(19)
(11) EP 1 357 285 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
29.10.2003  Patentblatt  2003/44

(21) Anmeldenummer: 03004641.1

(22) Anmeldetag:  03.03.2003
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7F02M 63/02, F02M 59/36, F02M 55/00, F02M 59/06
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK

(30) Priorität: 23.04.2002 DE 10218021

(71) Anmelder: ROBERT BOSCH GMBH
70442 Stuttgart (DE)

(72) Erfinder:
  • Boos, Burkhard
    66894 Lambsborn (DE)
  • Kieferle, Stefan
    70469 Stuttgart (DE)
  • Distel, Mattias
    73760 Osfildern (DE)
  • Koehler, Achim
    71254 Ditzingen (DE)
  • Ambrock, Sascha
    70839 Gerlingen (DE)

   


(54) Kraftstoffeinspritzeinrichtung für eine Brennkraftmaschine


(57) Die Kraftstoffeinspritzeinrichtung weist eine Hochdruckpumpe (14) auf, durch die Kraftstoff in einen Speicher (16) gefördert wird, mit dem an Zylindern der Brennkraftmaschine angeordnete Injektoren (20) verbunden sind. Durch eine Förderpumpe (12) wird Kraftstoff aus einem Kraftstoffvorratsbehälter (10) zur Saugseite der Hochdruckpumpe (14) gefördert. Eine durch eine Steuereinrichtung (23) angesteuerte Kraftstoffzumeßeinrichtung (44) ist zwischen der Druckseite der Förderpumpe (12) und der Saugseite der Hochdruckpumpe (14) angeordnet und durch diese wird die der Saugseite der Hochdruckpumpe (14) zugeführte Kraftstoffmenge eingestellt. Die Kraftstoffzumeßeinrichtung ist durch ein Taktventil (44) gebildet, das durch die Steuereinrichtung (23) pulsweitenmoduliert geöffnet und geschlossen wird, wobei die der Saugseite der Hochdruckpumpe (14) zugeführte Kraftstoffmenge proportional zur Öffnungsdauer des Taktventils (44) ist.




Beschreibung

Stand der Technik



[0001] Die Erfindung geht aus von einer Kraftstoffeinspritzeinrichtung für eine Brennkraftmaschine nach der Gattung des Anspruchs 1.

[0002] Eine solche Kraftstoffeinspritzeinrichtung ist durch die DE 198 53 103 A1 bekannt. Diese Kraftstoffeinspritzeinrichtung weist eine Hochdruckpumpe auf, durch die Kraftstoff unter Hochdruck in einen Speicher gefördert wird. Mit dem Speicher sind an Zylindern der Brennkraftmaschine angeordnete Injektoren verbunden. Es ist eine Förderpumpe vorgesehen, durch die Kraftstoff aus einem Kraftstoffvorratsbehälter zur Saugseite der Hochdruckpumpe gefördert wird. Weiterhin ist eine durch eine elektronische Steuereinrichtung angesteuerte Kraftstoffzumeßeinrichtung vorgesehen, die in der Verbindung zwischen der Druckseite Förderpumpe und der Saugseite der Hochdruckpumpe angeordnet ist. Die Kraftstoffzumeßeinrichtung dient zur Steuerung der durch die Hochdruckpumpe in den Speicher geförderten Kraftstoffmenge abhängig von Betriebsparametern der Brennkraftmaschine. Die Kraftstoffzumeßeinrichtung weist ein Regelventil auf, das ein schieberförmiges Ventilglied aufweist, das durch einen Elektromagneten gegen eine Rückstellfeder bewegbar ist. Das Ventilglied steuert in Zusammenwirkung mit einer Ablauföffnung des Ventilgehäuses über seinen Außenmantel hubabhängig einen Durchflußquerschnitt in der Verbindung von der Förderpumpe zur Hochdruckpumpe. Hierdurch erfolgt eine Drosselung des der Hochdruckpumpe zufließenden Kraftstoffstroms. Der von der Förderpumpe erzeugte Druck fällt dabei ab, so daß die Hochdruckpumpe nur teilweise befüllt wird. Die Hochdruckpumpe weist hierdurch einen schlechten Liefergrad auf. Unter bestimmten Betriebsbedingungen der Brennkraftmaschine, beispielsweise im Schubbetrieb, darf durch die Hochdruckpumpe kein Kraftstoff in den Speicher gefördert werden, wobei dieser Zustand als Nullförderung bezeichnet wird. Es kann jedoch nicht sichergestellt werden, daß durch das Regelventil der Zulauf von Kraftstoff von der Förderpumpe zur Hochdruckpumpe vollständig verschlossen wird, so daß zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind, um den von der Förderpumpe geförderten und durch das Regelventil hindurchtretenden Kraftstoff abzuführen, damit dieser nicht durch die Hochdruckpumpe in den Speicher gefördert wird und die Nullförderung erreicht wird. Durch diese zusätzlichen Maßnahmen wird wiederum der Wirkungsgrad der Kraftstoffeinspritzeinrichtung verschlechtert, da ständig ein Teil des durch die Förderpumpe geförderten Kraftstoffs als Leckagestrom abfließt.

Vorteile der Erfindung



[0003] Die erfindungsgemäße Kraftstoffeinspritzeinrichtung mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 hat demgegenüber den Vorteil, daß durch die Ausbildung des Steuerventils als Taktventil keine Drosselung des der Saugseite der Hochdruckpumpe zugeführten Kraftstoffs auftritt, wodurch die Füllung und der Liefergrad der Hochdruckpumpe verbessert sind. Außerdem kann durch das Taktventil der Zulauf von der Förderpumpe zur Saugseite der Hochdruckpumpe auf einfache Weise vollständig verschlossen werden, wie dies im Anspruch 2 angegeben ist, so daß keine zusätzlichen Maßnahmen erforderlich sind, um die Nullförderung der Hochdruckpumpe sicherzustellen, wodurch der Aufbau der Kraftstoffeinspritzeinrichtung vereinfacht und deren Wirkungsgrad verbessert ist.

[0004] In den abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzeinrichtung angegeben. Durch die Ausbildung gemäß Anspruch 3 ist sichergestellt, daß von der Förderpumpe zu viel geförderter Kraftstoff, der nicht der Saugseite der Hochdruckpumpe zugeführt wird, abgeführt werden kann. Durch die Ausbildung gemäß Anspruch 4 ist eine ausreichende Schmierung des Antriebs der Hochdruckpumpe sichergestellt auch wenn diese keinen Kraftstoff fördert. Die Ausbildung gemäß Anspruch 5 ermöglicht eine Entlüftung der Verbindung zwischen der Förderpumpe und der Saugseite der Hochdruckpumpe.

Zeichnung



[0005] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Figur 1 eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung für eine Brennkraftmaschine in schematischer Darstellung und Figur 2 ein Diagramm der zeitlichen Ansteuerung eines Taktventils der Kraftstoffeinspritzeinrichtung.

Beschreibung des Ausführungsbeispiels



[0006] In Figur 1 ist eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung für eine Brennkraftmaschine beispielsweise eines Kraftfahrzeugs dargestellt. Die Brennkraftmaschine ist vorzugsweise eine selbstzündende Brennkraftmaschine und weist einen oder mehrere Zylinder auf. Das Kraftfahrzeug weist einen Kraftstoffvorratsbehälter 10 auf, in dem Kraftstoff für den Betrieb der Brennkraftmaschine bevorratet ist. Die Kraftstoffeinspritzeinrichtung weist eine Förderpumpe 12 auf, durch die Kraftstoff aus dem Kraftstoffvorratsbehälter 10 über eine Verbindung 13 zur Saugseite einer Hochdruckpumpe 14 gefördert wird. Die Hochdruckpumpe 14 fördert Kraftstoff in einen Speicher 16, der beispielsweise rohrförmig oder in beliebiger anderer Form ausgebildet sein kann. Vom Speicher 16 führen Leitungen 18 zu an den Zylindern der Brennkraftmaschine angeordneten Injektoren 20 ab. An den Injektoren 20 ist jeweils ein elektrisches Steuerventil 22 angeordnet, durch das eine Öffnung der Injektoren gesteuert wird, um so eine Kraftstoffeinspritzung durch den jeweiligen Injektor 20 zu bewirken oder eine Kraftstoffeinspritzung zu verhindern. Die Steuerventile 22 werden durch eine elektronische Steuereinrichtung 23 angesteuert, durch die in Abhängigkeit von Betriebsparametern der Brennkraftmaschine, wie beispielsweise Drehzahl, Last, Temperatur und weiteren, der Zeitpunkt und die Dauer der Kraftstoffeinspritzung durch die Injektoren 20 bestimmt wird.

[0007] Die Hochdruckpumpe 14 wird mechanisch durch die Brennkraftmaschine und damit proportional zur Drehzahl der Brennkraftmaschine angetrieben. Die Förderpumpe 12 kann ebenfalls mechanisch durch die Brennkraftmaschine angetrieben werden, wobei für die Hochdruckpumpe 14 und die Förderpumpe 12 eine gemeinsame Antriebswelle vorgesehen sein kann. Die Förderpumpe 12 kann alternativ auch beispielsweise einen elektromotorischen Antrieb aufweisen.

[0008] Die Hochdruckpumpe 14 kann als Radialkolbenpumpe ausgebildet sein und weist mehrere, beispielsweise drei mit gleichmäßigem Winkelabstand voneinander angeordnete Pumpenelemente 30 auf, die jeweils einen durch einen gemeinsamen Antrieb 32 in einer Hubbewegung angetriebenen Pumpenkolben 34 aufweisen, der jeweils in einer Zylinderbohrung 35 einen Pumpenarbeitsraum 36 begrenzt. Der Antrieb 32 kann beispielsweise eine Exzenterwelle und ein durch diese bewegtes Polygon aufweisen, auf dem sich die Pumpenkolben 34 der Pumpenelemente 30 abstützen. In den Verbindungen der Pumpenarbeitsräume 36 mit dem Speicher 16 ist jeweils ein Auslaßventil 38 in Form eines zum Speicher 16 hin öffnenden Rückschlagventils angeordnet, durch das die Trennung zwischen den Pumpenarbeitsräumen 36 und dem Speicher 16 beim Saughub der Pumpenkolben 34 erfolgt. In den Verbindungen der Pumpenarbeitsräume 36 mit der Druckseite der Förderpumpe 12 ist jeweils ein Einlaßventil 39 in Form eines zu den Pumpenarbeitsräumen 36 hin öffnenden Rückschlagventils angeordnet, durch das die Trennung zwischen den Pumpenarbeitsräumen 36 und der Förderpumpe 12 beim Förderhub der Pumpenkolben 34 erfolgt. Während eines jeweiligen Saughubs der Pumpenkolben 34, wenn diese sich radial nach innen bewegen, sind die Pumpenarbeitsräume 36 bei geöffneten Einlaßventilen 39 mit dem Auslaß der Förderpumpe 12 verbunden und werden mit Kraftstoff befüllt, wobei die Pumpenarbeitsräume 36 durch die geschlossenen Auslaßventile 38 vom Speicher 16 getrennt sind. Während eines jeweiligen Förderhubs der Pumpenkolben 34, wenn diese sich radial nach außen bewegen, sind die Pumpenarbeitsräume 36 bei geöffneten Auslaßventilen 38 mit dem Speicher 16 verbunden und durch die geschlossenen Einlaßventile 39 von der Druckseite der Förderpumpe 12 getrennt.

[0009] Die Kraftstoffeinspritzeinrichtung weist außerdem eine Kraftstoffzumeßeinrichtung 44 auf, die zwischen der Druckseite der Förderpumpe 12 und der Saugseite der Hochdruckpumpe 14 angeordnet ist. Die Kraftstoffzumeßeinrichtung 44 ist durch ein elektrisch betätigtes Taktventil gebildet, das einen Aktor 45, beispielsweise einen Elektromagneten oder einen Piezoaktor, aufweist. Das Taktventil 44 kann als 2/2-Wegeventil ausgebildet sein. Der Aktor 45 wird durch die Steuereinrichtung 23 angesteuert, wobei das Taktventil 44 zwischen einer geöffneten Schaltstellung, in der die Verbindung zwischen der Druckseite der Förderpumpe 12 und der Saugseite der Hochdruckpumpe 14 ganz geöffnet ist, und einer geschlossenen Schaltstellung, in der die Verbindung zwischen der Druckseite der Förderpumpe 12 und der Saugseite der Hochdruckpumpe 14 vollständig getrennt ist, umschaltbar ist. Die Kraftstoffzumeßeinrichtung 44 wird durch die Steuereinrichtung 23 pulsweitenmoduliert angesteuert, in der Weise, daß die Öffnungsdauer des Taktventils 44 so groß ist, daß der Hochdruckpumpe 14 eine definierte Kraftstoffmenge zugeführt wird, die dann wiederum durch die Hochdruckpumpe 14 unter Hochdruck in den Speicher 16 gefördert wird, um im Speicher 16 einen vorgegebenen, von Betriebsparametern der Brennkraftmaschine abhängigen Druck aufrechtzuerhalten. Am Speicher 16 ist dabei ein Drucksensor 17 angeordnet, der mit der Steuereinrichtung 23 verbunden ist, die somit Signale über den tatsächlichen Druck im Speicher 16 erhält und die Öffnungsdauer des Taktventils 44 derart einstellt, daß der Durchfluß von Kraftstoff zur Hochdruckpumpe 14 so eingestellt wird, daß der vorgegebene Druck im Speicher 16 erreicht wird.

[0010] Das Taktventil 44 wird durch die Steuereinrichtung 23 vorzugsweise wie in Figur 2 dargestellt synchron zum Saughub h der Pumpenkolben 34 der Pumpenelemente 30 angesteuert, derart, daß die Öffnungsdauer D des Taktventils 44 während des Saughubs h des Pumpenkolbens 34 eines jeweiligen Pumpenelements 30 so groß ist, daß der Pumpenkolben 34 eine Kraftstoffmenge in den Pumpenarbeitsraum 36 ansaugt, die beim darauffolgenden Förderhub des Pumpenkolbens 34 in den Speicher 16 gefördert wird, um im Speicher 16 den vorgegebenen Druck aufrechtzuerhalten. Je größer die Kraftstoffmenge ist, die durch die Hochdruckpumpe 14 bzw. deren Pumpenelemente 30 in den Speicher 16 gefördert werden soll, umso größer wird die Öffnungsdauer D des Taktventils 44 durch die Steuereinrichtung 23 eingestellt. In Figur 2 ist oben der über der Zeit t nacheinander erfolgende Saughub h für die verschiedenen Pumpenelemente 30 dargestellt. Bei A ist die Ansteuerung des Taktventils 44 mit einer Öffnungsdauer D für Vollförderung dargestellt, bei der das Taktventil 44 über den gesamten Saughub der Pumpenelemente 30 geöffnet ist. Bei B ist die Ansteuerung des Taktventils 44 mit einer Öffnungsdauer D bei Teilförderung, beispielsweise 50%-Förderung dargestellt. Die Periodendauer der Ansteuerung des Taktventils 44 ist in Figur 2 mit T bezeichnet. Es kann dabei vorgesehen sein, daß das Taktventil 44 wie in Figur 2 bei B dargestellt zu Beginn des Saughubs eines jeweiligen Pumpenelements 30 zunächst geöffnet ist und während des Saughubs geschlossen wird, wenn die erforderliche Kraftstoffmenge durch das Pumpenelement 30 angesaugt ist. Alternativ kann auch vorgesehen sein, daß das Taktventil 44 zu Beginn des Saughubs eines jeweiligen Pumpenelements 30 zunächst geschlossen ist und während des Saughubs geöffnet wird, so daß die erforderliche Kraftstoffmenge durch das Pumpenelement 30 angesaugt wird. Die Frequenz der Pulsweitenmodulation des Taktventils 44 ist dabei synchron zur Drehzahl der Hochdruckpumpe 14 eingestellt.

[0011] Wenn bei hoher Drehzahl der Hochdruckpumpe 14 die erforderliche Öffnungsdauer des Taktventils 44 bei Steuerung für jedes Pumpenelement 30 separat so kurz ist, daß diese aufgrund der Trägheit des Taktventils 44 nicht mehr korrekt eingestellt werden kann, so kann vorgesehen sein, daß wie bei C in Figur 2 dargestellt nur für jedes zweite Pumpenelement 30 das Taktventil 44 geöffnet wird. Hierbei bleibt das Taktventil 44 für ein Pumpenelement 30 vollständig geschlossen und wird für ein folgendes Pumpenelement 30 geöffnet. Die Periodendauer der Ansteuerung des Taktventils 44 ist in Figur 2 bei C wiederum mit T bezeichnet. Hierbei wird die Frequenz der Pulsweitenmodulation des Taktventils 44 synchron zu einem Vielfachen der Drehzahl der Hochdruckpumpe 14 eingestellt.

[0012] Wenn durch die Hochdruckpumpe 14 kein Kraftstoff in den Speicher 16 gefördert werden darf, beispielsweise im Schubbetrieb der Brennkraftmaschine, so wird durch die Steuereinrichtung 23 das Taktventil 44 geschlossen gehalten, so daß kein Kraftstoff von der Hochdruckpumpe 14 angesaugt wird. Eine vollständige Dichtheit des Taktventils 44 und damit die vollständige Trennung der Saugseite der Hochdruckpumpe 14 von der Druckseite der Förderpumpe 10 durch das Taktventil 44 kann auf einfache Weise erreicht werden.

[0013] Es kann vorgesehen sein, daß sich das Taktventil 44 in nicht durch die Steuereinrichtung 23 angesteuertem Zustand, das heißt in spannungslosem Zustand, in seiner geöffneten Schaltstellung befindet und bei Ansteuerung durch die Steuereinrichtung 23, das heißt in spannungsbeaufschlagtem Zustand, in seine geschlossene Schaltstellung gebracht wird. Alternativ kann auch vorgesehen sein, daß sich das Taktventil 44 in nicht durch die Steuereinrichtung 23 angesteuertem Zustand, das heißt in spannungslosem Zustand, in seiner geschlossenen Schaltstellung befindet und bei Ansteuerung durch die Steuereinrichtung 23, das heißt in spannungsbeaufschlagtem Zustand, in seine geöffnete Schaltstellung gebracht wird.

[0014] Das Tastverhältnis für die pulsweitenmodulierte Ansteuerung des Taktventils 44, das ist das Verhältnis der angesteuerten Zeitdauer zur nicht angesteuerten Zeitdauer und damit das Verhältnis der geöffneten Zeitdauer zur geschlossenen Zeitdauer für den Saughub der Pumpenelemente 30, kann in Form eines Kennfeldes als Funktion der durch die Hochdruckpumpe 14 in den Speicher 16 zu fördernden Kraftstoffmenge in der Steuereinrichtung 23 abgelegt sein.

[0015] Von der Verbindung 13 zwischen der Förderpumpe 12 und der Hochdruckpumpe 14 zweigt stromaufwärts vor dem Taktventil 44 eine Bypassverbindung 48 ab, die zu einem Entlastungsbereich führt, als der beispielsweise die Saugseite der Förderpumpe 12 dienen kann. In der Bypassverbindung 48 ist ein zum Entlastungsbereich hin öffnendes Druckventil 50 angeordnet. Wenn durch die Hochdruckpumpe 14 keine Vollförderung erfolgen soll und das Taktventil 44 nicht ständig geöffnet wird, so steigt der Druck zwischen der Förderpumpe 12 und dem Taktventil 44 an und wenn der Öffnungsdruck des Druckventils 50 überschritten wird, so fließt Kraftstoff zur Saugseite der Förderpumpe 12 zurück.

[0016] Von der Verbindung 13 zwischen der Förderpumpe 12 und der Hochdruckpumpe 14 zweigt stromaufwärts vor dem Taktventil 44 außerdem eine weitere Bypassverbindung 52 zu einem Niederdruckbereich ab, als der beispielsweise ein Rücklauf 54 in den Kraftstoffvorratsbehälter 10 dienen kann. In der weiteren Bypassverbindung 52 ist eine Drosselstelle 56 vorgesehen. Durch die weitere Bypassverbindung 52 ist eine Entlüftung der Verbindung 13 zwischen der Förderpumpe 12 und der Hochdruckpumpe 14 ermöglicht.

[0017] Von der Verbindung 13 zwischen der Förderpumpe 12 und der Hochdruckpumpe 14 zweigt stromaufwärts vor dem Taktventil 44 eine Schmierverbindung 58 zum Antrieb 32 der Hochdruckpumpe 14 ab, durch die dem Antrieb 32 Kraftstoff zur Schmierung zugeführt wird. In der Schmierverbindung 58 ist ein Druckventil 60 angeordnet, das erst bei Überschreiten eines vorgegebenen Druckes öffnet und die Schmierverbindung 58 freigibt. Hierdurch ist sichergestellt, daß insbesondere beim Starten der Brennkraftmaschine, wenn durch die Förderpumpe 12 zunächst Druck aufgebaut werden muß, der durch diese geförderte Kraftstoff der Hochdruckpumpe 14 zugeführt wird und nicht über die Schmierverbindung 58 Kraftstoff abgezweigt wird. In der Schmierverbindung 58 ist außerdem eine Drosselstelle 62 vorgesehen, durch die die dem Antrieb 32 zugeführte Kraftstoffmenge begrenzt wird. Vom Antrieb 32 der Hochdruckpumpe 14 führen Entlastungsverbindungen 64 zum Rücklauf 54 ab, in denen jeweils eine Drosselstelle 66 oder ein zum Rücklauf 54 hin öffnendes Druckventil 68 angeordnet ist.

[0018] Die Kraftstoffeinspritzeinrichtung kann außerdem wenigstens eine Druckerhöhungseinrichtung 70 aufweisen, die zwischen dem Speicher 16 und den Injektoren 20 angeordnet ist und durch die der Druck des den Injektoren 20 zugeführten und zur Einspritzung gelangenden Kraftstoffs gegenüber dem im Speicher 16 herrschenden Druck nochmals erhöht wird. Es kann dabei für jeden Injektor 20 eine eigene Druckerhöhungseinrichtung 70 vorgesehen sein, die im Injektor 20 integriert sein kann.


Ansprüche

1. Kraftstoffeinspritzeinrichtung für eine Brennkraftmaschine mit einer Hochdruckpumpe (14), durch die Kraftstoff in einen Speicher (16) gefördert wird, mit dem an Zylindern der Brennkraftmaschine angeordnete Injektoren (20) verbunden sind, mit einer Förderpumpe (12), durch die Kraftstoff aus einem Kraftstoffvorratsbehälter (10) zur Saugseite der Hochdruckpumpe (14) gefördert wird, und mit einer durch eine Steuereinrichtung (23) angesteuerten Kraftstoffzumeßeinrichtung (44), die zwischen der Druckseite der Förderpumpe (12) und der Saugseite der Hochdruckpumpe (14) angeordnet ist und durch die die der Saugseite der Hochdruckpumpe (14) zugeführte Kraftstoffmenge eingestellt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftstoffzumeßeinrichtung durch ein Taktventil (44) gebildet ist, das durch die Steuereinrichtung (23) pulsweitenmoduliert geöffnet und geschlossen wird, wobei die der Saugseite der Hochdruckpumpe (14) zugeführte Kraftstoffmenge proportional zur Öffnungsdauer des Taktventils (44) ist und daß die Frequenz der Pulsweitenmodulation des Taktventils (44) vorzugsweise synchron zur Drehzahl oder zu einem Vielfachen der Drehzahl der Hochdruckpumpe (14) eingestellt wird.
 
2. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei geschlossenem Taktventil (44) die Saugseite der Hochdruckpumpe (14) vollständig von der Druckseite der Förderpumpe (12) getrennt ist.
 
3. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß von der Verbindung (13) der Druckseite der Förderpumpe (12) mit der Saugseite der Hochdruckpumpe (14) stromaufwärts vor dem Taktventil (44) eine Bypassverbindung (48) zu einem Entlastungsbereich abführt, in der ein zum Entlastungsbereich hin öffnendes Druckventil (50) angeordnet ist.
 
4. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß von der Verbindung (13) der Druckseite der Förderpumpe (12) mit der Saugseite der Hochdruckpumpe (14) stromaufwärts vor dem Taktventil (44) eine Schmierverbindung (58) zu einem Antrieb (32) der Hochdruckpumpe (14) abführt, in der vorzugsweise ein zum Antrieb (32) hin öffnendes Druckventil (60) und vorzugsweise eine Drosselstelle (62) angeordnet ist.
 
5. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß von der Verbindung (13) der Druckseite der Förderpumpe (12) mit der Saugseite der Hochdruckpumpe (14) stromaufwärts vor dem Taktventil (44) eine ständig geöffnete Verbindung (52) zu einem Entlastungsbereich abführt, in der eine Drosselstelle (56) angeordnet ist.
 
6. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Hochdruckpumpe (14) wenigstens ein Pumpenelement (30) mit einem in einer Hubbewegung angetriebenen Pumpenkolben (34) aufweist, der einen Pumpenarbeitsraum (36) begrenzt, wobei der Pumpenkolben (34) abwechselnd einen Saughub, während dem Kraftstoff in den Pumpenarbeitsraum (36) angesaugt wird, und einen Förderhub ausführt, während dem Kraftstoff aus dem Pumpenarbeitsraum (36) in den Speicher (16) gefördert wird, und daß das Taktventil (44) durch die Steuereinrichtung (23) während des jeweiligen Saughubs des Pumpenkolbens (34) angesteuert wird.
 
7. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Hochdruckpumpe (14) mehrere Pumpenelemente (30) aufweist, deren Pumpenkolben (34) zeitlich versetzt zueinander ihren jeweiligen Saughub und Förderhub ausführen und daß das Taktventil (44) durch die Steuereinrichtung (23) jeweils während des Saughubs des Pumpenkolbens (34) eines Pumpenelements (30) angesteuert wird.
 




Zeichnung