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EP 1 361 317 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.03.2006 Patentblatt 2006/10 |
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Anmeldetag: 14.08.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Gelenkig verbundene Plattenelemente
Articulated panels
Panneaux articuleés
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE SK TR |
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Priorität: |
07.05.2002 DE 20207222 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.11.2003 Patentblatt 2003/46 |
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Patentinhaber: W. Lehbrink GmbH & Co. KG Maschinenfabrik |
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33813 Oerlinghausen (DE) |
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Erfinder: |
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- Burow, Hans-Jürgen
33813 Oerlinghausen (DE)
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Vertreter: Strauss, Hans-Jochen |
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Patentanwälte
Dipl.-Ing. Gustav Meldau
Dipl.-Phys. Dr. Hans-J. Strauss
Dipl.-Ing. Hubert Flötotto
Vennstrasse 9 33330 Gütersloh 33330 Gütersloh (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 275 795 FR-A- 2 465 658
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DE-A- 19 804 787 US-A- 4 624 295
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft Plattenelemente, die gelenkig miteinander verbunden sind,
wobei zur gelenkigen Verbindung an jedem der Plattenelemente wenigstens eine profilierte
Seitenkante vorgesehen ist, die als Verbindungskanten eine geeignete Auflage- und
Haftfläche für einen die Plattenelemente verbindenden Klebestreifen aufweisen, so
dass die Schwenkachse im Bereich des Klebestreifens liegt.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Plattenelemente, vorzugsweise Faserplatten, bekannt,
die beispielsweise als Schrankrückwände Verwendung finden. Diese werden mittels separater
Verbindungselemente miteinander verbunden und an der Rückseite eines Schrankes fixiert.
Um die Handhabung von Einzelteilen zu minimieren, sind zerlegbare Schrankrückwände
bekannt, die ohne Hilfsmittel moniert werden können. Hierzu wird gemäß der DE 198
04 787 ein Verfahren zur Herstellung von faltbaren Faserplatten vorgeschlagen. Ein
Fußbodenbelagselement aus zwei zueinander faltbaren Paneelen zeigt die EP 1 275 795.
Bei diesem Fußbodenelement wird in der entsprechender Wiese zur Faltung der beiden
Paneele das gleiche Prinzip angewandt wie bei den bekannten beschriebenen Faltrückwänden.
Die Faserplatten weisen mindestens eine Sichtseite auf, wobei die Faserplattenteile
zumindest abschnittsweise entlang einer Verbindungskante durch einen Kleber oder einen
Klebestreifen miteinander verbunden sind. Aufgrund dieser Ausbildung bilden beide
Plattenelemente eine Einheit, wobei diese faltbar gestaltet sind. Hierzu weisen die
Plattenelemente wenigstens eine profilierte Seitenkante auf, die als Verbindungskanten
derart profiliert sind, so dass sich eine geeignete Auflage- und Haftfläche ergibt,
auf die dann der verbindende Klebestreifen aufgebracht wird. Im Bereich des Klebestreifens
ergibt sich eine Schwenkachse, um welche die beiden Plattenelemente gefaltet oder
geschwenkt werden können. Ein Fußbodenbelagselement aus zwei zueinander faltbaren
Paneelen zeigt die EP 1 275 795. Bei diesem Fußbodenelement wird in gleicher Weise
zur Faltung der beiden Paneele das selbe Prinzip angewandt wie bei den bekannten beschriebenen
Faltrückwänden.
[0003] Als nachteilig wird es hierbei angesehen, dass der die Plattenelemente verbindende
Klebestreifen insbesondere im Fugenbereich zur Sichtfläche der verbindenden Plattenelemente
sichtbar verbleibt, weil insbesondere die Schwenkachse, die durch den Klebestreifen
gebildet wird, auf der Sichtseite der Plattenelemente zu liegen kommt. Als weiterer
Nachteil wird es bei dieser Ausführungsform angesehen, dass der die Plattenelemente
verbindende Klebestreifen eine Transparentwirkung aufweist, so dass Lichteinwirkung
durch den Klebestreifen auf der Sichtseite der Plattenelemente wahrnehmbar sind.
[0004] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung gelenkig miteinander verbundene Plattenelemente
derart weiter zu bilden, bei denen der die Plattenelemente verbindende Klebestreifen
auf der Sichtseite nicht sichtbar ist, wobei eine Transparentwirkung im Fugenbereich
gänzlich unterbunden wird.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch durch die Merkmale des Hauptanspruchs
gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich
aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
[0006] Die erfindungsgemäßen Verbindungskanten weisen eine weitere Profilierung auf, die
eine formschlüssige Verbindung eingeht, wenn die Verbindungskanten aufeinander verschwenkt
sind. Aufgrund dieser Ausbildung wird erreicht, dass in Folge einer zusätzlichen Profilierung,
die eine formschlüssige Verbindung zwischen den Verbindungskanten herstellt, die Gelenkverbindung
abgedeckt ist, wenn die Plattensegmente verschwenkt sind. Die formschlüssige Verbindung
legt sich somit auf die Gelenkverbindung, was dazu führt, dass der Klebestreifen von
der Sichtseite her komplett verdeckt ist. Dabei ist die Profilierung der einen Verbindungskante
zapfenförmig und die Profilierung der anderen Verbindungskante nutförmig ausgebildet.
Somit wird unterbunden, dass rückwärtige Lichteinwirkung auf der Sichtseite der Plattenelemente
nicht durchscheint, weil eine ineinander greifende Verbindung geschaffen wird. Dabei
ist die zapfenförmige Verbindungskante vorzugsweise V-förmig ausgebildet und die nutförmige
Verbindungskante entsprechend dazu korrespondierend ausgebildet ist. Damit ergibt
sich ein männlicher und ein weiblicher Verbindungskantenbereich, wodurch in Folge
seiner formschlüssigen Verbindung auch eine Aussteifung des Kantenbereiches erzielt
wird. Besonders vorteilhaft ist es, dass die zusätzliche Profilierung eine beidseitige
Beschichtung der Plattenelemente ermöglicht, weil sich in der Fläche der verschwenkten
Plattenelemente keine offenen Fugennähte ergeben.
[0007] Der den Klebestreifen aufnehmende profilierte Bereich ist derart ausgebildet, dass
die Auflage- und Haftfläche der Verbindungskanten unter einer Schrägen verlaufen,
die im verschwenkten Zustand der Plattenelemente einen dreieckförmigen Raum zwischen
den Verbindungskanten bilden, der begrenzt ist durch die formschlüssige Verbindung.
Somit ergibt sich zwischen den Kanten der Plattenelemente ein Hohlraum, in dem der
Klebestreifen mit seinen Schenkeln zu liegen kommt, wobei die Schwenkstelle zwischen
den Verbindungskanten liegt. Wie schon bereits erläutert, deckt die profilierte Formschlussverbindung
den profilierten Schwenkbereich ab, so dass zur Lichtseite hin der Plattenelemente
sich eine saubere und nicht transparente Fuge zwischen den beiden Plattenelementen
ergibt. Hierzu ist in vorteilhafter Weise auf den Schrägflächen der die Plattenelemente
verbindende Klebestreifen aufgebracht.
[0008] Weiter wird ein Verfahren zur Herstellung der Plattenelemente vorgeschlagen, das
sich erfindungsgemäß dadurch auszeichnet, dass zunächst in einem ersten Verfahrensschritt
zur Bearbeitung der formschlüssigen Verbindungskanten eine Vermessung der Dicke der
übereinander liegenden Plattenelemente vorgenommen wird, um auf diese Weise eine Nullpunktlage-Bestimmung
rechnerisch zu ermitteln, die der Faltkante entspricht, wobei in einem zweiten Verfahrensschritt
die zur Bearbeitung der Verbindungskanten erforderlichen Aggregate mittels einer numerischen
Computersteuerung auf die errechnete Nullpunktlage in Abstimmung gebracht werden.
Denn gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren wird somit gewährleistet, dass insbesondere
die profilierten Seitenkanten der einzelnen Plattenelemente eine Abstimmung der zu
bearbeitenden Aggregate erfährt. So kann eine Seitenkantenprofilierung erfolgen, die
die formschlüssige Verbindung der gefalteten Plattenelemente gewährleistet. Sind also
die Plattenelemente durch die Vermessungseinrichtung gelaufen, so werden auf einstellbaren
Achsen die nachgeschalteten Aggregate entsprechend ausgerichtet, so dass diese einen
exakten Eingriff an den einzelnen Seitenkante der übereinander liegenden Plattenelementen
vornehmen. Dadurch wird ein System geschaffen, welches sich variierend bzw. korrigierend
auf unterschiedliche Dicken von Plattenelementen selbsttätig einstellt. Somit wird
gewährleistet, dass die die faltbaren Plattenelemente auszeichnenden profilierten
Seitenkanten gleicher Qualität hergestellt werden können.
[0009] Hierzu wird eine Anlage bereit gestellt, die eine Messeinrichtung umfasst, die die
sich in der Anlage ergebende Dicke der übereinander liegenden Plattenelemente misst,
so dass eine numerische Nullpunktlage der Faltkante ermittelt werden kann, so dass
die zur Bearbeitung der Verbindungskante nachgeschalteten Aggregate mittels einer
numerischen Computersteuerung auf diese errechnete Nullpunktlage abgestimmt werden
können. Die numerische Steuerung fährt die Fräse zur Profilierung der Verbindungskanten,
das Fasgerät, sowie einen Klebeauftrag in die exakte Position.
[0010] Die Messeinrichtung besteht dabei im wesentlichen aus einer Messschwinge mit einer
Rolle, die mit einer Stützrolle zusammenwirkt, zwischen denen die übereinander liegenden
Plattenelemente geführt sind, wobei mit der Messschwinge ein Messwertgeber zur Ansteuerung
der nachgeschalteten Aggregate zusammenwirkt.
[0011] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der nachstehenden Figuren 1 bis
5 näher erläutert, dabei zeigen:
- Figur 1:
- Eine teilweise geschnittene Ansicht zweier übereinander liegender Plattenelemente
mit ihrer Profilierungs-Symmetrie;
- Figur 2:
- Eine Ansicht gemäß der Figur 1 mit aufgetragenem Klebestreifen; und
- Figur 3:
- Eine Darstellung der beiden Plattenelemente im verschwenkten Zustand:
- Figur 4:
- Eine Fertigungsstraße in teilweise geschnittener Draufsicht zur Herstellung von faltbaren
Plattenelementen; und
- Figur 5:
- Eine geschnittene Seitendarstellung gemäß der Schnittlinie V-V in Figur 4, wobei in
Einzelansicht insbesondere die übereinander liegenden Plattenelemente mit ihrer Faltkante
herausgestellt ist.
[0012] Die Figur 1 zeigt in der Seitenansicht zwei Plattenelemente 1 und 2, die, wie in
der Figur 3 dargestellt ist, gelenkig miteinander verbunden sind. Die Plattenelemente
1 und 2 haben dabei zur gelenkigen Verbindung an jedem der Plattenelemente 1, 2 wenigstens
eine profilierte Seitenkante 3, 4, die als Verbindungskanten 5, 6 eine geeignete Auflagefläche
7, 8 für einen die Plattenelemente 1, 2 verbindenden Klebestreifen 9, wie in Figur
2 dargestellt ist aufweisen. Somit ergibt sich, wie in der Figur 3 dargestellt ist,
eine Schwenkachse 10 im Bereich des Klebestreifens 9.
[0013] Werden die Plattensegmente 1 und 2 verschwenkt, so stellt sich die Situation der
Figur 3 dar, wobei dann die Verbindungskanten 5, 6 aufeinander zu liegen kommen. Wie
aus den Figuren 1 bis 3 zu erkennen ist, weisen die Verbindungskanten 5, 6 eine weitere
Profilierung 11, 12 zu der profilierten Auflage- und Haftfläche 7, 8 auf, die eine
formschlüssige Verbindung 13 eingehen, wenn die Verbindungskanten 5, 6, wie in der
Figur 3 dargestellt ist, aufeinander geschwenkt sind.
[0014] Dabei ist die Profilierung 11 der einen Verbindungskante 5 zapfenförmig und die Profilierung
12 der anderen Verbindungskante 6 nutförmig ausgebildet. Vorzugsweise ist dabei die
zapfenförmige Verbindungskante 5 V-förmig und die nutförmige Verbindungskante entsprechend
dazu korrespondierend ausgebildet, so dass sich eine männliche und eine weibliche
Zusammenfügung des Kantenbereichs der beiden Plattensegmente 1 und 2 ergibt.
[0015] Wie aus der Figur 1 und 2 zu erkennen ist, laufen die profilierten Bereiche der Auflage-
und Haftfläche 7, 8 der Verbindungskanten 5, 6 unter einer Schrägen 14, 15, die im
verschwenkten Zustand der Plattenelemente 1, 2 einen dreieckförmigen Raum 16 zwischen
den Verbindungskanten 5, 6 bilden. Der Raum 16 wird begrenzt wird durch die formschlüssige
Verbindung 13. Somit ergibt sich im verschwenkten Zustand der Plattensegmente 1, 2
ein geeigneter, für den Klebestreifen 9 sich ergebender Freiraum 16, in dem der Klebestreifen
9 ungehindert trotz der Verschwenkung oder Faltung ausweichen kann. Die Auflage- und
Haftfläche 7, 8 bietet einen hinreichenden Bereich, auf dem der die Plattenelemente
1, 2 verbindende Klebestreifen 9 sicher und haftend aufgebracht werden kann.
[0016] Die Figur 4 zeigt in teilweise geschnittener Draufsicht eine Anlage 17 in teilweise
geschnittener Draufsicht zur Herstellung der erfindungsgemäßen Plattenelemente 1 und
2, die miteinander gelenkig verbunden sind. Die Anlage 17 umfasst eine Fördereinrichtung
18, wobei die Durchlaufrichtung der Plattenelemente 1 und 2 gemäß dem Pfeil 19 erfolgt.
Die aufeinander liegenden Plattenelemente 1 und 2 werden über einen Zuführtisch 20
entlang einem Führungslineal 21 gefördert. Die übereinander liegenden Plattenelemente
1 und 2 werden zunächst in ein Besäumungsaggregat 22 eingeführt. Dem Besäumungsaggregat
22 ist eine Messeinrichtung 23 nachgeschaltet, wie sie in der Figur 5 in Einzelansicht
und in geschnittener Darstellung gezeigt wird. Die Messeinrichtung 23 misst die sich
in der Anlage 17 ergebende Dicke 24 der übereinander liegenden Plattenelemente 1 und
2 zur numerischen Ermittlung einer Nullpunktlage 25, die der Faltkante, um die die
Plattenelemente 1 und 2 gefaltet werden, entspricht. Aufgrund dieser erfassten Nullpunktlage
25 werden nun die zur Bearbeitung der Verbindungskanten 5 und 6, in der Einzelansicht
gestrichelt dargestellt, nachgeschalteten Aggregate mittels einer numerischen Steuerung
auf die Nullpunktlage 25 abgestimmt. So fährt die numerische Steuerung die Fräse 26
zur Profilierung der Verbindungskanten 5 und 6, das Fasaggregat 27, sowie den Klebeauftrag
28 exakt in Position, so dass Verbindungskanten 5 und 6, bezogen auf die errechnete
Nullpunktlage 25, mittels der Anlage 17 hergestellt werden können.
[0017] Wie aus der Figur 5 in der Seitenansicht zu erkennen ist, besteht die Messeinrichtung
23 im wesentlichen aus einer Messschwinge 29 mit einer Rolle 30, die mit einer Stützrolle
31 zusammenwirkt, zwischen denen die übereinander liegenden Plattenelemente 1 und
2 geführt sind. Die Messschwinge 29, die mit einem Messwertgeber 32 in Verbindung
steht, errechnet nun die exakte Dicke 24 der beiden Plattenelemente 1 und 2, so dass
mittels einer nicht näher dargestellten Computersteuerung eine Nullpunktlage 25 vorgegeben
wird, die zur Ansteuerung der nachgeschalteten Aggregate 26, 27, 28 herangezogen wird.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung wird auch vorgesehen, dass beispielsweise
das Besäumungsaggregat 22, welches der Messeinrichtung 23 vorgeschaltet ist, ebenfalls
numerisch ansteuerbar ist, so dass schon beim Besäumen die Nullpunktlage 25 herangezogen
werden kann.
[0018] Somit ergibt sich für die Herstellung derartiger faltbarer Plattenelemente 1 und
2 ein Verfahren, das sich dadurch auszeichnet, dass zunächst in einem ersten Verfahrensschritt
die Dicke 24 der übereinander liegenden Plattenelemente 1 und 2 vorgenommen wird,
um auf diese Weise eine Nullpunktlage-Bestimmung der Faltkante zu bekommen, und wobei
in einem zweiten Verfahrensschritt die zur Bearbeitung der Verbindungskante 5 und
6 erforderlichen Aggregate 26, 27, 28 mittels einer numerischen Computersteuerung
auf die Nullpunktlage 25 in Abstimmung gebracht werden.
1. Plattenelemente, die gelenkig miteinander verbunden sind, wobei zur gelenkigen Verbindung
an jedem der Plattenelemente wenigstens eine profilierte Seitenkante vorgesehen ist,
die als Verbindungskanten eine geeignete Auflage- und Haftfläche für einen die Plattenelemente
verbindenden Klebestreifen aufweisen, so dass die Schwenkachse im Bereich des Klebestreifens
liegt, und die Verbindungskanten (5 und 6) eine weitere Profilierung (11, 12) aufweisen,
die eine formschlüssige Verbindung (13) eingeht, wenn die Verbindungskanten (5 und
6) aufeinander verschwenkt sind, wobei die Profilierung (11) der einen Verbindungskante
(5) zapfenförmig und die Profilierung (12) der anderen Verbindungskante (6) nutförmig
ausgebildet ist.
2. Plattenelemente nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zapfenförmige Verbindungskante (5) V-förmig ausgebildet und die nutförmige Verbindungskante
(6) entsprechend dazu korrespondierend ausgebildet ist.
3. Plattenelemente nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die profilierten Bereiche der Auflage- und Haftfläche (7 und 8) der Verbindungskanten
(5 und 6) unter einer Schrägen (14 und 15) verlaufen, die im verschwenkten Zustand
der Plattenelemente (1 und 2) einen dreieckförmigen Raum (16) zwischen den Verbindungskanten
(5 und 6) bilden, der begrenzt ist durch die formschlüssige Verbindung (13).
4. Plattenelemente nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Schrägflächen (14 und 15) der die Plattenelemente (1 und 2) verbindende Klebestreifen
(9) aufgebracht ist.
5. Verfahren zur Herstellung von Plattenelementen, die gelenkig miteinander verbunden
sind, wobei zur gelenkigen Verbindung an jedem der Plattenelemente wenigstens eine
profilierte Seitenkante vorgesehen ist die als Verbindungskanten eine geeignete Auflage-
und Haftfläche für einen die Plattenelemente verbindenden Klebestreifen aufweisen
so dass die Schwenkachse im Bereich des Klebestreifens liegt, nach den Ansprüchen
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in einem ersten Verfahrensschritt zur Bearbeitung der formschlüssigen Verbindungskanten
(5 und 6) eine Vermessung der Dicke (24) der übereinander liegenden Plattenelemente
(1 und 2) zur Nullpunktlage-Bestimmung (25) der Faltkante vorgenommen wird, und wobei
in einem zweiten Verfahrensschritt die zur Bearbeitung der Verbindungskanten (5 und
6) erforderlichen Aggregate (26, 27, 28) mittels einer numerischen Computersteuerung
auf die Nullpunktlage (25) in Abstimmung gebracht werden.
6. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass infolge der numerischen Bestimmung der Faltkante eine Fräse (26) zur Profilierung
der Verbindungskanten (5 und 6), ein Fasaggregat (27), sowie ein Klebeauftrag (28)
in Position verfahren werden.
7. Anlage zur Herstellung von Plattenelementen, die gelenkig miteinander verbunden sind,
wobei zur gelenkigen Verbindung an jedem der Plattenelemente wenigstens eine profilierte
Seitenkante vorgesehen ist, die als Verbindungskanten eine geeignete Auflage- und
Haftfläche für einen die Plattenelemente verbindenden Klebestreifen aufweisen, so
dass die Schwenkachse im Bereich des Klebestreifens liegt, nach den Ansprüchen 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Messeinrichtung (23) die sich in der Anlage (17) ergebende Dicke (24) der übereinander
liegenden Plattenelemente (1 und 2) zur numerischen Ermittlung einer Nullpunktlage
(25), die der Faltkante entspricht, misst, so dass die zur Bearbeitung der Verbindungskanten
(5 und 6) nachgeschalteten Aggregate (26, 27, 28) mittels einer numerischen Computersteuerung
auf die Nullpunktlage (25) abgestimmt sind.
8. Anlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die numerische Steuerung eine Fräse (26) zur Profilierung der Verbindungskanten (5
und 6), ein Fasaggregat (27), sowie einen Klebeauftrag (28) exakt in Position verfährt.
9. Anlage nach den Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung (23) im wesentlichen aus einer Messschwinge (29) mit einer Rolle
(30) besteht, die mit einer Stützrolle (31) Zusammenwirkt, zwischen denen die übereinander
liegenden-Plattenelemente (1 und 2) geführt sind, wobei mit der Messschwinge (29)
ein Messwertgeber (32) zur Ansteuerung der nachgeschalteten Aggregate (26, 27, 28)
zusammenwirkt.
1. Panels which are articulated with one another, with at least one profiled lateral
edge being provided on each of the panels for the articulation, said lateral edges
having a suitable support and adhesive surface for an adhesive strip which connects
the panels as connecting edges, so that the pivot axis is located in the area of the
adhesive strip, and the connecting edges (5 and 6) have a further profile (11, 12)
which forms a positive connection (13), when the connecting edges (5 and 6) are pivoted
onto one another, with the profile (11) of one connecting edge (5) being configured
in the form of a plug and the profile (12) of the other connecting edge (6) being
configured in the form of a groove.
2. Panels as claimed in Claim 1, characterised in that the connecting edge (5) in the form of a plug is configured in the form of a V and
the connecting edge (6) in the form of a groove is configured correspondingly thereto.
3. Panels as claimed in any one of Claims 1 and 2, characterised in that the profiled areas of the support and adhesive surface (7 and 8) of the connecting
edges (5 and 6) extend under an inclined portion (14 and 15) which, in the pivoted
condition of the panels (1 and 2), forms a triangular area (16) between the connecting
edges (5 and 6), which is limited by the positive connection (13).
4. Panels as claimed in Claim 3, characterised in that the adhesive strip (9) connecting the panels (1 and 2) is affixed to the inclined
surfaces (14 and 15).
5. Process for manufacturing panels which are articulated with one another, with at least
one profiled lateral edge being provided on each of the panels for the articulation,
said lateral edges having a suitable support and adhesive surface for an adhesive
strip which connects the panels as connecting edges, so that the pivot axis is located
in the area of the adhesive strip, as claimed in Claims 1 to 4, characterised in that, in order to machine the positive connecting edges (5 and 6), a measurement of the
thickness (24) of the panels (1 and 2) located above one another is carried out in
order to determine the zero point position (25) of the folding edge in a first stage
of the process, and with the required units (26, 27, 28) for machining the connecting
edges (5 and 6) being adjusted to the zero point position (25) by means of a numerical
computer control system in a second stage of the process.
6. Process as claimed in Claim 7, characterised in that as a result of the numerical determination of the folding edge a milling cutter (26)
for profiling the connecting edges (5 and 6), a bevelling unit (27) as well as a layer
of adhesive (28) are moved into position.
7. Installation for manufacturing panels which are articulated with one another, with
at least one profiled lateral edge being provided on each of the panels for the articulation,
said lateral edges having a suitable support and adhesive surface for an adhesive
strip which connects the panels as connecting edges, so that the pivot axis is located
in the area of the adhesive strip, as claimed in Claims 1 to 4, characterised in that a measuring device (23) measures the thickness (24) resulting in the installation
(17) of the panels (1 and 2) which are located above one another in order to numerically
determine a zero point position (25) which corresponds to the folding edge, so that
the units (26, 27, 28) connected downstream for machining the connecting edges (5
and 6) are adjusted by means of a numerical computer control system to the zero point
position (25).
8. Installation as claimed in Claim 7, characterised in that the numerical control system moves a milling cutter (26) for profiling the connecting
edges (5 and 6), a bevelling unit (27) as well as a layer of adhesive (28) exactly
into position.
9. Installation as claimed in Claims 7 and 8, characterised in that the measuring device (23) substantially comprises a measuring rocker (29) having
a roller (30) which interacts with a supporting roller (31), between which the panels
(1 and 2) located above one another are guided, with a measurement transducer (32)
interacting with the measuring rocker (29) in order to control the downstream units
(26, 27, 28).
1. Eléments de panneau, qui sont reliés l'un à l'autre de manière articulée, dans lesquels,
pour obtenir la jonction articulée, sur chacun des éléments de panneau, il est prévu
au moins un bord latéral profilé, qui présente, comme bords de jonction, une surface
de positionnement et d'adhérence appropriée pour une bande adhésive reliant les éléments
de panneau, de telle sorte que l'axe de pivotement se trouve dans la zone de la bande
adhésive, et les bords de jonction (5 et 6) présentent un autre profilage (11, 12)
qui fait l'objet d'une jonction (13) par conjugaison de formes, lorsque les bords
de jonction (5 et 6) sont amenés à pivoter l'un par rapport à l'autre, le profilage
(11) de l'un (5) des bords de jonction étant configuré sous forme de cône, et le profilage
(12) de l'autre bord de jonction (6) étant configuré sous forme de rainure.
2. Eléments de panneau selon la revendication 1, caractérisés en ce que le bord de jonction conique (5) est configuré en forme de V et le bord de jonction
en forme de rainure (6) est configuré de manière correspondante.
3. Eléments de panneau selon l'une quelconque des revendications 1 et 2, caractérisés en ce que les zones profilées de la surface de positionnement et d'adhérence (7 et 8) des bords
de jonction (5 et 6) s'étendent sous la forme de diagonales (14 et 15), qui, à l'état
pivoté des éléments de panneau (1 et 2), forment un espace triangulaire (16) entre
les bords de jonction (5 et 6), lequel espace est délimité par la jonction par conjugaison
de formes (13).
4. Eléments de panneau selon la revendication 3, caractérisés en ce que, sur les surfaces obliques (14 et 15), est apposée la bande adhésive (9) reliant
les éléments de panneau (1 et 2).
5. Procédé de fabrication d'éléments de panneau, qui sont reliés de manière articulée
l'un à l'autre, dans lesquels, pour obtenir la jonction articulée, il est prévu sur
chacun des éléments de panneau au moins un bord latéral profilé, qui présente, comme
bords de jonction, une surface de positionnement et d'adhérence appropriée pour une
bande adhésive reliant les éléments de panneau, de telle sorte que l'axe de pivotement
se trouve dans la zone de la bande adhésive, selon l'une quelconque des revendications
1 à 4,
caractérisé en ce que, dans une première étape de procédé permettant d'usiner les bords de jonction par
conjugaison de formes (5 et 6), on procède à une mesure de l'épaisseur (24) des éléments
de panneau (1 et 2) se trouvant l'un au-dessus de l'autre afin de déterminer la position
initiale (25) du bord de pliage, et dans lequel, dans une deuxième étape de procédé,
des agrégats (26, 27, 28) nécessaires à l'usinage des bords de jonction (5 et 6) sont
réglés à l'aide d'un dispositif de commande informatique numérique sur la position
initiale (25).
6. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que, suite à la détermination numérique du bord de pliage, on met en place une fraise
(26) permettant de profiler les bords de jonction (5 et 6), un agrégat de biseautage
(27) et un applicateur de colle (28).
7. Installation de fabrication d'éléments de panneau, qui sont reliés de manière articulée
l'un à l'autre, dans lesquels, pour obtenir la jonction articulée, sur chacun des
éléments de panneau est prévu au moins un bord latéral profilé qui présente, comme
bords de jonction, une surface de positionnement et d'adhérence appropriée pour une
bande adhésive reliant les éléments de panneau, de telle sorte que l'axe de pivotement
se trouve dans la zone de la bande adhésive, selon l'une quelconque des revendications
1 à 4,
caractérisée en ce qu'un dispositif de mesure (23) mesure l'épaisseur (24), existante dans l'installation
(17), des éléments de panneau (1 et 2) superposés l'un à l'autre, afin de communiquer
par voie numérique une position initiale (25) correspondant au bord de pliage, de
telle sorte que des agrégats (26, 27, 28) montés en aval afin d'usiner les bords de
jonction (5 et 6) sont réglés à l'aide d'un dispositif de commande informatique numérique
sur la position initiale (25).
8. Installation selon la revendication 7, caractérisée en ce que le dispositif de commande numérique met exactement en place une fraise (26) permettant
de profiler les bords de jonction (5 et 6), un agrégat de biseautage (27) ainsi qu'un
applicateur de colle (28).
9. Installation selon l'une quelconque des revendications 7 et 8, caractérisée en ce que le dispositif de mesure (23) est principalement constitué d'un balancier de mesure
(29) avec un cylindre (30) qui agit conjointement avec un cylindre d'appui (31), entre
lesquels sont guidés les éléments de panneau (1 et 2) superposés, un indicateur de
valeur de mesure (32) agissant conjointement avec le balancier de mesure (29) pour
commander les agrégats (26, 27, 28) montés en aval.