[0001] Die Erfindung betrifft einen Verreibungsantrieb für eine Walze in einer Verarbeitungsmaschine,
insbesondere in einer Druckmaschine, nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 und 2.
[Stand der Technik]
[0002] Ein Verreibungsantrieb dieser Art ist aus DE 26 21 429 A1 bekannt. Der Verreibungsantrieb
dient dem axial changierenden Antrieb einer rotativ antreibbaren Walze, hier als Reiber
bezeichnet, in einer Druckmaschine. Die Walze ist vorzugsweise Bestandteil eines Farbwerkes,
welches durch mehrere Walzen, einschließlich mehrere Reiberwalzen, gebildet ist. Jeder
Reiberwalze ist ein eigener Antrieb für die axiale Verreibungsbewegung (auch Changierbewegung
genannt) zugeordnet und diese Verreibungsbewegung ist in ihrer Phasenlage einstellbar.
Der Verreibungsmechanismus besteht aus einer axial starren, mit einer Kurvennut versehenen
Buchse, die von einem Gleitsteintopf umfasst ist. Am Gleitsteintopf ist ein in die
Kurvennut der Buchse eingreifender, über einen Doppelhebel mit der Reiberwalze verbundener
Gleitstein angeordnet. Der Gleitsteintopf ist in Umfangsrichtung verstellbar und axial
beweglich angeordnet.
[0003] Von Nachteil ist hierbei, dass der Verreibungsmechanismus durch die eingesetzten
Bauteile, wie Buchse mit Kurvennut, Gleitsteintopf sowie Doppelhebel, konstruktiv
relativ aufwendig ausgeführt ist. Unter dem Aspekt des häufig begrenzten Einbauraumes
in der Druckmaschine ist diese Ausbildung nur bedingt einsetzbar.
[Aufgabe der Erfindung]
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde einen Verreibungsantrieb der eingangs genannten
Art zu schaffen, der die genannten Nachteile vermeidet, der insbesondere einen verbesserten
Verreibungsmechanismus aufweist und einen geringen Bauraum benötigt.
[0005] Gelöst wird die Aufgabe durch die Ausbildungsmerkmale von Anspruch 1 und 2. Weiterbildungen
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0006] Ein erster Vorteil ist darin begründet, dass der Verreibungsantrieb für eine Walze,
speziell als Reiberwalze, insgesamt eine kompakte Bauform aufweist und in der Verarbeitungsmaschine
einen geringen Bauraum benötigt. Weiterhin ist der Verreibungsantrieb der Reiberwalze
mit einer geringen Anzahl von Teilen in Platz sparender Ausbildung realisierbar und
ist darüber hinaus kostengünstig herstellbar.
[0007] Vorteilhaft ist weiterhin, dass der Verreibungsantrieb für die Walzen universell
in Verarbeitungsmaschinen, insbesondere Druckmaschinen, vorzugsweise bei Reiberwalzen
von Farb- und/oder Feuchtwerken in Offsetdruckmaschinen, einsetzbar ist.
[0008] Von Vorteil ist ferner, dass der Antrieb für die Rotationsbewegung der Reiberwalze
an einem Ende der Reiberwalze und der Antrieb für die Verreibungsbewegung an dem gegenüber
liegendem Ende der Reiberwalze angeordnet ist. Die beidseitige Aufteilung der Antriebe
für die Rotationsbewegung sowie für die Verreibungsbewegung der Reiberwalze bedingt
auf beiden Seiten einen relativ geringen Platzbedarf. In dem entsprechenden Verreibungsantrieb
für die Reiberwalze ist der Verreibungseinsatz und/oder der Changierhub (axialer Verreibungshub)
einstellbar. Dabei ist eine Unterbrechung des Antriebes für die Rotationsbewegung
der Reiberwalze nicht erforderlich. Bei Bedarf ist ebenso eine Unterbrechung realisierbar,
indem der Rotationsantrieb mittels einer betätigbaren Schaltkupplung stillsetzbar
bzw. erneut zuschaltbar ist.
[0009] Von Vorteil ist ferner, dass der axiale Verreibungshub der Walze am Zahnrad eines
Eintriebsmechanismuses fest einstellbar, oder gestuft oder stufenlos einstellbar ist.
Hierzu weist das Zahnrad einen fest anordenbaren oder gestuft oder stufenlos justierbaren
Bolzen auf, welcher achsparallel zur Achse des antreibbaren Zahnrades anordenbar ist.
In einer Weiterbildung ist der Bolzen zur Zahnradachse fluchtend anordenbar, so dass
bei Bedarf der Verreibungshub gleich Null ist.
[0010] Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass bei Anordnung mehrerer Reiberwalzen, beispielsweise
in einem Farbwerk einer Offsetdruckmaschine, die Antriebe für die Rotationsbewegung
auf einer Seite der Verarbeitungsmaschine und die Antriebe für die Verreibungsbewegung
der Reiberwalzen auf der gegenüberliegenden Seite angeordnet sind. Sämtliche Antriebe
für die Rotationsbewegung sind miteinander gekoppelt. Ebenso sind die Antriebe für
die Verreibungsbewegung miteinander gekoppelt.
Bei Anordnung mehrerer Reiberwalzen, beispielsweise in einem Farbwerk, sind vorzugsweise
die zugeordneten Verreibungsantriebe baugleich ausgeführt. Der Verreibungseinsatz
ist durch den Eingriff eines Zugmittels frei wählbar. Bevorzugt ist auf jeder Antriebsseite
der Reiberwalzen ein Zugmittelgetriebe mit Riemenscheibe pro Reiberwalze anordenbar.
Alternativ ist jeder Reiberwalze ein separater Antrieb für die Rotationsbewegung und/oder
ein separater Verreibungsantrieb anordenbar. Beispielsweise sind alternativ zentral
oder separat steuerbare Einzelantriebe pro Reiberwalze einsetzbar.
[Beispiele]
[0011] Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Dabei zeigen
schematisch:
- Fig. 1
- ein Farbwerk mit mehreren Reiberwalzen in Seitenansicht,
- Fig. 2
- einen Eintriebsmechanismus,
- Fig. 3
- einen Verreibungsantrieb in erster Ausbildung mit dem Eintriebsmechanismus gemäß Figur
2 (Schnitt A-A),
- Fig. 4
- den Verreibungsantrieb gemäß Figur 3 (Schnitt B-B),
- Fig. 5
- einen Verreibungsantrieb in zweiter Ausbildung, und
- Fig. 6
- eine Seitenansicht von Figur 5 (Schnitt C-C).
[0012] Ein Farbwerk für eine Verarbeitungsmaschine, vorzugsweise eine Offsetdruckmaschine,
weist einen Formzylinder 1 auf, welcher eine Druckform trägt. Dabei ist eine druckfertige
Druckform auf dem Formzylinder fixierbar oder eine auf dem Formzylinder fixierte Druckform
ist direkt belichtbar. Alternativ ist der Formzylinder 1 (ohne Druckform bzw. Druckplatte)
derart ausgebildet, dass eine Bebilderung, eine Entbilderung und eine erneute Bebilderung
direkt auf dem Formzylinder 1 realisierbar ist.
[0013] Mit dem Formzylinder 1 sind mehrere Farbauftragwalzen 2 in Funktionsverbindung, denen
wiederum Reiberwalzen 3 in Kontakt zugeordnet sind. Die Reiberwalzen 3 sind weiterhin
mit Farbwalzen 4 gekoppelt. Insgesamt liegt somit ein geschlossener Walzenzug für
ein Farbwerk vor. Eine Reiberwalze 3 ist mit einem Dosiersystem in Funktionsverbindung,
welches im vorliegenden Beispiel durch eine Heberwalze 5 sowie eine Farbkastenwalze
6 mit zugeordneten Farbkasten gebildet ist. Die Heberwalze 5 nimmt bekanntlich Farbe
von der Farbkastenwalze 6 ab und überträgt diese an den Walzenzug, so dass die Druckform
auf dem bzw. der Formzylinder 1 selbst eingefärbt wird. Alternativ ist das Dosiersystem
auch unter Verwendung einer Filmwalze realisierbar.
[0014] An jeweils einem Ende der Reiberwalze 3 sind einzelne Verreibungsantriebe 11 angeordnet.
Bevorzugt sind dazu alle Verreibungsantriebe 11 baugleich ausgeführt und alle Verreibungsantriebe
11 sind auf der gleichen Seite der Offsetdruckmaschine, beispielsweise der B-Seite,
angeordnet. Jeder Verreibungsantrieb 11 ist mit einem vorgeordneten Eintriebsmechanismus
7 gekoppelt.
[0015] Jeder Eintriebsmechanismus 7 weist eine Riemenscheibe 12 auf, wobei jede Riemenscheibe
12 mit wenigstens einem endlos umlaufenden Zugmittel 13, beispielsweise einem Zahnriemen,
gekoppelt ist. Dabei ist das Zugmittel 13 über gestellfeste, drehbar gelagerte Umlenkrollen
15 geführt, wobei bevorzugt wenigstens eine Umlenkrolle 15 als Spannrolle für das
Zugmittel 13 ausgebildet ist. Weiterhin ist das Zugmittel 13 mit einem schaltungstechnisch
mit einer Steuerung verbundenen Antriebsmotor 14 gekoppelt. Der Antriebsmotor 14 trägt
eine mit dem Zugmittel 13 in Eingriff gekoppelte Antriebsscheibe.
[0016] Jeder Eintriebsmechanismus 7 ist bevorzugt durch die bereits erwähnte Riemenscheibe
12 sowie ein Ritzelzahnrad 8 gebildet, wobei die Riemenscheibe 12 und das Ritzelzahnrad
8 auf einem in einem Gestell gelagerten Wellenzapfen 9 mit Ritzelachse 25 drehbar
sind. Das Ritzelzahnrad 8 ist ferner mit einem auf einer Zahnradwelle 18 mit Zahnradachse
16 angeordneten Zahnrad 10 in Eingriff.
[0017] In bevorzugter Ausbildung ist das Ritzelzahnrad 8 und das Zahnrad 10 als Schneckengetriebe
ausgebildet. Das Ritzelzahnrad 8 ist dabei vorzugsweise die Schnecke und das Zahnrad
10 ist das Schneckenrad. Die Zahnradachsen von Ritzelachse 25 (Ritzelzahnrad 8) und
die Zahnradachse 16 (Zahnrad 10) sind hierbei im Winkel um 90° zueinander in beabstandeten
Ebenen versetzt angeordnet. Ein derartiges Schneckengetriebe läuft geräuscharm und
ist innerhalb der Verarbeitungsmaschine raumsparend anordenbar.
[0018] Dem Eintriebsmechanismus 7 mit Riemenscheibe 12, Ritzelzahnrad 8 und Zahnrad 10 ist
der Verreibungsantrieb 11 nachgeordnet. Dazu ist an einer Stirnseite (Seitenfläche)
des Zahnrades 10 bevorzugt parallel zur Zahnradachse 16 (seitenversetzt parallel)
ein erster Bolzen 17 angeordnet. Dieser erste Bolzen 17 ist bevorzugt außermittig
zur Zahnradachse 16 und vorzugsweise fest (unlösbar) am Zahnrad 10 angeordnet. Dabei
entspricht die Größe des Versatzes des ersten Bolzens 17 zur Zahnradachse 16 der Größe
des gewünschten axialen Verreibungshubes der Reiberwalze 3.
[0019] In einer Weiterbildung ist der erste Bolzen 17 am Zahnrad 10 ortsveränderlich anordenbar
(lösbar), beispielsweise indem am Zahnrad 10 ein radial verlaufendes Langloch oder
mehrere konzentrische Absteckbohrungen zwecks Aufnahme dieses Bolzens 17 angeordnet
sind. Somit ist der erste Bolzen 17 konzentrisch zur Zahnradachse 16 veränderlich
positionier- und fixierbar. In einer weiteren Ausbildung ist der Bolzen 17 lösbar
an einer Seitenfläche des Zahnrades 10 und fluchtend zur Zahnradachse 16 anordenbar.
Bei dieser zentrischen Anordnung ist der axiale Verreibungshub gleich Null und die
Reiberwalze 3 ist lediglich rotativ antreibbar.
[0020] In einer ersten Ausbildung durchdringt der erste Bolzen 17 einen zweiten Bolzen 22.
Dabei kreuzen sich deren Achsen rechtwinkelig. Der erste Bolzen 17 bildet mit dem
zweiten Bolzen 22 ein Drehgelenk 20. Der zweite Bolzen 22 ist jeweils endseitig in
einem Lagerarm 23 axial schiebebeweglich gelagert und ist endseitig ein Schiebegelenk
21. Getriebetechnisch liegt somit ein Dreh-/Schubgelenk 20,21 vor. Der Lagerarm 23
ist hierzu an einem Ende zur Aufnahme des zweiten Bolzens 22 beidseitig abgekröpft
und am gegenüberliegenden Ende ist der Lagerarm 23 drehbar zur Reiberwalzenachse 19
mit einem weiteren Drehgelenk 27 mit der Reiberwalze 3 gekoppelt. Der zweite Bolzen
22 ist somit endseitig in zwei Schiebegelenken 21 gelagert.
[0021] Zusammengefasst besteht der Verreibungsantrieb 11 in erster Ausbildung zumindest
aus dem mit einem Antrieb gekoppelten Eintriebsmechanismus 7 mit wenigstens einem
mit dem Zahnrad 10 gekoppelten Ritzelzahnrad 8. An einer Seitenfläche des Zahnrades
10 ist der erste Bolzen 17 angeordnet, welcher mit dem zweiten Bolzen 22 das Drehgelenk
20 bildet, indem der erste Bolzen 17 den zweiten Bolzen 22 durchdringt. Der zweite
Bolzen 22 bildet mit dem Lagerarm 23 das Schiebegelenk 21, indem der zweite Bolzen
22 im Lagerarm 23 an beiden Enden schiebebeweglich aufgenommen ist. Der Lagerarm 23
ist um die Reiberwalzenachse 19 drehbeweglich unter Bildung eines weiteren Drehgelenkes
27 endseitig mit der Walze 3 gekoppelt.
[0022] Die Wirkungsweise ist wie folgt: Von der Riemenscheibe 12 wird der Antrieb über den
Wellenzapfen 9 auf das Ritzelzahnrad 8 eingeleitet und vom Ritzelzahnrad 8 auf das
Zahnrad 10 übertragen. Das Zahnrad 10 läuft um die Zahnradachse 16 um und der erste
Bolzen 17 rotiert zentrisch bei Anordnung auf der Zahnradachse 16 oder bevorzugt exzentrisch
bei konzentrischer Anordnung zur Zahnradachse 16. Während der Rotationsbewegung des
Zahnrades 10 rotiert der erste Bolzen 17 im Drehgelenk 20 und der zweite Bolzen 22
führt eine Axialbewegung im Schiebegelenk 21 aus. Gleichzeitig wird der Lagerarm 23
durch die Bolzen 17, 22 in Richtung der Reiberwalzenachse 19 axial hin- und zurück
bewegt und somit die Reiberwalze 3 in eine axiale Verreibungsbewegung entlang der
Reiberwalzenachse 19 versetzt.
[0023] In einer zweiten Ausbildung ist der Eintriebsmechanismus 7 (Riemenscheibe 12, Ritzelzahnrad
8 und Zahnrad 10) analog zur ersten Ausbildung ausgeführt. Der erste Bolzen 17 ist
ebenso am Zahnrad 10 angeordnet, durchdringt jedoch einen drehbeweglich in einem Schwingarm
24 gelagerten, axial fixierten Gelenkbolzen 28. Der Gelenkbolzen 28 ist an beiden
Enden in je einem Drehgelenk 20 im Schwingarm 24 gelagert. Der Schwingarm 24 weist
eine Aussparung 29 auf, welche als Freiraum für die Schiebebewegung des ersten Bolzens
17 dient. Der erste Bolzen 17 ragt in diese Aussparung 29 hinein. Der erste Bolzen
17 und der Gelenkbolzen 28 bilden dabei ein Schiebegelenk 21 und der Gelenkbolzen
28 bildet mit dem Schwingarm 24 ein Drehgelenk 20. Getriebetechnisch liegt somit ein
Dreh-/Schubgelenk 20,21 vor. Der Schwingarm 24 ist an der Reiberwalze 3 endseitig
im Drehgelenk 27 drehbar gelagert und schwingt mit dem Dreh-/ Schubgelenk 20,21 auf
einer Führungskurve 26. Die Endlagen des Drehgelenkes 20 sind in Fig. 6 durch die
Positionen 20' und 20'' aufgezeigt.
[0024] Zusammengefasst besteht der Verreibungsantrieb 11 in zweiter Ausbildung zumindest
aus dem mit einem Antrieb gekoppelten Eintriebsmechanismus 7 mit wenigstens einem
mit dem Zahnrad 10 gekoppelten Ritzelzahnrad 8. An einer Seitenfläche des Zahnrades
10 ist der erste Bolzen 17 angeordnet, welcher mit dem Gelenkbolzen 28 ein Schiebegelenk
21 bildet. Dabei durchdringt der erste Bolzen 17 den Gelenkbolzen 28. Der Gelenkbolzen
28 bildet mit dem Schwingarm 24 das Drehgelenk 20, indem der Gelenkbolzen 28 drehbar
im Schwingarm 24 gelagert ist. Der Schwingarm 24 ist um die Reiberwalzenachse 19 drehbeweglich
unter Bildung des weiteren Drehgelenkes 27 endseitig mit der Walze 3 gekoppelt.
[0025] Die Wirkungsweise ist wie folgt: Von der Riemenscheibe 12 wird der Antrieb über das
Ritzelzahnrad 8 auf das Zahnrad 10 übertragen und der erste Bolzen 17 rotiert zentrisch
oder exzentrisch um die Zahnradachse 16. Während der Rotation des Zahnrades 10 (mit
dem ersten Bolzen 17) führt dieser erste Bolzen 17 im Gelenkbolzen 28 eine Schiebebewegung
in Achsrichtung des Bolzens 17 aus (Schiebegelenk 21) gleichzeitig bewegt sich der
Gelenkbolzen 28 im Schwingarm 24 (Drehgelenk 20) und der Schwingarm 24 schwingt im
Drehgelenk 27 um die Reiberwalzenachse 19. Gleichzeitig wird die axiale Verreibungsbewegung
auf die Reiberwalze 3 übertragen.
[0026] Der Verreibungseinsatz ist individuell durch den Eingriff des Zugmittels an jeder
Riemenscheibe 12 festlegbar. Alternativ ist statt des Zugmittels 13 auch ein Einzelantrieb
pro Reiberwalze 3 anordenbar.
[Bezugszeichenliste]
[0027]
- 1
- Formzylinder
- 2
- Farbauftragwalze
- 3
- Reiberwalze
- 4
- Farbwalze
- 5
- Heberwalze
- 6
- Farbkastenwalze
- 7
- Eintriebsmechanismus
- 8
- Ritzelzahnrad
- 9
- Wellenzapfen
- 10
- Zahnrad
- 11
- Verreibungsantrieb
- 12
- Riemenscheibe
- 13
- Zugmittel
- 14
- Antriebsmotor
- 15
- Umlenkrollen
- 16
- Zahnradachse
- 17
- erster Bolzen
- 18
- Zahnradwelle
- 19
- Reiberwalzenachse
- 20
- Drehgelenk
- 21
- Schiebegelenk
- 22
- zweiter Bolzen
- 23
- Lagerarm
- 24
- Schwingarm
- 25
- Ritzelachse
- 26
- Führungskurve
- 27
- Drehgelenk
- 28
- Gelenkbolzen
- 29
- Aussparung
1. Verreibungsantrieb für eine Walze in einer Verarbeitungsmaschine, vorzugsweise in
einer Druckmaschine mit jeweils einem separaten Antrieb für die axiale Verreibungsbewegung
und für die Rotationsbewegung der Walze,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein mit einem Antrieb gekoppelter Eintriebsmechanismus (7) zumindestens ein Ritzelzahnrad
(8) aufweist, welches mit einem Zahnrad (10) gekoppelt ist,
dass an einer Seitenfläche des Zahnrades (10) ein erster Bolzen (17) angeordnet ist, welcher
mit einem zweiten Bolzen (22) ein Drehgelenk (20) bildet, indem der erste Bolzen (17)
den zweiten Bolzen (22) durchdringt,
dass der zweite Bolzen (22) mit einem Lagerarm (23) ein Schiebegelenk (21) bildet, indem
der zweite Bolzen (22) im Lagerarm (23) endseitig aufgenommen ist, und
dass der Lagerarm (23) unter Bildung eines weiteren Drehgelenkes (27) mit der Walze (3)
gekoppelt ist.
2. Verreibungsantrieb für eine Walze in einer Verarbeitungsmaschine, vorzugsweise in
einer Druckmaschine, mit jeweils einem separaten Antrieb für die axiale Verreibungsbewegung
und für die Rotationsbewegung der Walze,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein mit einem Antrieb gekoppelter Eintriebsmechanismus (7) zumindest ein Ritzelzahnrad
(8) aufweist, welches mit einem Zahnrad (10) gekoppelt ist,
dass an einer Seitenfläche des Zahnrades (10) ein erster Bolzen (17) angeordnet ist, welcher
mit einem Gelenkbolzen (28) ein Schiebegelenk (21) bildet, indem der erste Bolzen
(17) den Gelenkbolzen (28) durchdringt,
dass der Gelenkbolzen (28) mit einem Schwingarm (24) ein Drehgelenk (20) bildet, indem
der Gelenkbolzen (28) drehbar im Schwingarm (24) gelagert ist, und
dass der Schwingarm (24) unter Bildung eines weiteren Drehgelenkes (27) mit der Walze
(3) gekoppelt ist.
3. Verreibungsantrieb nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Bolzen (17) unlösbar an der Seitenfläche des Zahnrades (10) angeordnet
ist.
4. Verreibungsantrieb nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Bolzen (17) lösbar an der Seitenfläche des Zahnrades (10) angeordnet ist
und konzentrisch zur Zahnradachse (16) des Zahnrades (10) veränderlich positionierbar
ist.
5. Verreibungsantrieb nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Bolzen (17) lösbar an der Seitenfläche des Zahnrades (10) angeordnet ist
und fluchtend zur Zahnradachse (16) des Zahnrades (10) anordenbar ist.
6. Verreibungsantrieb nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der zweite Bolzen (22) endseitig in zwei fluchtenden Schiebegelenken (21) gelagert
ist und der Lagerarm (23) beidseitig zur Aufnahme des zweiten Bolzens (22) gekröpft
ist.
7. Verreibungsantrieb nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schwingarm (24) eine Aussparung (29) aufweist, in die der erste Bolzen (17) hineinragt
und den Gelenkbolzen (28) an beiden Enden im Drehgelenk (20) aufnimmt.