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(11) |
EP 1 353 846 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.04.2005 Patentblatt 2005/15 |
| (22) |
Anmeldetag: 23.01.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B65B 9/13 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2002/000632 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2002/058996 (01.08.2002 Gazette 2002/31) |
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VERFAHREN ZUM ÜBERZIEHEN EINES FLACHSCHLAUCHES AUS STRETCHFOLIE ÜBER EINEN GUTSTAPEL
METHOD FOR DRAWING A FLAT TUBE OF STRETCH FILM OVER A STACK OF GOODS ITEMS
PROCEDE POUR DISPOSER UNE BANDE TUBULAIRE PLATE EN FILM ETIRABLE SUR UNE PILE DE MARCHANDISES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Priorität: |
25.01.2001 DE 10103261
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.10.2003 Patentblatt 2003/43 |
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Patentinhaber: MSK-VERPACKUNGS-SYSTEME GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG |
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D-47533 Kleve (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- HANNEN, Reiner
47546 Kalkar-Wissel (DE)
- VERMEULEN, Norbert
47533 Kleve-warbeyen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Dönges, Jörg et al |
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Dr. Stark & Partner
Patentanwälte
Moerser Strasse 140 47803 Krefeld 47803 Krefeld (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 399 540 EP-A- 1 013 549 DE-A- 19 933 856
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EP-A- 0 465 370 EP-A- 1 063 169
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren 'zum Überziehen eines Flachschlauches aus Stretchfolie
über einen insbesondere auf einer Palette angeordneten Gutstapel, bei dem ein Schlauchabschnitt
in Umfangsrichtung vorgespannt wird und dann im vorgespannten Zustand über den Gutstapel
gezogen wird.
[0002] Bei einem gattungsgemäßen Verfahren gemäß EP-A-1 063 169 wird eine Stretchfolie,
die an einem Ende vollständig zugeschweißt ist, ziehharmonikaartig gerafft und auf
stabförmigen Halteelementen wie Rafffingern eines Spannrahmens abgelegt. Dann werden
die Halteelemente auseinander bewegt, wodurch die Stretchfolie in Umfangsrichtung
vorgespannt wird. In diesem Zustand wird der Spannrahmen längs dem Gutstapel und ggf.
einer den Gutstapel tragenden Palette abwärts bewegt, wobei die geraffte Stretchfolie
von den Halteelementen abgezogen wird und sich an die Außenseite des Gutstapels und
ggf. der den Gutstapel tragenden Palette anlegt. Die Rafffinger können aber auch als
Raffecken ausgebildet sein, wobei jede Raffecke aus einem horizontal angeordneten
und winklig geformten Rohrabschnitt besteht. Die Raffecken sind entsprechend der Grundrissecken
des Gutstapels angeordnet und sind längs einer durch die Mitte des Gutstapels und
die jeweilige Raffecke verlaufenden gedachten Linie in ihrer Position veränderbar.
[0003] Als Nachteil erweist sich, dass im Bereich der Oberseite des Gutstapels die Schweißnaht
des zugeschweißten Endes beidseitig des Gutstapels unter Bildung zweier großer dreieckförmiger
Kapuzen übersteht. Die Kapuzen reichen dabei bis in die Eckbereiche des Gutstapels
hinein. Dies bedeutet einerseits einen hohen Verbrauch an Stretchfolie. Andererseits
müssen die Kapuzen in einem weiteren Schritt entweder an den Seiten oder an der Oberseite
des Gutstapels fixiert werden, damit der umhüllte Gutstapel eine optisch ansprechende
Umhüllung erhält und die zipfel- bzw. dreieckförmigen Kapuzen beim Transport des unhüllten
Gutstapels nicht beschädigt werden. Durch die fixierten Kapuzen wird zudem die bedruckbare
Fläche des Schlauchabschnittes noch verringert. Auch kann bei der Außenlagerung Wasser
zwischen die Kapuzen und die Folie eindringen, was unerwünscht ist.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es daher, das vorbekannte Verfahren derart zu verbessern,
dass nach dem Überziehen des Schlauchabschnitts der Folienüberschuss im Bereich der
Ober- und/oder Unterseite des Gutstapels bzw. der den Gutstapel tragenden Palette
möglichst gering ist.
[0005] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der Schlauchabschnitt ober- und unterseitig
partiell offen ist und so stark vorgespannt wird, dass das obere und/oder das untere
Ende des Schlauchabschnittes im übergezogenen Zustand durch Umgreifen zumindest im
Bereich der ober- und unterseitigen Seitenkanten der Oberseite und/oder der Unterseite
des Gutstapels oder der Unterseite der den Gutstapel tragenden Palette als Widerlager
dient. Durch die starke Vorspannung wird gewährleistet, dass der Schlauchabschnitt
nicht nur an den vier vertikalen Seiten des Gutstapels anliegt, sondern auch die Oberseite
und/oder die Unterseite des Gutstapels bzw. die Unterseite einer den Gutstapel tragenden
Palette zumindest im Bereich der Seitenkanten umgreift und insoweit als Widerlager
dient. Hierdurch werden die bei herkömmlichen Verfahren entstehenden bekannten großen
dreieckförmigen und seitlich überstehenden Kapuzen auf einen - wenn überhaupt - sehr
geringen Folienüberschuss im Bereich der Enden einer eventuell vorhandenen Schweißnaht
auf der Ober- und/oder Unterseite des Gutstapels minimiert.
[0006] Darüber hinaus können aufgrund des jeweils als Widerlager ausgebildeten oberen und/oder
unteren Endes des Schlauchabschnittes hohe vertikale Spannungen, die zur Sicherung
des Gutstapels unersetzlich sind, auf den Gutstapel übertragen werden. Gleichzeitig
kann der Schlauchabschnitt bei entsprechendem Schlauchmaterial noch über hohe Rückstellkräfte
zum Nachspannen verfügen, wenn beispielsweise beim Transport eines umhüllten Gutstapels
bestehend aus Sackgütern darin befindliche Körner sich platzsparender ausrichten und
der Schlauchabschnitt sich entsprechend den veränderten Abmessungen des Gutstapels
durch Nachspannen anpasst.
[0007] Zum Überziehen des Schlauchabschnittes können herkömmliche Stretchmaschinen verwendet
werden, die halb- oder vollautomatisch arbeiten. Bei Halbautomaten ist im Wesentlichen
nur das Raffen und Vorspannen bzw. Stretchen automatisiert. Der Folienabschnitt wird
manuell eingelegt. Bei Halbautomaten werden konfektionierte Schlauchabschnitte oder
Rollenware mit üblicherweise perforierter Trennnaht eingesetzt oder manuell beispielsweise
mittels Schweißbalken abgelängt. Die automatischen Stretchmaschinen arbeiten vom Flachschlauch.
Sie tasten die Höhe der Ladeeinheit ab und konfektionieren die Länge des Schlauchabschnittes
entsprechend. Es bedarf keiner weiteren Erläuterungen, dass der Schlauchabschnitt
nicht unbedingt die Unterseite der Kufen einer eventuellen Palette zumindest teilweise
umgreifen muss, vielmehr reicht es auch aus, wenn der Schlauchabschnitt die Unterseite
der Auflagebretter der Palette teilweise umgreift.
[0008] Dabei kann das obere und/oder das untere Ende des Schlauchabschnittes im übergezogenen
Zustand im Wesentlichen flächig an der Oberseite und/oder der Unterseite des Gutstapels
bzw. der Unterseite der den Gutstapel tragenden Palette anliegen. Durch die hohe eingebrachte
Vorspannung liegt der Schlauchabschnitt im Wesentlichen flächig an dem Gutstapel bzw.
der Unterseite der dem Gutstapel tragenden Palette an, so dass der Folienüberschuss
im Bereich der Ober- und Unterseite wie bei herkömmlichen Stretchverfahren noch mehr
reduziert wird.
[0009] Bei einer vorteilhaften Anwendung des Verfahrens kann der Schlauchabschnitt im um
den Gutstapel anliegenden Zustand bezogen auf den Umfang im nicht vorgespannten Zustand
um 50% bis 80%, vorzugsweise um 70%, gedehnt sein.
[0010] Zumindest das nicht über den Gutstapel überzuziehende Ende des Schlauchabschnittes
kann zur Erzielung einer haubenähnlichen Ausbildung des Schlauchabschnittes partiell
zugeschweißt werden, so dass der Schlauchabschnitt nicht zu weit über den Gutstapel
gezogen wird und die Oberseite bzw. Unterseite im übergezogenen Zustand mit Folie
versehen ist.
[0011] Vorteilhafterweise kann der Schlauchabschnitt dabei im Wesentlichen orthogonal zur
Längserstreckung des Schlauchabschnittes partiell zugeschweißt werden. Beim Überziehen
des Schlauchabschnittes im vorgespannten Zustand verhindert die zumindest partielle
Schweißnaht ein zu weites Überziehen über den Gutstapel.
[0012] Bei einer anderen Ausführungsform können die beiden Eckbereiche des nicht über den
Gutstapel zu ziehenden Endes des Schlauchabschnittes im flachgelegten Zustand unter
Bildung von Schweißnähten insbesondere schräg zur Längserstreckung des Schlauchabschnittes
zugeschweißt werden. Die beiden schräg ausgerichteten Schweißnähte des nicht über
den Gutstapels zu ziehenden Endes gewährleisten, dass der Schlauchabschnitt beim Überziehen
nicht zu weit über den Gutstapel gezogen wird. Gleichzeitig wird durch die schrägen
Schweißnähte die Menge an Folienmaterial im Bereich der Ober- und/oder Unterseite
bzw. der Unterseite einer den Gutstapel tragenden Palette weiter reduziert, so dass
das Anliegen des Schlauchabschnittes an die Ober- und/oder Unterseite noch verbessert
wird.
[0013] Dabei können die Schweißnähte in den Eckbereichen des Schlauchabschnittes im flachgelegten
Zustand unter einem Winkel von in etwa 45° zur Längserstreckung des Schlauchabschnittes
angeordnet sein.
[0014] Bei einer Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens können die zugeschweißten
Eckbereiche im am Gutstapel angebrachten Zustand des Schlauchabschnittes im Bereich
diagonal gegenüberliegender Ecken des Gutstapels angeordnet sein. Beim Überziehen
des Schlauchabschnittes über einen in etwa rechteckförmigen Gutstapel werden die Schweißnahtabschnitte
dabei entlang der Diagonalen der Oberseite bzw. der Unterseite des Gutstapels ausgerichtet.
[0015] Sofern der Schlauchabschnitt an beiden Enden beidseits schräg angeordnete Schweißnähte
aufweist, wird zum Überziehen des Schlauchabschnittes über den Gutstapel das über
den Gutstapel überzuziehende und im Bereich der Ecken des Schlauchabschnittes im flachgelegten
Zustand partiell zugeschweißte Ende des Schlauchabschnitts stärker vorgespannt als
der Rest des vorgespannten Schlauchabschnittes. Dies ist erforderlich, damit der Schlauchabschnitt
über den Gutstapel gezogen werden kann. Die Vorspannung ist dabei im Bereich des über
den Gutstapel zu ziehenden Endes um bis zu 40% größer bezogen auf den vorgespannten
Zustand des Schlauchabschnittes.
[0016] Zur Durchführung des Verfahrens kann bevorzugt z. B. ein dreilagiger Folienverbund
als Schlauchabschnitt verwendet werden. Derartige Folienverbunde weisen hohe Rückstellkräfte
auf, die für das Aufbringen, insbesondere von vertikalen Spannungen, zur Sicherung
des Gutstapels erforderlich sind. Darüber hinaus ist ein Nachspannen schon bei geringfügigen
Änderungen der äußeren Abmessungen des Gutstapels z. B. beim Transport gewährleistet.
[0017] Dabei können die beiden äußeren Lagen des dreilagigen Folienverbundes einen Co-Polymer-Anteil
und die innere Lage einen Elastomer-Anteil aufweisen. Der Elastomer-Anteil gewährleistet
einerseits die Festigkeit und andererseits die Dehnbarkeit des Schlauchabschnittes.
[0018] Im Folgenden wird ein in den Zeichnungen dargestelltes Ausführungsbeispiel der Erfindung
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf einen mittels Rafffinger aufgespannten Schlauchabschnitt im ungespannten
und im vorgespannten Zustand zum Überziehen des Schlauchabschnittes über einen Gutstapel,
- Fig. 2 - 5
- verschiedene Ausführungsformen eines Schlauchabschnittes und
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf einen mittels eines Schlauchabschnittes umhüllten Gutstapel, wobei
die gegenüberliegenden Schweißnähte bzw. Schweißnahtabschnitte entlang einer Diagonale
der Oberseite des Gutstapels verlaufen.
[0019] In allen Figuren werden für gleiche bzw. gleichartige Bauteile die gleichen Bezugszeichen
verwendet.
[0020] Fig. 1 zeigt einen Schlauchabschnitt 1, der mittels vier, in den Grundrissecken eines
nicht dargestellten Gutstapels angeordneten Rafffingern 2 aufgespannt ist. In dem
dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Rafffinger 2 als Raffecken ausgebildet,
wobei jede Raffecke aus einem horizontal und winklig ausgebildeten Rohrabschnitt besteht.
[0021] Der Schlauchabschnitt 1 weist endseitig an dem einen Ende zwei gegenüberliegende
Schweißnähte 3 auf. Zwischen den beiden randseitigen Schweißnähten 3 ist der Schlauchabschnitt
1 offen. Mit durchgezogenen Linien ist der Schlauchabschnitt 1 im ungespannten Zustand
dargestellt. An den beiden Schmalseiten bilden sich dabei große dreiecksförmige Folienüberschüsse
4, die von den Rafffingern 2 ausgehen.
[0022] Zum Vorspannen werden die Rafffinger 2 in Richtung der gestrichelt dargestellten
Pfeile 5 in die gestrichelt dargestellte Position 6 bewegt. Hierdurch wird der Umfang
des Schlauchabschnittes 1 erheblich vergrößert. Die noch im ungespannten Zustand vorhandenen
Folienüberschüsse 4 verschwinden dabei völlig.
[0023] Anschließend wird der Schlauchabschnitt 1 über den nicht dargestellten Gutstapel
gezogen. Die Rafffinger 2 werden hierzu in unmittelbarer Nähe und in geringem Abstand
vertikal entlang des Gutstapels bewegt, so dass der geraffte Schlauchabschnitt 1 von
den Rafffingern 2 abgezogen wird. Aufgrund der starken eingebrachten Vorspannung und
der hohen Rückstellkräfte legt sich der Schlauchabschnitt 1 nicht nur an den vier
vertikalen Seiten des Gutstapels an. Vielmehr umgreift dieser auch die horizontalen
Seitenkanten der Oberseite und/oder der Unterseite des Gutstapels bzw. die Unterseite
einer den Gutstapel tragenden Palette zumindest im Bereich der Seitenkante und liegt
dort flächig an.
[0024] Fig. 2 zeigt einen Schlauchabschnitt 1, der orthogonal zur Längserstreckung des Schlauchabschnitts
1 verlaufende randseitige Schweißnähte 3 aufweist.
[0025] Bei dem in Fig. 3 dargestellten Schlauchabschnitt 1 ist dieser in den beiden Eckbereichen
jeweils schräg abgeschweißt, wobei die schräg verlaufenden Schweißnähte 7 zur Mitte
des jeweiligen Endes des Schlauchabschnittes 1 hin ausgerichtet sind. Zusätzlich ist
der Bereich zwischen den beiden schräg verlaufenden Schweißnähten 7 partiell durch
die weitere Schweißnaht 3' zugeschweißt.
[0026] Fig. 4 zeigt einen Schlauchabschnitt 1, der lediglich in den beiden Eckbereichen
schräg zum jeweiligen Ende hin gerichtete Schweißnähte 7 aufweist, während das Ende
des Schlauchabschnittes 1 ansonsten offen ist.
[0027] Bei dem in Fig. 5 dargestellten Schlauchabschnitt 1 sind an beiden Enden je zwei
schräg verlaufende Schweißnähte 7 vorgesehen. Es liegt auf der Hand, dass zum Überziehen
des Schlauchabschnittes 1 das über den Gutstapel überzuziehende Ende bezogen auf den
vorgespannten Zustand des restlichen Schlauchabschnittes 1 mehr vorgespannt werden
muss. Diese Mehrspannung, die im Wesentlichen von der Größe des Gutstapels und von
der Länge und Ausrichtung der Schweißnähte 7 abhängt, kann bis zu 40% betragen.
[0028] Fig. 6 zeigt eine Draufsicht auf einen Gutstapel 8, der von einem Schlauchabschnitt
1 umhüllt ist. Wie deutlich zu erkennen ist, verlaufen die randseitigen Schweißnähte
3 des Schlauchabschnittes 1 entlang einer Diagonale der Oberseite des Gutstapels 8.
1. Verfahren zum Überziehen eines Flachschlauches aus Stretchfolie über einen insbesondere
auf einer Palette angeordneten Gutstapel (8), bei dem ein Schlauchabschnitt (1) in
Umfangsrichtung vorgespannt wird und dann im vorgespannten Zustand über den Gutstapel
(8) gezogen wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauchabschnitt (1) oberund unterseitig zumindest partiell offen ist und so
stark vorgespannt wird, dass das obere und/oder das untere Ende des Schlauchabschnittes
(1) im übergezogenen Zustand durch Umgreifen zumindest im Bereich der ober- und unterseitigen
Seitenkanten der Oberseite und/oder der Unterseite des Gutstapels (8) oder der Palette
als Widerlager dient.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das obere und/oder das untere Ende des Schlauchabschnittes (1) im übergezogenen Zustand
im Wesentlichen flächig an der Oberseite und/oder der Unterseite des Gutstapels (8)
bzw. der Unterseite der den Gutstapel (8) tragenden Palette anliegt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauchabschnitt (1) im um den Gutstapel (8) anliegenden Zustand bezogen auf
den Umfang im nicht vorgespannten Zustand um 50% bis 80%, vorzugsweise um 70%, gedehnt
wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest das nicht über den Gutstapel (8) überzuziehende Ende des Schlauchabschnittes
(1) zur Erzielung einer haubenähnlichen Ausbildung des Schlauchabschnittes (1) partiell
zugeschweißt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauchabschnitt (1) im Wesentlichen orthogonal zur Längserstreckung des Schlauchabschnittes
(1) partiell zugeschweißt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Eckbereiche des nicht über den Gutstapel (8) zu ziehenden Endes des Schlauchabschnittes
(1) im flachgelegten Zustand unter Bildung von Schweißnähten (7) insbesondere schräg
zur Längserstreckung des Schlauchabschnittes (1) zugeschweißt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schweißnähte (7) in den Eckbereichen des Schlauchabschnittes (1) im flachgelegten
Zustand des Schlauchabschnittes (1) unter einem Winkel von in etwa 45° zur Längserstreckung
des Schlauchabschnittes (1) angeordnet sind.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zugeschweißten Eckbereich im am Gutstapel (8) angebrachten Zustand des Schlauchabschnittes
(1) im Bereich diagonal gegenüberliegender Ecken des Gutstapels (8) angeordnet sind.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zum Überziehen des Schlauchabschnittes (1) über den Gutstapel (8) das über den Gutstapel
(8) überzuziehende und im Bereich der Ecken des Schlauchabschnittes (1) im flachgelegten
Zustand partiell zugeschweißte Ende des Schlauchabschnittes (1) stärker, vorzugsweise
um bis zu 40% mehr, bezogen auf den vorgespannten Zustand des restlichen Schlauchabschnittes
(1) vorgespannt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass als Flachschlauch ein dreilagiger Folienverbund verwendet wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden äußeren Lagen des Folienverbundes einen Co-Polymer-Anteil und die innere
Lage einen Elastomer-Anteil aufweisen.
1. Method of drawing a flat tube, formed from stretch film, over a stack of articles
(8) which is, more especially, disposed on a pallet, wherein one tube portion (1)
is initially tensioned in the circumferential direction and is then drawn in the initially
tensioned state over the stack of articles (8), characterised in that the tube portion (1) is at least partially open on the upper side and lower side
and is initially tensioned so intensely that the upper end and/or the lower end of
the tube portion (1), in the drawn-over state, serve/serves as an abutment by engaging,
at least in the region of the upper-side and lower-side lateral edges, around the
upper side and/or the lower side of the stack of articles (8) or the pallet.
2. Method according to claim 1, characterised in that the upper end and/or the lower end of the tube portion (1), in the drawn-over state,
abut/abuts substantially flatly against the upper side and/or the lower side of the
stack of articles (8) or respectively the lower side of the pallet carrying the stack
of articles (8).
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the tube portion (1), in the state abutting around the stack of articles (8), is
stretched by between 50 % and 80 %, preferably by 70 %, relative to the circumference
in the non-initially tensioned state.
4. Method according to one of claims 1 to 3, characterised in that at least the end of the tube portion (1) which is not to be drawn over the stack
of articles (8) is partially welded to achieve a dome-like configuration of the tube
portion (1).
5. Method according to claim 4, characterised in that the tube portion (1) is partially welded substantially orthogonally relative to the
longitudinal extension of the tube portion (1).
6. Method according to one of claims 1 to 5, characterised in that the two comer regions of the end of the tube portion (1) which is not to be drawn
over the stack of articles (8) are welded, in the laid-flat state, so as to form weld
seams (7) more especially inclinedly relative to the longitudinal extension of the
tube portion (1).
7. Method according to claim 6, characterised in that the weld seams (7) in the end regions of the tube portion (1), in the laid-flat state
of the tube portion (1), are disposed at an angle of approximately 45° relative to
the longitudinal extension of the tube portion (1).
8. Method according to claim 6 or 7, characterised in that, in the state where the tube portion (1) is situated on the stack of articles (8),
the welded comer regions are disposed in the region of diagonally opposite comers
of the stack of articles (8).
9. Method according to one of claims 4 to 8, characterised in that, to draw the tube portion (1) over the stack of articles (8), the end of the tube
portion (1), which is to be drawn over the stack of articles (8) and is partially
welded in the region of the comers of the tube portion (1) in the laid-flat state,
is initially tensioned more intensely, preferably by up to 40 % more intensely, relative
to the initially tensioned state of the remaining tube portion (1).
10. Method according to one of claims 1 to 9, characterised in that a triple-layered composite film structure is used as the flat tube.
11. Method according to claim 10, characterised in that the two outer layers of the composite film structure have a proportion of copolymer,
and the inner layer has a proportion of elastomer.
1. Procédé pour tendre une bande tubulaire plate, en film étirable, sur une pile de marchandises
(8) notamment placée sur une palette, dans lequel un tronçon de bande tubulaire (1)
est précontraint dans le sens périphérique et est ensuite tendu, à l'état précontraint,
au-dessus de ladite pile de marchandises (8), caractérisé par le fait que le tronçon de bande tubulaire (1) est au moins partiellement ouvert aux faces supérieure
et inférieure et est soumis à une précontrainte d'intensité telle que l'extrémité
supérieure et/ou inférieure dudit tronçon de bande tubulaire (1) serve de contre-butée
à l'état tendu en recouvrement, par enveloppement, au moins dans la région des arêtes
latérales supérieures et inférieures de la face supérieure et/ou de la face inférieure
de la pile de marchandises (8), ou de la palette.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'extrémité supérieure et/ou inférieure du tronçon de bande tubulaire (1) porte,
à l'état tendu en recouvrement, pour l'essentiel à plat contre la face supérieure
et/ou la face inférieure de la pile de marchandises (8), respectivement contre la
face inférieure de la palette portant ladite pile de marchandises (8).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que, à l'état appliqué autour de la pile de marchandises (8), le tronçon de bande tubulaire
(1) est allongé de 50 % à 80 %, préférentiellement de 70 % par rapport au pourtour
à l'état non précontraint.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait qu'au moins l'extrémité du tronçon de bande tubulaire (1), non destinée à être tendue
au-dessus de la pile de marchandises (8), est partiellement fermée par soudage en
vue d'obtenir une réalisation de type coiffe du tronçon de bande tubulaire (1).
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé par le fait que le tronçon de bande tubulaire (1) est partiellement fermé par soudage, pour l'essentiel
orthogonalement vis-à-vis de l'étendue longitudinale dudit tronçon de bande tubulaire
(1).
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait que les deux zones d'angle de l'extrémité du tronçon de bande tubulaire (1) non destinée
à être tendue au-dessus de la pile de marchandises (8) sont fermées par soudage à
l'état reposant à plat, en formant des cordons de soudure (7), notamment à l'oblique
vis-à-vis de l'étendue longitudinale dudit tronçon de bande tubulaire (1).
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé par le fait que les cordons de soudure (7) sont agencés dans les zones d'angle du tronçon de bande
tubulaire (1), lorsque ledit tronçon de bande tubulaire (1) repose à plat, selon un
angle d'environ 45° vis-à-vis de l'étendue longitudinale dudit tronçon de bande tubulaire
(1).
8. Procédé selon la revendication 6 ou 7, caractérisé par le fait que, à l'état du tronçon de bande tubulaire (1) mis en place sur la pile de marchandises
(8), les zones d'angle fermées par soudage sont situées dans la région de coins diamétralement
opposés de ladite pile de marchandises (8).
9. Procédé selon l'une des revendications 4 à 8, caractérisé par le fait que, pour tendre le tronçon de bande tubulaire (1) au-dessus de la pile de marchandises
(8), l'extrémité dudit tronçon de bande tubulaire (1), devant être tendue au-dessus
de ladite pile de marchandises (8) et partiellement fermée par soudage à l'état reposant
à plat, dans la région des coins dudit tronçon de bande tubulaire (1), est soumise
à une précontrainte plus forte, de préférence jusqu'à 40 % supérieure par rapport
à l'état précontraint de la partie restante dudit tronçon de bande tubulaire (1).
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé par le fait qu'une structure composite en film à trois couches est utilisée en tant que bande tubulaire
plate.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé par le fait que les deux couches extérieures de la structure composite en film présentent une part
constitutive en copolymère, et la couche intérieure comporte une part constitutive
en élastomère.