[0001] Die Erfindung betrifft eine Kufe nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Es ist ein stapelbarer Transportkasten dieser Art z.B. bekannt aus EP-A-0 876 963,
bei welchem in den Seitenwänden eine um eine horizontale Achse drehbare Klappe vorgesehen
ist. Die Drehklappe ist mit einem Einsatzteil drehbar verbunden, welches in einen
entsprechenden Einschnitt in der Seitenwand befestigt ist. Der Boden des Transportkastens
ist an den Ecken und in der Mitte mit vertikalen Tragstützen versehen, die auf einem
viereckigen Tragrahmen befestigt sind. Dieser Tragrahmen ist einstückig und massiv
ausgebildet.
[0003] Damit der Tragrahmen mechanisch genügend stabil ist, um Traglasten von über 1000
kg zuverlässig zu widerstehen, muss er eine bestimmte Dicke und Breite aufweisen.
Bei Ausmassen des Transportkastens von mehr als 1 Meter auf 1 Meter bedarf die Herstellung
eines solchen Tragrahmens besonders grosse Matrizen. Ausserdem muss der Tragrahmen
mit den Tragstützen verschweisst oder mit einem Kunstharzklebstoff mit einer sehr
hohen Festigkeit verleimt werden.
[0004] Ein weiterer stapelbarer Transportkasten ist in US-A-5,735,431 beschrieben, der aus
einem Traggerippe von vertikalen Tragstützen und einer wabenförmigen Bodenplatte besteht.
Zwischen den Tragstützen sind mit Längslöchern gelochte Seitenwände vorgesehen. Die
unterhalb der Bodenplatte vorstehenden Tragstützen sind mittels drei parallelen, der
Länge des Transportkastens entsprechenden Kufen miteinander verbunden. Die beiden
äusseren Kufen sind flach ausgebildet, während die mittlere Kufe bogenförmig ist.
[0005] Die bei diesem Transportkasten vorgesehenen Längskufen verleihen dem Transportkasten
zwar die nötige Stabilität und Handlichkeit, jedoch können sie zu einem Verkanten
des Transportkastens in Förderanlagen, wie Transportbänder oder dergleichen, führen.
Auch hier bedarf es für die Herstellung der Kufen relativ grosse Matrizen und müssen
die Kufen mit den Tragstützen verschweisst oder mit einem Klebstoff hoher Festigkeit
verleimt werden.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Kufe für einen Transportkasten,
eine Palette oder dergleichen anzugeben, die äusserst stabil, einfach herstellbar
und schnell austauschbar ist.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Kufe mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0008] Die Erfindung hat den grossen Vorteil, dass die Kufen aus zusammensteckbaren Kufenelementen
bestehen, die besonders in der Handhabung und in der Montage eine handliche Grösse
aufweisen. Wenn die Kufenelemente hohl ausgebildet sind, kann viel Gewicht gespart
werden und trotzdem die nötige Stabilität erhalten bleiben.
[0009] Weitere Vorteile der Erfindung folgen aus den abhängigen Patentansprüchen und aus
der nachfolgenden Beschreibung, in welcher die Erfindung anhand eines in den schematischen
Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert wird. Es zeigt:
- Fig. 1
- ein Stapelbehälter mit Kufen,
- Fig. 2
- eine Palette mit Kufen,
- Fig. 3
- Kufenelemente für den Stapelbehälter in Explosionsdarstellung von unten, und
- Fig. 4
- dieselben Kufenelemente der Fig. 3 perspektivisch von oben.
[0010] In den Figuren sind für dieselben Elemente jeweils dieselben Bezugszeichen verwendet
worden und erstmalige Erklärungen betreffen alle Figuren, wenn nicht ausdrücklich
anders erwähnt.
[0011] In Figur 1 ist ein stapelbarer Transportkasten 1 dargestellt mit einer Bodenplatte
2, vier Seitenwänden 3, 4, 5 und 6, und mit Tragstützen 8 an den Ecken 9 und Tragstützen
10 in der Mitte zwischen zwei Ecken 9. Die innen hohl ausgebildeten Tragstützen 8
und 10 sind mittels Kufenelemente 12 miteinander verbunden. Die zusammengesteckten
Kufenelemente 12 bilden ein geschlossenes Rechteck. Der hier dargestellte Transportkasten
1 ist zusammenlegbar, d.h. dass die Wände 3, 4, 5 und 6 mittels nicht-dargestellten
Scharnieren längs der Kante 14 und 15 zusammenklappbar sind.
[0012] In Figur 2 ist eine Palette 20 aus einem harten Kunststoff wie Polypropylen (PP)
oder dergeleichen gezeigt. Diese Palette 20 weist an den Eckbereichen 21 als Rohrstücke
ausgebildete Tragstützen 22 auf, die einen Querschnitt eines länglichen Achtkants
aufweisen. An den kürzeren Seiten 23 der Palette 20 sind zwischen den Tragstützen
22 die gleichen Tragstützen 24 vorgesehen. Ferner sind zwischen den Tragstützen 22
und 24 weitere, als Rohrstück ausgebildete Tragstützen 25 vorgesehen, die einen achtkantigen
Querschnitt aufweisen. Längs der längeren Seiten 27 sind nun in die hohlen Tragstützen
22 und 25 Kufenelemente 28 eingesteckt, ähnlich wie in Figur 1. Die beiden Kufenelemente
28a und 28b sind identisch ausgebildet, d.h. sie weisen am äusseren Ende einen, den
inneren Dimensionen der Tragstützen 22 entsprechenden hohlen Nocken 29 und einen hohlen
Nocken 30 am inneren Ende auf. Der Nocken 30 entspricht der Hälfte des Innenquerschnittes
des Tragstützens 25, so die innenliegenden Nocken 30 der Kufenelemente 28a und 28b
zusammen genau den hohlen Tragstützen 25 ausfüllen. Die Kufenelemente 28a und 28b
sind selber hohl entformt und mittels eines hier nicht-dargestellten Verbindungsstückes
miteinander verbunden. Wie ersichtlich haben die Kufenelemente 28a und 28a flache
Längsrippen 31, die in etwa 2 bis 3 mm hoch sind. Auf den mittleren Tragstützen 24
und 25 sind ähnlich ausgebildete Zapfen 32 mit rasterförmigen Rippen 33 aufgesteckt,
welche dieselbe Höhe aufweisen wie die Kufenelemente 28a und 28b. Die Bodenplatte
35 der Palette 20 ist ebenfalls rasterförmigen Rippen 36 als Verstärkung versehen.
[0013] In den Figuren 3 und 4 sind die nun Kufenelemente 12 des Transportkastens 1 dargestellt.
Sie sind entweder als kurzes Element 12a und gegengleiches kurzes Element 12b, oder
als langes Element 12c und gegengleiches langes Element 12d ausgebildet. Die Kufenelemente
12 bestehen dabei aus einem länglichen, hohlen Tragteil 40 und einem inneren Nocken
41 und einem äusseren Nocken 42. Die inneren Nocken 41 und die äusseren Nocken 42
sind als Rohrstücke hohl ausgebildet und weisen eine wabenförmige Verstärkung 44 auf.
Die Kufenelemente 12 sind nun in der Mitte mittels Verbindungsstücke 43, die in die
Hohlräume der Tragteile 40 hingesteckt werden, miteinander verbunden. Die beiden äusseren
Nocken 42 eines kurzen Elements 12a und eines gegengleiches langes Element 12d sind
ebenfalls gegengleich geformt und mit einer zackenförmigen Trennwand 45a bzw. 45d
versehen. Diese beiden Trennwände 45a und 45d passen somit ineinander, so dass die
beiden Nocken 42 in einen hohlen Tragstützen 8 hineinpassen. Die beiden inneren Nocken
41 eines kurzen Elements 12a und eines gegengleichen kurzen Elementes 12d sind ebenfalls
gegengleich ausgebildet und passen genau in den Hohlraum des mittigen Tragstützens
10 hinein. Auf diese Weise kann ein geschlossener rechteckigen Tragrahmen gebildet
werden. Die Nocken 41 bzw. 42 können mittels (nicht-dargestellten) Schrauben an den
Tragstützen 8 bzw. 10 befestigt sein, wozu in den Nocken 41 und 42 und in den Tragstützen
8 und 10 entsprechende Bohrungen 47 vorgesehen sind. Diese Kufenelemente 12a, 12b,
12c und 12d weisen ebenfalls Längsrippen 31 auf. Wie ferner ersichtlich weist der
Hohlraum des Tragteils 40 einen trapezförmigen Querschnitt auf, kann aber auch bogenförmig
ausgebildet sein.
[0014] Die Kufenelemente 28 der Palette 20 sind nun ähnlich aufgebaut, wie die Kufenelemente
12 des Transportkastens 1.
[0015] Zur Verstärkung der Kufenelemente 12 bzw. 28 können glasfaserverstärkte Stäbe eingeschoben
werden, die passgenau in den inneren Hohlraum der Tragteile 40 hineinpassen. Die Stäbe
können auch aus Metall wie Aluminium oder Stahl ausgebildet sein. Damit kann die mechanische
Stabilität der Kufenelemente 12 bzw. 28 weiter vergrössert werden. Diese Stäbe können
auch von den Verbindungsstücken 43 gebildet sein, die dann etwa gleich lang sind wie
die Kufenelemente 12 bzw. 28. Zur weiteren Stabilisierung können die Hohlräume der
Tragteile 40 mit - hier nicht weiter dargestellten - Längsrippen in weitere Hohlkammern
unterteilt sein.
1. Kufe für einen Transportkasten, eine Palette oder dergleichen, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere gleiche oder gegengleiche Kufenelemente (12a, 12b, 12c, 12d; 28a, 28b) zu
einer Kufe zusammensteckbar ausgebildet sind.
2. Kufe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kufenelemente (12a, 12b, 12c, 12d; 28a, 28b) an ihren Endbereichen mit quer dazu
angeordneten Nocken (30; 41, 42) versehen sind.
3. Kufe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kufenelemente (12a, 12b, 12c, 12d; 28a, 28b) und/oder die Nocken hohl ausgebildet
sind und die Nocken (30; 41, 42) wabenförmige Verstärkungen (44) aufweisen.
4. Kufe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum der Kufenelemente (12a, 12b, 12c, 12d; 28a, 28b) trapezförmig oder bogenförmig
ausgebildet ist.
5. Kufe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kufenelemente (12a, 12b, 12c, 12d; 28a, 28b) mit flachen Längsrippen (31) versehen
sind.
6. Kufe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kufenelemente (12a, 12b, 12c, 12d; 28a, 28b) mittels Verbindungsstücke (43) an
ihren Endbereichen zu einer Kufe zusammensteckbar sind.
7. Kufe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eines der Endbereiche eines Kufenelementes angeschrägt ist und mit einem entsprechend
angeschrägten Endbereich eines anderen Kufenelementes einen rechten Winkel bildet.
8. Kufe nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweiligen Endbereiche stufenförmig angeschrägt sind.