| (19) |
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(11) |
EP 1 360 669 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.01.2005 Patentblatt 2005/03 |
| (22) |
Anmeldetag: 01.02.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: G08B 17/10 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2002/000411 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2002/067217 (29.08.2002 Gazette 2002/35) |
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| (54) |
VERFAHREN UND EINRICHTUNG ZUR ÜBERWACHUNG UNTERIRDISCHER ANLAGEN
METHOD AND DEVICE FOR MONITORING UNDERGROUND INSTALLATIONS
PROCEDE ET DISPOSITIF POUR SURVEILLER DES INSTALLATIONS SOUTERRAINES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Priorität: |
16.02.2001 DE 10107260
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.11.2003 Patentblatt 2003/46 |
| (73) |
Patentinhaber: Kretzschmar, Axel, Dr.rer.nat.habil. |
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39118 Magdeburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Kretzschmar, Axel, Dr.rer.nat.habil.
39118 Magdeburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Heyner, Klaus, Dr.-Ing. |
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Mittelweg 1h 01728 Bannewitz/Dresden 01728 Bannewitz/Dresden (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 762 358 US-A- 4 149 159 US-A- 5 557 262
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EP-A- 1 006 500 US-A- 4 525 700
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zur Überwachung unterirdischer
Anlagen, in denen naturgemäß oder erzwungen Strömungen vorherrschen, wie Tunnel, Passagen,
Kanäle o.ä.
[0002] Zur Gewährleistung eines hohen Sicherheitsstandards unterirdischer Verkehrsanlagen
wird gefordert, die dort installierten Löschanlagen durch Brandmeldeeinrichtungen
auszulösen, um einen Brand frühzeitig, d. h. bereits in seiner Entstehungsphase, eindämmen
und eine Brandausbreitung verhindern zu können. Dazu ist es aus der US-A-4 149 159
bereits bekannt, entlang der Decke des Tunnels Detektoren zu installieren. Ferner
ist z. B. bei dem System ADW 511 Transafe - der lineare Wärmemelder - längs der Tunneldecke
ein Kupferfühlrohr installiert, in dem sich ein Gas befindet. Die bei lokaler Erwärmung
hervorgerufene Druckänderung wird durch einen am Ende des Rohres angeschlossenen elektronischen
Druckaufnehmer sofort registriert (SecuriSens-Homepage/Internetauftritt). Um Fehlmessungen
zu vermeiden, muss der in dem Rohr vorherrschende Druck ständig überwacht werden.
Hierzu ist ein Prüfmotor vorgesehen, der in regelmäßigen Intervallen einen bestimmten
Überdruck im Prüfrohr erzeugt. Mit diesem quasi als Vergleichsmesswert dienenden Druck
wird der tatsächliche Druckanstieg verglichen. Bei Abweichung des gemessenen Druckes
von dem Prüfdruck wird ein Signal ausgelöst. Sowohl der erforderliche Prüfmotor als
auch die Verfahrensweise erfordem einen zusätzlichen Aufwand.
[0003] Auf einem ähnlichen Prinzip beruht das Wärmesensorkabel TSC 511, das ebenfalls unter
der Marke SecuriSens über den Internetauftritt der Firma bekannt geworden ist. Auch
hier erfolgt die Installation über lange Messstrekken. Auf einem ummantelten Flachbandkabel,
das als Daten- und Speicherbus dient, sind in regelmäßigen Abständen kleine Temperatursensoren
aufgebracht, die regelmäßig abgefragt werden. Eine Auswertelogik entscheidet anhand
von vorgegebenen Werten, wann eine unzulässig hohe Erwärmung signalisiert werden muss.
[0004] Der Nachteil beider thermischer Überwachungsverfahren besteht darin, dass sie verhältnismäßig
teuere Linienmelder erfordern. Ferner ist aus der Praxis bekannt, dass die Signalisierung
einer lokalen Temperaturerhöhung im Bereich der Tunneldecke für eine frühzeitige Feststellung
eines Brandes ungeeignet ist, da sich der Brand zum Zeitpunkt der Auslösung des Temperatursignals
bereits in gefährlicher Weise ausgebreitet haben kann. Außerdem lassen die in einem
Tunnel vorherrschenden unwägbaren Strömungsverhältnisse keine örtlich genaue Branddetektierung
zu.
[0005] Ferner ist es bereits bekannt, entlang der Tunneldecke Ansaugdüsen zu installieren.
Die von diesen angesaugte Luft wird Detektoren zugeleitet, die die Luft auf Brand-,
Rauch- und Schadgase untersuchen. Im Fall des Überschreitens einer maximal zulässigen
Konzentration wird ein Alarmsignal an eine Überwachungszentrale gegeben und eine Löscheinrichtung
in Betrieb gesetzt. Derartige Rauchansaugsysteme werden beispielsweise in Prospektblättem
der Firma Wagner Alarm- und Sicherungssysteme GmbH, Langenhagen angeboten. In der
Praxis hat sich jedoch die Unzuverlässigkeit derartiger Brandmeldeeinrichtungen gezeigt.
Wie in dem Artikel der Siemens, Cerberus Devision, Männdorf, Schweiz, ausgeführt,
sind die Ursachen hierfür hauptsächlich in den Unwägbarkeiten der Strömungsverhältnisse,
wie sie in unterirdischen Verkehrsanlagen vorherrschend sind, zu suchen (Märgele,
R., "Branddetektion und Löschung von Tunnelbränden im Test", S+S report, 2/2000, S.
36 - 41). Die Folge sind zu späte und örtlich sehr ungenaue Signalauslösungen. Ein
weiterer Nachteil dieser Brandmeldetechik besteht darin, dass zur Unterscheidung der
Brand- und Rauchgase von Nebel und üblichen KFZ-Abgasen sehr teure Detektoren verwendet
werden, um Fehlauslösungen zu vermeiden. In der Praxis wird aus Kostengründen die
Installationsdichte derartiger Detektoren sehr niedrig gehalten. Dadurch kann wiederum
der Ort der Brandentstehung nicht exakt ermittelt werden. Zur sicheren Brandeindämmung
ist jedoch seine Lokalisierung auf wenige Meter genau erforderlich.
[0006] Um Fehlauslösungen von Löscheinrichtungen einzuschränken hat man auch schon vorgeschlagen,
die von den Rauchgasdetektoren initiierten Signale zunächst auf Kommandozentralen
zu schalten, die von geschulten Operateuren überwacht werden. Nach einer von den Operateuren
durchgeführten Erkundung sollen diese über die Auslösung der Löschanlage entscheiden:
Eine derartige Vorgehensweise wäre nicht nur sehr kostenintensiv, sondern aufgrund
subjektiver Fehleinschätzungen mit einem zu hohen Risiko verbunden.
[0007] Eine zuverlässigere und vor allem von den Strömungsverhältnissen in einem Tunnel
unabhängige Branddetektierung soll mittels eines ebenfalls linear im Tunnel installierten
Wärmemeldesystems möglich sein. Ein durch ein fiberoptisches Kabel gesendeter Laserimpuls
wird aufgrund einer partiellen Erwärmung des Kabels verändert. Da nach Aussage der
o. g. Veröffentlichung (ebenda S. 41, Spalte 1, oben) die Erwärmung des Kabels allein
durch die nicht vom Tunnelwind beeinflussbare Strahlungswärme eines Feuers hervorgerufen
werden soll, kann der Brandort präzise bestimmt werden. Der Nachteil dieses Brandmeldekabels
liegt allerdings auch ohne vorhandene Erprobungsergebnisse in realen Verkehrsanlagen
auf der Hand: Das Kabel selbst ist aufgrund seines komplizierten Aufbaus sehr teuer
und wegen seiner Bestandteile selbst brennbar. Außerdem erfordert die Auswertung der
Signale sowie die exakte Brandortung eine aufwendige Software.
[0008] Das Problem der Erfindung besteht somit darin, ein Verfahren zur Überwachung unterirdischer
Anlagen zu schaffen, das mit wirtschaftlich vertretbaren Aufwand eine hohe Zuverlässigkeit
ermöglicht. Insbesondere soll eine schnelle Detektierung und örtlich genaue Lokalisierung
von Brandherden sowie bei der Verwendung von Gasdetektoren eine sichere Unterscheidung
der Rauch- und Brandgase von KFZ-Abgasen möglich sein. In den hierzu erforderlichen
Einrichtungen sollen einfache und robuste Detektoren verwendet werden können. Schließlich
soll der Aufwand an Auswerte-Software gegenüber den oben beschriebenen Lösungen deutlich
geringer sein.
[0009] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
Die Patentansprüche 2 bis 4 stellen vorteilhafte Verfahrensweisen dar. Der Patentanspruch
5 betrifft eine Einrichtung zur Überwachung unterirdischer Anlagen, bei der die Messebene
quer zur Strömungsrichtung der Luft angeordnet ist. Die folgenden Patentansprüche
6 und 7 betreffen bestimmte Anordnungen von Detektoren innerhalb einer Messebene.
[0010] Mit dem neuen Verfahren wird der Forderung Rechnung getragen, dass eine unzulässige
Veränderung der physikalischen bzw. chemischen Eigenschaften der Luft innerhalb der
unterirdischen Anlage so schnell wie möglich erfasst und exakt lokalisiert werden
muss. Dabei ist die Art der Detektierung unerheblich. Durch die erfindungsgemäße Detektierung
quer zur Strömungsrichtung der Luft wird der bzw. werden die der Ursache der Veränderung
nächstgelegenen Detektoren den zur Auslösung eines Alarmsignals entscheidenden Beitrag
zu dem integrativ über die gesamte Ebene ermittelten Summensignal liefern. Auch höhere
Windgeschwindigkeiten bleiben ohne wesentlichen Einfluss auf die Detektierung, da
die Detektoren nicht nur an der Decke, sondern auch im Bereich der Wände und des Bodens
der baulichen Anlage angeordnet sind. Darüber hinaus hat die Erfindung den Vorteil,
dass im Fall der Installation einzelner Detektoren verhältnismäßig unempfindliche
und damit kostengünstige Detektoren, beispielsweise optische Melder, die lediglich
nur bei Erreichen eines bestimmten Status ein Signal liefern, verwendet werden können.
Auch bei der Installation von Rauchgasmeldem entlang des Lichtraumprofils kommt es
nicht mehr auf deren hohe Empfindlichkeit, sondern lediglich auf das Ansprechen des
bzw. der von dem Rauchgas erreichten Melder an. Diese Melder brauchen nicht mehr die
Fähigkeit der Unterscheidung zwischen KFZ-Abgasen und tatsächlich gefährlichen Rauchgasen
zu besitzen. Durch die Integration aller innerhalb der Messebene angeordneten Melder
erhält man eine Schadgasinformation bezogen auf einen bestimmten, örtlich genau definierten
Querschnitt der Anlage. Das erhaltene Summensignal ermöglicht es, ohne weiteres zwischen
einem kurzzeitig lokalen, also rasch wieder abklingenden Ausstoß von KFZ-Abgasen und
einer andauernden bzw. stärker werdenden Emission von Brandgasen zu unterscheiden.
Wenn auch selbstverständlich alle Veränderungen der physikalischen und/oder chemischen
Eigenschaften registriert werden, so bewirken ausschließlich punktuelle Veränderungen
der Eigenschaften zunächst keine Signalauslösung. Damit kommt es beim kurzzeitigen
Ansprechen einzelner Detektoren zu keiner Fehlalarmauslösung.
[0011] Eine wirtschaftlich besonders günstige Variante der Erfindung besteht darin, anstelle
einzelner Detektoren strömungstechnisch ausgelegte Ansaugdüsen oder -öffnungen zu
installieren, über die ständig Luft angesaugt wird. Das sich aus der Summe der von
allen Düsen angesaugten Luft ergebene Gemisch wird in einer je Messebene vorgesehenen
Detektions- und Auswerteeinrichtung mit einem Schwellwert verglichen. Hierzu kann
auch der Detektor sehr einfach aufgebaut sein, da er nur unterschiedliche Konzentrationen
eines Schadgases in der angesaugten Luft signalisieren, nicht jedoch deren Zusammensetzung
ermitteln muss. Derartige Detektoren müssen auch keine hohe Empfindlichkeit besitzen.
Sie geben nur dann ein Signal, wenn die Konzentration des Schadgases in der angesaugten
Luft den eingestellten Schwellwert überschreitet. Dabei ist es unerheblich, welche
der Ansaugdüsen das kritische Schadgas ansaugt. Maßgeblich ist, dass das die Auswerteeinrichtung
erreichende Luft-Schadgas-Gemisch von dieser als den Schwellwert überschreitend erkannt
wird. Durch die Anordnung von Ansaugdüsen im Bereich des Bodens der unterirdischen
Anlage können somit auch solche Schadgase festgestellt werden, deren Dichte größer
als Luft ist. Da der eingestellte Schwellwert nur dann überschritten wird, wenn mehrere
Ansaugdüsen über einen längeren Zeitraum ein Schadgas ansaugen oder im Fall eines
Brandes Rauchgas von mehreren Düsen in kurzer Zeit angesaugt, d. h. sprunghaft eine
quantitative Erhöhung der Schadgase festgestellt wird, ist eine sichere Unterscheidung
zwischen gefährlichen und lediglich aufgrund erhöhten Verkehrsaufkommens oder stehenden
Verkehrs hervorgerufenen Luftveränderungen möglich. Eine örtlich zwar hohe, jedoch
von nur einem oder zwei Detektoren registrierte örtlich und zeitlich begrenzte Konzentration
an Abgasen von Kraftfahrzeugen erreicht die eingestellte integrale Schadgasschwellkonzentration
nicht. Somit kann es allein durch Abgase von Kraftfahrzeugen nicht mehr zu einer Fehlalarmauslösung
kommen. Da sich mehrere Messebenen über die gesamte Länge der unterirdischen Anlage
erstrecken, ist der Entstehungsort der Schadgasemisson exakt bestimmbar.
[0012] Eine weitere Erhöhung der Sicherheit in unterirdischen Anlagen ist möglich, wenn
innnerhalb einer Messebene unterschiedliche Eigenschaften erfassende Sensoren oder
zusätzlich zu Ansaugdüsen beispielsweise optische oder thermische Melder installiert
werden. Dies ist aufgrund der Verwendung kostengünstiger, wenig störanfälliger und
wartungsarmer Detektoren mit einem wirtschaftlich vertretbaren Aufwand möglich.
[0013] Nachfolgend soll die Erfindung an einem Beispiel näher erläutert werden. In der zugehörigen
Zeichnung zeigen
- Fig. 1
- das Schema einer in einem Tunnel installierten Brandmeldeeinrichtung nach dem Prinzip
der Luftansaugung,
- Fig. 2
- eine Brandmeldeeinrichtung nach dem Prinzip der Installation von Sensoren in einer
Messebene und
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch den Tunnel gem. Fig. 1.
[0014] In den Figuren 1 und 2 ist jeweils ein Abschnitt eines Verkehrstunnels, dessen Lichtraumprofil
durch eine gewölbte Tunnelwandung 1 begrenzt wird, dargestellt. In Fig. 1 sind dem
Lichtraumprofil folgend an der Tunnelwandung 1 mit einem Abstand von ca. 50 m zwei
Rohrbögen 2 installiert, die mit einem Rohrende in eine nicht näher dargestellte Detektoreinrichtung
3 münden. In die Rohrbögen 2 sind gleichmäßig über deren Umfang verteilt Ansaugöffnungen
4 eingebracht. Ihre Öffnungsdurchmesser sind strömungstechnisch so ausgelegt, dass
bei gleichbleibender Saugleistung an jeder Öffnung der gleiche Volumenstrom pro Zeiteinheit
angesaugt wird. Am Boden des Verkehrstunnels befindet sich ein Brandherd 5, der zu
einer intensiven Rauchentwicklung führt. Der Brandrauch 6 breitet sich in Richtung
der im Verkehrstunnel vorherrschenden und durch einen Pfeil gekennzeichneten Luftströmung
7 aus. Während die Ansaugöffnungen 4 des in Strömungsrichtung ersten Rohrbogens 2
noch normale Tunnelluft ansaugen, ist bei der über den nachfolgenden Rohrbogen 2 angesaugten
Luft schon ein erheblicher Anteil der Rauchgase dabei. Als Brandrauchquelle wird der
Abschnitt des Verkehrstunnels angezeigt werden, der in Strömungsrichtung vor dem detektierenden
Rohrbogen 2 liegt.
[0015] Im Unterschied zu Fig. 1 sind in Fig. 2 an Stelle der Rohrbögen 2 an der Tunnelwandung
1 Detektoren 8 installiert. Von jedem Detektor 8 geht eine Signalleitung zu einer
nicht näher dargestellten Auswerteeinheit 9, in der je nach Auswertemodus eine Integration
aller in dieser Messebene ermittelten Einzelsignale erfolgt. Die so gewonnene Information
wird mit dem vorgegebenen Schwellwert verglichen, wobei bei dessen Überschreitung
ein Alarmsignal ausgelöst wird. Als Detektoren 8 können Melder einfacher Bauart, wie
optische Melder, Rauchmelder oder Wärmemelder, eingesetzt werden. Da diese für sich
allein nur einen bestimmten Status, nämlich das Vorhandensein eines bestimmten physikalischen
oder chemischen Zustandes, signalisieren, also keine Informationen über Intensität,
Qualität oder die Zulässigkeit dieses Zustandes liefern müssen, können auch bei dieser
Variante einfache und preisgünstige Melder verwendet werden. Erst die Integration
über alle gemessenen Werte innerhalb einer Messebene liefert die gewünschte, d. h.
die für die richtige Beurteilung der vorherrschenden Situation sachlich richtige Information.
[0016] Besonders gut wird das Wesen der Erfindung aus der in Fig. 3 gezeigten Querschnittsdarstellung
des Tunnels erkennbar. Im Fall eines Brandes sammelt sich der Brandrauch 6 binnen
kurzer Zeit unterhalb der Tunneldekke. Sämtliche in diesem Bereich befindlichen Ansaugöffnungen
4 der dem Brandherd 5 in Strömungsrichtung nachfolgenden Rohrbögen 2, das sind gut
ein Drittel aller Ansaugöffnungen 4 je Rohrbogen 2, saugen den Brandrauch 6 an. Das
in der Detektoreinrichtung 3 ankommende Luft-Rauch-Gemisch wird sofort als gefährlich
erkannt, so dass es zur Alarmauslösung kommt. Im Gegensatz dazu wird das aus einem
nach oben gerichteten Abgasrohr eines LKW austretende Abgas zwar über die gesamte
Tunnellänge aber eben nur von ein oder zwei Ansaugöffnungen 4 angesaugt, so dass das
Luft-Abgas-Gemisch nicht die für eine Alarmauslösung erforderliche kritische Konzentration
erreicht.
[0017] Genauso verhält es sich, wenn, wie in Fig. 2 gezeigt, anstelle der Ansaugöffnungen
4 Detektoren 8 angeordnet sind. Die jeweils im höchsten Punkt der Tunnelwandung 1
angeordneten Detektoren 8 wirken über die gesamte Tunnellänge quasi wie ein Linienmelder.
In kurzer Zeit nacheinander über die gesamte Tunnellänge ansprechende Detektoren 8
weisen auf ein durchfahrendes Fahrzeug mit nach oben gerichteten Abgasrohr hin. Tritt
das Abgas unten seitlich am Fahrzeug aus, wird zwar der in unmittelbarer Nähe befindliche
Detektor 8 ein Signal liefem, die Auswerteeinheit 9 jedoch, bei Vergleich mit dem
jeweiligen Signal der in derselben Messebene gelegenen übrigen Detektoren 8 wegen
seines geringen Anteils im Verhältnis zur Gesamtzahl der Detektoren 8, keinen Alarm
auslösen.
1. Verfahren zur Überwachung unterirdischer Anlagen, in denen naturgemäß oder erzwungen
Strömungen vorherrschen, wie Tunnel, Passagen, Kanäle o.ä., durch entlang der gesamten
Länge der zu überwachenden Anlagen zumindest abschnittsweise Erfassung und Auswertung
von sich gegenüber einem als Normalzustand definierten Zustand verändernden physikalischen
und/oder chemischen Eigenschaften, beispielsweise der Temperatur, der Lichtverhälnisse
oder der Zusammensetzung der Luft, in diesen Anlagen, wobei im Fall des Überschreitens
einer zulässigen physikalischen und/oder chemischen Größe ein Signal ausgelöst wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass die physikalischen und/oder chemischen Eigenschaften je Abschnitt quer zur Strömung
(7) der Luft über das Lichtraumprofil der unterirdischen Anlage erfasst und ausgewertet
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die physikalischen und/oder chemischen Eigenschaften an der Decke, an der Wandung
und/oder im Bereich des Bodens gleichzeitig gemessen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass jeder einzelne zu einer quer zur Strömungsrichtung verlaufenden Meßebene gehörende
Messwert mit einem Schwellwert verglichen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass aus allen zu einer quer zur Strömungsrichtung verlaufenden Meßebene gehörenden Messwerten
eine Summe gebildet wird.
5. Einrichtung zur Überwachung unterirdischer Anlagen großer Länge, in denen naturgemäß
oder erzwungen Strömungen vorherrschen, wie Tunnel, Passagen, Kanäle o.ä., mittels
entlang der gesamten Länge der zu überwachenden Anlagen zumindest abschnittsweise
angeordneten Sensoren und/oder Ansaugdüsen zur Erfassung von physikalischen und/oder
chemischen Eigenschaften, beispielsweise der Temperatur, der Lichtverhälnisse oder
der Zusammensetzung der Luft, in diesen Anlagen, die mit einer Auswerteeinrichtung
in Verbindung stehen,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sensoren und/oder Ansaugdüsen (4, 8) je Abschnitt in einer Ebene quer zur Strömung
der Luft über das Lichtraumprofil der unterirdischen Anlage angeordnet sind.
6. Einrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sensoren und/oder Ansaugdüsen (4, 8) im Decken-, Wandund/oder Bodenbereich der
Anlage mindestens in Abschnitten gleichmäßig verteilt angeordnet sind.
7. Einrichtung nach Anspruch 5 und 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass je Messebene unterschiedliche Eigenschaften erfassende Sensoren (8) angeordnet sind.
1. A method of monitoring underground installations in which natural or forced flows
are prevailing, such as tunnels, passages, canals and the like, by at least sectional
detection and evaluation, over the entire length of the structure to be monitored,
of physical and/or chemical characteristics in these installations changing relative
to a condition defined as normal condition, for instance the temperature, the light
conditions or the composition of the air, whereby a signal is released in case an
admissible physical and/or chemical parameter is exceeded,
characterized by the fact
that the physical and/or chemical characteristics in each section are detected and
evaluated transversely of the flow (7) of air over the structural clearance profile
of the installation.
2. The method of claim 1,
characterized by the fact
that the physical and/or chemical characteristics are measured simultaneously at the
ceiling, at the wall and/or in the area of the floor.
3. The method of claim 1,
characterized by the fact
that each individual measuring value relating to a measuring plane extending transversely
of the direction of flow is compared against a threshold value.
4. The method of claim 1,
characterized by the fact
that a sum is formed from all measuring values relating to a measuring plane extending
transversely of the direction of flow.
5. An apparatus for monitoring underground installations of great length in which natural
or forced flows are prevailing, such as tunnels, passages, canals and the like, by
sensors and/or suction nozzles arranged at least sectionally over the entire length
of the structure to be monitored, for detecting physical and/or chemical characteristics
in these installations, for instance the temperature, the light conditions or the
composition of the air, and connected to an evaluation device
characterized by the fact
that the sensors and/or suction nozzles (4, 8) in each section are arranged over the
structural clearance profile of the underground installation transversely of the flow
of air.
6. The apparatus of claim 5,
charactyerized by the fact
that the sensors and/or the suction nozzles (4, 8) are uniformly arranged at least
in sections of the ceiling, wall and/or floor area of the installation.
7. The apparatus of claim 5 and 6,
characterized by the fact
that in each measuring plane there are arranged sensors (8) which detect different
characteristics.
1. Procédé de surveillance des installations souterraines dans lesquelles règnent des
écoulements naturels ou forcés, comme des tunnels, des passages, des canaux, etc.
par saisie au moins par sections sur toute la longueur des installations à surveiller
et évaluation de caractéristiques physiques et/ou chimiques, par exemple la température,
les conditions d'éclairement ou la composition de l'air, variables par rapport à un
état défini en tant qu'état normal, un signal étant déclenché en cas de dépassement
d'une grandeur physique et/ou chimique admissible,
caractérisé par le fait
que les caractéristiques physiques et/ou chimiques sont saisies et évaluées par section
perpendiculairement à l'écoulement (7) de l'air sur le gabarit de passage ou profil
d'espace libre de l'installation souterraine.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé par le fait
que les caractéristiques physiques et/ou chimiques sont mesurées en même temps au plafond,
sur la paroi et/ou au niveau du plancher.
3. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé par le fait
que chaque valeur de mesure relevant d'un plan de mesure perpendiculaire au sens de l'écoulement
est comparée avec une valeur seuil.
4. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé par le fait
que l'on forme une somme à partir de toutes les valeurs de mesure relevant d'un plan
de mesure perpendiculaire au sens de l'écoulement.
5. Dispositif de surveillance des installations souterraines de grande longueur dans
lesquelles règnent des écoulements naturels ou forcés, comme des tunnels, des passages,
des canaux, etc. au moyen de capteurs et/ou de buses d'aspiration disposés au moins
par sections sur toute la longueur des installations à surveiller pour la saisie de
caractéristiques physiques et/ou chimiques, par exemple la température, les conditions
d'éclairement ou la composition de l'air, dans ces installations, lesquels sont reliés
à un dispositif d'évaluation,
caractérisé par le fait
que les capteurs et/ou buses d'aspiration (4, 8) sont disposés par section dans un plan
perpendiculaire à l'écoulement de l'air sur le gabarit de passage de l'installation
souterraine.
6. Dispositif selon la revendication 5,
caractérisé par le fait
que les capteurs et/ou buses d'aspiration (4, 8) sont répartis régulièrement, au moins
par sections, au niveau du plafond, de la paroi et/ou du plancher de l'installation.
7. Dispositif selon les revendications 5 et 6,
caractérisé par le fait
que l'on dispose des capteurs (8) saisissant différentes caractéristiques dans chaque
plan de mesure.

