[0001] Die Erfindung betrifft eine Wertdepoteinrichtung mit einem im einem Wertschutzraum
angeordneten Wertkassettenmagazin, einem in einer Trennwand angeordneten Zugangsschalter,
einer das Wertkassettenmagazin mit dem Zugangsschalter verbindenden, durch eine Steuereinrichtung
steuerbaren Fördereinrichtung zum Transport von Wertkassetten zwischen jeweils einem
ausgewählten Magazinplatz zu dem Zugangsschalter sowie mit einer mit der Steuereinrichtung
in Wirkverbindung stehenden Identifikationseinrichtung.
[0002] Derartige Wertdepoteinrichtungen sind üblicherweise in festen Gebäuden, beispielsweise
Bankgebäuden, angeordnet und dienen dazu, in Wertkassetten aufgenommene Wertgegenstände,
wie Geld, Schmuck, Schlüsseln oder Dokumente, im Wertkassettenmagazin weitestgehend
einbruchsicher unterzubringen. Der Zugang zu den von Kunden angemieteten Wertkassetten
soll für den Kunden möglichst einfach und unkompliziert sein.
[0003] Zugleich muß aber mit hoher Verläßlichkeit sichergestellt sein, daß jeweils nur der
befugte Kunde Zugriff auf die von ihm angemietete Wertkassette hat. Um den Personalaufwand
möglichst gering zu halten und den Kunden auch außerhalb der Betriebszeiten, zu denen
Personal anwesend ist, einen Zugang zu der angemieteten Wertkassette zu ermöglichen,
sind die Wertdepoteinrichtungen der eingangs genannten Gattung mit einer Identifikationseinrichtung
ausgestattet, die beispielsweise einen Chipkartenleser oder eine Ziffernund/oder Buchstabentastatur
oder eine Kombination von beidem aufweist, wodurch sich der Kunde durch Einführen
einer Chipkarte und/oder Eingabe einer nur ihm bekannten Geheimkennung als Berechtigter
ausweist. Nur dann wird die Fördereinrichtung so gesteuert, daß sie die vom Kunden
angemietete Wertkassette aus einem Magazinplatz im Wertkassettenmagazin zum Zugangsschalter
fördert und für den Kunden zugänglich macht.
[0004] Die Anordnung solcher Wertdepoteinrichtungen in festen Gebäuden mit einbruchhemmend
ausgeführten Räumen schränkt die örtlichen Einsatzmöglichkeiten entscheidend ein.
Gerade in Bereichen, in denen keine oder keine geeigneten Gebäude zur Verfügung stehen,
beispielsweise auf Campingplätzen oder in anderen Touristencamps, besteht ein erhöhter
Bedarf an einer weitgehend gegen Einbrüche gesicherten, gleichwohl aber einfach zugänglichen
Aufbewahrungsmöglichkeit für Wertsachen.
[0005] Daneben besteht auch ein Bedarf, derartige Wertdepoteinrichtungen nachträglich in
Räumen einzurichten, die nicht als Wertschutzräume einbruchhemmend ausgeführt sind.
Dieser Bedarf besteht beispielsweise, wenn nachträglich in einem Bürogebäude eine
Wertdepoteinrichtung erforderlich wird. Ein weiterer häufiger Bedarfsfall ist die
Einrichtung von Wertdepots in Hotels, wobei der Gast Wertsachen deponieren kann.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Wertdepoteinrichtung der eingangs genannten
Gattung so auszugestalten, daß sie in einfacher Weise auch in solchen örtlichen Bereichen
eingesetzt werden kann, in denen keine oder keine geeigneten Gebäude oder Räume zur
Verfügung stehen.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der das Wertkassettenmagazin
aufweisende Wertschutzraum mit der den Zugangsschalter enthaltenden Trennwand in einem
transportablen Depotgehäuse angeordnet ist.
[0008] Das Depotgehäuse, das insgesamt oder vorzugsweise mindestens in seinem den Wertschutzraum
umschließenden Teil einbruchhemmend ausgeführt ist, kann mittels eines Krans, eines
Gabelstaplers oder einer anderen Schwertransporteinrichtung dort aufgestellt werden,
wo es - oftmals nur zeitweise - benötigt wird, beispielsweise auf Campingplätzen.
Da die Steuereinrichtung, die alle Funktionen der Wertdepoteinrichtung steuert, zusammen
mit der die Zugangsberechtigung des Kunden überprüfenden Identifikationseinrichtung
in dem transportablen Depotgehäuse angeordnet ist, sind nicht nur das die Wertkassetten
aufnehmende Wertkassettenmagazin, sondern auch alle die Funktion, insbesondere den
Zugang, steuernden Einrichtungen gegen unberechtigten Zugriff geschützt untergebracht.
[0009] In kleinerer und leichterer Ausführung kann das Depotgehäuse wie beispielsweise ein
Wertschutzschrank transportiert und aufgestellt werden, so daß es möglich ist, nachträglich
in beliebigen Räumen eines Gebäudes eine Wertdepoteinrichtung zu schaffen. Bei einer
geplanten Änderung der Raumnutzung kann das Depotgehäuse wieder entfernt und gewünschtenfalls
in einem anderen Raum aufgestellt werden. Im Gegensatz zu der Aufnahme von mehreren
Wertkassetten in einem Wertschutzschrank hat jeder Benutzer bei der erfindungsgemäßen
Wertdepoteinrichtung nur Zugriff auf die ihm zugewiesene Wertkassette, während alle
übrigen Wertkassetten unzugänglich und einbruchhemmend geschützt bleiben.
[0010] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß sich an
die den Zugangsschalter enthaltende Trennwand auf der dem Wertschutzraum abgekehrten
Seite ein Zugangsraum im Depotgehäuse anschließt. Vorzugsweise ist der Zugangsraum
von außen durch eine mittels einer Kontrolleinrichtung zu öffnende Zugangstür zugänglich.
[0011] Damit wird erreicht, daß bereits der Zugang zu dem Zugangsraum dadurch überwacht
wird, daß der Kunde die Kontrolleinrichtung betätigen muß und dadurch identifiziert
wird.
[0012] Die Kontrolleinrichtung kann beispielsweise einen Chipkartenleser für eine Kreditkarte
oder eine ähnliche Chipkarte und/oder eine Ziffern- und/oder Buchstabentastatur aufweisen,
in die der Kunde eine nur ihm bekannte Geheimkennung eingibt.
[0013] Zugleich wird durch den Verschluß des Zugangsraums mittels einer Zugangstür erreicht,
daß der Kunde ungestört die Wertdepoteinrichtung benutzen kann.
[0014] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Erfindungsgedankens sind Gegenstand weiterer
Unteransprüche.
[0015] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert, das in der
Zeichnung dargestellt ist. Es zeigt:
Fig. 1 in einer Ansicht schräg von vorne eine Wertdepoteinrichtung, deren Depotgehäuse
der deutlicheren Darstellung halber teilweise aufgebrochen dargestellt ist,
Fig. 2 die Wertdepoteinrichtung nach Fig. 1 in einer Ansicht von schräg hinten mit
ebenfalls teilweise aufgebrochenem Depotgehäuse.
Fig. 3 in vereinfachter räumlicher Darstellungsweise eine andere Ausführungsform einer
Wertdepoteinrichtung, die nach Art eines Wertschutzschrankes transportabel und nachträglich
in einem Raum aufstellbar ist,
Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV in Fig. 3,
Fig. 5 eine Ansicht der Wertdepoteinrichtung in Richtung des Pfeils V in Fig. 4 bei
geöffneter Rückwand,
Fig. 6 eine Detaildarstellung bei VI in Fig. 5,
Fig. 7 eine Detaildarstellung an einer der verwendeten Wertschutzkassetten,
Fig. 8 in einem Schnitt entsprechend der Fig. 4 eine erweiterte Ausführung einer Wertdepoteinrichtung,
Fig. 9 in einem Schnitt ähnlich den Fig. 4 und 8 eine abgewandelte Ausführungsform
einer Wertdepoteinrichtung und
Fig. 10 einen Schnitt und teilweise eine Ansicht längs der Linie X-X in Fig. 9.
[0016] Die in der Zeichnung in Fig. 1 und 2 dargestellte Wertdepoteinrichtung ist in einem
transportablen Depotgehäuse 1, beispielsweise aus Stahlblech, untergebracht. Das Depotgehäuse
1 umschließt einen Wertschutzraum 2, in dem ein Wertkassettenmagazin 3 angeordnet
ist. Das Wertkassettenmagazin 3 weist zahlreiche Magazinplätze 4 zur Aufnahme jeweils
einer Wertkassette 5 auf. Die den Wertschutzraum 2 umschließenden Wände sind einbruchhemmend
ausgeführt.
[0017] Im Depotgehäuse 1 ist außerdem ein Zugangsraum 6 angeordnet, der von dem Wertschutzraum
2 durch eine einbruchhemmend ausgeführte Trennwand 7 getrennt ist. Der Zugangsraum
7 ist auf der dem Wertschutzraum 2 abgekehrten Seite der Trennwand 7 im Depotgehäuse
1 angeordnet. In der Trennwand 7 ist ein Zugangsschalter 8 angeordnet. Eine in Fig.
2 nur teilweise angedeutete Fördereinrichtung 9 verbindet alle Magazinplätze 4 mit
dem Zugangsschalter 8. Eine (nicht dargestellte) Steuereinrichtung steuert die Fördereinrichtung
9 so, daß einzelne Wertkassetten 5 von ihrem jeweiligen Magazinplatz 4 zum Zugangsschalter
8 und zurück transportiert werden können. An dem sich öffnenden Zugangsschalter 8
ist die dorthin transportierte Wertkassette für den Kunden zugänglich.
[0018] Die Steuereinrichtung steht in Wirkverbindung mit einer Identifikationseinrichtung
10, die beispielsweise einen Chipkartenleser und/oder eine Ziffern- und/oder Buchstabentastatur
aufweist. Mit der Steuereinrichtung ist außerdem ein Bildschirm 11 und ein (nicht
dargestellter) Drucker verbunden. Die Identifikationseinrichtung 10, an der sich der
Kunde gegenüber dem System als Berechtigter ausweisen kann, ist an der den Zugangsschalter
8 enthaltenden Trennwand 7 angebracht.
[0019] Der Zugangsraum 6 ist von außen durch eine Zugangstür 12 zugänglich, die mittels
einer an der Außenseite des Depotgehäuses angebrachten Kontrolleinrichtung 13 geöffnet
werden kann. Die Kontrolleinrichtung 13 weist beispielsweise einen Chipkartenleser
und/oder eine Ziffernund/oder Buchstabentastatur auf. Der Wertschutzraum 3 ist durch
eine einbruchhemmend ausgeführte Schutztür 14 in einer Rückwand des Depotgehäuses
1 nur für das Bedienungspersonal zugänglich.
[0020] Ein Kunde, der die Wertdepoteinrichtung benutzen will, weist sich zunächst an der
Kontrolleinrichtung durch Einführen einer Chipkarte und/oder durch Eingabe einer Geheimkennung
als berechtigt aus. Daraufhin wird die Zugangstür 12 geöffnet, und der Kunde kann
den Zugangsraum 6 betreten. Dort weist er sich durch Einstecken seiner Chipkarte,
beispielsweise Kreditkarte, und/oder Eingabe der nur ihm bekannten Geheimkennung in
die Identifikationseinrichtung 10 als berechtigter Benutzer einer der im Wertkassettenmagazin
3 untergebrachten Wertkassette 5 aus.
[0021] Sodann kann der Kunde eine Auswahl unter mehreren ihm gebotenen Befehle treffen.
Insbesondere kann er die Steuereinrichtung so betätigen, daß die Fördereinrichtung
9, die dem Kunden zugewiesene Wertkassette 5 zum Zugangsschalter 8 transportiert und
diesen öffnet, so daß die Wertkassette 5 für den Kunden zugänglich ist. Der Kunde
kann Wertsachen entnehmen oder einlegen und anschließend den Befehl geben, die Wertkassette
5 wieder an einen Magazinplatz 4 zurückzufördern, wobei sich der Zugangsschalter 8
wieder schließt.
[0022] Außerdem kann der Kunde erstmalig eine Wertkassette anmieten, eine schon laufende
Vermietung verlängern, einen gewünschten Mietzeitraum wählen oder die Vermietung beenden.
Für alle diese Vorgänge wird für den Kunden ein Quittungsdruck erstellt. Der Kunde
entnimmt seine Chipkarte und verläßt den Zugangsraum 6, der danach für den Zugang
eines weiteren Kunden zur Verfügung steht.
[0023] Das Depotgehäuse 1, das eine transportable Einheit bildet, ist beispielsweise mit
Transportösen 15 versehen, die es ermöglichen, das Depotgehäuse 1 an das Hebezeug
eines Transportfahrzeugs anzuschlagen.
[0024] Die in den Fig. 3-7 dargestellte Wertdepoteinrichtung unterscheidet sich von der
vorher beschriebenen Wertdepoteinrichtung im wesentlichen dadurch, daß das transportable
Depotgehäuse 1' in seinen Außenabmessungen so gestaltet ist, daß die Wertdepoteinrichtung
in Innenräumen eines Gebäudes aufgestellt werden kann. Die Querschnittsabmessungen
des Depotgehäuses 1' sind kleiner als das lichte Innenmaß einer Gebäudeinnentür. Das
Depotgehäuse 1 paßt somit hinsichtlich seiner Breite und seiner Höhe durch jede Tür
im Inneren eines Gebäudes und kann deshalb in beliebigen Räumen aufgestellt werden.
Das im Wertschutzraum 2' des einbruchhemmend ausgeführten Depotgehäuses 1 untergebrachte
Wertkassettenmagazin 3' weist bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel
zwei Kassettenstapel 16 und 17 mit jeweils einer Vertikalfördereinrichtung 18 (Fig.
5) auf. Die beiden Kassettenstapel 16 und 17 sind an ihrer Oberseite durch eine obere
Querfördereinrichtung 19 und an ihrer Unterseite durch eine untere Querfördereinrichtung
20 verbunden. Jeder Kassettenstapel 16, 17 enthält übereinander angeordnete, von der
Vertikalfördereinrichtung 18 getragene Wertkassetten 5'.
[0025] Wie man aus den Fig. 5 und 6 erkennt, weist jede Vertikalfördereinrichtung 18 jeweils
zwei seitliche vertikale Förderketten auf, die mit nach außen vorspringenden Mitnehmern
21 bestückt sind. Die einzelnen Wertkassetten 5' stützen sich mit seitlich vorspringenden
Leisten 22 auf den Mitnehmern 21 ab. Durch eine gesteuerte synchrone Umlaufbewegung
der beiden Förderketten der Vertikalfördereinrichtung 18 können die im Stapel enthaltenen
Wertkassetten 5' nach oben oder unten transportiert werden, wie in Fig. 6 mit Pfeilen
angedeutet ist. Die obere und die untere Querfördereinrichtung 19, 20 weist jeweils
horizontale Förderketten oder Förderbänder auf, an denen Mitnehmer 23 angebracht werden.
Durch die Mitnehmer 23, die jeweils in einer Ausnehmung der seitlichen Leiste 22 eingreifen,
können zumindest bei der oberen Querfördereinrichtung 19 einzelne Wertkassetten 5'
zwischen den beiden Kassettenstapeln 16, 17 hin- und hertransportiert werden. Die
untere Querfördereinrichtung 20 ist beispielsweise als Förderband ausgebildet, auf
das die Wertkassetten 5' abgelegt werden.
[0026] Ein Zugangsschalter 8' ist in einer Trennwand 7' des Depotgehäuses 1' angeordnet
und befindet sich in einer vor der Trennwand 7' vorspringenden, ebenfalls einbruchhemmend
ausgeführten Konsole 24. Die Konsole 24 weist an der Oberseite eine verschließbare
Zugangsöffnung 25 auf.
[0027] Ein Entnahmeförderer 26, der beispielsweise zwei seitliche Förderketten aufweist,
dient zur Entnahme einzelner Wertkassetten 5' aus dem Kassettenstapel 16, um diese
unter die Zugangsöffnung 25 zu bringen. Wie in Fig. 7 gezeigt, kann der Entnahmeförderer
26 seitliche Mitnehmer 27 aufweisen, die in Ausnehmungen der Leisten 22 eingreifen.
Der Entnahmeförderer 26 verbindet den einen Kassettenstapel 16 der beiden Kassettenstapel
16, 17 mit dem Zugangsschalter 8'.
[0028] Die Zugangsöffnung 25 und der Übergang 27 von der Konsole 24 zum Wertschutzraum 2'
ist durch nur wechselweise zu öffnende Verschlußblenden 28 bzw. 29 schleusenartig
verschlossen. Dadurch ist sichergestellt, daß im geöffneten Zustand der Verschlußblende
28 der Zugangsöffnung 25 keine Eingriffmöglichkeit in den Wertschutzraum 2' besteht.
[0029] Die in Fig. 8 gezeigte Wertdepoteinrichtung unterscheidet sich von der vorher beschriebenen
Ausführungsform nur dadurch daß im Wertschutzraum 2' mindestens zwei Paare von Kassettenstapeln
16, 17 und 16', 17' angeordnet sind und daß die obere Querfördereinrichtung 19' beide
Paare von Kassettenstapeln 16, 17 bzw. 16', 17' miteinander verbindet. Damit können
Wertkassetten 5' aus allen Kassettenstapeln 16, 17, 16', 17' zum Zugangsschalter 24
transportiert werden.
[0030] Das Depotgehäuse 1'' besteht hierbei aus mindestens zwei lösbar und einbruchhemmend
miteinander verriegelbaren Gehäuseteilen 30 und 31, die durch mehrere, nur von innen
zugängliche Verschraubungen 32 miteinander verbunden sind.
[0031] Abweichend von der dargestellten Ausführungsform kann auch die untere Querfördereinrichtung
20 so ausgebildet werden, daß sie die beiden Paare von Kassettenstapeln miteinander
verbindet.
[0032] Eine weitere abgewandelte Ausführungsform einer Wertdepoteinrichtung ist in den Fig.
9 und 10 gezeigt. Sie unterscheidet sich von der Ausführung nach den Fig. 3-7 im wesentlichen
dadurch, daß das Wertkassettenmagazin 3'' mehrere Kassettenstapel 33 aufweist, die
durch einen gemeinsamen Umlaufförderer 34 miteinander verbunden sind. Der Umlaufförderer
34 ist der einfacheren Darstellung halber nur durch eine strichpunktierte Linie angedeutet.
Er steht im Bereich des Zugangsschalters 24 mit einer Entnahmeeinrichtung 35 in Wirkverbindung.
Die Entnahmeeinrichtung ist beispielsweise mit einem horizontal antreibbaren Schieber
36 versehen, der aus einer Position des Umlaufförderers 34 eine Wertkassette 5' übernimmt
und zu dem Zugangsschalter 24 und in umgekehrter Richtung transportiert.
[0033] Den in den Fig. 3-4 dargestellten Ausführungsbeispielen von transportablen, in Innenräumen
aufstellbaren Wertdepoteinrichtungen ist gemeinsam, daß die Wertkassetten 5' in allen
Betriebszuständen innerhalb des Wertschutzraums 2' verbleiben. Die in den Wertkassetten
5' aufgenommenen Gegenstände oder Behältnisse, beispielsweise Innenkassetten, können
am Entnahmeschalter 24 nach Aufklappen des Kassettendeckels entnommen und eingelegt
werden.
[0034] Ebenfalls ist allen Ausführungsformen nach den Fig. 3-10 gemeinsam, daß alle Kassettenstapel
16, 17, 16', 17', 33 des jeweiligen Wertkassettenmagazins 3' in einer Reihe hintereinander
angeordnet sind. Die den Zugangsschalter 24 enthaltende Trennwand 7' ist jeweils stirnseitig
vor der Reihe von Kassettenstapeln 16, 17, 16', 17', 33 angeordnet. Dadurch bleiben
die verhältnismäßig geringen Abmessungen des Depotgehäuses 1' in der Breite und der
Höhe erhalten, so daß das Depotgehäuse 1' bzw. seine beiden Gehäuseteile 30 und 31
(Fig. 8) durch jede Tür mit genormten Abmessungen transportiert werden kann. Die Reihenanordnung
der Kassettenstapel ermöglicht es auch in besonders einfacher Weise, die Kassettenstapel
miteinander zu verketten, wie am Beispiel der Fig. 8 und 9 deutlich dargestellt ist.
1. Wertdepoteinrichtung mit einem im einem Wertschutzraum (2, 2') angeordneten Wertkassettenmagazin
(3, 3', 3"), einem in einer Trennwand (7, 7') angeordneten Zugangsschalter (8, 8'),
einer das Wertkassettenmagazin (3, 3', 3") mit dem Zugangsschalter (8, 8') verbindenden,
durch eine Steuereinrichtung (13) steuerbaren Fördereinrichtung zum Transport von
Wertkassetten (5,5') zwischen jeweils einem ausgewählten Magazinplatz zu dem Zugangsschalter
(8, 8') sowie mit einer mit der Steuereinrichtung in Wirkverbindung stehenden Identifikationseinrichtung
(10), dadurch gekennzeichnet, daß der das Wertkassettenmagazin (3, 3', 3") aufweisende Wertschutzraum (2, 2') mit der
den Zugangsschalter (8, 8') enthaltenden Trennwand (7, 7') in einem transportablen
Depotgehäuse (1, 1', 1") angeordnet ist.
2. Wertdepoteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens der den Wertschutzraum (2, 2') umschließende Teil des Depotgehäuse (1,
1', 1") einbruchhemmend ausgeführt ist.
3. Wertdepoteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich an die den Zugangsschalter (8) enthaltende Trennwand (7) auf der dem Wertschutzraum
(2) abgekehrten Seite ein Zugangsraum (6) im Depotgehäuse (1) anschließt.
4. Wertdepoteinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Zugangsraum (6) von außen durch eine mittels einer Kontrolleinrichtung (13) zu
öffnende Zugangstür (12) zugänglich ist.
5. Wertdepoteinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontrolleinrichtung (13) einen Chipkartenleser aufweist.
6. Wertdepoteinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontrolleinrichtung (13) eine Ziffern- und/oder Buchstabentastatur aufweist.
7. Wertdepoteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wertschutzraum (2) durch eine einbruchhemmende Schutztür (14) zugänglich ist.
8. Wertdepoteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Identifikationseinrichtung (10) an der den Zugangsschalter (8) enthaltenden Trennwand
(7) angebracht ist.
9. Wertdepoteinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Identifikationseinrichtung (10) einen Chipkartenleser aufweist.
10. Wertdepoteinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Identifikationseinrichtung (10) eine Ziffern- und/oder Buchstabentastatur aufweist.
11. Wertdepoteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung mit einem Drucker verbunden ist.
12. Wertdepoteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Wertkassettenmagazin (3') mindestens zwei Kassettenstapel (16, 17) mit jeweils
einer Vertikalfördereinrichtung (18) aufweist und daß beide Kassettenstapel (16, 17)
durch jeweils eine obere und untere Querfördereinrichtung (19, 20) verbunden sind.
13. Wertdepoteinrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß jede Vertikalfördereinrichtung (18) jeweils zwei seitliche vertikale Förderketten
aufweist.
14. Wertdepoteinrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß ein Entnahmeförderer (26) einen der beiden Kassettenstapel (16, 17) mit dem Zugangsschalter
verbindet.
15. Wertdepoteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zugangsschalter (8') in einer vor der Trennwand (7') vorspringenden, einbruchhemmend
ausgeführten Konsole (24) ausgeführt ist.
16. Wertdepoteinrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Konsole (24) an der Oberseite eine verschließbare Zugangsöffnung (25) aufweist.
17. Wertdepoteinrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugangsöffnung (25) und der Übergang (27) von der Konsole (24) zum Wertschutzraum
(2') durch nur wechselweise zu öffnende Verschlußblenden (28, 29) schleusenartig verschlossen
ist.
18. Wertdepoteinrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die obere und die untere Querfördereinrichtung (19, 20) jeweils horizontale Förderketten
oder Förderbänder aufweist.
19. Wertdepoteinrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß im Wertschutzraum (2') mindestens zwei Paare von Kassettenstapeln (16, 17; 16', 17')
angeordnet sind und daß die obere (19') und/oder die untere Querfördereinrichtung
beide Paare von Kassettenstapeln (16, 17; 16', 17') miteinander verbindet.
20. Wertdepoteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Depotgehäuse (1'') aus mindestens zwei lösbar und einbruchhemmend miteinander
verriegelbaren Gehäuseteilen (30, 31) besteht.
21. Wertdepoteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittsabmessungen des Depotgehäuses (1', 1'') kleiner sind als das lichte
Innenmaß einer Gebäudeinnentür.
22. Wertdepoteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Wertkassettenmagazin (3'') mehrere Kassettenstapel (33) aufweist, die durch einen
gemeinsamen Umlaufförderer (34) miteinander verbunden sind und daß der Umlaufförderer
(34) im Bereich des Zugangsschalters (24)mit einer Entnahmeeinrichtung (36) in Wirkverbindung
steht.
23. Wertdepoteinrichtung nach Anspruch 12 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß alle Kassettenstapel (16, 17; 16', 17'; 33) des Wertkassettenmagazins (3', 3'') in
einer Reihe hintereinander angeordnet sind.
24. Wertdepoteinrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die den Zugangsschalter (24) enthaltende Trennwand (7') stirnseitig vor der Reihe
von Kassettenstapeln (16, 17; 16', 17'; 33) angeordnet ist.