[0001] Die Erfindung betrifft eine Kontaktklemme für ein isoliertes, mehradriges elektrisches
Kabel, insbesondere ein formcodiertes Profilkabel nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Formcodierte Profilkabel werden als Busleitung oder Energieleitung in Maschinensteuerungen
eingesetzt, um Aktoren (Magnetventile und dgl.) wie Sensoren mit einem Interface zu
verbinden. Diese Profilkabel müssen neben hohen mechanischen Belastungen auch widerstandsfähig
gegen Schmutz, Säure, Lösungsmittel und dgl. sein, weshalb eine entsprechende widerstandsfähige
Isolierung gewählt ist. Diese meist als Flachkabel ausgeführten Profilkabel sind aufgrund
ihrer widerstandsfähigen Isolierung schlecht zu kontaktieren, weshalb die Piercing-Technik
verwendet wird. Bei dieser Technik wird das Profilkabel auf Kontaktmesser aufgedrückt,
welche die Isolierung durchschneiden und in die Kupferseele der Leitungsadern eindringen,
um eine elektrische Kontaktierung herzustellen. Dabei muß dafür Sorge getragen werden,
daß eine polrichtige Kontaktierung erfolgt, um die elektrische Funktionsfähigkeit
sicherzustellen. In der Praxis hat sich gezeigt, daß bei der Installation Profilkabel
mitunter lageverkehrt an einem Piercing-Anschluß ankommen; um eine lagerichtige Zuführung
des Kabels zu erreichen, mußten meist zusätzliche Schleifen gelegt werden, was umständlich
ist, Installationsraum verbraucht und bei einer Fehlersuche sehr störend ist.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Piercing-Kontaktklemme anzugeben,
bei der unabhängig von der Lage des anzuschließenden Kabels ein polrichtiger Anschluß
gewährleistet ist.
[0004] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß nach den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
[0005] Wesentlich ist zunächst, daß die Aufnahme quer zur Längsrichtung des Kabels breiter
als das Kabel selbst ausgebildet ist, um abhängig von der Lage des zulaufenden Kabels
die seitliche Positionierung des Kabels in der Aufnahme ändern zu können. Hierzu ist
ein Paßstück vorgesehen, welches in Abhängigkeit von der Lage des zugeführten Kabels
entweder an dem einen Seitenrand der Aufnahme oder an dem anderen Seitenrand der Aufnahme
angeordnet wird, wodurch das Kabel um die Breite des Paßstückes quer zur Längsrichtung
des Kabels positioniert werden kann. Entsprechend dem Versatz des Kabels in der Aufnahme
ist in dem anderen Klemmenteil ein weiterer Kontaktpin vorgesehen, der quer zur Längsrichtung
des Kabels mit einem dem Aderabstand etwa entsprechenden Abstand zum benachbarten
Kontaktpin liegt, so daß je nach Seitenlage des Kabels in der Aufnahme dieser Kontaktpin
entweder in eine Ader des Kabels oder aber in das Paßstück eingreift.
[0006] Je nach der Lage des zugeführten Kabels wird somit entweder der eine äußere Kontaktpin
oder der andere äußere Kontaktpin zur Kontaktierung der Ader im zugeführten Kabel
genutzt, wobei der jeweils andere äußere Kontaktpin blind bleibt.
[0007] Bevorzugt ist die Anordnung so getroffen, daß eine mittlere Kontaktreihe in einer
Ebene liegt, die die Aufnahme in Längsrichtung des Kabels symmetrisch teilt. Die Lageveränderung
des Kabels innerhalb der Aufnahme entspricht somit jeweils dem Mittenabstand der Leitungsadern
im Kabel, wobei die mittlere Kontaktreihe unabhängig von der Lage des Kabels in der
Aufnahme immer die gleiche Ader kontaktiert.
[0008] Bevorzugt ist das Kabel ein zweiadriges Kabel, dem drei quer zur Längsrichtung des
Kabels nebeneinander liegende Kontaktpins zugeordnet sind. Das Kabel wird dabei in
der einen Lage an dem einen Seitenrand der Aufnahme liegen und in der anderen Lage
an dem anderen Seitenrand der Aufnahme, so daß das Kabel von der einen Lage in die
andere Lage um den mittleren Kontaktpin um 180°C gedreht liegen kann.
[0009] Die Kontaktpins sind bevorzugt als Kontaktmesser vorgesehen, deren jeweiliges Schneidblatt
etwa in Längsrichtung des Kabels ausgerichtet liegt und die Seele der Leitungsader
zentral einschneidet.
[0010] Um unabhängig von der Lage des Kabels der Aufnahme einen polrichtigen Anschluß der
Kontaktklemme zu gewährleisten, sind die äußeren Kontaktpins elektrisch miteinander
verbunden.
[0011] Um auch den Anforderungen hoher Schutzklassen zu genügen, ist bevorzugt vorgesehen,
das Paßstück als Dichtung auszubilden, wobei das Paßstück zweckmäßig das Kabel insbesondere
vollständig umgreift. Das Paßstück selbst bildet somit eine das Kabel einschließende
Dichtung, so daß der Kontaktbereich der Piercingmesser von der Umgebung sauber abgedichtet
ist.
[0012] Das Profilkabel kann die Kontaktklemme durchlaufen, wobei die Kontaktklemme selbst
als elektrischer Verbinder zwischen Endstücken von Profilkabeln oder parallel nebeneinander
liegender Profilkabel genutzt werden kann. Auch kann mittels der erfindungsgemäßen
Kontaktklemme ein Steckanschluß angebracht werden, wozu z.B. der Steckanschluß an
dem einen oder anderen Klemmenteil angeordnet ist. Bevorzugt ist der Steckanschluß
oder dgl. an dem Klemmenteil vorgesehen, der auch die Kontaktpins bzw. die Kontaktmesser
trägt.
[0013] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und im folgenden
näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- im Schnitt eine Piercing-Kontaktklemme für ein formcodiertes Profilkabel,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf ein ein Kontaktmesser aufweisendes Klemmenunterteil der Kontaktklemme,
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch die Kontaktklemme nach Fig. 1,
- Fig. 4
- in Draufsicht eine Kontaktklemme für mehrere Profilkabel,
- Fig. 5
- einen Schnitt längs der Linie V-V in Fig. 4,
- Fig. 6
- eine perspektivische Darstellung einer Kontaktklemme mit einer Steckverbindung,
- Fig. 7
- eine perspektivische Darstellung einer Kontaktklemme nach Fig. 6 mit einem Steckelement.
[0014] Die in Fig. 1 gezeigte Piercing-Kontaktklemme dient dem Anschluß eines isolierten,
mehradrigen elektrischen Kabels 2, welches im Ausführungsbeispiel ein formcodiertes
Profilkabel 3 ist, das in Fig. 3 im Querschnitt dargestellt ist. Das Profilkabel 3
hat einen im wesentlichen trapezförmigen Querschnitt mit einer an einer Ecke 4 vorgesehenen
Ausnehmung. Innerhalb dieses Profilkabels 3 aus einem weichelastischen Material oder
auch einem härteren Kunststoffmaterial sind mehrere Adern 5, 6 eines elektrischen
Leiters vorgesehen. Im Ausführungsbeispiel sind im Profilkabel 3 zwei Adern 5, 6 vorgesehen,
die aus einer bevorzugt aus Kupfer bestehenden Seele 7 und einer Rundisolierung 8
bestehen.
[0015] Die Piercing-Kontaktklemme 1 dient dem Anschluß des Kabels 2 an eine elektrische
Steuereinheit, ein Interface oder dgl.; im Ausführungsbeispiel ist die elektrische
Kontaktklemme auf einer Platine 9 gehalten. Hierzu weist die Kontaktklemme 1 einen
Fuß 10 auf, der auf der einen Seite zwei Lötkontakte 11 aufweist, mit der der Fuß
10 in der Platine 9 elektrisch leitend gehalten ist. Auf der der Platine 9 abgewandten
Seite sind am Fuß 10 zwei Steckbuchsen 12 vorgesehen, in welche Steckkontakte 13 eines
Kontaktklemmenunterteils 14 eingreifen. Hierzu ist das Kontaktklemmenunterteil 14
als steckerartiger Grundkörper ausgebildet, der - bevorzugt formschlüssig verriegelt
- auf den Fuß der Kontaktklemme 1 aufgesteckt ist.
[0016] Wie Fig. 2 zeigt, sind im Kontaktklemmenunterteil mehrere Kontaktpins 15 vorgesehen,
die im gezeigten Ausführungsbeispiel als Kontaktmesser 16 gestaltet sind. Das jeweilige
Schneidblatt eines Kontaktmessers 16 liegt in Längsrichtung 18 des Kabels 2 ausgerichtet.
[0017] Wie Fig. 1 zeigt, liegt die Auflagefläche 19 des Kontaktflächenunterteils 14 unter
einem Winkel zu Platine 9; diese Lage ist vorgesehen, um die Zuführung einer Vielzahl
von elektrischen Kabeln mittels eng nebeneinanderliegender Kontaktklemmen zu ermöglichen.
[0018] Im Ausführungsbeispiel ist ein zweiadriges Kabel 3 gezeigt, dem quer zur Längsrichtung
18 zumindest 3 nebeneinanderliegende Kontaktpins 15, 15a zugeordnet sind. Im gezeigten
Ausführungsbeispiel sind in Längsrichtung 18 des Profilkabels 3 mehrere als Schneidmesser
16 ausgebildete Kontaktpins 15 vorgesehen. Um eine hohe Strombelastung zu ermöglichen,
sind im Ausführungsbeispiel in Längsrichtung 18 des Profilkabels 3 drei Kontaktmesser
16 mit äquidistanten Abständen hintereinanderliegend angeordnet.
[0019] Der quer zur Längsrichtung 18 gemessene Mittelabstand z der Schneidmesser 16 entspricht
dabei etwa dem Mittelabstand a der Seelen 7 der elektrischen Adern 5 und 6. So kann
durch Aufdrücken der Profilleitung 3 das lagerichtig zu den Kontaktmessern 16 liegende
Profilkabel 3 mit den Kontaktpins 15 elektrisch kontaktiert werden. Dabei dringen
die Kontaktmesser 16 der Kontaktpins 15 in das Material des Profilkabels 3 ein, durchschneiden
die Rundisolierung 8 der Adern 5 und 6 und dringen in die elektrisch leitende Seele
7 der jeweiligen Ader 5, 6 ein, wodurch ein elektrischer Kontakt der jeweiligen Adern
5, 6 mit dem eingedrungenen Kontaktpin 15, 15a hergestellt ist.
[0020] Um die lagerichtige Anordnung des Profilkabels 3 relativ zu den Kontaktpins 15, 15a
zu gewährleisten, ist im Kontaktklemmenoberteil 24 eine Aufnahme 20 für das Profilkabel
3 ausgebildet. Um beim Zusammenfügen die lagerichtige Ausrichtung der Aufnahme 20
relativ zu den Reihen der Kontaktpins 15, 15a sicherzustellen, ist das Kontaktklemmenoberteil
24 auf das Kontaktklemmenunterteil 14 nur in einer ausgerichteten Lage aufsteckbar.
Hierzu weist der Rand des Kontaktklemmenoberteils 24 Nasen 22 auf, welche in Rastbügel
21 des Kontaktklemmenunterteils 14 einrasten. Wie insbesondere Fig. 2 zeigt, sind
die Rastbügel 21 unterschiedlich ausgebildet, so daß das Kontaktklemmenoberteil 24
nur in einer lagerichtigen Ausrichtung auf das Kontaktklemmenunterteil 14 verrastend
aufgedrückt werden kann.
[0021] Die Kontaktmesser 16 der mittleren Kontaktreihe 15a (Fig. 2) sind miteinander elektrisch
verbunden und an einen gemeinsamen Steckkontakt 13 angeschlossen, der in die eine
Steckbuchse 12 des Klemmenfußes 10 eingreift. Die Schneidmesser 16 der mittleren Kontaktreihe
15a liegen - wie insbesondere die Fig. 3 und 5 zeigen - in einer Ebene 23, welche
die Aufnahme 20 symmetrisch teilt. Die Aufnahme 20 ist dabei quer zur Längsrichtung
18 des Profilkabels 3 breiter als das Kabel ausgebildet; die Aufnahme 20 ist etwa
1,5-fach so breit wie das Profilkabel 3.
[0022] Bei Einlegen des Profilkabels 3 in die Aufnahme 20 ist darauf zu achten, daß jeweils
die Grundseite des trapezförmigen Querschnitts den Kontaktpins 15, 15a zugewandt liegt.
Um einen sicheren Halt des Profilkabels 3 in der Aufnahme 20 zu gewährleisten, ist
ein Paßstück 25 vorgesehen, welches den Leerraum zwischen dem Seitenschenkel 26 und
dem einen Seitenrand 27 der Aufnahme 20 füllt. Die Anordnung ist dabei so getroffen,
daß das Profilkabel 3 derart in der Aufnahme 20 ausgerichtet liegt, daß die dem Seitenschenkel
26 benachbart liegende Ader 6 mit ihrem Zentrum bzw. ihrer Längsmittelachse genau
in der Ebene 23 der mittleren Kontaktpinreihe 15a liegt.
[0023] Im gezeigten Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 dringen die Kontaktmesser 16 der einen
äußeren Kontaktreihe 15 in das Paßstück 25 ein, während die andere äußere Kontaktreihe
15 mit ihren Schneidmessern 16 zentral in die Seele 7 der zweiten Ader 5 des Profilkabels
3 eindringen und einen elektrischen Kontakt herstellen. Die beiden äußeren Kontaktreihen
sind - wie auch in Fig. 2 strichliert dargestellt - miteinander elektrisch verbunden
und werden durch einen gemeinsamen Steckkontakt 13 (Fig. 1) mit der zweiten Steckbuchse
12 des Klemmenfußes 10 elektrisch verbunden. Um einen für eine Montage ausreichenden
Halt des Profilkabels 3 in der Aufnahme 20 zu erzielen, ist vorgesehen, das Paßstück
25 mit einer Rippe 28 in eine Nut 29 im Boden der Aufnahme 20 einzuklemmen, so daß
das Paßstück 25 sicher gehalten ist. Das Paßstück 25 ist bevorzugt elastisch, so daß
bei Einlegen des Profilkabels ein leichtes Einklemmen zwischen dem Seitenschenkel
26 und dem anderen Seitenrand 37 der Aufnahme 20 erzielt ist. Bevorzugt weist die
Aufnahme einen leicht einwärts einragenden Rand 30 auf, der das Paßstück 25 und das
Profilkabel 3 am Rand untergreift. Der Rand 30 liegt in einer Aufnahmenut 31 in der
Fläche 19 des Kontaktklemmenunterteils 14. Bevorzugt kann in der Aufnahmenut 31 ein
Dichtelement angeordnet werden, wodurch eine Abdichtung der Aufnahme 20 nach außen
erzielbar ist, dadurch können Schutzstufen bis zu IP67 erreicht werden.
[0024] Aufgrund des Verlaufes des Profilkabels 3 am Installationsort sowie der Anordnung
der Kontaktklemme kann es vorkommen, daß das Profilkabel 3 in einer anderen räumlichen
Lage auf die Kontaktklemme zuläuft. So ist eine um den mittleren Kontaktpin 15a um
180°C gedrehte Lage des Profilkabels 3 möglich, wie dies in Fig. 5 auf der rechten
Seite dargestellt ist. Bei einer derartigen Lage des Profilkabels 3 wird das Paßstück
25 in der Aufnahme 20 am Seitenrand 37 angeordnet und dessen Rippe 28 in der dort
vorgesehenen Nut im Boden der Aufnahme 20 festgeklemmt. Die Ausrichtung des Profilkabels
3 ist nun wiederum so, daß die dem Seitenschenkel 26 benachbart liegende Ader 6 mit
der zentralen Kontaktreihe 15a kontaktiert wird, während die Ader 5 nunmehr auf der
anderen Seite der mittleren Kontaktreihe 15a liegt, also dem Seitenrand 27 der Aufnahme
20 benachbart liegt. Die am Profilkabel ausgesparte Ecke 4 liegt nunmehr am Seitenrand
27. Da die äußeren Kontaktreihen 15 miteinander elektrisch verbunden sind, bleibt
die elektrische Polung gleich, d.h. trotz einer anderen Lage des Profilkabels 3 in
der Aufnahme 20 ist eine polrichtige Kontaktierung durch die Kontaktmesser 16 der
Kontaktreihen 15 und 15a gewährleistet.
[0025] Das bevorzugt als Codierplatte ausgebildete Paßstück gewährleistet die lagerichtige
Anordnung des Profilkabels 3 in der Aufnahme 20, um eine elektrisch korrekte, polungsrichtige
Kontaktierung unabhängig von der Lage des Profilkabels 3 sicherzustellen. Nach Einsetzen
des Paßstückes 25 in die Aufnahme 20 ist nur noch eine einzige, vorgegebene Lage des
Profilkabels 3 in der Aufnahme möglich; liegt das Profilkabel 3 in einer anderen Ausrichtung,
muß zunächst das Paßstück 25 umgesteckt werden, um dann wieder ein Einlegen des Profilkabels
3 in die Aufnahme 20 zu ermöglichen. Je nach Lage des Profilkabels 3 liegt diese an
dem einen Seitenrand 27 oder an dem anderen Seitenrand 37 der Aufnahme 20 an.
[0026] Die erfindungsgemäße Kontaktklemme 1 ist nicht nur am Ende eines Kabels 2 einsetzbar,
sondern das Kabel kann auch die Kontaktklemme 1 durchlaufen. Im Ausführungsbeispiel
nach den Fig. 4 und 5 ist die Kontaktklemme 1 z.B. zum elektrischen Verbinden von
zwei Profilkabel 3a und 3b vorgesehen. Entsprechend dem in den Fig. 1 bis 3 beschriebenen
Ausführungsbeispiel sind in einem Kontaktklemmenunterteil 14 Reihen von Kontaktpins
15, 15a vorgesehen, wobei die mittlere Reihe 15a jeweils in einer Ebene 23 liegt,
welche die Aufnahme 20 im Kontaktklemmenoberteil 24 symmetrisch teilt. Die Kontaktpins
15a bilden somit die zentralen Kontaktpins.
[0027] Die Aufnahmen 20 laufen in Längsrichtung 18 der Profilkabel 3a, 3b über die gesamte
Länge des Kontaktklemmenoberteils 24 und sind an den jeweiligen Enden offen. Die Profilkabel
3a, 3b laufen somit durch die Aufnahmen durch und werden - unter Verwendung des Paßstückes
25 - lagerichtig in den Aufnahmen 20 gehalten. Die zentralen Kontaktpins 15a sind
miteinander elektrisch verbunden; entsprechend sind die äußeren Kontaktpins 15 miteinander
elektrisch verbunden. Bei Aufsetzen des Kontaktklemmenoberteils 24 und Verschrauben
mit dem Kontaktklemmenunterteil 14 dringen die zentralen Kontaktpins 15a in die zueinander
etwa parallel verlaufenden Profilkabel 3a, 3b ein und stellen einen elektrischen Kontakt
mit der dem Seitenschenkel 26 benachbarten Ader 6 her. Aufgrund der elektrischen Verbindung
der Kontaktpins 15a untereinander werden so die Adern 6 der beiden Profilkabel 3a
und 3b polrichtig miteinander elektrisch verbunden. Entsprechend werden durch Kontaktpins
15 die zweiten Adern 5 polrichtig miteinander elektrisch verbunden.
[0028] Mit der erfindungsgemäßen Kontaktklemme ist auch die Anordnung eines Steckkontaktes,
einer Kontrolleuchte oder dgl. Einrichtung direkt am Profilkabel 3 möglich. Hierbei
wird an dem Kontaktklemmenunterteil 14 mit den Kontaktpins eine Steckbuchse 40 angeschlossen,
in die ein entsprechender Steckkontakt eingreifen kann. Im Ausführungsbeispiel nach
den Fig. 6 und 7 ist eine Sicherung des Steckkontaktes 41 in der Steckbuchse 40 mit
einem Bajonettverschluß vorgesehen; selbstverständlich können auch Schraubgewinde
mit Dichtung und dgl. vorgesehen werden, um entsprechende Schutzklassen zu erfüllen.
[0029] Um ein Eindringen von Feuchtigkeit, Lösungsmittel oder dgl. in den Kontaktbereich
zu vermeiden, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß das für die lagerichtige Ausrichtung
des Profilkabels 3 in der Aufnahme 20 einzusetzende Paßstück 25 als Dichtung ausgebildet
ist. Bevorzugt umgreift die Dichtung 25 das Profilkabel 3 vollständig, so daß das
Profilkabel 3 - wie auch die Fig. 6 und 7 zeigen - vollständig in der aus einem weichen
Dichtungsmaterial bestehenden Codierplatte aufgenommen ist. Das Paßstück 25 erfüllt
so eine Doppelfunktion, nämlich die einer Codierplatte und die einer Dichtung.
1. Kontaktklemme für ein isoliertes, mehradriges elektrisches Flachkabel (2), insbesondere
ein formcodiertes Profilkabel (3), bestehend aus zwei ineinandergreifenden Klemmenteilen
(14, 24), wobei das eine Klemmenteil (24) eine Aufnahme (20) für das lagerichtige
Einlegen des Kabels (3) und das andere Klemmenteil (14) zumindest einen jeweils einer
Ader (5, 6) des Kabels (3) zugeordneten Kontaktpin (15, 15a) aufweist, der bei montierten
Klemmenteilen (14, 24) die Isolation des Kabels (3) durchdringt und elektrisch kontaktierend
in die Ader (5, 6) des Kabels (3) eingestochen liegt, wobei die Kontaktpins (15, 15a)
quer zur Längsrichtung (18) des Kabels (3) mit einem dem Aderabstand (a) etwa entsprechenden
Abstand (z) nebeneinanderliegen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme (20) quer zur Längsrichtung (18) des Kabels (3) breiter als das Kabel
(3) ausgebildet ist, daß in der Aufnahme (20) ein Paßstück (25) eingesetzt ist, welches
die seitliche Lage des Kabels (3) in der Aufnahme (20) bestimmt, und daß in dem anderen
Klemmenteil (14) ein weiterer Kontaktpin (15) vorgesehen ist, der quer zur Längsrichtung
(3) des Kabels mit einem dem Aderabstand (a) etwa entsprechenden Abstand (z) zum benachbarten
Kontaktpin (15a) liegt und je nach Seitenlage des Kabels (3) in der Aufnahme (20)
entweder in die Ader (5, 6) des Kabels (3) oder in das Paßstück (25) eingreift.
2. Kontaktklemme nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß ein mittlerer Kontaktpin (15a) vorgesehen ist, der in einer sich in Längsrichtung
(18) des Kabels (3) erstreckenden Ebene (23) liegt, die die Aufnahme (20) in Längsrichtung
(18) des Kabels (3) etwa symmetrisch teilt.
3. Kontaktklemme nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das Kabel (3) ein zweiadriges Kabel ist, dem drei quer zur Längsrichtung (18) des
Kabels (3) nebeneinanderliegende Kontaktpins (15, 15a) zugeordnet sind.
4. Kontaktklemme nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Kabel (3) in der einen Lage an dem einen Seitenrand (27) der Aufnahme (20) und
in der anderen Lage an dem anderen Seitenrand (37) der Aufnahme (20) anliegt.
5. Kontaktklemme nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das Kabel (3) von der einen Lage in die andere Lage um den mittleren Kontaktpin (15a)
um 180°C gedreht liegt.
6. Kontaktklemme nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktpins (15, 15a) als Kontaktmesser (16) ausgebildet sind, deren jeweiliges
Schneidblatt (17) etwa in Längsrichtung (18) des Kabels (3) ausgerichtet liegt.
7. Kontaktklemme nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Kontaktpins (15) miteinander elektrisch leitend verbunden sind.
8. Kontaktklemme nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß das Paßstück (25) als Dichtung ausgebildet ist und das Kabel (3) vorzugsweise umgreift.
9. Kontaktklemme nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß das Kabel (3) die Kontaktklemme (1) durchläuft.
10. Kontaktklemme nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß das Klemmenteil (14) einen Steckanschluß (40) oder dgl. aufweist.