[0001] Die Erfindung betrifft ein Papiermaschinenband mit sich quer zur Laufrichtung erstreckenden
Endkanten und mit Längsfäden, die bis zu den Endkanten gehen, wobei die Endkanten
über eine Kupplungseinrichtung miteinander verbunden sind, die komplementäre Kupplungselemente
aufweisen, die mit Längsfäden verbunden sind und an denen eine Reihe von Kupplungsgliedern
befestigt sind, die scharnierartig miteinander verbunden sind.
[0002] In Papiermaschinen kommen lange und breite Bänder zum Einsatz, die in der Papiermaschine
umlaufen und dabei die Papierbahn unterstützen. In der Regel handelt es sich dabei
um textile Filze oder Siebe, die als Basis ein Gewebe oder Gewirke aufweisen. Zur
Herstellung von Filzen werden auf diese Basis eine oder mehrere Faserschichten aufgenadelt.
Solche Filze werden insbesondere in der Pressenpartie einer Papiermaschine eingesetzt,
während Siebe im Blattbildungsbereich und in der Trockenpartie verwendet werden.
[0003] In vielen Fällen werden die Papiermaschinenbänder nicht endlos, sondern in einer
bestimmten Länge hergestellt. Die stirnseitigen Endkanten werden dann vor dem Einzug
in die Papiermaschine oder auch erst in der Papiermaschine selbst über eine Naht miteinander
verbunden. Dabei hat sich insbesondere die sogenannte Steckdrahtnaht durchgesetzt.
Bei dieser Naht werden an den einander zugewandten Endkanten des Bandes eine Vielzahl
von Kupplungsösen vorgesehen, die zum Schließen derart in Überlappung gebracht werden,
daß sie kammartig ineinander greifen und ein sich in Bandquerrichtung erstreckender
Durchgangskanal gebildet wird. In diesen Durchgangskanal wird dann ein Kupplungsdraht
eingeschoben, der die beiden Stirnseiten des Bandes nach Art eines Scharniers verbindet.
[0004] Für die Ausbildung der Kupplungsösen sind verschiedene Systeme bekannt. So können
die Kupplungsösen durch Umschlagen der Endbereiche des Papiermaschinenbandes gebildet
werden (US-A-2,077,891; US-A-3,309,790). Es können auch einzelne Fäden umgeschlagen
und zurückgewebt werden (US-A-5,148,838).
[0005] Alternativ dazu können die Kupplungsösen durch U-förmige Klammern gebildet werden,
die sich in die Enden des Bandes einkrallen. Die mit Hilfe solcher Kupplungsösen hergestellten
Nähte werden als Klippernähte bezeichnet (DE-A-2,256,244; US-A-4,344,209). Daneben
ist es durch die US-A-3,972,105 bekannt, die Kupplungsösen jeweils durch ein U-förmiges
Blechteil zu bilden, wobei die Schenkel jedes Blechteils mit der zugehörigen Stirnseite
des Bandes verbunden sind. In die Blechteile sind eine Vielzahl von Ausschnitten eingeformt,
so daß Kupplungsvorsprünge mit den Kupplungsösen entstehen.
[0006] Eine andere Alternative besteht darin, die Kupplungsösen durch jeweils eine über
die Endkanten gehende Kupplungswendel zu bilden (US-A-4,574,435; EP-B-0 185 907; EP-A-0
564 436). Die Verbindung der Wendeln mit den Stirnseiten des Papiermaschinenbandes
geschieht entweder mittels besonderer Nahtfäden oder durch die Längsfäden des Bandes
selbst, indem diese die Windungen der Wendel umschlingen.
[0007] Statt Spiralen sind als Kupplungsösen bildende Kupplungselemente auch besondere Formteile
aus Kunststoff bekannt, die jeweils mit den Längsfäden der Papiermaschinenbespannung
verbunden werden (vgl. WO 96/34146; DE-A-199 44 864; GB-A-2 231 838). Die Längsfäden
werden hierzu umgeschlagen und in der Regel zurückgewebt.
[0008] Die Verbindung der Kupplungselemente mit den Endkanten der Papiermaschinenbespannung
ist bei den bekannten Lösungen arbeits- und zeitaufwendig. Außerdem bereitet es Schwierigkeiten,
sämtliche Kupplungsösen über die große Breite der Papiermaschinenbespannung so in
Überlappung zu bringen, daß ein Kupplungsdraht problemlos und ohne auszuweichen eingeschoben
werden kann. Dies gilt insbesondere für den Fall, daß die Endkanten der Papiermaschinenbespannung
erst in der Papiermaschine miteinander gekuppelt werden.
[0009] Der Erfindung liegt folglich die Aufgabe zugrunde, die Kupplungseinrichtung bei einer
Papiermaschinenbespannung der eingangs genannten Art so zu gestalten, daß die Verbindung
der Endkanten der Papiermaschinenbespannung einfach und zeitsparend durchgeführt werden
kann.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an wenigstens einer der Längskanten,
vorzugsweise beiden Längskanten, das bzw. die Kupplungselement(e) über Steckverbindungen
mit den Längsfäden verbunden ist bzw. sind. Grundgedanke der Erfindung ist es also,
die miteinander zu verbindenden Längsfäden und Kupplungselemente so auszubilden, daß
sie ineinander gesteckt werden können. Auf diese Weise ist eine schnelle Kupplung
der Endkanten der Papiermaschinenbespannung möglich. Ein Umschlagen und Zurückweben
der Längsfäden ist nicht erforderlich. Die Steckverbindung kann mit allen oder nur
einem Teil der Längsfäden hergestellt werden.
[0011] Die Kupplungselemente sind zweckmäßigerweise als einfache Kupplungsleisten ausgebildet,
die sich über die gesamte Breite der Papiermaschinenbespannung oder auch nur einen
Teil davon erstrecken. Im letzteren Fall können an jeder Endkante mehrere Kupplungsleisten
nebeneinander angeordnet werden, wobei sich die Kupplungsleisten jeweils nur über
einen Teil der Längsfäden erstrecken und mit diesen verbunden sind. Dies kann auch
so weit gehen, daß in Breitenrichtung gesehen nebeneinander eine Vielzahl von komplementären
Kupplungselementen vorgesehen sind, die jeweils nur die Enden eines Längsfadens verbinden.
[0012] Die Steckverbindungen können von Stiften, die mit den Kupplungselementen verbunden
sind, insbesondere an ihnen angeformt sind, und von zu den Stiften komplementären
Fadenausnehmungen in den Längsfäden gebildet sein, in die die Stifte eingesteckt sind.
Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die Stifte über Rasteinrichtungen in den
Ausnehmungen gehalten sind, so daß sie sich nach Herstellung der Steckverbindungen
nicht mehr lösen. Die Rasteinrichtungen können beispielsweise aus zueinander komplementären
Rastvorsprüngen und -ausnehmungen bestehen, wobei die Stifte als Rastausnehmungen
Ringnuten und die Fadenausnehmungen als Rastvorsprünge in die Rastnuten einfassende
Ringstege aufweisen können.
[0013] Um einer Aufweitung der Fadenausnehmungen vorzubeugen, sollten sie von armierten
Wandungen, beispielsweise in Form von Armierungshülsen vorzugsweise aus Metall, umgeben
sein. Die Armierungshülsen können ein- oder beidseitig Kragen aufweisen, die in das
Material der Längsfäden so eingelassen sind, daß sie nicht über deren Querschnitt
vorstehen, also bündig mit den Fadenoberflächen abschließen.
[0014] Die Formgebung der Stifte und Fadenausnehmungen kann in weiten Grenzen beliebig sein.
Vorzuziehen sind runde oder polygonale Querschnitte, wobei die Querschnitte über die
Länge der Stifte und Fadenausnehmungen gleichbleibend sein soll.
[0015] Um die Verbindung zwischen der Kupplungseinrichtung und den Längsfäden zu verbessern,
ist es zweckmäßig, wenn zwischen den Kupplungselementen und den Längsfäden ein Querfaden
verläuft, der im Bereich der Stifte Durchbrechungen hat und mit den Längsfäden verbunden,
insbesondere verschmolzen oder verklebt ist. Der bzw. die Querfäden sorgen für eine
gleichmäßige Beabstandung der Fadenausnehmungen in den Längsfäden und vereinfachen
hierdurch die Herstellung der Steckverbindung.
[0016] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß die Längs- und/oder
Querfäden rechteckigen Querschnitt haben. Zudem ist es von Vorteil, wenn die Längsund
Querfäden Fadengelege bilden, wobei die Querfäden über die Seite der Längsfäden verlaufen,
auf der die Kupplungselemente aufgesetzt sind. Die Längs- und Querfäden können an
ihren Kreuzungspunkten miteinander verschmolzen oder verklebt sein. Das Verschmelzen
geschieht durch Wärmeeinwirkung auf die aus einem thermoplastischen Kunststoff bestehenden
Fäden.
[0017] Die Dicke der Querfäden sollte auf der Seite der Kupplungselemente der Dicke der
Kupplungselemente entsprechen, gegebenenfalls zuzüglich der Dicke des Querfadens zwischen
den Kupplungselementen und Längsfäden. Auf diese Weise wird vermieden, daß die Kupplungselemente
vorstehen. Vorzugsweise sollten die Kupplungselemente und -glieder so ausgebildet
sein, daß die Durchlässigkeit im Bereich der Kupplungseinrichtung gleich der Durchlässigkeit
im übrigen Bereich der Papiermaschinenbespannung ist. Schwankungen der Durchlässigkeit
des Papiermaschinenbandes haben nämlich nachteilige Folgen für die Papierqualität.
Um eine gleichmäßige Durchlässigkeit zu erreichen, sollte die Breite der Querfäden
in der Ebene des Papierbandes gleich der Erstreckung der Kupplungseinrichtung in Längsrichtung
des Papiermaschinenbandes sein.
[0018] Die Kupplungsglieder sind zweckmäßigerweise als miteinander fluchtende Kupplungsösen
ausgebildet, durch die ein Kupplungsdraht vorzugsweise aus einem Kunststoff verläuft.
Dabei sollte die Länge der Kupplungsösen der Breite der Längsfäden entsprechen, und
die Kupplungsösen sollten in Fortsetzung der Längsfäden angeordnet sein.
[0019] Statt dessen kann aber auch vorgesehen sein, daß jeweils ein Kupplungsglied von dem
einen Kupplungselement und ein benachbartes Kupplungsglied von dem anderen Kupplungselement
Gliederpaare bilden, die scharnierartig ineinander gesteckt sind. Dies kann beispielsweise
dadurch geschehen, daß das eine Kupplungsglied eines Gliederpaares einen Zapfen aufweist,
der in eine komplementäre Ausnehmung in dem anderen Kupplungsglied dieses Gliederpaares
einfaßt. Dabei sollten die Zapfen in den Ausnehmungen derart verrastet sein, daß die
Kupplungsglieder gegeneinander scharnierartig verschwenkbar bleiben, jedoch nicht
axial gegeneinander verschiebbar sind.
[0020] Die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Verbindung der Kupplungseinrichtung läßt es
zu, daß die Kupplungseinrichtung schon vor ihrer Verbindung mit dem Papiermaschinenband
vormontiert wird, indem die Kupplungselemente über die Kupplungsglieder miteinander
gekuppelt werden. Die Verbindung der Kupplungselemente mit den Längsfäden kann dann
anschließend dergestalt vorgenommen werden, daß das eine Kupplungselement und die
zugehörigen Längsfäden miteinander verbunden werden, vorzugsweise durch Ineinanderstecken,
und daß anschließend das andere Kupplungselement in Richtung auf deren zugehörige
Längsfäden verschwenkt und in Steckverbindung mit den Längsfäden gebracht werden.
Alternativ dazu besteht die Möglichkeit, daß beide Kupplungselemente gleichzeitig
in die Längsfäden eingesteckt werden, und zwar zweckmäßigerweise beginnend an einer
Seite des Papiermaschinenbandes und dann nach und nach zur anderen Seite hin.
[0021] In der Zeichnung ist die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher veranschaulicht.
Es zeigen:
- Figur 1
- einen Längsschnitt durch die Endbereiche eines Papiermaschinenbandes;
- Figur 2
- einen vergrößerten Ausschnitt aus der Darstellung gemäß Figur 1 mit einer ersten Kupplungseinrichtung;
- Figur 3
- eine teilweise Draufsicht auf die Endbereiche des Papiermaschinenbandes gemäß den
Figuren 1 und 2;
- Figur 4
- eine teilweise Draufsicht auf die Endbereiche eines Papiermaschinenbandes mit einer
zweiten Kupplungseinrichtung und
- Figur 5
- eine teilweise Draufsicht auf die Endbereiche eines Papiermaschinenbandes mit einer
dritten Kupplungseinrichtung.
[0022] Das in den Figuren 1 bis 3 dargestellte Papiermaschinenband 1 besteht im wesentlichen
aus einem untenseitigen Längsfadengelege 2 mit nebeneinander im Abstand verlaufenden
Längsfäden - beispielhaft mit 3 bezeichnet - und einem darauf angeordneten Querfadengelege
4 mit ebenfalls im Abstand zueinander verlaufenden Querfäden - beispielhaft mit 5
bezeichnet -, welche auf den Längsfäden 3 aufliegen. Die Längs- und Querfäden 3, 5
haben rechteckigen Querschnitt und sind an den Kreuzungspunkten miteinander verschmolzen.
Sie bestehen aus einem Thermoplast, beispielsweise PET, PA in allen Modifikationen,
PPS, PEK, PEEK, elastischem Polyester, PBT oder PTT oder Kombinationen daraus. Das
Verschmelzen geschieht durch auf die Kreuzungspunkte begrenztes Erhitzen auf Schmelztemperatur
und anschließendes Erkalten. Das Erhitzen kann beispielsweise mit Hilfe eines Lasers
durchgeführt werden.
[0023] In den Figuren 1 bis 3 sind die beiden Endbereiche des Papiermaschinenbandes 1 zusammengeführt,
so daß sie stirnseitig gegenüberstehen. Die Endkanten 6, 7 werden dabei von den Enden
der Längsfäden 3, d.h. von dem Längsfadengelege 2 gebildet. Zur Verbindung der Endkanten
6, 7 ist eine Kupplungseinrichtung 8 vorgesehen, die sich über die gesamte Breite
des Papiermaschinenbandes 1 erstreckt. Die Kupplungseinrichtung 8 weist zwei Kupplungsleisten
9, 10 auf, wobei die eine Kupplungsleiste 9 über die linksseitigen Enden der Längsfäden
3 und die andere Kupplungsleiste 10 über die rechtsseitigen Enden der Längsfäden 3
verläuft. An die Kupplungsleisten 9, 10 sind untenseitig eine Vielzahl von Stiften
11, 12 angeformt. Dabei ist jedem Längsfaden 3 ein Paar von Stiften 11, 12 zugeordnet,
d.h. die Stifte 11, 12 haben - in Längsrichtung der Kupplungsleisten 9, 10 gesehen
- den gleichen Mittenabstand wie die Längsfäden 3. Die Stifte 11, 12 haben kreisrunden
Querschnitt mit über ihre Länge gleichbleibendem Durchmesser.
[0024] Die Stifte 11, 12 sind in zu diesen komplementäre Querlöcher 13, 14 eingesteckt,
die die Längsfäden 3 vertikal durchsetzen, und zwar über die gesamte Breite des Papiermaschinenbandes
verteilt. In die Querlöcher 13, 14 sind zu deren Armierung Metallhülsen 15, 16 von
unten her eingesteckt. Die Metallhülsen 15, 16 weisen untenseitig jeweils einen Kragen
17, 18 auf, der in das Material der Längsfäden 3 eingepreßt ist, so daß die Kragen
17, 18 nicht über die Unterseiten der Längsfäden 3 vorstehen.
[0025] Die Metallhülsen 15, 16 durchsetzen die Querlöcher 13, 14 über deren gesamte Höhe.
[0026] Im unteren Bereich weisen die Metallhülsen 15, 16 jeweils einen Ringsteg 19, 20 auf.
Die Ringstege 19, 20 korrespondieren mit Ringnuten 21, 22 in den Stiften 11, 12 und
bilden mit diesen Rasteinrichtungen. Beim Einstecken der Stifte 11, 12 in die Metallhülse
15, 16 fahren die unteren Bereiche der Stifte 11, 12 über die Ringstege 19, 20, bis
die Ringnuten 21, 22 eine Rastverbindung mit den Ringstegen 19, 20 eingehen. Auf diese
Weise wird eine feste axiale Verbindung zwischen den Stiften 11,12 und den Metallhülsen
15, 16 hergestellt.
[0027] Zwischen den Kupplungsleisten 9, 10 und den Längsfäden 3 verlaufen zusätzliche, flache
Querfäden 24, 25 über die gesamte Breite des Papiermaschinenbandes 1. Die Querfäden
24, 25 sind an den Kreuzungspunkten mit den Längsfäden 3 verschmolzen, stabilisieren
so zusätzlich die Enden der Längsfäden 3 und fixieren deren Abstand zueinander.
[0028] An die einander gegenüberliegenden Seiten der Kupplungsleisten 9, 10 sind Kupplungsösen
- beispielhaft mit 26 bezeichnet - angeformt, und zwar über die Breite des Papiermaschinenbandes
1 gesehen abwechselnd eine Kupplungsöse 26 an der einen Kupplungsleiste 9 und eine
benachbarte Kupplungsöse 26 an der anderen Kupplungsleiste 10. Wie aus Figur 3 zu
ersehen ist, greifen die Kupplungsösen 26 kammartig ineinander, so daß ihre Durchgangsöffnungen
27 miteinander fluchten. Die Breite der Kupplungsösen 26 entspricht der der Längsfäden
3, und sie sind in Fortsetzung der Längsfäden 3, und in einem dem Abstand der Längsfäden
3 entsprechenden Abstand an den Kupplungsleisten 9, 10 befestigt. Durch die Durchgangsöffnungen
27 ist ein sich über die gesamte Breite des Papiermaschinenbandes 1 erstreckender
Kupplungsdraht 28 gesteckt. Er verbindet scharnierartig die Kupplungsösen 26 und damit
die Kupplungsleisten 9, 10 und letztendlich die Endkanten 6, 7 des Papiermaschinenbandes
1.
[0029] Die Kupplung der Enden des Papiermaschinenbandes 1 kann in der Weise erfolgen, daß
die Kupplungseinrichtung 8 zunächst vormontiert wird, indem die Kupplungsösen 26 in
Überlappung gebracht und der Kupplungsdraht 28 durch die Durchgangsöffnungen 27 gesteckt
wird. Dann werden zunächst die Stifte 11 der Kupplungsleiste 9 in die Querlöcher 13
der linksseitigen Enden der Längsfäden 3 eingesteckt, wobei die Stifte 12 der anderen
Kupplungsleiste 10 im rechten Winkel zu den Stiften 11 der linksseitigen Kupplungsleiste
9 im Gegenuhrzeigersinn hochgeklappt sind, so daß sie sich waagerecht über die rechtsseitigen
Enden der Längsfäden 3 erstrecken. Nach Beendigung des Einsteckens der Stifte 11 der
linksseitigen Kupplungsleiste 9 wird die rechtsseitige Kupplungsleiste 10 mit den
Stiften 12 im Uhrzeigersinn nach unten in Richtung auf die Querlöcher 14 in den rechtsseitigen
Enden der Längsfäden 3 verschwenkt, und es werden nacheinander die Stifte 12 in die
Querlöcher 14 bzw. Metallhülsen 16 eingesteckt, bis ihre Ringnuten 22 mit den dortigen
Ringstegen 20 verrastet sind. Selbstverständlich besteht die Möglichkeit, mit dem
Einstecken an den rechtsseitigen Enden der Längsfäden 3 zu beginnen.
[0030] Es ist nicht ausgeschlossen, die Verbindung der beiden Enden des Papiermaschinenbandes
1 mit Hilfe der erfindungsgemäßen Kupplungseinrichtung 8 auch in an sich bekannter
Weise dadurch herzustellen, daß zunächst die Kupplungsleisten 9, 10 mit den Enden
der Längsfäden 3 durch Einstecken verbunden werden, die Kupplungsösen 26 dann in fluchtende
Überlappung gebracht und erst danach der Kupplungsdraht 28 in die Durchgangsöffnungen
27 eingesteckt wird.
[0031] In Figur 4 sind die Enden des Papiermaschinenbandes 1 mit einer etwas abgewandelten
Kupplungseinrichtung 31 verbunden. Die Kupplungseinrichtung 31 unterscheidet sich
von der Kupplungseinrichtung 8 nur dadurch, daß an die Kupplungsleisten 32, 33 keine
Kupplungsösen mit Durchgangsöffnung angeformt sind, sondern daß anstelle jeweils einer
Kupplungsöse ein Kupplungsgliederpaar - beispielhaft mit 34 bezeichnet - vorgesehen
ist. Jedes Kupplungsgliederpaar 34 besteht aus zwei Kupplungsgliedern 35, 36, wobei
das eine Kupplungsglied 35 an der einen Kupplungsleiste 32 und das andere Kupplungsglied
36 an der anderen Kupplungsleiste 33 angeformt ist. Über die Breite des Papiermaschinenbandes
1 sind die Kupplungsglieder 35, 36 abwechselnd an der Kupplungsleiste 32 und an der
Kupplungsleiste 33 angeformt, d.h. einem an der Kupplungsleiste 32 angeformten Kupplungsglied
35 folgt ein an der anderen Kupplungsleiste 33 angeformtes Kupplungsglied 36 und diesem
wiederum ein an der Kupplungsleiste 32 angeformtes Kupplungsglied 35.
[0032] Die Kupplungsglieder 35 weisen sich in Querrichtung des Papiermaschinenbandes 1 in
Richtung auf das benachbarte Kupplungsglied 36 erstreckende Zapfen 37 runden Querschnitts
auf, die in komplementäre Ausnehmungen in dem benachbarten Kupplungsglied 36 des Kupplungsgliederpaares
34 eingesteckt sind. Über die Zapfen 37 wird eine scharnierartige, zugfeste Verbindung
der beiden Kupplungsleisten 32, 33 und damit letztendlich der Enden des Papiermaschinenbandes
1 hergestellt. Die Zapfen 37 haben eine Länge, die geringer ist als der Abstand zweier
benachbarter Kupplungsgliederpaare 34. Auf diese Weise ist es möglich, die Kupplungsglieder
35, 36 zwecks Montage der Kupplungseinrichtung 31 in Überlappung zu bringen und dann
das Einstecken der Zapfen 37 durch gegenseitiges Verschieben der Kupplungsleisten
32, 33 in Richtung ihrer Längserstreckungen in die Öffnungen der Kupplungsglieder
36 einzuschieben. Dabei können Rastverbindungen in ähnlicher Weise wie die Rastverbindungen
zwischen den Stiften 11, 12 und den Metallhülsen 15, 16 bei der Kupplungseinrichtung
8 gemäß den Figuren 1 bis 3 vorgesehen sein. Hierdurch wird eine Verschiebung der
Kupplungsleisten 32, 33 gegeneinander vermieden.
[0033] Die Kupplungsleisten 32, 33 müssen sich nicht über die gesamte Breite des Papiermaschinenbandes
1 erstrecken. Die Kupplungseinrichtung 31 kann vielmehr auch dergestalt unterteilt
sein, daß die Kupplungsleisten 32, 33 in Breitenrichtung des Papiermaschinenbandes
1 in mehrere Kupplungsleistensegmente aufgeteilt sind, die sich jeweils nur über eine
begrenzte Anzahl von Längsfäden 3 erstrekken.
[0034] Wie aus Figur 5 zu ersehen ist, kann die Segmentierung so weit gehen, daß die Enden
jedes Längsfadens 3 unabhängig von den anderen miteinander gekuppelt sind. Figur 5
zeigt die Enden des Papiermaschinenbandes 1 mit einer Kupplungseinrichtung 41, die
sich von der Kupplungseinrichtung 31 gemäß Figur 4 nur dadurch unterscheidet, daß
anstelle der Kupplungsleisten 32, 33 jeweils komplementäre Kupplungseinzelelemente
42, 43 vorgesehen sind, wobei jeweils zwei komplementäre Kupplungseinzelelemente 42,
43 die Enden eines Längsfadens 3 verbinden. Im dargestellten Beispiel werden die Enden
jedes Längsfadens 3 durch zwei jeweils komplementäre Kupplungseinzelelemente 42, 43
verbunden. Die Kupplungseinzelelemente 42, 43 sind über Steckverbindungen mit den
Längsfäden 3 verbunden, wie sie sich aus den Figuren 1 und 2 ergeben.
[0035] Zur Verbindung eines Paares von komplementären Kupplungseinzelelemente 42, 43 dient
jeweils ein Kupplungsgliederpaar - beispielhaft mit 44 bezeichnet -, das aus zwei
Kupplungsgliedern 45, 46 besteht, die in gleicher Weise ausgebildet und angeordnet
sind wie Kupplungsglieder 35, 36 bei der Kupplungseinrichtung 31 gemäß Figur 4. Das
eine Kupplungsglied 45 ist an dem einen Kupplungseinzelelement 42 und das andere Kupplungsglied
46 an dem anderen Kupplungseinzelelement 43 angeformt. Die Kupplungsglieder 45 weisen
sich in Querrichtung des Papiermaschinenbandes 1 in Richtung auf das jeweils benachbarte
Kupplungsglied 46 erstreckende Zapfen - beispielhaft mit 47 bezeichnet - runden Querschnitts
auf, die in komplementäre Ausnehmungen in dem jeweils benachbarten Kupplungsglied
46 eingesteckt sind. Über die Zapfen 47 wird - wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß
Figur 4 - eine scharnierartige, zugfeste Verbindung der Kupplungseinzelelemente 42,
43 hergestellt.
[0036] Es versteht sich, daß die Kupplungseinrichtung 31 gemäß Figur 4 und die Kupplungseinrichtung
41 gemäß Figur 5 auch so modifiziert sein können, daß deren Kupplungsglieder 35, 36
bzw. 45, 46 lediglich miteinander fluchtende Durchgangsöffnungen aufweisen, in die
dann ein Kupplungsdraht eingesetzt ist, ähnlich der in Figur 3 gezeigten Ausführungsform.
1. Papiermaschinenband (1) mit sich quer zur Laufrichtung erstreckenden Endkanten (6,
7) und mit Längsfäden (3), die bis zu den Endkanten (6, 7) gehen, wobei die Endkanten
(6, 7) über eine Kupplungseinrichtung (8; 31; 41) miteinander verbunden sind, die
komplementäre Kupplungselemente (9, 10; 32, 33; 42, 43) aufweisen, die mit Längsfäden
(3) verbunden sind und an denen Kupplungsglieder (26; 35, 36; 45, 46) befestigt sind,
die scharnierartig miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß an wenigstens einer der Endkanten (6, 7) das bzw. die Kupplungselement(e) (9, 10;
32, 33; 42, 43) über Steckverbindungen mit den Längsfäden (3) verbunden ist bzw. sind.
2. Papiermaschinenband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungselemente (9, 10; 32; 33) über Steckverbindungen mit den Längsfäden (3)
an beiden Endkanten (6, 7) verbunden sind.
3. Papiermaschinenband nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungselemente als Kupplungsleisten (9, 10; 32, 33) ausgebildet sind.
4. Papiermaschinenband nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Kupplungsleisten nur über einen Teil der Endkanten (6, 7) erstrecken und
sich über jede Endkante (6, 7) nebeneinander mehrere Kupplungsleisten aneinander reihen.
5. Papiermaschinenband nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Endkante (6, 7) mehrere Kupplungselemente (42, 43) zugeordnet sind und daß
die jeweils komplementären Kupplungselemente (42, 43) nur die Enden eines einzigen
Längsfadens (3) verbinden.
6. Papiermaschinenband nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Steckverbindungen von Stiften (11, 12), die mit den Kupplungselementen (9, 10;
32, 33; 42, 43) verbunden sind, und von mit den Stiften (11, 12) komplementären Fadenausnehmungen
(13, 14) in den Längsfäden (3) gebildet sind, in welche die Stifte (11, 12) eingesteckt
sind.
7. Papiermaschinenband nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stifte (11, 12) an den Kupplungselementen (9, 10; 32, 33; 42, 43) angeformt sind.
8. Papiermaschinenband nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Stifte (11, 12) über Rasteinrichtungen (19, 20, 21, 22) in den Ausnehmungen (13,
14) gehalten sind.
9. Papiermaschinenband nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Rasteinrichtungen aus zueinander komplementären Rastvorsprüngen (19, 20) und
Rastausnehmungen (21, 22) bestehen.
10. Papiermaschinenband nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Stifte (11, 12) als Rastausnehmungen Ringnuten (21, 22) und die Fadenausnehmungen
(13, 14) als Rastvorsprünge in die Rastnuten (21, 22) einfassende Ringstege (19, 20)
aufweisen.
11. Papiermaschinenband nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenausnehmungen (13, 14) von armierten Wandungen (15, 16) umgeben sind.
12. Papiermaschinenband nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die armierten Wandungen als in die Längsfäden (3) eingesetzte Armierungshülsen (15,
16) ausgebildet sind.
13. Papiermaschinenband nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Armierungshülsen (15, 16) einoder beidseitig Kragen (17, 18) aufweisen, die in
das Material der Längsfäden (3) so eingelassen sind, daß sie nicht über deren Querschnittfläche
vorstehen.
14. Papiermaschinenband nach einem der Ansprüche 6 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Stifte (10, 11) und Fadenausnehmungen (13, 14) runden oder polygonalen Querschnitt
haben.
15. Papiermaschinenband nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Kupplungselementen (9, 10; 32, 33) und den Längsfäden (3) ein Querfaden
(24, 25) verläuft, der im Bereich der Steckverbindungen Durchbrechungen hat und mit
den Längsfäden (3) verschmolzen oder verklebt ist.
16. Papiermaschinenband nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsfäden (3) und/oder Querfäden (5, 24, 25) rechteckigen Querschnitt haben.
17. Papiermaschinenband nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Querfäden (5) und Längsfäden (3) Fadengelege (2, 4) bilden, wobei die Querfäden
(5) über die Seite der Längsfäden (3) verlaufen, auf der die Kupplungselemente (9,
10; 32, 33; 42, 43) aufgesetzt sind.
18. Papiermaschinenband nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke der Querfäden (5) auf der Seite der Kupplungselemente (9, 10; 32, 33; 42,
43) der Dicke der Kupplungselemente (9, 10; 32, 33; 42, 43), gegebenenfalls zuzüglich
der Dicke der Querfäden (24, 25) zwischen Kupplungselementen (9, 10; 32, 33; 42, 43)
und Längsfäden (3), entspricht.
19. Papiermaschinenband nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß Kupplungselemente (9, 10; 32, 33; 42, 43) und Kupplungsglieder (26; 35, 36; 45, 46)
so ausgebildet sind, daß die Durchlässigkeit des Papiermaschinenbandes (1) im Bereich
der Kupplungseinrichtung (8; 31) gleich der Durchlässigkeit im übrigen Bereich des
Papiermaschinenbandes (1) ist.
20. Papiermaschinenband nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der Querfäden (5) in der Ebene des Papiermaschinenbandes (1) gleich der
Erstreckung der Kupplungseinrichtung (8; 31; 41) in Laufrichtung des Papiermaschinenbandes
(1) ist.
21. Papiermaschinenband nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsglieder als miteinander fluchtende Kupplungsösen (26) ausgebildet sind,
durch die ein Kupplungsdraht (28) verläuft.
22. Papiermaschinenband nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Kupplungsösen (26) der Breite der Längsfäden (3) entspricht und daß
die Kupplungsösen (26) in Fortsetzung der Längsfäden (3) angeordnet sind.
23. Papiermaschinenband nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils ein Kupplungsglied (35; 45) von einem Kupplungselement (32; 42) und ein benachbartes
Kupplungsglied (36; 46) von dem gegenüberliegenden Kupplungselement (33; 43) Gliederpaare
(34; 44) bilden, die scharnierartig ineinander gesteckt sind.
24. Papiermaschinenband nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Kupplungsglied (35; 45) eines Gliederpaares (34; 44) einen Zapfen (37; 47)
aufweist, der in eine komplementäre Ausnehmung in dem anderen Kupplungsglied (36;
46) dieses Gliederpaares (34; 44) einfaßt.
25. Papiermaschinenband nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Zapfen (37; 47) in den Ausnehmungen derart verrastet sind, daß die Kupplungsglieder
(35, 36; 45, 46) gegeneinander scharnierartig verschwenkbar sind, jedoch nicht axial
gegenseitig verschiebbar sind.
26. Verfahren zur Herstellung einer Verbindung der Endkanten (6, 7) eines Papiermaschinenbandes
(1) nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungselemente (9, 10; 32, 33; 42, 43) zunächst über die Kupplungsglieder
(26; 35, 36; 45, 46) scharnierartig miteinander gekuppelt werden und daß sie dann
über Steckverbindungen mit den Längsfäden (3) verbunden werden.
27. Verfahren nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß das bzw. die Kupplungselement(e) (9; 32; 42) und die Längsfäden (3) an einer der
Endkanten (6, 7) miteinander verbunden werden und daß anschließend das bzw. die übrige(n)
Kupplungselement(e) (10; 32; 42) in Richtung auf die Längsfäden (3) an der anderen
Endkante (6, 7) verschwenkt und in Steckverbindung mit diesen Längsfäden (3) gebracht
wird.
28. Verfahren nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß die komplementären Kupplungselemente (9, 10; 32, 33; 42, 43) gleichzeitig in die
jeweils gegenüberliegenden Enden der Längsfäden (3) eingesteckt werden.