which
is articulated on the top side of the carrier plate (16) and the upper end of which
is articulated on a fixed frame (3) of the packaging device.
7. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the plate (15) is connected to the carrier plate (16) solely in the region of two
margins (20) parallel to one another.
8. Method according to Claim 7, characterized in that the plate (15) is connected movably in the horizontal direction to the carrier plate
(16) at least at one of the two margins (20) parallel to one another.
9. Method according to one of the preceding claims, characterized by air nozzles (22) which are arranged in the region of the margins of the plate (15)
and/or of the carrier plate (16) and the flow outlet of which is directed inwards
under the plate (15).
10. Method according to one of the preceding claims, characterized in that, in order to cover the side walls (6), film is dispensed from a film distributor
(5) capable of being led around the packageable goods stack, and in that the film distributor (5) is provided with means for increasing the tensile stress
on the dispensed film, in order at the same time to elongate the film and thereby
to contract its film width (B).
1. Procédé pour emballer une pile d'objets ayant un côté supérieur plat et des parois
latérales, dans lequel une feuille de couverture déposée sur le côté supérieur et
dépassant par son bord sur tous les côtés au-delà de l'arête supérieure de la pile
d'objets, dans le cours du recouvrement des parois latérales de la pile d'objets par
une feuille d'emballage, est recouverte par celle-ci et fixée sur les parois latérales,
dans lequel un élément de surface sensiblement horizontal peut être abaissé sur la
pile jusqu'à l'application sur le côté supérieur (7) de la pile d'objets (1) et, dans
cet état abaissé, s'étend sur tous les côtés au moins jusqu'à l'arête supérieure (12)
de la pile d'objets,
caractérisé en ce que l'élément de surface est une plaque déformable (15), en ce que l'abaissement de la plaque (15) est seulement réalisé à la suite du dépôt de la feuille
de couverture (8) et avant la fixation de son bord (8a) au moyen de la feuille d'emballage,
en ce que la plaque (15) entre en contact dans un premier temps sur une partie (T) seulement
de sa surface totale avec le côté supérieur (7) de la pile d'objets au début de l'abaissement,
et en ce que les autres zones de la plaque (15) entrent également en contact avec le côté supérieur
(7) seulement au cours de la suite de l'abaissement de la plaque (15).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier contact de la plaque (15) avec le côté supérieur (7) s'effectue au milieu
de la longueur ou de la largeur du côté supérieur (7).
3. Procédé selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé en ce que la plaque (15) passe d'une forme pliée ou courbée à une forme plate pendant l'abaissement,
à la suite du contact avec le côté supérieur de la pile d'objets.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'il est produit, après l'abaissement de la plaque (15), une circulation d'air orientée
vers le bord (8a) de la feuille de couverture (8) en dépassement au-delà de l'arête
supérieure (12) de la pile d'objets et appliquant celui-ci contre la paroi latérale
(6) correspondante, et en ce que cette circulation d'air est maintenue pendant la durée de la fixation du bord.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le recouvrement des parois latérales (6) est réalisé avec une feuille enroulée autour
de la pile d'objets, en ce que le processus d'enroulage est interrompu avant le dépôt de la feuille de couverture
(8), et en ce qu'une section (21) de la feuille d'enroulage non encore déposée sur la paroi latérale
(6) correspondante au moment de l'interruption est étirée afin de réduire sa largeur
(B) de feuille.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'abaissement est réalisé à l'aide d'un élévateur à ciseaux dont l'extrémité inférieure
est articulée sur le côté supérieur de la plaque de support (16) et dont l'extrémité
supérieure est articulée à un châssis fixe (3) du dispositif d'emballage.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la plaque (15) est uniquement reliée à la plaque de support (16) dans la zone de
deux bords (20) parallèles l'un à l'autre.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que la plaque (15) est liée à la plaque de support (16) de façon mobile dans la direction
horizontale, au moins sur l'un des deux bords (20) parallèles l'un à l'autre.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par des buses d'air (22) disposées dans la zone des bords de la plaque (15) et/ou de
la plaque de support (16), dont la sortie d'écoulement est orientée vers l'intérieur
en dessous de la plaque (15).
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, pour recouvrir les parois latérales (6), une feuille est dévidée à partir d'un distributeur
de feuille (5) pouvant être déplacé autour de la pile d'objets, et en ce que le distributeur de feuille (5) est muni de moyens pour augmenter l'effort de traction
sur la feuille dévidée afin d'étirer la feuille simultanément et de réduire ainsi
sa largeur (B) de feuille.