[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Chip, beispielsweise als Auslöser für einen
Einkaufswagen, umfassend einen Rand sowie einen vom Rand umgebenen scheibenförmigen
Körper.
[0002] Ein Chip der eingangs genannten Art ist hinreichend bekannt. Derartige Chips werden
üblicherweise in sogenannten Chiphaltern am Schlüsselbund getragen und dienen beispielsweise
auch als Werbegeschenk.
[0003] Nun ist bekannt, dass Personen diese Chips nicht nur ihrer bestimmungsgemäßen Aufgabe
zuführen, sondern darüber hinaus auch versuchen, mit Hilfe derartiger Chips an den
Inhalt von Automaten zu gelangen. Dies deshalb, weil der Chipdurchmesser eine Größe
von einem 1- oder 2-Euro-Stück bzw. früher von einem 1- oder 2-Mark-Stück aufweist.
Um einen derartigen Missbrauch zu verhindern, ist bereits angedacht worden, die Chips
mittig mit einem zentrischen Loch zu versehen. Es hat sich herausgestellt, dass mit
Hilfe dieser Chips keine Ware aus einem Automaten entnommen werden kann. Jedoch hat
sich ebenfalls herausgestellt, dass ein Automat einen mit einer solchen Bohrung versehenen
Chip nicht mehr freigibt. Das heißt, der Chip blockiert den Einwurfschlitz des Automaten
solange, bis durch den Automatenbetreiber der Schlitz durch Herausnahme des Chips
wieder freigegeben ist.
[0004] Weiterhin hat sich herausgestellt, dass Chips mit einer Dicke von kleiner als 0,8
mm ebenfalls nicht dazu geeignet sind, aus einem Automaten Ware zu erhalten. Dies
deshalb, weil der Automat erst ab einer bestimmten Mindeststärke des Chips die entsprechende
Ware herausgibt. Nun besteht allerdings die Möglichkeit, dass zwei derartiger Chips
von ca. 0,7 mm bis 0,8 mm in einen Einwurfschlitz eines Automaten eingeführt werden
mit der Folge, dass dieser Automat auf Grund der doppelten Dicke des Chips die Ware
freigibt.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, einen Chip bereitzustellen, der
nicht als Auslöser zur Herausgabe von Ware aus einem Automaten missbraucht werden
kann und darüber hinaus sichergestellt ist, dass dann, wenn ein derartiger Chip in
den Einwurfschlitz eines Automaten eingeschoben wurde, dieser wieder herausgezogen
werden kann, ohne dass der Automat den Chip blockiert, wie dies der Fall ist, wenn
der Chip beispielsweise zentrisch eine Bohrung aufweist.
[0006] Erfindungsgemäß zeichnet sich ein derartiger Chip dadurch aus, dass die Höhe des
Randes des Chips mindestens der Hälfte der Breite des Einwurfschlitzes eines Warenautomaten
entspricht. Oder anders ausgedrückt, dass die Höhe des Randes des Chips größer ist
als die Hälfte der Breite des Einwurfschlitzes eines Warenautomaten, um zu verhindern,
dass auf Grund der Breite des Randes des Chips zwei derartige Chips in den Einwurfschlitz
eines Warenautomaten gesteckt werden können. Die Höhe des scheibenförmigen Chipkörpers
kann hierbei dann zwischen 0,6 mm und 1,0 mm, vorzugsweise jedoch 0,7 mm betragen.
Insbesondere bei der Dicke von 0,7 mm besteht auf Grund der Schlosskonstruktion des
Automaten die geringste Chance, dass der Automat den Chip als Münze annimmt. Gleichzeitig
ist die Höhe des Chipkörpers aber dennoch ausreichend, um dem Chip die erforderliche
Stabilität beim täglichen Gebrauch zu verschaffen, was insbesondere dadurch bewerkstelligt
wird, dass der Rand relativ gesehen stark ist.
[0007] Im Besonderen kann vorgesehen sein, dass der Rand eine Höhe zwischen 1,3 mm und 1,8
mm, vorzugsweise 1,4 mm aufweist, so dass die Höhe des Randes etwa doppelt so groß
ist, wie die Höhe des vom Rand erfassten Körpers. Hierbei wird davon ausgegangen,
dass die Breite des Einwurfschlitzes eines Automaten etwa 2,5 mm bis 2,6 mm beträgt,
so dass zwei Chips mit einer Randhöhe von jeweils 1,3 mm nicht zusammen in einen derartigen
Schlitz passen, außer dass der Schlitz mit Gewalt ausgedehnt wird. Dies wäre bei zwei
Chips von größer als 1,3 mm Stärke dann nicht mehr möglich. Das heißt, zwei derartige
Chips von 1,7, 1,8 mm würden zusammen, das heißt aufeinander in keinem Fall in den
Automatenschlitz eingeführt werden können.
[0008] Anhand der Zeichnung wird die Erfindung nachstehend beispielhaft näher erläutert.
- Figur 1
- zeigt den Chip in perspektivischer Darstellung;
- Figur 2
- zeigt einen Schnitt gemäß der Linie II - II aus Figur 1.
[0009] Der insgesamt mit 1 bezeichnete Chip besitzt einen Rand 2 und den vom Rand umgebenden
scheibenförmigen Körper 3. Erkennbar weist der Rand 2 eine wesentlich größere Stärke
auf als der Körper selbst. Im vorliegenden Fall ist die Stärke des Randes 2 doppelt
so groß, wie die des Körpers 3.
1. Chip (1), beispielsweise als Auslöser für einen Einkaufswagen, umfassend einen Rand
(2) sowie einen vom Rand umgebenen scheibenförmigen Körper (3),
dadurch gekennzeichnet,
dass die Höhe des Randes (2) des Chips (1) mindestens der Hälfte der Breite des Einwurfschlitzes
eines Warenautomaten entspricht.
2. Chip nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Höhe des Chipkörpers (3) zwischen 0,6 mm und 1,0 mm, vorzugweise jedoch 0,7 mm
beträgt.
3. Chip nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rand (2) eine Höhe zwischen 1,3 mm und 1,8 mm, vorzugsweise 1,4 mm aufweist,
so dass die Höhe des Randes (2) etwa doppelt so groß ist, wie die Höhe des vom Rand
(2) erfassten Körpers (3).