[0001] Die Erfindung betrifft einen treibstangenbetätigbaren Hakenriegelverschluss mit einem
von einer Treibstange um eine gehäusefeste Schwenkachse schwenkbaren Hakenriegelorgan,
welches in einer Offenstellung hinter einem Stulp ins Schlossgehäuse eingeschwenkt
ist und in einer Verriegelungsstellung einen eine Schließeingriffsöffnung eines Gegenschließteiles
in zwei Teilöffnungen unterteilenden Steg umfasst.
[0002] Ein Hakenriegelverschluss der in Rede stehenden Art ist bekannt aus der DE 196 08
173 A1, wobei das Hakenriegelorgan als um eine gehäusefeste Schwenkachse verlagerbarer
Zirkelriegel gestaltet ist. Der sich über einen längeren Bogenwinkel erstreckende
Schließhaken durchgreift beim Verriegeln zunächst die eine Teilöffnung, umfasst den
Steg und tritt durch die andere Teilöffnung hindurch bis in eine stulpseitige Öffnung
hinein. Das bedeutet, dass das Hakenriegelorgan beim Schließen und auch beim Öffnen
um einen größeren Drehwinkel zu verschwenken ist.
[0003] Dem Gegenstand der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Hakenriegelverschluss
schließtechnisch zu verbessern.
[0004] Diese Aufgabe ist zunächst und im Wesentlichen bei einem Hakenriegelverschluss mit
den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst, wobei darauf abgestellt ist, dass das Hakenriegelorgan
von zwei insbesondere um eine gemeinsame Achse gegenläufig schwenkbaren Einzelhakenriegeln
gebildet ist, welche jeweils in eine der beiden Teilöffnungen eintreten.
[0005] Zufolge derartiger Ausgestaltung ist ein Hakenriegelverschluss von schließtechnisch
verbessertem Aufbau geschaffen. Die insbesondere um die gemeinsame Achse gegenläufig
schwenkbaren Einzelhakenriegel führen dazu, dass sie in der Verriegelungsstellung
wie ein Zirkelriegel wirken. In der Verriegelungsstellung umfassen sie auch den die
Schließeingriffsöffnung des Gegenschließteiles in zwei Teilöffnungen unterteilenden
Steg. Die gegeneinander tretenden Enden der Einzelhakenschwenkriegel erstrecken sich
dabei etwa auf Höhe der gemeinsamen Achse, so dass etwaige an den freien Enden der
Hakenriegel angreifende Kräfte von der Achse und demgemäß vom Schlossgehäuse aufgenommen
werden. Zudem ist die Schließsicherheit erhöht. Bei einem Aufbruchversuch sind nicht
nur ein, sondern zwei Verriegelungsbauteile in die Offenstellung zu überführen. Darüber
hinaus können kürzere Treibstangenhübe realisiert sein, da zum Umfassen des Steges
in der Verriegelungsstellung die Einzelhakenriegel um einen geringeren Schwenkwinkel
zu verlagern sind. Zwecks Erhöhung der Schließsicherheit berühren sich die Einzelhakenriegel
in der Verriegelungsstellung oder nehmen nahezu berührend eine Überlapptstellung ein.
Dies erschwert eine unbefugte Maßnahme, um mittels eines Werkzeuges die Einzelhakenriegel
aus ihrer Verriegelungsstellung auseinander zu treiben. Die Überlapptstellung kann
in verschiedener Weise erreicht werden. Erfindungsgemäß ist es günstig, eine Überlappung
in der Verlagerungsebene und/ oder in der Stulpebene vorzusehen. Insbesondere bietet
sich dabei eine formschlüssige Überlappung an. Stabilisierend wirkt sich insbesondere
in der Verriegelungsstellung aus, dass die Riegelschwänze der Einzelhakenriegel sich
rückwärts der Schwenkachse überlappen. Dies gestattet es ferner, bei normaler Schlosskastendicke
dick dimensionierte Hakenenden an den Einzelhakenriegeln vorzusehen. Die Dicke der
Riegelschwänze addieren sich dabei zur Dicke der Hakenenden. Im Detail sieht dies
so aus, dass die Riegelschwänze im rückwärtigen Überlappungsbereich stufenförmig abgesetzt
sind derart, dass die Stufenflächen aufeinander abgleiten und sich die Stufen zur
vollen Materialstärke des Hakenriegelorgans ergänzen, so dass die äußeren Breitseitenflächen
der Riegelschwänze im Schlossgehäuse insbesondere auf zwei gegenläufig angetriebenen
Treibstangen-Anschlussschiebern geführt sind. Die aufeinander geschachtelten Teile,
nämlich die Treibstangen-Anschlussschieber mit dazwischenliegenden Riegelschwänzen
füllen den Abstand zwischen Schlossdecke und Schlossboden aus, was auch dazu beiträgt,
auf die Einzelhakenriegel einwirkende Querbelastungen weitgehend schadfrei aufzunehmen.
Zusätzlich wirkt sich stabilisierend die Maßnahme aus, dass die Stufenflächen von
schlossbodenfesten oder schlossdeckenfesten Führungszapfen gestützt sind. Diese Führungszapfen
erfüllen eine weitere Funktion dadurch, dass sie Schlitze der Treibstangen-Anschlussschieber
durchgreifen und demgemäß mit zu deren Längsführung im Schlossgehäuse dienen. Zwecks
Erzeugung einer gegenläufigen Verlagerung der Treibstangen-Anschlussschieber sind
diese mittels eines Zahnrades im Gegenlauf antreibbar. Das Zahnrad wirkt dabei mit
zahnleistenartigen Abschnitten der Treibstangen-Anschlussschieber zusammen. Die Längsverschiebung
der Treibstangen-Anschlussschieber in eine Schwenkverlagerung der Einzelhakenriegel
umzusetzen, ist in vorteilhafter Weise dadurch erreicht, dass jeder Einzelhakenriegel
an seiner äußeren Seitenfläche einen Antriebszapfen trägt, der in einen Antriebsquerschlitz
des ihm zugeordneten Treibstangen-Anschlussschiebers greift. Um einem unbefugten Zurückdrehen
der Einzelhakenriegel in der Verriegelungsstellung entgegen zu wirken, bildet der
Antriebsschlitz endseitig eine Rückdrücksperrnische aus. Etwaige Rückdrückkräfte werden
demgemäß von den Treibstangen-Anschlussschiebern aufgefangen und ins Schlossgehäuse
geleitet.
[0006] Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnungen erläutert.
Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Ansicht eines treibstangenbetätigbaren Hakenriegelverschlusses in seiner Verriegelungsstellung,
wobei der Hakenriegelverschluss Zusatzschloss eines Treibstangenverschlusses ist,
- Fig. 2
- eine stulpseitige Ansicht des Hakenriegelverschlusses in der Verriegelungsstellung,
- Fig. 3
- eine Ansicht des Hakenriegelverschlusses in seiner Verriegelungsstellung bei abgenommener
Schlossdecke,
- Fig. 4
- eine Darstellung wie Fig. 3, wobei auch der unterhalb der Schlossdecke befindliche
Treibstangen-Anschlussschieber fortgelassen ist,
- Fig. 5
- den Schnitt nach der Linie V-V in Fig. 1,
- Fig. 6
- den Schnitt nach der Linie VI-VI in Fig. 1,
- Fig. 7
- eine der Fig. 3 vergleichbare Darstellung, jedoch die Offenstellung des Hakenriegelverschlusses
betreffend,
- Fig. 8
- in perspektivischer Darstellung die Schlossbauteile,
- Fig. 9
- eine ausschnittsweise Stulpansicht des Hakenriegelverschlusses bei abgewandelt gestalteten,
in Überlapptstellung tretenden Hakenenden und
- Fig. 10
- eine Darstellung wie Fig. 9, wobei eine weitere Abwandlung der in Überlapptstellung
tretenden Hakenenden vorgesehen ist.
[0007] Bezüglich des dargestellten, als Ganzes mit der Ziffer 1 bezeichneten Hakenriegelverschlusses
handelt es sich um das Zusatzschloss eines nicht veranschaulichten Treibstangenverschlusses.
Letzteres besitzt in bekannter Weise ein an eine Stulpschiene 2 angesetztes Hauptschloss,
welches über eine von ihr ausgehende, auf der Innenfläche der Stulpschiene 2 gleitende
Treibstange 3 den Hakenriegelverschluss bestätigt.
[0008] Im Einzelnen besitzt der Hakenriegelverschluss 1 ein Schlossgehäuse 4. Bestandteil
desselben ist ein an die Stulpschiene 2 angesetzter Schlossboden 5 mit parallel dazu
angeordneter Schlossdecke 6, welche mittels Befestigungsschrauben 7 fixiert ist.
[0009] Nahe rückwärtig der Stulpschiene 2 trägt das Schlossgehäuse 4 zwischen Schlossboden
5 und Schlossdecke 6 eine Achse 8 zur Lagerung gegenläufig schwenkbarer Einzelhakenriegel
9, 10. In der Offenstellung des Hakenriegelverschlusses 1 sind die Einzelhakenriegel
9, 10 so verschwenkt, dass deren Hakenenden 9', 10' innerhalb des Schlossgehäuses
4 bzw. der Stulpschiene 2 liegen. Dieselbe ist zum Durchtritt der Hakenriegel mit
Längsausnehmungen 11 versehen. Deren Breite entspricht der Dicke der Hakenenden 9',
10'. Die Außenflanken F der Hakenenden 9', 10' verlaufen konzentrisch zur Achse 8.
Auf diese Weise formen die Einzelhakenriegel 9, 10 ein Hakenriegelorgan mit die Vorderfläche
der Stulpschiene 2 überragendem Segment. In der Verriegelungsstellung umfassen die
Hakenenden 9', 10' einen Steg 12, welcher eine Schließeingriffsöffnung in zwei Teilöffnungen
13, 14 unterteilt. Die Schließeingriffsöffnung befindet sich dabei an einem am Türrahmen
zu befestigenden Schließblech 15.
[0010] Wie die Figuren 1-4 veranschaulichen, berühren sich die Hakenenden 9', 10' in der
Verriegelungsstellung. Sie treten dabei in eine Überlappung in der Verlagerungsebene
derart, dass die Trennfuge T zwischen den Hakenenden 9', 10' geneigt verläuft zur
Längsrichtung der Stulpschiene 2.
[0011] In der Verriegelungsstellung berühren sich die Hakenenden 9', 10' derart, dass zur
Stulpschiene 2 ein Raum R verbleibt, welcher zur Aufnahme des Steges 12 dient.
[0012] Wie insbesondere Fig. 2 veranschaulicht, ist jedes Hakenende 9', 10' keilförmig zulaufend
gestaltet. Die betreffenden Keilflächen 16, 17 des Hakenendes 9' bzw. 10' begünstigen
den Eingriff in die Teilöffnung 13, 14 beim Verschwenken der Einzelhakenriegel 9,
10 in die Verriegelungsstellung.
[0013] Die innerhalb des Schlossgehäuses 4 liegenden Riegelschwänze 9", 10" überlappen sich
rückwärts der Schwenkachse 8. Hierzu sind die Riegelschwänze 9", 10" im rückwärtigen
Überlappungsbereich stufenförmig abgesetzt. Die Stufenflächen 9''', 10''' liegen gleitend
aufeinander. Ferner ergänzen sich die abgestuften Riegelschwänze 9", 10" zur vollen
Materialstärke des Hakenriegelorgans bzw. der Einzelhakenriegel 9, 10. Die äußeren
Breitseitenflächen 9"", 10"" sind dabei auf zwei gegenläufig angetriebenen Treibstangen-Anschlussschiebern
18, 19 geführt.
[0014] Von der äußeren Seitenfläche jedes Einzelhakenriegels 9, 10 geht je ein Antriebszapfen
20, 21 aus. Der Antriebszapfen 20 greift in einen konzentrisch zur Achse 8 verlaufenden
Bogenschlitz 22 der Schlossdecke 6 ein. Der Bogenschlitz 22 entspricht demgemäß dem
Schwenkweg des Hakenriegels 9. Auch der Antriebszapfen 21 greift in einen entsprechend
dimensionierten Bogenschlitz 23 ein. Dieser befindet sich im Schlossboden 5 und ist
konzentrisch zur Achse 8 ausgerichtet. Die Bogenschlitze 22, 23 liegen dabei auf gleichem
Radius. Der Antriebszapfen 20 durchgreift einen Antriebsquerschlitz 24 des sich zwischen
Schlossdecke 6 und Einzelhakenriegel 9 erstreckenden Treibstangen-Anschlussschiebers
19. Auch der Antriebszapfen 21 durchgreift einen Antriebsquerschlitz 25 des Treibstangen-Anschlussschiebers
18, welcher auf dem Schlossboden 5 aufliegt und bis zur zugekehrten Breitfläche 10""
des Einzelhakenriegels 10 reicht. Die vorgenannten Antriebs-Querschlitze 24, 25 gehen
an ihren stulpseitigen Enden über Abschrägungen 24", 25" in Rückdrück-Sperrnischen
24', 25' über.
[0015] Um eine parallel zur Stulpschiene 2 gerichtete Längsverlagerung der Treibstangen-Anschlussschieber
18, 19 vornehmen zu können, sind diese auf Höhe der Achse 8 mit Führungsschlitzen
26 bzw. 27 ausgestattet. Weiterhin bildet der Treibstangen-Anschlussschieber 18 zu
seiner Führung dienende Langlöcher 28, 29 aus. Das Langloch 28 wird durchsetzt von
einem schlossbodenfesten Führungszapfen 30, dessen freies Stirnende bis zur Stufenfläche
9''' des Riegelschwanzes 9" reicht. In das andere Langloch 29 taucht ein kurzer Zapfen
31 des Schlossbodens 5 hinein, welcher Zapfen mit der inneren Breitfläche des Treibstangen-Anschlussschiebers
18 abschließt. Zusätzlich ist noch ein weiterer Zapfen 32 am Schlossboden 5 befestigt,
welcher eine Längsflanke 33 des Treibstangen-Anschlussschiebers 18 tangiert.
[0016] Auch der andere Treibstangen-Anschlussschieber 19, welcher innenseitig der Schlossdecke
6 anliegt, ist mit Langlöchern 34, 35 ausgestattet. Das Langloch 34 durchgreift ein
schlossdeckenseitiger Führungszapfen 36. Auch dieser reicht bis zur Stufenfläche 10'''
des Riegelschwanzes 10". In der Verriegelungsstellung liegen die Führungszapfen 30,
36 in teilweiser Überdeckung zu den Riegelschwänzen 9', 10' und können demgemäß dazu
dienen, auf das Hakenriegelorgan wirkende Querkräfte aufzunehmen. In das Langloch
35 ragt ein relativ kurzer, schlossdeckenseitiger Zapfen 37 hinein. Auf vorbeschriebene
Weise sind daher die Treibstangen-Anschlussschieber 18, 19 absolut parallel zur Längsrichtung
der Stulpschiene 2 geführt. Von den Treibstangen-Anschlussschiebern 18, 19 gehen abwärts
gerichtet versetzt zueinander angeordnete Zahnstangenabschnitte 38 bzw. 39 aus. Der
Zahnstangenabschnitt 38 des Treibstangen-Anschlussschiebers 18 verläuft nahe der Innenseite
der Stulpschiene 2. Dort ist der Zahnstangenabschnitt 38 mit der Treibstange 3 gekuppelt.
Auch das obere Ende des Treibstangen-Anschlussschiebers kann mit einer strichpunktiert
veranschaulichten Treibstange 40 gekuppelt sein. Während die Treibstange 3 zum Mittelschloss
führt, kann die Treibstange 40 die Antriebsverbindung zu einem weiteren Zusatzschloss
des nicht veranschaulichten Treibstangenschlosses herstellen.
[0017] Mit dem Zahnstangenabschnitt 38 kämmt ein im Schlossgehäuse 4 gelagertes Zahnrad
42. Gegenüberliegend zum Zahnstangenabschnitt 38 greift an dem Zahnrad 42 der Zahnstangenabschnitt
39 des Treibstangen-Anschlussschiebers 19 an. Aufgrund dieser Antriebsverbindung sind
daher die Treibstangen-Anschlussschieber 18, 19 im Gegenlauf antreibbar. Auf dem Zahnrad
42 sitzt formschlüssig eine innenverzahnte Distanzscheibe 47, die die Zahnstangenabschnitte
38, 39 in parallelflächigem Abstand zueinanderhält.
[0018] In der Offenstellung des Hakenriegelverschlusses 1 befinden sich die Antriebszapfen
20, 21 im Bereich der schlossrückwandseitigen Enden derAntriebs-Querschlitze 24, 25.
Erfolgt nun eine Abwärtsverlagerung der Treibstange 3, so werden über den Zapfen-Schlitzeingriff
der Einzelhakenriegel 9, 10 mit den Treibstangen-Anschlussschiebern 18, 19 die Einzelhakenriegel
aus ihrer schlosseinwärtsliegenden Stellung gegenläufig verschwenkt, wobei die Hakenenden
9', 10' in die Teilöffnungen 13, 14 des Schließbleches 15 eintauchen und dabei den
Steg 12 hintergreifen. In der Endphase der Treibstangenverlagerung gelangen die Antriebszapfen
20, 21 in die Rückdrück-Sperrnischen 24', 25'. Ein Rückdrehen der Einzelhakenriegel
9, 10 durch Angriff an den Hakenenden ist daher nicht möglich. Die Rückverlagerung
der Einzelhakenriegel 9, 10 in die Freigabestellung ist nur durch entgegengesetzt
gerichteten Antrieb des Treibstangen-Anschlussschiebers 18 möglich, dessen Längsverlagerung
über das Zahnrad 42 in eine entgegengesetzt gerichtete Verlagerung des Treibstangen-Anschlussschiebers
19 umgelenkt wird.
[0019] Um den störungsfreien Eintritt der Antriebszapfen 20, 21 aus den Rückdrück-Sperrnischen
24', 25' zu ermöglichen, sind die entsprechenden Abschrägungen 24", 25" vorhanden.
[0020] Bei der Ausgestaltung nach Fig. 9 ist eine Überlappung der Hakenenden 9', 10' in
der Stulpebene realisiert. Das Hakenende 10' formt hierzu eine Rippe 43, welche in
eine Nut 44 des Hakenendes 9' eingreift. Zusätzlich kann bei dieser Version noch eine
Überlappung in der Verlagerungsebene der Hakenenden 9', 10' vorliegen.
[0021] Figur 10 zeigt eine Abwandlung. Ein Formschluss zwischen den Hakenenden 9', 10' ist
hier durch eine dachförmige Zuspitzung 45 des Hakenendes 9' realisiert, welche in
eine formangepasste Nut 46 des Hakenendes 10' eingreift. Zusätzlich kann auch hier
noch eine Überlappung in der Verlagerungsebene der Einzelhakenriegel 9, 10 vorliegen.
[0022] Alle offenbarten Merkmale sind (für sich) erfindungswesentlich. In die Offenbarung
der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/ beigefügten
Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch
zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.
1. Treibstangenbetätigbarer Hakenriegelverschluss (1) mit einem von einer Treibstange
(3) um eine gehäusefeste Schwenkachse (8) schwenkbaren Hakenriegelorgan, welches in
einer Offenstellung hinter einem Stulp (2) ins Schlossgehäuse (4) eingeschwenkt ist
und in einer Verriegelungsstellung einen eine Schließeingriffsöffnung eines Gegenschließteiles
(15) in zwei Teilöffnungen (13, 14) unterteilenden Steg (12) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass das Hakenriegelorgan von zwei insbesondere um eine gemeinsame Achse (8) gegenläufig
schwenkbaren Einzelhakenriegeln (9, 10) gebildet ist, welche jeweils in eine der beiden
Teilöffnungen (13, 14) eintreten.
2. Hakenriegelverschluss nach Anspruch 1 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass die Treibstangen-Anschlussschieber (18, 19) mittels eines Zahnrades (42) im Gegenlauf
antreibbar sind.
3. Hakenriegelverschluss nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Hakenenden (9', 10') der Einzelhakenriegel (9, 10) in der Verriegelungsstellung
berühren oder nahezu berührend eine Überlapptstellung einnehmen.
4. Hakenriegelverschluss nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, gekennzeichnet durch eine Überlappung in der Verlagerungsebene und/ oder in der Stulpebene.
5. Hakenriegelverschluss nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, gekennzeichnet durch eine formschlüssige Überlappung.
6. Hakenriegelverschluss nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, dass die Riegelschwänze (9", 10") der Einzelhakenriegel (9, 10) sich rückwärts der Schwenkachse
(8) überlappen.
7. Hakenriegelverschluss nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, dass die Riegelschwänze (9", 10") im rückwärtigen Überlappungsbereich stufenförmig abgesetzt
sind derart, dass die Stufenflächen (9''', 10''') aufeinander abgleiten und sich die
Stufen zur vollen Materialstärke des Hakenriegelorgans ergänzen, so dass die äußeren
Breitseitenflächen (9"", 10"") der Riegelschwänze (9", 10") im Schlossgehäuse (4)
insbesondere auf zwei gegenläufig angetriebenen Treibstangen-Anschlussschiebern (18,
19) geführt sind.
8. Hakenriegelverschluss nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, dass die Stufenflächen (9''', 10''') von schlossbodenfesten oder schlossdeckenfesten Führungszapfen
(30, 36) gestützt sind.
9. Hakenriegelverschluss nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungszapfen (30, 36) Schlitze (28, 34) der Treibstangen-Anschlussschieber
(18, 19) durchgreifen.
10. Hakenriegelverschluss nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Einzelhakenriegel (9, 10) an seiner äußeren Seitenfläche (9"", 10"") einen
Antriebszapfen (20, 21) trägt, der in einen Antriebsquerschlitz (24, 25) des ihm zugeordneten
Treibstangen-Anschlussschiebers (18, 19) greift.
11. Hakenriegelverschluss nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsschlitz (24, 25) endseitig eine Rückdrücksperrnische (24', 25') ausbildet.