[0001] Die vorliegende Erfindung geht von einem gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruches
konzipierten elektrischen Wippenschalters aus.
[0002] Derartige elektrische Wippenschalter sind in der Regel dafür vorgesehen, die Einund
Ausschaltung eines Stromkreises bzw. die Umschaltung von einem auf einen anderen Stromkreis
zu bewirken. Bei solchen elektrischen Wippenschaltern können die unterschiedlichsten
Kontaktsysteme Anwendung finden. Die Betätigung solcher Wippenschalter kann z. B.
durch ein Verschwenken der Betätigungswippe von einer Ausgangsposition in eine oder
mehrere Funktionsstellungen erfolgen, wobei die Funktionsstellungen rastend und/oder
tastend ausgeführt sein können. Oftmals sind solche elektrischen Wippenschalter mit
einem Leuchtmittel ausgerüstet, damit entweder eine Funktionsanzeige und/oder eine
Suchbeleuchtung realisiert werden kann bzw. können.
[0003] Ein dem Oberbegriff des Hauptanspruches entsprechender elektrischer Wippenschalter
ist durch die DE-GM 86 19 457 bekannt geworden. Dieser elektrische Wippenschalter
besteht im wesentlichen aus einem Oberteil sowie einem Sockelteil und zumindest einem
schwenkbar im Gehäuse gelagerten Schaltstück, welches einerseits über ein federbelastetes
Druckstück direkt mit zumindest einem zugeordneten bewegbaren Kontaktteil zusammenwirkt
und welches andererseits mit zumindest einer Betätigungswippe versehen ist, wobei
im Schaltstück eine oberseitig offene Aufnahmekammer zur Aufnahme eines Leuchtmittels
vorhanden ist, damit die lichtdurchlässigen Bereiche der Betätigungswippe ausleuchtbar
sind. Das Leuchtmittel ist ohne ein Leuchtmittelgehäuse in die Aufnahmekammer eingesetzt,
wobei die Kontaktierung der beiden Anschlussbeine jeweils durch eine Schraubendruckfeder
erfolgt, die jeweils über ein Druckstück mit einem bewegbaren elektrischen Kontaktteil
zusammenwirken. Bei einer solchen Ausgestaltung des Wippenschalters ist es jedoch
schwierig bei Bedarf das Leuchtmittel auszutauschen, weil das Leuchtmittel zu seinem
Austausch direkt ergriffen werden muss und dabei die Anschlussbeine aus ihrer Kontaktierung
mit den beiden Schraubendruckfedern zu lösen sind. Wegen der beengten Platzverhältnisse
ist dies für den Benutzer entsprechend mühsam. Anschließend muss das neue Leuchtmittel
wieder in die Aufnahmekammer eingebracht und korrekt kontaktiert werden, was ebenfalls
mit entsprechenden Schwierigkeiten für den Benutzer verbunden ist. Außerdem ist es
bei einem solchermaßen ausgeführten elektrischen Wippenschalter aufwendig die heute
oftmals gewünschten unterschiedlichen Ausleuchtungsvarianten in ihrer vielfältigen
Gesamtheit zu realisieren, weil als Kontaktpartner für die Kontaktierung des Leuchtmittels
zwei bewegbare elektrische Kontaktteile vorgesehen sind.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde einen elektrischen
Wippenschalter zu schaffen, dessen Leuchtmittel sich bei Bedarf besonders einfach,
also anwenderfreundlich austauschen lässt und bei dem auf einfache und kostengünstige
Art und Weise je nach Anwendungsfall vielfältige unterschiedliche Ausleuchtungsvarianten
zu realisieren sind.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Hauptanspruches angegebenen
Merkmale gelöst. Bei einem solchermaßen ausgebildeten elektrischen Wippenschalter
ist besonders vorteilhaft, dass das Leuchtmittel besonders positionssicher und zuverlässig
vor Beschädigungen geschützt im Schaltstück untergebracht ist.
[0006] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben und werden
anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Gegenstandes näher erläutert. Dabei zeigen:
- Fig. 1:
- einen Vollschnitt des elektrischen Wippenschalters, entsprechend der Linie A-A gemäß
Figur 2;
- Fig. 2:
- eine Draufsicht des elektrischen Wippenschalters im Teilschnitt;
- Fig. 3:
- das bestückte Leuchtmittelgehäuse im Vollschnitt;
- Fig. 4:
- das Schaltstück als losgelöstes Einzelteil im Vollschnitt;
- Fig. 5:
- losgelöst die erste Schraubendruckfeder mit angesetztem Druckstück;
- Fig. 6:
- das Schaltstück und das Oberteil des Gehäuses im Vollschnitt ohne Leuchtmittelgehäuse
und ohne erste Schraubendruckfeder;
- Fig. 7:
- losgelöst die Kontaktbrücke.
[0007] Wie aus den Figuren hervorgeht, besteht ein solcher elektrischer Wippenschalter im
wesentlichen aus einem ein Oberteil 1 und ein Sockelteil 2 aufweisenden Gehäuse, welches
zur Aufnahme der notwendigen feststehenden Kontaktteile 3 und zumindest eines bewegbaren
Kontaktteiles 4 vorgesehen ist. Am Oberteil 1 ist zumindest ein Schaltstück 5 schwenkbar
gelagert, welches einerseits über ein federbelastetes Druckstück 6 mit dem zugeordneten
bewegbaren Kontaktteil 4 zusammenwirkt und welches andererseits zur Festlegung einer
Betätigungswippe 7 vorgesehen ist.
[0008] Wie des weiteren aus den Figuren hervorgeht, weist das Schaltstück 5 eine oberseitig
offene Aufnahmekammer 8 auf, in die ein Leuchtmittelgehäuse 9 eingesetzt werden kann.
Wie insbesondere aus Figur 1 und 3 hervorgeht, ist das in die Aufnahmekammer 8 einsetzbare
Leuchtmittelgehäuse 9 mit einem als Glimmlampe ausgebildeten Leuchtmittel 10 bestückt.
Zur Kontaktierung des Leuchtmittels 10 ragt eine erste Schraubendruckfeder 11 einerseits
in das Leuchtmittelgehäuse 9 hinein, und kommt einerseits unter Vorspannung direkt
an das erste Anschlussbein 12 des Leuchtmittels 10 zur Anlage. Die Vorspannung wird
dabei durch die federelastisch ausgeführte Aufnahmehalterung 29 des Leuchtmittelgehäuses
9 erzeugt. Andererseits steht die erste Schraubendruckfeder 11 unter Vorspannung über
das angesetzte Druckstück 6 direkt mit dem zugeordneten bewegbaren Kontaktteil 4 elektrisch
leitend in Verbindung. An das zweite Anschlussbein 13 des Leuchtmittels 10 kommt einerseits
unter Vorspannung eine ebenfalls in das Leuchtmittelgehäuse 9 hineinragende zweite
Schraubendruckfeder 14 direkt zur Anlage, welche andererseits unter Vorspannung zur
Herstellung der zur Funktion notwendigen elektrischen Verbindung an einer Kontaktbrücke
15 anliegt, welche ihrerseits wiederum mit dem zugehörigen, im Sockelteil 2 des Gehäuses
befindlichen, feststehenden Kontaktteil 3 elektrisch leitend verbunden ist. Damit
wird das Leuchtmittel 10 bedarfsweise mit der notwendigen Betriebsspannung versorgt,
so dass eine funktionsgerechte Ausleuchtung der lichtdurchlässigen Bereiche der Betätigungswippe
7 auf einfache Art und Weise realisiert ist. Zur Sicherstellung einer funktionsgerechten
Betriebsspannung ist zwischen dem Leuchtmittel 10 und dem freien Endbereich des ersten
Anschlussbeines 12 -an dem die erste Schraubendruckfeder 11 zur Anlage kommt- ein
als Widerstand ausgebildetes elektronisches Bauteil 16 vorhanden.
[0009] Wie insbesondere aus Figur 1, 6 und 7 hervorgeht, ist die Kontaktbrücke 15 als separat
zu händelndes Bauteil ausgeführt und weist zur Herstellung von definierten Kontaktstellen
angeformte Kontaktnasen 21 auf. Die beiden Kontaktnasen 21 kommen jeweils an einer
zweiten Schraubendruckfeder 14 zur Anlage. Eine zusätzliche -bei diesem Ausführungsbeispiel
nicht gezeigte- zweite Schraubendruckfeder wird z B. bei einem Serienschalter notwendig.
Die Kontaktbrücke 15 verbindet elektrisch leitend die zweite Schraubendruckfeder 14
mit dem im Sockelteil 2 vorhandenen feststehenden Kontaktteil 3.
[0010] Wie insbesondere aus Figur 1, 4 und 6 hervorgeht, ist einstückig am Oberteil 1 des
Gehäuses und am Schaltstück 5 jeweils ein zum haltenden Eingriff in die zweite Schraubendruckfeder
14 vorgesehener Haltedom 22 vorhanden. Zur positionssichernden Aufnahme der zweiten
Schraubendruckfeder 14 greifen die beiden Haltedome 22 von der einen und der anderen
Seite in dessen Innenraum ein. Außerdem ist an das Oberteil 1 und an das Schaltstück
5 jeweils ein Aufnahmedom 23 angeformt, welche zur positionssichernden Aufnahme einer,
bei diesem Ausführungsbeispiel nicht notwendigen, separaten Rückstellfeder vorgesehen
sind.
[0011] Wie insbesondere aus Figur 1, 4 und 5 hervorgeht, weist die erste Schraubendruckfeder
11 zur Aufnahme des Druckstückes 6 einen ersten Federbereich 17 und zur Kontaktierung
des ersten Anschlussbeines 12 des Leuchtmittels 10 einen gegenüber dem ersten Federbereich
17 abgesetzten zweiten Federbereich 18 auf. Der zweite Federbereich 18 weist dabei
einem gegenüber dem Durchmesser des ersten Federbereiches 17 kleiner ausgeführten
Durchmesser auf, dessen Windungen auf Block gewickelt sind. Mit seiner Endwindung
kommt der erste Federbereich 17 an einem Zwischenabsatz 19 einer an das Schaltstück
5 angeformten Aufnahmehülse 20 zur Anlage. Mit seinem zweiten Federbereich 18 taucht
die erste Schraubendruckfeder 11 durch eine im Boden der Aufnahmehülse 20 befindliche
Öffnung hindurch und kommt letztendlich durch die federelastisch ausgeführte Aufnahmehalterung
29 kontaktgebend an dem ersten Anschlussbein 12 zur Anlage. Somit ist gewährleistet,
dass die durch den ersten Federbereich 17 erzeugten Federkräfte quasi voll und ganz
zur Realisierung eindeutiger Betätigungskräfte auf das bewegbare Kontaktteil 4 einwirken.
[0012] Wie insbesondere aus Figur 3 und 4 hervorgeht, sind an die im Schaltstück 5 vorhandene
Aufnahmekammer 8 als Nuten ausgebildete Führungsmittel 24 und als Rastabsätze ausgebildete
Haltemittel 25 angeformt, welche mit an das Leuchtmittelgehäuse 9 angeformten, als
Federn ausgebildeten Führungselementen 26 und als Rastarme ausgebildeten Halteelementen
27 zusammenwirken. Des weiteren sind an den Innenraum des Leuchtmittelgehäuses 9 zur
positionsgerechten Fixierung der beiden Anschlussbeine 12, 13 des Leuchtmittels 10
Aufnahmehalterungen 29 einstückig angeformt, wobei, wie schon dargestellt, die für
das erste Anschlussbein 12 vorhandene Aufnahmehalterung 29 federelastisch ausgeführt
ist.
[0013] Wie insbesondere aus Figur 6 hervorgeht, sind zur besseren Handhabung des Leuchtmittelgehäuses
9 an die Aufnahmekammer 8 des Schaltstückes 5 zwei Einführschrägen 30 angeformt. Muss
das Leuchtmittelgehäuse 9 ausgetauscht werden, so kann auf einfache Art und Weise
z. B. durch einen Schraubendreher mit flacher Klinge das Leuchtmittelgehäuse 9 unter
Zuhilfenahme mit Hilfe der Einführschrägen 30 problemlos aus seiner Aufnahmekammer
8 herausgehebelt werden.
1. Elektrischer Wippenschalter, mit einem die feststehenden und die bewegbaren Kontaktteile
aufnehmenden Gehäuse, im wesentlichen bestehend aus einem Oberteil sowie einem Sockelteil
und zumindest einem schwenkbar im Gehäuse gelagerten Schaltstück, welches einerseits
über ein federbelastetes Druckstück direkt mit zumindest einem zugeordneten bewegbaren
Kontaktteil zusammenwirkt und welches andererseits mit zumindest einer Betätigungswippe
versehen ist und wobei im Schaltstück eine oberseitig offene Aufnahmekammer zur Aufnahme
eines Leuchtmittels vorhanden ist, damit die lichtdurchlässigen Bereiche der Betätigungswippe
ausleuchtbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Leuchtmittel (10) innerhalb eines in die Aufnahmekammer (8) des Schaltstücks
(5) einsetzbaren separaten Leuchtmittelgehäuse (9) angeordnet ist, und dass zur Kontaktierung
des Leuchtmittels (10) an dessen ersten Anschlussbein (12) eine einerseits in das
Leuchtmittelgehäuse (9) hineinragende erste Schraubendruckfeder (11) unter Vorspannung
direkt zur Anlage kommt, welche andererseits unter Vorspannung über ein Druckstück
(6) elektrisch leitend mit zumindest einem im Sockelteil (2) schwenkbar gelagerten
bewegbaren Kontaktteil (4) in Verbindung steht, und dass an dem zweiten Anschlussbein
(13) des Leuchtmittels (10) eine einerseits ebenfalls in das Leuchtmittelgehäuse (9)
hineinragende zweite Schraubendruckfeder (14) direkt zur Anlage kommt, welche andererseits
mit einem im Sockelteil (2) gehaltenen, feststehenden Kontaktteil (3) elektrisch leitend
in Verbindung steht.
2. Elektrischer Wippenschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schraubendruckfeder (11) zur Aufnahme des Druckstückes (6) einen ersten
Federbereich (17) und zur Kontaktierung des ersten Anschlussbeines (12) des Leuchtmittels
(10) einen gegenüber dem ersten Federbereich (17) abgesetzten zweiten Federbereich
(18) mit gegenüber dem ersten Federbereich (17) kleiner ausgeführten Durchmesser aufweist.
3. Elektrischer Wippenschalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Federbereich (18) der ersten Schraubendruckfeder (11) auf Block gewickelte
Windungen aufweist.
4. Elektrischer Wippenschalter nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Leuchtmittel (10) und dem freien Endbereich des ersten Anschlussbeines
(12) ein elektronisches Bauteil (16) angeordnet ist.
5. Elektrischer Wippenschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die in dem Schaltstück (5) vorhandene Aufnahmekammer (8) angeformte Führungsmittel
(24) und Haltemittel (25) aufweist, welche mit entsprechend ausgeführten, an dem Leuchtmittelgehäuse
(9) vorhandenen Führungselementen (26) und Halteelementen (27) positionssichernd in
Verbindung bringbar ist.
6. Elektrischer Wippenschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Leuchtmittelgehäuse (9) zur positionsgerechten Fixierung des ersten Anschlussbeines
(12) und des zweiten Anschlussbeines (13) des Leuchtmittels (10) entsprechend ausgeführte
Aufnahmehalterungen (29) aufweist.
7. Elektrischer Wippenschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Aufnahmehalterung (29) des Leuchtmittelgehäuses (9) federelastisch
ausgeführt ist.
8. Elektrischer Wippenschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Schraubendruckfeder (14) andererseits über eine Kontaktbrücke (15) mit
dem im Sockelteil (2) vorhandenen feststehenden Kontaktteil (3) elektrisch leitend
in Verbindung steht.
9. Elektrischer Wippenschalter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktbrücke (15) einstückig an ein im Sockelteil (2) gehaltenes feststehendes
Kontaktteil (3) angeformt ist.
10. Elektrischer Wippenschalter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktbrücke (15) als separat händelbares Bauteil ausgebildet ist.
11. Elektrischer Wippenschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass an die Kontaktbrücke (15) zumindest eine an die zweite Schraubendruckfeder (14) zur
Anlage kommende Kontaktnase (21) angeformt ist.
12. Elektrischer Wippenschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 11 dadurch gekennzeichnet, dass am Oberteil (1) des Gehäuses und am Schaltstück (5) jeweils zumindest ein zum Eingriff
in die zweite Schraubendruckfeder (14) vorgesehener Haltedom (22) angeformt ist.
13. Elektrischer Wippenschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass am Oberteil (1) des Gehäuses und am Schaltstück (5) jeweils zumindest ein zum Eingriff
in eine separate Rückstellfeder vorgesehener Aufnahmedom (23) angeformt ist.
14. Elektrischer Wippenschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zum besseren Händeln des Leuchtmittelgehäuses (9) an die Aufnahmekammer (8) des Schaltstückes
(5) zumindest eine Einführschräge (30) angeformt ist.