[0001] Die Erfindung betrifft ein Halterungssystem für vordere und hintere Schuhhalteraggregate
einer Ski- oder Snowboardbindung od.dgl.
[0002] Bei derzeit auf dem Markt befindlichen Skibindungen werden die Schuhhalteraggregate
in der Regel fest mit dem Ski verschraubt, wobei die zur Aufnahme der Befestigungsschrauben
dienenden skiseitigen Bohrungen zuvor entsprechend der jeweiligen Schuhgröße und dem
jeweils für die Schuhhalteraggregate notwendigem Lochmuster in den Ski eingebracht
werden.
[0003] Darüber hinaus sind für den Ski-Verleih Bindungsanordnungen bekannt, bei denen die
Schuhhalteraggregate in Skilängsrichtung verstellbar auf Basisteilen angeordnet sind,
die ihrerseits auf dem Ski mittels Verschraubung befestigt sind. Dabei ist prinzipiell
die Möglichkeit gegeben, auf den Basisteilen Schuhhalter der vorgenannten Art anzuordnen,
d.h. solche, die auch unmittelbar mit dem Ski verschraubt werden können.
[0004] Des Weiteren sind Ski mit in die Skistruktur integrierten Schienen bekannt, in die
sich an die Schienen angepasste Schuhhalteraggregate einschieben bzw. einsetzen lassen.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es nun, Ski od.dgl. derart auszubilden, dass herkömmliche,
bisher mit dem Ski direkt verschraubte Bindungen nach Montage am Ski in Anpassung
an die jeweilige Schuhgröße verstellbar bleiben.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein in einen Ski oder ein Schneegleitbrett
versenkt integrierbares, eine Flachstruktur aufweisendes Halterungssystem für vordere
und hintere, mit vorderen bzw. hinteren Bereichen eines Schuhs zusammenwirkende Schuhhalteraggregate,
mit in einer ski- bzw. schneebrettseitigen ein- oder mehrteiligen Führungsbahn längsverschiebbaren
vorderen und hinteren Basisteilen, die die vorderen und hinteren Schuhhalteraggregate
aufnehmen bzw. haltern, sowie mit an den Basisteilen befestigten, zur Führungsbahn
im wesentlichen parallelen, in Richtung des jeweils anderen Basisteiles erstreckten
Koppeln sowie einer damit zusammenwirkenden, die Koppeln simultan skifest bzw. schneebrettfest
verriegelnden bzw. simultan freigebenden Fixiervorrichtung, bei deren Betätigung koppelseitige
Erhebungen bzw. Ausnehmungen und passende Erhebungen bzw. Ausnehmungen der Fixiervorrichtung
unter horizontaler bzw. zur Oberseite des Skis oder Schneebrettes etwa paralleler
Relativbewegung riegelnd ineinander eingreifen bzw. einander freigebend auseinander
austreten.
[0007] Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, eine zur verstellbaren Halterung
der Schuhhalteraggregate einer Skibindung bzw. einer Bindung für Schneegleitbretter
dienende Basisanordnung als Flachstruktur auszubilden, um eine versenkte Anordnung
im Ski oder Schneegleitgrett bzw. eine Integration in die Ski- oder Gleitbrettstruktur
zu erleichtern. Insbesondere wird auf diese Weise die Möglichkeit geschaffen, die
Basisanordnung in das die Gleitbrett- oder Skistruktur typischerweise bildende Laminat
einzubetten. Die wünschenswerte flache Bauweise wird dadurch erheblich begünstigt,
dass bei der Ent- bzw. Verriegelung der Koppeln in der Fixiervorrichtung lediglich
horizontale bzw. parallel zur Oberseite des Skis bzw. Schneegleitbrettes erfolgende
Relativbewegungen zwischen miteinander zusammenwirkenden Riegel- und Gegenriegelteilen
notwendig sind. In dieser Bewegungsrichtung steht auf einem Ski oder Schneegleitbrett
viel Raum zur Verfügung, so dass ein sicherer und tiefer Riegeleingriff möglich ist,
und zwar auch dann, wenn die Koppeln im Hinblick auf eine gute Durchbiegbarkeit von
Ski bzw. Schneegleitbrett flexibel bzw. vertikal dünn ausgebildet sind.
[0008] Des Weiteren ist vorteilhaft, dass die erfindungsgemäße Flachstruktur großflächig
und dementsprechend hoch belastbar mit dem Ski oder Schneegleitbrett verbunden sein
kann.
[0009] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Koppeln
einerseits und die damit zusammenwirkenden Fixierteile der Fixiervorrichtung andererseits
in zur Oberseite des Skis bzw. Schneegleitbrettes senkrechter Ebene mit Vor- bzw.
Rücksprüngen versehen sind, die miteinander in Riegeleingriff bringbar sind.
[0010] In besonders zweckmäßiger Weise sind die Koppeln als Flachbänder mit verzahntem Längsrand
ausgebildet, der mit einer im wesentlichen gegengleichen Verzahnung an Teilen der
Fixiervorrichtung zusammenwirkt. Hier wird neben einer konstruktiven Einfachheit eine
hohe Flexibilität der Koppeln erreicht.
[0011] Die beiden Koppeln können gemäß einer ersten Ausführungsform in gleicher Horizontalebene
nebeneinander angeordnet sein, wenn eine besonders flache Bauweise angestrebt wird.
[0012] Die Koppeln können dann an ihren voneinander abgewandten Längsrändern verzahnt sein
und mit einem zwischen den Koppeln angeordneten Exzenter zusammenwirken, der die Koppeln
in einer Drehlage unter Eingriff der koppelseitigen Verzahnungen in stationäre Gegenverzahnungen
der Fixiervorrichtung voneinander abspreizt.
[0013] Statt dessen ist es auch möglich, dass ein Exzenter bewegliche Fixierteile, die mit
in die verzahnten Längsränder der Koppeln passender Verzahnung versehen sind und in
zur Oberseite von Ski bzw. Schneegleitbrett paralleler Richtung quer zu den Koppeln
verschiebbar sowie in Längsrichtung der Koppeln im wesentlichen fest am Ski bzw. Schneegleitbrett
angeordnet sind, in einer Drehstellung in Riegeleingriff mit den Koppeln und in einer
anderen Drehstellung in einer Freigabelage hält.
[0014] Gemäß einer alternativen Ausführungsform können die beiden Koppeln auch übereinanderliegend
angeordnet sein und mit übereinanderliegenden Verzahnungsrändern mit einem entsprechend
verzahnten Gegenriegelteil der Fixiervorrichtung zusammenwirken.
[0015] Im Hinblick auf eine einfache Bedienung kann es zweckmäßig sein, wenn das vordere
und das hintere Basisteil bewegungsmäßig miteinander zwangsgekoppelt sind, derart,
dass bei Verschiebung des einen Basisteiles in der einen Richtung das andere Basisteil
um ein entsprechendes Maß in Gegenrichtung verschoben wird. Auf diese Weise wird gewährleistet,
dass sich die Basisteile bezüglich eines "Schuhzentrums" symmetrisch verschieben.
[0016] Da es jedoch auch erwünscht sein kann, das Schuhzentrum relativ zum Ski bzw. zum
Schneegleitbrett verschieben zu können, ist auch eine Anordnung ohne Synchronisierung
der Bewegungen der Basisteile vorteilhaft, da hier die Möglichkeit besteht, die Basisteile
auch gleichgerichtet oder um unterschiedliche Weglängen zu verstellen.
[0017] In jedem Falle ist es zweckmäßig, für die synchronisierte Bewegungen der Basisteile
vorgesehenen Getriebeelemente gesondert von den Koppeln und der Fixiervorrichtung
anzuordnen. Damit brauchen die vorgenannten Synchronisierungsmittel lediglich die
geringen, bei Verstellung bzw. Einstellung der Basisteile auftretenden Verschiebekräfte
aufzunehmen, nicht jedoch die ungleich größeren Haltekräfte, die beim Skifahren bzw.
bei der Fahrt mit dem Schneegleitbrett auftreten. Außerdem können dann die Synchronisierungsmittel
ohne Beeinträchtigung der Sicherheit des Haltesystems auch so ausgebildet sein, dass
die Synchronisierung durch zumindest vorübergehendes Entfernen eines Synchronisierungsmittels
aufgehoben werden kann.
[0018] Im Übrigen wird hinsichtlich bevorzugter Merkmale auf die Ansprüche sowie die nachfolgende
Beschreibung der Zeichnung verwiesen, anhand der besonders vorteilhafte Ausführungsformen
der Erfindung näher beschrieben werden.
[0019] Dabei zeigt
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Haltesystems,
- Fig. 2
- ein Schnittbild gemäß der Schnittlinie II-II in Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf eine zweite Ausführungsform,
- Fig. 4
- ein Schnittbild gemäß der Schnittlinie IV-IV in Fig. 3,
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf eine dritte Ausführungsform,
- Fig. 6
- ein Schnittbild gemäß der Schnittlinie VI-VI in Fig. 5,
- Fig. 7
- eine ausschnittsweise Draufsicht auf eine vierte Ausführungsform,
- Fig. 8
- ein Schnittbild gemäß der Schnittlinie VIII-VIII in Fig. 7,
- Fig. 9
- eine ausschnittsweise Draufsicht auf eine fünfte Ausführungsform und
- Fig. 10
- eine Alternative zur Ausführungsform der Fig. 1 und 2.
[0020] Bei der Ausführungsform der Fig. 1 und 2 sind in der Oberseite eines mittleren Abschnittes
eines Skis 1 im wesentlichen rechteckförmige Vertiefungen 2 angeordnet, deren Längsränder
als Führungsschienen 3 ausgebildet sind bzw. durch Führungsschienen 3 gebildet werden.
Die Führungsschienen 3 haben beispielsweise die Form von C-Profilen, die einander
mit ihren offenen Konkavseiten zugewandt sind.
[0021] Jede der Vertiefungen 2 nimmt eine in den Führungsschienen 3 der jeweiligen Vertiefung
2 verschiebbar geführte Basisplatte 4 auf. Jede Basisplatte 4 besitzt ein Lochmuster,
derart, dass auf jeder Basisplatte 4 ein vorderes bzw. hinteres Schuhhalteraggregat
einer grundsätzlich herkömmlichen Skibindung befestigt werden kann. Die Schuhhalteraggregate
sind dann zusammen mit den sie tragenden Basisplatten 4 in den Vertiefungen 2 bzw.
in den die Vertiefungen 2 längsseitig begrenzenden Führungsschienen 3 in Skilängsrichtung
verschiebbar.
[0022] Zwischen den Vertiefungen 2 ist im Ski 1 ein die Vertiefungen 2 verbindender Kanal
5 angeordnet, der auf seiner Oberseite durch eine nicht dargestellte skifeste Abdeckung
abgeschlossen sein kann.
[0023] Innerhalb des Kanals sind in einer gemeinsamen Ebene nebeneinander zwei flachbandartige
Koppeln 6 untergebracht, die jeweils mit einer der Basisplatten 4 verbunden sind,
d.h. die in Fig. 1 untere Koppel 6 ist mit der in Fig. 1 rechten Basisplatte 4 verbunden,
während die andere Koppel 6 an der in Fig. 1 linken Basisplatte 4 befestigt ist.
[0024] An ihren voneinander abgewandte Längsrändern sind die Koppeln 6 jeweils mit einer
Verzahnung 7 versehen, die in gegengleiche Verzahnungen 8 eines skifest angeordneten
Fixierkörpers 9 einzugreifen vermögen. Der Fixierkörper 9 besteht im wesentlichen
aus einer auf dem Boden des Kanals 5 fest angeordneten bzw. in den Boden des Kanal
5 eingesenkten Grundplatte, an der nach oben abgewinkelte Seitenränder angeformt sind,
die auf ihren einander zugewandten Seiten mit den vorgenannten Verzahnungen 8 versehen
sind. Die Seitenränder sind in entsprechenden Aussparungen der Seitenwände des Kanals
5 aufgenommen, derart, dass lediglich die Zähne der Verzahnungen 8 über die Ebene
der Seitenwände des Kanals 5 hinweg in den Kanalinnenraum hineinragen.
[0025] An der Grundplatte des Fixierkörpers 9 ist mittig zwischen den Koppeln 6 ein Exzenter
10 drehgelagert, welcher in seiner in den Fig. 1 und 2 dargestellten Lage die Koppeln
6 mit deren Verzahnungen 7 in die Verzahnungen 8 des Fixierkörpers 9 eingerückt hält.
Wird der Exzenter 10 um 90° gedreht, erhalten die Koppeln 6 einen hinreichenden Freiraum,
um mit ihren Verzahnungen 7 aus den Verzahnungen 8 des Fixierkörpers 9 auszutreten.
[0026] Vorzugsweise sind die Koppeln 6 mit der jeweiligen Basisplatte 4 derart federnd verbunden
bzw. derart federnd an den Seitenwänden des Kanals 5 abgestützt, dass sie mit ihren
Verzahnungen 7 aus den Verzahnungen des Fixierkörpers 9 auszutreten suchen. Dies hat
zur Folge, dass die Verzahnungen 7 und 8 außer Eingriff miteinander kommen bzw. bleiben,
wenn der Exzenter 10 gegenüber der dargestellten Lage der Fig. 1 und 2 um 90° gedreht
wird bzw. in dieser verdrehten Stellung bleibt.
[0027] Dementsprechend können dann die Basisplatten 4 bzw. die darauf angeordneten Schuhhalteraggregate
der Skibindung in Skilängsrichtung zur Anpassung an die jeweilige Größe des Skischuhs
bzw. der Skischuhsohle verschoben werden. Darüber hinaus können auch beide Basisplatten
4 bzw. die darauf angeordneten Schuhhalteraggregate gleichgerichtet verschoben werden,
um die Position des Skischuhs auf dem Ski zum vorderen Skiende oder zum rückwärtigen
Skiende hin zu verlagern.
[0028] Sobald der Exzenter 10 wieder in die dargestellte Lage zurückgedreht wird, werden
die Koppeln 6 mit ihren Verzahnungen 7 zwangsläufig in die Verzahnungen 8 des Fixierkörpers
9 eingeschoben und die Basisplatten 4 werden dementsprechend relativ zum Fixierkörper
9 in Skilängsrichtung festgehalten, wobei jedoch die Basisplatten 4 und damit die
Schuhhalteraggregate relativ zum Ski 1 Verschiebebewegungen in Skilängsrichtung ausführen
können, etwa wenn sich der Ski 1 durchbiegt.
[0029] Die in Fig. 3 und 4 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von der Ausführungsform
der Fig. 1 und 2 im wesentlichen dadurch, dass jede der Basisplatten 4 mit Zahnstangen
11 verbunden ist, die im dargestellten Beispiel jeweils oberhalb der Koppeln 6 angeordnet
und mit je einer der Koppeln 6 derart verbunden sind, dass jede Zahnstange 11 zusammen
mit der mit ihr verbundenen Koppel 6 eine Schenkelfeder bildet, wobei der von der
Zahnstange gebildete Schenkel gegen die benachbarte Seitenwand des Kanals 5 und der
von der jeweiligen Koppel 6 gebildete Schenkel gegen den Exzenter 10 gespannt ist.
[0030] Die im Vergleich zu den Verzahnungen 7 und 8 sehr grob verzahnten Zahnstangen 11
sind miteinander über ein Zahnrad 12, welches auf der Achse des Exzenters 10 drehbar
gelagert ist, miteinander zwangsgekoppelt, d.h. die Zahnstangen 11 können nur in zueinander
entgegengesetzten Richtungen in Skilängsrichtung bewegt werden.
[0031] Wenn der Exzenter 10 aus der dargestellten Verriegelungslage um 90° gedreht wird,
treten die Koppeln 6 mit ihren Verzahnungen 7 aus den Verzahnungen 8 des Fixierkörpers
9 aus, und die Koppeln 6 und damit die Basisplatten 4 können in Skilängsrichtung verschoben
werden. Aufgrund der Zwangskopplung der Zahnstangen 11 über das Zahnrad 12 lassen
sich dabei die Basisplatten 4 und dementsprechend die darauf angeordneten Schuhhalteraggregate
der Skibindung nur gemeinsam und in einander entgegengesetzten Richtungen verschieben.
[0032] Die Koppeln 6 dienen also in Verbindung mit dem Fixierkörper 9 und dem Exzenter 10
zur Fixierung bzw. Entriegelung der Basisplatten 4 und der darauf angeordneten Skibindungselemente.
Die Zahnstangen 11 dienen in Verbindung mit dem Zahnrad 12 dazu, eine Simultanverschiebung
der Basisplatten 4 und der darauf befestigten Skibindungselemente zu bewirken, wenn
die Basisplatten 4 entriegelt sind.
[0033] Wie in den Fig. 5 und 6 beispielhaft dargestellt ist, kann über dem Kanal 5 zwischen
den Vertiefungen 2 eine Abdeckung 13 angeordnet sein, so dass die Koppeln 6 bzw. die
Zahnstangen 11 verdeckt werden und am Ski 1 äußerlich nicht in Erscheinung treten.
Die Achse des Exzenters 10 durchsetzt die Abdeckung 13 an einer entsprechenden Öffnung
und ist oberhalb der Abdeckung 13 drehfest mit einem Handrad 14 verbunden. Dieses
ist seinerseits mit Zeigersymbolen 14' od.dgl. versehen. Wenn diese Zeigersymbole
14' gemäß Fig. 6 in Skiquerrichtung weisen, ist auch der Exzenter 10 in Skiquerrichtung
ausgerichtet und hält dementsprechend die Verzahnungen 7 der Koppeln 6 in Eingriff
mit den Verzahnungen 8 des Fixierkörpers 9. Wenn das Handrad 14 um 90° gedreht wird,
gibt der Exzenter 10 die Koppeln 6 frei, und die Basisplatten 4 mit den darauf angeordneten
Schuhhalteraggregaten der Skibindung lassen sich verschieben, wobei nur eine gekoppelte
Verschiebung der Basisplatten 4 in einander entgegengesetzten Richtungen möglich ist,
wenn die Zahnstangen 11 und das Zahnrad 12 vorhanden, d.h. im Beispiel der Fig. 5
und 6 unterhalb der Abdeckung 13 angeordnet sind.
[0034] Bei der Ausführungsform der Fig. 7 und 8 sind die Koppeln 6 der Basisplatten 4 seitlich
der Skimittellängsachse übereinander angeordnet und mit vertikal übereinander liegenden
Verzahnungen 7 versehen, die mit der Verzahnung 8 eines in Skiquerrichtung beweglichen
Fixierkörpers 9 zusammenwirken, welcher mit einem Exzenter 15 zusammenwirkt.
[0035] Der Fixierkörper 9 ist in einer skifesten Schiebeführung 16 in Skiquerrichtung verschiebbar
geführt und in Skilängsrichtung unbeweglich gehaltert. Der Exzenter 15 besitzt einen
unteren Abschnitt, der in einer Ausnehmung des beweglichen Fixierkörpers 9 drehgelagert
ist; des Weiteren besitzt der Exzenter 15 einen zu seinem unteren Teil exzentrischen
oberen Teil, der an den von ihren Verzahnungen 7 abgewandten Längsseiten der Koppeln
6 anliegt.
[0036] Wird der Exzenter 15 aus seiner in Fig. 7 dargestellten Lage entgegen dem Uhrzeigersinn
um 90° gedreht, wird der verschiebbare Fixierkörper 9 in Fig. 7 relativ zu den Koppeln
6 nach aufwärts verschoben, so dass die Verzahnung 8 des Fixierkörpers 9 in die Verzahnungen
7 der Koppeln eingreift und diese relativ zur Schiebeführung 16 in Skilängsrichtung
fixiert.
[0037] Um zu gewährleisten, dass sich die Verzahnung 8 des in Skiquerrichtung beweglichen
Fixierkörpers 9 in der in Fig. 7 dargestellten Lage des Exzenters 15 von der Verzahnung
7 der Koppeln 6 entfernt, kann eine nicht dargestellte Feder angeordnet sein, welche
den beweglichen Fixierkörper 9 in Fig. 7 nach abwärts zu schieben sucht.
[0038] Die Ausführungsform der Fig. 9 unterscheidet sich von der Ausführungsform der Fig.
7 und 8 vor allem dadurch, dass ein Exzenter 18 in einem nicht näher dargestellten
skifesten Lager drehgelagert ist und mit seinem Exzenterteil mit einer im beweglichen
Fixierkörper 9 ausgebildeten Kulisse 19 zusammenwirkt. Im übrigen sind die Koppeln
6 innerhalb des Kanals 5 an ihren von ihren Verzahnungen 7 abgewandten Längsrändern
an Führungselementen geführt, derart, dass sie nur in Skilängsrichtung, nicht jedoch
in Skiquerrichtung bewegt werden können.
[0039] In seiner einen Stellung wirkt der Exzenter 18 mit einem Bereich 19' der Kulisse
19 zusammen, derart, dass der bewegliche Fixierkörper 9 in einer Stellung gehalten
bzw. in eine Stellung gebracht wird, in der die Verzahnung 8 des Fixierkörpers 9 aus
den Verzahnungen 7 der Koppeln 6 ausgerückt ist. In einer im Uhrzeigersinn um 90°
verdrehten Stellung wirkt der Exzenter 18 mit einem Abschnitt 19" der Kulisse 19 zusammen,
derart, dass der bewegliche Fixierkörper 9 in einer Stellung gehalten bzw. in eine
Stellung gebracht wird, in der die Verzahnung 8 des Fixierkörpers 9 in die Verzahnungen
7 der Koppeln 6 eingerückt ist und diese in Skilängsrichtung festgehalten werden.
[0040] Abweichend von der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsform, bei der der
Fixierkörper 9 unbeweglich und die Koppeln 6 mit ihren Verzahnungen 7 in Skiquerrichtung
beweglich sind, ist grundsätzlich auch eine Ausführungsform denkbar, bei der die Koppeln
6 in Skiquerrichtung unbeweglich geführt sind und eine Fixiervorrichtung 21 vorgesehen
ist, die gemäß Fig. 10 zwei in einer skifesten Schiebeführung 22 in Skiquerrichtung
bewegliche Fixierkörper 23' und 23" aufweist. Durch einen nicht dargestellten Exzenter,
der in der Schiebeführung 22 drehgelagert ist und mit Kulissen in den Fixierkörpern
23' und 23" zusammenwirkende Exzenterteile aufweist, können dann die Fixierkörper
23' und 23" mit ihren Verzahnungen 8 simultan aus den Verzahnungen 7 der Koppeln 6
ausgerückt bzw. zur Fixierung der Koppeln 6 in deren Verzahnungen 7 eingerückt werden.
1. Auf der Oberseite eines Skis oder Schneegleitbrettes anbringbares und/oder in einen
Ski (1) oder ein Schneegleitbrett versenkt integrierbares, eine Flachstruktur aufweisendes
Halterungssystem für vordere und hintere, mit vorderen bzw. hinteren Bereichen eines
Schuhs zusammenwirkende Schuhhalteraggregate, mit in einer ski- bzw. schneegleitbrettseitigen
ein- oder mehrteiligen Führungsbahn (2) längsverschiebbaren vorderen und hinteren
Basisteilen (4), die die vorderen bzw. hinteren Schuhhalteraggregate aufnehmen bzw.
haltern, sowie mit an den Basisteilen befestigten zur Führungsbahn im wesentlichen
parallelen, in Richtung des jeweils anderen Basisteiles erstreckten Koppeln (6) sowie
einer damit zusammenwirkenden, die Koppeln simultan skifest bzw. gleitbrettfest verriegelnden
oder freigebenden Fixiervorrichtung (9,21), bei deren Betätigung koppelseitige Erhebungen
(7) und/oder Ausnehmungen und passende Erhebungen (8) und/oder Ausnehmungen der Fixiervorrichtung
unter horizontaler bzw. zur Oberseite des Skis bzw. des Schneegleitbrettes etwa paralleler
Relativbewegung riegelnd ineinander eingreifen bzw. einander freigebend auseinander
austreten.
2. Halterungssystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Koppeln (6) einerseits und damit zusammenwirkende Fixierteile der Fixervorrichtung
(9,21) andererseits in zur Oberfläche des Skis (1) bzw. Schneegleitbrettes senkrechter
Ebene mit vor- bzw. rücksprungartigen Erhebungen oder Vertiefungen versehen sind,
die miteinander in Riegeleingriff bringbar sind.
3. Halterungssystem nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Ski (1) bzw. am Schneegleitbrett bewegliche Erhebungen bzw. Rücksprünge bzw. Fixierteile
(9,23',23") angeordnet sind, die mit den Koppeln (6) zusammenwirken.
4. Halterungssystem nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Ski (1) bzw. Schneegleitbrett bewegungsstarre Erhebungen bzw. Rücksprünge bzw.
Fixierteile (9) angeordnet sind und die Koppeln quer zu ihrer Längsrichtung verstellbar
sind.
5. Halterungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den Basisteilen (4) von den Koppeln (6) gesonderte Getriebeelemente angeordnet
sind, die die Basisteile bewegungsmäßig synchronisieren, so dass diese nur gemeinsam
und gegenläufig zueinander verschiebbar sind.
6. Halterungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Koppeln (6) als Flachbänder mit verzahntem Längsrand ausgebildet sind, der mit
einer im wesentlichen gegengleichen Verzahnung an der Fixiervorrichtung (9,21) zusammenwirkt.
7. Halterungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß beide Koppeln (6) quer zur Längsrichtung voneinander beabstandet in gemeinsamer Ebene
angeordnet sind.
8. Halterungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Koppeln (6) an ihren voneinander abgewandten Längsrändern verzahnt sind.
9. Halterungssystem nach einem der Ansprüche 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den Koppeln (6) ein Exzenter (10) angeordnet ist, der mit den zugewandten
Rändern der Koppeln zusammenwirkt und die Koppeln in einer Drehlage voneinander abspreizt
und koppelseitige Verzahnungen (7) od.dgl. in Eingriff mit Gegenverzahnungen (8) od.dgl.
der Fixiervorrichtung (9) bringt.
10. Halterungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Exzenter (10) bewegliche Fixierteile (9,23',23"), die mit in die verzahnten Längsränder
der Koppeln (6) passender Verzahnung (8) versehen sind und in zur Skioberseite paralleler
Richtung quer zu den Koppeln verschiebbar sowie in Längsrichtung der Koppeln im wesentlichen
skifest angeordnet sind, in einer Drehstellung in Riegeleingriff mit den Koppeln und
in einer anderen Drehstellung in einer Freigabelage hält.