[0001] Die Erfindung betrifft eine Leiter oder ein Gerüst, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch
1.
[0002] Aus der DE-OS 197 41 953 ist eine Leiter bekannt, die aus mehreren Leiterteilen besteht,
die mit einem Verbindungsglied verbunden sind. Das dort verwendete Modul ist im Wesentlichen
K-förmig ausgebildet und für den Anschluss von zwei seitlichen Zusatz-Leiterteilen
bestimmt. Das Verbindungsglied weist C-förmige Profile auf, die auch zwei Sprossen
tragen, die im Raster der übrigen Sprossen der Leiterteile angeordnet sein sollen.
Das Verbindungsglied erstreckt sich zum großen Teil seitlich der Leiterteile oder
Steckelemente. Es ist asymmetrisch ausgebildet, so dass lediglich an einer Seite des
Verbindungsglieds weitere Leiterteile einsteckbar sind. Durch die asymmetrische Anordnung
mit den seitlichen Anschluss-C-Profilen ist die Handhabung der Leiter als Stehleiter
problematisch; die stummelförmig vorstehenden Metallteile sind verletzungsträchtig.
[0003] Zudem ist die Ausbildung von Sprossen im Verbindungsglied recht aufwändig. Das Verbindungsglied
wird deutlich teurer in der Herstellung. Durch die zusätzlichen Sprossen an den seitlichen
Anschluss-C-Profilen ist ein Besteigen der Leiter über das Verbindungsglied hinaus
nur einseitig möglich, zumindest, wenn nicht eine deutlich erhöhte Unfallgefahr in
Kauf genommen werden soll.
[0004] Daher liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, eine Leiter oder ein Gerüst gemäß
dem Oberbegriff von Anspruch 1 zu schaffen, welches Gerüst oder welche Leiter bei
geringerer Unfallgefahr besser handhabbar ist, günstiger herzustellen ist, eine erhöhte
Flexibilität aufweist, aber dennoch die erforderliche Stabilität bietet.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0006] Erfindungsgemäß ist es besonders günstig, dass das Verbindungselement als kompaktes
Bauteil sich harmonisch in den Verlauf der Leiterteile oder Gerüstteile, die hier
der Einfachheit halber als Steckelemente bezeichnet werden, einbinden lässt. Es steht
seitlich nicht signifikant über, beispielsweise lediglich etwa um eine halbe Holmbreite,
und ist zudem abgerundet. Dies bedeutet aber, dass durch das Einfügen des Verbindungsglieds
keine Verletzungsgefahr induziert wird, während erfindungsgemäß überraschend die Stabilität
des kompakten Verbindungsglieds durchaus zufriedenstellend ist. Hier lässt sich die
Tatsache günstig ausnutzen, dass das Verbindungsglied keine Sprosse aufnehmen muss,
so dass keine zusätzlichen seitlichen Momente beim Begehen der Leiter vom Verbindungsglied
selbst aufgenommen werden müssen, sondern lediglich die Aussteifung der Leiter.
[0007] In einer ersten Ausgestaltung erstrecken sich die Kupplungselemente des Verbindungsglieds
in die Steckelemente hinein, und zwar gerade bis zur je nächst benachbarten Sprosse.
Durch die Anlage dort wird ein zusätzlicher Formschluss bereitgestellt. In einer weiteren,
von der Stabilität her noch etwas günstigeren Ausführungsform erstrecken sich die
Kupplungselemente im Wesentlichen U-förmig um die Sprosse herum, wobei die dortigen
Steckfinger noch zusätzlich ausgesteift sind.
[0008] Erfindungsgemäß ist es besonders günstig, wenn ein recht hart eingestellter Kunststoff
mit Glasfaseranteil für die Herstellung des Verbindungsglieds verwendet wird. Das
Verbindungsglied lässt sich preisgünstig einschließlich der einstückig angeformten
Kupplungselemente fertigen, wobei die Verletzungsgefahr auf Grund der balligen Ausrundung
auch bei harter Materialeinstellung gering ist.
[0009] Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, für den seitlichen Anschluss eines weiteren Leiterteils
ein Sonderkupplungselement bereitzustellen. Dies hat den besonderen Vorteil, dass
keine vorstehenden Teile des Verbindungsglieds erforderlich sind; vielmehr kann das
Sonderkupplungselement im Verbindungsglied selbst bereitgestellt werden. Hierzu dienen
beispielsweise zwei im Abstand voneinander vorgesehene Zapfen, die mit entsprechenden
Ausnehmungen des dritten Steckelements zusammenwirken und einen momentensteife Aufhängung
ermöglichen. Die Zapfen können beispielsweise aus einem Zentralzapfen in der symmetrischen
Mitte des Verbindungsglieds und einem recht weit außen angeordneten Lagerzapfen bestehen.
Alternativ ist es auch möglich, lediglich zwei außen liegende Lagerzapfen zu verwenden,
so dass der dortige Lastarm etwa das eineinhalbfache des Holmdurchmessers betragen
kann. Auch bei dieser Ausgestaltung ist ein beidseitiges Einstecken eines dritten
bzw. vierten Steckelements möglich, und zwar indem entsprechend ausgebildete Brückenglieder
in verschiedenen Ebenen an den Lagerzapfen angelenkt sind.
[0010] Erfindungsgemäß besonders günstig ist es, dass zahlreiche Winkeleinstellungen und
Steckmöglichkeiten mit dem erfindungsgemäß ausgebildeten Verbindungsglied realisierbar
sind. Die Festigkeit wird wesentlich durch das Zusammenwirken zwischen einer endseitigen
Aussparung im Steckelement und dem Vorsprung des Kupplungselements verbessert. Durch
die Abstützung in seitlicher Richtung des Holmes werden die eingeleiteten Kräfte günstig
verteilt, denn auch im Endbereich ist die Durchbiegbarkeit des Holmes in Richtung
quer zur Leiterebene am geringsten. Unabhängig davon, ob ein C-förmiger oder ein Rohrförmiger
Holm verwendet wird, weist er regelmäßig in dieser Richtung die größte Momentensteifheit
auf, was auch der Belastungssituation einer Leiter entspricht. Typische Holme haben
ein Längen/Breiten-Verhältnis der Querschnittsfläche von etwa 3:1, und durch die formschlüssige
Verbindung zwischen Vorsprung und Ausnehmung lassen sich die eingeleiteten Kräfte
in der günstigsten Belastungsrichtung auffangen.
[0011] Erfindungsgemäß besonders günstig ist es, dass trotz der Verwendung eines Sonderkupplungselements
der gleiche Anschluss an einem dritten Steckelement möglich ist, und zwar indem gemäß
einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ein Brückenglied vorgesehen ist, das
ein Verbindungselement aufweist, das in gleicher Weise ausgestaltet ist. Durch diese
Lösung sind die Leiterteile oder Steckelemente beliebig austauschbar und kombinierbar.
[0012] Das Brückenglied kann beliebiger geeigneter Weise ausgestaltet sein und für den Anschluss
in einer 90°-Stellung, aber auch beispielsweise für den Anschluss in einem Winkel
von 40° zur Bereitstellung einer Bockleiter ausgestaltet sein. Es ist ausgesprochen
kompakt und kann mit geringem Aufwand mitgeführt werden, um die gewünschte Leiternkonfiguration
vor Ort bereitzustellen.
[0013] In einer weiteren, besonders bevorzugten Ausgestaltung ist es vorgesehen, die Rastnasen
oder Rastzapfen für die Arretierung von Kupplungselementen oder Sonderkupplungselementen
an dem Verbindungsglied durch eine zentrale Betätigung zu sperren oder freizugeben.
Ein hierzu vorgesehenes Sperrglied kann beispielsweise drehbeweglich um die zentrale
Achse des Verbindungsglieds gelagert sein, beispielsweise um einen Betätigungswinkel
von 10 oder 20°.
[0014] Bei der Betätigung kann durch eine entsprechende Symbolisierung deutlich gemacht
werden, ob das Sperrelement sperrt oder freigibt. Diese Lösung ermöglicht es in besonders
einfacher und bedienungssicherer Weise, den Montagezustand und den Betriebszustand
festzulegen, wobei es sich versteht, dass auch im Montagezustand ein Selbstsperren
der Rastzapfen und Rastnocken ein unbeabsichtigtes Lösen bereits verhindert, dies
jedoch federbelastet, während ein mechanisches Sperren durch das Sperrelement bereitgestellt
werden kann.
[0015] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung
mehrere Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen.
[0016] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Leiter, unter Darstellung eines
Details;
- Fig. 2
- verschiedene Steckmöglichkeiten der erfindungsgemäßen Leiter;
- Fig. 3
- weitere Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Leiter, wobei auch eine Bühne aufgebaut
ist;
- Fig. 4
- eine vergrößerte Ansicht eines Details aus Fig. 2;
- Fig. 5
- eine vergrößerte Ansicht eines weiteren Details aus Fig. 2;
- Fig. 6
- ein erfindungsgemäß ausgestalteter Leiternfuß;
- Fig. 7
- eine weitere Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Leiternfußes;
- Fig. 8
- eine dritte Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Leiternfußes;
- Fig. 9
- eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Leiternanschlags;
- Fig. 10
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Leiternanschlags;
- Fig. 11
- eine vergrößerte Darstellung eines Details aus Fig. 3;
- Fig. 12
- eine vergrößerte Darstellung eines Details aus Fig. 3;
- Fig. 13
- eine schematische Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Leiter,
unter Verwendung eines anderen Verbindungsglieds und eines anderen Brückenglieds;
- Fig. 14
- eine vergrößerte perspektivische Ansicht des Brückenglieds für die Ausführungsform
gemäß Fig. 13, wobei ein zusätzliches Einsatzelement vorgesehen ist;
- Fig. 15
- das Verbindungsglied gemäß Fig. 14 in vergrößerter perspektivischer Darstellung; und
- Fig. 16
- das Verbindungsglied mit allen erfindungsgemäß integrierten Einzelheiten in der Ausführungsform
gemäß Fig. 13.
[0017] Die in Fig. 1 dargestellte Leiter 10 weist ein erstes Steckelement 12 und ein zweites
Steckelement 14 auf, die über ein erfindungsgemäßes Verbindungsglied 16 miteinander
verbunden sind, wobei sich das Verbindungsglied 16 zwischen den Steckelementen 12
und 14 erstreckt und diese seitlich nur um Weniges überragt.
[0018] Für die Verbindung zwischen Steckelement und Verbindungsglied sind die Kupplungselemente
18 und 20 vorgesehen, die in die Steckelemente 12 bzw. 14 einsteckbar sind und in
Ihrer Außenform an die Rechteckrohr-förmigen Steckelemente angepasst sind.
[0019] Jedes Kupplungselement weist einen zur Seitenwand 22 des Steckelements 12 bzw. 14
hin vorspringenden Vorsprung 24 auf, der im Wesentlichen halbkreisförmig, jedoch etwas
elliptisch geformt ausgebildet ist und mit einer Ausnehmung 26 zusammenpasst, die
in der Seitenwand 22 des Elements 12 bzw. 14 vorgesehen ist. Durch diese Lösung lässt
sich die Momentensteifheit des erfindungsgemäßen Verbindungsglieds gegenüber dem Steckelement
12 bzw. 14 verbessern. Zusätzlich sind je Rastnasen 28 an dem Kupplungselement 18
bzw. 20 ausgebildet, die die Seitenwand 22 durchtreten und bei der eingesteckten Position
des Steckelements 12 bzw. 14 einrasten. Durch Druck auf die Rastnase 28 von außen
lässt sich das Steckelement 12 bzw. 14 in einfacher Weise lösen und entfernen. Die
Rastnase 28 springt jedoch nicht so weit über die Seitenwand 22 vor, dass ein versehentliches
Auslösen zu befürchten ist.
[0020] Das Kupplungselement 18 weist eine solche Länge auf, dass es sich genau bis zur nächst
benachbarten Sprosse 30 des Steckelements 12 erstreckt. In einer modifizierten Ausgestaltung
erstreckt sich das Kupplungselement 18 noch etwas weiter und ist zusätzlich seitlich
in dem Zwischenraum zwischen der Sprosse 30 und den Stirnwänden 32 des betreffenden
Steckelements abgestützt.
[0021] Erfindungsgemäß ist das Verbindungsglied 16 aus zwei Halbschalen aufgebaut, zwischen
denen sich ein Hohlraum erstreckt. In den Hohlraum ist ein drittes Steckelement 34
einsteckbar. Zur Verbindung weist die hier dargestellte Ausführungsform einen Zentralzapfen
36 auf, der mit einem Maul 38 des dritten Steckelements 34 zusammenwirken kann. Zusätzlich
sind zwei lösbare Lagerzapfen 40 vorgesehen, die mit einer Festlegungsausnehmung 42
des dritten Steckelements zusammenwirken kann.
[0022] Für die Montage der erfindungsgemäßen Leiter in der vorgesehenen Konfiguration wird
der Lagerzapfen 40 auf der gewünschten Seite zunächst herausgezogen. Das Steckelement
34 wird dann eingeführt, so dass sein U-förmiges Maul 38 den Zentralzapfen 36 an drei
Seiten umgibt. Nach Justierung der Winkelposition wird der Lagerzapfen 40 eingesteckt,
so dass das dritte Steckelement 34 momentenfest gelagert ist.
[0023] Die Ausgestaltung des Verbindungsglieds 16 mit dem inneren Hohlraum und dem Zentralzapfen
36 sowie dem Lagerzapfen 40 bildet eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Sonderkupplungselements
44. Es versteht sich, dass eine beliebige andere Ausführungsform auch möglich ist,
wobei erfindungsgemäß wichtig ist, dass das Sonderkupplungselement 44 sich nicht spitz
nach außen erstreckt, sondern in das Verbindungsglied 16 integriert ist, wie auch,
dass eine beabstandete und damit momentensichere Lagerung des Steckelements 34 möglich
ist.
[0024] Die dargestellte Ausführungsform des dritten Steckelements 34 weist ein Brückenglied
50 auf, das mit einem weiteren Kupplungselement 53 versehen ist, das in seine Ausführung
den Kupplungselementen 18 und 20 entspricht. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
hat das Brückenglied 50 ein Gelenk 52 mit zwei Schwenkanschlägen 54, die ein Verschwenken
um etwa 40° erlauben. Diese Ausführungsform des erfindungsgemäßen Brückenglieds erlaubt
es, eine in an sich bekannter Weise zusammenschwenkbare Bockleiter zu realisieren.
[0025] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel läuft das Brückenglied 50 zum Maul 38 hin
recht spitz zu, was die Einrührung in das Verbindungsglied 16 erleichtert. Es versteht
sich, dass eine beliebige andere geeignete Ausgestaltung auch möglich ist, wobei das
Brückenglied 50 bevorzugt mindestens im Bereich der Festlegungsausnehmung 42 den Hohlraum
des Verbindungsglieds 16 seitlich ausfüllt, um auch eine seitliche Abstützung zu ermöglichen.
[0026] Wie es aus Fig. 12 ersichtlich ist, steht dem nicht entgegen, dass der Zentralzapfen
36 von zwei einander gegenüberliegenden Brückengliedern umgeben ist, wobei die Brückenglieder
dann in der Zeichnungsebene betrachtet auf zueinander versetzer Höhe vorgesehen sein
müssen.
[0027] Aus Fig. 2 ist ersichtlich, in welchen zahlreichen beliebigen Kombinationen und Konfigurationen
eine erfindungsgemäße Leiter realisierbar ist. Fig. 2a zeigt eine Ausgestaltung einer
erfindungsgemäßen Leiter als Stehleiter. Im mit Detail 1 bezeichneten Bereich ist
das erfindungsgemäße Verbindungsglied 16 vorgesehen, das auch das nicht im Einzelnen
dargestellte Sonderkupplungselement 44 aufweist, das jedoch in dieser Konfiguration
ohne zusätzliche Kupplungsfunktion verbleibt.
[0028] Die erfindungsgemäße Leiter 10 ist mit einem Leiternfuß 60 versehen, dessen Ausgestaltungen
aus Fig. 6, 7 und 8 besser ersichtlich sind.
[0029] Ferner ist bei dieser Lösung ein Leiternanschlag 62 vorgesehen, der in an sich bekannter
Weise dazu dient, die Anlegeleiter an einer Wand oder dergleichen anzulehnen.
[0030] Aus Fig. 2b ist eine modifizierte Ausgestaltung einer Anlegeleiter ersichtlich. Bei
dieser Ausführungsform ist die Leiter im Wesentlichen gerade, jedoch in ihrem oberen
Bereich in einem Winkel von etwa 70° abgewinkelt. Hierzu dient ebenfalls ein erfindungsgemäßes
Verbindungsglied, das in der Konfiguration gemäß Fig. 5 verwendet ist.
[0031] Es ist ersichtlich, dass auch mehrere Leiternteile beliebiger Länge mit erfindungsgemäßen
Verbindungsgliedern kombinierbar sind.
[0032] Aus Fig. 2c sind verschiedene Ausführungsformen unter Verwendung des in Fig. 1 dargestellten
Brückenglieds 50 ersichtlich. Die erfindungsgemäße Leiter kann entweder - wie es recht
weit links dargestellt ist - als Bockleiter mit sich zusätzlich nach oben erstreckenden
Leiternteilen vorgesehen sein, oder aber als reine Bockleiter gemäß den weiter rechts
dargestellten Konfigurationen.
[0033] Aus Fig. 3 ist ersichtlich, in welcher Weise eine erfindungsgemäße Ausbildung eines
Gerüsts möglich ist. Hierzu werden zahlreiche Leiternteile 12, 14 je mit Verbindungsgliedern
16 in geeigneter Weise ineinander gesteckt. Die senkrechte Steckrichtung wird je durch
das Zusammenwirken der Steckelemente 12, 14 mit Kupplungselemente 18 und 20 realisiert,
während die horizontalen Steckmöglichkeiten durch das erfindungsgemäße Sonderkupplungselement
realisiert sind. Die Ausgestaltung von Details ist besser aus Fig. 11 und 12 ersichtlich.
[0034] Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, lassen sich ohne Weiteres auch Laufbohlen 70 auf
horizontale Leiternteile auflegen, so dass eine echte Gerüstfunktion erfindungsgemäß
realisierbar ist.
[0035] Aus Fig. 4 ist ersichtlich, dass sich das Verbindungsglied 16 als eine Art Leiternverlängerung
harmonisch zwischen zwei Steckelemente 12 und 14 einfügt, wobei erfindungsgemäß dennoch
eine gute Momentenübertragung gewährleistet ist. Fig. 5 zeigt, in welcher Weise sich
erfindungsgemäß mit einem Brückenglied 50 auch eine 70°-Stellung des Steckelements
34 realisieren lässt. Hierzu sind neben der Festlegungsaufnehmung 42 zwei weitere
Festlegungaufnehmungen 72 und 74 vorgesehen, die beim Einstecken des Lagerzapfens
40 entsprechend abgewinkelte Steckpositionen ermöglichen. Diese Ausführungsform zeigt
eine modifizierte Ausgestaltung eines Kupplungselements 18, das sich lediglich elliptisch
in das zugehörige Steckelement hineinerstreckt. Die Momentenübertragung erfolgt bei
dieser Lösung ausschließlich über die Seitenwand 22. Es versteht sich, dass diese
Lösung dann in Betracht kommt, wenn geringere seitliche Kräfte übertragen werden müssen.
[0036] Aus Fig. 6 ist eine Ausgestaltung eines höhenverstellbaren Leiternfußes 60 ersichtlich.
Bei dieser Lösung ist ein Zapfen 78 höhenverstellbar in einem Leiternfußkörper 18
gelagert. Ein Kupplungselement 82 ist vorgesehen, das in seiner Konfiguration den
Kupplungselementen 18 und 20 entspricht.
[0037] Eine modifizierte Lösung eines Leiternfußes 60 ist aus Fig. 7 ersichtlich, wobei
bei dieser Ausgestaltung der Leiternfuß aus einem Hohlprofil ausgebildet ist, und
nicht höhenverstellbar ist. Durch das Hohlprofil ist der Leiternfuß etwas nachgiebiger.
Eine dritte Ausgestaltung eines Leiternfußes ist aus Fig. 8 ersichtlich. Bei dieser
Lösung ist der Leiternfuß aus Vollkunststoff ausgebildet und recht massiv. Auch hier
ist das Kupplungselement 82 in gleicher Weise ausgebildet. Mögliche Ausgestaltungen
des Leiternanschlags 62 sind aus Fig. 9 und 10 ersichtlich. Auch hier ist das Kupplungselement
82 je in gleicher Weise ausgebildet, und die Ausgestaltungen des Leiternanschlags
unterscheiden sich durch die Verwendung eines Hohlprofils bzw. eines Vollprofils.
[0038] Fig. 11 zeigt das Einstecken eines Brückenglieds in das Sonderkupplungselement 44
in einem Winkel von 90° zur Ausrichtung der Steckelemente 12 und 14. Diese Lösung
kommt beim Aufbau eines Gerüsts gemäß Fig. 3 zum Einsatz. Sie ermöglicht eine momentensichere
Abstützung über den Lastarm zwischen dem Zentralzapfen 36 und dem Lagerzapfen 40.
[0039] Eine weitere Einsatzmöglichkeit eines erfindungsgemäßen Verbindungsglieds 16 ist
aus Fig. 12 ersichtlich. Bei dieser Lösung erstrecken sich zwei dritte Steckelemente
34, die auch als drittes und viertes Steckelement bezeichnet werden könnten, seitlich
in das Sonderkupplungselement 44 hinein. Beide Lagerzapfen 40 kommen zur Festigung
der Schwenkposition von 90° zum Einsatz, wobei je ein Maul 38 eines Brückenglieds
50 den Zentralzapfen halbkreisförmig umkreist. Die Spitzen der Brückenglieder 50 überlappen
einander, wobei sie sich auf unterschiedlichen Höhen - in Zeichnungsrichtung betrachtet
- erstrecken. Dennoch füllen die Brückenglieder 50 den Hohlraum im Verbindungsglied
16 im Wesentlichen aus, um eine momentsichere Abstützung auch in seitlicher Richtung
zu gewährleisten.
[0040] In Fig. 13 ist eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Leiter dargestellt.
Diese Ausführungsform weist ein modifiziertes Verbindungsglied 16 auf, das ein größeres
seitliches Vorsprungsmaß für die Ankupplung eines Sonderkupplungselements hat, jedoch
dafür unmittelbar in entsprechende Leitern- oder Gerüstteile einsteckbar ist. In Fig.
13 ist der Leiternteil 14 an einem Vorsprung 83 des Verbindungsglieds 16 eingesteckt
dargestellt, wobei es sich versteht, dass in gleicher Weise an einem Vorsprung 85
ein entsprechender Leiterteil aufsteckbar ist, und ebenso an einem Vorsprung 87. Die
Vorsprünge 83 bis 85 bilden insofern sowohl die Kupplungselemente als auch die Sonderkupplungselemente.
[0041] Das Verbindungsglied 16 ist ferner auch für die Ankupplung eines Brückenglieds 50
geeignet. Das Brückenglied 50 weist bei dieser Ausführungsform die aus Fig. 14 besser
ersichtliche Ausgestaltung auf, die ein Einklemmen bei der Betätigung sicher verhindert.
[0042] Das Verbindungsglied 16 weist ferner ein integriertes Sperrelement 86 auf, von dem
in Fig. 13 lediglich ein Betätigungsglied 88 ersichtlich ist. Das Betätigungsglied
88 ist zusammen mit dem Sperrelement drehbeweglich gelagert. Über einen versenkten
Griff 90 lässt es sich zwischen zwei Stellungen, nämlich einer Freigabeposition gemäß
dem Symbol 92 und einer Sperrposition gemäß dem Symbol 94 verstellen. Die Realisierung
dieser Sperrfunktion wird anhand von Fig. 16 erläutert.
[0043] In Fig. 14 ist das Brückenglied 50 dargestellt. Es weist Ausnehmungen 96 für die
Aufnahme von Rastzapfen 98 (Fig. 16) auf. Ferner sind an seinem unteren Ende ebenfalls
federbelastete Rastzapfen 100 ausgebildet. Über ein Einsatzelement 102 lässt sich
trotz der integrierten Blattfeder einer robuste und mechanisch von außen nicht beeinträchtigbare
Einheit für das Brückenglied 50 realisieren. Durch die Abdeckung der Betätigungskurve
des Gelenks 52 ist sichergestellt, dass es zu keiner Klemmneigung kommen kann.
[0044] Aus Fig. 16 sind die Einzelheiten des Verbindungsglieds 16 dargestellt. Das Sperrelement
86 erstreckt sich in der dargestellten Position mit seinen Sperrnocken 104 kreuzförmig
zwischen den Rastzapfenarmen 106, so dass die Rastzapfen 98 nicht eingedrückt werden
können. Durch Verdrehen des Sperrelements 86 um einen geringen Winkel wie 15° sind
die Sperrnocken 104 außer Eingriff der Rastzapfenarme, so dass sich die Rastzapfenarme
beidseitig eindrücken und aufeinander zubewegen lassen, wodurch die Freigabe von Leiterteilen,
Brückengliedern usw. möglich ist. Durch die beidseitige Betätigung der Rastzapfen
98 wird eine zusätzliche Sicherheitsfunktion bereitgestellt, denn auch ein einseitiges
versehentliches Eindrücken der versenkten Rastzapfen 98 realisiert noch keine Freigabe
der verbundenen Teile.
1. Leiter oder Gerüst, mit mindestens zwei Steckelementen, insbesondere steckbaren Rohren,
mit einem Verbindungsglied für das Verbinden zwischen mindestens zwei Steckelementen,
welches Verbindungsglied zwei Kupplungselemente aufweist, die für den Eingriff an
den Steckelementen bestimmt sind, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Verbindungsglied (16) zwischen den Kupplungselementen (18, 20) erstreckt
und ein Sonderkupplungselement (44) seitlich an dem Verbindungsglied (16) ausgebildet
ist, mit welchem ein drittes Steckelement (34) seitlich an das Verbindungsglied (16)
ankuppelbar ist.
2. Leiter oder Gerüst nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Sonderkupplungselement (44) beidseitig des Verbindungsglieds (16) ausgebildet
ist.
3. Leiter oder Gerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Brückenglied (50) an dem dritten Steckelement (34) ausgebildet ist, das mit dem
Sonderkupplungselement (44) in Eingriff bringbar und von diesem lösbar ist.
4. Leiter oder Gerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Brückenglied (50) ein Gelenk (52) aufweist.
5. Leiter oder Gerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsglied (16) und das Brückenglied (50) je ein Formteil, insbesondere
aus Kunststoff, aufweisen und daß die Steckelemente (12, 14) an Rohren, insbesondere
aus Metall und vorzugsweise aus Leichtmetall, ausgebildet sind.
6. Leiter oder Gerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungselemente (18, 20) je im wesentlichen zapfenförmig ausgebildet sind und
sich in die Steckelemente (12, 14) hineinerstrecken und daß die Kupplungselemente
(18, 20) formschlüssig in die Steckelemente (12, 14) eingreifen.
7. Leiter oder Gerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steckelemente (12, 14) endseitig eine Ausnehmung (26) aufweisen, die in ihrer
Form an einen Vorsprung des Kupplungselements (18, 20) angepaßt ist und das Steckelement
(12, 14) formschlüssig mit dem Kupplungselement (18, 20) verbindet.
8. Leiter oder Gerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsglied (16) zwei Halbschalen aufweist, zwischen denen sich ein Zentralzapfen
(36) erstreckt, der Teil des Sonderkupplungselements (44) ist und für den Eingriff
an dem dritten Steckelement (34) bestimmt ist.
9. Leiter oder Gerüst nach Anspruch 8, dadurch gekennzeinet, daß sich seitlich des Zentralzapfens
(36) zwischen den Halbschalen des Verbindungsglieds (16) je ein Lagerzapfen (40) erstreckt,
der die Schwenkposition des dritten Steckelements (34) festlegt, und daß das Brückenglied
(50) zwischen die Halbschalen einsteckbar und an dem Zentralzapfen (36) und an einem
Lagerzapfen (40) festlegbar ist.
10. Leiter oder Gerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Brückenelement (50) des dritten Steckelements (34) ein Maul (38) aufweist, das
für das Umgreifen des Zentralzapfens (36) bestimmt ist, und daß das Brückenglied (50)
mindestens eine Festlegungsausnehmung (42) aufweist, über welche der Schwenkwinkel
des Brückenglieds (50) gegenüber dem Verbindungsglied (16) durch Eingriff mit dem
Lagerzapfen (40) festlegbar ist.
11. Leiter oder Gerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Brückenglied (50) des dritten Steckelements (34) ein Gelenk (52) aufweist, das
eine begrenzte Schwenkbewegung mit Schwenkanschlägen erlaubt.
12. Leiter oder Gerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Brückenglied (50) des dritten Steckelements (34) zu seinem vorderen Ende hin
spitz zuläuft und eine Dicke aufweist, die die Dicke zwischen den Halbschalen ausfüllt.
13. Leiter oder Gerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die erfindungsgemäße Ausgestaltung von Verbindungsglied (16), Kupplungselementen
(18, 20) und Steckelementen (12, 14) symmetrisch, also an beiden Holmen des Gerüsts
oder der Leiter (10) vorgesehen ist.
14. Leiter oder Gerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Brückenglied (50) an seinem Übergang zu dem Rohr des dritten Steckelements (34)
eine Ausgestaltung aufweist, die der Ausgestaltung des Kupplungselements (18, 20,
82) entspricht.
15. Leiter oder Gerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Kupplungselement (18, 20, 82) und eine Verlängerung des Brückenglieds (50),
die in das zugehörige Rohr des Steckelements (12, 14, 34) hineinreicht, an der nächst
benachbarten Stufe oder Sprosse (30) endet und insbesondere an dieser anliegt.
16. Leiter oder Gerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Fuß (60) oder ein modifiziertes Verbindungsglied (16) oder Anschlußstück vorgesehen
ist, durch welches das Verbindungsglied (16) ersetzbar ist und welche je Kupplungselemente
aufweisen, die den Kupplungselementen des Verbindungsglieds (18, 20, 82) entsprechen.
17. Leiter oder Gerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsglied (16) ein Sperrelement (86) aufweist, mit welchem das Kuppeln
durch das Verbindungsglied sperrbar oder freigebbar ist.
18. Leiter oder Gerüst nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (86) zentral und drehbar in dem Verbindungsglied (18, 20) gelagert
ist.
19. Leiter oder Gerüst nach einem der Ansprüche 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (86) mit einem Betätigungsglied (88) in Verbindung steht, dessen
Drehposition die Freigabe oder das Sperren des Sperrelements anzeigt und über welches
das Sperrelement zwischen seinen beiden Positionen verstellbar ist.
20. Leiter oder Gerüst nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (86) und insbesondere auch das Betätigungsglied (88) vollständig
in das Verbindungsglied (16) integriert ist und Rastnasen (28) oder Rastzapfen (90)
gegenüber der Oberfläche der Leiter oder des Gerüsts mindestens nicht vorspringen
und insbesondere versenkt sind.
21. Leiter oder Gerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein ein Gelenk (52) aufweisendes Brückenglied (50) selbst Kupplungselemente aufweist,
die mit den Kupplungselementen des Verbindungsglieds kompatibel sind.
22. Leiter oder Gerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Rastnasen (28) oder Rastzapfen (90) durch Druck von außen mit einem spitzen Gegenstand
betätigbar sind.