[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Betätigungshandhabe für Türen, Fenster o.dgl.
gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 und Anspruch 6.
[0002] Für Türen sind Schließanlagen gebräuchlich, die nur autorisierten Personen den Zugang
gestatten. Schlüssel anderer Art als für solche Schließanlagen werden meist für absperrbare
Fenstergriffe benötigt. Man braucht aber für gewisse Anwendungsfälle Handhabensysteme,
die es auch ohne gesonderte Schlüssel gestatten, bedarfsweise das Öffnen und Schließen
von Fenstern oder anderen Raum-Abschlüssen allein durch Benutzungs-Berechtigte zu
organisieren und dennoch eine Bedienung zu ermöglichen, zum Beispiel zwecks Belüftung.
[0003] Zur fallweise unterdrückbaren Dreh-Mitnahme einer zugehörigen Einrichtung, etwa einer
Schloßnuß oder eines Fenstergetriebes, sind Handhaben unterschiedlicher Konstruktionen
bekannt. So sieht DE-U-8 624 544 für die Montage an einem Rahmen einen Anschlagkörper
vor, mit dem die Handhabe axialfest verbunden ist und der Rastmittel enthält, die
bevorzugte oder normgemäße Winkellagen eines Griffs definieren. Auch beschreiben EP-B-0
386 651 und EP-B-0 460 297 jeweils einen abschließbaren Fenstergriff mit einer zweistufig
wirkenden Klauenkupplungs-Verriegelung, die das Aufschwenken des Fensters nur ermöglicht,
wenn die Handhabe entsperrt ist. Man kann damit auch bei verschlossenem Griff eine
Kippstellung des Fensters bewirken, so daß sich eine Raumlüftung stets durchführen
läßt, und zwar auch durch Bedienungspersonal, das nicht über Schlüssel verfügt.
[0004] Manche Fenstergriffe haben eine Druckknopf-Einheit als axialbewegliches SicherungsElement,
womit jedoch auch Unbefugte durch bloßes Eindrücken bzw. Ausrasten den Schließzustand
herbeiführen oder ändern können, was bei manchen Verwendungen unerwünscht ist und
sogar unzulässig sein kann.
[0005] DE-U-299 13 559 beschreibt einen Griff, der wahlweise mit oder ohne Sperrmittel benutzt
werden kann. Er läßt sich - insbesondere erst bauseits - mit einem Zylinder bestücken,
welcher z.B. zwecks Austausch für ein andersschließendes System jederzeit entnehmbar
ist. Dazu weist der Griffhals eine Aussparung auf, in die ein schließanlagenfähiger
Schließzylinder einpaßbar ist, der an einem Schließring über einen Adapter angreift.
Dieser kann am unteren Ende des Schließzylinderkerns starr angeordnet sein. Allerdings
sind nur zwei Endpositionen des Schließzylinders wählbar.
[0006] Es ist ein wichtiges Ziel der Erfindung, mit wirtschaftlichen Mitteln eine verbesserte
abschließbare Handhabe mit einem möglichst schlanken oder doch wenig klobigen Griffhals
zu schaffen, die unterschiedliche Bedienungen für Anforderungen erhöhter Sicherheit
ermöglicht. Angestrebt wird eine Griffkonstruktion, die bei einfacher, kostengünstiger
Fertigung und Montage eine zuverlässige Handhabung erlaubt.
[0007] Hauptmerkmale der Erfindung sind in Anspruch 1 und in Anspruch 6 angegeben. Ausgestaltungen
sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 5 sowie 7 bis 14.
[0008] Bei einer Betätigungshandhabe für Türen, Fenster o.dgl., mit einer Rosette zur Halterung
eines drehbaren Griffs, dessen Hals mit einer Lagerung im Inneren der Rosette axialfest
verbunden, z.B. verbördelt ist, mit einem im Griffkopf befindlichen Schließzylinder
und mit einem axialverschieblichen Riegelbolzen, der mit dem Riegelelement kuppelbar
ist und in vorgegebenen Winkelstellungen des Griffs mit der Rosette verrastet, sieht
die Erfindung laut Anspruch 1 vor, daß mit dem Schließzylinder ein axialverschiebliches,
in Axialrichtung federbelastetes Rastmittel verbunden ist, das in einer definierten
Griff-Drehwinkel-Position selbsttätig eine Rastposition einnimmt. Diese neuartige
und sehr effektive Konstruktion gewährleistet eine ganze Anzahl zuverlässiger Bedienungs-Möglichkeiten.
[0009] Gemäß Anspruch 2 ist das Rastmittel ein im Schließzylinder angeordneter Riegelbolzen,
der in Axialrichtung federbelastet verschieblich ist und nach Anspruch 3 über abgestufte
Kreisringflächen gleitet. Dazu trägt die Maßnahme von Anspruch 4 bei, wonach das Rastmittel
im Schließzylinder kulissengeführt ist, was wegen der sicheren Bewegungs-Mitnahme
eine bedeutsame Verbesserung gegenüber dem Stand der Technikdarstellt.
[0010] Bei der Gestaltung von Anspruch 5 hat der Schließzylinder eine drehfeste Wandung,
in welcher ein von dem Rastmittel radial abstehender Stift axialgeführt ist, vorzugsweise
in einer geraden Längsnut, die den Hub des Rastmittels lenkt.
[0011] Ferner sieht der unabhängige Anspruch 6 bei einer Handhabe der eingangs genannten
Art vor, daß der Schließzylinder einen Kern hat, der mit einem Radial-Durchbruch versehen
ist, der einen von dem Rastmittel radial abstehenden Stift bewegungssteuernd führt.
Dadurch läßt sich der Bewegungsverlauf auf einfache und betriebszuverlässige Weise
festlegen, bevorzugt indem der Durchbruch nach Anspruch 7 ein von dem Stift durchsetztes
Kurvenfenster ist. Dessen Gestalt läßt sich den Bedürfnissen bestimmter Anwendungen
anpassen.
[0012] Günstig ist es, wenn der Durchbruch laut Anspruch 8 eine abgewinkelte Kontur hat,
wobei eine untere Begrenzung ein flaches Segment aufweist, das über eine Mulde in
ein steileres Segment übergeht, insbesondere eine Steilflanke. Damit wird das Ausmaß
des Hubes auf konstruktiv besonders einfache Weise definiert. Ferner sieht Anspruch
9 vor, daß der Durchbruch an einer oberen Begrenzung zwei zueinander axialversetzte
gerade Kanten aufweist, die im wesentlichen waagrecht bzw. quer zur Zylinderachse
verlaufen und an einer senkrechten Zwischenkante oberhalb der Mulde enden.
[0013] Ein weiteres Merkmal des Kurvenfensters ist in Anspruch 10 angegeben, wonach Seitenkanten
des Durchbruchs für den Stift Anschläge bilden, wobei der Durchbruch laut Anspruch
11 zweckmäßig über einen Umfangswinkel von wenigstens 180°, vorzugsweise 220° reicht.
[0014] In Anspruch 12 ist die wichtige Eigenschaft der Handhabe definiert, daß bei in den
Schließzylinder eingestecktem Schlüssel zum Schwenken des Griffs aus einer Quer- in
die Aufwärts-Vertikalposition eine Zweihand-Bedienung erforderlich ist. Man hat damit
eine wirksame Kindersicherung, die Unfälle zu vermeiden hilft. Speziell ist der Griff
gemäß Anspruch 13 aus einer Querposition (3-Uhr-Lage oder 9-Uhr-Lage) nur aufwärts
schwenkbar, während der Schlüssel entgegen Federkraft gedreht wird.
[0015] Anspruch 14 sieht vor, daß beim Schwenken des Griffs aus der Aufwärts-Vertikalposition
(12-Uhr-Lage) in eine Querposition (3-Uhr- oder 9-Uhr-Lage) der Riegelbolzen unter
Federkraft hinter einem Tangentialanschlag einrastbar ist, unabhängig davon, ob der
Schlüssel im Schließzylinder steckt oder nicht.
[0016] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem Wortlaut
der Ansprüche sowie aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand
der Zeichnungen. Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine Teil-Schrägansicht eines abschließbaren Griffs mit Rosette in einer Ausgangsposition,
- Fig. 2 bis 7
- je eine Teil-Schrägansicht in verschiedenen Arbeitsstellungen,
- Fig. 2a bis 7a
- jeweils den Fig. 2 bis 7 zugeordnete Griffpositions-Darstellungen mit angedeuteten
Schlüsselstellungen und
- Fig. 8a und 8b
- je eine schräge Drunter- bzw. Draufsicht auf einen Schließzylinder, teilweise aufgeschnitten.
[0017] Man erkennt in Fig. 1 einen in einer Rosette 20 axialfest/drehbar gelagerten, allgemein
mit 10 bezeichneten Fenstergriff, dessen Griffkopf 12 teilweise aufgeschnitten dargestellt
ist, um einen Einblick ins Innere zu ermöglichen. Die Rosette 20 weist Anschlagnocken
21 (Fig. 3, 4, 7) und eine Verstärkungsplatte 22 mit Schraublöchern 24 auf. Neben
diesen befindet sich beiderseits je ein Riegelloch 64. Eine Abdeckplatte 28, die sich
am Boden des Griffkopfes 12 mit einer Druckfeder 38 abstützt, übergreift die Rosette
20. Diese hat einen mittigen Durchbruch, in welchem die Rosette 20 - samt einer in
ihr befestigten oder mit ihr einstückigen Riegelhülse 30 - von einem Vierkant 26 zentrisch
durchsetzt wird, der im Griffkopf 12 in ein Vierkantloch 16 eingreift.
[0018] Parallel zu dem Vierkantloch 16 ist ein ebenfalls achsparalleles Rundloch 14 vorhanden,
das einen Schließzylinder 18 aufnimmt, dessen Kern 40 einen von einer Druckfeder 42
ständig axialbelasteten Riegelbolzen 44 axialbeweglich führt, siehe die Detailzeichnungen
Fig. 8a und 8b. Ein Sprengring 29 (Fig. 4 bis 6) sichert den Schließzylinder 18 gegen
Axialzug. Zwei einander diametral gegenüberstehende Längsnuten 19 verlaufen in der
Schließzylinder-Wandung 60 parallel zur Achse A (Fig.7) und dienen zur Aufnahme der
(nicht gezeichneten) Zuhaltungen des Schließzylinders 18, wenn der Schlüssel S abgezogen
werden soll. Ein Stift 48, der von dem Riegelbolzen 44 radial absteht, führt diesen
drehfest in einer (nicht gezeichneten) Längsnut, die sich zwischen den Nuten 19 in
der Schließzylinder-Wandung 60 befindet. Ein Ringflansch 32 der Riegelhülse 30 hat
einen nach oben abstehenden Halbkreiskragen 34 und - als Ergänzung zum Vollkreis -
eine zum Kragen 34 axial zurücktretende, untere Halbringfläche 36, in die als Verriegelungs-Teil
eine achsparallele Einwölbung 46 eingebracht ist. Sie legt den Riegelbolzen 44 am
Umfang fest, um den Griff 10 zu verriegeln und gegen Drehung zu sichern.
[0019] Wichtig ist am Zylinderkern 40 ein Radialdurchbruch 50, dessen untere Begrenzung
von einem flachen, etwa waagrecht verlaufenden Wendelabschnitt oder Segment 52 und
einem daran anschließenden, steileren (Wendel-)Segment 56 gebildet sind. Am abknickenden
Übergang zwischen den Segmenten 52, 56 befindet sich eine Mulde 54. Das flache Segment
52 erstreckt sich bevorzugt über einen Winkel von 180°, während die von der Mulde
54 ausgehende Steilflanke 56 einen Winkel von z.B. 40° einnimmt. An den Seitenkanten
des Durchbruchs 50 bilden die Segment-Enden für den Stift 48 je einen Anschlag. Oben
laufen beiderseits von dort gerade Kanten aufeinander zu, nämlich eine schwach geneigte
Kante 62 und eine waagrechte Kante 66, und zwar derart zueinander axialversetzt, daß
an einer vertikalen Zwischenkante 58 oberhalb der Mulde 54 eine vertikale Anschlagstufe
gebildet ist.
[0020] Im folgenden wird die Funktion der Handhabe erläutert. Zunächst befindet sich der
Fenstergriff 10 in der Grundposition von Fig. 1, so daß der Griff-Hauptteil parallel
zur Längsrichtung der Rosette 20 abwärts steht. Die Winkelstellung des Schlüssels
S-vergl. Fig. 1a - wird als 6-Uhr-Lage bezeichnet. Dabei befindet sich der Stift 48
im Anschlag am Ende des flachen Segments 52 (links im Bild), und der Riegelbolzen
44 ist in die Einwölbung 46 eingetreten. Von dem abgeschlossenen Griff 10 kann der
Schlüssel S abgezogen werden, d.h. man hat einen ersten Betriebszustand wie bei jedem
abschließbaren Fenstergriff.
[0021] In Fig. 2 befindet sich der Fenstergriff 10 gleichfalls in der Abwärts-Stellung parallel
zur Längsrichtung der Rosette 20, doch steht der Schlüssel S gemäß Fig. 2a in der
12-Uhr-Position, d.h. der Schließzylinder 18 ist gegenüber Fig. 1 um 180° gedreht.
Dadurch ist der Stift 48 über das flache Segment 52 hinweg in die Mulde 54 gelangt
und somit der Riegelbolzen 44 mit seinem unteren Ende knapp oberhalb der Halbkreisfläche
36, außer Eingriff zur Einwölbung 46 (vergl. Fig. 5 und 6). Der Schlüssel S ist abziehbar
und der Griff 10 kann in eine Querposition (nach links in die 3-Uhr-Lage, Fig. 3 und
3a; oder nach rechts in die 9-Uhr-Lage, nicht gezeichnet) geschwenkt werden, wobei
der Riegelbolzen 44 an einem von zwei Stufen- bzw. Tangentialanschlägen 68 des Halbkreiskragens
34 zur Anlage kommt. Dies ist ein zweiter Betriebszustand, der im Zusammenwirken mit
einem TBT-Fenstergetriebe ["
tilt-
before
turn"-Modus: erst Kippen, dann Schwenken] erhöhte Sicherheit bietet. Beispielsweise
kann jedermann, auch ein Kind, das teilabgeschlossene Fenster - etwa zur Lüftung-ohne
Schlüssel S kippen oder schließen, nicht jedoch öffnen.
[0022] Um zur Position von Fig. 4 zu gelangen, ist eine Zweihandbedienung erforderlich.
Man dreht den Schließzylinder 18 mit einer Hand über den Schlüssel S nach rechts in
die [andere] Endlage (Fig. 4a), wobei der Stift 48 am Ende der Steilflanke des Segments
56 zum Anschlag kommt. Der Riegelbolzen 44 ist dadurch maximal zurückgefahren, so
daß die andere Hand den Fenstergriff 10 in seine Vertikalposition (12-Uhr-Lage, Fig.
5) bringen kann. In diesem dritten Zustand läßt sich das Fenster zum Öffnen schwenken.
Unabhängig davon, ob der Schlüssel S steckt oder nicht, führt des Herunterschwenken
des Griffs 10 in eine Querposition stets zum Einrasten des Riegelbolzens 44 an einem
der Tangentialanschläge 68, weil die große Steigung des Segments 56 eine Selbsthemmung
ausschließt. Diese Position ist auch in Fig. 6 noch gegeben, doch ist der Schlüssel
S abgezogen. Damit das in der 6-Uhr-Position des Schlüssels S gemacht werden konnte,
mußte der Schließzylinder18 so weit zurückgedreht werden, daß der Stift 48 an der
Zwischenkante 58 die Umfangslage der Mulde 54 erreicht und tangential anschlägt, während
der Riegelbolzen 44 federbelastet auf dem Halbkreiskragen 34 des Ringflansches 32
ruht.
[0023] Sobald der Riegelbolzen 44 beim schlüssellosen Rückschwenken des Griffs 10 in die
Position von Fig. 7 und 7a den Tangentialanschlag 68 überfährt, rastet der Stift 48
unter der Kraft der Druckfeder 42 in der Mulde 54 ein. Die freie Stirnfläche des Riegelbolzens
44 schwebt dann über der Halbringfläche 36 des Ringflansches 32.
[0024] Die Erfindung ist nicht auf eine der vorbeschriebenen Ausführungsformen beschränkt,
sondern in vielfältiger Weise abwandelbar, je nach den für Türen, Fenster o.dgl. gegebenen
Erfordernissen. Sie überschreitet die Möglichkeiten der herkömmlichen Technik, die
bei nur zwei Positionen des Schließzylinders entweder das ungehinderte Schwenken eines
Fenstergriffs oder dessen Teildrehung erlaubte. Der erfindungsgemäße Fenstergriff
10 ist in seiner Grundstellung absperrbar und das Fenster bleibt bei abgezogenem Schlüssel
S stets sicher, denn es kann zwar gekippt oder geschlossen, aber nicht aufgeschwenkt
werden. Selbst bei versehentlich steckengelassenem Schlüssel S wirkt der Schließzylinder
18 noch als Kindersicherung, weil man beide Hände benötigt, um den Griff 10 aus einer
Quer- in die Aufwärts-Vertikalposition (12-Uhr-Lage, Fig. 5a und 6a) zu bewegen: der
Griff 10 läßt sich nur hochschwenken, während eine Hand den auf der Steilflanke 56
drehgefederten Schlüssel S dreht, damit der Riegelbolzen 44 den Tangentialanschlag
68 überwindet.
[0025] Zusammenfassend ist festzuhalten, daß eine bevorzugte Ausführungsform einer Betätigungshandhabe
für Türen, Fenster o.dgl., mit einer Rosette 20 zur Halterung eines Drehgriffes 10,
in dessen Griffkopf 12 einen Schließzylinder 18 mit einem federbelasteten axialverschieblichen
Riegelbolzen 44 hat, der in einer definierten Griff-Drehwinkel-Position selbsttätig
eine Rastposition einnimmt, indem er mit einem freien Ende über ein als gestufte Riegelhülse
ausgebildetes Riegelelement 30 der Rosette 20 gleitbar ist. Der Schließzylinder 18
hat eine drehfeste Wandung 58 und einen Kern 40 mit einem Radial-Durchbruch 50, der
einen von dem Riegelbolzen 44 radial abstehenden Stift 48 bewegungssteuernd führt.
Der Durchbruch 50 reicht über einen Umfangswinkel von wenigstens 180°, vorzugsweise
220°, und bildet Kurvenfenster in Form einer abgewinkelten Kontur, die unten ein flaches
Segment 52 ist, das über eine Mulde 54 in ein steileres Segment (Steilflanke) 56 übergeht.
Oben sind zwei axialversetzte gerade Kantenabschnitte 62, 66 vorhanden, die an einer
senkrechten Zwischenkante 58 oberhalb der Mulde 54 enden, wobei Durchbruch-Seitenkanten
für den Stift 48 Anschläge bilden. Bei in den Schließzylinder 18 eingestecktem Schlüssel
S ist zum Griffschwenken aus einer Quer- in die Aufwärts-Vertikalposition eine Zweihand-Bedienung
erforderlich. Schwenkt man den Griff 10 abwärts in eine Querposition (3-Uhr- oder
9-Uhr-Lage), so rastet der Riegelbolzen 44 unter Federkraft hinter einem Tangentialanschlag
68 ein, ob der Schlüssel S im Schließzylinder 18 steckt oder nicht.
[0026] Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen hervorgehenden
Merkmale und Vorteile, einschließlich konstruktiver Einzelheiten, räumlicher Anordnungen
und Verfahrensschritten, können sowohl für sich als auch in den verschiedensten Kombinationen
erfindungswesentlich sein.
Bezugszeichenliste
[0027]
- A
- Achse
- 10
- Fenstergriff
- 12
- Griffkopf
- 14
- Rundloch
- 16
- Vierkantloch
- 18
- Schließzylinder
- 19
- Längsnuten
- 20
- Rosette
- 21
- Anschlagnocken
- 22
- Verstärkungsplatte
- 24
- Schraublöcher
- 26
- Vierkant
- 28
- Abdeckplatte
- 29
- Sprengring
- 30
- Riegelhülse
- 32
- Ringflansch
- 34
- Halbkreiskragen
- 36
- Halbringfläche
- S
- Schlüssel
- 38
- Druckfedern
- 40
- Kern
- 42
- Druckfedern
- 44
- Riegelbolzen
- 46
- Einwölbung
- 48
- Stift
- 50
- (Radial-)Durchbruch
- 52
- flaches Segment
- 54
- Mulde
- 56
- steiles Segment / Steilflanke
- 58
- Zwischenkante / Stufe
- 60
- Wandung
- 62
- schwach geneigte Kante
- 64
- Riegelloch
- 66
- gerade Kante
- 68
- Tangentialanschlag / Stufe
1. Betätigungshandhabe für Türen, Fenster o.dgl., mit einer Rosette (20) zur Halterung
eines drehbaren Griffes (10), dessen Hals mit einer Lagerung im Inneren der Rosette
(20) axialfest verbunden, z.B. verbördelt ist, mit einem im Griffkopf (12) befindlichen
Schließzylinder (18) und mit einem axialverschieblichen Riegelbolzen (44), der mit
dem Riegelelement (30) der Rosette (20) kuppelbar ist und in vorgegebenen Winkelstellungen
des Griffes (10) mit ihr verrastet, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Schließzylinder (18) ein axialverschiebliches, in Axialrichtung federbelastetes
Rastmittel (44) verbunden ist, das in einer definierten Griff-Drehwinkel-Position
selbsttätig eine Rastposition einnimmt.
2. Handhabe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rastmittel der im Schließzylinder (18) angeordnete Riegelbolzen (44) ist.
3. Handhabe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Rastmittel (44) mit einem freien Ende über das als gestufte Riegelhülse ausgebildete
Riegelelement (30) gleitbar ist.
4. Handhabe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Rastmittel (44) im Schließzylinder (18) kulissengeführt ist.
5. Handhabe wenigstens nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schließzylinder (18) eine drehfeste Wandung (58) hat, in welcher ein von dem
Rastmittel (44) radial abstehender Stift (48) axialgeführt ist.
6. Handhabe mit einer Rosette (20) zur Halterung eines drehbaren Griffs (10), dessen
Hals mit einer Lagerung im Inneren der Rosette (20) axialfest verbunden, z.B. verbördelt
ist, mit einem im Griffkopf (12) befindlichen Schließzylinder (18) und mit einem axialverschieblichen
Riegelbolzen (30), der mit dem Riegelelement (44) der Rosette (20) kuppelbar ist und
in vorgegebenen Winkelstellungen des Griffs (10) mit ihr verrastet, insbesondere nach
einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Schließzylinder (18) einen Kern (40) hat, der mit einem Radial-Durchbruch (50)
versehen ist, welcher einen von dem Rastmittel (44) radial abstehenden Stift (48)
bewegungssteuernd führt.
7. Handhabe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchbruch (50) ein von dem Stift (48) durchsetztes Kurvenfenster ist.
8. Handhabe nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchbruch (50) eine abgewinkelte Kontur hat, wobei eine untere Begrenzung ein
flaches Segment (52) aufweist, das über eine Mulde (54) in ein steileres Segment (Steilflanke
56) übergeht.
9. Handhabe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchbruch (50) an einer oberen Begrenzung zwei zueinander axialversetzte gerade
Kantenabschnitte (62, 66) aufweist, die im wesentlichen waagrecht bzw. quer zur Zylinderachse
(A) verlaufen und an einer senkrechten Zwischenkante (58) oberhalb der Mulde (54)
enden.
10. Handhabe nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß Durchbruch-Seitenkanten für den Stift (48) Anschläge bilden.
11. Handhabe nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchbruch (50) über einen Umfangswinkel von wenigstens 180°, vorzugsweise 220°
reicht.
12. Handhabe nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß bei in den Schließzylinder (18) eingestecktem Schlüssel (S) zum Schwenken des Griffs
(10) aus einer Quer- in die Aufwärts-Vertikalposition eine Zweihand-Bedienung erforderlich
ist.
13. Handhabe nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Griff (10) aus einer Querposition (3-Uhr- oder 9-Uhr-Lage) nur aufwärts schwenkbar
ist, während der Schlüssel (S) entgegen Federkraft gedreht wird.
14. Handhabe nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß beim Schwenken des Griffs (10) aus der Aufwärts-Vertikalposition (12-Uhr-Lage) in
eine Querposition (3-Uhr- oder 9-Uhr-Lage) der Riegelbolzen (44) unter Federkraft
hinter einem Tangentialanschlag (68) einrastbar ist, unabhängig davon, ob der Schlüssel
(S) im Schließzylinder (18) steckt oder nicht.