[0001] Die Erfindung betrifft ein Kaltteil eines Kryokühlers nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1. Ein solcher kaltteil ist aus Dokument
[0002] US-A-5 113 662 Schon bekannt.
[0003] Zur Kühlung elektronischer Bauteile - wie z.B. Infrarot Detektoren -werden häufig
Miniaturkühler verwendet, die nach dem Stirling Prinzip arbeiten. Diese Miniaturkühler
verwenden einen motorgetriebenen Kompressor, um eine zyklische Änderung des Arbeitsvolumen
eines unter Druck stehenden, gasförmigen Kältemittels zu erzeugen. Das Kältemittel
durchströmt als Teil des Arbeitsvolumens einen geschlossenen Zylinder des Kaltteils,
den sogenannten Kaltfinger. Innerhalb des Kaltfingers befindet sich ein kolbenförmiger
Regenerator, der an beiden Enden Öffnungen aufweist, durch die das Kältemittel hindurchströmen
kann. Der Regenerator bewegt sich je nach Bauart mit einer Phasenverschiebung von
ca. 45-90° zu den Kolben des Kompressors. Das Kältemittel passiert den Regenerator
in wechselnden Richtungen. Dabei strömt es von der Kompressorseite des Kaltfingers
durch den Regenerator in den Expansionsraum und wieder zurück. Bei dieser zyklischen
Bewegung des Regenerators und des Kältemittels wird an der Kompressorseite des Kaltfingers
Wärme an die Umgebung abgegeben und der Expansionsseite des Kaltfingers Wärme entzogen.
Das zu kühlende Objekt, im Allgemeinen ein elektronisches Bauteil, wird auf der Außenseite
des kalten Endes des Kaltfingers so angeordnet, dass die Wärmeenergie des Bauteils
durch die Außenwand des Kaltfingers an das Kältemittel abgegeben wird.
[0004] Um eine effektive Kühlung des Objektes zu erreichen, ist es notwendig den Wärmewiderstand
zwischen Kältemittel und der stirnseitigen Außenwandfläche des kalten Endes des Kaltfingers
zu minimieren. Betrachtet man die der Wärmeübertragung
Q̇ zwischen Außenwandfläche und Kältemittel zugrundeliegende Beziehung:

wobei:

so erkennt man, dass bei konstanter Temperaturdifferenz (delta T) entweder die vom
Material abhängige Konstante (alpha) oder die Fläche (A) vergrößert werden muss, um
die Wärmeübertragung
Q̇ zu verbessern. Das Material der Außenwand ist üblicherweise so gewählt, dass die
Konstante Alpha nicht weiter verbessert werden kann. Die konstruktive Vergrößerung
der Fläche zieht aber i.A. eine nicht erwünschte Vergrößerung des Volumens des Expansionsraums
mit sich.
[0005] Es ist Aufgabe der Erfindung ein Kaltteil eines Kryokühlers anzugeben, bei dem die
am Wärmeübergang beteiligte Fläche bei nahezu unverändertem Volumen des Expansionsraum
wirksam vergrößert ist.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Kaltteil eines Kryokühlers mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Die Vorteilhafte Ausgestaltung erfolgt gemäß den Merkmalen der abhängigen
Ansprüche.
[0007] Bei einem Kaltteil eines Kryokühlers mit einem kolbenförmigen Regenerator, der an
beiden Enden Öffnungen aufweist, durch die ein Kältemittel durchströmen kann, und
einem geschlossenen Zylinder, in dem sich der Regenerator zyklisch mit einer oberen
und unteren Lage bewegt, mit einem stirnseitig angeordneten Wärmeübertrager, ist es
vorgesehen, die Innenseite des Wärmeübertragers und das dem Wärmeübertrager zugewandte
Ende des Regenerators so zu berippen, dass die Berippungen in der oberen Lage des
Regenerators ineinander greifen.
[0008] In einer vorteilhaften Ausgestaltung weisen die Berippungen des Wärmeübertragers
und des Regenerators einen Trapezförmigen Querschnitt auf
[0009] Kurze Beschreibung der Figuren:
- Figur 1
- zeigt einen Split Stirling Kühler im Querschnitt.
- Figur 2
- zeigt das kalte Ende des Kaltteils im Detail.
[0010] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Zuhilfenahme
der Figuren erläutert.
[0011] Die Figur 2 zeigt das kalte Ende 7 des Kaltteils 3 des Split Stirling Kühlers 1 der
Figur 1 im Detail.
[0012] Wie oben bereits erwähnt erzeugt ein motorgetriebenen Kompressor 2 eine zyklische
Änderung des Arbeitsvolumen eines unter Druck stehenden, gasförmigen Kältemittels
11. Eine Verbindungsleitung 4 verbindet den Kompressor des Split-Stirling Kühlers
mit dem Kaltteil 3. Bei anderen Baurten von Kryokühlern können Kompressor und Kaltteil
auch baulich vereint sein. Das Kältemittel 11 durchströmt als Teil des Arbeitsvolumens
einen geschlossenen Zylinder des Kaltteils, den sogenannten Kaltfinger 3. Innerhalb
des Kaltfingers 3 befindet sich ein kolbenförmiger Regenerator 5, der an beiden Enden
Öffnungen aufweist, durch die das Kältemittel 11 hindurchströmen kann. Der Regenerator
5 bewegt sich je nach Bauart mit einer Phasenverschiebung von 45 bis 90° zu den Kolben
12 des Kompressors 2 im Zylinder des Kaltfingers 3 und veranlasst damit das Kältemittel
11 den Regenerator 5 in wechselnden Richtungen zu passieren. Das Kältemittel 11 strömt
also von der Kompressorseite 8 des Kaltfingers durch den Regenerator 5 in einen Expansionsraum
6 und wieder zurück. Bei dieser zyklischen Bewegung des Regenerators 5 und des Kältemittels
11 wird die Kompressorseite 8 des Kaltfingers 3 wärmer als die Umgebung und die Expansionsseite
7 des Kaltfingers kälter als die Umgebung. Das Kältemittels entzieht der Expansionsseite
7 des Kaltfingers Wärme und gibt sie an der Kompressorseite des Kaltfingers an die
Umgebung ab. Das zu kühlende Objekt, beispielsweise ein elektronisches Bauteil, wird
auf der Außenseite des kalten Endes des Kaltfingers so angeordnet, dass ein Wärmestrom
vom Objekt durch die Außenwand des Kaltfingers vom Kältemittel aufgenommen wird. Hierzu
ist der Zylinder des Kaltteils auf der Seite des Expansionsraums mit einem Wärmeübertrager
10 stirnseitig abgeschlossen.
[0013] Um die effektive Fläche für den Wärmestrom zu vergrößern, sind an der Innenseite
des Wärmeübertragers 10 und der dem Wärmeübertrager zugewandte Ende des Regenerators
5 Berippungen 9, 13 angebracht. Die Form der Berippung 9, 13 ist so gewählt, dass
die Berippung 9 am Ende des Regenerators und die Berippung 13 an der Innenseite des
Wärmeübertragers in der expansionsseitigen Endlage des Regenerators 5, d. h. wenn
der Regenerator 5 die kleinste Entfernung zum Wärmeübertrager 10 einnimmt, ineinandergreifen,
sich aber nicht berühren. Dadurch wird vermieden, dass das zwischen der Innenseite
des Wärmeübertragers 10 und dem Ende des Regenerators 5 eingeschlossene Volumen des
Kältemittels 11 vergrößert und so der Wirkungsgrad wieder herabsetzt würde. Mit anderen
Worten: die für den Wärmestrom effektive Fläche des Wärmeübertragers 10 wird durch
die Berippung wirksam vergrößert, ohne dabei das zwischen der Innenseite des Wärmeübertragers
10 und dem Ende des Regenerators 5 eingeschlossene Volumen des Kältemittels 11 ebenfalls
zu vergrößern.
[0014] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Querschnitte der Berippungen
9, 13 trapezförmig ausgeformt. Damit wird eine weitere Verbesserung der Wärmeübertragung
erzielt.
[0015] Die Erfindung ist nicht auf die oben beschriebene Ausführung mit einem Split Stirling
Kühler beschränkt. Auch für andere Kryokühler, die ein Kaltteil mit Regeneratorkolben
aufweisen, ist die Erfindung geeignet
1. Kaltteil (3) eines Kryokühlers (1) mit
• einem kolbenförmigen Regenerator (5), der an beiden Enden Öffnungen aufweist, durch
die ein Kältemittel (11) durchströmen kann,
• einem geschlossenen Zylinder, in dem sich der Regenerator (5) zyklisch mit zwischen
einer kompressorseitigen und eine expansionsseitigen Endlage bewegt, mit einem stirnseitig
angeordneten Wärmeübertrager (10),
dadurch gekennzeichnet, dass
• die Innenseite des Wärmeübertragers (10) und das dem Wärmeübertrager zugewandte
Ende des Regenerators so berippt sind, dass die Berippungen (9, 13) in der expansionsseitigen
Endlage des Regenerators (5) ineinander greifen, sich aber nicht berühren.
2. Kaltteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Berippungen (9, 13) des Wärmeübertragers (10) und des Regenerators (5) einen
trapezförmigen Querschnitt aufweisen.
1. Cold part (3) of a cryocooler (1), with:
• a piston-shaped regenerator (5) having at both ends orifices through which a refrigerant
(11) can flow,
• a closed cylinder in which the regenerator (5) moves cyclically between a compressor-side
and an expansion-side end position, and with a heat exchanger (10) arranged on the
end face,
characterized in that
• the inside of the heat exchanger (10) and that end of the regenerator which faces
the heat exchanger are ribbed in such a way that the ribbings (9, 13) engage one into
the other in the expansion-side end position of the regenerator (5), but do not touch.
2. Cold part according to Claim 1, characterized in that the ribbings (9, 13) of the heat exchanger (10) and of the regenerator (5) have a
trapezoidal cross section.
1. Partie froide (3) d'un refroidisseur cryogénique (1) comprenant
* un régénérateur (5) en forme de piston qui présente aux deux extrémités deux ouvertures
à travers lesquelles peut circuler un réfrigérant (11),
* un cylindre fermé dans lequel le régénérateur (5) se déplace cycliquement entre
une position finale côté compression et une position finale côté expansion, muni d'un
échangeur thermique (10) disposé à l'avant,
caractérisée en ce que
* le côté intérieur de l'échangeur thermique (10) et l'extrémité du régénérateur qui
est dirigée vers l'échangeur thermique sont nervurés de telle sorte que les nervures
(9, 13) s'emboîtent les unes dans les autres, mais sans se toucher, lorsque le régénérateur
(5) se trouve en position finale côté expansion.
2. Partie froide selon la revendication 1, caractérisée en ce que les nervures (9, 13) de l'échangeur thermique (10) et du régénérateur (5) présentent
une section transversale trapézoïdale.