(19)
(11) EP 1 360 397 B2

(12) NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT
Nach dem Einspruchsverfahren

(45) Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den Einspruch:
11.11.2009  Patentblatt  2009/46

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
28.07.2004  Patentblatt  2004/31

(21) Anmeldenummer: 02706697.6

(22) Anmeldetag:  08.01.2002
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F01B 1/00(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2002/000083
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2002/065022 (22.08.2002 Gazette  2002/34)

(54)

VERFAHREN UND PALETTE ZUR HERSTELLUNG EINES PRÄZISEN BETONFERTIGTEILES

METHOD AND PALLET FOR THE PRODUCTION OF A PRECISE PRE-CAST CONCRETE PIECE

PROCEDE ET PALETTE POUR PRODUIRE UNE PIECE PREFABRIQUEE EN BETON PRECISE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR

(30) Priorität: 14.02.2001 DE 10107119
13.07.2001 DE 10133607

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
12.11.2003  Patentblatt  2003/46

(73) Patentinhaber: Max Bögl Bauunternehmung GmbH & Co. KG
92301 Neumarkt (DE)

(72) Erfinder:
  • BÖGL, Stefan
    92369 Sengenthal (DE)

(74) Vertreter: Bergmeier, Werner 
Canzler & Bergmeier Friedrich-Ebert-Straße 84
85055 Ingolstadt
85055 Ingolstadt (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 289 017
EP-A- 0 592 695
DE-A- 19 708 734
DE-C- 3 931 201
DE-C- 4 203 895
US-A- 4 758 393
EP-A- 0 436 859
EP-A- 0 864 692
DE-A- 19 753 705
DE-C- 4 100 191
FR-A- 2 714 689
US-A- 5 196 209
   
  • KOESTNER F: "BEARBEITUNG VON GROSSFORMATIGEN FASSADENELEMENTEN PROCESSING LARGE-SIZE CLADDING PANELS" BETONWERK + FERTIGTEIL TECHNIK, BAUVERLAG GMBH. WIESBADEN, DE, Bd. 62, Nr. 7, 1. Juli 1996 (1996-07-01), Seiten 86-92, XP000596549 ISSN: 0373-4331
   


Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines präzisen Betonfertigteiles, insbesondere in Form einer Schwelle oder einer Platte einer festen Fahrbahn für schienengeführte Fahrzeuge sowie eine Palette zur Herstellung eines vorgespannten Betonfertigteiles mit einer Schalung und einer Spannvorrichtung für Spannstähte.

[0002] Aus der EP-A-0 289 017 ist ein Verfahren zur Herstellung eines Betonfertigteiles, insbesondere in Form einer Schwelle bekannt. Aus der DE-A-19 708 734 ist eine Palette gemäß dem Oberbegriff des vorliegenden Anspruchs 33 bekannt.

[0003] Als Betonfertigteile werden beispielsweise feste Fahrbahnen für schienengeführte Fahrzeuge, Wandelemente oder andere Träger oder Stützen hergestellt. In den meisten Anwendungsfällen von Betonfertigteilen ist keine besondere Präzision hinsichtlich der Maße des Teiles erforderlich. Die üblichen, im Betonhandwerk erreichbaren Toleranzen sind hierbei ausreichend. Werden auf die Betonfertigteile andere Bauteile montiert, welche besonders enge Toleranzen einhalten müssen, so erfolgt dies üblicherweise mit Einstelleinrichtungen, so daß aus dem Beton herrührende Ungenauigkeiten ausgeglichen werden können. Insbesondere bei der Herstellung von festen Fahrbahnen, wie sie beispielsweise aus der DE 197 33 909 A1 bekannt sind, werden deshalb Schienenbefestigungen an den einzelnen Stützpunkten verwendet, welche in mehreren Richtungen die Schiene verstellbar machen, um die engen Toleranzen zwischen den einzelnen Schienen einhalten zu können. Außerdem werden elastische Zwischenlagen zwischen dem Betonfertigteil und der Schiene verwendet, welche unterschiedliche Dicken aufweisen um den Schienenkopf in der geforderten Höhe positionieren zu können. Hierdurch sind viele unterschiedlich dicke Zwischenlagen erforderlich, um die relativ großen Toleranzen des Betonteiles ausgleichen zu können. Die Zwischenlagen und die einstellbaren Schienenbefestigungen sind aufwendig in der Herstellung, Montage und Lagerhaltung.

[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, mit welcher Betonfertigteile herstellbar sind, welche engere als bisher übliche Toleranzen für Aufbauteile ermöglichen. Es wird damit der Aufwand für die Herstellung, Ausrüstung und Montage der Betonbauteile sowie der Schienen und deren Befestigung erheblich reduziert.

[0005] Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche 1 und 33.

[0006] Erfindungsgemäß wird bei einem Verfahren zur Herstellung eines präzisen Betonfertigteiles, insbesondere in Form einer Schwelle oder Platte für eine feste Fahrbahn für schienengeführte Fahrzeuge das Betonfertigteil zuerst in einer Schalung als Rohteil hergestellt. Anschließend wird es in vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung durch mehrtägige Lagerung ausgehärtet und sodann, zumindest an den funktionsrelevanten Teilen, falls erforderlich Material, beispielsweise Kunststoff aufgetragen und/oder spanend auf das vorbestimmte Maß abgearbeitet. Durch die mehrtägige Lagerung härtet das Betonfertigteil weitgehend aus, wodurch es bis nahezu seinem endgültigen Zustand kriecht und schwindet. Hierdurch wird ein Bauteil erhalten, welches weitgehend maßhaltig ist und sich somit auch bei seinem späteren Einsatz auf einer Baustelle kaum mehr verändern wird. Auf dieser Grundlage wird die Nachbearbeitung der funktionsrelevanten Stellen vorgenommen. Die Nachbearbeitung kann auch auf den inzwischen montierten Schienenbefestigungen erfolgen, welche insbesondere dann, wenn das Bauteil ausgehärtet ist, ebenfalls sehr maßgenau bearbeitet werden kann.

[0007] Werden als funktionsrelevante Stellen Montageflächen für die Montage der Schiene oder Verbindungsstellen einer Verbindung mehrerer Betonfertigteile miteinander bearbeitet, so werden sehr exakt definierte Schnittstellen für den Anbau von weiteren Bauteilen erhalten.

[0008] Werden die bearbeiteten Stellen hinsichtlich des Ist-Maßes kontrolliert, so ist sichergestellt, daß das geforderte Soll-Maß gleichbleibend erhalten wird und auf der Baustelle eine Nacharbeit nicht mehr erforderlich ist.

[0009] Wird bei der Bearbeitung der funktionsrelevanten Stellen der aktuelle Verschleiß des Werkzeuges berücksichtigt, so ist eine weitere Maßnahme getroffen, daß das geforderte Sollmaß sehr genau erhalten wird..

[0010] Vorteilhafterweise hat das Rohteil Schienenstützpunkte, welche entsprechend den individuellen Erfordernissen des Betonfertigteiles auf das in der späteren Trasse erforderliche, vorbestimmte Maß bearbeitet werden. Es werden damit Bauteile erhalten, welche für einen speziellen Einsatzort in einer Trasse vorgesehen sein können. Zur Schienenbefestigung können relativ einfache Standard-Bauteile verwendet werden, welche sich nicht voneinander unterscheiden. Dies hat den Vorteil, daß beim Austausch von Schienen oder Schienenbefestigungen keine Rücksicht auf den speziellen Einsatzort genommen werden muß und daher beliebige Teile verwendet oder untereinander ausgetauscht werden können. Eine individuelle Bearbeitung der Befestigungsteile ist dadurch nicht notwendig.

[0011] Wenn zuerst das Bauteil ausgehärtet wird und sich später nicht mehr verändern wird, wird auch die bearbeitete Stelle das so bearbeitete Maß beibehalten. Werden anschließend hierauf andere Bauteile, wie beispielsweise Schienen auf der festen Fahrbahn montiert, so sind auch diese sehr präzise auf dem Bauteil zu befestigen. Insbesondere feste Fahrbahnen können dabei so ausgebildet werden, daß die funktionsrelevanten Flächen relativ gering sind. Es bietet sich hierbei beispielsweise an, die feste Fahrbahn mit Höcker auszubilden, welche die Stützpunkte für die Gleise darstellen. Es müssen somit nur diese Stützpunkte bearbeitet werden. Es sind aber natürlich auch andere Formen mit dem erfindungsgemäßen Verfahren herstellbar. Das übrige Betonfertigteil kann in einem Toleranzbereich liegen, wie er üblich für die Herstellung von Betonfertigteilen ist. Durch eine entsprechende Bearbeitung der funktionsrelevanten Stellen kann darüber hinaus ein individuelles Betonfertigteil hergestellt werden. Es ist somit möglich, bei festen Fahrbahnen, welche aus einer Vielzahl geradliniger Platten zusammengesetzt sind, durch eine Bearbeitung der entsprechenden Stützpunkte auch Radien zu verwirklichen.

[0012] Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Rohteil des Betonfertigteiles in Umlauffertigung hergestellt wird. Hierdurch kann gewährleistet werden, daß eine stets gleichbleibende Präzision des Rohteiles gewährleistet wird, wodurch auch die spanende Bearbeitung anschließend unter gleichbleibenden Voraussetzungen erfolgen kann. Die Präzision des Endteiles kann somit gewährleistet werden. Außerdem kann aus standardisierten Rohteilen eine Vielzahl individueller Fertigteile hergestellt werden. Darüber hinaus ist durch die Umlauffertigung ein wesentlich kostengünstiges Herstellungsverfahren gewählt. Die Bauteile können in einem Mehrschichtbetrieb hergestellt werden, wobei während der Trocknung der Bauteile bereits andere Formen wieder präpariert und gefüllt werden können.

[0013] Bisher war es nicht wirtschaftlich, Betonfertigteile mit der hier geforderten Präzision in Umlauffertigung herzustellen. Durch die vorliegende Erfindung ist es aber gelungen, mittels der entsprechenden Nachbearbeitung der Bauteile die Bauteile besonders kostengünstig auch in Umlauffertigung herstellen zu können. Ein weiteres Vorurteil war, daß durch die Umlauffertigung stets nur gleiche Bauteile wirtschaftlich herstellbar sind, während aber, insbesondere für die feste Fahrbahn meist sehr individuelle Bauteile erforderlich sind, um dem jeweiligen Streckenverlauf gerecht zu werden. Durch die Nachbearbeitung ist es nunmehr möglich, ausgehend von einem Standardteil individuelle Bauteile, welche durchnumeriert werden, zu schaffen.

[0014] Vorteilhafterweise wird das Rohteil und dessen Schalung und/oder eine Spannvorrichtung für Spannstähle des Rohteils während der Fertigung des Rohteils auf bewegbaren Paletten befördert. Hierdurch sind alle herstellungsrelevanten Bauteile für das Rohteil auf der bewegbaren Palette angeordnet und können so den Fertigungsprozeß durchlaufen.

[0015] Um eine komplette Herstellung des Rohteiles zu gewährleisten, ist die Umlauffertigung in verschiedene Bearbeitungsstationen unterteilt. Insbesondere sind eine Reinigungsstation, eine Dübel- und Spindelmontagestation für die Platte der festen Fahrbahn, eine Bewehrungsstation, eine Spannstation, eine Betonierstation mit oder ohne einer Verdichtungsstation, eine Trockenkammer, eine Entspann- und Entschalungsstation und/oder eine Rohteilentnahmestation vorgesehen. In der jeweiligen Station wird die dort befindliche Palette entsprechend bearbeitet und präpariert, um schließlich das Rohteil als Endprodukt entstehen zu lassen. Jede einzelne Station ist dabei spezialisiert auf eine oder mehrere spezielle Tätigkeiten. Es kann daher auch vorteilhafterweise vorgesehen sein, daß in jeder Station Roboter vorgesehen sind, welche alle oder einen Großteil der erforderlichen Arbeiten ausführen können. Um zu vermeiden, daß an einzelnen Stationen nicht weitergearbeitet werden kann, weil es an anderen Stationen Stillstände gibt oder dort längere Arbeitszeiträume erforderlich sind, ist es vorteilhaft, wenn zwischen zwei Stationen Puffer vorgesehen sind, in welchen die bewegbaren Paletten zwischengelagert werden können.

[0016] Vorteilhafterweise wird ein Teil der in dem Rohteil angeordneten Bewehrung vorgespannt. Hierdurch wird ein sehr stabiles Rohteil erhalten, welches auch bei der Verlegung auf der Baustelle sowie während des späteren Einsatzes weitgehend formbeständig bleibt und hohe Belastungen aufnehmen kann. Vorteilhafterweise ist die Bewehrung, insbesondere bei Platten einer festen Fahrbahn in Quer- und Längsrichtung des Rohteiles angeordnet. Typische Maße für Platten einer festen Fahrbahn sind Längen von ca. 6,50 m und Breiten zwischen 2,40 m und 3 m. Durch die Anordnung der Spannbewehrung in Querrichtung des Rohteiles, d.h. entlang der Breite des Rohteiles sind relativ kurze Spannstähle erforderlich. Pro Platte sind Vorspannungen von mehr als 400 Tonnen auf die Spannstähle erforderlich. Durch die kurzen Längen der Spannstähle ist eine präzise und hinsichtlich der einzelnen Spannstähle weitgehend gleichmäßige Vorspannung erforderlich, um ein gleichmäßig stabiles Bauteil schaffen zu können. Außerdem ist es erforderlich, daß durch die Vorspannung die Schalung des Rohteiles und damit die Form des Bauteiles nicht verändert wird. Es ist deshalb erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Spannstähle unabhängig von der Schalung bzw. Schalfläche gespannt werden. Hierdurch wird wiederum ein sehr präzises Rohteil und somit ebenfalls ein sehr präzises Endprodukt erhalten, da die Vorspannung nicht in die Schalung eingeleitet wird, sondern an eigenen, extra dafür vorgesehenen Vorspanneinrichtungen. Die Schalung hat somit lediglich die Betonkräfte aufzunehmen und kann damit in üblicher Weise ausgeführt werden.

[0017] Alternativ, allerdings mit einer wesentlich stabileren Schalung, kann die Spannung sich auch auf der Schalung abstützen. Dies ist ausreichend, wenn an die Umfangsgestaltung der Bauteile keine hohen Anforderungen gestellt werden.

[0018] Um eine möglichst gleichmäßige Spannkraft auf die Spannstähle aufbringen zu können, ist es vorteilhaft, wenn mehrere Spannstähle gleichzeitig gespannt werden. Sind mehrere Spannstähle mittels einer Weg- und/oder Kraftausgleichseinrichtung miteinander verbunden, so wird eine gleichmäßige Spannung der Spannstähle ermöglicht.

[0019] Neu und erfinderisch ist es, daß die Spannstähle zu Sektionen zusammengefaßt werden und die Sektionen einzeln, gruppenweise oder zusammen gespannt oder entspannt werden. Hierdurch sind zumindest einzelne Bereiche mit jeweils gleicher Spannkraft versehen, wodurch das Rohteil sehr gleichmäßig und stabil hergestellt werden kann.

[0020] Vorteilhafterweise, insbesondere wenn gewisse Hinterschneidungen vorgesehen sind, wird zum Entschalen erst die Seitenschalung und anschließend die Bodenschalung von dem Rohteil entfernt. Um das Rohteil von der Bodenschalung trennen zu können hat sich als besonders vorteilhaft und erfinderisch herausgestellt, daß in der Schalung Öffnungen integriert sind, durch welche Stempel eingefahren werden können. Hierdurch wird das Rohteil von der Bodenschalung sehr schonend getrennt. Die späteren Bearbeitungsstellen werden hierbei nicht verletzt und es sind darüber hinaus keine Anschlagpunkte für Hebezeuge nötig. Es wird lediglich das Bauteil selbst angehoben.

[0021] Bei komplizierten Bauteilen, insbesondere wie es bei festen Fahrbahnen mit Höckern als Stützpunkten der Fall ist, ist unter Umständen das Entformen des Rohteils in Verbindung mit dem Lösen der Spannkräfte problematisch. Das Problem entsteht dadurch, daß beim Lösen der Spannvorrichtung das Bauteil durch die dann auf das Bauteil einwirkenden Spannkräfte geringfügig zusammengedrückt wird und sich dadurch möglicherweise in der Form klemmt. Das Abheben des Rohteils aus der Schalung ist damit nicht immer möglich, ohne daß das Rohteil beschädigt wird. Erfindungsgemäß wird daher vorgeschlagen, daß zuerst das Rohteil von der Bodenschalung gelöst wird und erst anschließend die Spannkraft auf das Bauteil einwirkt. Dies kann sowohl vollständig als auch nach und nach erfolgen, d. h., daß beispielsweise erst das Rohteil leicht aus der Bodenschalung abgehoben wird, sodann die Spannung leicht oder vollständig nachgelassen wird und erst in einem nächsten Arbeitsschritt das Rohteil vollständig von der Bodenschalung abgehoben wird. Alternativ kann auch vorgesehen werden, daß dieser Vorgang kontinuierlich erfolgt, d. h., daß gleichzeitig das Rohteil von der Bodenschalung gelöst und die Spannung der Spannstähle gelöst wird. Wichtig ist dabei in jedem Falle, daß vermieden wird, daß durch das Lösen der Spannung das Bauteil so weit schrumpft, daß das Bauteil nur erschwert aus der Bodenschalung abhebbar ist. Bei einfachen Bauteilen oder entsprechenden Einsätzen kann natürlich auch erst entspannt und anschließend entformt werden.

[0022] Um das Lagern der Rohteile in einem Aushärtlager sowie den Transport dorthin zu erleichtern, ist vorteilhafterweise vorgesehen, daß nach dem Entschalen überstehende Spannstähle abgetrennt werden. Die Rohteile können dadurch senkrecht stehend beispielsweise zum Aushärten gelagert werden.

[0023] Das Rohteil wird vorteilhafterweise mittels eines Abtransportwagens in das Aushärtlager und später vom Aushärtlager zu einer Nachbearbeitungsstation transportiert.

[0024] Als besonders vorteilhaft hat sich erwiesen, wenn die Bearbeitung des Rohteils auf einer Betonfräs- oder Schleifmaschine erfolgt. Derartige stationäre Maschinen können beispielsweise in Portalbauweise ausgeführt sein und garantieren eine besonders präzise Bearbeitung der Bauteile. Die Bauteile können für die Bearbeitung entsprechend ihrer späteren Montagelage definiert gelagert werden und in dieser Lage bearbeitet werden. Es kann aber auch durch rechnerische Methoden die spätere Einbaulage in Relation zu der tatsächlichen Bearbeitungslage berechnet werden und mit der computergesteuerten Bearbeitungsmaschine die entsprechenden Bearbeitungen vorgenommen werden. Vorteilhafterweise, insbesondere bei Platten von festen Fahrbahnen wird die Bearbeitung, welche häufig spanend sein wird, an den späteren Auflageflächen der Schiene oder Schienenbefestigung und/oder an Zentrierstellen der festen Fahrbahn vorgenommen. An den Zentrierstellen ist die Verbindung zu weiteren festen Fahrbahnplatten vorgesehen, so daß insgesamt ein definiertes Schienenbett, das auf einer Vielzahl einzelner Platten zusammengesetzt ist, entsteht.

[0025] Vorteilhafterweise werden bereits in der Fertigungshalle, möglichst unmittelbar nach der Bearbeitung auf der festen Fahrbahn die Schienenbefestigungen und gegebenenfalls auch die Schienen montiert. Die komplette Platte kann anschließend an die Baustelle ausgeliefert werden und an dem vorgesehenen Platz eingebaut werden.

[0026] Bei einer erfindungsgemäßen Palette zur Herstellung eines vorgespannten Betonfertigteiles mit einer Schalung und einer Spannvorrichtung für Spannstähle ist die Spannvorrichtung unabhängig von der Schalung gelagert. Hierdurch ist es möglich, ein Rohteil zu schaffen, welches für eine spätere Bearbeitung beste Voraussetzungen bietet, um sehr präzise Maße und sehr enge Toleranzen zu schaffen. Dadurch, daß die Spannvorrichtung unabhängig von der Schalfläche gelagert ist, wird bewirkt, daß die Schalung lediglich die Kräfte des Betons, aber nicht die Kräfte der Spanneinrichtung aufnehmen muß und somit die Formhaltigkeit des Bauteils gewährleistet wird. Außerdem ist das Entschalen und Spannen des Rohteiles unabhängig voneinander durchführbar.

[0027] Vorteilhafterweise ist die Spannvorrichtung derart aufgebaut, daß sie mindestens eine Druckstütze und mindestens eine Zugeinrichtung aufweist. Die Druckstütze ist unabhängig von der Schalung und daher dazu geeignet, die Zugkräfte, welche auf die Spannstähle wirken, aufzunehmen. Konstruktiv besonders einfach ist es, wenn die Zugeinrichtung um die Druckstütze herum drehbar gelagert ist.

[0028] Sind an einem Ende der Zugeinrichtung mindestens ein Zugstab und an dem anderen Ende mindestens eine Befestigungsvorrichtung für Spannstähle angeordnet, so kann mittels der Zugeinrichtung durch eine Drehung um die Druckstütze, welche zwischen der Zugeinrichtung und der Befestigungsvorrichtung für die Spannstähle angeordnet ist, die Krafteinleitung auf die Spannstähle sehr vorteilhaft durchgeführt werden.

[0029] Um die insbesondere für feste Fahrbahnen erforderlichen sehr hohen Zugkräfte aufzubringen, ist vorteilhafterweise vorgesehen, daß die Befestigungseinrichtung mittels einer oder mehrerer Spanneinheiten, insbesondere mittels einer Hydraulikeinrichtung gespannt und verriegelt werden. Die Spanneinheit kann anschließend wieder von der Befestigungseinrichtung entfernt werden und für den nächsten Spannvorgang eingesetzt werden.

[0030] Um die Krafteinleitung auf die Spannstähle möglichst gleichmäßig einleiten zu können, ist es vorteilhaft, wenn die Befestigungsvorrichtung ein Kamm ist, in welchem mehrere Spannstähle eingehängt werden können. Die Spannung der Spannstähle erfolgt dann über eine Bewegung des Kammes in Richtung der Längsachse der Spannstähle, wodurch die Spannstähle gedehnt werden. Zum Entspannen wird der Kamm in die entgegengesetzte Richtung bewegt, wodurch die Spannstähle versuchen sich zu entspannen und damit in die Betonplatte eine Druckspannung einbringen. Um zu vermeiden, daß es innerhalb der Zugeinrichtung und der Befestigungsvorrichtung bzw. des Kammes zu Verspannungen kommt, ist es vorteilhaft, wenn die Befestigungsvorrichtung bzw. der Kamm an der Zugeinrichtung drehbar angeordnet ist.

[0031] Zum Einhängen der Spannstähle in den Kamm ist es vorteilhaft, wenn die Spannstähle an den Enden aufgestaucht sind und somit eine Verbreiterung bilden. Diese Verbreiterung schafft eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Bewehrungsstahl und dem Kamm. Es ist aber auch möglich, die Verbindung zwischen dem Bewehrungsstahl und dem Kamm mittels Muttern, welche über den Bewehrungsstahl geschraubt sind, oder mittels einzelnen Klemmvorrichtungen zu schaffen. Durch den Kamm und die formschlüssige Verbindung der Spannstähle mit dem Kamm ist ein automatisches Einhängen der Spannstähle in den Kamm sehr einfach zu realisieren, da die Spannstähle lediglich in einer Richtung über die Öffnungen des Kammes gelegt werden müssen. Durch Einsatz beispielsweise einer Hydraulikeinrichtung werden die Kämme, welche jeweils an einem Ende der Spannstähle angeordnet sind, voneinander weg bewegt und bewirken somit die Spannung der Spannstähle.

[0032] Um die Palette und wesentliche Teile der Schalung für verschiedene Rohteile einsetzen zu können, ist es vorteilhaft, wenn die Schalung mit verschiedenen Einsätzen ausgerüstet werden kann. So ist es beispielsweise im Falle einer festen Fahrbahn möglich, auf verschiedene Befestigungssysteme für die Schienen derart einzugehen, daß durch die unterschiedlichen Einsätze unterschiedliche Formen der Stützpunkte für die Gleisbefestigung geschaffen werden. Die Einsätze, welche wahlweise in die Grundschalung eingelegt werden können, sind jeweils so ausgestaltet, daß sie für eine bestimmte Befestigungsmethode der Schienen geeignet sind. Alternativ oder zusätzlich können die Einsätze derart ausgebildet sein, daß sie die Schalung in mehrere Bauteile unterteilen. Hierdurch werden in einer einzigen Palette gleichzeitig mehrere Rohteile hergestellt, wobei jedes für sich vorgespannt sein kann.

[0033] Um Hinterschneidungen, insbesondere im Bereich der Stirnseiten der Platten von festen Fahrbahnen schaffen zu können, ist es vorteilhaft, wenn die Seitenschalung oder Teile davon von der Bodenschalung entfernbar sind. Ein weiterer Vorteil hierbei ist, daß das Einlegen der Spannstähle in die Kämme automatisch erfolgen kann. Erst nach dem Einlegen der Stähle wird ein Teil der Seitenschalungen befestigt, wodurch die Formgebung des Rohteiles bewirkt wird. Die Seitenschalungen weisen entsprechende Ausnehmungen oder Teilungen auf, so daß die Spannstähle durch die Seitenschalung hindurchgeführt werden können. Besonders vorteilhaft ist es, wie bereits oben erläutert wurde, wenn die Schalung jeweils unabhängig von der Spanneinrichtung ist und somit auch unabhängig hiervon angebaut oder abgebaut werden kann.

[0034] Durch die Einteilung der Spannvorrichtung in einzelne Sektionen ist es in vorteilhafter Ausführung der Erfindung möglich, die Spannstähle gleichzeitig oder nacheinander zu spannen. Außerdem werden vorteilhafterweise pro Sektion gleichzeitig mehrere Spannstähle gespannt, so daß eine gleichmäßige Vorspannung und Einbringung der Vorspannkraft in die Spannstähle ermöglicht wird. Dies sorgt für eine gleichmäßige Festigkeit des Bauteils.

[0035] Um die Palette für die Umlauffertigung vorteilhaft auszugestalten, ist vorgesehen, daß sie Schienen oder Rollen aufweist. Hierdurch ist eine Bewegung der Palette von Station zu Station der Umlauffertigung sehr einfach zu realisieren.

[0036] Weitere Vorteile der Erfindung sind in den nachfolgenden Ausführungsbeispielen beschrieben. Es zeigt:
Figur 1
eine Fertigungsanlage,
Figur 2
eine Palette in Vorderansicht,
Figur 3
eine Palette in Seitenansicht,
Figur 4
eine Palette in perspektivischer Ansicht,
Figur 5
ein Schienenstützpunkt.


[0037] In Figur 1 sind die verschiedenen Stationen der erfindungsgemäßen Umlauffertigung 1 zur Herstellung von präzisen Betonfertigteilen, insbesondere aus Faserbeton dargestellt. Eine Palette 20 wird einem ersten Puffer 2 über herkömmliche Fördereinrichtungen zugeführt. Aus dem Puffer 2 gelangt die Palette 20 in eine Reinigungsstation 3. Hier wird die Schalung und gegebenenfalls die Spanneinrichtung gereinigt, um eine sichere Funktionsfähigkeit zu gewährleisten. In der Reinigungsstation 3 stehen hierfür beispielsweise Staubsauger zur Verfügung, welche vorteilhafterweise mittels Roboter bedient werden und die Palette 20 reinigen.

[0038] Nachdem die Palette 20 beziehungsweise die Schalung gereinigt ist, wird sie einem weiteren Puffer 2 zugeführt. Aus diesem Puffer 2 wird anschließend in der Station 4 die Dübel- bzw. Spindelmontage durchgeführt. Die Dübel und Spindeln sind insbesondere in einer Platte einer festen Fahrbahn für schienengeführte Fahrzeuge erforderlich. Mittels den Spindeln wird später auf der Baustelle oder zur Bearbeitung die Lage der Platte ausgerichtet. Über die Dübel werden die Schienen bzw. Schienenbefestigungen zur Führung des Fahrzeuges auf der Platte befestigt. Auch in dieser Station ist die Dübel- und Spindelmontage weitgehend automatisch mittels nicht dargestellter Roboter durchführbar.

[0039] Aus dem Puffer 2 gelangt die Palette 20 in die erste Bewehrungsstation 5. Je nachdem, welches Bauteil geschaffen werden soll, sind unterschiedliche Bewehrungen erforderlich. So kann in einem ersten Teil der Bewehrungsstation 5 ein Teil der Bewehrung, beispielsweise Matten oder Spannstähle, welche insbesondere bei Platten von festen Fahrbahnen ausgelegt werden, in die Schalung eingelegt werden. Im nächsten Teil der Bewehrungsstation 5 können die quer hierzu eingelegten Spannstähle, beispielsweise Gewindestähle, eingelegt werden. Zwischen den beiden Bewehrungsstationen 5 ist eine weiterer Puffer 2 angeordnet.

[0040] In der darauffolgenden Spannstation 6 sind Hydraulikeinrichtungen vorgesehen, mit welchen die Spannstähle vorgespannt werden können. Außerdem werden die vorgespannten Stähle in der Spannstation 6 fixiert, so daß die beispielsweise hydraulische Vorspannung nach der Fixierung der Spannstähle wieder entfernt werden kann und für die nächste Palette 20 bzw. nächste Station verwendet werden kann. Die Spannung der Stähle kann einzeln erfolgen. Vorzugsweise wird die Spannung aber mindestens sektionsweise erfolgen, wobei es auch vorteilhaft sein kann, mehrere Sektionen gleichzeitig zu spannen. Hierdurch wird das Spannen aller Spannstähle schneller erfolgen können als wenn dies nacheinander geschieht, so daß gegebenenfalls die Durchlaufzeit einer Palette verringert werden kann. Nach der Spannstation 6 wird ein weiterer Puffer 2 von der Palette 20 angefahren. Die Palette 20 bleibt solange in dem Puffer 2 bis die nachfolgende Station wieder frei geworden ist.

[0041] In der Betonierstation 7 wird die Schalung mit Beton, beispielsweise Faserbeton, ausgefüllt und gegebenenfalls verdichtet, wodurch das eigentliche Bauteil entsteht. Zum Trocknen des Betons wird die Palette in eine Trockenkammer 9 eingefahren. Um möglichst viele Paletten in der Trockenkammer 9 lagern zu können, ist jeweils ein Hublift 8, 8' am Anfang und am Ende der Trockenkammer 9 angeordnet. Mittels dieser Hublifte 8, 8' werden die Paletten 20 in verschiedene Etagen der Trockenkammer 9 verfahren, so daß eine große Anzahl von Paletten 20 gleichzeitig in Umlauf sein kann und eine große Anzahl von Betonfertigteilen gleichzeitig gefertigt werden kann.

[0042] Nach dem Trocknen des Betons wird die Palette 20 aus der Trockenkammer 9 über den Hublift 8' entnommen und einer Entschal- und Entspannstation 10 zugeführt. In der Station 10 wird gleichzeitig die Entspannung der Spannstähle und das Entformen vorgenommen. Je nach Ausführung des Bauteils kann es auch vorteilhaft sein, zuerst das Bauteil von der Bodenschalung leicht abzuheben und anschließend erst den Entspannvorgang der Spannstähle zu beginnen. Dies kann kontinuierlich oder schrittweise erfolgen. Es wird damit bewirkt, daß die Entschalung einfach und ohne Beschädigung des Bauteiles erfolgen kann.

[0043] In der darauffolgenden Station 11 wird die Platte der festen Fahrbahn aus der Palette vollständig entnommen und auf einen Abtransportwagen 12 aufgelegt. Gegebenenfalls wird hier auch die eingebaute Spindel beispielsweise 20mm in die Höhe gedreht um später gereinigt werden zu können. Anschließend erfolgt in einer Station 18 die Abtrennung der überstehenden Spannstahlenden und die Reinigung der Spindeln.

[0044] Der Abtransportwagen 12 bringt die Platte in eine Kippstation 13, in welcher die Platte beispielsweise um 90° gedreht und in einem Lager abgestellt wird. In diesem Lager härtet der Beton aus, wodurch dieser kriecht und schwindet und sein Endmaß weitgehend annimmt. Nach einer Zeit von beispielsweise 28 Tagen hat das Betonteil weitgehend sein endgültiges Maß erreicht und kann nachbearbeitet werden. Hierzu wird es über die Kippstation 13 wiederum auf einen Transportwagen 12 aufgelegt und einer weiteren Bearbeitungsstation 15 zugeführt. In der Station 15 wird hierzu die Platte aufgespindelt. Dies bedeutet, daß die Platte entsprechend ihrer späteren Einbaulage in der festen Fahrbahn ausgerichtet wird. In dieser Lage wird sie einer Bearbeitungsmaschine 16 zugeführt, in welcher beispielsweise Stützpunkte für die spätere Lagerung der Schienen auf den 10-tel Millimeter genau bearbeitet werden. Diese Bearbeitungsstation 16 kann beispielsweise eine Betonfräsmaschine, Bohrmaschine oder eine Schleifmaschine beinhalten, mit welcher die entsprechenden Stellen des Rohteils präzise und formgerecht bearbeitet oder für die Montage vorbereitet werden. Dadurch, daß die Platte ausgehärtet ist, bewirkt die Bearbeitung der Platte, daß auch in der späteren Einbaulage die hier erreichten Maße beibehalten werden können.

[0045] Die Bearbeitung der Platte kann beispielsweise auch das Fräsen von Aussparungen für Führungen beinhalten, welche an den Enden der Platten einsetzbar sind. Die Führungen, welche beispielsweise einen trapezförmigen Querschnitt aufweisen und aus Stahl hergestellt sind, überlappen zwei Platten und erlauben somit eine exakte Ausrichtung der Platten zueinander. Pro Plattenstoß haben sich drei solcher Führungen an der Ober-, Unterund/oder den Seitenflächen der Platte als vorteilhaft erwiesen um eine sichere Positionierung der Platten in x-, y- und z-Richtung zueinander solange aufrechtzuerhalten, bis die Lage der Platten endgültig, z.B. durch einen Unterguß fixiert ist. Durch eine entsprechend winkelige Anordnung der Aussparungen zur Längsachse der Platte ist es möglich eine Polygonverlegung der Platten vorzusehen.

[0046] Nachdem alle wichtigen Maße bearbeitet wurden, wird das Betonfertigteil einer letzten Station, nämlich einer Montagestation 17 zugeführt. In der Montagestation 17 werden die Schienenbefestigungen und gegebenenfalls sogar die Schienen selbst auf die Platte montiert. Diese vormontierte Platte ist später auf der Baustelle sehr schnell verarbeitbar, da weitgehend auf Einstellarbeiten verzichtet werden kann, nachdem die Vorgaben, welche an die einzelne individuelle Platte gegeben wurden bereits bei der Bearbeitung und bei der Montage berücksichtigt werden konnten. Die individuell für einen speziellen Einbauplatz in der festen Fahrbahn gefertigte Platte wird gegebenenfalls numeriert und über einen Abtransportwagen 12 einem Lager oder direkt auf die Baustelle transportiert.

[0047] Durch die Umlauffertigung wird zuerst ein Rohteil geschaffen, welches weitgehend ein Universalteil für die meisten Anwendungsfälle darstellt. Aus diesem universellen Rohteil wird in der Bearbeitungsstation später ein individuelles, gegebenenfalls mit einer Nummer versehenes Bauteil geschaffen, welches genau seinen Platz in der festen Fahrbahn hat.

[0048] In Figur 2 ist eine Vorderansicht einer Palette 20 dargestellt. Die Palette 20 ist auf Trägern 21 und Schienen 22 aufgebaut. Auf den Trägern 21 ist die Bodenschalung 23 und die Seitenschalung 24 und 24' angeordnet. In der Seitenschalung 24 der Stirnseite sind verschiedene Hinterschneidungen vorgesehen, um die Verbindung benachbarter Platten der festen Fahrbahn durchführen zu können. Die Seitenschalung 24 ist beispielsweise mit nicht dargestellten Einrichtungen abklappbar oder entfernbar von der Bodenschalung, so daß das Entformen des späteren Rohteils einfach möglich ist.

[0049] An der Palette 20 sind mehrere Spannvorrichtungen 30 vorgesehen. Jede Spannvorrichtung besteht aus einer Druckstütze 31 und einer Zugeinrichtung 32. Die Zugeinrichtung 32 ist um einen Drehpunkt 33 der Druckstütze 31 drehbar gelagert. Unterhalb der Druckstütze 31 ist ein Zugstab 34 angeordnet.

[0050] Eine zweite Zugeinrichtung 32' ist an der Druckstütze 31 fest angeordnet. Mit ihr wirkt eine Spindel 40 und eine Mutter 39 zusammen. Die wirksame Länge der Spindel 40 ist verkürzbar. Das Verkürzen erfolgt beispielsweise mittels einer Hydraulikeinrichtung, welche auf die Spindel 40 einwirkt und dessen wirksame Länge verkürzt. Durch die Verkürzung der Spindel 40 wird die Zugeinrichtung 32 um den Drehpunkt 33 gedreht und der Spannstahl 35 und der Zugstab 34 gedehnt. Die verkürzte Spindel 40 wird mittels der Mutter 39 fixiert.

[0051] Die zweite Zugeinrichtung 32' kann an der Druckstütze 31 auch drehbar, gleich oder ähnlich der Befestigung der Zugeinrichtung 32 angeordnet sein.

[0052] Die Spannstähle 35 sind mit dem oberen Ende der Zugeinrichtung 32 und 32' verbunden. Die Verbindung der Spannstähle 35 erfolgt in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel mittels eines Kammes 36, welcher über einen Drehpunkt 37 mit dem oberen Ende der Zugeinrichtung 32 verbunden ist. Die Spannstähle 35 werden vorzugsweise über eine Aufstauchung in dem Kamm 36 eingehängt. Es sind aber auch andere, zuvor bereits beschriebene Querschnittsveränderungen möglich.

[0053] Die Spannvorrichtung 30 wirkt unabhängig von der Schalung 23, 24, 24', so daß eine Verformung der Schalung 23, 24, 24' bei Einsetzen der Zugspannung nicht auftritt. Die Zugspannung stützt sich im wesentlichen über die Druckstütze 31 ab, welche an dem Rahmen der Palette 20 befestigt ist. Die Druckstütze 31 ist so stabil ausgebildet, daß eine Verformung der Palette 20 ebenfalls vermieden wird.

[0054] In Figur 3 ist eine Seitenansicht einer Palette 20 dargestellt. Das Grundgerüst der Palette 20 besteht aus den Trägern 21 und der Schiene 22. Auf den Trägern 21 ist die Bodenschalung 23 und die Seitenschalung 24, 24' aufgebaut. In der Darstellung der Figur 3 wird deutlich, daß entlang der Palette 20 eine Vielzahl von Spannvorrichtungen 30 angeordnet sind. Jede Spannvorrichtung 30 weist einen Zugstab 34 auf. Der Zugstab 34 ist mit der Zugeinrichtung 32 verbunden, welche sich an der Druckstütze 31 abstützt. Am Ende der Zugeinrichtung 32, welche dem Zugstab 34 gegenüberliegt, ist der Kamm 36 angeordnet. Der Kamm 36 weist mehrere Öffnungen 38 auf, in welche die Spannstähle einlegbar sind. Durch Betätigung einer Spannvorrichtung 30 werden somit gleichzeitig mehrere Spannstähle 35 gespannt. Hierdurch wird eine gleichmäßige Spannung bewirkt, welche insbesondere aufgrund der kurzen Länge der Spannstähle 35 besonders wichtig ist, um eine gleichmäßige Spannung zu erzielen. Die Spannung des Zugstabes 34 kann so erfolgen, daß eine Hydraulikeinrichtung auf die Spindel 40 aus Figur 2 zugreift und diese verkürzt, so daß zwei gegenüberliegende Kämme 36 auseinander bewegt werden und dadurch die Spannstähle 35 spannen. Eine derartige Spannung kann einzeln pro Spannvorrichtung 30 vollzogen werden. Es können aber auch mehrere der Spannvorrichtungen 30 gleichzeitig gespannt werden, so daß das Spannen der kompletten Palette 20 schneller erfolgt. Die Zykluszeiten können somit verringert werden.

[0055] Durch die Anordnung verschiedener Spannvorrichtungen 30 ist ein sektionsweiser Aufbau der Palette 20 bewirkt. Die Palette 20 kann hierdurch mehr oder weniger lang ausgestaltet werden, ohne daß der prinzipielle Aufbau der Palette 20 geändert werden muß. Ebenso ist durch den sektionsweisen Aufbau die Einbringung der Spannkräfte gleichmäßig zu bewerkstelligen. Anstelle oder zusätzlich zum Kammes 36 kann auch eine beispielsweise mehrfach gelagerte Kraft- oder Wegausgleichseinrichtung eingesetzt werden, um eine gleichmäßige Zugkraft in den Spannstählen 35 zu bewirken. Derartige Hilfsmittel können auf Grund der unüblich kurzen Spannstähle 35 erforderlich sein.

[0056] In Figur 4 ist eine perspektivische Darstellung der Palette 20 dargestellt. An den Schienen 22 sind Träger 21 befestigt, welche das Grundgerüst der Einrichtung bilden. Die Bodenschalung 23 weist Einsätze 26 auf, in welchen Höcker 25 der Platte der festen Fahrbahn eingearbeitet sind. Aufgrund unterschiedlicher Befestigungssysteme für die auf der Platte zu montierenden Schienen der Bahn sind verschiedene Höckerformen erforderlich. Diese können durch einfachen Austausch der Einsätze 26 bei ansonsten unveränderter Palette 20 realisiert werden. Pro Sektion ist eine Spannvorrichtung 30 vorgesehen, welche eine Druckstütze 31, zwei Zugeinrichtungen 32 und einen Zugstab 34 aufweist. An den beiden Zugeinrichtungen 32 ist jeweils ein Kamm 36 angeordnet, in welchen die in diesem Ausführungsbeispiel sechs Spannstähle 35 in Öffnungen 38 aufgenommen werden. Durch das Spannen der Spindel 40 werden die in den Kämmen 36 eingehängten Spannstähle 35 auseinandergezogen und gespannt. Mit der Mutter 39 wird die Spannung aufrechterhalten. Nachdem die Spannstähle 35 gespannt sind, wird entsprechend der in Figur 1 dargestellten Umlauffertigung Beton in die Schalung eingefüllt.

[0057] Die Schienen 22 dienen zum Transport der Palette 20, indem sie über Transportsysteme hinweggeführt werden. Die Palette 20 kann damit von Station zu Station bewegt werden. Dies kann beispielsweise durch motorisch angetriebene Rollen erfolgen. Es ist aber auch möglich, daß an Stelle der Schienen 22 Rollen angeordnet sind, welche ihrerseits auf festmontierten Schienen abrollen. Die hier dargestellte Ausführungsform hat allerdings den Vorteil, daß die Schienen 22 gleichzeitig zur Stabilisierung der Palette 20 und zum Transport der Palette 20 dienen.

[0058] Figur 5 zeigt eine Detailansicht einer Platte 42 mit einem Schienenstützpunkt. Der Schienenstützpunkt besteht aus zwei Höckern 43 sowie einer Auflage 44. Eine Schiene 45 ist zwischen den beiden Höckern 43 befestigt. Die Schiene 45 wird dabei unter Zuhilfenahme von Zwischenlagen, welche einerseits den Höhenausgleich und andererseits eine Dämpfung der Schiene 45 bewirken, auf der Auflage 44 angeordnet. Die Befestigung der Schiene 45 erfolgt mittels Schrauben 47, welche in dem Beton der Platte 42 mittels Dübel 51 verankert sind sowie mittels Klammern 49, welche auf dem Höcker 43 bzw. einer Winkelführungsplatte 49 und dem Schienenfuß 45 abgestützt sind. Für die korrekte Ausrichtung der Schiene 45 in horizontaler Richtung sind die Winkelführungsplatten 49 zwischen dem Höcker 43 und dem Fuß der Schiene 45 angeordnet. Mittels der Winkelführungsplatten 49 wird die Schiene 45 in der gewünschten Position in horizontaler Richtung gehalten.

[0059] Die Winkelführungsplatten 49 können Standardteile sein, welche einander weitgehend gleichen. Hierdurch ist ein Austausch bzw. beliebiger Einsatz der Winkelführungsplatten 49 bei der Verlegung einer Schiene 45 möglich.

[0060] Geschaffen wird diese standardisierte Verwendung von Winkelführungsplatten 49 sowie Zwischenlagen 46 dadurch, daß die Innenseiten der Höcker 43 sowie bei Bedarf die Auflage 44 der Platte 42 bearbeitet wird. Diese insbesondere spanende Bearbeitung des Betons an den Flanken 50 sowie der Auflage 44 ermöglicht die exakte Ausrichtung der Schiene 45 bereits während der Herstellung der Platte 42. Wie durch gestrichelte Linien angedeutet ist, wird die Platte 42 im Bereich der Flanken 50 und der Auflage 44 zuerst mit Übermaß hergestellt.

[0061] Durch die spanende Bearbeitung kann an den Flanken 50 und der Auflage 44 mehr oder weniger Material abgetragen werden, so daß die exakte Ausrichtung der Schiene 45 in horizontaler und vertikaler Richtung bereits weitgehend durch die individuelle Gestaltung des Schienenstützpunktes vorgegeben ist. Durch dieses Verfahren ist es sogar möglich Radien oder eine Polygonverlegung des Gleises allein durch die Bearbeitung der Höcker 43 bzw. Flanken 50 zu verwirklichen. Die Platten 42 werden dabei zuerst standardmäßig hergestellt und erst durch die spanende Bearbeitung individualisiert. Hierdurch ist eine sehr schnelle und dadurch kostengünstige Fertigung einer Vielzahl von Platten 42 mit einer einzigen Formart möglich. Eine im Vergleich zu früheren Herstell- und Montagemethoden deutlich schnellere Fertigung und Verlegung von Fertigteilplatten 42 macht den Einsatz dieser Systeme als feste Fahrbahnen noch vorteilhafter.

[0062] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. So kann insbesondere das Prinzip der Palette auch für andere Bauteile als für Platten einer festen Fahrbahn Verwendung finden. Denkbar sind hierfür beispielsweise Stützen oder Träger, welche ebenfalls in Umlauffertigung hergestellt werden können.


Ansprüche

1. Verfahren zur Herstellung eines präzisen Betonfertigteiles,

das Betonfertigteil wird zuerst in einer Schalung auf einer Palette als Rohteil mit Spannstählen zur Bewehrung hergestellt,
die Spannstähle des Betonfertigteiles werden zu mehreren Sektionen zusammengefasst,
die Sektionen werden einzeln gespannt und/oder entspannt, so dass ein stabiles standardisiertes Rohteil hergestellt wird,
das standardisierte Rohteil wird danach zumindest an funktionsrelevanten Stellen auf ein individuelles vorbestimmtes Maß bearbeitet,
jede Sektion wird mit einer eigenen Spannvorrichtung gespannt,
mit einer Spannvorrichtung pro Sektion werden die
Spannstähle einer Sektion gleichzeitig gespannt.
 
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohteil nach seiner Herstellung und vor seiner Bearbeitung durch mehrtägige Lagerung ausgehärtet wird.
 
3. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als die funktionsrelevanten Stellen Montageflächen für die Montage der Schiene (45) oder Verbindungsstellen einer Verbindung mehrerer Betonfertigteile miteinander bearbeitet werden.
 
4. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die bearbeiteten Stellen hinsichtlich des Ist-Maßes kontrolliert werden.
 
5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Bearbeitung der funktionsrelevanten Stellen der aktuelle Verschleiß des Werkzeuges berücksichtig wird.
 
6. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohteil und/oder eine auf das Rohteil aufgebrachte Lage insbesondere spanend bearbeitet wird.
 
7. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohteil Schienenstützpunkte aufweist, welche entsprechend den individuellen Erfordernissen des Betonfertigteiles auf das in der späteren Trasse erforderliche, vorbestimmte Maß bearbeitet werden.
 
8. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Rohteil Schienenbefestigungen angeordnet werden, welche bearbeitet werden.
 
9. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohteil in Umlauffertigung hergestellt wird.
 
10. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohteil und dessen Schalung (23,24) und /oder eine Spannvorrichtung (30) während seiner Fertigung auf bewegbaren Paletten befördert wird.
 
11. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Umlauffertigung verschiedene Bearbeitungsstationen, insbesondere eine Reinigungsstation, eine Dübel- und Spindelmontagestation, eine Bewehrungsstation, eine Spannstation, eine Betonierstation mit oder ohne einer Verdichtungsstation, eine Trockenkammer, eine Entspann- und Entschalungsstation und/oder eine Rohteilentnahmestation vorgesehen werden.
 
12. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einzelne der Stationen mittels Roboter bedient werden.
 
13. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei Stationen Puffer vorgesehen werden.
 
14. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine in dem Rohteil angeordnete Bewehrung vorgespannt wird.
 
15. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohteil aus Faserbeton hergestellt ist.
 
16. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewehrung in Längs- und/oder Querrichtung des Rohteiles angeordnet wird.
 
17. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannstähle (35) unabhängig von der Schalfläche gespannt werden.
 
18. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannstähle (35) auf die Schalung (23,24) gespannt werden.
 
19. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Spannstähle (35) gleichzeitig gespannt werden.
 
20. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Spannstähle (35) mittels einer Weg- und/oder Kraftausgleichseinrichtung miteinander verbunden sind.
 
21. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum Entschalen erst die Seitenschalung (24) und anschließend die Bodenschalung (23) von dem Rohteil entfernt wird.
 
22. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohteil von der Bodenschalung (23), insbesondere mittels Stempel getrennt wird.
 
23. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass erst das Rohteil von der Bodenschalung (23) gelöst und anschließend die Spannung der Spannstähle (35) gelöst wird.
 
24. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass gleichzeitig das Rohteil von der Bodenschalung (23) gelöst und die Spannung der Spannstähle (35) gelöst wird.
 
25. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass erst die Spannung der Spannstähle (35) gelöst und anschließend das Rohteil von der Bodenschalung (23) gelöst wird.
 
26. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Entschalen überstehende Spannstähle (35) abgetrennt und das Rohteil mittels eines Abtransportwagens insbesondere in ein Aushärtlager transportiert wird.
 
27. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohteil insbesondere nach dem Aushärten mittels eines Abtransportwagens zu einem Nachbearbeitungsbereich transportiert wird.
 
28. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Nachbearbeitungsbereich Material auf das Rohteil aufgetragen oder von dem Rohteil oder einem Auftrag oder einem Anbauteil abgetragen wird.
 
29. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitung des Rohteiles auf einer Bearbeitungsmaschine, insbesondere einer Betonfräs- oder Schleifmaschine erfolgt.
 
30. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohteil für seine Bearbeitung, insbesondere entsprechend seiner späteren Montagelage, definiert gelagert wird.
 
31. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohteil an den späteren Auflageflächen der Schiene (45) oder Schienenbefestigung und/oder an Zentrierstellen bearbeitet wird.
 
32. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Festen Fahrbahn nach der Bearbeitung Schienen (45) oder Schienenbefestigungen montiert werden.
 
33. Palette zur Herstellung eines vorgespannten Betonfertigteiles,
auf der Palette ist eine Schalung angeordnet,
an der Palette sind ausserdem mehrere Spannvorrichtungen für Spannstähle zur Bewehrung das Betonfertigteiles angeordnet,
die Spannvorrichtungen sind unabhängig von der Schalung an der Palette gelagert,
jede Spannvorrichtung bildet eine einzelne Sektion zum sektionsweisen Spannen mehrerer Spannstähle
und in einer Spannvorrichtung sind die Spannstähle einer Sektion gleichzeitig gespannt.
 
34. Palette nach dem vorherigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass jede Spannvorrichtung (30) mindestens eine Druckstütze und mindestens eine Zugeinrichtung aufweist.
 
35. Palette nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche 33 bis 34, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugeinrichtung um die Druckstütze drehbar gelagert ist.
 
36. Palette nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche 33 bis 35, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Ende der Zugeinrichtung mindestens ein Zugstab und an dem anderen Ende mindestens eine Befestigungsvorrichtung für Spannstähle (35) angeordnet ist.
 
37. Palette nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche 33 bis 36, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung mittels einer oder mehrerer Spanneinheiten, insbesondere mittels einer Hydraulikeinrichtung gespannt und verriegelt werden.
 
38. Palette nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche 33 bis 37, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung ein Kamm (36) oder eine Lochplatte für die Befestigung mehrerer Spannstähle (35) ist.
 
39. Palette nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche 33 bis 38, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenschalung (24) ein mit der Befestigungsvorrichtung bzw. der Lage der Spannstähle (35) korrespondierendes Muster aufweist.
 
40. Palette nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche 33 bis 39, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung an der Zugeinrichtung drehbar angeordnet ist.
 
41. Palette nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche 33 bis 40, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannstähle (35) an ihren Enden eine Querschnittsänderung aufweisen, insbesondere aufgestaucht sind, eine Klemmvorrichtung oder ein Gewinde mit einer Mutter aufweisen, um in die Befestigungsvorrichtung eingehängt werden zu können.
 
42. Palette nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche 33 bis 41, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmvorrichtung oder das Gewinde mit der Mutter zum Greifen, Klemmen, Spannen und/oder Verriegeln der Spannstähle (35) mit der Befestigungsvorrichtung verwendet werden.
 
43. Palette nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche 33 bis 42, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalung (23,24) mit verschiedenen Einsätzen ausgerüstet werden kann.
 
44. Palette nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche 33 bis 43, dadurch gekennzeichnet, dass Einsätze die Schalung (23,24) in mehrere Bauteile unterteilt.
 
45. Palette nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche 33 bis 44, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenschalung (24) von der Bodenschalung (23) entfernbar ist.
 
46. Palette nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, 33 bis 45 dadurch gekennzeichnet, dass an der Palette (20) Schienen oder Rollen angeordnet sind.
 


Claims

1. A method for the manufacture of a precise, precast concrete part, the precast concrete part is initially manufactured in shuttering on a pallet as an unfinished part containing prestressing steel for reinforcement,
the prestressing steels of the precast concrete part are grouped in a number of sections,
the sections are stressed and/or released individually, so that a stable, standardised unfinished part is created,
the standardised unfinished part is subsequently machined, at least at functionally relevant locations, to achieve an individually specified dimension,
each section is stressed with its own stressing device,
with one stressing device per section the prestressing steels of one section are stressed simultaneously.
 
2. A method in accordance with Claim 1, wherein the unfinished part is hardened through several days of storage after manufacture and before machining.
 
3. A method in accordance with one or more of the foregoing claims wherein the mounting surfaces for mounting the rails (45) or the jointing locations for joining a number of precast concrete parts together are machined as the functionally relevant locations.
 
4. A method in accordance with one or more of the foregoing claims wherein the actual dimensions of the machined surfaces are checked.
 
5. A method in accordance with one or more of the foregoing claims wherein the current level of wear of the tool is taken into account as the functionally relevant locations are machined.
 
6. A method in accordance with one or more of the foregoing claims wherein the unfinished part and/or a location on the unfinished part is machined, in particular using a cutting process.
 
7. A method in accordance with one or more of the foregoing claims wherein the unfinished part has rail support points that are machined in accordance with the individual requirements of the precast concrete part to achieve the specified dimensions that will later be necessary on the line.
 
8. A method in accordance with one or more of the foregoing claims wherein rail fastening locations that are machined are positioned on the unfinished part.
 
9. A method in accordance with one or more of the foregoing claims wherein the unfinished part is manufactured in a circulating production process.
 
10. A method in accordance with one or more of the foregoing claims wherein the unfinished part and its shuttering (23, 24) and/or clamping gear (30) is conveyed on moveable pallets during production.
 
11. A method in accordance with one or more of the foregoing claims wherein the circulating production facility includes a variety of processing stations, in particular a cleaning station, a dowel and spindle mounting station, a reinforcing station, a tensioning station, a concreting station with or without a compacting station, a drying chamber, an unclamping and shuttering release station and/or an unfinished part removal station.
 
12. A method in accordance with one are more of the foregoing claims wherein at least a few of the stations are operated by robots.
 
13. A method in accordance with one or more of the foregoing claims wherein buffers are provided between two stations.
 
14. A method in accordance with one or more of the foregoing claims wherein reinforcement located within the unfinished part is prestressed.
 
15. A method in accordance with one or more of the foregoing claims wherein the unfinished part is manufactured from fibre concrete.
 
16. A method in accordance with one or more of the foregoing claims wherein the reinforcement has a longitudinal and/or transverse positioning within the unfinished part.
 
17. A method, in accordance with one or more of the foregoing claims, wherein the prestressing steel (35) is tensioned independently of the shuttering surface.
 
18. A method in accordance with one or more of the foregoing claims wherein the prestressing steel (35) is clamped to the shuttering (23, 24).
 
19. A method in accordance with one or more of the foregoing claims wherein several prestressing steel parts (35) are tensioned simultaneously.
 
20. A method in accordance with one or more of the foregoing claims wherein a number of prestressing steel bars (35) are joined together by means of a displacement and/or force equalisation mechanism.
 
21. A method in accordance with one or more of the foregoing claims wherein the shuttering is released by first removing the side shuttering (24) and then the floor shuttering (23) from the unfinished part.
 
22. A method in accordance with one or more of the foregoing claims wherein the unfinished part is separated from the floor shuttering (23) in particular by means of plungers.
 
23. A method in accordance with one or more of the foregoing claims wherein the unfinished part is first released from the floor shuttering (23) after which the tension is released from the prestressing steel (35).
 
24. A method in accordance with one or more of the foregoing claims 1 to 22 wherein the unfinished part is released from the floor shuttering (23) and the tension released from the prestressing steel (35) simultaneously.
 
25. A method in accordance with one or more of the foregoing claims 1 to 22 wherein the tension is first released from the prestressing steel (35) after which the unfinished part is released from the floor shuttering (23).
 
26. A method in accordance with one or more of the foregoing claims wherein, after removal of the shuttering, protruding prestressing steel (35) is cut off and the unfinished part is taken away by a transport wagon, particularly to a hardening store.
 
27. A method in accordance with one or more of the foregoing claims wherein the unfinished part is taken by means of a transport wagon, in particular after hardening, to a further processing area.
 
28. A method in accordance with one or more of the foregoing claims wherein material is applied to the unfinished part or is removed from the unfinished part, from a coating or from an additional mounted part in the further processing area.
 
29. A method in accordance with one or more of the foregoing claims wherein the unfinished part is machined on a machine tool, in particular a concrete cutting or grinding machine.
 
30. A method in accordance with one or more of the foregoing claims wherein the unfinished part is mounted in a defined way for its machining, in particular in accordance with the orientation in which will later be mounted.
 
31. A method in accordance with one or more of the foregoing claims wherein the unfinished part is machined on the surfaces where the rail (45) will later be supported or at the rail fastening and/or centring locations.
 
32. A method in accordance with one or more of the foregoing claims wherein rails (45) or rail fastenings are mounted at the fixed track after the machining.
 
33. A pallet for the manufacture of a pre-stressed, precast concrete part a shuttering is positioned on the pallet,
furthermore multiple stressing devices for prestressing steels for reinforcing the precast concrete part are located at the pallet,
the stressing devices are supported at the pallet independently of the shuttering,
each stressing device forms an individual section for tensioning multiple prestressing steels one section at a time and the prestressing steels of one section are stressed simultaneously in one stressing device.
 
34. A pallet in accordance with the foregoing claim wherein every clamping gear (30) has at least one compression support and at least one tensioning unit.
 
35. A pallet in accordance with one or more of the foregoing claims 33 to 34 wherein the tensioning unit is mounted so that it can pivot around the compression support.
 
36. A pallet in accordance with one or more of the foregoing claims 33 to 35 wherein at one end of the tensioning unit there is at least one tension bar and at the other end at least one unit to which the prestressing steel (35) can be fastened.
 
37. A pallet in accordance with one or more of the foregoing claims 33 to 36 wherein the fastening gear is tensioned and locked by one or more tensioning units, in particular with the aid of hydraulic equipment.
 
38. A pallet in accordance with one or more of the foregoing claims 33 to 37 wherein the fastening gear is a comb (36) or a perforated plate to which several prestressing steel bars (35) can be fastened.
 
39. A pallet in accordance with one or more of the foregoing claims 33 to 38 wherein the side shuttering (24) has a pattern that corresponds to that of the fastening gear and/or the locations of the prestressing steel bars (35).
 
40. A pallet in accordance with one or more of the foregoing claims 33 to 39 wherein the fastening gear is located at the tensioning unit and can rotate.
 
41. A pallet in accordance with one or more foregoing claims 33 to 40 wherein the cross-section of the prestressing steel bars (35) changes at their ends, have in particular been mushroomed, have a provision for clamping or a thread with a nut so that they can be engaged with the fastening gear.
 
42. A pallet in accordance with one or more of the foregoing claims 33 to 41 wherein the clamping gear or the thread with the nut is used to grip, clamp, tension and/or lock the prestressing steel (35) with the fastening gear.
 
43. A pallet in accordance with one or more of the foregoing claims 33 to 42 wherein the shuttering (23, 24) can be fitted with a variety of inserts.
 
44. A pallet in accordance with one or more of the foregoing claims 33 to 43 wherein inserts divide the shuttering (23, 24) into a number of parts.
 
45. A pallet in accordance with one or more of the foregoing claims 33 to 44 wherein the side shuttering (24) can be removed from the floor shuttering (23).
 
46. A pallet in accordance with one or more of the foregoing claims 33 to 45 wherein rails or rollers are located on the pallet (20).
 


Revendications

1. Procédé pour la fabrication d'une pièce précise préfabriquée en béton, le pièce préfabriquée en béton est d'abord réalisée dans un coffrage sur une palette, comme ébauche avec des aciers de précontrainte pour le renforcement,
les aciers de précontrainte de la pièce préfabriquée en béton sont mis en commun en plusieurs sections
les sections, individuellement, sont mises sous contrainte et/ou hors contrainte, qu'il est fabriqué de cette manière une ébauche standardisée
la ébauche standardisée est usinée au moins en ses points fonctionnellement pertinents à une cote individuelle prédéterminée chacun section est mis sous contrainte par un propre dispositif de précontrainte
les aciers de précontrainte d'une section sont simultané mises sous contrainte par un dispositif de précontrainte pour chaque section.
 
2. Procédé selon la revendication de brevet 1, caractérisé en ce que l'ébauche, après sa fabrication et avant son usinage, durcit au cours d'un stockage de plusieurs jours.
 
3. Procédé selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que les surfaces de montage, comme points fonctionnellement pertinents, sont usinées pour le montage des rails (45) ou comme points de liaison d'une liaison de plusieurs pièces préfabriquées en béton.
 
4. Procédé selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que les points usinés sont contrôlés pour ce qui est de leur cote réelle.
 
5. Procédé selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que l'usure actuelle de l'outil est prise en compte lors de l'usinage des points fonctionnellement pertinents.
 
6. Procédé selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que l'ébauche et/ou une couche appliquée à l'ébauche est usinée notamment par un outil d'usinage.
 
7. Procédé selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que l'ébauche comporte des points d'appui de rails, qui, selon les exigences spécifiques à la pièce préfabriquée en béton, sont usinés à la cote nécessaire prédéterminée pour l'itinéraire ultérieur.
 
8. Procédé selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que des dispositifs de fixation sont disposés sur l'ébauche, qui sont usinés.
 
9. Procédé selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que l'ébauche est réalisée dans un procédé d'usinage épicycloïdal.
 
10. Procédé selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que l'ébauche et son coffrage (23, 24) et/ou un dispositif de serrage (30), pendant sa fabrication, est transporté sur une palette mobile.
 
11. Procédé selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que diverses stations d'usinage sont prévues, notamment une station de nettoyage, une station de montage de chevilles et de broches, une station de renforçage, une station de serrage, une station de bétonnage avec ou sans station de compactage, une chambre de séchage, une station de détente et de décoffrage et/ou station d'enlèvement de l'ébauche.
 
12. Procédé selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que certains au moins desdites stations sont commandées à l'aide de robots.
 
13. Procédé selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que des tampons sont prévus entre deux stations.
 
14. Procédé selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce qu'une armature disposée dans l'ébauche est mise sous précontrainte.
 
15. Procédé selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que l'ébauche est réalisée en béton de ciment et de fibres.
 
16. Procédé selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que l'armature est disposée dans le sens longitudinal et/ou transversale de l'ébauche.
 
17. Procédé, selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que les aciers de précontrainte (35) sont mis sous contrainte indépendamment de la surface de coffrage.
 
18. Procédé selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que les aciers de précontrainte (35) sont mis sous contrainte sur le coffrage (23, 24).
 
19. Procédé selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que plusieurs aciers de précontraintes (35) sont mis sous contrainte simultanément.
 
20. Procédé selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que plusieurs aciers de précontrainte (35) sont reliés par un dispositif d'équilibrage de course et/ou de force.
 
21. Procédé selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que pour le décoffrage, le coffrage latéral (24) est démonté en premier lieu de l'ébauche, puis le coffrage de fond (23).
 
22. Procédé selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que l'ébauche est séparée du coffrage de fond (23) notamment au moyen de poinçons.
 
23. Procédé selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que l'ébauche est d'abord détachée du coffrage de fond (23) et qu'ensuite, on relâche la contrainte des aciers de précontrainte (35).
 
24. Procédé selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes 1 à 22, caractérisé en ce que l'ébauche est détachée du coffrage de fond (23) en même temps que se relâche la contrainte des aciers de précontrainte (35).
 
25. Procédé selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes 1 à 22, caractérisé en ce que la contrainte des aciers de précontrainte (35) est relâchée dans un premier temps et que l'ébauche est ensuite détachée du coffrage de fond (23).
 
26. Procédé selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que les aciers de précontrainte (35) en surplomb après le décoffrage sont tronçonnés et que l'ébauche est transportée notamment dans un entrepôt de durcissement à l'aide d'un chariot d'enlèvement.
 
27. Procédé selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que l'ébauche est transportée notamment après le durcissement dans une zone de post-traitement à l'aide d'un chariot d'enlèvement.
 
28. Procédé selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que dans la zone de post-traitement, une matière est appliquée à l'ébauche ou enlevée de l'ébauche, d'une couche appliquée ou d'une pièce rapportée.
 
29. Procédé selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que l'usinage de l'ébauche s'effectue sur une machine d'usinage, notamment une machine à fraiser le béton ou une machine à rectifier.
 
30. Procédé selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que l'ébauche, pour son usinage, est logée de manière définie selon notamment sa position de montage future.
 
31. Procédé selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que l'ébauche est usinée aux futures surfaces d'appui du rail (45) ou à la fixation du rail et/ou aux points de centrage.
 
32. Procédé selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que des rails (45) ou des fixations de rails sont installés après l'usinage sur la voie de roulement.
 
33. Palette pour la fabrication d'une pièce préfabriquée en béton mise sous précontrainte,
un coffrage est disposé sur la palette,
plusieurs dispositifs de précontrainte pour aciers de précontrainte sont en outre disposé à la palette pour l'armature de la pièce préfabriquée en béton,
les dispositifs de précontrainte sont logé à la palette indépendamment du coffrage,
chaque dispositif de précontrainte forme une sections individuelle pour la mise sous contrainte par plusieurs aciers de précontrainte mesurage par section
et les aciers de précontrainte d'une section sont simultané mise sous précontrainte dans une dispositif de précontrainte.
 
34. Palette selon la revendication de brevet précédente, caractérisée en ce que chaque dispositif de précontrainte (30) comporte au moins un appui de pression et au moins un dispositif de traction.
 
35. Palette selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes 33 à 34, caractérisée en ce que le dispositif de traction est logé de manière rotative autour de l'appui de pression.
 
36. Palette selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes 33 à 35, caractérisée en ce que l'une des extrémités du dispositif de traction comporte moins une barre de traction et que l'autre extrémité comporte au moins un dispositif de fixation pour les aciers de précontrainte (35).
 
37. Palette selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes 33 à 36, caractérisée en ce que le dispositif de fixation est serré et verrouillé au moyen d'une ou plusieurs unités de serrage, notamment un dispositif hydraulique.
 
38. Palette selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes 33 à 37, caractérisée en ce que le dispositif de fixation est un peigne (36) ou une étampe universelle pour la fixation de plusieurs aciers de précontrainte (35).
 
39. Palette selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes 33 à 38, caractérisée en ce que le coffrage latéral (24) comporte un schéma correspondant au dispositif de fixation ou à la position des aciers de précontrainte (35).
 
40. Palette selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes 33 à 39, caractérisée en ce que le dispositif de fixation est installé de manière rotative au dispositif de traction.
 
41. Palette selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes 33 à 40, caractérisée en ce que les aciers de précontrainte (35), à leurs extrémités, comportent une variation de leur section, qu'ils sont notamment refoulés, qu'ils comportent un dispositif de blocage ou un filetage avec un écrou afin qu'ils puissent être accrochés au dispositif de fixation.
 
42. Palette selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes 33 à 41, caractérisée en ce que le dispositif de blocage ou le filetage avec l'écrou est utilisé pour saisir, bloquer, serrer et/ou verrouiller les aciers de précontrainte (35) sur le dispositif de fixation.
 
43. Palette selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes 33 à 42, caractérisée en ce que le coffrage (23, 24) peut être équipé d'inserts divers.
 
44. Palette selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes 33 à 43, caractérisée en ce que les inserts subdivisent le coffrage (23, 24) en plusieurs pièces de construction.
 
45. Palette selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes 33 à 44, caractérisée en ce que le coffrage latéral (24) peut être détaché du coffrage de fond (23).
 
46. Palette selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications de brevet précédentes 33 à 45, caractérisée en ce que des rails ou des galets sont disposés à la palette (20).
 




Zeichnung

















Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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