[0001] Die Erfindung betrifft eine Leuchte, insbesondere zur Notlichtversorgung, mit einem
Leuchtmittel und einem diesem zugeordneten elektronischen Vorschaltgerät (EVG), welches
wenigstens einen Anschluss zur Lichtsteuerung und einen Versorgungsanschluss zur Spannungsversorgung
des Leuchtmittels aufweist, wobei die Anschlüsse mit einem entsprechenden Steuersystem
bzw. entsprechenden Spannungsversorgungsleitungen verbindbar sind.
[0002] Als Leuchtmittel für eine solche Leuchte kommen wegen günstiger elektrischer Kenndaten
oft Leuchtstofflampen zum Einsatz. Zu deren Speisung dient das entsprechende elektronische
Vorschaltgerät. Solche Leuchten, die Teil eines üblichen Gebäudelichtmanagementsystems
sein können, weisen im Fall ihrer Verwendung als Teil einer Notlichtversorgung bestimmte
Eigenschaften auf, die beispielsweise eine automatische Funktionsüberwachung ermöglichen.
Eine solche Funktionsüberwachung umfasst Kontroll- und Wartungsarbeiten durch Funktionstests
und Betriebsdauertests.
[0003] Um eine solche automatische Funktionsüberwachung bisher durchführen zu können, wurden
speziell entwickelte EVGs oder auch separate Überwachungsmodule in den Leuchten verwendet,
die ohne zusätzliche Daten- oder Steuerleitungen eine Funktionsüberwachung ermöglichten.
[0004] Es gibt allerdings eine sehr große Anzahl möglicher EVG - Leuchtmittel- Kombinationen,
für welche nicht immer spezielle Vorschaltgeräte entwickelt werden können. Weiterhin
hat sich herausgestellt, dass einige EVGs bestimmte Funktionen nicht aufweisen wie
beispielsweise die bei der Notlichtversorgung geforderte Lichtstromabsenkung im Gleichstrombetrieb.
[0005] Es gibt zwar aus der Praxis bekannte Lichtmanagementsysteme, bei denen eine Dimmung
der Beleuchtung bei Netzbetrieb möglich ist. Allerdings können bei Verwendung dieser
Leuchten als Teil einer Notlichtversorgung Betriebszustände auftreten, die bei der
licht- und batterietechnischen Projektierung der Lichtmanagementsysteme nicht berücksichtigt
werden können.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Leuchte der eingangs genannten
Art dahingehend zu verbessern, dass insbesondere bei Verwendung von EVGs mit Lichtsteueranschluss
eine erweiterte Funktionalität der Leuchten mit einfachen technischen Mitteln und
für eine Vielzahl von Leuchten gegeben ist.
[0007] Diese Aufgabe wird bei der Leuchte mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs
1 dadurch gelöst, dass den Anschlüssen des elektronischen Vorschaltgerätes (EVG) eine
separate Überwachungseinrichtung vorgeordnet ist, welche Ein- und Ausgänge für jeweils
Steuersystem und Spannungsversorgung und zumindest eine Steuereinheit aufweist, welche
wenigstens Daten über das Steuersystem und / oder die Spannungsversorgungsleitung
übermittelt.
[0008] Durch die separate Überwachungseinrichtung werden bei jeder Leuchte entsprechende
Signale des Steuersystems über zugehörige Eingänge empfangen und über entsprechenden
Ausgänge an das EVG zu dessen Steuerung übermittelt. Weiterhin ist die Überwachungseinrichtung
auch in der Spannungsversorgung dem EVG vorgeschaltet, so dass entsprechende Beeinflussungen
der Spannungsversorgung insbesondere bei der Notlichtversorgung möglich sind. Die
Überwachungseinrichtung kann mit verschiedensten EVGs mit Lichtsteueranschluss verwendet
werden, wobei eine erweiterte Funktionalität durch Überwachungseinrichtung und dessen
Steuereinheit gegeben ist. Mittels der Steuereinheit sind Daten, wie sie insbesondere
für eine automatische Funktionsüberwachung bei einer Notlichtversorgung erforderlich
sind, zwischen Leuchte und einer entsprechenden Steuerung übertragbar. Dabei erfolgt
durch die Überwachungseinrichtung eine entsprechende Steuerung des Leuchtmittels über
das EVG im Notlichtversorgungsfall sowie ebenfalls der Datenaustausch unabhängig vom
eigentlichen Aufbau des EVG.
[0009] Somit ist eine große Anzahl möglicher EVG- Leuchtmittel- Kombination zusammen mit
einer entsprechenden Überwachungseinrichtung insbesondere zur Notlichtversorgung verwendbar.
[0010] Um die Überwachungseinrichtungen in einfacher Weise in der Leuchte ein- oder an der
Leuchte anzubauen, kann die Überwachungseinrichtung als Überwachungs- und Steuermodul
ausgebildet sein. Dieses ist vorgefertigt und kann bei den entsprechenden Leuchten
nachgerüstet werden.
[0011] Um die Steuereinheit einfach aufzubauen und handelsübliche Bestandteile verwenden
zu können, kann die Überwachungseinrichtung als Steuereinheit einen Mikroprozessor
aufweisen.
[0012] Die Steueranschlüsse der EVGs können verschiedenen Steuersignale aufnehmen. Ein Beispiel
ist ein analoges Steuersignal, so dass das EVG analog steuerbar ist. Ein solches Steuersignal
beruht beispielsweise auf dem 1... 10V -System, dass relativ weit verbreitet ist und
eine analoge Ansteuerung der EVGs zulässt. Vorteile des 1...10V - Systems ist die
einfache Anwendung und dessen Flexibilität. Die EVG verfügen dabei über entsprechende
1...10V - Schnittstellen, die als potentialfreie Steuereingänge ausgebildet sind.
Der Dimmbereich beträgt zwischen 1 und 100% mit linearer Kennlinie.
[0013] Entsprechend zum 1...10V - System verfügt in diesem Zusammenhang auch die Überwachungseinheit
über entsprechende Schnittstellen am Eingang und Ausgang zur Lichtsteuerung.
[0014] Um das Leuchtmittel im Fall einer Notlichtversorgung durch die Überwachungseinrichtung
steuern zu können, kann die Überwachungseinrichtung eine Stromvariationseinrichtung
zur Verbindung mit dem Lichtsteueranschluss des EVGs aufweisen, wobei eine Trenneinrichtung
eine Verbindung von Lichtsteueranschluss und Steuersystem trennt und eine Verbindung
von Lichtsteueranschluss mit einem Sicherheitslichtmanagementsystem über die Spannungsversorgung
herstellt.
Das Sicherheitslichtmanagementsystem sorgt für die entsprechende Notlichtversorgung,
indem beispielsweise einige Leuchten einer Allgemeinbeleuchtung in einem Gebäude bei
Ausfall der üblichen Versorgungsspannung auf Einzel- oder Gruppenbatteriesysteme zur
Gleichspannungsversorgung umgeschaltet werden. Die Stromvariationseinrichtung kann
aber in unterschiedlicher Weise ausgebildet sein, wie beispielsweise als insbesondere
elektronisches Potentiometer, als insbesondere programmierbare Stromsenke oder auch
als Codierschalter mit Festwiderständen. Die Stromvariationseinrichtung dient zum
Belasten des Steueranschlusses des EVG, um ein entsprechendes Lichtstromverhältnis
bei Notlichtversorgung einzustellen. Auch bei nur einem durch das EVG erlaubten Lichtstromverhältnis
kann durch die Stromvariationseinrichtung eine entsprechende Beeinflussung des EVG
erfolgen, falls dies zur Notlichtversorgung erforderlich ist.
[0015] Die Trenneinrichtung dient in diesem Zusammenhang zur allpoligen Trennung des Steuersystems
vom Steueranschluss des EVG, um eine Beeinflussung der Leuchte zur Notlichtversorgung
durch das entsprechende Notlichtversorgungssystem zuzulassen.
[0016] Eine entsprechende Trenneinrichtung kann beispielsweise als eine von der Steuereinrichtung
schaltbare Relaiseinrichtung ausgebildet sein. Diese verschaltet die Stromvariationseinrichtung
mit dem Lichtsteueranschluss des EVG bei gleichzeitiger Trennung des Lichtsteueranschlusses
vom Steuersystem.
[0017] Neben der Verwendung einer Stromvariationseinrichtung besteht ebenfalls die Möglichkeit,
nach Trennen des Lichtsteueranschlusses des EVG vom Steuersystem direkt von der Steuereinheit
der Überwachungseinrichtung über eine entsprechende Schnittstelleneinrichtung Daten
über den Lichtsteueranschluss an das EVG zu dessen Steuerung zu übermitteln. In diesem
Fall erfolgt die Steuerung des EVG analog zur Steuerung über das Steuersystem.
[0018] Um in diesem Zusammenhang die Überwachungseinheit zu steuern, sind Überwachungs-
oder Diagnosedaten über die Spannungsversorgungsleitungen und / oder das Steuersystem
an die Überwachungseinrichtung und an dessen Steuereinheit übermittelbar. Auf diese
Weise ist gewährleistet, dass eine vollständige Funktionsüberwachung der entsprechenden
Leuchte bzw. deren Steuerung zur Notlichtversorgung möglich ist.
[0019] Von Vorteil kann sich erweisen, wenn das Steuersystem als Bussystem mit vorbestimmten
Protokoll ausgebildet ist. Auf diese Weise sind entsprechende Daten an das EVG über
die Überwachungseinrichtung übermittelbar.
[0020] Ein Protokoll hat sich in letzter Zeit bei allen Herstellern von Beleuchtungsanlagen
und dergleichen in diesem Zusammenhang durchgesetzt, wobei dieses Protokoll als DALI-Protokoll
bezeichnet wird (DALI = Digital Adressable Lighting Interface.) Dabei ist zu beachten,
dass solche DALI- Systeme auch mit einer Zweidrahtleitung und ohne Bussystem ausgebildet
sein können. Ein entsprechendes DALI- Steuergerät verwaltet nach dem Master- Slave-
Prinzip den Kommunikationsfluss und den Zugriff aller Komponenten auf die Zweidraht-
Datenleitung. Bei einem solchen DALI- System lassen sich die Vorschaltgeräte einzeln
adressieren und in der Regel sind bis zu 16 frei definierbare Gruppen und bis zu 16
Lichtszenen möglich. Das heißt, jedes EVG für sich kann individuell vom Steuergerät
angesprochen und mit bis zu 16 unterschiedlichen Lichtwerten für die Lichtszenen programmiert
werden.
[0021] Wird dabei ein Bussystem statt einer Zweidrahtleitung verwendet, erhöht sich weiterhin
die Funktionalität des Gesamtsystems mit erhöhten Möglichkeiten zur variablen Adressierung
einer höheren Anzahl von EVG mit noch mehr Möglichkeiten zur Programmierung der Einzel-
EVG.
[0022] Um in einfacher Weise eine Fehlererkennung für eine einzelne Leuchte und des zugeordneten
Leuchtmittel durchführen zu können, kann eine Stromaufnahme des EVG der entsprechenden
Leuchte von der Steuereinheit insbesondere mittels einer Widerstandseinrichtung überwachbar
sein. Bei einer intakten EVG- Leuchtmittel- Kombination überschreitet der vom EVG
aufgenommene Strom einen bestimmten Grenzwert. Die Belastungseinrichtung erzeugt dann
einen kurzen Stromimpuls als zusätzliche Belastung auf der Versorgungsleitung, die
dann z.B. zentral im Sicherheitslicht- Managementsystem ausgewertet werden kann. Bei
einem Lampenfehler oder defekten EVG unterschreitet der Strom einen bestimmten Grenzwert
und diese zusätzliche Belastung bleibt aus.
[0023] Weiterhin besteht die Möglichkeit Fehler- und / oder Prüf- und / oder Steuerinformationen
über das Steuersystem zu übertragen. Dies ist beispielsweise bei dem bereits oben
angesprochenen DALI- Protokoll im Falle einer Fehlerinformation dadurch möglich, dass
ein in dem Protokoll enthaltenes Fehlerbit ausgewertet wird.
[0024] Sowohl bei dem 1...10V - als auch DALI- System besteht weiterhin die Möglichkeit,
durch Übertragung bestimmter Steuerinformationen über die Überwachungseinrichtung
und mittels der zugehörigen Steuereinrichtung der entsprechenden Leuchte ein bestimmtes
Lichtstromverhältnis mitzuteilen, um z.B. den Batterie- Entladestrom bei Notlichtversorgung
auf ein zulässiges, normiertes Minimum zu reduzieren. Außerdem kann die Auswertung
und Verarbeitung der Daten durch die Steuereinheit als Teil der Überwachungseinrichtung
erfolgen, wobei eine entsprechende Weiterleitung der Daten an beispielsweise ein zentrales
automatisches Lichtmanagementsystem oder an ein Notlichtmanagementsystem möglich ist.
[0025] Um jeder Leuchte vor Ort eine entsprechende Adresse in einfacher Weise zuordnen zu
können, kann jeder Steuereinheit eine Adressiereinrichtung zugeordnet sein. Diese
kann sowohl vor- Ort als auch zentral vom entsprechenden Managementsystem einstellbar
sein.
[0026] Im Zusammenhang mit dem DALI - System ist zu beachten, dass das EVG digital steuerbar
sein kann.
[0027] Auf eine Trennung von dem DALI - System kann in einigen Fällen verzichtet werden,
wenn eine Eigenschaft von DALI - EVG ausgenutzt wird, die auf der Vorprogrammierung
eines festen Lichtstromverhältnisses für Gleichstrombetrieb beruht. In diesem Fall
ist es von Vorteil, wenn die Überwachungseinrichtung eine mit dem Versorgungsanschluss
verbindbare Gleichspannungsquelle aufweist. Wird diese mit dem Versorgungsanschluss
verbunden, wird das entsprechende Lichtstromverhältnis eingestellt. Insbesondere ist
eine solche Umschaltung auf das werkseitig programmierte Lichtstromverhältnis dann
möglich und wirksam, wenn eine oder zwei der drei Netzphasen der Spannungsversorgung
ausfallen und nur die speisende Phase noch verfügbar ist. Bei den geltenden Normen
sind in diesem Fall alle in einer Betriebsart Bereitschaftslicht betriebenen Leuchten
einzuschalten.
[0028] Um keine separate Gleichspannungsquelle zu verwenden, kann diese als zwischen Versorgungsspannungsleitungen
und Versorgungsanschluss zwischenschaltbare Gleichrichtereinrichtung ausgebildet sein.
[0029] Ein einfaches Umschalten auf die Gleichrichtereinrichtung kann dadurch erreicht werden,
dass eine insbesondere durch die Steuereinheit schaltbare Umschalteinrichtung zwischen
Gleichrichtereinrichtung und Versorgungsspannungsleitungen einerseits und Versorgungsanschluss
andererseits angeordnet ist.
[0030] Um weiterhin in die Schaltmöglichkeit eines jeden EVG zu ermöglichen, kann eine insbesondere
von der Steuereinheit betätigbare Unterbrecherschalteinrichtung in wenigstens einer
Versorgungsspannungsleitung in der Überwachungseinrichtung angeordnet sein.
[0031] Insgesamt ergibt sich erfindungsgemäß ein kombinierter Betrieb von Leuchten, die
auch Bestandteil der Allgemeinbeleuchtung sind und von einem Lichtmanagementsystem
gesteuert werden, als Teil der Sicherheitsbeleuchtung unter Einbeziehung der Überwachungsfunktion
sowie der Lichtstromabsenkung zur effizienteren Batterieausnutzung, wobei alle marktüblichen
Leuchtstofflampen als Leuchtmittel mit geeigneten EVG verwendet werden können, falls
diese zusätzlich einen Steueranschluss für Lichtmanagementsysteme zur Lichtstrombeeinflussung
aufweisen.
[0032] Im folgenden werden vorteilhafte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der in
der Zeichnung beigefügten Figuren näher erläutert.
[0033] Es zeigen:
- Figur 1
- eine prinzipielle Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Leuchte mit einem analog steuerbaren elektronischen Vorschaltgerät;
- Figur 2
- eine prinzipielle Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Leuchte mit einem digital steuerbaren EVG, und
- Figur 3
- eine prinzipielle Darstellung eines dritten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Leuchte mit einem digital steuerbaren elektronischen Vorschaltgerät.
[0034] In Figur 1 ist eine Prinzipdarstellung eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Leuchte 1 dargestellt. Bei diesem Ausführungsbeispiel wie auch bei den weiteren Ausführungsbeispielen
ist die Leuchte 1 ein Teil eines Gebäudebeleuchtungssystems, wobei eine Vielzahl solcher
Leuchten 1 mit einem Lichtmanagementsystem 26 zur Steuerung der einzelnen Leuchten
und zur Einstellung von Lichtszenen verschaltet sind. Leuchten 1 können dabei gruppenweise
in einem Raum oder auch in mehreren Räumen des Gebäudes angeordnet sein.
[0035] Weiterhin ist die Leuchte 1 ebenfalls mit einem Sicherheitslichtmanagementsystem
20 verschaltet, dass bei einer Notlichtversorgung zumindest einige Leuchten 1 des
Gebäudebeleuchtungssystems als Notlichter entsprechend betätigt. Zusätzlich werden
weitere Sicherheits- und Notleuchten vom Sicherheitsmanagementsystem 20 gesteuert.
[0036] Die Leuchte 1 weist als Überwachungseinrichtung 8 ein Überwachungs- und Steuermodul
12 auf. Dieses ist zwischen einem elektronischen Vorschaltgerät 3 mit zugeordnetem
Leuchtmittel 2 und den entsprechenden Versorgungsleitungen von Lichtmanagementsystem
26 und Sicherheitslichtmanagementsystem 20 verschaltet. Entsprechend weist die Überwachungseinrichtung
8 Eingänge 9 für ein das Lichtmanagementsystem 26 umfassendes Steuersystem 6 auf.
Entsprechende Ausgänge 15 der Überwachungseinrichtung 8 sind dem elektronischen Vorschaltgerät
EVG 3 und dessen Lichtsteueranschluss 4 zugeordnet. Außerdem weist die Überwachungseinrichtung
8 noch Eingänge 10 und Ausgänge 16 für die Spannungsversorgung auf. Dabei sind die
Eingänge 10 mit einer entsprechenden Spannungsquelle verbunden, die im Falle des Lichtmanagementsystem
26 in der Regel eine Wechselspannungsversorgung und im Falle des Sicherheitslicht-Managementsystems
20 in der Regel eine Gleichspannungsquelle ist. Bei Normalbetrieb der Leuchtmittel
2 erfolgt die Versorgung von der Wechselspannungsquelle und im Fall einer Notlichtversorgung,
falls die Wechselspannungsquelle ausgefallen ist, erfolgt die Versorgung von der Gleichspannungsquelle
her. Eine solche Gleichspannungsquelle kann beispielsweise als Akkumulator- oder Batterieeinrichtung
ausgeführt sein. Diese kann sowohl zentral als auch dezentral angeordnet sein.
[0037] Die Überwachungseinrichtung 8 weist als Steuereinheit 11 einen Mikroprozessor 13
auf, der über gepunktet dargestellte Steuerleitungen 32 mit verschiedenen Schalteinrichtungen
und insbesondere Trenneinrichtung 19 und Unterbrechereinrichtung 31 verbunden ist.
Weiterhin ist der Mikroprozessor 13 mit einer Adressiereinrichtung 27 verbunden. Mittels
dieser ist jeder Leuchte 1 eine Adresse zuweisbar. Schließlich ist der Mikroprozessor
13 noch mit einer Stromvariationseinrichtung 18 beispielsweise in Form eines elektronischen
Potentiometers 21 verbunden. Dieses kann über eine Relaiseinrichtung 22 als Trenneinrichtung
19 mit dem Lichtsteueranschluss 4 des EVG 3 verbunden werden. Die Relaiseinrichtung
22 schaltet zwischen einer Verbindung zur Stromvariationseinrichtung 18 und den Steuereingängen
9 zur Verbindung zum Steuersystem 6 hin und her, wobei sie vom Mikroprozessor 13 gesteuert
ist.
[0038] Schließlich ist der Mikroprozessor 13 noch mit einer Widerstandseinrichtung 25 zur
Abnahme eines Spannungsabfalls über der Widerstandseinrichtung verbunden.
[0039] Die Stromversorgung erfolgt über Stromversorgungsleitungen 7, die sich zu den Eingängen
10 der Überwachungseinrichtung 8 und durch diese hindurch bis zu Ausgängen 16 erstrecken.
Die Ausgänge 16 sind mit entsprechendem Versorgungsanschluss 5 des EVG verbindbar.
[0040] Die Widerstandseinrichtung 25 dient dazu, bei Einschalten des EVG oder im Betrieb
den fließenden Strom zu erfassen, der einen bestimmten Grenzwert überschreitet. Die
Belastungseinrichtung 32 erzeugt dann einen kurzen Stromimpuls als zusätzliche Belastung
auf der Versorgungsleitung 10, die dann z.B. zentral im Sicherheitslicht- Managementsystem
20 ausgewertet werden kann. Fehlt ein solcher Stromimpuls bei einem Lampenfehler oder
einem defekten EVG, wird dies als Fehler interpretiert.
[0041] Das Steuersystem 6 ist bei dem Ausführungsbeispiel in Figur 1 als 1...10V- Steuersystem
14 ausgebildet, wobei Eingänge 9 und Ausgänge 15, wie auch Lichtsteueranschluss 4
als entsprechende 1 ... 10 V- Schnittstellen 17 ausgebildet sind. Um das Leuchtmittel
2 nicht mehr durch das Lichtmanagementsystem 26 zu beeinflussen, sondem durch das
Sicherheitslichtmanagementsystem 20, steuert der Mikroprozessor 13 das elektrische
Potentiometer 21 an und gleichzeitig wird durch Steuerung des Mikroprozessors 13 die
Relaiseinrichtung 22 so betätigt, dass der Steueranschluss 4 vom Steuersystem 6 getrennt
und mit dem elektronischen Potentiometer 21 verbunden ist: Bei einer solchen Stellung
der Relaiseinrichtung 22 kann jetzt das Leuchtmittel 2 über EVG 3 von dem Sicherheitslichtmanagementsystem
20 gesteuert werden.
[0042] Alternativ zum elektronischen Potentiometer 21 können auch sogenannte programmierbare
Stromsenken oder auch eine Kombination eines Kodierschalters mit Festwiderständen
verwendet werden. Die entsprechende Stromvariationseinrichtung 18 dient dabei jeweils
zur entsprechenden Belastung des Lichtsteueranschlusses 4.
[0043] Figur 2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel einer Leuchte 1 gemäß Erfindung. Diese
unterscheidet sich vom Ausführungsbeispiel nach Figur 1 insbesondere dadurch, dass
das elektronische Vorschaltgerät 3 digital steuerbar ist und statt der Stromvariationseinrichtung
18 beispielsweise in Form eines elektronischen Potentiometers 21 eine Schnittstelleneinrichtung
23 verwendet wird. Das heißt, bei Trennung des Lichtsteueranschlusses 4 von dem Steuersystem
6, siehe Figur 1, und Verbindung mit der Schnittstelleneinrichtung 23 erfolgt eine
Übermittlung eines Datenstroms vom Mikroprozessor 13 direkt an das EVG, um das gewünschte
Lichtstromverhältnis bei AC- und bei DC- Betrieb zu definieren. Auch in diesem Fall
erfolgt somit die Steuerung des Lichtstromverhältnisses nicht durch das allgemeine
Lichtmanagementsystem 26, sondern durch Sicherheitslichtmanagement 20 Die Schnittstelleneinrichtung
23 kann dabei eine DALI- Schnittstelle sein, die mit entsprechendem DALI- Protokoll
arbeitet. DALI ist ein Schnittstellenstandard der lichttechnischen Industrie (DALI
- Digital Adressable Lighting Interface), der eine einheitliche Schnittstellendefinition
für die Funktion eines DALI - EVG, bzw. eines DALI - konformen Verbrauchers in einem
beleuchteten System festlegt und die Austauschbarkeit der EVG unterschiedlicher Hersteller
ermöglicht. Das DALI- Steuersystem kann sowohl als Zweidraht- als auch als Bussystem
ausgelegt sein.
[0044] Im Zusammenhang mit der Widerstandseinrichtung 25 ist noch zu beachten, dass bei
fehlendem Stromimpuls, das heißt bei einem Lampenfehler oder defektem EVG, siehe die
obigen Ausführungen, ein entsprechender Fehler durch ein Fehler- Bit im DALI-Protokoll
übertragen werden kann.
[0045] In Figur 3 ist ein drittes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Leuchte 1 dargestellt.
Bei diesem Ausführungsbeispiel wird ebenfalls ein digital steuerbares EVG 3 mit DALI-
System verwendet, wobei die entsprechenden Leitungen des Steuersystems 6 als Bussystem
24 ausgebildet sind.
[0046] Dieses Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von den vorangehenden insbesondere
dadurch, dass eine Trennung des Lichtsteueranschlusses 4 vom Steuersystem 6, siehe
Figur 1, nicht erfolgt. Stattdessen wird eine besondere Eigenschaft von DALI - EVG
3 ausgenutzt. Diese Eigenschaft betrifft ein fest voreingestelltes Lichtstromverhältnis
für DC - Betrieb des EVG 3. Die Überwachungseinrichtung 8 weist in diesem Fall eine
Gleichspannungsquelle 8 in Form einer Gleichrichtereinrichtung 29 auf, die mit der
externen Wechselspannungsquelle über die Eingänge 10 verbunden ist, siehe auch die
vorangehenden Ausführungen. Durch das Sicherheitslichtmanagementsystem 20 beeinflusst,
schaltet der Mikroprozessor 13 mittels Umschalteinrichtung 30 beispielsweise in Form
eines Relais die Gleichrichtereinrichtung 29 in die Spannungsversorgungsleitungen
7, so dass die Versorgungsanschlüsse 5 des EVG 3 mit Gleichspannung beaufschlagt werden.
Auf diese Weise kann auf das werkseitig programmierte Lichtstromverhältnis des EVG
3 umgeschaltet werden, wenn eine oder zwei der drei Netzphasen der Versorgungsspannung
ausfallen und die speisende Phase noch verfügbar ist. Für einen solchen Fall ist vorgeschrieben,
alle in der Betriebsart Bereitschaftslicht betriebenen Leuchten 1 einzuschalten, wobei
eine Trennung vom DALI- Bussystem 24 nicht erforderlich ist.
[0047] Es sei noch angemerkt, dass bei einer DALI - EVG 3 eine Fehlerauswertung auch über
das Bussystem 24 erfolgen kann, da im DALI- Protokoll ein Fehlerbit enthalten ist.
Auf eine Auswertung der Stromaufnahme des EVG 3 über Widerstandseinrichtung 25 kann
dann verzichtet werden.
1. Leuchte (1), insbesondere zur Notlichtversorgung, mit einem Leuchtmittel (2) und einem
diesem zugeordneten elektronischen Vorschaltgerät (3), welches wenigstens einen Anschluss
(4) zur Lichtsteuerung und einen Versorgungsanschluss (5) zur Spannungsversorgung
des Leuchtmittels (2) aufweist, wobei die Anschlüsse (4, 5) mit einem entsprechenden
Steuersystem (3) bzw. entsprechenden Spannungsversorgungsleitungen (7) verbindbar
sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass den Anschlüssen (4,5) des elektronischen Vorschaltgerätes (3) eine Überwachungseinrichtung
(8) vorgeordnet ist, welche Ein- (9, 10) und Ausgänge (15,16) für jeweils Steuersystem
(6) und Spannungsversorgungsleitungen (7) und zumindest eine Steuereinheit (11) aufweist,
welche Steuereinheit (11) wenigstens Daten über das Steuersystem (6) und/oder die
Spannungsversorgungsleitungen (7) übermittelt.
2. Leuchte nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Überwachungseinrichtung (8) als Überwachungs- und Steuermodul (12) ausgebildet
ist.
3. Leuchte nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Überwachungseinrichtung (8) als Steuereinheit (11) einen Mikroprozessor (13)
aufweist.
4. Leuchte nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das elektronische Vorschaltgerät (3) analog steuerbar ist.
5. Leuchte nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Steuersystem (6) ein 1 ... 10V- Steuersystem (14) ist und entsprechend Lichtsteueranschluss
(4) des elektronischen Vorschaltgerätes (3) und Steuerein-/-ausgänge (9, 15) der Überwachungseinrichtung
(8) als 1...10V- Schnittstellen (17) ausgebildet sind.
6. Leuchte nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Überwachungseinrichtung (8) eine Strom- oder Spannungsvariationseinrichtung (18)
zur Verbindung mit dem Lichtsteueranschluss (4) aufweist und eine Trenneinrichtung
(19) eine Verbindung von Lichtsteueranschluss (4) und Steuersystem (6) trennt und
eine Verbindung von Lichtsteueranschluss (4) mit der Stromoder Spannungsvariationseinrichtung
(18) herstellt, deren Zustand vom Sicherheitslicht- Managementsystem (20) mit einer
Datenleitung oder direkt über die Spannungsversorgungsleitung beeinflußbar ist.
7. Leuchte nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Stromvariationseinrichtung (18) als insbesondere elektronisches Potentiometer
(21) ausgebildet ist.
8. Leuchte nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Stromvariationseinrichtung (18) als insbesondere programmierbare Stromsenke ausgebildet
ist.
9. Leuchte nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trenneinrichtung (19) als von der Steuereinheit (11) schaltbare Relaiseinrichtung
(22) ausgebildet ist.
10. Leuchte nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Stromvariationseinrichtung (18) als Codierschalter mit Festwiderständen ausgebildet
ist.
11. Leuchte nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Steuereinheit (11) eine Schnittstelleneinrichtung (23) zugeordnet ist, durch
welche über den Lichtsteueranschluss (4) Daten an das elektronische Vorschaltgerät
(3) übermittelbar sind.
12. Leuchte nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass Überwachungs- oder Diagnosedaten über die Spannungsversorgungsleitung (7) und/oder
das Steuersystem (6) übermittelbar sind.
13. Leuchte nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Steuersystem (6) als Bussystem (24) mit vorbestimmten Protokoll ausgebildet ist.
14. Leuchte nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Protokoll ein DALI (Digital Adressable Lighting Interface) -Protokoll ist.
15. Leuchte nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Stromaufnahme des elektronischen Vorschaltgerätes (3) von der Steuereinheit
(11) insbesondere mittels einer Widerstandseinrichtung (25) überwachbar ist, und von
dieser bei fehlerfreiem Betrieb der Kombination elektronisches Vorschaltgerät (3)
/ Leuchtmittel (2) ein kurzer Strompuls, erzeugt durch eine Belastungseinrichtung
(32), dem versorgenden Sicherheitslicht- Managementsystem
16. Leuchte nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass Fehler-, Prüf- und/oder Steuerinformationen über das Steuersystem (6) übertragbar
sind.
17. Leuchte nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Leuchte (1) mit einem insbesondere zentralen automatischen Lichtmanagementsystem
(26) verbunden ist.
18. Leuchte nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass jeder Steuereinheit (11) eine Adressiereinrichtung (27) zugeordnet ist.
19. Leuchte nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das elektronische Vorschaltgerät (3) digital steuerbar ist.
20. Leuchte nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Überwachungseinrichtung (8) eine mit dem Versorgungsanschluss (5) verbindbare
Gleichspannungsquelle (28) aulweist.
21. Leuchte nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gleichspannungsquelle (28) als zwischen Spannungsversorgungsleitungen (7) und
Versorgungsanschluss (5) verschaltbare Gleichrichtereinrichtung (29) ausgebildet ist.
22. Leuchte nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine insbesondere durch die Steuereinheit (11) schaltbare Umschalteinrichtung (30)
zwischen Gleichrichtereinrichtung (29) und Spannungsversorgungsleitung (7) einerseits
und Versorgungsanschluss (5) andererseits angeordnet ist.
23. Leuchte nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine insbesondere von der Steuereinheit (11) betätigbare Unterbrechereinrichtung
(31) in wenigstens einer Spannungsversorgungsleitung (7) angeordnet ist.
24. Überwachungseinrichtung für eine Leuchte , insbesondere nach einem der vorangehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Überwachungseinrichtung (8) als separat handhabbares Modul (12) Versorgungsanschluss
(5) und Lichtsteueranschluss (9) des elektronischen Vorschaltgerätes (3) der Leuchte
(1) vorgeordnet ist.