[0001] Zum Abdecken von Öffnungen beispielsweise bei Kühlmöbeln, Fenstern, Schiebedächer
für Fahrzeuge und dergleichen ist es bekannt, die Rollobahn in seitlich parallelen
Führungen der abzudeckenden Öffnung zu führen und damit einen Anschluß an die die
Öffnung begrenzenden Wandteile zu erreichen. Meistens ist hierfür eine Abdeckschiene
vorgesehen, in welcher der Rollostab gleitet und die dem Rollostab nachfolgende Rollobahn
führt. Im Falle von Jalousien, bei denen die Rollobahn aus einzelnen starren Leisten
besteht, ist ein im Ganzen befriedigender Verschluß beispielsweise einer Fensteröffnung
gegeben. Diese Rollobahnen sind jedoch massiv und benötigen daher einen entsprechenden
räumlichen und finanziellen Aufwand. Für Schiebedächer von Fahrzeugen oder auch Rollos
zum Abdunkeln von Räumen für Film- oder Lichtbildvorführungen sind diese Art Rollos
nicht geeignet.
[0002] Zum Abdunkeln von Lichtbild- oder Filmvorführräumen werden Rollobahnen verwendet,
die aus einem dünnen flexiblen Material bestehen. Die Rollobahnen werden senkrecht
vor den Fensterhöhlen heruntergelassen. Um einen Lichteinfall zu vermeiden, ist am
Rand ein breiter Abdeckstreifen vor die Fensterhöhlung gesetzt, an den sich die Rollobahn
anlegt. Dieser Abdeckstreifen kann auch doppelseitig ausgeführt sein, so daß die Rollobahn
in einer Führung läuft. Diese Art der Führung benötigt relativ viel Platz und bedingt,
daß die flexible Rollobahn im wesentlichen senkrecht nach unten hängt. Auch ist durch
die erforderliche Breite des Führungsschlitzes eine dichte Führung der Rollobahn nicht
gewährleistet. Lichteinfall läßt sich nicht restlos vermeiden.
[0003] Bei Kühlmöbeln kommt es darauf an, daß diese dicht abgeschlossen sind, einmal um
einen unerwünschten Luftaustausch und damit Wärmeverlust zu vermeiden, andererseits
soll aber auch ein Zugriff auf die in dem Kühlmöbel aufbewahrten Waren verhindert
werden in Zeiten, wo das Kühlmöbel nicht zum Verkauf bereit steht. Insbesondere, wenn
derartige Kühlmöbel in Schulen, Verwaltungen und Kantinen zur Selbstbedienung in Pausen
aufgestellt sind und ein Verkauf von Lebensmitteln nur in dieser Zeit stattfindet,
sollen die Möbel in der Zeit außerhalb dieser Pausen verschlossen und somit vor Diebstahlszugriff
abgesichert sein. Bei Fahrzeugen kommt es auf stabile Führung der Rollokanten an,
die Winddruck und ähnlichen Einflüssen standhält.
[0004] Es sind Seitenführungen für Rollos oder Schutzvorhänge bekannt, die an einem seitlichen,
senkrecht zur Abrollachse verlaufenden Rand einen Hohlsaum an der Rollobahn aufweisen,
der im abgerollten Zustand durch ein Stabelement seitlich gehalten ist, über welches
beim Abrollen des Rollos oder Schutzvorhanges der Hohlsaum gezogen wird, so daß der
abgerollte Vorhang im wesentlichen entlang des gesamten Hohlsaumes am Stablelement
gehalten ist
(DE 2 99 225 931; DE 19 609 082). Durch diese bekannten Einrichtungen wird zwar ein zwangsläufiger und stabiler Anschluß
des Rollos an die die Öffnung begrenzende Wand erreicht, jedoch hat der Hohlsaum zur
Führung des Rollos den Nachteil, daß diese Hohsaumkante beim Aufrollen aufträgt und
somit gegenüber der übrigen Rollobahn auf einen wesentlich größeren Durchmesser anwächst,
so daß die Aufwicklung nicht nur erheblichen Platz benötigt, sondern auch zu einer
ungleichmäßigen Aufwicklung und dadurch Verzerrung der Rollobahn führt. Außerdem ist
die Herstellung derartiger Hohlsäume mit einem zusätzlichen Arbeitsaufwand verbunden
und verteuert die Rolloeinrichtung.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, diese Nachteile zu beseitigen und
ein Rollosystem zu schaffen, das einen stabilen und zwangsläufigen Anschluß des Rollos
an die die zu verschließende Öffnung begrenzende Wand gewährleistet, jedoch einfach
und damit preiswert in seiner Herstellung ist. Diese Aufgabe wird durch die Merkmale
der Ansprüche 1 und 8 gelöst.
[0006] Außerdem werden doppelte Stofflagen und Saumnähte vermieden, so daß die Rollobahn
über die gesamte Breite einschließlich des Randbereiches eine gleichmäßige Stärke
aufweist, wodurch Unregelmäßigkeiten beim Aufrollen und Verwerfungen vermieden werden.
[0007] Werden in die Stoffbahn über die Breite in bestimmten Abständen Schlauchtaschen eingearbeitet,
so können verschieden breite Rollobahnen entsprechend dem Raster dieser Schlauchtaschen
hergestellt werden, ohne sich bereits bei der Herstellung auf eine bestimmte Rollobreite
festlegen zu müssen. Dadurch wird bei geringer Lagerhaltung eine große Flexibilität
bei der Anpassung auf verschiedene geforderte Rollobreiten erreicht. Die Seitenführung
ist in einfacher Weise durch einen in die Schlauchtasche eingreifenden Stab gegeben,
so daß voluminöse Kästen zur seitlichen Führung der Randkante des Rollos sich erübrigen.
Durch die zwangsläufige Führung genügt ein kurzer Eingriff der Randkante des Rollos
in die seitliche Führung. Dies ist besonders im Fahrzeugbau von besonderem Vorteil.
[0008] Durch die Querbeweglichkeit des Führungsstabes sowie eine zur Bewegungsrichtung des
Rollos elastische Befestigung des Hohlprofils können Toleranzen leicht ausgeglichen
und die Rollobahn gespannt gehalten werden.
[0009] Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand der Zeichnungen beschrieben
[0010] Es zeigen:
- Figur 1
- das erfindungsgemäße Rollosystem in Frontsicht
- Figur 2
- das Rollosystem gemäß Figur 1 in der Draufsicht im Querschnitt
- Figur 3
- die Rollobahn im Ausschnitt
- Figur 4
- eine linksseitige Rolloführung im Schnitt
- Figur 5
- einen Querschnitt zu Figur 6
- Figur 6
- eine rechtsseitige Rolloführung im Ausschnitt
- Figur 7
- eine Rollobahn mit Schlauchtaschen in Kett- und Schußrichtung
[0011] Figur 1 zeigt in Frontsicht ein Kühlmöbel 6 mit den Seitenwänden 61, dem Dach 62
und dem Sockel 63. Zur Abdeckung der durch die Seitenwände 61 und das Dach 62 gebildeten
Öffnung ist eine Rolloeinrichtung vorgesehen, die aus einer Rollobahn 1 mit einer
Abschlußleiste 15 besteht, sowie den Parallelführungen 2 und der Rolloaufwindung 7.
[0012] Die Parallelführungen sind als kastenförmiges Hohlprofil 2 ausgebildet mit einem
Längsschlitz 21, durch den die Rollobahn 1 hindurchtreten kann. Innerhalb des Hohlprofiles
2 ist ein Führungsstab 3 angeordnet, dessen Durchmesser größer ist als die Breite
des Längsschlitzes 21. Dieser Führungsstab 3 greift in eine Schlauchtasche 11 der
Rollobahn 1 ein, die dadurch ausgeweitet wird, so daß die Rollobahn 1 mit ihrer Randkante
14 innerhalb des Hohlprofiles 2 festgehalten wird. Die Rollobahn 1 mit der durch den
Führungsstab 3 aufgeweiteten Schlauchtasche 11 stützt sich dabei an der Innenseite
des Hohlprofiles 2 ab und kann nicht durch diesen Schlitz 21 herausgezogen werden.
Es entsteht auf diese Weise eine Zwangsführung. Mit seinem abgewinkelten Fuß 31 ist
der Führunggstab 3 in einer Ausnehmung 41 einer Verschlußkappe 4 am unteren Ende des
Hohlprofiles 2 verankert. Wie aus Figur 4 hervorgeht, ist die Ausnehmung 41 auf der
dem Schlitz 21 zugewandten Seite nach oben hin geöffnet, so daß der Führungsstab 3
mit seinem Fuß 31 horizontal in dieser Ausnehmung 41 gleiten kann. Auf diese Weise
können Toleranzen in der Breite der Rollobahn 1 ausgeglichen werden, so daß sich die
Rollobahn 1 mit der aufgeweiteten Schlauchtasche 11 stets beiderseits des Längsschlitzes
21 am Hohlprofil 2 abstützt und gleichmäßig gespannt ist.
[0013] Die Rollobahn 1 besteht vorzugsweise aus einem Gewebe, in welches beispielsweise
in Kettrichtung schlauchartige Taschen 11 eingewebt sind. Wie aus Figur 3 hervorgeht,
können in bestimmten Abständen in Schußrichtung derartige Schlauchtaschen 11 eingearbeitet
sein. Diese Schlauchtaschen 11 sind am Rande der Rollobahn 1 angeordnet zur Aufnahme
des Führungsstabes 3, der in diese Taschen eingreift und somit die Rollobahn 1 bei
ihrer Auf- und Abbewegung zwangsläufig führt. Die Anordnung derartiger schlauchartiger
Taschen 11 verteilt in Schußrichtung über die Breite der Rollobahn 1 hat den Vorteil,
daß der Stoff für die Rollobahn 1 mit einer einheitlichen Arbeitsbreite hergestellt
werden kann und aus dem gleichen Stoff Rollobahnen 1 in verschiedenen Breiten B herausgeschnitten
werden können. Die Schnittränder 14 werden dann zur Verfestigung bearbeitet, was beispielsweise
durch Verschweißen des synthetischen Materials erfolgen kann, so daß ein Ausfransen
dieser Kanten verhindert wird. Die Ränder können auch durch Verkleben, beispielsweise
beim Kaschieren oder Beschichten, verfestigt werden.
[0014] Figur 7 zeigt in einer Originalabbildung einen Ausschnitt aus einer Rollobahn 10,
welche Schlauchtaschen 11 sowohl in Schußrichtung (11S) als auch in Kettrichtung (11K)
aufweist. Es entstehen zwischen dem Kreuz der Schlauchtaschen 11 Stoffelder 16, die
aus einem einschichtigen Gewebe bestehen. Diese Stoffelder 16 sind mit einer gröberen
Bindung hergestellt, so daß in diesen Stoffeldern eine gewisse Transparenz herrscht,
wie weiter unten noch beschrieben. Eine solche Stoffbahn mit Schlauchtaschen 115 und
11K kann sowohl in der Breite als auch in der Länge als Rollobahn eingesetzt werden,
da sowohl die Taschen 11S als auch die Taschen 11K Führungsstäbe 3 aufnehmen können.
Je nach dem, ob die Taschen 11S oder 11K in Querrichtung zur Stoffbahn liegen, können
diese dann zur Aufnahme des Rollostabes oder auch von Versteifungsstäben dienen. Bei
einer derartigen Ausführung können Rollobahnen für die verschiedensten Einsätze und
Abmessungen sehr flexibel hergestellt werden.
[0015] Die Herstellung der Rollobahn 1 erfolgt in der Weise, daß zunächst ein Gewebe hergestellt
wird, bei dem sogenannte schlauchartige Taschen 11 in Längsrichtung (Kettrichtung)
der Rollobahn 1 eingewebt sind. Wie aus Figur 7 ersichtlich, können gleichzeitig auch
in Querrichtung (Schußrichtung) schlauchartige Taschen 11S eingewebt sein, so daß
eine Karostruktur entsteht. Das Herstellen von derartigen Taschengeweben ist grundsätzlich
bekannt und braucht deshalb hier nicht näher beschrieben werden. Diese Gewebe sind
mit den üblichen Schaftwebmaschinen ohne weiteres herstellbar. Bei unregelmäßigen
Konturen ist allerdings eine Jaquard-Webmaschine erforderlich.
[0016] Wie oben bereits erwähnt, wird zweckmäßig stets die volle Arbeitsbreite der Webmaschine
ausgenützt. Über diese Breite werden Taschen 11 in einem Abstand so eingearbeitet,
daß je nach gewünschter Rollobreite diese Taschen 11 unterschiedliche Rollobahnbreiten
B seitlich begrenzen, so daß aus einer Arbeitsbreite verschiedene Rollobahnbreiten
B herausgeschnitten werden können. Im Bereich der Taschen 11 wird das Gewebe auf den
beiden Gewebeebenen durch den Einsatz von zusätzlichen Fäden z.B. in der Kette verdichtet.
Die Stoffstreifen 12 zwischen den Taschen 11 werden zweckmäßig in einer offenen Struktur
gewebt. Es ist allerdings dabei darauf zu achten, daß das Gewebe sowohl im Bereich
der Taschen 11 als auch zwischen den Taschen 11 die gleiche Dicke aufweist, damit
beim Aufrollen keine Wülste entstehen.
[0017] Nach Fertigstellung des Gewebes wird dies gewaschen, fixiert und so ausgerüstet,
daß im Bereich der dicht gewebten Taschen auf beiden Seiten eine geschlossene, deckende
Beschichtung aufgebracht ist. Dabei ist darauf zu achten, daß die Ausrüstungs- bzw.
Beschichtungsmasse die beiden Gewebebahnen im Bereich der Taschen 11 nicht miteinander
verklebt. Abgesehen davon, daß es hierzu erforderlich ist, die Viskosität der Beschichtungsmasse
darauf abzustimmen, daß sie die textile Rollobahn 1 nicht durchdringt, ist es notwendig,
Maßnahmen zu treffen, daß die zu beschichtende Rollobahn 1 mindestens im Bereich der
Taschen 11 dicht genug ist. Dies kann auf verschiedene Weise geschehen. Als erfolgreich
hat sich erwiesen, wenn die Rollobahn 1 mindestens im Bereich der Taschen 11 heißt
geplättet wird (bei etwa 210° C). Dadurch werden die Fäden derart verdichtet, daß
keine Beschichtungsmasse durchdringt. Auch die Verwendung von texturiertem Fadenmaterial
hat sich als besonders vorteilhaft gezeigt. Beide Maßnahmen können zur Sicherheit
auch kombiniert eingesetzt werden.Es wird in diesem Zusammenhang auch auf die ältere
Patentanmeldung des gleichen Erfinders DE 19836447.4 hingewiesen.
[0018] Bei den Stoffstreifen 12 zwischen den Taschen 11 bleibt die Transparenz weitgehend
erhalten, da die Ausrüstungs- bzw. Beschichtungsmasse die grobe Gewebestruktur nicht
komplett verschließt. Diese kann entweder durch unterschiedliche Dichte der Gewebestruktur
im Taschen- und Streifenbereich oder durch die Einstellung der Viskosität der Ausrüstungs-
bzw. Beschichtungsmasse erreicht werden. Die Transparenz in den Zwischenstreifen 12
bewirkt z. B. bei Rolloeinrichtungen für Kühlmöbel eine gesteuerte Konvektion im Bereich
der Rollobahn 1 und verhindert somit Kondenz- und Schwitzwasser.
[0019] Diese gesteuerte Konvektion kann auch auf folgende Weise erreicht werden: Nach dem
Waschen und Fixieren wird das Gewebe beidseitig deckend beschichtet, und zwar durch
eine Kaschierung mit Folien oder auch durch eine Rakelbeschichtung. Auf diese Weise
entsteht ein geschlossenes luftdichtes Gewebe. Auch hier muß bei der Beschichtung
darauf geachtet werden, daß sich die Taschen 11 nicht verkleben, was durch entsprechende
Einstellung von Druck und Temperatur sowie der Viscosität der Beschichtungsmasse oder
auch der oben bereits erwähnten Maßnahmen erfolgt. Nach der Beschichtung werden im
Bereich der Streifen 12 zwischen den Taschen 11 Löcher 13 ausgestanzt, um eine gewisse
gesteuerte Luftdurchlässigkeit des Materials wieder herzustellen, die notwendig ist,
um eine Konvektionsströmung im Bereich der Rollobahn 1 zur Verhinderung von Kondenzund
Schwitzwasser zu erreichen.
[0020] Um den Wirkungsgrad bezüglich der Energieeinsparung und Wärmeisolierung noch zu erhöhen,
kann die Gewebebahn auch noch nach dem Waschen und Fixieren mit Aluminium bedampft
und versiegelt werden, wobei bei dem letzteren Verfahren auch eine zuvor bedampfte
Folie aufkaschiert werden kann.
[0021] Aus der so gefertigten Gewebebahn wird jetzt durch Zuschnitt die gewünschte Rollobahn
1 hergestellt. Dabei werden die für die gewünschte Breite passenden Taschen 11 verwendet.
Der Zuschnitt erfolgt so, daß außerhalb der Taschen 11 eine schmale Randkante 14 stehen
bleibt. Diese durch Schnitt entstandene Randkante 14 wird zusätzlich verschweißt,
um ein Ausfasern zu verhindern. Die Rollobahn 1 wird dann an ihrem einen Ende an der
Rolloaufwindung 7 befestigt. Am anderen Ende werden in die beiden Taschen 11 rechts
und links am Stoffzuschnitt die Führungsstäbe 3 eingeführt. Zur Erleichterung des
Einführens der Führungsstäbe 3 in die Taschen 11 können in diese auch trichterförmige
Führungsstücke 5 eingesetzt sein, die mit der Führungstülle 52 den Führungsstab 3
umschließen und sich mit einem Kragen 51 an der Innenwand des Hohlprofiles 2 abstützen.
Auf diese Weise wird nicht nur ein leichtes Einführen der Führungsstäbe 3 in die Taschen
11 erreicht, sondern gleichzeitig auch ein leichtes ungehindertes Gleiten der Rollobahn
1 in den Parallelführungen 2. An dem freien, der Aufrollung 7 abgewandten Ende der
Rollobahn 1 wird eine Abschlußleiste 15 als Griffleiste so angebracht, daß die Stoffkante
eingefaßt und die Führungsstücke 5 in genauer Position gehalten werden. Zu diesem
Zweck kann die Abschlußleiste 15 als Klemmprofil oder auch als zweiteiliges Profil
ausgeführt sein, das zusammengeschraubt, geklebt oder vernietet wird.
[0022] Das Rollosystem ist vorzugsweise als Baueinheit, bestehend aus einer Welle 7 zum
Aufwinden der Rollobahn mit Aufwindemechanismus/ der Rollobahn 1 selbst mit Abschlußleiste
15 in einem Gehäuse installiert, das am Dach 62 des Kühlmöbels 6 befestigt wird. Die
Parallelführungen 2 werden jeweils an den Seitenwänden 61 befestigt, wobei diese auch
wie aus Figur 2 ersichtlich, mit Zugfedern 23 an der Kühlmöbelwand 61 befestigt sein
können. Auf diese Weise kann die Parallelführung 2 zum Spannen der Rollobahn 1 in
Querrichtung eine entsprechende Kraft ausüben.
[0023] Wie oben bereits erwähnt, erfolgt die Führung der Rollobahn 1 an den Rändern mittels
der in den Hohlprofilen 2 angeordneten Führungsstäben 3, die in am Rande der Rollobahn
1 eingearbeitete Taschen 11 eingreifen. Die Rollobahn 1 wird so beim Aufund Abschieben
mit der Tasche 11 über diesen Führungsstab 3 geschoben. Der Führungsstab 3 seinerseits
ist in dem Hohlprofil 3 ortsfest angeordnet, welches einen Längschlitz 21 aufweist,
durch welche die Rollobahn 1, die mit ihrer Tasche den innerhalb des Hohlprofils 2
angeordneten Stab 3 umschlingt, aus diesem Hohlprofil 2 herausgeführt ist. Dieser
Schlitz 21 ist jedoch nur so breit, daß die Rollobahn 1 hindurchtreten kann. Die Tasche
11, die durch den Stab verdickt ist, wird durch das Hohlprofil bzw. durch den Kragen
51 des Führungsstückes 5 zurückgehalten. Während der Führungsstab 3 ortsfest ist,
kann die Rollobahn 1 auf- und abgeschoben werden und wird beim Aufrollen von dem Führungstab
3 abgezogen. Zweckmäßig bleibt jedoch ein Teil der Rollobahn 1 mit der Griffleiste
15 in der Tasche 11 eingeführt.
[0024] Damit ist eine absolut sichere seitliche Zwangsführung erreicht. Die Öffnung des
Kühlmöbels 6 ist komplett verschließbar. Durch den spaltfreien Abschluß an den Seitenwänden
61 des Kühlmöbels 6 wird eine optimale Energieeinsparung erreicht und ein Zugriff
bei geschlossenem Rollo verhindert.
[0025] Dieses Rollosystem ermöglicht kleinste Baumaße, da beim Aufwickeln des Stoffes auf
die Rolloaufwindung 7 kein Wulst entsteht. Dies ist im Fahrzeugbau von besonderer
Bedeutung. Anstelle der federnden Befestigung der Parallelführung 2 kann die Rollobahn
1 auch durch Einarbeiten von elastischen Fäden in Schußrichtung gespannt werden.
[0026] Vorstehend ist das Rollosystem und die Rollobahn als Gewebe beschrieben. Mit den
entsprechenden Bindetechniken kann die Rollobahn aber auch als Kettengewirke hergestellt
sein.
Bezugszeichenliste
[0027]
- 1,10
- Rollobahn
- 11,11S,11K
- Schlauchtasche
- 12
- Stoffstreifen
- 13
- Perforation, Durchbrechung
- 14
- Verfestigter Rand
- 15
- Rolloleiste, Abschlußleiste
- 16
- Stoffelder
- 2
- Parallelführung, Hohlprofil
- 21
- Längsschlitz
- 23
- Faden
- 3
- Führungsstab
- 31
- Abwinkelung, Fuß
- 4
- Verschlußkappe
- 41
- Ausnehmung
- 5
- Führungsstück
- 51
- Kragen
- 52
- Führungstülle
- 6
- Kühlmöbel
- 61
- Öffnungsrahmen, Kühlmöbelwand
- 62
- Dach
- 63
- Sockel
- 7
- Rollo-Aufwindung
- B
- Breite der Rollobahn
- K
- Kettrichtung
- S
- Schußrichtung
1. Rollosystem zum Abdecken von Öffnungen, beispielsweise bei Kühlmöbeln, Fenstern, Schiebedächern
für Fahrzeuge und dergleichen, bei welchem eine Rollobahn an ihren Längsseiten schlauchartige
Taschen (11) aufweist, in welche eine Parallelführung (2; 3) eingreift, die zu beiden
Seiten der abzudeckenden Öffnung angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die schlauchartigen Taschen (11) in Längsrichtung in die Rollobahn (1) eingearbeitet
sind.
2. Rollosystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollobahn (1) aus einem Gewebe besteht, bei dem die Taschen (11) in Kettrichtung
eingewebt sind.
3. Rollosystem nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß über die Breite oder Länge der Rollobahn (1) verteilt in bestimmten Abständen Taschen
(11) eingearbeitet sind.
4. Rollosystem nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl in Kettrichtung als auch in Schußrichtung der Rollobahn (10) Schlauchtaschen
(11S; 11K) eingearbeitet sind.
5. Rollosystem nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zu beiden Seiten der abzudeckenden Öffnung angeordnete Parallelführung aus einem
Hohlprofil (2) besteht, in welchem ein Führungsstab (3) angeordnet ist, der in die
Schlauchtasche (11) der Rollobahn (1) eingreift, wobei das Hohlprofil (2) einen Längsschlitz
(21) aufweist, durch den die Rollobahn (1) in das Hohlprofil (2) eintritt.
6. Rollosystem nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungsstab (3) in Querrichtung beweglich ist.
7. Rollosystem nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Hohlprofil (2) quer zur Bewegungsrichtung des Rollos elastisch am Rande (61)
der abzudeckenden Öffnung befestigt ist.
8. Rollosystem nach einem oder mehreren der vorstehenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Hohlprofil (2) an dem der Aufrollung (7) der Rollbahn (1) entgegengesetzten Ende
mit einer Kappe (4) verschlossen ist, an welcher der Führungsstab (3) befestigt ist.
9. Gewebte oder gwirkte Rollobahn, dadurch gekennzeichnet, daß in die Rollobahn (1) an ihren Seiten in Kettrichtung sich erstreckende schlauchartige
Taschen (11) eingearbeitet sind.
10. Rollobahn nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß in bestimmten Abständen in Schußrichtung verteilt schlauchartige Taschen (11) eingearbeitet
sind, die sich in Kettrichtung erstrecken.
11. Rollobahn nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollobahn in Kettrichtung als auch in Schußrichtung karoartig angeordnete Schlauchtaschen
aufweist.
12. Rollobahn nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Taschen (11) Streifen (12) oder Felder (16) gewebt sind, die eine transparente
Struktur aufweisen.
13. Rollobahn nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollobahn (1) mit einer Folie kaschiert ist.
14. Rollobahn nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollobahn (1) eine Rakelbeschichtung aufweist.
15. Rollobahn nach einem der Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß in die Streifen (12) zwischen den Taschen (11) Druchbrechungen (13) eingestanzt sind.
16. Rollobahn nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollobahn (1) mit Aluminium versiegelt ist.
17. Rollobahn nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollobahn (1) aus einer Stoffbahn beliebiger Breite auf die gewünschte Breite
(B) entlang den Taschen (11) zugeschnitten ist.
18. Rollobahn nach einem oder mehreren der Ansprüch 9 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß in die Mündungen der beiden Taschen (11) Führungsstücke (5) eingesetzt sind.
19. Rollobahn nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungssstücke (5) Teil der Abschlußleiste (15) der Rollobahn (1) sind.
20. Rollobahn nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollobahn (1) über ihre gesamte Breite einschließlich der Randbereiche in etwa
dieselbe Dicke aufweist.