Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Kraftstoffeinspritzeinrichtung für eine Brennkraftmaschine
nach der Gattung des Anspruchs 1.
[0002] Eine solche Kraftstoffeinspritzeinrichtung ist durch die DE 198 53 103 A1 bekannt.
Diese Kraftstoffeinspritzeinrichtung weist eine Hochdruckpumpe auf, durch die Kraftstoff
unter Hochdruck in einen Speicher gefördert wird. Mit dem Speicher sind an Zylindern
der Brennkraftmaschine angeordnete Injektoren verbunden. Es ist eine Förderpumpe vorgesehen,
durch die Kraftstoff aus einem Kraftstoffvorratsbehälter zur Saugseite der Hochdruckpumpe
gefördert wird. Weiterhin ist eine durch eine elektronische Steuereinrichtung angesteuerte
Kraftstoffzumeßeinrichtung vorgesehen, die in der Verbindung zwischen der Druckseite
Förderpumpe und der Saugseite der Hochdruckpumpe angeordnet ist. Die Kraftstoffzumeßeinrichtung
dient zur Steuerung der durch die Hochdruckpumpe in den Speicher geförderten Kraftstoffmenge
abhängig von Betriebsparametern der Brennkraftmaschine. Die Kraftstoffzumeßeinrichtung
weist ein Regelventil auf, das ein schieberförmiges Ventilglied aufweist, das durch
einen Elektromagneten gegen eine Rückstellfeder bewegbar ist. Das Ventilglied steuert
in Zusammenwirkung mit einer Ablauföffnung des Ventilgehäuses über seinen Außenmantel
hubabhängig einen Durchflußquerschnitt in der Verbindung von der Förderpumpe zur Hochdruckpumpe.
Hierdurch erfolgt eine Drosselung des der Hochdruckpumpe zufließenden Kraftstoffstroms.
Der von der Förderpumpe erzeugte Druck fällt dabei ab, so daß die Hochdruckpumpe nur
teilweise befüllt wird. Die Hochdruckpumpe weist hierdurch einen schlechten Liefergrad
auf. Unter bestimmten Betriebsbedingungen der Brennkraftmaschine, beispielsweise im
Schubbetrieb, darf durch die Hochdruckpumpe kein Kraftstoff in den Speicher gefördert
werden, wobei dieser Zustand als Nullförderung bezeichnet wird. Es kann jedoch nicht
sichergestellt werden, daß durch das Regelventil der Zulauf von Kraftstoff von der
Förderpumpe zur Hochdruckpumpe vollständig verschlossen wird, so daß zusätzliche Maßnahmen
erforderlich sind, um den von der Förderpumpe geförderten und durch das Regelventil
hindurchtretenden Kraftstoff abzuführen, damit dieser nicht durch die Hochdruckpumpe
in den Speicher gefördert wird und die Nullförderung erreicht wird. Durch diese zusätzlichen
Maßnahmen wird wiederum der Wirkungsgrad der Kraftstoffeinspritzeinrichtung verschlechtert,
da ständig ein Teil des durch die Förderpumpe geförderten Kraftstoffs als Leckagestrom
abfließt.
Vorteile der Erfindung
[0003] Die erfindungsgemäße Kraftstoffeinspritzeinrichtung mit den Merkmalen gemäß Anspruch
1 hat demgegenüber den Vorteil, daß durch die Ausbildung des Steuerventils als Taktventil
keine Drosselung des der Saugseite der Hochdruckpumpe zugeführten Kraftstoffs auftritt,
wodurch die Füllung und der Liefergrad der Hochdruckpumpe verbessert sind. Außerdem
kann durch das Taktventil der Zulauf von der Förderpumpe zur Saugseite der Hochdruckpumpe
auf einfache Weise vollständig verschlossen werden, wie dies im Anspruch 2 angegeben
ist, so daß keine zusätzlichen Maßnahmen erforderlich sind, um die Nullförderung der
Hochdruckpumpe sicherzustellen, wodurch der Aufbau der Kraftstoffeinspritzeinrichtung
vereinfacht und deren Wirkungsgrad verbessert ist.
[0004] In den abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzeinrichtung angegeben. Durch die Ausbildung
gemäß Anspruch 3 ist sichergestellt, daß von der Förderpumpe zu viel geförderter Kraftstoff,
der nicht der Saugseite der Hochdruckpumpe zugeführt wird, abgeführt werden kann.
Durch die Ausbildung gemäß Anspruch 4 ist eine ausreichende Schmierung des Antriebs
der Hochdruckpumpe sichergestellt auch wenn diese keinen Kraftstoff fördert. Die Ausbildung
gemäß Anspruch 5 ermöglicht eine Entlüftung der Verbindung zwischen der Förderpumpe
und der Saugseite der Hochdruckpumpe.
Zeichnung
[0005] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Figur 1 eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung
für eine Brennkraftmaschine in schematischer Darstellung und Figur 2 ein Diagramm
der zeitlichen Ansteuerung eines Taktventils der Kraftstoffeinspritzeinrichtung.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0006] In Figur 1 ist eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung für eine Brennkraftmaschine beispielsweise
eines Kraftfahrzeugs dargestellt. Die Brennkraftmaschine ist vorzugsweise eine selbstzündende
Brennkraftmaschine und weist einen oder mehrere Zylinder auf. Das Kraftfahrzeug weist
einen Kraftstoffvorratsbehälter 10 auf, in dem Kraftstoff für den Betrieb der Brennkraftmaschine
bevorratet ist. Die Kraftstoffeinspritzeinrichtung weist eine Förderpumpe 12 auf,
durch die Kraftstoff aus dem Kraftstoffvorratsbehälter 10 über eine Verbindung 13
zur Saugseite einer Hochdruckpumpe 14 gefördert wird. Die Hochdruckpumpe 14 fördert
Kraftstoff in einen Speicher 16, der beispielsweise rohrförmig oder in beliebiger
anderer Form ausgebildet sein kann. Vom Speicher 16 führen Leitungen 18 zu an den
Zylindern der Brennkraftmaschine angeordneten Injektoren 20 ab. An den Injektoren
20 ist jeweils ein elektrisches Steuerventil 22 angeordnet, durch das eine Öffnung
der Injektoren gesteuert wird, um so eine Kraftstoffeinspritzung durch den jeweiligen
Injektor 20 zu bewirken oder eine Kraftstoffeinspritzung zu verhindern. Die Steuerventile
22 werden durch eine elektronische Steuereinrichtung 23 angesteuert, durch die in
Abhängigkeit von Betriebsparametern der Brennkraftmaschine, wie beispielsweise Drehzahl,
Last, Temperatur und weiteren, der Zeitpunkt und die Dauer der Kraftstoffeinspritzung
durch die Injektoren 20 bestimmt wird.
[0007] Die Hochdruckpumpe 14 wird mechanisch durch die Brennkraftmaschine und damit proportional
zur Drehzahl der Brennkraftmaschine angetrieben. Die Förderpumpe 12 kann ebenfalls
mechanisch durch die Brennkraftmaschine angetrieben werden, wobei für die Hochdruckpumpe
14 und die Förderpumpe 12 eine gemeinsame Antriebswelle vorgesehen sein kann. Die
Förderpumpe 12 kann alternativ auch beispielsweise einen elektromotorischen Antrieb
aufweisen.
[0008] Die Hochdruckpumpe 14 kann als Radialkolbenpumpe ausgebildet sein und weist mehrere,
beispielsweise drei mit gleichmäßigem Winkelabstand voneinander angeordnete Pumpenelemente
30 auf, die jeweils einen durch einen gemeinsamen Antrieb 32 in einer Hubbewegung
angetriebenen Pumpenkolben 34 aufweisen, der jeweils in einer Zylinderbohrung 35 einen
Pumpenarbeitsraum 36 begrenzt. Der Antrieb 32 kann beispielsweise eine Exzenterwelle
und ein durch diese bewegtes Polygon aufweisen, auf dem sich die Pumpenkolben 34 der
Pumpenelemente 30 abstützen. In den Verbindungen der Pumpenarbeitsräume 36 mit dem
Speicher 16 ist jeweils ein Auslaßventil 38 in Form eines zum Speicher 16 hin öffnenden
Rückschlagventils angeordnet, durch das die Trennung zwischen den Pumpenarbeitsräumen
36 und dem Speicher 16 beim Saughub der Pumpenkolben 34 erfolgt. In den Verbindungen
der Pumpenarbeitsräume 36 mit der Druckseite der Förderpumpe 12 ist jeweils ein Einlaßventil
39 in Form eines zu den Pumpenarbeitsräumen 36 hin öffnenden Rückschlagventils angeordnet,
durch das die Trennung zwischen den Pumpenarbeitsräumen 36 und der Förderpumpe 12
beim Förderhub der Pumpenkolben 34 erfolgt. Während eines jeweiligen Saughubs der
Pumpenkolben 34, wenn diese sich radial nach innen bewegen, sind die Pumpenarbeitsräume
36 bei geöffneten Einlaßventilen 39 mit dem Auslaß der Förderpumpe 12 verbunden und
werden mit Kraftstoff befüllt, wobei die Pumpenarbeitsräume 36 durch die geschlossenen
Auslaßventile 38 vom Speicher 16 getrennt sind. Während eines jeweiligen Förderhubs
der Pumpenkolben 34, wenn diese sich radial nach außen bewegen, sind die Pumpenarbeitsräume
36 bei geöffneten Auslaßventilen 38 mit dem Speicher 16 verbunden und durch die geschlossenen
Einlaßventile 39 von der Druckseite der Förderpumpe 12 getrennt.
[0009] Die Kraftstoffeinspritzeinrichtung weist außerdem eine Kraftstoffzumeßeinrichtung
44 auf, die zwischen der Druckseite der Förderpumpe 12 und der Saugseite der Hochdruckpumpe
14 angeordnet ist. Die Kraftstoffzumeßeinrichtung 44 ist durch ein elektrisch betätigtes
Taktventil gebildet, das einen Aktor 45, beispielsweise einen Elektromagneten oder
einen Piezoaktor, aufweist. Das Taktventil 44 kann als 2/2-Wegeventil ausgebildet
sein. Der Aktor 45 wird durch die Steuereinrichtung 23 angesteuert, wobei das Taktventil
44 zwischen einer geöffneten Schaltstellung, in der die Verbindung zwischen der Druckseite
der Förderpumpe 12 und der Saugseite der Hochdruckpumpe 14 ganz geöffnet ist, und
einer geschlossenen Schaltstellung, in der die Verbindung zwischen der Druckseite
der Förderpumpe 12 und der Saugseite der Hochdruckpumpe 14 vollständig getrennt ist,
umschaltbar ist. Die Kraftstoffzumeßeinrichtung 44 wird durch die Steuereinrichtung
23 pulsweitenmoduliert angesteuert, in der Weise, daß die Öffnungsdauer des Taktventils
44 so groß ist, daß der Hochdruckpumpe 14 eine definierte Kraftstoffmenge zugeführt
wird, die dann wiederum durch die Hochdruckpumpe 14 unter Hochdruck in den Speicher
16 gefördert wird, um im Speicher 16 einen vorgegebenen, von Betriebsparametern der
Brennkraftmaschine abhängigen Druck aufrechtzuerhalten. Am Speicher 16 ist dabei ein
Drucksensor 17 angeordnet, der mit der Steuereinrichtung 23 verbunden ist, die somit
Signale über den tatsächlichen Druck im Speicher 16 erhält und die Öffnungsdauer des
Taktventils 44 derart einstellt, daß der Durchfluß von Kraftstoff zur Hochdruckpumpe
14 so eingestellt wird, daß der vorgegebene Druck im Speicher 16 erreicht wird.
[0010] Das Taktventil 44 wird durch die Steuereinrichtung 23 vorzugsweise wie in Figur 2
dargestellt synchron zum Saughub h der Pumpenkolben 34 der Pumpenelemente 30 angesteuert,
derart, daß die Öffnungsdauer D des Taktventils 44 während des Saughubs h des Pumpenkolbens
34 eines jeweiligen Pumpenelements 30 so groß ist, daß der Pumpenkolben 34 eine Kraftstoffmenge
in den Pumpenarbeitsraum 36 ansaugt, die beim darauffolgenden Förderhub des Pumpenkolbens
34 in den Speicher 16 gefördert wird, um im Speicher 16 den vorgegebenen Druck aufrechtzuerhalten.
Je größer die Kraftstoffmenge ist, die durch die Hochdruckpumpe 14 bzw. deren Pumpenelemente
30 in den Speicher 16 gefördert werden soll, umso größer wird die Öffnungsdauer D
des Taktventils 44 durch die Steuereinrichtung 23 eingestellt. In Figur 2 ist oben
der über der Zeit t nacheinander erfolgende Saughub h für die verschiedenen Pumpenelemente
30 dargestellt. Bei A ist die Ansteuerung des Taktventils 44 mit einer Öffnungsdauer
D für Vollförderung dargestellt, bei der das Taktventil 44 über den gesamten Saughub
der Pumpenelemente 30 geöffnet ist. Bei B ist die Ansteuerung des Taktventils 44 mit
einer Öffnungsdauer D bei Teilförderung, beispielsweise 50%-Förderung dargestellt.
Die Periodendauer der Ansteuerung des Taktventils 44 ist in Figur 2 mit T bezeichnet.
Es kann dabei vorgesehen sein, daß das Taktventil 44 wie in Figur 2 bei B dargestellt
zu Beginn des Saughubs eines jeweiligen Pumpenelements 30 zunächst geöffnet ist und
während des Saughubs geschlossen wird, wenn die erforderliche Kraftstoffmenge durch
das Pumpenelement 30 angesaugt ist. Alternativ kann auch vorgesehen sein, daß das
Taktventil 44 zu Beginn des Saughubs eines jeweiligen Pumpenelements 30 zunächst geschlossen
ist und während des Saughubs geöffnet wird, so daß die erforderliche Kraftstoffmenge
durch das Pumpenelement 30 angesaugt wird. Die Frequenz der Pulsweitenmodulation des
Taktventils 44 ist dabei synchron zur Drehzahl der Hochdruckpumpe 14 eingestellt.
[0011] Wenn bei hoher Drehzahl der Hochdruckpumpe 14 die erforderliche Öffnungsdauer des
Taktventils 44 bei Steuerung für jedes Pumpenelement 30 separat so kurz ist, daß diese
aufgrund der Trägheit des Taktventils 44 nicht mehr korrekt eingestellt werden kann,
so kann vorgesehen sein, daß wie bei C in Figur 2 dargestellt nur für jedes zweite
Pumpenelement 30 das Taktventil 44 geöffnet wird. Hierbei bleibt das Taktventil 44
für ein Pumpenelement 30 vollständig geschlossen und wird für ein folgendes Pumpenelement
30 geöffnet. Die Periodendauer der Ansteuerung des Taktventils 44 ist in Figur 2 bei
C wiederum mit T bezeichnet. Hierbei wird die Frequenz der Pulsweitenmodulation des
Taktventils 44 synchron zu einem Vielfachen der Drehzahl der Hochdruckpumpe 14 eingestellt.
[0012] Wenn durch die Hochdruckpumpe 14 kein Kraftstoff in den Speicher 16 gefördert werden
darf, beispielsweise im Schubbetrieb der Brennkraftmaschine, so wird durch die Steuereinrichtung
23 das Taktventil 44 geschlossen gehalten, so daß kein Kraftstoff von der Hochdruckpumpe
14 angesaugt wird. Eine vollständige Dichtheit des Taktventils 44 und damit die vollständige
Trennung der Saugseite der Hochdruckpumpe 14 von der Druckseite der Förderpumpe 10
durch das Taktventil 44 kann auf einfache Weise erreicht werden.
[0013] Es kann vorgesehen sein, daß sich das Taktventil 44 in nicht durch die Steuereinrichtung
23 angesteuertem Zustand, das heißt in spannungslosem Zustand, in seiner geöffneten
Schaltstellung befindet und bei Ansteuerung durch die Steuereinrichtung 23, das heißt
in spannungsbeaufschlagtem Zustand, in seine geschlossene Schaltstellung gebracht
wird. Alternativ kann auch vorgesehen sein, daß sich das Taktventil 44 in nicht durch
die Steuereinrichtung 23 angesteuertem Zustand, das heißt in spannungslosem Zustand,
in seiner geschlossenen Schaltstellung befindet und bei Ansteuerung durch die Steuereinrichtung
23, das heißt in spannungsbeaufschlagtem Zustand, in seine geöffnete Schaltstellung
gebracht wird.
[0014] Das Tastverhältnis für die pulsweitenmodulierte Ansteuerung des Taktventils 44, das
ist das Verhältnis der angesteuerten Zeitdauer zur nicht angesteuerten Zeitdauer und
damit das Verhältnis der geöffneten Zeitdauer zur geschlossenen Zeitdauer für den
Saughub der Pumpenelemente 30, kann in Form eines Kennfeldes als Funktion der durch
die Hochdruckpumpe 14 in den Speicher 16 zu fördernden Kraftstoffmenge in der Steuereinrichtung
23 abgelegt sein.
[0015] Von der Verbindung 13 zwischen der Förderpumpe 12 und der Hochdruckpumpe 14 zweigt
stromaufwärts vor dem Taktventil 44 eine Bypassverbindung 48 ab, die zu einem Entlastungsbereich
führt, als der beispielsweise die Saugseite der Förderpumpe 12 dienen kann. In der
Bypassverbindung 48 ist ein zum Entlastungsbereich hin öffnendes Druckventil 50 angeordnet.
Wenn durch die Hochdruckpumpe 14 keine Vollförderung erfolgen soll und das Taktventil
44 nicht ständig geöffnet wird, so steigt der Druck zwischen der Förderpumpe 12 und
dem Taktventil 44 an und wenn der Öffnungsdruck des Druckventils 50 überschritten
wird, so fließt Kraftstoff zur Saugseite der Förderpumpe 12 zurück.
[0016] Von der Verbindung 13 zwischen der Förderpumpe 12 und der Hochdruckpumpe 14 zweigt
stromaufwärts vor dem Taktventil 44 außerdem eine weitere Bypassverbindung 52 zu einem
Niederdruckbereich ab, als der beispielsweise ein Rücklauf 54 in den Kraftstoffvorratsbehälter
10 dienen kann. In der weiteren Bypassverbindung 52 ist eine Drosselstelle 56 vorgesehen.
Durch die weitere Bypassverbindung 52 ist eine Entlüftung der Verbindung 13 zwischen
der Förderpumpe 12 und der Hochdruckpumpe 14 ermöglicht.
[0017] Von der Verbindung 13 zwischen der Förderpumpe 12 und der Hochdruckpumpe 14 zweigt
stromaufwärts vor dem Taktventil 44 eine Schmierverbindung 58 zum Antrieb 32 der Hochdruckpumpe
14 ab, durch die dem Antrieb 32 Kraftstoff zur Schmierung zugeführt wird. In der Schmierverbindung
58 ist ein Druckventil 60 angeordnet, das erst bei Überschreiten eines vorgegebenen
Druckes öffnet und die Schmierverbindung 58 freigibt. Hierdurch ist sichergestellt,
daß insbesondere beim Starten der Brennkraftmaschine, wenn durch die Förderpumpe 12
zunächst Druck aufgebaut werden muß, der durch diese geförderte Kraftstoff der Hochdruckpumpe
14 zugeführt wird und nicht über die Schmierverbindung 58 Kraftstoff abgezweigt wird.
In der Schmierverbindung 58 ist außerdem eine Drosselstelle 62 vorgesehen, durch die
die dem Antrieb 32 zugeführte Kraftstoffmenge begrenzt wird. Vom Antrieb 32 der Hochdruckpumpe
14 führen Entlastungsverbindungen 64 zum Rücklauf 54 ab, in denen jeweils eine Drosselstelle
66 oder ein zum Rücklauf 54 hin öffnendes Druckventil 68 angeordnet ist.
[0018] Die Kraftstoffeinspritzeinrichtung kann außerdem wenigstens eine Druckerhöhungseinrichtung
70 aufweisen, die zwischen dem Speicher 16 und den Injektoren 20 angeordnet ist und
durch die der Druck des den Injektoren 20 zugeführten und zur Einspritzung gelangenden
Kraftstoffs gegenüber dem im Speicher 16 herrschenden Druck nochmals erhöht wird.
Es kann dabei für jeden Injektor 20 eine eigene Druckerhöhungseinrichtung 70 vorgesehen
sein, die im Injektor 20 integriert sein kann.
1. Kraftstoffeinspritzeinrichtung für eine Brennkraftmaschine mit einer Hochdruckpumpe
(14), durch die Kraftstoff in einen Speicher (16) gefördert wird, mit dem an Zylindern
der Brennkraftmaschine angeordnete Injektoren (20) verbunden sind, mit einer Förderpumpe
(12), durch die Kraftstoff aus einem Kraftstoffvorratsbehälter (10) zur Saugseite
der Hochdruckpumpe (14) gefördert wird, und mit einer durch eine Steuereinrichtung
(23) angesteuerten Kraftstoffzumeßeinrichtung (44), die zwischen der Druckseite der
Förderpumpe (12) und der Saugseite der Hochdruckpumpe (14) angeordnet ist und durch
die die der Saugseite der Hochdruckpumpe (14) zugeführte Kraftstoffmenge eingestellt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftstoffzumeßeinrichtung durch ein Taktventil (44) gebildet ist, das durch
die Steuereinrichtung (23) pulsweitenmoduliert geöffnet und geschlossen wird, wobei
die der Saugseite der Hochdruckpumpe (14) zugeführte Kraftstoffmenge proportional
zur Öffnungsdauer des Taktventils (44) ist und daß die Frequenz der Pulsweitenmodulation
des Taktventils (44) vorzugsweise synchron zur Drehzahl oder zu einem Vielfachen der
Drehzahl der Hochdruckpumpe (14) eingestellt wird.
2. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei geschlossenem Taktventil (44) die Saugseite der Hochdruckpumpe (14) vollständig
von der Druckseite der Förderpumpe (12) getrennt ist.
3. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß von der Verbindung (13) der Druckseite der Förderpumpe (12) mit der Saugseite der
Hochdruckpumpe (14) stromaufwärts vor dem Taktventil (44) eine Bypassverbindung (48)
zu einem Entlastungsbereich abführt, in der ein zum Entlastungsbereich hin öffnendes
Druckventil (50) angeordnet ist.
4. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß von der Verbindung (13) der Druckseite der Förderpumpe (12) mit der Saugseite der
Hochdruckpumpe (14) stromaufwärts vor dem Taktventil (44) eine Schmierverbindung (58)
zu einem Antrieb (32) der Hochdruckpumpe (14) abführt, in der vorzugsweise ein zum
Antrieb (32) hin öffnendes Druckventil (60) und vorzugsweise eine Drosselstelle (62)
angeordnet ist.
5. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß von der Verbindung (13) der Druckseite der Förderpumpe (12) mit der Saugseite der
Hochdruckpumpe (14) stromaufwärts vor dem Taktventil (44) eine ständig geöffnete Verbindung
(52) zu einem Entlastungsbereich abführt, in der eine Drosselstelle (56) angeordnet
ist.
6. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Hochdruckpumpe (14) wenigstens ein Pumpenelement (30) mit einem in einer Hubbewegung
angetriebenen Pumpenkolben (34) aufweist, der einen Pumpenarbeitsraum (36) begrenzt,
wobei der Pumpenkolben (34) abwechselnd einen Saughub, während dem Kraftstoff in den
Pumpenarbeitsraum (36) angesaugt wird, und einen Förderhub ausführt, während dem Kraftstoff
aus dem Pumpenarbeitsraum (36) in den Speicher (16) gefördert wird, und daß das Taktventil
(44) durch die Steuereinrichtung (23) während des jeweiligen Saughubs des Pumpenkolbens
(34) angesteuert wird.
7. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Hochdruckpumpe (14) mehrere Pumpenelemente (30) aufweist, deren Pumpenkolben
(34) zeitlich versetzt zueinander ihren jeweiligen Saughub und Förderhub ausführen
und daß das Taktventil (44) durch die Steuereinrichtung (23) jeweils während des Saughubs
des Pumpenkolbens (34) eines Pumpenelements (30) angesteuert wird.