(19)
(11) EP 1 357 032 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
29.10.2003  Patentblatt  2003/44

(21) Anmeldenummer: 03002383.2

(22) Anmeldetag:  04.02.2003
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7B65B 13/18
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO

(30) Priorität: 06.02.2002 DE 10243681

(71) Anmelder: Gesellschaft für Forschung und Entwicklung wirtschaftlicher Produktionssysteme mbH -GFE-
33649 Bielefeld (DE)

(72) Erfinder:
  • Weniger, Heinz
    33613 Bielefeld (DE)

   


(54) Vorrichtung zur Herstellung von Schutzecken und zum Anlegen der Schutzecken an Packstücken


(57) Vorrichtung zur vollautomatischen Herstellung maßlich beliebiger Schutzecken (7) aus Schutzeckenrohlingen (2) beliebigen Vorrates direkt an Umreifungsmaschinen (13) mit Vorrichtungen für das vollautomatische Anlegen dieser Schutzecken (7) an Packstücke (20) für ihre Mitumreifung.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von Schutzecken und zum Anlegen dieser Schutzecken an Packstücke nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

[0002] Bei den bekannten Vorrichtungen werden die Schutzecken nicht am Anwendungsort hergestellt, sondern in fremden Betrieben und großen Serien und in Behältern zum Anwendungsort gebracht, dort manuell geordnet und in Magazine gestapelt und dann ebenfalls manuell oder mit entsprechenden Austragungsvorrichtungen bei den Magazinen an die Packstücke angelegt.

[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die großen Nachteile dieser dezentralen Schutzeckenproduktion und der damit verbundenen hohen Kosten einerseits bei der Herstellung der Schutzecken und auf der anderen Seite bei ihrer Anwendung in den Produktionsanlagen, die ständig wegen der manuellen Versorgung der für die Weiterverarbeitung der Schutzecken erforderlichen Magazine abgeschaltet werden müssen, zu beseitigen.

[0004] Gelöst wird die Aufgabe durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 angegebenen Merkmale dadurch, dass beliebig lange Schutzeckenrohlinge manuell oder maschinell auf einen Förderer gebracht werden. Der Förderer fördert die Schutzeckenrohlinge an eine nachfolgende Schneidvorrichtung in Form einer Stanze, Säge oder sonstigen Schneidvorrichtungen, mit der aus den Schutzeckenrohlingen in Verbindung mit einer automatischen und elektronisch gesteuerten Wegstreckenmesseinrichtung beliebig lange, beliebig wechselnd und in beliebigen Stückzahlen Schutzecken hergestellt werden.
Die so hergestellten Schutzecken können am Ort ihrer Herstellung mit beliebigen Vorrichtungen direkt manuell oder maschinell an das Packstück angebracht werden.
Das hier gezeigte Ausführungsbeispiel zeigt die Vorrichtung für die automatische Herstellung der Schutzecken und wie diese Schutzecken unmittelbar nach ihrer Herstellung automatisch an ihren Bestimmungsort, das Packstück, angebracht werden, wobei die Ausführungen der Vorrichtungen für das Fördern und Anbringen der Schutzecken an das Packstück von den Dimensionen und der Lage des Anbringungsortes am Packstück bestimmt werden.

[0005] In der Nachfolgenden Beschreibung wird das Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. es zeigt:

Figur 1 Gesamtansicht der Vorrichtung.

Figur 2 Anwendung der Vorrichtung im Produktionsprozess.

Figur 3 Der Anleger

Figur 4 Vereinzelung aus Vorrat.



[0006] Von einem angetriebenen oder nicht angetriebnen Förderer 1 wird der jeweils unterste der übereinander lagernden Schutzeckenrohlinge 2 zunächst von einem Anschubförderer 3 und dann vom Taktförderer 4 in Verbindung mit einschwenkbarer Gegendruckrolle 5 und Wegstreckenmesser 6 beliebig lang gefördert und gestoppt . Danach erfolgt sofort das Trennen der längenmäßig jeweils erforderlichen Schutzecke 7 vom einem Stanzmesser, Säge odgl. 8 vom Schutzeckenrohling 2.
Für die Erweiterung des Lagervorrates der Schutzeckenrohlinge 2 unmittelbar vor der Herstellung der beliebigen Schutzecken 7 sind beliebig viele nebeneinander stehende Schutzecken oder sonstigen Profilen Rohlinge 98 vorgesehen, die mit einer Querfördereinrichtung 91 in Verbindung mit einem Längsschieber 92 und Trenner 93 und schrägschwenkbarer Klappe 94 vereinzelt, von Ableger 97 auf Förderer 96 und die einzelnen Schutzecken oder sonstigen Profile 98 durch höheneinstellbaren Rückhalter 99 in Verbindung mit Förderer 96 sowie schwenkbarem Vertikaltreiber 72 und festem Vertikaltreiber 73 wiederum vereinzelt und somit einem nachfolgenden Produktionprozess zugeführt werden.

[0007] Im Ausführungsbeispiel werden vier Schutzecken 7 hintereinander hergestellt. Diese Schutzecken 7 werden jetzt von Senkrechtförderern 88, 89, vorzugsweise Linearförderer, in die jeweilige Höhenposition gebracht, wo sich momentan die am Hubwerk 12 der Umreifüngsmaschine 13 angebrachten Anlegerquerförderer 14/15, vorzugsweise Linearförderer, und Hubwerk 12.1 die angebrachten Anlegerförderer 16/17, vorzugsweise Linearförderer, befinden, an denen sich wiederum die Anlegerförderer 80 bis 83 mit den Anlegern 61 befinden, die die Schutzecken 7 vom Senkrechtförderer 88, 89 übernehmen. Nachdem Anlegerförderer 80 bis 83 die Position an der Umreifungslinie 18 erreicht haben, werden diese von Anlegerquerförderer 14 bis 17 zur Schutzeckenposition 19 am Packstück 20 gefördert und damit nehmen die Schutzecken 7 die richtigen Positionen für die Mitumreifüng mit dem Verpackungsband 25 am Packstück 20 ein.

[0008] Anleger 61 haben Saugeinrichtungen 70, mit denen die Schutzecken 7, bis sie vom Verpackungsband 25 am Packstück 20 befestigt sind, festgehalten, danach gelöst, und von den Anlegerquerförderern 14 bis 17 zu ihren Ausgangspositionen zurückgefördert, ebenso die Anlegerförderer 80 bis 83, wobei gleichzeitig und ohne zusätzlichen Antrieb und somit auch ohne Energieaufwand die an Schwenkarmen 62 befindlichen Saugeinrichtungen 70 mittels Schrägebene 63 in Verbindung mit Rolle 64 und und Drehhebel 74 von Arbeitsposition A in Arbeitsposition B gebracht werden.


Ansprüche

1. Vorrichtung zur Herstellung von Schutzecken für Packstücke aus gewinkelten Schutzeckenrohlingen beliebiger Längen zum Schutz vor dem das Packstück zusammenhaltende Verpackungsband, dadurch gekennzeichnet, dass aüs Schutzecken- oder sonstigen Profilen, Rohlinge (2) gefördert von Anschubförderer (3) und danach Taktförderer (4) in Verbindung mit einschwenkbarer Gegendruckrolle (5) und Wegstreckenmesser (6) beliebig lange Schutzecken (7) von Stanzmesser, Säge o. dgl. (8) hergestellt, unmittelbar danach von den Saugeinrichtungen (70) der Anleger (61) aufgenommen, und danach mittels Senkrechtförderer (88, 89) Anlegerquerförder (14 bis 17) sowie Anlegerförderer (80 bis 83 an die jeweils momentane Höhenposition des Hubwerkes (12 bzw. 12.1) der Umreifüngsmaschine (13) an das Packstück (18) für die Mitumreifung durch Verpackungsband (25) angelegt werden.
 
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeicnet, dass die Saugeinrichtungen (70) der Anleger (61) ohne zusätzlichen Antrieb von der Bewegungsenergie der Anlegerförderer (80 bis 83) mittels Schwenkarm (62), Schrägebene (63), Rolle (64) und Drehhebel (74) die Saugerpositionen A bzw. B erreichen.
 
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum Zwecke der beliebigen Erweiterung des Lagervorrates der Schutzeckenrohlinge (2) beliebig viele Schutzecken oder sonstigen Profilen, Rohlinge (98)
beliebiger Höhe nebeneinanderliegend bevorratet, mittels Querfördereinrichtung (91) in Verbindung mit Längsschieber (92) und Trenner (93) durch schrägschwenkbarer Klappe (94) vereinzelt, und die einzelne Schutzecken oder sonstigen Profile, Rohlinge (98) durch höheneinstellbaren Rückhalter (99) in Verbindung mit Förderer (96) sowie schwenkbarem Vertikaltreiber (72) und feststehendem Vertikaltreiber (73) in Verbindung mit Ableger (97) wiederum vereinzelt und damit dem im Anspruch 1 beschriebenen Produktionsprozess zugeführt werden.
 




Zeichnung
















Recherchenbericht