[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von thermisch vernetzten, lasergravierbaren
Flexodruckelementen, die Herstellung von Reliefdruckplatten aus den lasergravierbaren
Flexodruckelementen, sowie die thermisch unvernetzten Flexodruckelemente.
[0002] Die konventionelle Technik zur Herstellung von Flexodruckplatten durch Auflegen einer
photographischen Maske auf ein fotopolymeres Aufzeichnungselement, Bestrahlen des
Elementes mit aktinischem Licht durch diese Maske sowie Auswaschen der nicht polymerisierten
Bereiche des belichteten Elementes mit einer Entwicklerflüssigkeit wird in steigendem
Maße durch Techniken ersetzt, bei denen Laser zur Anwendung kommen.
[0003] Bei der Laser-Direktgravur werden Vertiefungen mit Hilfe eines ausreichend leistungsstarken
Lasers, insbesondere mittels eines IR-Lasers, direkt in eine dazu geeignete elastomere
Schicht eingraviert, wodurch ein zum Drucken geeignetes Relief gebildet wird. Hierzu
müssen große Mengen des Materials, aus dem das druckende Relief besteht, entfernt
werden. Eine typische Flexodruckplatte ist beispielsweise zwischen 0,5 und 7 mm dick
und die nichtdruckenden Vertiefungen in der Platte sind zwischen 0,3 und 3 mm tief
Die Technik der Laser-Direktgravur zur Herstellung von Flexodruckformen hat daher
erst in den letzten Jahren mit dem Aufkommen verbesserter Lasersysteme auch wirtschaftliches
Interesse gefunden, obwohl die Lasergravur von Gummidruckzylindern mit CO
2 -Lasern grundsätzlich seit den späten 60er Jahren bekannt ist. Somit ist auch der
Bedarf an geeigneten lasergravierbaren Flexodruckelementen als Ausgangsmaterial zur
Herstellung von Flexodruckelementen mittels Lasergravur deutlich größer geworden.
[0004] Prinzipiell können handelsübliche fotopolymerisierbare Flexodruckelemente zur Herstellung
von Flexodruckplatten mittels Lasergravur eingesetzt werden. US 5,259,311 offenbart
ein Verfahren, bei dem in einem ersten Schritt das Flexodruckelement durch vollflächige
Bestrahlung fotochemisch vernetzt und in einem zweiten Schritt mittels eines Lasers
ein druckendes Relief eingraviert wird. Die Empfindlichkeit derartiger Flexodruckelemente
gegenüber CO
2-Lasern ist jedoch gering.
[0005] Es ist daher vorgeschlagen worden, der elastomeren Schicht, die mittels Laser graviert
werden soll, zur Erhöhung der Empfindlichkeit IR-Strahlung absorbierende Substanzen
beizumischen, so beispielsweise offenbart in EP-A 0 640 043 und EP-A 0 640 044. Derartige
Substanzen, wie beispielsweise Ruß oder bestimmte Farbstoffe absorbieren jedoch auch
im UV/VIS-Bereich sehr stark. Flexodruckelemente, die diese Absorber enthalten, können
somit nicht mehr oder allenfalls in ganz dünner Schicht fotochemisch vernetzt werden.
So offenbart EP-A 0 640 043 die Herstellung einer rußhaltigen, elastomeren Schicht
mittels Fotovernetzung. Diese Schicht weist aber nur eine Dicke von 0,076 mm auf,
während die typische Dicke kommerziell erhältlicher Flexodruckplatten 0,5 bis 7 mm
beträgt.
[0006] Es ist daher ebenfalls vorgeschlagen worden, der elastomeren Schicht, die mittels
Laser graviert werden soll, thermisch zerfallende Polymerisationsinitiatoren zuzusetzen
und diese thermisch zu vernetzen, so offenbart in EP-A 0 640 044. Photovernetzbare,
flexible Druckplatten auf Basis thermoplastischer Elastomere werden auf elegante Weise
mittels Extrusion und Kalandrieren bei erhöhten Temperaturen unter Verwendung thermisch
stabiler Photoinitiatoren hergestellt. Dieser Herstellungsweg ist jedoch bei Verwendung
thermisch zerfallender Initiatoren schwierig, da es wegen der hohen Arbeitstemperaturen
und wegen der hohen Scherung bei der Herstellung der thermisch vernetzbaren Mischung
im Extruder zu einer vorzeitigen Vernetzung kommen kann. Wegen der Temperatursensitivität
der vemetzbaren Mischung sind niedrige Arbeitstemperaturen von deutlich unter 100
°C erforderlich, so dass beispielsweise eine Verarbeitung in einem Zweischneckenextruder
ausscheidet.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung lasergravierbarer Flexodruckplatten
mit thermisch vernetzter, elastomerer reliefbildender Schicht bereitzustellen.
[0008] Gelöst wird die Aufgabe durch ein Verfahren zur Herstellung eines lasergravierbaren
Flexodruckelements, umfassend eine thermisch vernetzte, elastomere reliefbildende
Schicht E, mit den Schritten:
(i) Herstellen eines Mehrschichtverbundes, mindestens umfassend einen Zweischichtverbund
aus einer Depotschicht D und einer der Depotschicht D direkt benachbarten unvernetzten
Vorläuferschicht V für die reliefbildende Schicht E, und gegebenenfalls weitere Schichten
und Träger- und/oder Schutzfolien,
wobei die Vorläuferschicht V
(a) mindestens ein elastomeres Bindemittel,
(b) mindestens ein ethylenisch ungesättigtes Monomer,
(c) gegebenenfalls einen Absorber für Laserstrahlung, sowie
(d) gegebenenfalls weiteren Additive,
und die Depotschicht D
(e) mindestens ein elastomeres Bindemittel,
(f) mindestens einen thermisch zerfallenden Polymerisationsinitiator,
(g) gegebenenfalls einen Absorber für Laserstrahlung, sowie
(h) gegebenenfalls weitere Additiven,
enthalten,
(ii) Eindiffundieren lassen der thermisch zerfallenden Polymerisationsinitiatoren
aus der Depotschicht D in die Vorläuferschicht V,
(iii) gegebenenfalls Entfernen der Depotschicht D, und
(iv) thermische Vernetzung der Vorläuferschicht V zu der elastomeren reliefbildenden
Schicht E.
[0009] In einem ersten Schritt (i) wird ein Mehrschichtverbund, mindestens umfassend einen
Zweischichtverbund aus der Depotschicht D und der der Depotschicht D direkt benachbarten
unvernetzten Vorläuferschicht V für die reliefbildende Schicht E hergestellt.
[0010] Die Vorläuferschicht V enthält mindestens ein elastomeres Bindemittel als Komponente
(a).
[0011] Als elastomere Bindemittel können alle bekannten, auch für die Herstellung von fotopolymerisierbaren
Flexodruckplatten verwendeten Bindemittel eingesetzt werden. Prinzipiell sind sowohl
elastomere Bindemittel wie auch thermoplastisch elastomere Bindemittel geeignet. Beispiele
für geeignete Bindemittel sind die bekannten Dreiblockcopolymere vom SIS- oder SBS-Typ,
die auch ganz oder teilweise hydriert sein können. Es können auch elastomere Polymere
vom Ethylen/Propylen/Dien-Typ, Ethylen/Acrylsäure-Kautschuke oder elastomere Polymere
auf Basis von Acrylaten bzw. Acrylat-Copolymeren eingesetzt werden. Weitere Beispiele
für geeignete Polymere sind in DE-A 22 15 090, EP-A 084 851, EP-A 819 984 oder EP-A
553 662 offenbart. Es können auch Mischungen zweier oder mehrerer verschiedener Bindemittel
eingesetzt werden.
[0012] Die Art und die Menge des eingesetzten Bindemittels werden vom Fachmann je nach den
gewünschten Eigenschaften des druckenden Reliefs gewählt. Im Regelfalle beträgt die
Menge des Bindemittels 50 bis 90 Gew.-%, bevorzugt 60 bis 90 Gew.-%, bezogen auf die
Summe aller Bestandteile der Vorläuferschicht, also die Summe der Komponenten (a)
bis (d).
[0013] Die Vorläuferschicht enthält mindestens ein ethylenisch ungesättigtes Monomer als
Komponente (b).
[0014] Als ethylenisch ungesättigte Monomere können grundsätzlich diejenigen eingesetzt
werden, die üblicherweise auch zur Herstellung von fotopolymerisierbaren Flexodruckelementen
eingesetzt werden. Die Monomere sollen mit den Bindemitteln verträglich sein und mindestens
eine polymerisierbare, ethylenisch ungesättigte Doppelbindung aufweisen. Geeignete
Monomere haben im allgemeinen einen Siedepunkt von mehr als 100 °C bei Atmosphärendruck
und ein Molekulargewicht von bis zu 3 000 g/mol, vorzugsweise bis zu 2 000 g/mol.
Als besonders vorteilhaft haben sich Ester oder Amide der Acrylsäure oder Methacrylsäure
mit mono- oder polyfunktionellen Alkoholen, Aminen, Aminoalkoholen oder Hydroxyethern
und -estern, Styrol oder substituierte Styrole, Ester der Fumar- oder Maleinsäure
oder Allylverbindungen erwiesen. Beispiele für geeignete Monomere sind Butylacrylat,
2-Ethylhexylacrylat, Laurylacrylat, 1,4-Butandioldiacrylat, 1,6-Hexandioldiacrylat,
1,6-Hexandioldimethacrylat, 1,9-Nonandioldiacrylat, Trimethylolpropantriacrylat, Dioctylfumarat
und N-Dodecylmaleimid. Es können auch Gemische verschiedener Monomerer eingesetzt
werden. Im Regelfalle beträgt die Gesamtmenge der Monomere 5 bis 30 Gew.-%, bevorzugt
5 bis 20 Gew.-%, bezogen auf die Summe der Komponenten (a) bis (d).
[0015] Die Vorläuferschicht kann weiterhin einen Absorber für Laserstrahlung als Komponente
(c) enthalten. Bevorzugt enthält die Vorläuferschicht einen derartigen Absorber.
[0016] Geeignete Absorber für Laserstrahlung weisen eine hohe Absorption im Bereich der
Laserwellenlänge auf. Insbesondere sind Absorber geeignet, die eine hohe Absorption
im nahen Infrarot, sowie im längerwelligen VIS-Bereich des elektromagnetischen Spektrums
aufweisen. Derartige Absorber eignen sich besonders zur Absorption der Strahlung von
leistungsstarken Nd-YAG-Lasern (1064 nm) sowie von IR-Diodenlasern, die typischerweise
Wellenlängen zwischen 700 und 900 nm sowie zwischen 1200 und 1600 nm aufweisen.
[0017] Beispiele für geeignete Absorber für die Laserstrahlung sind im infraroten Spektralbereich
stark absorbierende Farbstoffe wie beispielsweise Phthalocyanine, Naphthalocyanine,
Cyanine, Chinone, Metall-Komplex-Farbstoffe wie beispielsweise Dithiolene oder photochrome
Farbstoffe.
[0018] Weiterhin geeignete Absorber sind anorganische Pigmente, insbesondere intensiv gefärbte
anorganische Pigmente wie beispielsweise Chromoxide, Eisenoxide, Ruß oder metallische
Partikel.
[0019] Besonders geeignet als Absorber für Laserstrahlung sind feinteilige Rußsorten mit
einer Partikelgröße zwischen 10 und 50 nm.
[0020] Weiterhin besonders geeignete Absorber für Laserstrahlung sind eisenhaltige Feststoffe,
insbesondere intensiv gefärbte Eisenoxide. Derartige Eisenoxide sind kommerziell erhältlich
und werden üblicherweise als Farbpigmente oder als Pigmente für die magnetische Aufzeichnung
eingesetzt. Geeignete Absorber für Laserstrahlung sind beispielsweise FeO, Goethit
(alpha-FeOOH), Akaganeit (beta-FeOOH), Lepidokrokit (gamma-FeOOH), Hämatit (alpha-Fe
2O
3), Maghämit (gamma-Fe
2O
3), Magnetit (Fe
3O
4) oder Berthollide. Weiterhin können dotierte Eisenoxide oder Mischoxide von Eisen
mit anderen Metallen eingesetzt werden. Beispiele für Mischoxide sind Umbra Fe
2O
3 x n MnO
2 oder Fe
xAl
(1-x)OOH, insbesondere verschiedene Spinellschwarz-Pigmente wie Cu(Cr,Fe)
2O
4, Co(Cr,Fe)
2O
4 oder Cu(Cr,Fe,Mn)
2O
4. Beispiele für Dotierungsstoffe sind beispielsweise P, Si, Al, Mg, Zn oder Cr. Derartige
Dotierungsstoffe werden im Regelfalle in geringen Mengen im Zuge der Synthese der
Oxide zugegeben, um Partikelgröße und Partikelform zu steuern. Die Eisenoxide können
auch beschichtet sein. Derartige Beschichtungen können beispielsweise aufgebracht
werden, um die Dispergierbarkeit der Partikel zu verbessern. Diese Beschichtungen
können beispielsweise aus anorganischen Verbindungen wie SiO
2 und/oder AIOOH bestehen. Es können aber auch organische Beschichtungen, beispielsweise
organische Haftvermittler wie Aminopropyl(trimethoxy)silan aufgebracht werden. Besonders
geeignet als Absorber für Laserstrahlung sind FeOOH, Fe
2O
3 sowie Fe
3O
4, ganz besonders bevorzugt ist Fe
3O
4.
[0021] Die Größe der eingesetzten eisenhaltigen, anorganischen Feststoffe, insbesondere
der Eisenoxide, wird vom Fachmann je nach den gewünschten Eigenschaften des Aufzeichnungsmaterials
ausgewählt. Feststoffe mit einer durchschnittlichen Partikelgröße von mehr als 10
µm sind aber im Regelfalle ungeeignet. Da insbesondere Eisenoxide anisometrisch sind,
bezieht sich diese Angabe auf die längste Achse. Bevorzugt ist die Partikelgröße kleiner
als 1 µm. Es können auch sogenannte transparente Eisenoxide eingesetzt werden, die
eine Partikelgröße von weniger als 0,1 µm und eine spezifische Oberfläche von bis
zu 150 m
2/g aufweisen.
[0022] Weiterhin als Absorber für Laserstrahlung geeignete eisenhaltige Verbindungen sind
Eisenmetallpigmente. Geeignet sind insbesondere nadelförmige oder reiskornförmige
Pigmente mit einer Länge zwischen 0,1 und 1 µm. Derartige Pigmente sind als Magnetpigmente
für die magnetische Aufzeichnung bekannt. Neben dem Eisen können auch noch weitere
Dotierungsstoffe wie Al, Si, Mg, P, Co, Ni, Nd oder Y vorhanden sein, oder die Eisenmetallpigmente
können damit beschichtet sein. Eisenmetallpigmente sind zum Schutz vor Korrosion oberflächlich
anoxidiert und bestehen aus einem ggf. dotierten Eisenkern und einer ggf. dotierten
Eisenoxidhülle.
[0023] Es werden zumindest 0,1 Gew.-% Absorber bzgl. der Summe aller Komponente (a) bis
(d), eingesetzt. Die Menge des zugesetzten Absorbers wird vom Fachmann je nach den
jeweils gewünschten Eigenschaften des lasergravierbaren Flexodruckelementes gewählt.
In diesem Zusammenhang wird der Fachmann berücksichtigen, dass die zugesetzten Absorber
nicht nur Geschwindigkeit und Effizienz der Gravur der elastomeren Schicht durch Laser
beeinflussen, sondern auch andere Eigenschaften des Flexodruckelementes, wie beispielsweise
dessen Härte, Elastizität, Wärmeleitfähigkeit oder Farbannahme. Im Regelfalle sind
daher mehr als 20 Gew.% Absorber für Laserstrahlung bzgl. der Summe aller Bestandteile
der lasergravierbaren elastomeren Schicht ungeeignet. Bevorzugt beträgt die Menge
des Absorbers für Laserstrahlung 0,5 bis 15 Gew.-% und besonders bevorzugt 0,5 bis
10 Gew.-%.
[0024] Die Vorläuferschicht V kann optional weitere Additive als Komponente (d) zur Einstellung
der gewünschten Eigenschaften der Reliefschicht enthalten. Weitere Additive sind Weichmacher,
Füllstoffe, Farbstoffe, Verträglichkeitsvermittler oder Dispergierhilfsmittel. Die
Menge derartiger weiterer Bestandteile sollte aber im Regelfalle 20 Gew.-%, bevorzugt
10 Gew.-%, bezogen auf die Summe der Komponeten (a) bis (d), nicht übersteigen.
[0025] Die Depotschicht D enthält ebenfalls ein elastomeres Bindemittel als Komponente (e).
Es können die gleichen elastomeren Bindemittel eingesetzt werden, die auch in der
Vorläuferschicht eingesetzt werden, bevorzugt werden in Vorläufer- und Depotschicht
die gleichen elastomeren Bindemittel eingesetzt.
[0026] Die Depotschicht D enthält mindestens einen thermisch zerfallenden Polymerisationsinitiator
als Komponente (f).
[0027] Geeignete Polymerisationsinitiatoren sind prinzipiell alle thermischen Initiatoren,
die für die radikalische Polymerisation eingesetzt werden, wie Peroxide, Hydroperoxide
oder Azoverbindungen.
[0028] Der Auswahl geeigneter Initiatoren kommt für die Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens eine besondere Bedeutung zu. Geeignete thermische Initiatoren zerfallen
erst im abschließenden Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens, dem thermischen Vernetzen,
mit hoher Reaktionsgeschwindigkeit in Radikale. Sie sind in den vorangehenden Verfahrensschritten
des Aufschmelzens, Mischens, Extrudierens und Kalandrierens bzw. Gießens aus Lösung
oder Dispersion, Verdampfens des Lösungsmittels und Kaschierens thermisch weitgehend
stabil. Der Begriff "thermisch weitgehend stabil" bedeutet in diesem Zusammenhang,
dass die Initiatoren im Zuge der Ausführung dieser Schritte des erfindungsgemäßen
Verfahrens allenfalls so langsam zerfallen, dass eine Vernetzung der Schicht und/oder
der Mischung durch Polymerisation nur in untergeordnetem Maße stattfinden kann. Die
thermische Stabilität eines Initiators wird üblicherweise durch die Temperatur der
10 h-Halbwertszeit 10 h-t
1/2 angegeben, das heißt derjenige Temperatur, bei der 50% der ursprünglichen Initiatormenge
nach 10 h in Radikale zerfallen sind. Nähere Einzelheiten dazu finden sich in "Encylopedia
of Polymer Science and Engineering", Vol. 11, Seiten 1ff., John Wiley & Sons, New
York, 1988.
[0029] Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens insbesondere geeignete Initiatoren
weisen üblicherweise eine 10 h-t
1/2 von mindestens 60°C, bevorzugt von mindestens 70 °C auf. Besonders geeignete Initiatoren
weisen eine 10 h-t
1/2 von 80 °C bis 150°C auf.
[0030] Beispiele für geeignete Initiatoren umfassen bestimmte Peroxyester, wie t-Butylperoctoat,
t-Amylperoctoat, t-Butylperoxyisobutyrat, t-Butylperoxymaleinsäure, t-Amylperbenzoat,
Di-t-butyldiperoxyphthalat, t-Butylperbenzoat, t-Butylperacetat oder 2,5-Di(benzoylperoxy)-2,5-dimethylhexan,
bestimmte Diperoxyketale wie 1,1-Di(t-amylperoxy)cyclohexan, 1,1-Di(t-butylperoxy)cyclohexan,
2,2-Di(t-butylperoxy)butan oder Ethyl-3,3-di(tbutylperoxy)butyrat, bestimmte Dialkylperoxide
wie Di-t-butylperoxid, t-Butylcumolperoxid, Dicumolperoxid oder 2,5-Di(t-butylperoxy)2,5-dimethylhexan,
bestimmte Diacylperoxide wie Dibenzoylperoxid oder Diacetylperoxid, bestimmte t-Alkylhydroperoxide
wie t-Butylhydroperoxid, t-Amylhydroperoxid, Pinanhydroperoxid oder Cumolhydroperoxid.
Weiterhin geeignet sind auch bestimmte Azoverbindungen wie beispielsweise 1-(t-Butylazo)formamid,
2-(t-Butylazo)isobutyronitril, 1-(t-Butylazo)cyclohexancarbonitril, 2-(t-Butylazo)-2-methylbutanitril,
2,2'-azobis(2-actoxypropan), 1,1'-Azobis(cyclohexancarbonitril), 2,2'-Azobis(isobutyronitril)
oder 2,2'-Azobis(2-methylbutannitril).
[0031] Die Konzentration der thermisch zerfallenden Initiatoren in der Depotschicht richtet
sich nach der Dicke der Depotschicht relativ zur Dicke der lasergravierbaren, reliefbildenden
elastomeren Schicht.
[0032] Üblicherweise beträgt die Konzentration der thermisch zerfallenden Polymerisationsinitiatoren
nach dem Eindiffundieren und vor der thermischen Vernetzung in der Vorläuferschicht
ca. 1 bis 5 Gew.-%, bevorzugt ca. 2 bis 3 Gew.-%, bezogen auf die Summe aller der
dann in der Vorläuferschicht vorliegenden Komponenten. Die Dicke der Depotschicht
beträgt üblicherweise die Hälfte bis 1/30 der Gesamtdicke von Vorläuferschicht und
Depotschicht zusammengenommen, beispielsweise 1/10 der Gesamtdicke beider Schichten.
Somit beträgt die Konzentration der thermisch zerfallenden Polymerisationsinitiatoren
in der Depotschicht das doppelte bis 30-fache der gewünschten Konzentration der Polymerisationsinitiatoren
nach dem Eindiffundieren in die Vorläuferschicht, beispielsweise bei einer Schichtdicke
der Depotschicht von 1/10 der Gesamtschichtdicke beider Schichten 20 bis 30 Gew.-%,
bezogen auf die Summe der Komponenten (e) bis (h).
[0033] Die Gesamtdicke von reliefbildender elastomerer Schicht D bzw. Vorläuferschicht V
und Depotschicht D beträgt im allgemeinen 0,4 bis 7 mm.
[0034] Die Depotschicht kann gegebenenfalls einen Absorber für Laserlicht als Komponente
(g) enthalten. Geeignete Absorber sind die zuvor als Komponente (c) genannten Absorber
in den dort angegebenen Mengen. Die Depotschicht enthält dann einen Absorber, wenn
sie gemäß einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens während der Lasergravur
auf der druckenden Seite des Flexodruckelements verbleibt und gemeinsam mit der reliefbildenden
Schicht E lasergraviert wird.
[0035] Die Depotschicht kann optional weitere Additive als Komponente (h) zur Einstellung
der Eigenschaften der Depotschicht wie Weichmacher, Füllstoffe, Farbstoffe, Verträglichkeitsvermittler
oder Dispergierhilfsmittel in Mengen von bis zu 20 Gew. %, bevorzugt bis zu 10 Gew.
%, enthalten.
[0036] Die Herstellung des Zweischichtverbundes aus Depotschicht D und Vorläuferschicht
V kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Im allgemeinen wird nicht der Zweischichtverbund
isoliert, sondern wird dieser im Rahmen eines Mehrschichtverbundes hergestellt, der
den Zweischichtverbund umfasst und daneben weitere Schichten, Trägerund/oder Schutzfolien,
die bei lasergravierbaren Flexodruckelementen oder allgemein bei Flexodruckelementen
üblich sind, umfasst. Üblicherweise wird der Mehrschichtverbund durch eine dimensionsstabile
Trägerfolie auf der einen Seite und durch eine abziehbare Schutzfolie auf der anderen
Seite oder aber auch durch zwei Schutzfolien begrenzt. Zwischen einer Depotschicht
D und einer mit dieser beschichteten Trägerfolie kann eine übliche Haftschicht vorhanden
sein. Die druckende Seite der elastomeren, lasergravierbaren reliefbildenden Schicht
oder gegebenenfalls auch einer darüber liegenden, lasergravierbare Depotschicht D
können eine Oberschicht zur Verbesserung der Druckeigenschaften aufweisen. Eine abziehbare
Schutzfolie kann mit einer Entklebungsschicht (Release-Schicht) beschichtet sein.
Diese Mehrschichtverbunde werden durch Verarbeitung von entsprechend vorbeschichteten
Folien nach einem der unten beschriebenen Verfahren des Kalandrierens, Kaschierens,
Gießens oder Pressens erzeugt.
[0037] Geeignete dimensionsstabile Träger S sind Platten und Folien aus Metallen wie Stahl,
Aluminium, Kupfer oder Nickel oder aus Kunststoffen wie Polyethylenterephthalat (PET),
Polyethylennaphthalat (PEN), Polybutylenterephthalat (PBT), Polyamid, Polycarbonat,
gegebenenfalls auch Gewebe und Vliese, wie Glasfasergewebe sowie Verbundmaterialien
aus Glasfasern und Kunststoffen. Als dimensionsstabile Träger kommen vor allem dimensionsstabile
Trägerfolien wie beispielsweise Polyesterfolien, insbesondere PET- oder PEN-Folien
in Frage. Die Dicke der Trägerfolie beträgt im allgemeinen 75 bis 225 µm. Die Trägerfolie
kann mit einer Haftschicht A beschichtet sein.
[0038] Das Mehrschichtelement kann eine dünne Oberschicht T auf der Vorläuferschicht V oder
der lasergravierbaren Depotschicht D umfassen. Durch eine derartige Oberschicht können
für das Druckverhalten und Farbübertrag wesentliche Parameter wie Rauhigkeit, Abrasivität,
Oberflächenspannung, Oberflächenklebrigkeit oder Lösungsmittelbeständigkeit an der
Oberfläche verändert werden, ohne daß die relieftypischen Eigenschaften der Druckform
wie beispielsweise Härte oder Elastizität beeinflusst werden Oberflächeneigenschaften
und Schichteigenschaften können also unabhängig voneinander verändert werden, um ein
optimales Druckergebnis zu erreichen. Die Zusammensetzung der Oberschicht ist nur
insofern beschränkt, als die Lasergravur der sich darunter befindenden lasergravierbaren
Schicht nicht beeinträchtigt werden darf und die Oberschicht mit dieser zusammen entfernbar
sein muss. Die Oberschicht sollte dünn gegenüber der lasergravierbaren Schicht sein.
In aller Regel übersteigt die Dicke der Oberschicht nicht 100 µm, bevorzugt liegt
die Dicke zwischen 1 und 80 µm, besonders bevorzugt zwischen 3 und 10 µm. Bevorzugt
sollte die Oberschicht selbst gut lasergravierbar sein.
[0039] Optional kann das Mehrschichtelement auch eine nicht lasergravierbare Unterschicht
U umfassen, die sich zwischen dem Träger und der lasergravierbaren Schicht befindet.
Mit derartigen Unterschichten können die mechanischen Eigenschaften der Reliefdruckplatten
verändert werden, ohne die relieftypischen Eigenschaften der Druckform zu beeinflussen.
Des weiteren kann das Mehrschichtelement optional gegen mechanische Beschädigung durch
eine, beispielsweise aus PET bestehende Schutzfolie P geschützt sein, die sich auf
der jeweils obersten Schicht befindet, und die jeweils vor dem Gravieren mit Lasern
abgezogen werden muß. Die Dicke der Schutzfolien beträgt im allgemeinen 75 bis 225
µm.
[0040] Die Schutzfolie kann mit einer "Release-Schicht" R beschichtet sein.
[0041] Die Dicke des gesamten Mehrschichtelementes beträgt im allgemeinen 0,7 bis 7 mm.
[0042] Die Formgebung der Vorläuferschicht aus einer die Komponenten (a) bis (d) enthaltenden
Mischung kann vor, während oder nach dem Inkontaktbringen der Vorläuferschicht V bzw.
der Mischung mit der Depotschicht D erfolgen.
[0043] In einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der Zweischichtverbund
aus D und V durch Extrudieren einer Schmelze, enthaltend die Komponenten (a) bis (d),
und Kalandrieren dieser Schmelze zwischen eine erste Folie und eine zweite Folie hergestellt,
wobei mindestens eine Folie mit der Depotschicht D beschichtetet ist. Es können nur
eine oder beide Folien mit der Depotschicht D beschichtet sein, wobei zwischen Depotschicht
D und Folie weitere Schichten vorliegen können. Bevorzugt ist nur eine Folie mit einer
Depotschicht beschichtet. Die andere Folie kann ebenfalls mit weiteren Schichten beschichtet
sein. Es können auch mehrere Schichten coextrudiert werden, beispielsweise die Vorläuferschicht
V und eine darüber liegende Oberschicht T.
[0044] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist eine Herstellung der thermisch vernetzbaren
Flexodruckelemente auch durch übliche Zweiwellenextrusion und Kalandrieren der vernetzbaren
Schicht möglich. Dieses Verfahren bietet den Vorteil, dass geringe Dickentoleranzen
eingehalten werden, die Mischung der Komponenten während des Extrusionsprozesses erfolgt
und Schichtdicken > 1 mm erhältlich sind.
[0045] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der Zweischichtverbund
aus D und V durch Kaschieren einer mit der Depotschicht D beschichteten ersten Folie
auf eine mit der Vorläuferschicht V beschichteten zweiten Folie hergestellt. Zwischen
Depotschicht D und erster Folie bzw. zwischen Vorläuferschicht V und zweiter Folie
können weitere Schichten vorliegen.
[0046] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der Zweischichtverbund
aus D und V durch Auftragen einer formbaren Mischung, Lösung oder Dispersion, enthaltend
die Komponenten (a) bis (d), auf eine Folie, die mit der Depotschicht D beschichtet
ist, und gegebenenfalls anschließendem Trocknen hergestellt. Der Zweischichtverbund
kann durch Auftragen einer formbaren Schmelze und anschließendes Pressen oder durch
Gießen der Lösung oder Dispersion und anschließendes Trocknen hergestellt werden.
Es können auch mehrere Schichten aufeinander gegossen werden, beispielsweise die Vorläuferschicht
V und darauf eine Oberschicht T.
[0047] In einem zweiten Schritt (ii) werden die thermisch zerfallenden Polymerisationsinitiatoren
aus der Depotschicht D in die Vorläuferschicht V eindiffundieren gelassen, vorzugsweise
bis diese in der Vorläuferschicht V homogen verteilt sind. Das Eindiffundieren der
Polymerisationsinitiatoren kann durch einfaches Lagern der Mehrschichtelemente über
einen Zeitraum von 1 bis 100 Tagen, bevorzugt 3 bis 14 Tagen erfolgen. Das Eindiffundieren
kann auch bei erhöhter Temperatur, beispielsweise 30 bis 80 °C erfolgen, wodurch sich
die erforderliche Lagerungszeit erheblich verkürzt. Beispielsweise verkürzt sich die
Zeit des Lagerns von 7 Tagen durch Temperaturerhöhung auf 80°C auf 3 bis 8 Stunden.
[0048] Gegebenenfalls wird in einem dritten Schritt (iii) die Depotschicht D entfernt. Dazu
wird die Depotschicht D, beispielsweise durch Delamination, im Anschluss an das Eindiffundieren
von der Vorläuferschicht entfernt. Hierzu sollte die Haftung zwischen Vorläuferschicht
V und Depotschicht D geringer als 1 N / 4 cm, vorzugsweise geringer als 0,5 N /4 cm
sein.
[0049] Es schließt sich als vierter Schritt (iv) die thermische Vernetzung der Vorläuferschicht
V zu der elastomeren, lasergravierbaren reliefbildenden Schicht E an. Die thermische
Vernetzung wird durch Erwärmung des Mehrschichtelements auf Temperaturen von im allgemeinen
80 bis 220 °C, vorzugsweise 120 bis 200 °C über einen Zeitraum von 2 bis 30 min durchgeführt.
[0050] Die erfindungsgemäß hergestellten lasergravierbaren Flexodruckelemente dienen als
Ausgangsmaterial zur Herstellung von Reliefdruckplatten. Das Verfahren umfasst, dass
zunächst die Schutzfolie - falls vorhanden - abgezogen wird. Im folgenden Verfahrensschritt
(v) wird ein druckendes Relief in das Aufzeichnungsmaterial mittels eines Lasers eingraviert.
Vorteilhaft werden Bildelemente eingraviert, bei denen die Flanken der Bildelemente
zunächst senkrecht abfallen und sich erst im unteren Bereich des Bildelementes verbreitern.
Dadurch wird eine gute Versockelung der Bildpunkte bei dennoch geringer Tonwertzunahme
erreicht. Es können aber auch andersartig gestaltete Flanken der Bildpunkte eingraviert
werden.
[0051] Zur Lasergravur eigenen sich insbesondere CO
2-Laser mit einer Wellenlänge von 10640 nm, aber auch Nd-YAG-Laser (1064 nm) und IR-Diodenlaser
bzw. Festkörperlaser, die typischerweise Wellenlängen zwischen 700 und 900 nm sowie
zwischen 1200 und 1600 nm aufweisen. Es können aber auch Laser mit kürzeren Wellenlängen
eingesetzt werden, vorausgesetzt der Laser weist eine ausreichende Intensität auf.
Beispielsweise kann auch ein frequenzverdoppelter (532 nm) oder frequenzverdreifachter
(355 nm) Nd-YAG-Laser eingesetzt werden oder auch ein Eximerlaser (z.B. 248 nm). Die
einzugravierende Bildinformation wird direkt aus dem Lay-Out-Computersystem zur Laserapparatur
übertragen. Die Laser können entweder kontinuierlich oder gepulst betrieben werden.
[0052] Die Reliefschicht wird sehr vollständig durch den Laser entfernt, so dass eine intensive
Nachreinigung im Regelfalle nicht notwendig ist. Falls gewünscht, kann die erhaltene
Druckplatte aber noch nachgereinigt werden. Durch einen solchen Reinigungsschritt
werden losgelöste, aber eventuell noch nicht vollständig von der Plattenoberfläche
entfernte Schichtbestandteile entfernt. Im Regelfalle ist einfache Benetzung mit Wasser
völlig ausreichend.
[0053] In einer Ausführungsform des Verfahrens zur Herstellung von Reliefdruckplatten ist
die Depotschicht D selbst lasergravierbar und liegt auf der druckenden Seite des Flexodruckelements
vor, wobei das Relief in die Depotschicht D, die ein Laserlicht absorbierendes Material
enthält, und die darunter liegende reliefbildende elastomere Schicht E eingraviert
wird.
[0054] Gegenstand der Erfindung sind auch Mehrschichtverbunde nach Ansprüchen 7-10, umfassend
den Zweischichtverbund aus Depotschicht D und unvernetzter Vorläuferschicht V.
[0055] In einer Ausführungsform weist das erfindungsgemäße Mehrschichtelement in der Reihenfolge
(I)- (VII)
(I) eine Trägerfolie S,
(II) gegebenenfalls eine Haftschicht A,
(III) eine haftende Depotschicht D,
(IV) eine Vorläuferschicht V,
(V) eine Oberschicht T,
(VI) gegebenenfalls eine Release-Schicht R, und
(VII) eine abziehbare Schutzfolie P
auf, worin D und V nach Anspruch 1 definiert sind.
[0056] In einer weiteren Ausführungsform weist der erfindungsgemäße Mehrschichtverbund in
der Reihenfolge (I) - (V)
(I) eine Trägerfolie S,
(II) eine Haftschicht A,
(III) eine Vorläuferschicht V,
(IV) eine lasergravierbare Depotschicht D, und
(V) eine abziehbare Schutzfolie P
auf, worin D und V nach Anspruch 1 definiert sind.
[0057] In einer weiteren Ausführungsform weist der erfindungsgemäße Mehrschichtverbund in
der Reihenfolge (I) - (V)
(I) eine Trägerfolie S,
(II) eine Haftschicht A,
(III) eine Vorläuferschicht V,
(IV) eine nicht haftende, entfernbare Depotschicht D, und
(V) eine auf D gut haftende Schutzfolie P
auf, worin D und V nach Anspruch 1 definiert sind.
[0058] In einer weiteren Ausführungsform weist der erfindungsgemäße Mehrschichtverbund in
der Reihenfolge (I) - (VI)
(I) eine abziehbare Schutzfolie P,
(II) gegebenenfalls eine Release-Schicht R,
(III) eine Oberschicht T,
(IV) eine Vorläuferschicht V,
(V) eine nicht haftende, entfernbare Depotschicht D, und
(VI) eine abziehbare Schutzfolie P
auf, worin D und V nach Anspruch 1 definiert sind.
[0059] Die nicht haftende, entfernbare Depotschicht D kann vor der thermischen Vernetzung
entfernt werden, ohne dass eine wesentliche Beeinflussung der Oberflächengüte auftritt.
Hierzu werden die Bindemittel in D so gewählt, dass die Haftung von D in unvernetztem
Zustand zu V geringer als 1 N / 4 cm, vorzugsweise geringer als 0,5 N / 4 cm ist.
[0060] Die Erfindung wird durch die nachfolgenden Beispiele näher erläutert.
Beispiele
Allgemeine experimentelle Methode:
[0061] Nach aufeinanderfolgender gleichmäßiger Eindosierung von Bindemittel und übrigen
Bestandteilen einer konventionellen, näher bezeichneten Flexodruckplatte in einen
Zweischneckenextruder (ZSK 53, Werner & Pfleiderer) wurde die homogene Schmelze bzw.
formbare Mischung durch eine Breitschlitzdüse ausgetragen.
[0062] Die geträgerten Peroxid-Depotschichten
D1 bzw.
D2 wurden auf einem dimensionsstabilen Film befestigt, so dass die aufgebrachten Peroxid-Depotschicht
während des Kalandrierens mit der elastomeren Schmelze bzw. mit der formbaren elastomeren
Mischung einen Schichtverbund bilden konnte.
[0063] Nach einer definierten Wartezeit zur Verteilung von Peroxidanteilen durch Diffusion
in die später druckelementbildende Schicht
V wurde der Schichtverbund
D1/V bzw. die von der Peroxid-Depotschicht getrennte druckelementbildende Schicht
E unter den bezeichneten Bedingungen ganz oder teilweise zu der Schicht E vernetzt.
[0064] Als Schichtverbund wird in diesem Zusammenhang der direkte Kontakt zwischen druckelementbildender
Schicht V und mindestens einer Peroxid-Depotschicht
D1 bzw.
D2 verstanden, soweit dieser Kontakt mindestens für die Dauer des Vereinigungsprozesses
bestanden hat, ansonsten aber unabhängig von einer festen Zeitspanne des Kontakts
nach dem Vereinigungsprozess.
Messungen zur Überprüfung der Vernetzungsqualität:
[0065] Zur Überprüfung der Vernetzungsqualität des Zweischichtenverbundes in Abhängigkeit
von der weiteren Behandlung wurden Quellung und Extraktion in Toluol bestimmt. Weiterhin
wurden Bruchspannung und Reißdehnung durch eine Zugdehnungsmessung (Universalprüfgerät
der Fa. Zwick) ermittelt.
[0066] Der relative prozentuale Zuwachs der gemessenen Werte im Vergleich zu einer äquivalenten
elastomeren Einzelschicht ohne den Verbund mit einer Peroxid-Depotschicht ("Rohschicht")
wird als Maß für die Vernetzungsgüte angesehen.
Vergleichsbeispiel A1
[0067] 100 Gewichtsteile einer unbelichteten nyloflex® FAH Druckplatte auf Basis von SIS-Blockcopolymeren
als Bindemittel (Kraton® D-1161NU von Shell), Hexandioldiacrylat und -dimethacrylat
als Monomere, Oligobutadien, PE-Wachs und Stabilisator wurden in einem Haake-Laborkneter
bei einer Anfangstemperatur von 150°C und einer Umdrehungsgeschwindigkeit von 160
min
-1 für die Dauer von 10 Minuten geknetet. Die Massetemperatur pendelte sich auf konstant
166 °C ein, und das Drehmoment erreichte ein Plateau bei ca. 2 Nm. Der Toluol-Extraktionsanteil
der gekneteten Mischung beträgt 100 %.
Vergleichsbeispiel A2
[0068] 97 Gewichtsteile der unbelichteten nyloflex® FAH Druckplatte aus Vergleichsbeispiel
A1 wurden in einem Haake-Kneter bei einer Anfangstemperatur von 150°C und einer Umdrehungsgeschwindigkeit
von 160 min
-1 für die Dauer von einer Minute geknetet. Ohne den Knetvorgang zu unterbrechen wurden
anschließend 3 Gewichtsteile Dicumylperoxid hinzugefügt. Innerhalb von weniger als
einer Minute steigt die Massetemperatur von 163 °C auf 175°C und das Drehmoment nimmt
bis auf ca. 12 Nm zu. Wird der Knetvorgang bis zu einer Gesamtdauer von 10 Minuten
fortgesetzt, sinken Drehmoment und Temperatur wieder ab, die Schmelze wird körnig
und inhomogen. Der Toluol-Extraktionsanteil der gekneteten Mischung beträgt nur noch
36 %.
Vergleichsbeispiel B1
[0069] Die Bestandteile der in Beispiel 1 der EP-A 0 326 977 beschriebenen Druckplattenrezeptur
wurden in einem Haake-Kneter bei einer Anfangstemperatur von 150°C und einer Umdrehungsgeschwindigkeit
von 160 min
-1 für die Dauer von 10 Minuten geknetet. Die Massetemperatur pendelte sich auf konstant
180 °C ein und das Drehmoment erreichte ein Plateau bei ca. 7 Nm. Der Toluol-Extraktionsanteil
der gekneteten Mischung beträgt 100%.
Vergleichsbeispiel B2
[0070] 97 Gewichtsteile der in Beispiel 1 der EP-A 0 326 977 beschriebenen Druckplattenrezeptur
wurden in einem Haake-Kneter bei einer Anfangstemperatur von 150°C und einer Umdrehungsgeschwindigkeit
von 160 min
-1 für die Dauer von einer Minute geknetet. Ohne den Knetvorgang zu unterbrechen wurden
anschließend 3 Gewichtsteile Dicumylperoxid hinzugefügt. Innerhalb von weniger als
einer Minute steigt die Massetemperatur von 176 °C auf 188 °C und das Drehmoment nimmt
bis auf ca. 20 Nm zu. Wird der Knetvorgang bis zu einer Gesamtdauer von 10 Minuten
fortgesetzt, sinken Drehmoment und Temperatur wieder ab, die Schmelze wird körnig
und inhomogen. Der Toluol-Extraktionsanteil der gekneteten Mischung beträgt nur noch
32 %.
Beispiel 1
[0071] Eine Peroxid-Depothaftschicht
D1 wurde folgendermaßen hergestellt: 80 g eines Styrol-Isopren-Styrol-Blockcopolymeren
(Kraton® D-1161NU von Shell) wurden in 185ml Toluol bei 110°C gelöst. Nach Abkühlen
der Lösung auf 60°C wurden 20 g Dicumylperoxid hinzugefügt und so lange weiter gerührt,
bis die Lösung klar und homogen war (ungefähr 1 Stunde). Die so hergestellte Lösung
wurde mittels eines Laborrakels in unterschiedlichen Schichtdicken auf eine PET-Schutzfolie
aufgetragen. Die erhaltenen Schichten wurden anschließend einen Tag bei Raumtemperatur
und schließlich 3 Stunden bei 35 °C getrocknet.
[0072] Eine sauerstoffarme Schmelze wurde aus den Bestandteilen einer nyloflex® FAH Druckplatte
nach dem o.g. Verfahren hergestellt.
Der Zweischichtenverbund
D1/V wurde dann durch Einkalandrieren der beschriebenen Depotschichten hergestellt, wobei
als zweiter dimensionsstabiler Träger eine handelsübliche PET-Folie verwendet wurde.
Beispiel 1a (Vergleichsbeispiel)
[0073] Der so erhaltene Zweischichtenverbund aus Peroxid-Depothaftschicht und elastomerer
druckelementbildenden Schicht wurde eine Woche bei Raumtemperatur gelagert.
Beispiel 1b
[0074] Der Zweischichtenverbund
D1/V aus Beispiel 1a wurde nach einwöchiger Lagerung für einen Zeitraum von 20 Minuten
in normaler Luftatmosphäre auf 160 °C erhitzt.
Beispiel 1c
[0075] Der Zweischichtenverbund
D1/V aus Beispiel 1a wurde nach einwöchiger Lagerung zunächst 3 Stunden bei 80 °C getempert
und anschließend für einen Zeitraum von 20 Minuten in normaler Luftatmosphäre auf
160 °C erhitzt.
Beispiel 2
[0076] Eine weitere Peroxid-Depothaftschicht
D1 wurde folgendermaßen hergestellt: 80 g eines Styrol-Butadien/Styrol-Styrol-Blockcopolymeren
(Styroflex® BX 6105, BASF) wurden in 150ml Toluol bei 110°C gelöst. Nach Abkühlen
der Lösung auf 60°C wurden 20 g Dicumylperoxid hinzugefügt und so lange weiter gerührt,
bis die Lösung klar und homogen war (ungefähr 1 Stunde). Die so hergestellte Lösung
wurde mittels eines Laborrakels in unterschiedlichen Schichtdicken auf eine PET-Schutzfolie
aufgetragen. Die erhaltenen Schichten wurden anschließend einen Tag bei Raumtemperatur
und schließlich 3 Stunden bei 35 °C getrocknet.
[0077] Eine sauerstoffarme Schmelze wurde aus den Bestandteilen einer nyloflex® FAH Druckplatte
nach dem o.g. Verfahren hergestellt.
[0078] Der Zweischichtverbund
D1/V wurde dann durch Einkalandrieren der beschriebenen Depotschichten hergestellt, wobei
als zweiter dimensionsstabiler Träger eine handelsübliche PET-Folie verwendet wurde.
Beispiel 2a (Vergleichsbeispiel)
[0079] Der so erhaltene Zweischichtenverbund aus Peroxid-Depothaftschicht und elastomerer
druckelementbildenden Schicht wurde eine Woche bei Raumtemperatur gelagert.
Beispiel 2b
[0080] Der Zweischichtenverbund
D1/V aus Beispiel 2a wurde nach einwöchiger Lagerung für einen Zeitraum von 20 Minuten
in normaler Luftatmosphäre auf 160 °C erhitzt.
Beispiel 2c
[0081] Der Zweischichtenverbund
D1/V aus Beispiel 2a wurde nach einwöchiger Lagerung zunächst 3 Stunden bei 80 °C getempert
und anschließend für einen Zeitraum von 20 Minuten in normaler Luftatmosphäre auf
160 °C erhitzt.
Beispiel 3
[0082] Eine Peroxid-Depotreleaseschicht
D2 wurde folgendermaßen hergestellt: 80 g eines Polyamid-Schmelzklebers (Macromelt®
6208, Henkel) wurden in einem Gemisch aus 90 ml Toluol und 90 ml 1-Propanol bei 95
°C gelöst. Nach Abkühlen der Lösung auf 60°C wurden 20 g Dicumylperoxid hinzugefügt
und so lange weiter gerührt, bis die Lösung klar und homogen war (ungefähr 1 Stunde).
Die so hergestellte Lösung wurde mittels eines Laborrakels in unterschiedlichen Schichtdicken
auf eine PET-Schutzfolie aufgetragen. Die erhaltenen Schichten wurden anschließend
einen Tag bei Raumtemperatur und schließlich 3 Stunden bei 35 °C getrocknet.
[0083] Eine sauerstoffarme Schmelze wurde aus den Bestandteilen einer nyloflex® FAH Druckplatte
nach dem o.g. Verfahren hergestellt.
[0084] Der Zweischichtverbund D2/V wurde dann durch Einkalandrieren der beschriebenen Depotschicht
hergestellt, wobei als zweiter dimensionsstabiler Träger eine handelsübliche PET-Folie
verwendet wurde.
Beispiel 3a (Vergleichsbeispiel)
[0085] Der so erhaltene Zweischichtenverbund aus Peroxid-Depotreleaseschicht und elastomerer
druckelementbildenden Schicht wurde eine Woche bei Raumtemperatur gelagert.
Beispiel 3b
[0086] Der Zweischichtenverbund
D2/V aus Beispiel 3a wurde nach einwöchiger Lagerung aufgetrennt, das heißt die Depotreleaseschicht
D2 wurde von der Vorläuferschicht entfernt. Die peroxidhaltige Vorläuferschicht V
wurde für einen Zeitraum von 20 Minuten in normaler Luftatmosphäre auf 160 °C erhitzt.
Beispiel 3c
[0087] Der Zweischichtenverbund
D2/V aus Beispiel 3a wurde nach einwöchiger Lagerung aufgetrennt, das heißt die Depotreleaseschicht
D2 wurde von der Vorläuferschicht entfernt. Die peroxidhaltige Vorläuferschicht V
wurde zunächst 3 Stunden bei 80 °C getempert und anschließend für einen Zeitraum von
20 Minuten in normaler Luftatmosphäre auf 160 °C erhitzt.
Beispiel 4
[0088] Eine weitere Peroxid-Depothaftschicht
D1 wurde folgendermaßen hergestellt: 64 g eines Ethylen-Propylen-Dien-Terpolymeren (Buna
EP G-KA 8869, Bayer) und 6 g eines aliphatischen Esterweichmachers (Plastomoll® DNA,
BASF) wurden in 260 ml Toluol bei 110°C gelöst. Nach Abkühlen der Lösung auf 60°C
wurden 30 g Dicumylperoxid hinzugefügt und so lange weiter gerührt, bis die Lösung
klar und homogen war (ungefähr 1 Stunde). Die so hergestellte Lösung wurde mittels
eines Laborrakels in unterschiedlichen Schichtdicken auf eine PET-Schutzfolie aufgetragen.
Die erhaltenen Schichten wurden anschließend einen Tag bei Raumtemperatur und schließlich
3 Stunden bei 35 °C getrocknet.
[0089] Eine sauerstoffarme Schmelze wurde aus im Patent Nr. EP 326977 beschriebenen Bestandteilen
einer Druckplattenschicht auf EPDM-Basis (Bindemittel: Buna EP G-KA 8869, Bayer) nach
dem o.g. Verfahren hergestellt.
[0090] Der Zweischichtverbund
D1/V wurde dann durch Einkalandrieren der beschriebenen Depotschichten hergestellt, wobei
als zweiter dimensionsstabiler Träger eine handelsübliche PET-Folie verwendet wurde.
Beispiel 4a (Vergleichsbeispiel)
[0091] Der so erhaltene Zweischichtenverbund aus Peroxid-Depothaftschicht und elastomerer
druckelementbildenden Schicht wurde eine Woche bei Raumtemperatur gelagert.
Beispiel 4b
[0092] Der Zweischichtenverbund
D1/V aus Beispiel 4a wurde nach einwöchiger Lagerung für einen Zeitraum von 20 Minuten
in normaler Luftatmosphäre auf 160 °C erhitzt.
Beispiel 4c
[0093] Der Zweischichtenverbund
D1/V aus Beispiel 4a wurde nach einwöchiger Lagerung zunächst 3 Stunden bei 80 °C getempert
und anschließend für einen Zeitraum von 20 Minuten in normaler Luftatmosphäre auf
160 °C erhitzt.
Beispiel 5
[0094] Eine weitere Peroxid-Depothaftschicht
D1 wurde folgendermaßen hergestellt: 64 g eines zyklischen Kautschuks (Vestenamer® 6213,
Creanova) und 6 g eines aliphatischen Esterweichmachers (Plastomoll® DNA, BASF) wurden
in 150 ml Toluol bei 110 °C gelöst. Nach Abkühlen der Lösung auf 60°C wurden 30 g
Dicumylperoxid hinzugefügt und so lange weiter gerührt, bis die Lösung klar und homogen
war (ungefähr 1 Stunde). Die so hergestellte Lösung wurde mittels eines Laborrakels
in unterschiedlichen Schichtdicken auf eine PET-Schutzfolie aufgetragen. Die erhaltenen
Schichten wurden anschließend einen Tag bei Raumtemperatur und schließlich 3 Stunden
bei 35 °C getrocknet.
[0095] Eine sauerstoffarme Schmelze wurde aus Bestandteilen einer Flexodruckplattenrezeptur
wie im Patent Nr. EP 326977 beschriebenen auf EPDM-Basis (Bindemittel: Buna EP G-KA
8869, Bayer) nach dem o.g. Verfahren hergestellt.
[0096] Der Zweischichtverbund
D1/V wurde dann durch Einkalandrieren der beschriebenen Depotschichten hergestellt, wobei
als zweiter dimensionsstabiler Träger eine handelsübliche PET-Folie verwendet wurde.
Beispiel 5a (Vergleichsbeipiel)
[0097] Der so erhaltene Zweischichtenverbund aus Peroxid-Depothaftschicht und elastomerer
druckelementbildender Schicht wurde eine Woche bei Raumtemperatur gelagert.
Beispiel 5b
[0098] Der Zweischichtenverbund
D1/V aus Beispiel 5a wurde nach einwöchiger Lagerung für einen Zeitraum von 20 Minuten
in normaler Luftatmosphäre auf 160 °C erhitzt.
Beispiel 5c
[0099] Der Zweischichtenverbund
D1/V aus Beispiel 5a wurde nach einwöchiger Lagerung zunächst 3 Stunden bei 80 °C getempert
und anschließend für einen Zeitraum von 20 Minuten in normaler Luftatmosphäre auf
160 °C erhitzt.
Beispiel 6
[0100] Dieses Beispiel verdeutlicht die Anwendbarkeit des Prinzips bei pigmentierten Systemen,
die aufgrund der starken Absorption des Pigments im UV-Bereich nicht durchgehend photochemisch
vernetzt werden können:
[0101] Eine weitere Peroxid-Depothaftschicht
D1 wurde folgendermaßen hergestellt: 80 g eines Ethylen-Propylen-Dien-Terpolymers (Buna
EP G-KA 8869, Bayer AG) wurden in 260 ml Toluol bei 110°C gelöst. Nach Abkühlen der
Lösung auf 60°C wurden 20 g Dicumylperoxid hinzugefügt und es wurde so lange weiter
gerührt, bis die Lösung klar und homogen war (ungefähr 1 Stunde). Die so hergestellte
Lösung wurde mittels eines Laborrakels in unterschiedlichen Schichtdicken auf eine
PET-Schutzfolie aufgetragen. Die erhaltenen Schichten wurden anschließend einen Tag
bei Raumtemperatur und schließlich 3 Stunden bei 35 °C getrocknet.
[0102] Eine pigmentierte elastomere druckelementbildende Schicht V wurde wie folgt hergestellt:
87 Gew.-% eines Ethylen-Propylen-Dien-Terpolymers (Buna EP G-KA 8869, Bayer AG) und
13 Gew.-% eines basischen Rußes (Printex® A, Degussa-Huels) wurden in einem Haake-Laborkneter
vorcompoundiert. Der Precompound wurde anschließend in so viel Toluol gelöst, dass
eine 25 gewichtsprozentige Lösung in Toluol entstand. Die so hergestellte Lösung wurde
mittels eines Laborrakels so auf eine PET-Schutzfolie aufgebracht, dass nach dem Abdampfen
des Lösemittels eine trockene Schichtdicke von ca. 800 µm erhalten wurde.
[0103] Der Zweischichtverbund
D1/V wurde dann durch Aufkaschieren der beschriebenen Depotschicht hergestellt.
Beispiel 6a (Vergleichsbeipiel)
[0104] Der so erhaltene Zweischichtenverbund aus Peroxid-Depothaftschicht und pigmentierter
elastomerer druckelementbildenden Schicht wurde eine Woche bei Raumtemperatur gelagert.
Beispiel 6b
[0105] Der Zweischichtenverbund
D1/V aus Beispiel 6a wurde nach einwöchiger Lagerung für einen Zeitraum von 20 Minuten
in normaler Luftatmosphäre auf 160 °C erhitzt.
Beispiel 6c
[0106] Der Zweischichtenverbund
D1/V aus Beispiel 6a wurde nach einwöchiger Lagerung zunächst 3 Stunden bei 80 °C getempert
und anschließend für einen Zeitraum von 20 Minuten in normaler Luftatmosphäre auf
160 °C erhitzt.
Beispiel 7
[0107] Diese Beispiel verdeutlicht ebenfalls die Anwendbarkeit des Prinzips bei pigmentierten
Systemen, die aufgrund der starken Absorption des Pigments im UV-Bereich nicht durchgehend
photochemisch vernetzt werden können:
[0108] Eine weitere Peroxid-Depothaftschicht
D1 wurde folgendermaßen hergestellt: 80 g Kraton® D-1161 NU wurden in 190 ml Toluol
bei 110 °C gelöst. Nach Abkühlen der Lösung auf 60°C wurden 20 g Dicumylperoxid hinzugefügt
und es wurde so lange weiter gerührt, bis die Lösung klar und homogen war (ungefähr
1 Stunde). Die so hergestellte Lösung wurde mittels eines Laborrakels in unterschiedlichen
Schichtdicken auf eine PET-Schutzfolie aufgetragen. Die erhaltenen Schichten wurden
anschließend einen Tag bei Raumtemperatur und schließlich 3 Stunden bei 35 °C getrocknet.
[0109] Eine pigmentierte elastomere druckelementbildende Schicht V wurde wie folgt hergestellt:
88,6 Gew.-% an Bestandteilen einer nyloflex® FAH Druckplatte und 11,4 Gew.-% eines
basischen Rußes (Printex® A, Degussa-Huels) wurden in einem Haake-Laborkneter vorcompoundiert.
Der Precompound wurde anschließend in so viel Toluol gelöst, dass eine 40 gewichtsprozentige
Lösung in Toluol entstand. Die so hergestellte Lösung wurde mittels eines Laborrakels
so auf eine PET-Schutzfolie aufgebracht, dass nach dem Abdampfen des Lösemittels eine
trockene Schichtdicke von ca. 800 µm erhalten wurde.
Der Zweischichtverbund
D1/V wurde dann durch Aufkaschieren der beschriebenen Depotschicht hergestellt.
Beispiel 7a (Vergleichsbeispiel)
[0110] Der so erhaltene Zweischichtenverbund aus Peroxid-Depothaftschicht und pigmentierter
elastomerer druckelementbildenden Schicht wurde eine Woche bei Raumtemperatur gelagert.
Beispiel 7b
[0111] Der Zweischichtenverbund
D1/V aus Beispiel 7a wurde nach einwöchiger Lagerung für einen Zeitraum von 20 Minuten
in normaler Luftatmosphäre auf 160 °C erhitzt.
Beispiel 7c
[0112] Der Zweischichtenverbund
D1/V aus Beispiel 7a wurde nach einwöchiger Lagerung zunächst 3 Stunden bei 80 °C getempert
und anschließend für einen Zeitraum von 20 Minuten in normaler Luftatmosphäre auf
160 °C erhitzt.
[0113] Die nachstehende Tabelle 1 gibt die Ergebnisse der Vergleichsbeispiele A1 und A2
und der Beispiele 1, 2, 3 und 6 wieder.
Tabelle 1
| Beispiel Nr. |
Basisschichtdicke [µm] |
Depotschichtdicke [µm] |
Extraktanteil Toluol [%] |
Bruchspannung [MPa] |
Reissdehnung [%] |
Beurteilung |
| A1 |
/ |
/ |
100 |
0,1 |
105 |
unvernetzt |
| A2 |
/ |
/ |
36 |
n.b. |
n.b. |
vernetzt, Abbau |
| |
| 1a* |
800 |
100 |
100 |
0,2 |
125 |
unvernetzt |
| 2a* |
780 |
120 |
100 |
0,2 |
125 |
unvernetzt |
| 3a* |
805 |
95 |
100 |
0,2 |
130 |
unvernetzt |
| 6a* |
800 |
120 |
|
0,2 |
378 |
unvernetzt |
| |
| 1b |
800 |
100 |
8 |
2,0 |
100 |
vemetzt |
| 2b |
780 |
120 |
8 |
1,5 |
60 |
vernetzt |
| 3b |
805 |
95 |
9 |
2,4 |
110 |
vernetzt |
| 6b |
800 |
120 |
18 |
0,8 |
125 |
vernetzt |
| |
| 1c |
800 |
100 |
8 |
2,2 |
110 |
vernetzt |
| 2c |
780 |
120 |
8 |
1,7 |
80 |
vernetzt |
| 3c |
805 |
95 |
8 |
4,3 |
170 |
vernetzt |
| 6c |
800 |
120 |
6 |
2,4 |
310 |
vernetzt |
[0114] Man kann deutlich erkennen, dass die Proben b) und c) durch die thermische Behandlung
vemetzt wurden, was durch die geringen Werte des Toluol-Extraktanteils und die stark
gestiegene Bruchspannung bewiesen wird. Demgegenüber sind die nur gelagerten Proben
unvernetzt geblieben. Ebenso blieb eine Referenzprobe (Vergleichsbeispiel A1), die
ohne Initiator geknetet wurde unvernetzt. Eine identische Probe (Vergleichsbeispiel
A2), der hingegen während des Knetvorgangs der Initiator zugesetzt wurde, vemetzte
sofort innerhalb von weniger als 1 Minute. Das vernetzte Polymer wurde im Kneter durch
Abbau zerstört und inhomogen.
[0115] Die nachstehende Tabelle 2 gibt die Ergebnisse der Vergleichsbeispiele B1 und B2
und der Beispiele 4, 5 und 7 wieder.
Tabelle 2
| Beispiel Nr. |
Basisschichtdicke [µm] |
Depotschichtdicke [µm] |
Extraktanteil Toluol [%] |
Bruchspannung [MPa] |
Reissdehnung [%] |
Beurteilung |
| B1 |
/ |
/ |
100 |
0,1 |
140 |
unvernetzt |
| B2 |
/ |
/ |
32 |
n.b. |
n.b. |
vernetzt, Abbau |
| |
| 4a* |
820 |
80 |
100 |
< 0,1 |
75 |
unvernetzt |
| 4a* |
770 |
130 |
100 |
< 0,1 |
70 |
unvernetzt |
| 5a* |
790 |
110 |
100 |
0,1 |
330 |
unvernetzt |
| 7a* |
800 |
70 |
100 |
0,1 |
150 |
unvernetzt |
| |
| 4b |
820 |
80 |
20 |
1,7 |
630 |
vernetzt |
| 4b |
770 |
130 |
20 |
1,7 |
735 |
vernetzt |
| 5b |
190 |
110 |
20 |
0,7 |
250 |
vernetzt |
| 7b |
800 |
70 |
13 |
2,1 |
90 |
vernetzt |
| |
| 4c |
820 |
80 |
28 |
1,5 |
685 |
vernetzt |
| 4c |
770 |
130 |
13 |
1,7 |
900 |
vernetzt |
| 5c |
790 |
110 |
18 |
0,7 |
145 |
vernetzt |
| 7c |
800 |
70 |
3 |
4,3 |
130 |
vernetzt |
[0116] Man kann deutlich erkennen, dass die Proben b) und c) durch die thermische Behandlung
vernetzt wurden, was durch die geringen Werte des Toluol-Extraktanteils und die stark
gestiegene Bruchspannung bewiesen wird. Demgegenüber sind die nur gelagerten Proben
unvernetzt geblieben. Ebenso blieb eine Referenzprobe (Vergleichsbeispiel B1), die
ohne Initiator geknetet wurde unvernetzt. Eine identische Probe (Vergleichsbeispiel
B2), der hingegen während des Knetvorgangs der Initiator zugesetzt wurde, vernetzte
sofort innerhalb von weniger als 1 Minute. Das vernetzte Polymer wurde im Kneter durch
Abbau zerstört und inhomogen.
1. Verfahren zur Herstellung eines lasergravierbaren Flexodruckelements, umfassend eine
thermisch vernetzte, elastomere, lasergravierbare reliefbildende Schicht E mit den
Schritten:
(i) Herstellen eines Mehrschichtverbundes, mindestens umfassend einen Zweischichtverbund
aus einer Depotschicht D und einer der Depotschicht D direkt benachbarten unvernetzten
Vorläuferschicht V für die reliefbildende Schicht E, und gegebenenfalls weitere Schichten,
Trägerfolien und/oder Schutzfolien,
wobei die Vorläuferschicht V
(a) mindestens ein elastomeres Bindemittel,
(b) mindestens ein ethylenisch ungesättigtes Monomer,
(c) gegebenenfalls einen Absorber für Laserstrahlung, sowie
(d) gegebenenfalls weiteren Additive,
wobei die Depotschicht D
(e) mindestens ein elastomeres Bindemittel,
(f) mindestens einen thermisch zerfallenden Polymerisationsinitiator,
(g) gegebenenfalls einen Absorber für Laserstrahlung, sowie
(h) gegebenenfalls weitere Additiven,
enthalten,
(ii) Eindiffundieren lassen der thermisch zerfallenden Polymerisationsinitiatoren
aus der Depotschicht D in die Vorläuferschicht V,
(iii) gegebenenfalls Entfernen der Depotschicht D, und
(iv) thermische Vernetzung der Vorläuferschicht V zu der vernetzten elastomeren, lasergravierbaren
reliefbildenden Schicht E.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zweischichtverbund aus D und V durch Extrudieren einer Schmelze, enthaltend die
Komponenten (a) bis (d), und Kalandrieren dieser Schmelze zwischen eine erste Folie
und eine zweite Folie, wobei mindestens eine Folie mit der Depotschicht D beschichtetet
ist, hergestellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zweischichtverbund aus D und V durch Kaschieren einer mit der Depotschicht D
beschichteten ersten Folie auf eine mit der Vorläuferschicht V beschichteten zweiten
Folie hergestellt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zweischichtverbund aus D und V durch Auftragen einer formbaren Mischung, Lösung
oder Dispersion, enthaltend die Komponenten (a) bis (d), auf eine Folie, die mit der
Depotschicht D beschichtet ist, und gegebenenfalls anschließendem Trocknen hergestellt
wird.
5. Verfahren zur Herstellung einer Reliefdruckplatte mit den Schritten (i) bis (iv),
wie in einem der Ansprüche 1 bis 4 definiert, und dem zusätzlichen Schritt
(v) Eingravieren eines druckenden Reliefs in die thermisch vernetzte, elastomere reliefbildende
Schicht E mittels eines Lasers.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Depotschicht D auf der druckenden Seite des Flexodruckelements vorliegt und das
Relief in die Depotschicht D, die ein Laserlicht absorbierendes Material enthält,
und die darunter liegende elastomere reliefbildende Schicht E eingraviert wird.
7. Mehrschichtverbund, umfassend in der Reihenfolge (I) - (VII)
(I) eine Trägerfolie S,
(II) gegebenenfalls eine Haftschicht A,
(III) eine haftende Depotschicht D,
(IV) eine Vorläuferschicht V,
(V) eine Oberschicht T,
(VI) gegebenenfalls eine Entklebungsschicht (Release-Schicht) R,
(VII) eine abziehbare Schutzfolie P, worin D und V nach Anspruch 1 definiert sind.
8. Mehrschichtverbund, umfassend in der Reihenfolge (I) - (V)
(I) eine Trägerfolie S,
(II) eine Haftschicht A,
(III) eine Vorläuferschicht V,
(IV) eine lasergravierbare Depotschicht D,
(V) eine abziehbare Schutzfolie P, worin D und V nach Anspruch 1 definiert sind.
9. Mehrschichtverbund, umfassend in der Reihenfolge (I) - (V)
(I) eine Trägerfolie S,
(II) eine Haftschicht A,
(III) eine Vorläuferschicht V,
(IV) eine nicht haftende, entfernbare Depotschicht D,
(V) eine abziehbare Schutzfolie P, worin D und V nach Anspruch 1 definiert sind.
10. Mehrschichtverbund, umfassend in der Reihenfolge (I) - (VI)
(I) eine abziehbare Schutzfolie P,
(II) gegebenenfalls eine Entklebungsschicht (Release-Schicht) R,
(III) eine Oberschicht T,
(IV) eine Vorläuferschicht V,
(V) eine nicht haftende, entfernbare Depotschicht D,
(VI) eine abziehbare Schutzfolie P, worin D und V nach Anspruch 1 definiert sind.
1. A process for the production of a laser-engravable flexographic printing element comprising
a thermally crosslinked, elastomeric, laser-engravable, relief-forming layer E, having
the following steps:
(i) production of a multilayer composite at least comprising a two-layer composite
consisting of a depot layer D and an uncrosslinked precursor layer V for the relief-forming
layer E which is directly adjacent to the depot layer D, and optionally further layers,
support foils or films and/or protective films,
where the precursor layer V comprises
(a) at least one elastomeric binder,
(b) at least one ethylenically unsaturated monomer,
(c) optionally an absorber for laser radiation, and
(d) optionally further additives,
where the depot layer D comprises
(e) at least one elastomeric binder,
(f) at least one thermally decomposing polymerization initiator,
(g) optionally an absorber for laser radiation, and
(h) optionally further additives,
(ii) allowing the thermally decomposing polymerization initiators to diffuse out of
the depot layer D into the precursor layer V,
(iii)if desired removal of the depot layer D, and
(iv) thermal crosslinking of the precursor layer V to give the crosslinked, elastomeric,
laser-engravable, relief-forming layer E.
2. A process as claimed in claim 1, characterized in that the two-layer composite consisting of D and V is produced by extruding a melt comprising
components (a) to (d), and calendering this melt between a first film or foil and
a second film or foil, where at least one film or foil is coated with the depot layer
D.
3. A process as claimed in claim 1, characterized in that the two-layer composite consisting of D and V is produced by laminating a first film
or foil coated with the depot layer D onto a second film or foil coated with the precursor
layer V.
4. A process as claimed in claim 1, characterized in that the two-layer composite consisting of D and V is produced by applying a moldable
mixture, solution or dispersion comprising components (a) to (d) onto a film or foil
coated with the depot layer D, and if necessary subsequently drying the composite.
5. A process for the production of a relief printing plate comprising steps (i) to (iv),
as defined in one of claims 1 to 4, and the additional step
(v) engraving of a printing relief into the thermally crosslinked, elastomeric, relief-forming
layer E by means of a laser.
6. A process as claimed in claim 5, wherein the depot layer D is located on the printing
side of the flexographic printing element, and the relief is engraved into the depot
layer D, which comprises a material which absorbs laser light, and the underlying
elastomeric, relief-forming layer E.
7. A multilayer composite comprising, in the sequence (I) - (VII),
(I) a support foil or film S,
(II) optionally an adhesive layer A,
(III) an adherent depot layer D,
(IV) a precursor layer V,
(V) a top layer T,
(VI) optionally a release layer R,
(VII) a removable protective film P, wherein D and V have the definitions given in
claim 1.
8. A multilayer composite comprising, in the sequence (I) - (V),
(I) a support foil or film S,
(II) an adhesive layer A,
(III) a precursor layer V,
(IV) a laser-engravable depot layer D,
(V) a removable protective film P, wherein D and V have the definitions given in claim
1.
9. A multilayer composite comprising, in the sequence (I) - (V),
(I) a support foil or film S,
(II) an adhesive layer A,
(III) a precursor layer V,
(IV) a non-adherent, removable depot layer D,
(V) a removable protective film P, wherein D and V have the definitions given in claim
1.
10. A multilayer composite comprising, in the sequence (I) - (VI),
(I) a removable protective film P,
(II) optionally a release layer R,
(III) a top layer T,
(IV) a precursor layer V,
(V) a non-adherent, removable depot layer D,
(VI) a removable protective film P, wherein D and V have the definitions given in
claim 1.
1. Procédé pour la préparation d'un élément d'impression flexographique apte à la gravure
par laser comprenant une couche élastomère E, apte à la gravure par laser, réticulée
à la chaleur, formant le relief, ce procédé comprenant les stades opératoires suivants
:
(i) former un assemblage à couches multiples comprenant au moins un assemblage à deux
couches : une couche de dépôt D et une couche V, non réticulée, voisine directe de
la couche de dépôt D, et qui constitue la forme transitoire de la couche E formant
le relief, et le cas échéant d'autres couches, feuilles de support et/ou feuilles
protectrices,
la couche transitoire V contenant :
(a) au moins un liant élastomère,
(b) au moins un monomère à insaturation éthylénique,
(c) le cas échéant un absorbeur du rayonnement laser, et
(d) le cas échéant d'autres additifs,
et la couche de dépôt D contenant :
(e) au moins un liant élastomère,
(f) au moins un inducteur de polymérisation qui se décompose à la chaleur,
(g) le cas échéant un absorbeur du rayonnement laser, et
(h) le cas échéant d'autres additifs,
(ii) laisser diffuser les inducteurs de polymérisation se décomposant à la chaleur
de la couche de dépôt D à la couche transitoire V,
(iii) le cas échéant éliminer la couche de dépôt D, et
(iv) réticuler à la chaleur la couche transitoire V en la couche élastomère réticulée
E, apte à la gravure par laser, formant le relief.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'assemblage des deux couches D et V est formé par extrusion d'une masse fondue contenant
les composants (a) à (d) et calandrage de cette masse fondue entre une première feuille
et une deuxième feuille dont l'une au moins est revêtue de la couche de dépôt D.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'assemblage à deux couches D et V est formé par doublage d'une première feuille
revêtue de la couche de dépôt D par une deuxième feuille revêtue de la couche transitoire
V.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'assemblage des deux couches D et V est formé par application d'un mélange, d'une
solution ou dispersion apte au formage, contenant les composants (a) à (d) sur une
feuille revêtue de la couche de dépôt D, cette formation étant éventuellement suivie
d'un séchage.
5. Procédé pour la préparation d'une plaque d'impression en relief comportant les stades
opératoires (i) à (iv) tels que définis dans l'une des revendications 1 à 4 et le
stade opératoire supplémentaire :
(v) gravure à l'aide d'un laser d'un relief imprimant dans la couche élastomère réticulée
à la chaleur, formant le relief, E.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé par le fait que la couche de dépôt D est située sur la face imprimante de l'élément d'impression
flexographique et le relief est gravé dans la couche de dépôt D qui contient une matière
absorbant la lumière laser, et dans la couche élastomère placée au-dessous, et formant
le relief, E.
7. Assemblage à couches multiples, comprenant, dans l'ordre I à VII
(I) une feuille de support S,
(II) le cas échéant une couche d'adhérence A,
(III) une couche de dépôt adhérente D,
(IV) une couche transitoire V,
(V) une couche supérieure T,
(VI) le cas échéant une couche de décollage (couche pour séparation) R,
(VII) une couche de protection détachable P, les couches D et V étant telles que définies
dans la revendication 1.
8. Assemblage à couches multiples comprenant, dans l'ordre I à V
(I) une couche de support S,
(II) une couche d'adhérence A,
(III) une couche transitoire V,
(IV) une couche de dépôt apte à la gravure par laser D,
(V) une feuille de protection détachable P, les couches D et V étant telles que définies
dans la revendication 1.
9. Assemblage à couches multiples comprenant, dans l'ordre I à V
(I) une feuille de support S,
(II) une couche d'adhérence A,
(III) une couche transitoire V,
(IV) une couche de dépôt non adhérente, éliminable, D,
(V) une feuille protectrice séparable P, les couches D et V étant telles que définies
dans la revendication 1.
10. Assemblage à couches multiples comprenant, dans l'ordre I à VI
(I) une feuille de protection séparable P,
(II) le cas échéant une couche de décollage (couche de séparation) R,
(III) une couche supérieure T,
(IV) une couche transitoire V,
(V) une couche de dépôt non adhérente, éliminable, D,
(VI) une feuille de protection séparable P, les couches D et V étant telles que définies
dans la revendication 1.