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EP 1 361 074 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.06.2005 Patentblatt 2005/26 |
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Anmeldetag: 26.04.2002 |
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Verfahren zum Verbessern der Metalleffekte, der Weiterverarbeitungskriterien sowie
der Flexibilität von harzbeschichteten Dekorpapieren
Method for improving the metallic appearance, the processability and the flexibility
of resin coated decorative paper
Procédé d'amélioration de l'aspect métallique, des caractéristiques de traitement
et de la flexibilité d'un papier décoratif enduit de resine
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.11.2003 Patentblatt 2003/46 |
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Patentinhaber: OKT Kunststofftechnik GmbH |
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32351 Sternwede-Opperwehe (DE) |
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Erfinder: |
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- Kleinerüsskamp, Heinz
59823 Arnsberg (DE)
- Suur-Nuuja, Kimmo
59755 Arnsberg (DE)
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Vertreter: Bahmann, Markus |
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PriceWaterhouseCoopers Veltins
Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
Brienner Strasse 9
Amiraplatz 80333 München 80333 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 601 243 DE-A- 2 658 784
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DE-A- 2 537 409 US-A- 3 730 828
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Verfahren zum Verbessern der Metalleffekte
und Weiterverarbeitungskriterien sowie der Flexibilität von harzbeschichteten Dekorpapieren.
Bedruckte Dekorpapiere dienen in der Beschichtungsindustrie zur Beschichtung von Schichtstoffen,
oder sie werden direkt auf Holzersatzstoffplatten zur Oberflächenverbesserung und
-Verschönerung aufgebracht. Die Weiterverarbeitung geschieht mittels Imprägnierung
mit Melaminharzen, Phenolharzen, Harnstoffharzen sowie sonstigen Mischharzsystemen
und anderen Harzlösungen sowie durch Lackierung mit chemisch oder physikalisch härtenden
Lacksystemen. Nach der Bedruckung und Imprägnierung entsteht als nächstes Zwischenprodukt
ein beharzter Dekorfilm als Vorprodukt für die Verpressung im Kurztaktverfahren auf
Spanplatten und andere Holzwerkstoffe (KT bzw. LPM Verfahren), für die Verpressung
mit weiteren Phenolharz- oder anderen harzimprägnierten Papieren im Hochdruckverfahren
zu dekorativen Schichtstoffen (DKS bzw. HPL Verfahren) sowie im kontinuierlichen Pressverfahren
(CPL Verfahren).
[0002] Als Materialien für die Träger für das Druckbild sowie für das Harz werden hierbei
hochsaugfähige harzimprägnierbare Dekorpapiere mit einem Flächengewicht von 45 g/m
2 bis 200 g/m
2, vorzugsweise 70 g/m
2 bis 90 g/m
2, verwendet. Als wasserdispergierbare Dekordruckfarben kommen Farben ohne organische
Lösemittel bzw. mit begrenztem Lösemittelanteil mit ausschließlich organischen Farbpigmenten
und Kasein-basierenden Bindersystemen als auch Überdruckverschnitte für Perlmutt auf
Polyuhrethanbasis zum Einsatz. Handelsübliche RWO Dekordruckfarben sind z.B. unter
den Handelsnamen Hartmann/761-Serie oder Arcolor 1010/1012/3008/3017/5000/7000 u.a.,
Metalleffektfarben T1332/761, T2630/761, Arcolor Ardeco Brillantsilber, Ardeco Brillantperlmutt
u.a., irisierende oder Iriondinfarbe bekannt.
[0003] Es gibt mehrere Probleme. Bei der Weiterverarbeitung kommt der Verformbarkeit der
imprägnierten Dekorfilme eine besondere Bedeutung zu. Abgerundete Kanten an beschichteten
Holzwerkstoffen werden durch Herumziehen der Hochdruckschichtstoffplatten (HPL) durch
mechanisch/thermisch ausbildbare Kanten, in vorgefrästem Holzwerkstoff, während des
Biegevorgangs erreicht. Dieses Verfahren wird als Postforming bezeichnet. Herkömmlich
hergestellte Standardbasispapiere lassen sich im Hochdruckschichtstoffbereich (HPL)
nicht oder nur unzureichend um diese engen Radien nachverformen, beispielsweise bei
der Herstellung von Arbeitsplatten oder Möbelfronten mit abgerundeten Kanten. Hier
werden zur Zeit sehr teure speziell hergestellte Basispapiere, sogenannte Postformingpapiere
verwendet, dies nach dem Stand der Technik. Die Schichtplatten selbst erhalten an
den kritischen engen Radien auf der der Beschichtung gegenüberliegenden Seite verschieden
geformte Kerben oder Fräsungen, wie dies beispielsweise in DE19830778C1 beschrieben
ist. Die am äußeren Bogenrand aufgebrachte Papierschicht wird hierbei jedoch erheblich
gereckt.
[0004] Der minimale Radius, in dem ein Dekorfilm ohne Beeinträchtigung des Pressergebnisses
um eine Holzwerkstoffkante gezogen werden kann, kann maßgeblich nach dem Disc Cure
Wert bestimmt werden. Je höher der Disc Cure Wert, desto langsamer ist die Reaktivität
des Dekorpapierharzverbundes, desto "weicher" ist das Papier bei der Weiterverarbeitung.
[0005] Es ist deshalb eine Aufgabe der Erfindung, herkömmliche Standardbasispapiere den
jeweiligen Kundenwünschen auch in diesem Marktsegment anzupassen.
[0006] Die optischen und physikalischen Eigenschaften sowie der erzielte Metalleffekt des
fertig beschichteten Holzwerkstoffes sind weitere entscheidende Qualitätskriterien.
[0007] Die maximalen optischen Effekte werden durch den Auftrag möglichst hoher Farbmengen
beim Dekordruck erzielt. Dazu werden Fondzylinder mit möglichst großem theoretischen
Farbübertragungsvolumen eingesetzt. Die maximal mögliche Farbübertragung ist limitiert
durch die Trockenkapazität der Druckmaschinen.
[0008] Höhere Pigmentkonzentration in der Metalleffektfarbe erhöht deutlich das Risiko von
Druckfehlern wie Streifen, Ablegen von Metallpigmenten und anderen. Ein zu geringer
Bindemittelhaushalt reduziert die Fixierung der Pigmente auf dem Dekorpapier und verursacht
bei der Imprägnierung ein Ausbluten des Dekordrucks, der sich im Ausschwemmen größerer
Mengen Metalleffektpigmente in der Harzflotte zeigt. Zudem setzt ein zu geringer Bindemittelhaushalt
die Scheuerfestigkeit des unbeharzten bedruckten Dekorpapieres so herab, dass ein
Durchlauf der bedruckten Papierbahn als Bahnware durch die Lenkungswalzen in den Imprägnierbädern
ohne Beschädigung des Druckbildes kaum möglich ist. Die Möglichkeiten, höhere Metalleffekte
durch Erhöhung des Farbauftrages zu erzielen, sind somit begrenzt. Die Probleme sind
wie folgt: Unhomogene dunkle und fleckige Oberflächen, ggf. "Perlmuttabsacken". Durch
einen gesteigerten Metallicfarbauftrag werden keine verbesserten Perlmutt- bzw. Metalliceffekte
mehr erzielt.
[0009] Es ist deshalb eine weitere Aufgabe der Erfindung, den Glanzgrad und den Metalleffekt
auf der bedruckten Oberfläche zu steigern sowie die Qualität der beschichteten Oberfläche
durch Reduzierung von sichtbaren Pressfehlern zu steigern.
[0010] Die Dokumente EP-A-0 601 243 und DE-A-2 658 784 beschreiben die Herstellung von Papier
in Anwesenheit von basischen Metallsalzen, jedoch nicht die Behandlung des Papiers
mit basischen Metallsalzen während des Bedruckens.
[0011] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren nach Anspruch 1, wobei
bevorzugte Ausgestaltungen in den abhängigen Ansprüchen angegeben sind.
[0012] Die allgemeine Lösung besteht erfindungsgemäß darin, das Aushärten verzögernde Lösungen
von basischen Metallsalzen während des Bedruckens mittels Tiefdruck aufzubringen.
Dadurch können für die Verbesserung der Postformingeigenschaften die kostengünstigen
Normalpapiere verwendet werden, und eine kostspielige chemische Vorbehandlung von
Spezialpapieren entfällt. Metallische Salze im basischen Bereich werden für die Verbesserung
der Postformingeigenschaften eingesetzt. Weiterhin wird über dieses Verfahren die
Verbesserung des Glanzgrades und der Metalleffekte sowie die Reduzierung von Pressfehlern,
wie vorbeschrieben, erzielt. Weitere Merkmale, Einzelheiten und Ausgestaltungen ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
[0013] Wie oben erläutert, lassen sich normal hergestellte Standardbasispapiere im Hochdruckschichtstoffbereich
(HPL) nicht oder nur unzureichend um enge Radien nachverformen.
[0014] Im Gegensatz dazu wird nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung durch Aufbringen
einer Natriumaluminatlösung (Wasser oder Wasser/Verschnittgemisch) im Tiefdruckverfahren
mit Fond oder einem anderen geeigneten Verfahren auf das bedruckte oder unbedruckte
Standardbasispapier die Aushärtungsgeschwindigkeit des Imprägnates (Basispapier/ Harz)
beim Verpressen verringert und bewirkt somit den gewünschten Effekt der Nachformbarkeit.
Hierzu wird Natriumaluminat (=NaAlO
2x0,12Na
2Ox0,3H
2O) gelöst. Dies erfolgt in mehreren Schritten:
- Natriumaluminat → Diese Chemikalie wird in > 60°C heißem demineralisiertem Wasser
(oder Wasser allgemein) aufgelöst, um so das Gemisch in der gewünschten Konzentration
herzustellen;
- Feststoffgehalt 0,5 bis maximal 5 % bezogen auf den gesamten druckfertigen Ansatz;
- pH-Wert → Je nach Erfordernis zwischen pH 9 bis 14 einstellen;
- Auftrag der fertigen Lösung auf das Papier mittels Fond im Tiefdruck. Dies in Abhängigkeit
von Fondvolumen und der Maschinengeschwindigkeit. Richtwerte bzw. Sollwertvorgabe
minimal 3 g/m2 bis maximal 25 g/m2 nass;
- Prüfmethode der Aushärtungsgeschwindigkeit mit der branchenüblichen Methode "Disc
Cure Test".
[0015] Für die Aufgabe, den Druck der vorgenannten handelsüblichen Metalleffektfarben auf
Standarddekorpapier als Fläche oder in Kombination mit Holz-, Stein- oder graphischen
Dekoren, vorzugsweise den Fond von homogenen Farbfonds auf Dekorpapiere mit Flächengewichten
von 70 g/m
2 bis 90 g/m
2 zu ermöglichen, soll der Druck als Rotationstiefdruck endlos von Rolle auf Rolle
ermöglicht werden. Alternativ hierzu sollen auch flächige Beschichtungsverfahren wie
Flexodruck, Haschurwalzenauftrag oder ähnliche Verfahren möglich sein. Die Übertragung
von flächigen Farbmengen soll nass mit hoher Farbbelegung auf bedruckte oder unbedruckte
Dekorpapiere stattfinden. Die Farbübertragung im Rotationstiefdruck soll mit einem
Fondzylinder erfolgen.
[0016] Es sollen Dekortiefdruckmaschinen bis zu einer Bahnbreite von 2.750 mm mit konventionellem
Tiefdruckwerk und Heißlufttrocknungen verwendet werden. Die Tiefdruckfondzylinder
sind elektromechanisch graviert, lasergraviert bzw. geätzt. Stand der Technik sind
Fondzylinder mit einer keramischen Oberfläche, in die per Lasertechnik die Näpfchen
eingebrannt sind. Alternativ kommen konventionell elektromechanisch in eine Kupferoberfläche
gravierte Zylinder zum Einsatz, die anschließend mit einer Chromschicht gegen mechanische
Einwirkungen geschützt werden.
[0017] In einem Tiefdruckwerk einer Dekortiefdruckmaschine wird mit einem Druckzylinder
mit einem homogen gravierten Rasterfeld gedruckt, der hier stets als "Fondzylinder"
bezeichnet wird. Die Farbübertragung auf den Fondzylinder erfolgt aus Vorratsbehältern
mittels elektrischer Pumpen oder pneumatischer Membranpumpen. Die Metalleffektfarbe
wird zur Verhinderung der Sedimentation ständig gerührt und über die Pumpen im Umlauf
gehalten. Aus den Vorratsbehältern wird die Farbe in die Farbwannen unter den Fondzylinder
in das Druckwerk der Dekortiefdruckmaschine gefördert. Der Antrag der Metalleffektfarbe
erfolgt mittels Anspülwalzen, die mit einer gelaserten und leicht kompressiblen Gummierung
beschichtet sind. Mittels dieser wird die Farbe aus der Farbwanne aufgenommen und
an den Druckzylinder angetragen. Alternativ wird der Fondzylinder direkt in den Farbstand
der Farbwanne getaucht und nimmt einen Farbfilm an der Oberfläche und in den Näpfchen
auf. In Rotationsrichtung wird der Fondzylinder weiter an einer Rakel vorbeigeführt,
welche die überschüssige Metalleffektfarbe von der Zylinderoberfläche abrakelt und
nur eine definierte Menge Farbe in einem sogenannten Näpfchen zurücklässt. Weiter
in Rotationsrichtung kommt der Zylinder in die Druckzone. Hier wird die Papierbahn,
die über Antriebe und Leitwalzen der Druckzone des Druckwerkes zugeführt wird, mittels
einer mit mechanischem Druck beaufschlagten Walze auf den Zylinder gedrückt. Die Kraft,
mit der diese Presseur genannte Walze das Papier anpresst, beträgt üblicherweise um
18 N/cm, je nach Anwendungsfall auch eine höhere Kraft. Durch den Druck sowie Flieh-,
Kohäsions- und Kapillarkräfte wird die Farbe aus dem Näpfchen auf und in das Papier
übertragen. Nach der Druckzone wird das bedruckte feuchte Papier über Leitwalzen dem
Heißlufttrockner der Druckmaschine zugeführt, wo mittels Heißluft mit Temperaturen
bis 150 °C und Luftgeschwindigkeiten bis 50 m/sec das als Farbenlösemittel verwendete
Wasser wieder ausgetrieben wird. Um auf dem Fertigprodukt eine Farbfläche mit metallischem
Effekt darzustellen, werden Metalleffektfarben wie die oben genannten Perlmuttfarben
verwendet. Die Homogenität nach dem Druck und nach der Weiterverarbeitung wie auch
die erzielbare Farbstärke sind entscheidende Qualitätskriterien. Bedingt durch den
hohen Binder- und Pigmentauftrag wird die poröse Oberfläche des Dekorpapieres geschlossen,
so dass die Harzaufnahmefähigkeit herabgesetzt und besonders verlangsamt wird. In
der Folge werden die erzielbaren Imprägniergeschwindigkeiten deutlich reduziert, was
die Wirtschaftlichkeit der Imprägnierung vermindert. Die Fixierung der Metalleffektpigmente
ist schwieriger als bei herkömmlichen Dekorfarben, so dass entweder besondere Bindersysteme
in der Metalleffektfarbe wie auch bei dem zusätzlich erforderlichen Verschnitt/Binder
eingesetzt werden. Alternativ wird ein zusätzlicher Fond ausschließlich mit Verschnitt
auf die Metalleffektfarbe gedruckt, um die Metalleffektpigmente besser zu fixieren.
Zur Steigerung des Glanzgrades und des Metalleffektes auf der bedruckten Oberfläche
ist der Druck mehrerer Schichten Metalleffektfarbe über Wiederholung des Druckvorganges
in weiteren Druckwerken möglich. Die genaue Einstellung der Färbung, verglichen zu
dem Referenzmuster, ist jedoch kaum möglich, da hieraus größere und kaum kontrollierbare
Änderungen der Färbung entstehen. Weiterhin wird durch jeden weiteren Druckgang die
Papieroberfläche weiter geschlossen, was die Porosität des Dekorpapieres reduziert
und damit die lmprägnierbarkeit beeinträchtigt. In der Folge muss die Geschwindigkeit
des Imprägnierprozesses reduziert werden. Bei der Verwendung von Effektfarben (Perlmutt,
Silber und irisierende Farben) in höheren Konzentrationen (> 5%) auf den jeweils bedruckten
Dekorpapieren können Probleme auf dem Endprodukt, wie oben erwähnt erkennbar werden
(Endprodukte = HPL Elemente/ LPM Elemente). Dennoch kann erfindungsgemäß für Effektfarben
(Perlmutt, Silber und irisierende Farben) in höheren Konzentrationen (> 5 %) auf den
jeweils bedruckten Dekorpapieren eine Natriumaluminatlösung (Wasser oder Wasser/Verschnitt-Gemisch)
im Tiefdruckverfahren mit Fond auf die Oberfläche der Metallicdrucke aufgebracht werden.
[0018] Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung wird eine Natriumaluminatlösung
(Wasser oder Wasser/Verschnitt-Gemisch) im Tiefdruckverfahren mittels eines Fondzylinders
auf die Oberfläche der Metallicdrucke aufgebracht. Hierbei wird ein deutlich gesteigerter
Perlmutt- bzw. Metalliceffekt mit gleichzeitiger Verbesserung der Oberflächenhomogenität
HPL/ LPM erreicht.
[0019] Hierbei wird wiederum in folgenden Schritten vorgegangen:
- Natriumaluminat → Diese Chemikalie wird in > 60 °C heißem demineralisiertem Wasser
(oder Wasser allgemein) aufgelöst, um so das Gemisch in der gewünschten Konzentration
herzustellen;
- Feststoffgehalt 0,5 bis maximal 5 % bezogen auf den gesamten druckfertigen Ansatz
(Wasser oder Wasser/Verschnitt);
- pH-Wert → Je nach Erfordernis zwischen pH 9 bis 14 einstellen;
- Auftrag der fertigen Lösung auf das Papier mittels Fond im Tiefdruck, dies in Abhängigkeit
vom Fondvolumen und der Maschinengeschwindigkeit. Richtwerte bzw. Sollvorgaben minimal
3 g/m2 bis maximal 25 g/m2 nass.
[0020] Perlmuttpigmente sind Verbindungen in Form von Feldspat bzw. Kieselsäure (Silicondioxid),
welche mit Titandioxid gecoatet sind.
[0021] Titandioxid wirkt als Katalysator (beschleunigte Aushärtung bei aminoplastischen
Harzen); daher wirkt sich der geeignet eingestellte Überdruck positiv auf das Aushärtungsverhalten
(Harzfluss) bei gleichzeitiger Verbesserung der Perlmuttwirkung aus.
Verwendbare aminoplastische Harze sind beispielsweise:
- Melamin-Formaldehydharze
- Harnstoff-Formaldehydharze
1. Verfahren zum Verbessern der Metalleffekte und Weiterverarbeitungskriterien sowie
der Flexibilität von harzbeschichteten Dekorpapieren gekennzeichnet durch Aufbringen von das Aushärten verzögernden Lösungen von basischen Metallsalzen während
des Bedruckens mit Metalleffektfarben mittels Tiefdruck.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Aufbringen einer Natriumaluminatlösung (=NaAlO2x0,12Na2Ox0,3H2O) (Wasser oder Wasser/Verschnitt-Gemisch) im Tiefdruckverfahren mit Fondzylinder
oder einem anderen geeigneten Verfahren auf bedrucktes oder unbedrucktes Standardbasispapier.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Natriumaluminat in > 60 °C heißem Wasser, vorzugsweise demineralisiert, aufgelöst
wird, um ein Gemisch in der gewünschten Konzentration herzustellen.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, dass das basische Metallsalz Natriumaluminat ist und einen Anteil von 0,5 bis maximal
5 Gew.-% bezogen auf den gesamten druckfertigen Ansatz hat.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das basische Metallsalz Natriumaluminat ist und eine Natriumaluminatlösung mit einem
pH-Wert, je nach Erfordernis, zwischen pH 9 bis 14 verwendet wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das basische Metallsalz Natriumaluminat ist und in der fertigen Lösung auf das Papier
mittels Fondzylinder im Tiefdruck in Abhängigkeit vom Fondvolumen und der Maschinengeschwindigkeit
aufgebracht wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Richtwert bzw. eine Sollwertvorgabe minimal 3 g/m2 bis maximal 25 g/m2 nass eingehalten wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das basische Metallsalz Natriumaluminat ist und für Effektfarben (Perlmutt, Silber
und irisierende Farben) in höheren Konzentrationen auf den jeweils bedruckten Dekorpapieren
eine Natriumaluminatlösung (Wasser oder Wasser/Verschnitt-Gemisch) im Tiefdruckverfahren
mit Fond auf die Oberfläche der Metallicdrucke aufgebracht wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Natriumaluminat in > 60 °C heißem Wasser, vorzugsweise demineralisiert, aufgelöst
wird, um so ein Gemisch in der gewünschten Konzentration herzustellen.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Natriumaluminat einen Feststoffgehalt von 0,5 bis maximal 5 Gew.-%, bezogen auf
den gesamten druckfertigen Ansatz, hat.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 - 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Natriumaluminatlösung mit einem pH-Wert, je nach Erfordernis, zwischen pH 9
bis 14 verwendet wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 - 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Natriumaluminat in der fertigen Lösung auf das Papier mittels Fondzylinder im
Tiefdruck in Abhängigkeit von Fondvolumen und der Maschinengeschwindigkeit aufgetragen
wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein Richtwert bzw. eine Sollwertvorgabe minimal 3 g/m2 bis maximal 25 g/m2 nass eingehalten wird.
14. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass aminoplastische Harze zur Imprägnierung verwendet werden und Perlmuttpigmente in
Form von Verbindungen von Feldspat bzw. Kieselsäure (Siliziumdioxid) eingesetzt werden,
welche mit Titandioxid gecoatet sind.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass als aminoplastische Harze Melamin-Formaldehydharze oder Harnstoff-Formaldehydharze
verwendet werden.
1. A method for improving the metal effects and further processing criteria as well as
the flexibility of resin coated decorative papers, characterised by the application of solutions of alkaline metal salts delaying hardening, during printing
with metal effect inks by gravure printing.
2. The method according to claim 1 characterised by the application of a sodium aluminate solution (=NaAlO2x0.12Na2Ox0.3H2O) (water or water/extender mixture) in a gravure printing method by a fond cylinder
or another adequate method onto printed or non-printed standard base paper.
3. The method according to claim 2 characterised in that sodium aluminate is solved in > 60 °C hot water, preferably demineralised, in order
to produce a mixture in the desired concentration.
4. The method according to one of claims 1 to 3 characterised in that the alkaline metal salt is sodium aluminate and has a proportion of 0.5 up to maximum
5 weight-% related to the complete ready-for-print preparation.
5. The method according to one of claims 1 to 4 characterised in that the alkaline metal salt is sodium aluminate and that a sodium aluminate solution
having a pH-value between pH 9 and 14, depending on the requirements, is used.
6. The method according to one of claims 1 to 5 characterised in that the alkaline metal salt is sodium aluminate and is applied in the ready solution
onto the paper by means of a fond cylinder and gravure printing depending on the fond
volume and the machine speed.
7. The method according to claim 6 characterised in that an orientation value or a target value of minimum 3 g/m2 up to maximum 25 g/m2 wet is observed.
8. The method according to claim 1 characterised in that the alkaline metal salt is sodium aluminate and for effect inks (pearl, silver and
irisation inks) in higher concentrations on the respective printed decorative papers,
a sodium aluminate solution (water or water/extender mixture) is applied onto the
surface of the metallic prints by means of gravure printing with a fond cylinder.
9. The method according to claim 8 characterised in that the sodium aluminate is solved in > 60 °C hot water, preferably demineralised, in
order to produce a mixture in the desired concentration.
10. The method according to one of claims 8 and 9 characterised in that the sodium aluminate has a solid contents of 0.5 up to maximum 5 % related to the
complete ready-for-print preparation.
11. The method according to one of claims 8 to 10 characterised in that a sodium aluminate solution having a pH-value between pH 9 and 14, depending on the
requirements, is used.
12. The method according to one of claims 8 to 11 characterised in that the sodium aluminate in the ready solution is applied onto the paper by means of
a fond cylinder and gravure printing depending on the fond volume and the machine
speed.
13. The method according to claim 12 characterised in that an orientation value or a target value of minimum 3 g/m2 up to maximum 25 g/m2 wet is observed.
14. The method according to claim 8 characterised in that amino plastic resins are used for impregnating and pearl pigments in the form of
compounds of feldspar or silicic acid (silicon dioxide) are used, being coated with
titanium dioxide.
15. The method according to claim 14 characterised in that melamine formaldehyde resins or urea-formaldehyde resins are used as amino plastic
resins.
1. Procédé visant à améliorer la finition métallisée, les conditions d'usinage ainsi
que la flexibilité des papiers de décor imprégnés de résines synthétiques caractérisé par l'application de solutions retardateurs de durcissement faites de sels métalliques
basiques au cours de l'opération d'impression avec des peintures métallisées par héliogravure.
2. Procédé selon la revendication 1 caractérisé par l'application d'une solution d'aluminate de sodium (=NaAlO2x0, 12Na2Ox0, 3H2O) (eau
ou mélange eau/agent d'allongement) par héliogravure au moyen du cylindre contenant
la couleur de base ou par un autre procédé approprié sur papier de base standard imprimé
ou non imprimé.
3. Procédé selon la revendication 2 caractérisé en ce que l'aluminate de sodium est dissous dans de l'eau chaude, de préférence déminéralisée
(ou eau ordinaire), > 60°C afin d'obtenir un mélange de la concentration souhaitée.
4. Procédé selon les revendications 1 à 3 caractérisé en ce que la teneur en matières solides de l'aluminate de sodium est comprise entre 0,5 et
5 % en poids au maximum par rapport à la préparation finale totale.
5. Procédé selon les revendications 1 à 4 caractérisé en ce qu'en fonction des exigences, la valeur pH obtenue de l'aluminate de sodium basique peut
être ajustée entre 9 et 14.
6. Procédé selon les revendications 1 à 5 caractérisé en ce que l'aluminate de sodium basique présent dans la solution finale est appliqué sur le
papier par héliogravure au moyen du cylindre contenant la couleur de base en fonction
du volume de couleur de base et de la vitesse de la machine.
7. Procédé selon la revendication 6 caractérisé en ce qu'une valeur de référence et/ou une valeur de consigne de 3 g/m<2> au minimum et de
25 g/m<2> au maximum est observée en milieu humide.
8. Procédé selon la revendication 1 caractérisé en ce que le sel métallique basique est l'aluminate de sodium et que pour les peintures métallisées
(nacre, argent et couleurs irisées) présentes en forte concentration sur les papiers
décor, une solution d'aluminate de sodium (eau ou mélange eau/agent d'allongement)
est appliquée par héliogravure sur la surface des impressions métallisées au moyen
de la peinture de base.
9. Procédé selon la revendication 8 caractérisé en ce que l'aluminate de sodium est dissous dans de l'eau chaude, de préférence déminéralisée
(ou eau ordinaire), > 60°C afin d'obtenir un mélange de la concentration souhaitée.
10. Procédé selon la revendication 8 ou 9 caractérisé en ce que la teneur en matières solides de l'aluminate de sodium est comprise entre 0,5 et
5 % en poids au maximum par rapport à la préparation finale totale.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 8 à 10, caractérisé en ce qu'en fonction des exigences, la valeur pH obtenue de l'aluminate de sodium peut être
ajustée entre 9 et 14.
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications 8 à 11, caractérisé en ce que l'aluminate de sodium présent dans la solution finale est appliqué sur le papier
par héliogravure au moyen du cylindre contenant la peinture de base en fonction du
volume de peinture et de la vitesse de 1a machine.
13. Procédé selon la revendication 12 caractérisé en ce qu'une valeur de référence et/ou une valeur de consigne de 3 g/m<2> au minimum et de
25 g/m<2> au maximum est observée en milieu humide.
14. Procédé selon la revendication 8 caractérisé en ce que des résines aminoplastes sont utilisées pour l'imprégnation et que des pigments de
nacre sont utilisés sous forme d'association de feldspath et/ou d'acide silique (dioxyde
de silicium), lesquels sont recouverts de dioxyde de titane.
15. Procédé selon la revendication 14 caractérisé en ce que les résines de mélamine-formaldéhyde ou les résines urée-formaldéhyde sont utilisées
comme résines aminoplastes.