[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Steckverbinderanordnung
zum Verbinden eines an einer Baugruppe angeordneten Steckverbinders mit einem Gegensteckverbinder.
Dabei ist die Baugruppe von dem Gegensteckverbinder durch ein ortsfestes Karosserieteil
eines Kraftfahrzeugs, in dem eine entsprechende Aussparung für die Steckverbinderanordnung
vorgesehen ist, getrennt. Der Steckverbinder und der Gegensteckverbinder sind zusammensteckbar,
um eine elektrische Verbindung herzustellen. Die vorliegende Erfindung bezieht sich
außerdem auf ein zugehöriges Verfahren zur Bildung einer elektrischen Steckverbindung.
[0002] In modernen Kraftfahrzeugen, in denen eine ständig wachsende Anzahl an Funktionen
auf elektrischem und elektronischem Wege gesteuert und betrieben wird, stellt das
Schließen der benötigten elektrischen Verbindungen bereits einen signifikanten Anteil
am Gesamtmontageaufwand dar. Beispielsweise bei Kraftfahrzeugtüren müssen bei der
Montage eine Vielzahl von Komponenten, wie elektrische Fensterheber, Lautsprecher
und dergleichen elektrisch leitend unter anderem mit einer Stromversorgung verbunden
werden. Um Teile dieser elektrischen Montageschritte an kleineren Einheiten des Kraftfahrzeugs
vornehmen zu können oder sogar an externe Zulieferer auslagern zu können, werden elektrische
und elektronische Komponenten an Mittelblechen montiert und auf der gegenüberliegenden
Seite eines solchen Mittelblechs mit einer Verkabelung versehen. Dies ist z. B. aus
der europäischen Patentanmeldung EP 1 182 068 A1 oder aus der Internationalen Patentanmeldung
WO 89/11171 bekannt. Bei diesen Anordnungen nach dem Stand der Technik werden elektronische
Baugruppen, die geschützt vor Außeneinflüssen an einer der Innenverkleidung zugewandten
Seite des Mittelblechs angeordnet sind, mit einem auf der anderen Seite des Mittelblechs
befindlichen Gegenstecker elektrisch kontaktiert. Bei der endgültigen Montage des
Kraftfahrzeugs wird das bestückte und verdrahtete Mittelblech an der eigentlichen
Türe befestigt und anschließend von der Innenverkleidung abgedeckt.
[0003] Diese herkömmliche Art der Kontaktierung elektronischer Baugruppen durch ein festes
Mittelblech hindurch weist aber den Nachteil auf, dass im Falle einer notwendigen
Reparatur an der elektronischen Baugruppe immer das gesamte Mittelblech ausgebaut
werden muss, um die Baugruppe entfernen und anschließend eine neue Baugruppe wieder
zuverlässig kontaktieren zu können. Ein solcher Ausbau ist aber außerordentlich zeitund
kostenintensiv. Eine ähnliche Problemstellung ergibt sich bei allen Baugruppen, die
an beliebigen anderen ortsfesten Karosserieteilen montiert werden, deren verdrahtete
Rückseite bei einer späteren Reparatur nicht mehr ohne weiteres zugänglich ist, wie
beispielsweise im Handschuhfach, am Kfz-Himmel oder im Kofferraum.
[0004] Die Aufgabe, die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegt, besteht daher darin,
eine verbesserte elektrische Steckverbinderanordnung zum Verbinden eines an einer
Baugruppe angeordneten Steckverbinder mit einem Gegensteckverbinder, wobei die Baugruppe
von dem Gegensteckverbinder durch ein ortsfestes Karosserieteil eines Kraftfahrzeugs
getrennt ist, anzugeben, bei der eine kostengünstige und schnelle Montage sowie eine
erhöhte Wartungsfreundlichkeit gegeben ist.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine elektrische Steckverbinderanordnung mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1 sowie durch ein zugehöriges Verfahren mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 17 gelöst.
[0006] Vorteilhafte Weiterbindungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0007] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass bei einer elektrischen Kontaktierung
eines Bauteils durch ein festes Karosserieteil hindurch ein leichter Austausch von
defekten Komponenten dann möglich ist, wenn die Steckverbinderanordnung einen zusätzlichen
Adapter aufweist, der es ermöglicht, dass nach dem Entfernen einer Komponente beispielsweise
der Baugruppe, die andere Komponente z. B. der Gegensteckverbinder, an dem Karosserieteil
mechanisch fixiert bleibt. Auf diese Weise kann die Baugruppe im Falle einer notwendigen
Reparatur ausgetauscht werden, ohne dass die andere Seite des ortsfesten Karosserieteils
zugänglich sein muss. Zeit- und kostenintensive Ausbauarbeiten entfallen damit.
[0008] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform weist der Adapter eine im wesentlichen
rohrförmige Gestalt auf. Dadurch können Funktionen wie mechanische Halterung, exakte
Positionierung des Steckverbinders und des Gegensteckverbinders sowie Abdichtung gegen
eindringende Feuchtigkeit auf besonders einfache Weise integriert werden.
[0009] Dadurch, dass der Adapter eine erste Haltevorrichtung aufweist, die so ausgestaltet
ist, dass der Adapter in der Aussparung des ortsfesten Karosserieteils gehalten ist,
kann eine sichere Fixierung der gesamten Steckverbinderanordnung in dem ortsfesten
Karosserieteil erreicht werden.
[0010] Eine besonders materialsparende Variante einer solchen ersten Haltevorrichtung, die
schnell und automatisiert montierbar ist, stellt ein Rastarm dar, der den Adapter
durch Verspreizen in der Aussparung hält.
[0011] Die Halterung des Adapters in der Aussparung des ortsfesten Karosserieteils kann
jedoch auch, um unterschiedlichen Anforderungen an die Vibrationsfestigkeit der Verbindung
oder an die Komplexität der Montage zu genügen, durch Befestigungstechniken wie Verschrauben,
Nieten, Kleben oder Schweißen, z. B. Vibrationsschweißen, erfolgen.
[0012] Will man den Gegensteckverbinder auch nach dem Lösen der Steckverbindung in seiner
ursprünglichen Position an dem Karosserieteil sichern, so sieht man an dem Adapter
in vorteilhafter Weise eine zweite Haltevorrichtung vor, die in entsprechender Weise
mit dem Gegensteckverbinder zusammenwirkt.
[0013] Diese zweite Haltevorrichtung kann beispielsweise aus mindestens einer Verriegelungsnase
bestehen, die in eine entsprechende Nut an den Gegensteckverbinder eingreift.
[0014] Eine besonders sichere aber dennoch ohne übermäßigen Kraftaufwand realisierbare Fixierung
zwischen dem Adapter und dem Gegensteckverbinder kann man erreichen, in dem der Gegensteckverbinder
einen Verriegelungsschieber aufweist und der Verriegelungsschieber in mindestens einer
Führungsschiene des Gegensteckverbinders gehalten ist.
[0015] Anstelle des Verriegelungsschiebers kann für eine vereinfachte und sicherere Montage
auch ein Getriebe mit einer Verrastung vorgesehen sein.
[0016] Die zweite Haltevorrichtung kann gemäß alternativen Ausführungsformen aber auch aus
mindestens einer Verrastung zwischen Adapter und Gegensteckverbinder, einer Schraubverbindung,
Schweißverbindung, vorzugsweise einer Vibrationsschweißverbindung, oder Klebeverbindung
bestehen. Solche Lösungen bieten den Vorteil einer weniger komplexen Montagetechnik
sowie einer hohen Vibrationsfestigkeit der Halterung.
[0017] Um ein Eindringen von Feuchtigkeit zwischen dem Adapter und der Aussparung des ortsfesten
Karosserieteils zu verhindern, sieht man an dem Adapter eine erste Dichtung vor, welche
die Verbindung zwischen dem Adapter und dem ortsfesten Karosserieteil abdichtet. Eine
solche Dichtung kann bei einem Kunststoffadapter beispielsweise angespritzt sein.
[0018] Um auch die elektrische Steckverbindung gegen ein Eindringen von Feuchtigkeit abzudichten,
sieht man in vorteilhafter Weise an dem Gegensteckverbinder eine zweite Dichtung vor,
welche die Verbindung zwischen dem Adapter und dem Gegensteckverbinder abdichtet.
[0019] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform weist der Steckverbinder an der Baugruppe
einen Kragen auf, der im montierten Zustand der Baugruppe an dem Karosserieteil zumindest
teilweise in den Adapter eintaucht. Dadurch können auf besonders einfache Weise Funktionen
wie Positionierung und mechanische Fixierung realisiert werden.
[0020] Weist beispielsweise der Kragen an seiner Außenseite mindestens eine Rastöffnung
auf, in die ein zugehöriger Rastvorsprung, der an der inneren Oberfläche des Adapters
angeformt ist, zum Fixieren des Steckverbinders mit dem Adapter einrastet, so kann
eine sichere elektrische Kontaktierung auch bei starken Vibrationen erreicht werden,
die andererseits bei Bedarf leicht wieder gelöst werden kann.
[0021] Um die Montage der Baugruppe zu erleichtern, und eine Fehlpositionierung von Kontaktstiften
und Steckerbuchsen zu verhindern, kann der Kragen an seiner Außenseite mindestens
eine Führungsnut aufweisen, in die ein zugehöriger Führungsvorsprung, der an der inneren
Oberfläche des Adapters angeformt ist, zum Führen des Steckverbinders beim Zusammenstecken
der Steckverbinderanordnung eingreift.
[0022] Anhand der in den beiliegenden Zeichnungen dargestellten Ausgestaltungen wird die
Erfindung im folgenden näher erläutert. Ähnliche oder korrespondierende Einzelheiten
sind in den Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Explosionszeichnung der erfindungsgemäßen Steckverbinderanordnung;
- Figur 2
- eine perspektivische Darstellung des Adapters aus Figur 1;
- Figur 3
- eine Seitenansicht des Adapters;
- Figur 4
- eine weitere Seitenansicht des Adapters;
- Figur 5
- eine Draufsicht auf den Adapter;
- Figur 6
- ein Schnittbild des Adapters entlang der Schnittlinie B-B aus Figur 7;
- Figur 7
- ein Schnittbild des Adapters entlang der Schnittlinie A-A aus Figur 6;
- Figur 8
- ein Detail X aus Figur 7;
- Figur 9
- eine perspektivische Darstellung der Dichtung aus Figur 1;
- Figur 10
- eine Draufsicht auf die Dichtung aus Figur 9;
- Figur 11
- ein Schnittbild der Dichtung entlang der Schnittlinie B-B der Figur 10;
- Figur 12
- eine Seitenansicht der Dichtung aus Figur 9;
- Figur 13
- ein Detail X aus dem Schnittbild der Figur 11;
- Figur 14
- eine Ansicht von unten auf die Dichtung der Figur 9;
- Figur 15
- eine perspektivische Darstellung des Gegensteckverbinders aus Figur 1;
- Figur 16
- ein vergrößertes Detail Y der Ansicht aus Figur 19;
- Figur 17
- eine Seitenansicht des Gegensteckverbinders der Figur 15;
- Figur 18
- eine weitere Seitenansicht des Gegensteckverbinders der Figur 15;
- Figur 19
- eine Ansicht von oben auf den Steckverbinder der Figur 15;
- Figur 20
- eine weitere Seitenansicht des Steckverbinders der Figur 15;
- Figur 21
- ein Schnittbild des Gegensteckverbinders der Figur 15 entlang der Schnittlinie A-A
aus Figur 19;
- Figur 22
- eine perspektivische Darstellung des Verriegelungsschiebers aus Figur 1;
- Figur 23
- eine Seitenansicht des Verriegelungsschiebers der Figur 22;
- Figur 24
- eine weitere Seitenansicht des Verriegelungsschiebers der Figur 22;
- Figur 25
- eine weitere Seitenansicht des Verriegelungsschiebers der Figur 22;
- Figur 26
- eine weitere Seitenansicht des Verriegelungsschiebers der Figur 22;
- Figur 27
- eine weitere Seitenansicht des Verriegelungsschiebers der Figur 22;
- Figur 28
- eine perspektivische Darstellung einer Gehäuseplatte der Baugruppe aus Figur 1, an
der der Steckverbinder angeordnet ist;
- Figur 29
- eine Seitenansicht der Gehäuseplatte aus Figur 28;
- Figur 30
- ein Detail X der Ansicht der Gehäuseplatte aus Figur 33, in dem der Steckverbinder
dargestellt ist;
- Figur 31
- eine Draufsicht auf die Gehäuseplatte der Figur 28;
- Figur 32
- eine weitere Seitenansicht der Gehäuseplatte der Figur 28;
- Figur 33
- eine Ansicht von unten der Gehäuseplatte aus Figur 28;
- Figur 34
- eine weitere Seitenansicht der Gehäuseplatte aus Figur 28;
- Figur 35
- einen Schnitt durch den Kragen entlang der Schnittlinie A-A der Figur 31;
- Figur 36
- eine Ansicht von unten auf die Gehäuseplatte der Figur 28 bei montiertem Gegenstecker;
- Figur 37
- eine Seitenansicht der Gehäuseplatte mit montiertem Gegenstecker;
- Figur 38
- eine weitere Seitenansicht der Gehäuseplatte aus Figur 36;
- Figur 39
- eine weitere Ansicht der Gehäuseplatte aus Figur 36;
- Figur 40
- eine Ansicht von oben auf die Gehäuseplatte mit montiertem Gegensteckverbinder;
- Figur 41
- ein Detail X aus Figur 36.
[0023] In Figur 1 ist in Form einer Explosionszeichnung eine elektrische Steckverbinderanordnung
gemäß der vorliegenden Erfindung gezeigt. Dabei wird eine Baugruppe 102 an einer Seite
eines festen Karosserieteils 104 montiert und durch das ortsfeste Karosserieteil 104
davon getrennt mit einem Gegenstecker 106 elektrisch kontaktiert. Bei dem ortsfesten
Karosserieteil 104 kann es sich beispielsweise um das Mittelblech einer Kraftfahrzeugtür
handeln, so dass der Bereich 110 die feuchte Außenseite zwischen dem Mittelblech 104
und einem Außenblech 112 bezeichnet. Entsprechend ist der Bereich 114 der trockene
und geschützte Raum zwischen dem Mittelblech und einer hier nicht dargestellten Innenverkleidung.
Erfindungsgemäß weist die Steckverbinderanordnung 100 einen Adapter 116 auf, der in
der Darstellung aus Figur 1 in einer Aussparung des Mittelblechs 104 verrastet ist.
Es kann auch vorgesehen sein, dass der Adapter 116 im Anlieferungszustand an der Baugruppe
102 verrastet ist und erst bei der Montage der gesamten Baugruppe in der Aussparung
des Mittelblechs 104 fixiert wird.
[0024] Die Baugruppe 102 wird über einen Steckverbinder 108, der von einem Kragen 118 umgeben
ist, elektrisch mit einem Gegensteckverbinder 106 verbunden. Dieser Gegensteckverbinder
kann beispielsweise ein Bordnetzstecker sein. Die Baugruppe 102 umfasst eine schematisch
dargestellte gedruckte Schaltung (Printed Circuit Board, PCB), die über Steckerstifte
121 mit dem Steckverbinder 108 verbunden ist. Eine vorzugsweise aus Blech hergestellte
Abdeckung 122 schützt die elektronischen Bauelemente auf der gedruckten Schaltung
120 vor äußeren Einflüssen, unter anderem auch elektromagnetischen Einstreuungen.
[0025] Die gesamte Baugruppe 102 wird über Verschraubungen 124 an dem Mittelblech 104 gesichert.
Erfindungsgemäß wird nun der Gegenstecker 106 mit Hilfe eines Verriegelungsschiebers
126 an dem Adapter 116 fixiert. Dadurch ist der Gegensteckverbinder 106 an dem Mittelblech
104 auch dann sicher gehalten, wenn, beispielsweise im Falle eines Austausches zwecks
Reparatur, die Baugruppe 102 entfernt wird und damit die elektrische Verbindung zwischen
dem Gegensteckverbinder 106 und dem Steckverbinder 108 gelöst ist. Sekundärverriegelungen
128 sichern die elektrischen Kontaktelemente in dem Gegensteckverbinder 106. Wie auch
aus den folgenden Figuren noch deutlich wird, erfolgt die Verrastung des Adapters
mit dem Mittelblech über zwei einander gegenüberliegende Rastarme 130. Insgesamt vier,
auf einander gegenüberliegenden Seiten je zwei, Verriegelungsnasen 132 sorgen im Zusammenwirken
mit Verriegelungsnuten 130 an dem Verriegelungsschieber 126 für den festen Sitz des
Gegensteckverbinders 106 auf dem Adapter 116.
[0026] Eine Abdichtung gegenüber der im Bereich 110 eventuell vorhandenen Feuchtigkeit zu
dem Bereich 114 erfolgt über zwei Dichtungen: eine erste Dichtung 134 ist an dem Adapter
116 angespritzt. Eine zweite, lose Dichtung 136 übernimmt die Dichtung zwischen dem
eingesteckten Gegensteckverbinder 106 und dem Adapter 116.
[0027] Figur 2 zeigt in einer perspektivischen Ansicht den Adapter 116. Der Adapter 116
hat im wesentlichen rohrförmige Gestalt mit einem im wesentlichen rechteckigen Querschnitt.
Beim Zusammenstecken der Steckverbinderanordnung taucht der Steckverbinder 108 mit
seinem Kragen 118 in dem Adapter 116 ein und der Verriegelungsschieber 133 des Gegensteckverbinders
106 umgreift den Adapter 116. Dabei greifen die Verriegelungsnasen 132, die an den
beiden gegenüberliegenden Seitenwänden angeordnet sind, in die zugehörigen Nuten 133
des Verriegelungsschiebers 126 ein. Neben der hier gezeigten Verbindung über den Verriegelungsschieber
126 sind auch andere Verriegelungsprinzipien wie ein Getriebe mit Verrastung, eine
Verrastung, eine Verschraubung, eine Verschweißung, eine Klebung oder dergleichen
denkbar.
[0028] Zur Abdichtung gegenüber einer entsprechenden Aussparung in dem festen Karosserieteil
104 ist an dem Adapter 116 umlaufend eine elastische Dichtung 134 angespritzt. Die
Dichtung 134 könnte allerdings auch als separates Teil hergestellt und dann in eine
entsprechende Führungsnut an dem Adapter 116 eingelegt werden.
[0029] In den Figuren 3 bis 8 sind verschiedene Ansichten des Adapters 116 gezeigt. Aus
diesen Darstellungen wird u.a. ersichtlich, dass der Adapter 116 an seiner Innenwand
zwei einander gegenüberliegende Führungsvorsprünge 138 aufweist, die in entsprechende
Führungsnuten 140 an dem Kragen 118 eingreifen und eine genaue Positionierung des
Steckverbinders ermöglichen. An den beiden hierzu um 90° versetzten Schmalseiten weist
der Adapter 116 Rastvorsprünge 142 auf, die im Zusammenwirken mit entsprechenden Rastöffnungen
144 an dem Kragen 118 eine mechanische Fixierung des elektrischen Steckverbinders
ermöglichen. Da die Rastvorsprünge 142 sowohl in Steckrichtung 146 wie auch entgegengesetzt
dazu in der Richtung des Lösens der Steckverbindung jeweils 45°-Schrägen aufweisen,
kann durch Aufwenden entsprechender Zugkraft die Baugruppe 102 nach dem Lösen der
Verschraubungen 124 problemlos entfernt werden. Dagegen sind die beiden Rastarme 130
an der Außenseite des Adapters 116 so ausgestaltet, dass ein Einführen des Adapters
in Richtung des Zusammensteckens 146 leicht möglich ist, der Adapter dann aber fest
mit dem Blech 104 verrastet ist. Die Befestigung des Adapters 116 an dem Mittelblech
104 kann auch durch Verschrauben, Nieten, Kleben, Vibrationsschweißen oder dergleichen
erfolgen.
[0030] In den Figuren 9 bis 14 sind verschiedene Ansichten einer möglichen Ausgestaltung
der Dichtung 136 gezeigt. Die Dichtung wird vorzugsweise aus einem elastischen Material
z. B. aus einem Siliconmaterial, gefertigt.
[0031] Eine perspektivische Ansicht des Gegensteckverbinders 106 ist in Figur 15 gezeigt.
In dieser Ansicht ist erkennbar, dass der Gegensteckverbinder 106 Öffnungen 148 zum
Durchführen (hier nicht gezeigter) elektrischer Kabel besitzt. An Schmalseiten sind
Führungsschienen 150 zum Führen der beiden Arme des gabelförmigen Verriegelungsschiebers
126 erkennbar. Bei der Montage des Gegensteckverbinders 106 wird er mit der in Figur
15 nach oben weisenden Öffnung über den Adapter 116 geschoben. Anschließend wird in
einer Richtung quer zur Zusammensteckrichtung 146 der Verriegelungsschieber 126 eingeschoben.
Nunmehr ist der Gegensteckverbinder mechanisch fest mit dem Adapter 116 verbunden.
Wichtig ist, dass nur die mechanische Verbindung über den Adapter 116 zustande kommt.
Die elektrische Kontaktierung erfolgt unmittelbar zwischen den Kontaktelementen des
Gegensteckverbinders 106 und denen des Steckverbinders 108. Auf diese Weise können
die Übergangswiderstände besonders niedrig gehalten und die Sicherheit der Steckverbindung
besonders bei starken Vibrationen erhöht werden.
[0032] Verschiedene Ansichten des Gegensteckverbinders 106 sind in den Figuren 16 mit 21
gezeigt. Dabei sind in der gezeigten Ausführungsform die Kontaktelemente des Gegensteckverbinder
106 Kontaktbuchsen, die in den Öffnungen 149 angeordnet sind. Selbstverständlich könnten
aber auch Kontaktstifte an dem Gegensteckverbinder 106 vorgesehen sein.
[0033] In Figur 22 ist der Verriegelungsschieber 126 in perspektivischer Darstellung gezeigt.
Der Verriegelungsschieber 126 weist eine im wesentlichen gabelförmige Gestalt auf,
wobei zwei symmetrisch angeordnete Arme mit jeweils zwei Nuten 133 so angeordnet sind,
dass sie gleichzeitig in die Führungsschienen 150 an dem Gegensteckverbinder eingeführt
werden können. Dadurch, dass die Nut 133 schräg nach unten verlaufen, wird durch die
Bewegung des Verriegelns in einer Richtung quer zur Zusammensteckrichtung gleichzeitig
Druck in Zusammensteckrichtung ausgeübt, so dass der Gegensteckverbinder 106 fest
in den Adapter 116 eingepresst wird. Ein Betätigungselement 152 erlaubt die Betätigung
des Verriegelungsschiebers 126 durch einen Monteur.
[0034] Verschiedene Ansichten des Verriegelungsschiebers 126 sind in den Figuren 23 mit
27 gezeigt.
[0035] Wie in den Figuren 28 bis 35 gezeigt, weist die Baugruppe 102 gemäß der vorliegenden
Ausführungsform eine Gehäuseplatte 154 auf, an welcher der Steckverbinder 108 angeordnet
ist. Die Abdeckung 122, die in Figur 1 dargestellt ist, wird an dieser Gehäuseplatte
154, die die elektronischen Schaltungen enthält, befestigt. Insbesondere aus den Figuren
29, 31 und 32 kann die Gestaltung des Kragens 118 ersehen werden. Dabei weist der
Kragen 118 Rastöffnungen 144 für die Rastvorsprünge 142 des Adapters 116 auf. Führungsnuten
140 erleichtern das Positionieren der Steckerstifte des Gegensteckverbinders 106 gegenüber
dem Steckverbinder 108.
[0036] In den Figuren 36 mit 41 ist die vollständig montierte Steckverbinderanordnung 100
ohne das Blech 104 in verschiedenen Ansichten dargestellt. Ebenfalls nicht gezeigt
sind die elektrischen Zuleitungen sowie die elektronischen Bauelemente und die Abdeckung
122.
[0037] Obwohl in der gezeigten Ausführungsform zehnpolige Steckverbinder und Gegensteckverbinder
gezeigt sind, können natürlich auch beliebige andere Polzahlen realisiert werden.
Die verwendeten Kontaktstifte können dabei beliebigen Querschnitt (rund, quadratisch
etc.) aufweisen.
1. Elektrische Steckverbinderanordnung zum Verbinden eines an einer Baugruppe (102) angeordneten
Steckverbinders (108) mit einem Gegensteckverbinder (106), wobei die Baugruppe (102)
von dem Gegensteckverbinder (106) durch ein ortsfestes Karosserieteil (104) eines
Kraftfahrzeugs, in dem eine entsprechende Aussparung für die Steckverbinderanordnung
(100) vorgesehen ist, getrennt ist, und der Steckverbinder (108) mit dem Gegensteckverbinder
(106) zusammensteckbar ist, um eine elektrische Verbindung herzustellen,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Steckverbinderanordnung (100) einen Adapter (116) aufweist, der so ausgebildet
ist, dass er mit dem Steckverbinder (108), dem Gegensteckverbinder (106) und dem Karosserieteil
(104) zusammenwirkt, um im gelösten Zustand der Steckverbinderanordnung (100) wenigstens
ein Teil derselben an dem Karosserieteil (104) mechanisch zu fixieren.
2. Elektrische Steckverbinderanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (116) eine im Wesentlichen rohrförmige Gestalt aufweist.
3. Elektrische Steckverbinderanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (116) eine erste Haltevorrichtung (130) aufweist, die so ausgestaltet
ist, dass der Adapter (116) in der Aussparung des ortsfesten Karosserieteils (104)
gehalten ist.
4. Elektrische Steckverbinderanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Haltevorrichtung mindestens ein Rastarm ist (130), der den Adapter (116)
durch Verspreizen in der Aussparung hält.
5. Elektrische Steckverbinderanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Haltevorrichtung durch eine Schraubverbindung, eine Nietverbindung, eine
Klebeverbindung oder eine Schweißverbindung, vorzugsweise eine Vibrationsschweißverbindung,
die den Adapter (116) in der Aussparung hält, gebildet ist.
6. Elektrische Steckverbinderanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter eine zweite Haltevorrichtung (132) aufweist, die mit dem Gegensteckverbinder
(106) so zusammenwirkt, dass der Gegensteckverbinder (106) sowohl im zusammengesteckten
wie auch im gelösten Zustand der Steckverbinderanordnung (100) an dem Adapter (116)
fixiert ist.
7. Elektrische Steckverbinderanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Haltevorrichtung aus wenigstens einer Verriegelungsnase (132) besteht
und in dem Gegensteckverbinder (106) wenigstens eine entsprechende Nut (133) ausgebildet
ist, in welche die Verriegelungsnase (132) eingreift.
8. Elektrische Steckverbinderanordnung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Gegensteckverbinder (106) einen Verriegelungsschieber (126) aufweist und der
Verriegelungsschieber (126) in mindestens einer Führungsschiene (150) des Gegensteckverbinders
(106) gehalten ist.
9. Elektrische Steckverbinderanordnung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Gegensteckverbinder (106) ein Getriebe mit einer Verrastung aufweist.
10. Elektrische Steckverbinderanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Haltevorrichtung aus wenigstens einer Rastvorrichtung besteht, die mit
einer entsprechenden Gegenrastvorrichtung an dem Gegensteckverbinder (106) zusammenwirkt.
11. Elektrische Steckverbinderanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Haltevorrichtung (132) durch wenigstens eine Schraubverbindung, Nietverbindung,
Klebeverbindung oder Schweißverbindung, vorzugsweise Vibrationsschweißverbindung gebildet
ist.
12. Elektrische Steckverbinderanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (116) eine erste Dichtung (134) aufweist, welche die Verbindung zwischen
dem Adapter (116) und dem ortsfesten Karosserieteil (104) abdichtet.
13. Elektrische Steckverbinderanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Gegensteckverbinder (106) eine zweite Dichtung (136) aufweist, welche die Verbindung
zwischen dem Adapter (116) und dem Gegensteckverbinder (106) abdichtet.
14. Elektrische Steckverbinderanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder (108) an der Baugruppe (102) einen Kragen (118) aufweist, der
im montierten Zustand der Baugruppe (102) an dem Karosserieteil (104) zumindest teilweise
in den Adapter (116) eintaucht.
15. Elektrische Steckverbinderanordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Kragen (118) an seiner Außenseite mindestens eine Führungsnut (140) aufweist,
in die ein zugehöriger Führungsvorsprung (138), der an der inneren Oberfläche des
Adapters (116) angeformt ist, zum Führen des Steckverbinders (108) beim Zusammenstecken
der Steckverbinderanordnung (100) eingreift.
16. Elektrische Steckverbinderanordnung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Kragen (118) an seiner Außenseite mindestens eine Rastöffnung (144) aufweist,
in die ein zugehöriger Rastvorsprung (142), der an der inneren Oberfläche des Adapters
(116) angeformt ist, zum Fixieren des Steckverbinders (108) mit dem Adapter (116)
einrastet.
17. Verfahren zur Bildung einer elektrischen Steckverbindung zwischen einem an einer Baugruppe
angeordneten Steckverbinder mit einem Gegensteckverbinder, wobei die Baugruppe von
dem Gegensteckverbinder durch ein ortsfestes Karosserieteil, in dem eine entsprechende
Aussparung für die Steckverbinderanordnung vorgesehen ist, getrennt ist, und der Steckverbinder
mit dem Gegensteckverbinder zusammensteckbar ist, um eine elektrische Verbindung herzustellen,
und wobei das Verfahren die folgenden Schritte aufweist:
Aufstecken eines Adapters auf den Steckverbinder der Baugruppe,
Befestigen der Baugruppe an dem Karosserieteil in einer Weise, dass der Steckverbinder
für den Gegensteckverbinder zugänglich ist und der Adapter an dem Karosserieteil fixiert
ist,
Zusammenstecken des Gegensteckverbinders mit dem Steckverbinder, wobei die elektrische
Verbindung zwischen dem Stecker und dem Gegensteckverbinder hergestellt wird und der
Adapter so mit dem Steckverbinder und dem Gegensteckverbinder zusammenwirkt, dass
im wieder gelösten Zustand der Steckverbinderanordnung wenigstens ein Teil derselben
an dem Karosserieteil mechanisch fixiert bleibt.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass zum Fixieren des Gegensteckverbinders an dem Adapter ein Verriegelungsschieber so
in einer Richtung quer zur Richtung des Zusammensteckens in einer Führungsschiene
des Gegensteckers verschoben wird, dass eine Verriegelungsnase, die an dem Adapter
angeformt ist, in einer Verriegelungsnut an dem Verriegelungsschieber eingreift.