[0001] Die Erfindung betrifft eine elektrische Heizvorrichtung, welche insbesondere für
die Verwendung in einem Kraftfahrzeug geeignet ist. Obwohl die Erfindung im Folgenden
mit Hinblick auf den Einsatz an einem Kraftfahrzeug beschrieben wird, sei darauf hingewiesen,
dass die erfindungsgemäße elektrische Heizvorrichtung auch für Heizprozesse an anderen
Vorrichtungen eingesetzt werden kann.
[0002] Elektrische Heizvorrichtungen finden heute verbreitet Anwendung, beispielsweise in
Kraftfahrzeugen und Klimatisierungssystemen und dergleichen, um z. B. im Falle eines
Kraftfahrzeugs den Fahrzeuginnenraum zu beheizen.
[0003] Üblicherweise erfolgt die Beheizung des Fahrzeuginnenraums im wesentlichen über die
Abwärme des Verbrennungsmotors, die an den Kühlkreislauf abgegeben wird. Von dort
kann ein Teil der Abwärme über einen Wärmetauscher an die in den Fahrzeuginnenraum
strömende Luft abgegeben werden.
[0004] Die Abwärme des Motors steht allerdings erst dann voll zur Verfügung, wenn der Motor
seine Betriebstemperatur erreicht hat, so dass die Heizung des Fahrzeuginnenraums
über Abwärme des Motors, gerade zu Beginn von Fahrten, als unzureichend empfunden
werden kann.
[0005] Das Problem wird dadurch noch vergrößert, dass mit der Entwicklung von sparsameren
Motoren weniger Abwärme anfällt, die zur Aufheizung des Fahrzeuginnenraums zur Verfügung
steht.
[0006] Deshalb ist es im Stand der Technik bekannt geworden, Zusatzheizungen vorzusehen,
die im Luftführungskanal eingesetzt werden und Wärme an die in den Fahrzeuginnenraum
strömende Luft abgeben. Durch derartige Zusatzheizungen kann z. B. in der kalten Jahreszeit
oder z. B. direkt nach Start des Kraftfahrzeugs bei (noch) kaltem Motor den Benutzern
in erheblich kürzerer Zeit eine angenehme Raumtemperatur zur Verfügung gestellt werden.
[0007] So ist z. B. aus der
EP 0 901 311 A2 eine elektrische Heizvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt, bei
der ein Heizblock mit mehreren Heizelementen vorgesehen ist. Eine Steuervorrichtung
ist als Steckmodul ausgebildet und kann an die Heizelemente angesteckt werden.
[0008] Derartige Steckverbindungen haben den Nachteil, dass der Kontakt zwischen Steuerungsvorrichtung
und Heizelementen sich durch Vibrationen oder dergleichen mit der Zeit teilweise oder
sogar vollständig lösen kann.
[0009] Ausgehend vom zitierten Stand der Technik ist deshalb die Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, eine Heizvorrichtung zur Verfügung zu stellen, bei welcher der elektrische
Kontakt auch auf Dauer im wesentlichen gewährleistet ist.
[0010] Die erfindungsgemäße elektrische Heizvorrichtung ist Gegenstand des Anspruchs 1.
Bevorzugte Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0011] Die erfindungsgemäße elektrische Heizvorrichtung umfasst wenigstens eine Heizeinrichtung
und wenigstens eine Leistungseinrichtung. Die Leistungseinrichtung ist über wenigstens
ein erstes und wenigstens ein zweites Kontaktmittel einer Kontakteinrichtung im elektrischen
Kontakt mit der Heizeinrichtung. Die Kontakteinrichtung ist dabei derart gestaltet,
dass eine feste Verbindung des ersten und des zweiten Kontaktmittels herstellbar ist.
[0012] Eine feste Verbindung zwischen dem ersten und dem zweiten Kontaktmittel der Kontakteinrichtung
gewährleistet einen dauerhaften elektrischen Kontakt von Leistungseinrichtung und
Heizeinrichtung. Eine solche feste Verbindung bietet eine deutlich verbesserte Kontaktierung
und eine bessere Alterungsbeständigkeit und einen besseren Widerstand gegen Lösen
bei Vibrationen.
[0013] Dabei ist z. B. das erste Kontaktmittel dauerhaft elektrisch leitend mit einer Leistungseinrichtung
verbunden und z. B. das zweite Kontaktmittel dauerhaft mit einer Heizeinrichtung.
Eine feste Verbindung des ersten und des zweiten Kontaktmittels stellt dann eine elektrische
Verbindung zwischen Leistungseinrichtung und Heizeinrichtung sicher.
[0014] Durch die verbesserte Kontaktierung zwischen den Kontaktmitteln der Kontakteinrichtung
wird außerdem eine Verbesserung des Übergangswiderstandes zwischen dem ersten und
dem zweiten Kontaktmittel der Kontakteinrichtung erzielt. Durch den geringeren elektrischen
Übergangswiderstand wird auch der Leistungsverlust an der Kontakteinrichtung verringert.
Dadurch stellt sich eine geringere Kontakttemperatur ein.
[0015] Durch die geringeren Verluste führt dies zu einem erhöhten Wirkungsgrad des Gesamtprozesses.
Weiterhin bewirkt die verbesserte Kontaktierung eine erhöhte Ausfallsicherheit.
[0016] Die erfindungsgemäße elektrische Heizvorrichtung kann weiterhin die Lebensdauer einer
elektrischen Heizvorrichtung erhöhen, da korrosionsbedingte Alterungen der Kontakteinrichtung
weitgehend vermieden werden, denn durch die feste Verbindung der Kontaktmittel werden
die Kontaktflächen der Kontaktmittel vor Umwelteinflüssen wie Staub und Feuchtigkeit
im wesentlichen wirksam geschützt.
[0017] Außerdem ist die Verbindung der Kontakteinrichtung formschlüssig und starr herstellbar.
[0018] Eine formschlüssig herstellbare Verbindung des ersten und des zweiten Kontaktmittels
der Kontakteinrichtung ist sehr vorteilhaft, da formschlüssige Verbindungen alterungsbeständiger
sind und sich im allgemeinen durch Vibrationen und dergleichen weniger schnell lösen
lassen, als derartige kraftschlüssige Steckverbindungen, wie sie im Stand der Technik
bekannt sind.
[0019] Die Verwendung einer starren Verbindung ist ebenfalls von Vorteil.
[0020] In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist die Verbindung an der Kontakteinrichtung
des ersten und des zweiten Kontaktmittels lösbar ausgeführt. Eine lösbar ausgeführte
Verbindung der Kontakteinrichtung ist vorteilhaft, da dadurch ein Austausch einzelner
Heizeinrichtungen oder Leistungseinrichtungen ermöglicht wird, ohne dass es erforderlich
ist, bei Defekt einer Heizeinrichtung oder Leistungseinrichtung die gesamte elektrische
Heizvorrichtung auszutauschen.
[0021] Ferner ist die Verbindung des ersten und des zweiten Kontaktmittels über wenigstens
eine Befestigungseinrichtung herstellbar, welche einer Gruppe von Befestigungseinrichtungen
entnommen ist, die Schraubeinrichtungen, Nieteinrichtungen und Hebelklemmeinrichtungen
umfasst.
[0022] Bevorzugt ist wenigstens eine Befestigungseinrichtung oder im wesentlichen alle Befestigungseinrichtungen
als Schraubeneinrichtung ausgeführt. Schraubeneinrichtungen haben viele Vorteile.
Schraubeneinrichtungen sind nahezu beliebig oft lösbar und wiederbefestigbar, ohne
dass die Festigkeit der Schraubverbindung nachlässt. Weiterhin haben Schraubeneinrichtungen
den Vorteil, dass die Festigkeit der Verbindung über das Schraubmoment einstellbar
ist, so dass genau definierte Verbindungskräfte herstellbar sind.
[0023] Im Vergleich dazu sind bei den im Stand der Technik bekannten Steckverbindungen die
Verbindungskräfte abhängig von der Anzahl der erfolgten Verbindungen, da sich im allgemeinen
die zusammengesteckten Teile mit der Zeit lockern können. Schraubverbindungen unterliegen
solchen Alterungserscheinungen nicht.
[0024] Nieteinrichtungen sind ebenfalls sehr vorteilhaft, da sie ebenfalls eine feste und
zuverlässige Verbindung der beiden Kontaktmittel der Kontakteinrichtung erlauben.
Eine Nieteinrichtung kann z. B. durch Aufbohren wieder getrennt werden. Dann kann
durch Einsatz einer neuen Nieteinrichtung die Verbindung in gleichbleibender Qualität
wieder hergestellt werden. Wie auch bei einer Schraubeneinrichtung ist die Verbindungskraft
einer Nieteinrichtung einstellbar. Dies kann z. B. durch die Wahl der Länge der Nieteinrichtungen
erfolgen (und auch des Durchmessers etc.).
[0025] Ebenso ist es möglich, dass eine Hebelklemmeinrichtung oder dergleichen zur festen
Verbindung des ersten und des zweiten Kontaktmittels eingesetzt wird. Mit einer Hebelklemmeinrichtung
im Sinne dieser Erfindung ist hierbei eine Klemmeinrichtung zu verstehen, die durch
Einsatz eines Hebels oder dergleichen eine verstärkte Klemmkraft ausübt. Vorzugsweise
ist eine solche Hebelklemmeinrichtung derart ausgeführt, dass ein Exzenter oder dergleichen
vorgesehen ist, so dass eine zuverlässige Sicherung gegen unabsichtliches Lösen durch
Vibrationen oder dergleichen gewährleistet ist.
[0026] Mit derartigen Hebelklemmeinrichtungen kann zuverlässig und reproduzierbar eine bestimmte
Klemmkraft aufgebracht werden. Durch Einstellung beispielsweise des Hebels oder der
Abstände der zu klemmenden Teile kann die Klemmkraft genau eingestellt werden, so
dass einerseits gewährleistet ist, dass die Klemmkraft genügend hoch ist und andererseits
sichergestellt wird, dass eine Beschädigung der zu klemmenden Teile unterbleibt.
[0027] Auch derartige Klemmeinrichtungen sind sehr vorteilhaft. Im Unterschied zu den im
Stand der Technik bekannten Steckverbindungen wird bei einer Hebelklemmeinrichtung
nach Zusammenführen der zu klemmenden Teile eine genau definierte Kraft auf die zu
klemmenden Teile aufgebracht, so dass die Kontaktmittel der Kontakteinrichtung fest
und reproduzierbar fest verbunden werden.
[0028] In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist wenigstens eine Heizeinrichtung
vorgesehen, welche einer Gruppe von Heizeinrichtungen entnommen ist, die Widerstandsheizeinrichtungen
und PTC-Heizeinrichtungen umfasst.
[0029] Keramische Heizelemente mit positivem Temperaturkoeffizienten (PTC) sind bevorzugt,
da diese durch ihre positive Temperaturkennlinie eine quasi eingebaute Sicherung aufweisen.
[0030] Deshalb ist es bevorzugt, dass wenigstens eine Widerstandsheizeinrichtung wenigstens
eine PTC-Heizeinrichtung ist. Besonders bevorzugt sind im wesentlichen alle Heizeinrichtungen
als PTC-Heizeinrichtung ausgeführt, wie sie z. B. in der
EP 0 901 311 A2 beschrieben sind.
[0031] Bevorzugt ist auch, dass neben PTC-Heizeinrichtungen auch oder auch nur Widerstandsheizeinrichtungen
vorgesehen sind.
[0032] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind die Materialien für die Kontaktmittel
derart ausgewählt, dass galvanische Korrosion im wesentlichen vollständig oder zumindest
weitgehend vermieden wird.
[0033] Die Kontaktflächen des ersten und des zweiten Kontaktmittels sind in allen zuvor
beschriebenen Ausführungsformen derart aneinander angepasst, dass eine relativ große
Kontaktfläche der beiden Kontaktmittel ermöglicht wird. Dabei können die Kontaktflächen
konvex, konkav, eben oder sonst wie geformt sein, sofern gewährleistet ist, dass die
beiden Kontaktmittel über einen wesentlichen Teil ihrer Fläche aneinander anliegen,
wenn eine feste Verbindung der Kontakteinrichtung besteht.
[0034] Eine derartige Flächen- und Formanpassung ist sehr vorteilhaft, da dadurch die Querschnittsfläche
für den elektrischen Strom vergrößert wird. Dadurch wird die flächenbezogene Stromdichte
verringert, was auch zu einer Verringerung des Übergangswiderstandes an der Kontakteinrichtung
führt. Daraus folgt wiederum eine geringere Kontakteinrichtungstemperatur, und eine
kleinere Verlustleistung an der Kontakteinrichtung, bzw. es kann bei gleichbleibender
Stromdichte die Anzahl der Verbindungsstellen reduziert werden, was die Ausfallsicherheit
erhöht.
[0035] In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung sind die Kontaktmittel der Kontakteinrichtung
derart gestaltet, dass eine automatische Verbindung der beiden Kontaktmittel herstellbar
ist. Zum Beispiel können die Kontaktmittel so geformt sein, dass bei einer als Schraubeneinrichtung
(oder auch Nieteinrichtung) vorgesehenen Befestigungseinrichtung die Löcher für die
Schraubeneinrichtung hinter den Kontaktmitteln so angeordnet sind, dass die Kontaktmittel
und die Kontakteinrichtung insgesamt von ihrer äußeren Form so angeordnet sind, dass
eine Einführung einer Schraube in die Löcher der Kontaktmittel einfach möglich.
[0036] Das ist von Vorteil, da dadurch eine einfachere automatische Verbindung der Kontaktmittel
und der Kontakteinrichtung ermöglicht wird. Werden komplizierte und vielschichtige
Bewegungen und Handgriffe nötig, so wird eine automatische Verbindung der Kontaktmittel
erschwert, was letztendlich zu höheren Herstellungskosten führt.
[0037] In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist eine Mehrzahl von Heizeinrichtungen
und/oder Leistungseinrichtungen vorgesehen, wobei für jede Heizeinrichtung eine Kontakteinrichtung
vorgesehen sein kann.
[0038] Vorzugsweise ist an wenigstens einer Heizungseinrichtung eine Wellrippeneinrichtung
oder dergleichen vorgesehen, um den Wärmeübergang an das Heizmedium zu verbessern.
[0039] Vorzugsweise ist die elektrische Heizvorrichtung für den Betrieb mit einem Gas als
Heizmedium und besonders bevorzugt für Luft als Heizmedium vorgesehen. Es ist allerdings
auch möglich, dass die erfindungsgemäße Heizvorrichtung mit einer Flüssigkeit als
Heizmedium betrieben wird, an die die Heizleistung der Heizeinrichtung abgegeben wird.
[0040] Vorzugsweise umfasst wenigstens eine Leistungseinrichtung eine Steuereinrichtung,
die die Wärmeleistung wenigstens einer Heizeinrichtung steuert. Besonders bevorzugt
ist für im wesentlichen jede Leistungseinrichtung eine Steuereinrichtung vorgesehen.
[0041] Dabei ist es möglich, dass beispielsweise ein Heizstrang, der aus mehreren Heizeinrichtungen
besteht, gleichzeitig angesteuert wird und/oder dass jede einzelne Heizeinrichtung
separat angesteuert wird. Eine separate Ansteuerung jeder einzelnen Heizeinrichtung
erhöht die Regelungsmöglichkeiten der Heizvorrichtung und erlaubt eine genauere Justage
an vorgegebene Bedingungen.
[0042] Weitere Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung werden nun
anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die Figuren dargestellt.
[0043] Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße elektrische Heizvorrichtung in einer ersten Ausführungsform
in einer perspektivischen Ansicht vor Herstellung einer festen Verbindung;
- Fig. 2
- ein Paar Kontaktstellen in einer vergrößerten Darstellung gemäß dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1 bei geöffneter Verbindung;
- Fig. 3
- die erfindungsgemäße Heizvorrichtung aus dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 bei geschlossener
fester Verbindung;
- Fig. 4
- eine feste Verbindung der Kontaktstellen gemäß Fig. 3 in vergrößerter Darstellung;
- Fig. 5
- eine feste Verbindung eines weiteren Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 6
- eine gelötete Verbindung gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung;
- Fig. 7
- eine Steckverbindung aus dem Stand der Technik in geöffneter Stellung; und
- Fig. 8
- die Steckverbindung aus dem Stand der Technik gemäß Fig. 7 in zusammengestecktem Zustand.
[0044] Die in Fig. 1 dargestellte erfindungsgemäße Zusatzheizvorrichtung 1 weist einen Heizblock
2 und eine Steuervorrichtung 4 auf. Bei der in Fig. 1 dargestellten perspektivischen
Darstellung sind Heizblock 2 und Steuervorrichtung 4 voneinander räumlich getrennt
angeordnet.
[0045] Die Steuervorrichtung 4 weist Leistungseinrichtungen 5 in Form von Steuerelektroniken
auf, die zur Ansteuerung der Heizelemente 3 des Heizblocks 2 dienen.
[0046] Zur Beaufschlagung mit Leistung sind Kontaktstellen 6 an der Steuervorrichtung 4
vorgesehen. Die Kontaktstellen 6 der Steuervorrichtung werden mit den Kontaktstellen
7 des Heizblocks zusammengebracht und es wird eine feste Verbindung zwischen den Kontaktstellen
6 und 7 hergestellt.
[0047] In Fig. 2 ist eine vergrößerte Darstellung der Kontaktstellen 6 der Steuervorrichtung
und der Kontaktstellen 7 des Heizblocks 2 abgebildet.
[0048] In Fig. 3 ist die erfindungsgemäße Heizvorrichtung in Form einer Zusatzheizung 1
in zusammenmontiertem Zustand abgebildet. Als Befestigungseinrichtung zur Herstellung
der festen Verbindung zwischen den Kontaktstellen 6 und Kontaktstellen 7 dienen vorzugsweise
selbstschneidende Schrauben 9, die durch Vorlöcher bzw. Löcher 13 in den Kontaktstellen
6 und Löcher 14 in den Kontaktstellen 7 durchgeführt und anschließend verschraubt
werden, so dass die Kontaktstellen 6 und 7 eine feste und starre Verbindung eingehen,
die in diesem Beispiel auch formschlüssig ist.
[0049] Die Schrauben 9 werden im Ausführungsbeispiel mit einem vorbestimmten und genügend
hohen Drehmoment gespannt oder durchgebohrt, so dass ein Lösen durch Vibrationen beim
Betrieb und dergleichen zuverlässig verhindert wird.
[0050] Durch die Schraubenkraft bedingt, werden die kontaktierenden Kontaktbereiche der
Kontaktelemente 6 und 7 aneinander gepresst, so dass eine große Kontaktfläche entsteht.
Das führt dazu, dass die mittlere Stromdichte in den Kontaktflächen und der Übergangswiderstand
an den Kontakteinrichtungen 8 relativ gering ist. Dadurch wird die Verlustleistung
an den Übergangsstellen der Kontakteinrichtungen insgesamt verringert, so dass auch
die Kontakttemperatur sinkt.
[0051] Diese Maßnahmen erhöhen unter anderem auch die Lebensdauer der Verbindung und der
Zusatzheizeinrichtung insgesamt, da mögliche Fehlerquellen vermieden werden.
[0052] Im Vergleich dazu ist in den Figuren 7 und 8 eine herkömmliche Steckverbindung dargestellt,
wie sie im Stand der Technik bekannt ist. Die Kontaktstellen 6a und 7a werden zur
Herstellung des Kontakts zusammengesteckt, wobei an der Kontaktstelle 7a ein federndes
Blech vorgesehen ist, das einen gewissen Druck auf die Kontaktstelle 6a ausübt. Diese
Federwirkung lässt allerdings mit häufigem Anstecken und Abstecken der Verbindung
nach.
[0053] Außerdem sind die in Kontakt geratenen Flächen insgesamt relativ gering, da unter
Umständen nur an der Knickstelle des Federblechs ein Kontakt entsteht.
[0054] Berücksichtigt man weiter noch die nachlassende Federwirkung bei aufeinander folgenden
Steckungen, so ergibt sich insgesamt bei der im Stand der Technik bekannten Kontakteinrichtung
eine relativ geringe Kontaktfläche, was zu einem relativ hohen Übergangswiederstand
führt. Dadurch bedingt ist die Kontakttemperatur hoch und die Verlustleistung am Übergang
groß.
[0055] Im Gegensatz dazu ist bei der erfindungsgemäßen Kontakteinrichtung 8 gemäß Fig. 1
bis 4 der Übergangswiderstand klein und die Verlustleistung gering. Des weiteren kann
sich bei dem in den Fig. 7 und 8 dargestellten bekannten Beispiel aus dem Stand der
Technik die Verbindung lösen, indem z. B. durch Vibrationen beim Betrieb in einem
Kraftfahrzeug die Verbindungskraft nachlässt und sich die Verbindung zwischen Heizeinrichtung
bzw. Heizelement und der Steuerelektronik löst.
[0056] Das in den Fig. 1 bis 4 dargestellte Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Zusatzheizung
weist hingegen eine formschlüssige Verbindung der Kontaktelemente 6 und 7 auf, so
dass prinzip-bedingt ein Lösen durch Nachlassen der Federwirkung eines Federelements
15 wie im Stand der Technik vermieden wird (wenigstens bei geeignetem Schraubendrehmoment).
[0057] Bei dem in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Heizblock und die Steuervorrichtung
im wesentlichen gleich ausgeführt wie bei dem in Fig. 1 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispiel.
[0058] Insbesondere ist der Heizblock mit den Heizelementen und die Steuervorrichtung mit
den Leistungseinrichtungen identisch aufgebaut wie bei dem in Fig. 1 bis 4 dargestellten
Ausführungsbeispiel.
[0059] Im Unterschied zu dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 sind allerdings in dem Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 5 Nieten vorgesehen, um eine feste Verbindung zwischen den Kontaktelementen
6 und 7 herzustellen.
[0060] Nieten haben den Vorteil, dass eine selbständige Lösung durch Vibration und dergleichen,
wie sie bei Schrauben unter Umständen möglich ist, im wesentlichen ausgeschlossen
ist. Sie ermöglichen es ebenfalls, dass eine bestimmte vordefinierte Kraft auf die
Verbindung aufgegeben wird, obwohl diese Kraft bei Verwendung von Schrauben noch besser
dosierbar ist.
[0061] Durch die Aufbringung der Kraft auf die Kontaktelemente 6 und 7 bei der Herstellung
der Nietverbindung werden die Kontaktelemente 6 und 7 zuverlässig aneinander gepresst,
so dass eine großflächige Kontaktfläche vorliegt. Somit wird auch in diesem Ausführungsbeispiel
ein geringer Übergangswiderstand und somit eine geringe Verlustleistung an der Kontakteinrichtung
8 gewährleistet.
[0062] Die in Fig. 5 eingezeichnete Kontaktfläche 16 erstreckt sich im wesentlichen über
den Kontaktbereich der Kontaktelemente 6 und 7 und ist nicht nur auf eine Linie begrenzt,
wie dies im Stand der Technik der Fall sein kann. In allen Ausführungsbeispielen sind
die Kontaktflächen 16 derart aneinander angepasst, dass sie aneinander anliegen können.
[0063] In allen Ausführungsbeispielen sind Wellrippen 12 an den Heizelementen 3 vorgesehen,
um die Wärme abgebende Oberfläche zu vergrößern.
[0064] Bei dem Ausführungsbeispiel gem. Fig. 6 sind die wesentlichen Teile der Heizvorrichtung
wieder gleich ausgeführt wie bei den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 1 bis 5.
[0065] Im Unterschied zu den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 1 und 5 ist als Befestigungseinrichtung
hier eine Lötverbindung 11 zwischen den Kontaktelementen 6 und den Kontaktelementen
7 vorgesehen. Auch durch Lötung (oder auch Schweißung) wird eine zuverlässige feste
Verbindung zwischen den Kontaktelementen 6 und 7 gewährleistet, die auch durch Vibrationen
und übliche Alterungserscheinungen nicht gelöst wird.
[0066] Eine Lötverbindung ist ebenfalls relativ leicht wieder lösbar, indem die Kontaktstelle
der Kontaktelementen 6 und 7 an der Lötverbindung 11 auf eine entsprechend angepasste
Temperatur gebracht wird. Dadurch ist mit relativ geringem Aufwand ein beliebig häufiges
Herstellen und Lösen der Kontaktverbindung zwischen den Kontaktelementen 6 und 7 herstellbar.
Auch eine solche Verbindung ist verschleißfrei.
[0067] Zusammengefasst ergeben sich eine Reihe von Vorteilen bei Einsatz der erfindungsgemäßen
Zusatzheizeinrichtung.
[0068] Eine Alterung des Kontakts durch Korrosion, Feuchtigkeit, Staub und sonstige Verschmutzungen,
wie es bei den im Stand der Technik bekannten Heizeinrichtungen gemäß Fig. 7 und 8
möglich ist, scheidet bei Einsatz der erfindungsgemäßen Heizvorrichtung aus. Weiterhin
wird eine bessere Kontaktierung zwischen den Heizelementen und der Steuerelektronik
erzielt, was einen geringeren Übergangswiderstand und somit eine geringere Verlustleistung
bewirkt.
[0069] Insgesamt kann die Zahl der Teile reduziert werden, da die Kontaktierung verbessert
ist. Dadurch wird eine bessere Ausfallsicherheit erzielt.
[0070] Die Stromführung der Leistungselektronik oder des Heiznetzes ist so ausgelegt, dass
sie die mechanische Belastung der Dehnung der verschiedenen Bauteile aufnehmen kann.
[0071] Vorzugsweise ist die Verbindung bei allen Ausführungsbeispielen gemäß der vorliegenden
Erfindung so gewählt, dass eine automatisierte Verbindung herstellbar ist. Deshalb
sind die Verbindungsstellen im wesentlichen frei zugänglich, so dass durch eine unaufwendige
automatische Montage die erfindungsgemäße Heizvorrichtung zusammengebaut werden kann.
1. Elektrische Heizvorrichtung (1) für ein Kraftfahrzeug,
mit wenigstens einer Heizeinrichtung (3) und
wenigstens einer Leistungseinrichtung (5), welche mit der Heizeinrichtung (3) über
wenigstens ein erstes (6) und ein zweites (7) Kontaktmittel einer Kontakteinrichtung
(8) in elektrischem Kontakt steht,
dadurch gekennzeichnet,
dass diese Kontakteinrichtung (8) derart gestaltet ist, dass eine feste Verbindung des
ersten (6) und des zweiten (7) Kontaktmittels herstellbar ist, wobei
die Kontaktbereiche des ersten (6) und des zweiten (7) Kontaktmittels aneinander angepasst
sind, um eine große Kontaktfläche (16) der aneinander liegenden Kontaktbereiche zu
ermöglichen, die sich über einen wesentlichen Teil der Fläche der Kontaktmittel (6,
7) erstreckt,
die Verbindung der Kontaktmittel an dieser Kontakteinrichtung (8) formschlüssig und
starr ist, und
die Verbindung über wenigstens eine Befestigungseinrichtung herstellbar ist, welche
einer Gruppe von Befestigungseinrichtungen entnommen ist, die Schraubeinrichtungen
(9), Nieteinrichtungen (10), und Hebelklemmeinrichtungen (11) umfasst.
2. Heizvorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens eine Heizeinrichtung (3) aus einer Gruppe von Heizeinrichtungen (3) entnommen
ist, welche Widerstands-Heizeinrichtungen, PTC-Heizeinrichtungen und dergleichen mehr
umfasst.
3. Heizvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Widerstands-Heizeinrichtung und wenigstens eine PTC-Heizvorrichtung
vorgesehen ist.
4. Heizvorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Materialien für die Kontaktmittel (6, 7) derart ausgewählt sind, dass galvanische
Korrosion vermieden wird.
5. Heizvorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontaktmittel (6, 7) der Kontakteinrichtung (8) derart gestaltet sind, dass eine
automatische Verbindung herstellbar ist.
6. Heizvorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass eine Mehrzahl von Heizeinrichtungen (3) und/oder eine Mehrzahl von Leistungseinrichtungen
(5) vorgesehen ist, wobei vorzugsweise die Anzahl von Leistungseinrichtungen (5) gleich
der Anzahl von Heizeinrichtungen (3) ist.
7. Heizvorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass Wellrippen-Einrichtungen (12) an wenigstens einer Heizeinrichtung (3) vorgesehen
sind.
8. Heizvorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens eine Leistungseinrichtung (5) eine Steuerungseinrichtung umfasst, welche
die Wärmeleistung wenigstens einer Heizeinrichtung (3) steuert.
9. Heizvorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass für im wesentlichen jede Leistungseinrichtung (5) eine Steuerungseinrichtung vorgesehen
ist.
10. Heizvorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass das Heizmedium ein Gas und vorzugsweise Luft ist.
1. Electric heating device (1) for a vehicle, comprising
at least one heating means (3) and
at least one power means (5) electrically connected to said heating means (3) by means
of at least a first (6) and a second (7) contact device of a contact means (8),
characterized in that
said contact means (8) is configured such that a tight interconnection of said first
(6) and second (7) contact devices is establishable, wherein
the contact areas of said first (6) and second (7) contact devices are adopted to
each other to achieve a big contact surface (16) of the abutting contact areas which
extends over a considerable part of the area of said contact devices (6, 7),
said interconnection of said contact devices at said contact means (8) is form-fitting
and rigid, and
said interconnection is establishable by at least one fastening means which is selected
from a group of fastening means comprising screwing means (9), rivet means (10) and
clamping lever means (11).
2. Heating device according to at least one of the preceding claims, characterized in that said at least one heating means (3) is selected from a group of heating means (3)
comprising resistance heating means, PTC heating means and the like.
3. Heating device according to claim 2, characterized in that at least one resistance heating means and at least one PTC heating means are provided.
4. Heating device according to at least one of the preceding claims, characterized in that the materials of said contact devices (6, 7) are selected such that galvanic corrosion
is avoided.
5. Heating device according to at least one of the preceding claims, characterized in that said contact devices (6, 7) of said contact means (8) are configured such that an
automatic interconnection can be established.
6. Heating device according to at least one of the preceding claims, characterized in that a plurality of heating means (3) and/or a plurality of power means (5) are provided,
wherein preferably the number of power means (5) is equal to the number of heating
means (3).
7. Heating device according to at least one of the preceding claims, characterized in that corrugated-fin means (12) are provided at at least one heating means (3).
8. Heating device according to at least one of the preceding claims, characterized in that at least one power means (5) comprises a control means controlling the thermal output
of at least one heating means (3).
9. Heating device according to at least one of the preceding claims, characterized in that one control means is provided for essentially every power means (5).
10. Heating device according to at least one of the preceding claims, characterized in that the heating medium is a gas, and preferably air.
1. Système de chauffage électrique (1) pour un véhicule automobile, comprenant
au moins un dispositif de chauffage (3), et
au moins un dispositif de puissance (5), qui est en contact électrique avec le dispositif
de chauffage (3) par l'intermédiaire d'au moins un premier (6) et d'un deuxième moyen
de contact (7) d'un dispositif de contact (8),
caractérisé
en ce que ce dispositif de contact (8) est d'une configuration permettant d'établir une liaison
ou connexion fixe du premier (6) et du deuxième moyen de contact (7), l'ensemble prévoyant
que les zones de contact du premier (6) et du deuxième moyen de contact (7) soient
mutuellement adaptées les unes aux autres, en vue de permettre l'obtention d'une grande
surface de contact (16) des zones de contact appliquées les unes contre les autres,
qui s'étend sur une partie essentielle de la surface des moyens de contact (6, 7),
que la liaison ou connexion des moyens de contact dans ce dispositif de contact (8)
soit une liaison ou connexion par complémentarité de formes ou engagement mécanique
positif, et rigide, et
que la liaison ou connexion puisse être réalisée par l'intermédiaire d'au moins un
dispositif de fixation, qui est sélectionné parmi ceux d'un groupe de dispositifs
de fixation comprenant des dispositifs à vis (9), des dispositifs par rivetage (10),
et des dispositifs de serrage à levier (11).
2. Système de chauffage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un dispositif de chauffage (3) est sélectionné parmi ceux d'un groupe de
dispositifs de chauffage (3) comprenant des dispositifs de chauffage à résistances,
des dispositifs de chauffage à éléments PTC (coefficient de température positif),
et d'autres dispositifs analogues.
3. Système de chauffage selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'il est prévu au moins un dispositif de chauffage à résistances et au moins un dispositif
de chauffage à éléments PTC.
4. Système de chauffage selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé en ce que les matériaux pour les moyens de contact (6, 7) sont choisis pour empêcher une corrosion
galvanique ou électrochimique.
5. Système de chauffage selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens de contact (6, 7) du dispositif de contact (8) sont d'une configuration
permettant un établissement automatique de la liaison ou connexion.
6. Système de chauffage selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu plusieurs dispositifs de chauffage (3) et/ou plusieurs dispositifs de
puissance (5), le nombre de dispositifs de puissance (5) étant de préférence égal
au nombre de dispositifs de chauffage (3).
7. Système de chauffage selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé en ce que sont prévus des dispositifs de nervures ondulées (12) sur au moins un dispositif
de chauffage (3).
8. Système de chauffage selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un dispositif de puissance (5) comprend un dispositif de commande, qui pilote
la puissance de chauffe d'au moins un dispositif de chauffage (3).
9. Système de chauffage selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu un dispositif de commande pour sensiblement chaque dispositif de puissance
(5).
10. Système de chauffage selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'agent de chauffage est un gaz, et de préférence de l'air.