I. Anwendungsgebiet
[0001] Die Erfindung betrifft Müllbehälter, insbesondere Müll-Großbehälter mit einem Volumen
von ca. 1.000 Liter bis 1.100 Liter.
II. Technischer Hintergrund
[0002] Derartige Müllbehälter bestehen aus einem in der Aufsicht in der Regel rechteckigem,
topfförmigen Korpus, der an seiner Unterseite in aller Regel vier Räder zum Verfahren
des Großbehälters aufweist, und dessen offene Oberseite mittels eines Deckels verschließbar
ist. Dabei sind unterschiedliche Deckelformen und sich daraus ergebende Korpusvarianten
bekannt, je nach Einsatzbedingungen vom Kunden gewünscht:
[0003] Ein sogenannter Schwingdeckel, der in der Seitenansicht des Korpus betrachtet um
einen Drehpunkt etwa in der Mitte des Korpus nach hinten unten aufgeschwenkt werden
kann und zu diesem Zweck zum eigentlichen Schwingdeckel eine Strebe zu einem hierfür
am Korpus vorhandenen Lagerzapfen auf der Außenseite der Seitenflächen führt. In diesem
Fall müssen die Seitenwände des Korpus entsprechend der Krümmung des Schwingdeckels
eine bogenförmige obere Abschlußkante aufweisen;
[0004] Einen Klappdeckel, der über Scharniere an der oberen Hinterkante des Korpus befestigt
ist. Der Klappdeckel kann in der Seitenansicht eine gerade oder bogenförmig konkav
nach unten gewölbte Unterkante aufweisen, was eine entsprechende obere Abschlußkante
der Seitenwand des Korpus erfordert. Auch bei gerader Unterkante und dementsprechend
gerade oben abschließendem Korpus kann der Klappdeckel eine nach oben gewölbte Tonnenform
aufweisen.
[0005] Bei ansonsten gleichen Abmessungen weisen diejenigen Varianten, bei denen der Deckel
tonnenförmig, also bogenförmig, nach oben konvex gekrümmt ist, ein größeres Fassungsvermögen
auf, also insbesondere diejenigen Varianten mit bogenförmiger oberer Abschlußkante
der Seitenwand des Korpus.
[0006] Darüber hinaus können diese Deckel, also die vorbeschriebenen Varianten von Schwingdeckel
oder Klappdeckel, bei ansonsten gleicher Gestaltung zusätzlich in diesem jeweiligen
Primärdeckel einen Sekundärdeckel zum leichteren Befüllen oder auch zur Verhinderung
des Einklemmens von Personen aufweisen. Derartige Sekundärdeckel können vollständig
im Primärdeckel enthaltene und von diesem umschlossene Öffnungen verschließen oder
auch Ausnehmungen, die bis in eine Außenkante, insbesondere die Frontkante des jeweiligen
Deckels, hineinreichen und vor allem der Kindersicherung dienen.
[0007] Abhängig von der Verwendung der Deckelart und/oder den Bedienwünschen des Kunden
müssen an unterschiedlichen Stellen des Korpus, aber auch der Deckel, Griffe zum Handhaben,
insbesondere zum Schieben des Behälters zu einem Entleerfahrzeug, vorgesehen sein.
[0008] Nicht zuletzt kann auch die Grundform des Korpus in mehreren Varianten vorliegen,
beispielsweise in der Seitenansicht mit einem etwa rechtwinkligem, in einem Fall nur
geringfügig im anderen sehr stark gerundetem, Übergang zwischen Boden und Frontwand
bzw. Rückwand des Korpus.
III. Darstellung der Erfindung
a) Technische Aufgabe
[0009] Um die Anzahl an vorzuhaltenden Varianten des Behälters gering zu halten, besteht
die Aufgabe gemäß der Erfindung darin, einen Bausatz für die Herstellung derartiger
Großbehälter zu schaffen, dessen Einzelteile nach Bedarf zu der gewünschten Konfiguration
des Großbehälters zusammengesetzt, insbesondere mit möglichst geringem Montageaufwand
zusammengesetzt werden können.
b) Lösung der Aufgabe
[0010] Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0011] Durch wenigstens einen Korpus, der mehrere Befestigungsvorrichtungen für montierbare
Griffe, z. B. Steckgriffe, aufweist, wird bereits ein Bausatz geschaffen, in dem diese
nachträglich befestigbaren Griffe an unterschiedlichen Positionen des selben Korpus
befestigt und dadurch unterschiedliche Korpusvarianten geschaffen werden können, z.
B. abhängig von bestimmten Handhabungswünschen des Kunden.
[0012] Zusätzlich kann ein solcher Korpus mit verschiedenen Arten von Deckeln, also Primärdeckeln,
nämlich z. B. Schwingdeckeln einerseits und Klappdeckeln andererseits, komplettiert
werden.
[0013] Während für Schwingdeckel die entsprechende Achszapfen-Einheit am Korpus vorhanden
sein muss, und insbesondere am selben Korpus nachträglich montiert werden muss, sind
für den Klappdeckel entsprechende Scharniere notwendig.
[0014] Diese können ebenfalls am gleichen Korpus nachträglich montiert, beispielsweise verschraubt
oder auch in dieselben Befestigungsvorrichtungen wie die Griffe eingebracht werden
oder sie können am Korpus mit angespritzt werden, so dass also von vornherein zwei
sich - in Teilbereichen unterscheidende - Korpusvarianten vorhanden sind.
[0015] Dies eröffnet immer noch den Vorteil, dass die Spritzform zum Herstellen der verschiedenen
Varianten eines solchen Korpus als Kunststoff-Spritzgußteil in weiten Bereichen unverändert
sein kann, und nur einige wenige Teile der Form für die Herstellung der jeweils anderen
Variante ausgetauscht werden müssen.
[0016] Gleiches gilt auch für die an den Seitenwänden nach oben aufragenden bogenförmigen
Fortsätze des Korpus, die vorzugsweise vorhanden sind, wenn als Dekkel ein Schwingdeckel
benutzt werden soll. Diese Bögen können nachträglich an den Seitenwänden des Korpus
befestigt oder auch wie vorbeschrieben mit angespritzt werden durch Ändern der Spritzform
in diesem Bereich.
[0017] Aus Stabilitätsgründen hat sich als derzeit bevorzugte Ausführungsform herausgebildet,
die Basis-Spritzform für den Korpus einerseits im Bereich dieser Bögen und andererseits
im Bereich der oberen Hinterkante des Korpus zu verändern, so dass also bei der Schwingdeckel-Variante
die Bögen an den Seitenwänden mit angespritzt werden, dagegen nur bei der Klappdeckel-Variante
die Scharnierteile für den Klappdeckel an der Hinterkante mit angespritzt sind, dafür
jedoch die bei der Schwingdeckel-Variante an der Hinterkante vorhandenen Befestigungsvorrichtungen
für nachträglich montierbare Griffe weggelassen werden.
[0018] Die Befestigungsvorrichtungen für die Sacklöcher sind vorzugsweise in dem doppelt
nach außen unten gekröpften Rand integrierte und nach unten etwas verlängerte, sacklochförmige
Befestigungsöffnungen mit einem Durchbruch in der Frontwand, so dass die Griffe mit
ihren einzeln frei endenden Schenkeln von unten passgenau eingeschoben werden können
und ein auf der Vorderfläche ausgebildeter Rasthaken in den Durchbruch der Befestigungsöffnung
einrastet, so dass die Steckgriffe - zumindest ohne Zerstörung - nachträglich nicht
mehr entfernbar sind.
[0019] Die Primärdeckel - also Schwingdeckel oder Klappdeckel, wobei auch weitere Primärdeckel-Varianten
denkbar sind - können ihrerseits wiederum kleinere Sekundärdeckel tragen, die dem
Erleichtern des Einwurfes von Müll in kleineren Gebinden dienen oder auch anderen
Zwecken:
[0020] Diese Sekundärdeckel können entweder eine im Deckel von Anfang an eingearbeitete,
oder auch nachträglich eingebrachte, vom Primärdeckel vollständig umschlossene Öffnung
verschließen, oder auch eine Ausnehmung, die in eine der Außenkanten, vorzugsweise
die Vorderkante, des Primärdeckels hineinreicht.
[0021] Vorzugsweise sind in beiden Fällen diese Sekundärdeckel als Klappdeckel ausgebildet,
und können sowohl an den Klappdeckeln als auch an den Schwingdekkeln - vorzugsweise
mit notwendigen Anpassungen in Form eines die unterschiedliche Krümmung in der Seitenansicht
dieser Deckel ausgleichenden Adapterteilen wie einem aufgeschraubten Rand und/oder
entsprechenden Scharnieren - benutzt werden.
[0022] Damit stehen die Primärdeckel in unterschiedlichen Varianten, also vollständig geschlossen
und ohne Sekundärdeckel bzw. mit einem oder gar zwei Sekundärdeckeln, zur Verfügung.
[0023] Bei zwei Sekundärdeckeln im Primärdeckel können dies zwei mal die gleichen Sekundärdeckel
sein, beispielsweise die eine umschlossene Öffnung verschließenden Sekundärdeckel.
c) Ausführungsbeispiele
[0024] Eine Ausführungsform gemäß der Erfindung ist im folgenden anhand der Figuren beispielhaft
näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1a, b:
- Unterschiedliche Montagezustände einer ersten Korpusvariante,
- Fig. 1c:
- eine zweite Korpusvariante,
- Fig. 2:
- den Behälter mit Schwingdeckel,
- Fig. 3:
- den Schwingdeckel alleine in der Aufsicht,
- Fig. 4:
- den Behälter mit Klappdeckel und
- Fig. 5:
- Detaildarstellungen des Steckgriffes.
[0025] Die Fig. 1a und 1b zeigen den in der Aufsicht etwa rechteckigen, oben offenen Korpus
1 in unterschiedlichen Perspektivansichten, der eine Seitenwand 25 mit geradem, horizontalem,
oberen Abschluss besitzt.
[0026] An dem Korpus 1 sind bereits unter den vier Ecken die Räder 7 befestigt, und auf
den Stirnseiten 25 die Aufnahme-Zapfen-Einheit 29, die bis unter den nach außen vorstehenden
und nach unten offenen, also doppelt gekröpften, Rand 12 des Korpus 1 greift.
[0027] Dieser doppelt gekröpfte Rand 7 ist um den ganzen Umfang, also die gesamte obere
Kante, umlaufend vorhanden und trägt wesentlich zur Verstärkung des Korpus bei, und
ist zu diesem Zweck auch auf seiner nach unten offenen Seite soweit als möglich zwischen
der jeweiligen Wand des Korpus und dem nach außen unten laufenden Schenkel des Randes
7 verrippt.
[0028] Wie Fig. 1a zeigt, sind als Bestandteil dieses Randes 12 an den Stirnseiten, also
den Seitenwänden 25, am linken und rechten äußeren Rand jeweils zwei zueinander beabstandete
Aufnahmeöffnungen 13 ausgebildet, die zusammen mit dem nach unten offenen Rand 12
einstückig ausgebildet sind - wie der gesamte topfförmige Korpus 1 der ja als Kunststoff-Spritzgußteil
hergestellt ist - und ebenfalls nach unten offen sind. Die Seitenwände und Frontwand
der Aufnahmeöffnungen 13 ragen jedoch etwas weiter nach unten als der sonstige Rand
12. Die nach außen weisende Frontwand der Aufnahmeöffnung 13 weist zusätzlich eine
Rastöffnung 15' auf.
[0029] Wie in Fig. 1b zu erkennen, können in diese Paare von Aufnahmeöffnungen 13 jeweils
von unten jeweils ein Steckgriff 6 eingeschoben werden, indem der Steckgriff U-förmig
ausgebildet ist und neben dem eigentlichen Griffteil 6b davon abstrebende Griffschenkel
6c aufweist, die in die Aufnahmeöffnungen 13 passen.
[0030] Die Griffschenkel 6c weisen dabei auch einen Rasthaken 15 auf, der in die Rastöffnung
15' der Frontwand der Aufnahmeöffnung 13 formschlüssig verrastet, so dass ein solcher
Steckgriff 6 nach dem vollständigen Einschieben nicht mehr ohne zerstört zu werden
herausgezogen werden kann.
[0031] Vor allem Fig. 1b zeigt ferner, dass von der Hinterkante 17, also der Oberkante der
Rückwand 26, auf beiden Seiten jeweils ein Paar von Scharnierlaschen 8 nach oben ragen,
zwischen welche ein Scharnierteil des Klappdeckels 5, 5' gesetzt und mittels Hindurchschieben
einer Scharnierachse gelenkig befestigt werden kann.
[0032] Fig. 1b zeigt auch, dass an dieser Hinterkante 17 keine Aufnahmeöffnungen 13 oder
sonstige Befestigungspositionen für zusätzlich anzubringende Griffe vorhanden sind.
[0033] Zusätzlich kann von der Rückseite her - nach Befestigen des Klappdeckels 5 - derjenige
Teil des Deckels 5, der als Scharnierachse umgebendes Mittelstück horizontal zwischen
den je zwei Scharnierlaschen 8 geführt ist, ebenfalls als Handgriff benutzt werden.
Zu diesem Zweck sind die Scharnierlaschen 8 so lang ausgebildet, dass von deren Durchgangsöffnung
ein ausreichender Abstand zu dem darunter liegenden Deckel 5 und Korpus 1 vorhanden
ist.
[0034] Während in Fig. 1a die Aufnahme-Zapfen-Einheit 29 und die Räder 7 bereits als Einzelteile
nachträglich am Korpus 1 montiert sind, und in Fig. 1b zusätzlich die je zwei Steckgriffe
6 an den beiden Stirnseiten 25, die Scharnierlaschen 8 sind in den Fig. 4a, am Korpus
1 einstückig mitgespritzt.
[0035] Der Klappdeckel 5' ist mit seinem Scharnierteil 8b zwischen die jeweils zwei Scharnierlaschen
8 des Korpus eingeschoben und mittels hindurch gesteckter Scharnierachse 8c schwenkbar
angelenkt, und kann nach oben aufgeklappt werden, wie in Fig. 4b dargestellt, aber
auch weitergeklappt werden bis um insgesamt ca. 270°, bis der Klappdeckel 5' hinter
der Rückwand 26 des Korpus 1 vertikal herabhängt.
[0036] Die Fig. 4 zeigen, dass das Mittelstück des Scharnierteiles 8 des Deckels 5' stabförmig
und so lang ausgebildet ist, dass es von einer Faust umgriffen und ebenfalls als Handgriff
benutzt werden kann.
[0037] Der Klappdeckel 5' weist ferner in seiner Oberseite - wie am besten in Fig. 4c zu
erkennen - nahe seiner Hinterkante 17 eine Öffnung 21 auf. Diese befindet sich allseits
umschlossen im Klappdeckel 5' und zwar vollständig in dessen mittleren, tieferliegenden
Bereich, welcher ja abgesetzt ist gegenüber den stirnseitigen äußeren, höherliegenden
Bereichen, an denen auch die Scharniere 8 des Deckels einstückig ausgebildet sind.
[0038] Diese Öffnung 21 ist vorzugsweise nachträglich mechanisch im Klappdeckel 5' hergestellt
durch Aussägen oder Ausfräsen, und kann durch einen Sekundärdekkel 9' verschlossen
werden, der seinerseits wiederum am Klappdeckel 5' gelenkig befestigt ist, also ebenfalls
als Klappdeckel ausgebildet ist, mittels Scharnieren 8', über welche der Sekundärdeckel
9' auf seiner von der Rückwand 26 abgewandten Seite, also zur Mitte des Klappdeckels
5' hin, befestigt ist.
[0039] Die Scharnierteile 8' bestehen wie üblich aus über eine Achse miteinander verbundene
Scharnierteile, die einerseits am Sekundärdeckel 9' einstückig ausgebildet und gespritzt
sind, am Klappdeckel 5' - bei späterer Herstellung der Öffnung 21 durch mechanische
Bearbeitung - jedoch nachträglich befestigt, also vernietet oder verschraubt, sind.
[0040] Der Klappdeckel 5' kann in seinem der Frontwand 24 zugewandten vorderen, zu öffnenden,
Bereich ebenfalls einen solchen Sekundärdeckel 9' und eine zugehörige Öffnung aufweisen,
oder auch einen anderen Sekundärdeckel 9 mit andersartiger darunter befindlicher Öffnung,
wie er später anhand des Schwingdeckels erläutert werden wird.
[0041] Der Klappdeckel 5 kann jedoch auch - wie in Fig. 4d dargestellt - überhaupt keinen
an oder in ihm angeordneten Sekundärdeckel und auch keine entsprechende Öffnung aufweisen
sondern vollständig geschlossen, sein, wie in Fig. 4d als Klappdeckel 5 dargestellt.
[0042] Unabhängig von Art und Anzahl der Sekundärdeckel 9, 9' weist der Klappdeckel 5, 5'
jedoch an seinen oberen stirnseitigen Außenkanten nahe der Vorderseite einstückig
ausgebildete Festgriffe 14 auf, die in einem taschenförmigen Rücksprung des Materials
des Deckels an dieser Stelle und einer diese Tasche überbrückenden, beidseits in den
Deckel einstückig übergehenden, Griffstrebe bestehen.
[0043] Sofern die Vorderkante des Klappdeckels 5 nicht von einem Sekundärdeckel gebildet
wird, ist im Klappdeckel 5 bzw. 5' auch dort, mittig, ein solcher Festgriff angeordnet.
[0044] Der Sekundärdeckel 9' dient zum Einwerfen von Müll von der Rückseite des Behälters
20 her, und kann mit geringerem Kraftaufwand als der gesamte Klappdekkel 5' geöffnet
werden.
[0045] Demgegenüber zeigt Fig. 1c den Korpus 1' in der Bauform, wie er für Schwingdeckel
4, 4' benötigt wird, und zwar im gleichen Montagezustand wie Fig. 1a für die Variante
1, nämlich mit bereits montierter Aufnahme-Zapfen-Einheit 29 und Rädern 7 unter dem
Boden 27.
[0046] Dabei ragen an beiden Stirnenden 25 dieses Korpus 1' gegenüber der geraden Oberkante
bei dem Korpus 1 mit dem oben gekröpften Rand 12, der an dieser Stelle auch bei dem
Korpus 1' vorhanden ist, senkrecht etwa mit der Stirnwand 25 jeweils fluchtende Bögen
2 nach oben auf, die von den vorderen bis zur hinteren oberen Ecke durchgehen und
zur Stabilisierung einen oberen oben gekröpften Rand aufweisen, und bei dem dargestellten
Korpus 1' fest einteilig beim Spritzen des Korpus 1' mit angespritzt sind, jedoch
auch nachträglich aufgesetzt und montiert, also am Korpus verschraubt oder eingesteckt,
werden können.
[0047] Ansonsten ist an den Seitenwänden 25 und der Frontwand 24 sowie dem Boden 27 in dieser
Ansicht der Fig. 1c die Gestaltung des Korpus 1' übereinstimmend mit der des Korpus
1. Insbesondere sind an dem stirnseitigen Rand 12 links und rechts die Paare von Aufnahmeöffnungen
13 zum Einstecken von Steckgriffen 6 vorhanden.
[0048] Die Fig. 2a bis 2c zeigen den fertigen Montagezustand, also weiter komplettiert mit
einem Schwingdeckel 4' im zugeschobenen Zustand dieses Schwingdeckels 4', während
Fig. 2d diesen Schwingdeckel 4' im nach hinten aufgeschobenen Zustand zeigt.
[0049] Wie ersichtlich, umfasst dieser Schwingdeckel 4' bekanntermaßen jeweils eine seitlich
außerhalb der Stirnwände 25 in jeweils nach unten reichende Strebe 23, mittels der
der Schwingdeckel 4' um eine in Querrichtung 10 verlaufende Schwingachse 10' von der
geschlossenen Stellung, in welcher er die Öffnung 21 in Form der offenen Oberseite
des Korpus 1' verschließt, nach hinten aufgeschoben und geschwenkt werden kann.
[0050] Die Schwenkachse 10' ist realisiert durch von den Seitenwänden 25 in Querrichtung
10 nach außen vorstehende Achszapfen, die in der Achszapfen-Einheit 3 enthalten sind,
welche auf die Seitenwände 25 aufgeschraubt werden.
[0051] Da die Achszapfen-Einheit 3 zur Verringerung der Bedienungskräfte eine unterstützende,
nicht sichtbare Feder enthält, benötigt die Achszapfen-Einheit 3 auch eine Abstützung
des Drehmomentes um die Schwenkachse 10' herum, die in Form einer quer abstrebenden
Strebe 3' ausgebildet ist, deren freies Endes wiederum an der Seitenwand 25 verschraubt
ist. Der Mittelteil der Strebe 3' ist jedoch soweit beabstandet zur Seitenwand 25
ausgebildet, dass er als zusätzlicher Handgriff benutzt werden kann.
[0052] Da sich die Achszapfen-Einheit 3 etwa auf halber Höhe des Korpus 1', in der Seitenansicht
(siehe Fig. 2c) jedoch genau auf der vertikalen Längsmitte befindet, und ebenso der
Aufnahme-Zapfen 28 für das Ergreifen des Behälters 20 beim Entleeren, ist die Deckel-Strebe
23 in der Seitenansicht gekrümmt ausgebildet und um den Aufnahme-Zapfen 28 herum geführt.
[0053] Zur Stabilisierung des Deckels 4' besitzt dieser ebenfalls Seitenwände in Form der
Bögen 2', die ebenfalls einteiliger Bestandteil des Schwingdeckels 4' sind, so dass
in der Seitenansicht der Deckel eine gerade Unterkante aufweist.
[0054] Wie vor allem die Ansichten der Fig. 2c und 2d zeigen, sind bei der Schwingdekkel-Variante
des Behälters 20 an den Seitenwänden 25 nur in die vorderen Befestigungsöffnungen
13 Steckgriffe 6 eingesteckt, nicht jedoch in den hinteren Befestigungsöffnungen,
da ein dort schräg nach außen ragender im Griff mit dem Schwingdeckel 4, insbesondere
dessen Strebe 23, beim Öffnen kollidieren würde.
[0055] Stattdessen ist am Schwingdeckel 4' selbst ein Griff ausgebildet, gemäß den Fig.
2 als Festgriff 14 einstückig mitangespritzt, und zwar vorstehend vom seitlichen Rand
in dessen hinteren Bereich nach unten, also hinter der Strebe 23.
[0056] Auch die Ausbildung als Steckgriff wäre an dieser Stelle möglich, wofür der Schwingdeckel
4' an dieser Stelle die gleichen Aufnahmeöffnungen 13 in seinem unteren Rand aufweisen
müßte wie sie am Korpus vorhanden sind.
[0057] Ferner läßt die Rückansicht der Fig. 2b erkennen, dass der Korpus 1' an seiner oberen
Hinterkante 17 im linken und rechten Bereich symmetrisch zueinander ebenfalls Paare
von Aufnahmeöffnungen 13, integriert in seinen Rand 12, aufweist, und dort auch jeweils
Steckgriffe 6 montiert sind, zum Bewegen des Behälters 20.
[0058] Zusätzlich ist dazwischen der Rand 12 etwas anders ausgebildet, indem sein außen
frei nach unten gerichteter Schenkel weiter nach unten gezogen ist, was zusammen mit
einer Verrippung zwischen diesem Schenkel und der Rückwand 26 eine höhere Steifigkeit
ergibt. Im Bereich zwischen den je zwei einander zugeordneten Scharnierlaschen 8 ist
dort jedoch keine Verrippung vorhanden, so dass mit der Hand unter diesen überstehenden
Rand gegriffen und damit auch an dieser Stelle der Korpus 1 geführt werden kann, ebenso
wie mit den Steckgriffen 6 an den Stirnseiten. Damit kann auch der Korpus 1 ohne Deckel
an Stirnseite und Rückwand ergriffen und verfahren werden.
[0059] Damit unterscheidet sich der Korpus 1' von dem Korpus 1 im Bereich dieser gesamten
oberen Hinterkante 17 durch das Fehlen der beim Korpus 1 angespritzten Scharniere
8 und stattdessen das Vorhandensein der Befestigungsöffnungen 13 bei dem Korpus 1'.
[0060] In der Praxis werden Korpus 1 und Korpus 1' mit dem gleichen Basis-Spritzwerkzeug
hergestellt. Da die Form eines solchen Spritzwerkzeuges aus mehreren einander ergänzenden
Teilen besteht, ist in diesem Fall die Form so in Einzelteile aufgeteilt, dass zum
einen der die Form der oberen Hinterkante 17 bestimmende Formteil bzw. diese mehreren
Formteile an der Form gewechselt werden können, je nachdem ob Variante 1 oder 1' benötigt
wird.
[0061] In gleicher Weise ist auch gegenüber der Form für die Variante 1' mit Schwingdeckel
und damit mit Bögen 2 am Korpus ein Zusatz-Formteil vorhanden, welches den Hohlraum
für die anzuspritzenden Bögen 2 verschließt, und dadurch die Variante des Korpus 1
mit ebener gerader Oberkante an den Seitenwänden 25 erzeugt.
[0062] Die Fig. 2b bis 2d zeigen eine Variante 4' des Schwingdeckels, in den zwei weitere
Sekundärdeckel, die beide als Klappdeckel ausgeführt sind, integriert sind, wie am
besten in Fig. 2a ersichtlich, in der beide Sekundärdeckel 9, 9' im aufgeklappten
Zustand gegenüber dem Primärdeckel 4' dargestellt sind.
[0063] Natürlich kann der Schwingdeckel 4' - genauso wie der Klappdeckel 5' - auch nur einen
dieser Sekundärdeckel oder keinen Sekundärdeckel aufweisen, also selbst vollständig
geschlossen sein, wie dies in Fig. 2e, f der Fall ist.
[0064] Bei dem Schwingdeckel 4' gemäß der Fig. 2a bis 2d ist der Sekundärdeckel 9' - der
identisch ist mit demjenigen bei dem Klappdeckel gemäß der Fig. 4 - ebenfalls nahe
der Hinterkante 17 im Schwingdeckel 4' angeordnet, und umschließt wie vorbeschrieben
eine umschlossene Öffnung 21 im Schwingdeckel 4'.
[0065] Ebenso wie anhand des Klappdeckels 5' beschrieben, sind die Scharniere 8' für diesen
Sekundärdeckel 9' nachträglich am Schwingdeckel 4' montiert und die Öffnung 21 ausgeschnitten,
jedoch können - sofern sich dies von den Stückzahlen lohnt - diese Elemente mittels
einer abgeänderten Spritzform bereits bei der Herstellung des Schwingdeckels 4' vorgesehen
sein, also die Scharniere 8' dann einstückig mit angespritzt sein, und die Öffnung
21 beim Spritzen mit hergestellt werden.
[0066] Sofern die Wölbung von Schwingdeckel 4' und Klappdeckel 5' an der Stelle des Sekundärdeckels
9' nicht die gleiche ist, kann dennoch der gleiche Sekundärdekkel 9' verwendet werden,
indem dies durch einen die unterschiedliche Wölbung ausgleichenden, vom Primärdeckel
aus hochstehenden Rand ausgeglichen wird, der wie am Klappdeckel der Fig. 4 beschrieben
ebenfalls nachträglich montiert oder beim Spritzen des Primärdeckels mitgespritzt
werden kann.
[0067] Die Fig. 2a bis 2d zeigen ferner einen Sekundärdeckel 9 nahe an der Vorderkante 16
des Schwingdeckels 4', welcher eine Ausnehmung 18 in seinem geschlossenen Zustand
verschließt, die bis in die Vorderkante 16 des Schwingdeckels 4' hineinreicht, wie
in Fig. 2a, aber auch in der Detailaufsicht der Fig. 3 auf diesen Schwingdeckel am
besten zu erkennen.
[0068] Die Ausnehmung 18 entfernt die gerade, durchgehenden Vorderkante 16 des Schwingdeckels
4' fast auf seiner gesamten Länge, so dass nur die linken und rechten Ecken übrig
bleiben. Dies dient der Verhinderung des Einklemmens von Personen, insbesondere Kindern,
zwischen geschlossenem Schwingdeckel 4' und Korpus 1', woraus aufgrund der notwendigen
Öffnungsrichtung nur schwer eine eigene Befreiung möglich ist.
[0069] Der ein sehr viel geringeres Gewicht aufweisende und nicht nach hinten sondern nach
oben durch Aufklappen zu öffnende Sekundärdeckel 9' kann dagegen von jedem eingeklemmten
Kind hochgedrückt werden.
[0070] Wie die Fig. 2a und 3 zeigen, ist der Rand 22 der Ausnehmung 18 nach oben vorstehend
und verdickt ausgebildet, und insbesondere als allseitig umschlossener Hohlraum, z.
B. hergestellt mittels der Wasser-Injektions-Technik.
[0071] Die Erhöhung nach oben außen dient einerseits der Versteifung des Schwingdekkels
4', vor allem aber auch der Verhinderung des Hineinlaufens von Wasser entlang der
gekrümmten Oberfläche des Schwingdeckels 4' in die Öffnung 18 unter dem nur lose aufliegenden
Sekundärdeckel 9 hindurch.
[0072] Da jedoch der Schwingdeckel 4' in Längsrichtung, also lotrecht zur Querrichtung 10
betrachtet, einen abgesenkten mittleren Bereich und demgegenüber streifenförmige,
an den Seiten verlaufende erhöhte Bereiche aufweist, muss ein Wasserablauf entlang
des Randes 22 von der Mitte nach außen unten durch stetiges Gefälle sichergestellt
werden, was durch den in der Aufsicht der Fig. 3 ersichtliche, weiter zur Mitte hin
liegende Kröpfung des Randes 22 der Fall ist, die im Bereich des Absatzes zwischen
mittlerem tieferliegenden und seitlichen höherliegenden Bereichen des Schwingdeckels
4' vorhanden ist und bewirkt, dass der Rand 22 von seinem mittleren höchsten Bereich
aus zu den Außenecken hin bei horizontal stehendem geschlossenem Behälter über die
ganze Länge nach unten gerichtet ist.
[0073] In der Aufsicht der Fig. 3 sind die Scharniere 8' für den Sekundärdeckel 9' bereits
montiert bzw. mitangespritzt, für die Scharniere des Sekundärdeckels 9 sind lediglich
die Bohrungen zum Aufschrauben der Scharniere vorhanden.
[0074] Die Fig. 5a bis 5d zeigen einen der am Korpus 1, 1' und/oder an den Deckeln 4, 5
verwendeten Steckgriffe 6 in Detaildarstellungen:
[0075] Der bei den übrigen Zeichnungen dargestellte Steckgriff 6 ist in der Aufsicht U-förmig
gestaltet, wie in der Fig. 5b dargestellt, mit einem mittleren Schenkel als Griffteil
6b, von dessen Enden aus in die gleiche Richtung Griffschenkel 6c abstreben, deren
freie Enden als Steckteile 6a ausgebildet sind zum Einstecken in die sacklochförmigen
Befestigungsöffnungen 13, 13' wie im montierten Zustand der Fig. 5d dargestellt.
[0076] Der Griffteil 6b ist aus ergonomischen Gründen vorzugsweise mit einem runden Querschnitt
ausgestattet und vorzugsweise als vollständig umschlossener Hohlraum, z. B. hergestellt
nach der Wasser-Injektions-Technik.
[0077] Während in Fig. 5a nur der Griffteil 6b auf diese Art und Weise umschlossen hohl
gestaltet ist, die Schenkelteile 6c dagegen ein einseitig, z. B. nach unten, offenes
z. B. U-Profil besitzen und das Steckerteil 6a massiv ausgebildet ist, zeigt die Fig.
6b im Schnitt durch das Schenkelteil 6c eine Variante, bei der der umschlossene Hohlraum
bis zu dem aus ebenfalls Festigkeitsgründen massiv ausgebildetem Steckteil 6a reicht.
Der Hohlraum kann dabei nach oben bis über die Rastnase 15 hinweg reichen, sofern
dies noch eine ausreichende Stabilität des Steckgriffes 6 ergibt.
[0078] Die Rastnase 15 ist am Steckteil 6a, welches vorzugsweise einen rechteckigen Querschnitt
besitzt, vorzugsweise an dessen Frontfläche vorstehend ausgebildet mit einer nach
oben schräg in die Frontfläche des Steckteiles 6a übergehenden Schrägfläche und einer
lotrecht hierzu stehenden Unterseite.
[0079] Mit dieser Gestaltung der Rastnase kann das Steckteil 6a - wie in Fig. 5d zu erkennen
- in die nach unten offene Befestigungsöffnung 13, 13' von unten her eingeschoben
werden, die durch die Seitenwand 11 und den oben hiervon nach außen überstehenden
und nochmals frei nach unten gekröpften Rand 12 gebildet wird.
[0080] In dem frei nach unten weisenden Schenkel des Randes 12, der zur Vervollständigung
der Einschuböffnung 13 durch Querwände vor und hinter der Einschuböffnung mit der
Wand 11 verstrebt ist, ist eine Rastöffnung 15' entsprechend der Position und Größe
der Rastnase 15 ausgebildet.
[0081] Dieser frei nach unten endende Schenkel des Randes 12 wird durch die Schrägfläche
der Rastnase 15 bei dessen Einschieben von unten nach außen gepresst, bis der Rand
über die Rastnase 15 schnappt und diese sich in der Rastöffnung 15' befindet.
[0082] Ein Herausziehen des Steckgriffes 6 nach unten ist dann nur noch unter Zerstörung
des Steckgriffes 6 oder des Randes 12 im Bereich der Befestigungsöffnungen 13 möglich.
[0083] Damit der Griffteil 6b einen ausreichenden Abstand von der Wand 11 des Korpus besitzt,
ist - wie die Seitenansichten der Fig. 5a und 5d zeigen - der Schenkel 6c vom Steckteil
6a in einem vorzugsweise stumpfen Winkel gekröpft, so dass trotz der lotrecht nach
unten gerichteten Befestigungsöffnung 13 sich das Griffteil 6b beabstandet zur Wand
11 befindet.
[0084] Fig. 5c zeigt eine Variante 6' des Steckgriffes, bei der die freien Enden der Schenkelteile
6c über einen gemeinsamen Steckschenkel 6c' zu einer geschlossenen Form des Steckgriffes
6' verbunden sind, was dessen Stabilität vergrößert. Der gesamte Querschenkel wird
als Steckteil 6c' in eine dann entsprechend breit dimensionierte Befestigungsöffnung
13' geschoben, und weist natürlich wiederum analoge Rastmittel, z. B. Rastnasen 15
auf.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0085]
- 1,1'
- Korpus
- 2
- Bogen
- 3
- Achszapfen-Einheit
- 4, 4'
- Schwingdeckel
- 5, 5'
- Klappdeckel
- 6
- Steckgriff
- 6a
- Steckteil
- 6b
- Griffteil
- 6c
- Griffschenkel
- 7
- Rad
- 8
- Scharnier
- 9, 9'
- Sekundärdeckel
- 10
- Querrichtung
- 10'
- Schwingachse
- 11
- Wand
- 12
- Rand
- 13, 13'
- Befestigungsöffnung
- 14
- Festgriffe
- 15
- Rastnase
- 16
- Vorderkante
- 17
- Hinterkante
- 18
- Ausnehmung
- 19
- Verschluss
- 20
- Großbehälter
- 21
- Öffnung
- 22
- Rand
- 23
- Strebe
- 24
- Frontwand
- 25
- Seitenwand
- 26
- Rückwand
- 27
- Boden
- 28
- Aufnahmezapfen
- 29
- Aufnahmeeinheit
- 30
- Buchse
- 31
- Metallrohr
- 32a,b
- Rippe
- 33
- Rand
- 34
- Sacklöcher
- 35
- Vertikalöffnung
- 36
- Flachmaterial
- 37
- Profil
- 37'
- Winkelprofil
- 38
- Aufnahmeraum
- 39
- stirnseitige Öffnung
- 40
- Außenwand
- 41
- Kröpfung
1. Bausatz für Müllbehälter, insbesondere Großbehälter (20), mit
- wenigstens einem oben offenen, topfförmigen Korpus (1, 1'),
- wenigstens einem Deckel, insbesondere Schwingdeckel (4) oder Klappdeckel (5) zum
Verschließen des Korpus,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Bausatz wenigstens einen nachträglich montierbaren Griff, insbesondere Steckgriff
(6) umfasst sowie
- an dem wenigstens einen Korpus (1, 1') und/oder dem wenigstens einen Dekkel Befestigungsvorrichtungen
für wenigstens einen nachträglich montierbaren Griff, insbesondere Befestigungsöffnungen
(13, 13') für wenigstens einen Steckgriff (6), angeordnet sind, und insbesondere
- der Bausatz nur einen Korpus (1') mit in der Seitenansicht bogenförmigem oberem
Abschluss (Bogen 2) umfasst und der Klappdeckel (5) in der Seitenansicht ebenfalls
hierzu passend bogenförmig ausgebildet ist.
2. Bausatz für Müllbehälter, insbesondere Großbehälter (20) mit
- wenigstens einem Korpus (1, 1'),
- einem Schwingdeckel (4),
- einer Achs-Zapfeneinheit (3) zum Anlenken des Schwingdeckels (4),
- einem Klappdeckel (5),
- Scharnieren (8) zum Anlenken des Klappdeckels (5),
dadurch gekennzeichnet, dass
der Bausatz wenigstens einen separaten Griff, insbesondere Steckgriffe (6), umfaßt.
3. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- - der Bausatz einen Korpus (1') mit in der Seitenansicht bögenförmigem oberen Abschluss
sowie einen Korpus (1) mit geradem oberen Abschluss und ansonsten gleichen Abmessungen
umfasst, und/oder insbesondere
- der Bausatz nur einen Korpus (1) mit in der Seitenansicht geradem oberen Abschluss
sowie die Seitenwände des Korpus (1) nach oben verlängernden, insbesondere am Korpus
(1) aufsteckbaren, Bögen (2) umfasst, und/oder insbesondere
- am Korpus (1, 1') und/oder am Schwingdeckel (4) und/oder am Klappdeckel (5) Befestigungsvorrichtungen,
insbesondere Befestigungsöffnungen (13), zur nachträglichen Befestigung von Griffen,
insbesondere Einstecken von Steckgriffen (6), vorhanden sind und insbesondere die
am Korpus (1, 1') und/oder an einem der Deckel (4, 5) vorhandenen Griffe als nachträglich
montierbare Griffe, insbesondere Steckgriffe (6), ausgebildet sind, und/oder insbesondere
- der Korpus (1, 1') zusätzlich zu den Befestigungsvorrichtungen für nachträglich
montierbare Griffe einstückig ausgebildete Festgriffe (14) umfasst.
4. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Befestigungsöffnungen (13) Sacklöcher sind, und/oder insbesondere
- im Korpus (1, 1') die Befestigungsöffnungen (13) im nach außen überstehenden Rand
(12) als von unten zugängliche Öffnungen ausgebildet sind und insbesondere für jeden
der frei endenden Schenkel (6c) des Steckgriffes (6) eine einzelne Öffnung vorhanden
ist, und/oder insbesondere
- alle Steckgriffe (6) wenigstens das gleiche Befestigungsteil, insbesondere Steckteil
(6a), umfassen.
5. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Steckgriffe (6) als ringförmig geschlossene Griffe (6') ausgebildet sind und
der gesamte durchgehende Basisschenkel (6a') in entsprechende Befestigungsöffnungen
(13') einschiebbar ist, und/oder insbesondere
- das Steckteil (6a, 6a') des Steckgriffes (6, 6') wenigstens einen Rasthaken (15)
aufweist, der sich nach Einschieben in die Befestigungsöffnungen im aufnehmenden Bauteil,
insbesondere im Korpus (1, 1') insbesondere einer dortigen Ausnehmung (15') formschlüssig
verhakt gegen ein herausziehen, und/oder insbesondere
- die Steckgriffe (6, 6') in der Seitenansicht gekröpft ausgebildet sind mit einem
stumpfen Winkel zwischen dem Steckteil (6a) und dem Griffteil (6b), welcher zum Griffschenkel
(6c) führt.
6. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Bausatz Räder (7) umfasst, die am Korpus (1, 1') einsteckbar sind, und/oder
insbesondere
- der Korpus ein Verschlussteil zum Abdecken der Aufnahme für die Zapfeneinheit (3)
umfasst, und/oder insbesondere
- der Primärdeckel, also Schwingdeckel (4) und/oder Klappdeckel (5), in zwei Varianten,
nämlich einstückig oder mit wenigstens einem integriertem Sekundärdeckel (9, 9') vorhanden
ist, und/oder insbesondere
- der gleiche Sekundärdeckel (9, 9') sowohl am Schwingdeckel (4') als auch am Klappdeckel
(5') verwendbar ist, und insbesondere Schwingdeckel (4') und Klappdeckel (5') in der
Seitenansicht eine voneinander verschiedene Grundform im Bereich des Sekundärdeckels
(9 bzw. 9') jedoch eine übereinstimmende Formgebung aufweist, und/oder insbesondere
- der Sekundärdeckel (9) Bestandteil der Vorderkante des Primärdeckels, insbesondere
Schwingdeckels (4') oder Klappdeckels (5'), ist und eine in die Vorderkante (16) hineinreichende
Ausnehmung (18) des Primärdeckels verschließt, und/oder insbesondere
- der Sekundärdeckel (9') ein allseitig auf dem Primärdeckel, insbesondere Klappdeckel
(5') oder Schwingdeckel (4'), aufliegender und/oder ein eine vom Primärdeckel allseitig
umschlossene Öffnung (21) verschließender, Deckel ist.
7. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Rand (22) des Deckels, insbesondere Klappdeckels (5') oder Schwingdekkels (4'),
entlang der Ausnehmung (18) und/oder um die Öffnung (21) herum als geschlossenes Hohlprofil,
insbesondere hergestellt mittels der Wasser-Injektions-Technik, beim Kunststoff-Spritzgießen
zusammen mit dem übrigen Deckel ausgebildet ist, und/oder insbesondere
- die nachträglich montierbaren Griffe, insbesondere Steckgriffe (6), und/oder die
Strebe (23) des Schwingdeckels (4, 4') als Hohlteile, insbesondere allseitig geschlossene
Hohlteile aus Kunststoff, insbesondere hergestellt nach der Wasser-Injektions-Technik,
ausgebildet sind.
8. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Scharniere (8) mittels Einstecken und Verrasten am Korpus (1 bzw. 1') montiert
werden, insbesondere ohne zusätzliche Sicherungsverschraubung, und/oder insbesondere
- die Scharniere (8) das gleiche Steckteil (6a) aufweisen wie die Steckgriffe (6)
und in die gleichen Befestigungsöffnungen (13) eingebracht werden können, und/oder
insbesondere die Scharniere (8) so breit ausgebildet sind, dass sie als Handgriff
nutzbar sind.
9. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Schwingdeckel (4, 4') an den Seitenwänden (25), nahe der Hinterkante (7), einen
Festgriff (14) aufweist und/oder insbesondere
- der Bausatz die Aufnahmezapfen-Einheit (19) umfasst.
10. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der die Öffnung (21) umgebende, insbesondere erhöhte Rand (22') des Primärdeckels
und/oder die Scharniere für den diese verschließende Sekundärdeckel (9') auf den Primärdeckel
nachträglich befestigt, insbesondere vernietet oder verschraubt, wird.
11. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steckgriffe (6) in zwei unterschiedlichen Stellungen in ein und dieselben Befestigungsöffnungen
(13), insbesondere des Primärdeckels, eingesteckt werden können.
12. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Klappdeckel (5') und/oder der Schwingdeckel (4') zwei Sekundärdeckel (9') für
vollständig umschlossene Öffnungen an ihren vorderen und hinteren Bereich aufweisen
und/oder insbesondere
- der Schwingdeckel (4 bzw. 4') an seinem oberen stirnseitigem Bogen (2) nahe seiner
Hinterkante einen Griff, insbesondere einen einstückig fest angeformten Festgriff
(14), aufweist und/oder insbesondere
- der Korpus (1') für die Klappdeckel (5, 5') einstückig angeformte Scharniere (8)
oder wenigstens Scharnierlaschen aufweist, jedoch keine Befestigungsöffnungen (13)
für Steckgriffe an seiner Hinterkante (17).
13. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Korpus (1) für den Schwingdeckel (4, 4') mit einstückig angeformten Bögen (2)
einerseits und der Korpus (1') für Klappdeckel mit einstückig angeformten Scharnieren
(8) an der Hinterkante andererseits sich außer im Bereich der gesamten hinteren Oberkante
(17) und dem Vorhandensein oder Fehlen der Bögen (2) nicht unterscheiden und mit im
wesentlichen der gleichen Spritzform - gegen Austausch der Formteile in diesen Bereichen
- herstellbar sind.
14. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Öffnung (21), die vom Sekundärdeckel (9') verschlossen wird, mittels Ausschneiden
oder Ausfräsen aus dem Deckel nachträglich hergestellt und durch Aufschrauben, Aufnieten
oder Aufkleben eines erhöhten umlaufenden Randes (22'), insbesondere mit Scharnierlaschen
(8'), zum Auflegen des Sekundärdeckels (21) verstärkt ist.