[0001] Die Erfindung betrifft ein System zur Parkraumbewirtschaftung und/oder Fahrzeugregistrierung
mit Fahrzeugerfassung im Innen- und Außenbereich durch Magnetfeld-Verkehrs-Sensoren.
[0002] Im Rahmen von Parkbewirtschaftungs- und/oder Verkehrsleitsystemen kommen verschiedenste
Sensoren zur Registrierung und Zählung von beteiligten Fahrzeugen zum Einsatz. In
der Regel werden die beteiligten Fahrzeuge bei Einfahrt in ein solches System mittels
Induktionssensoren registriert und in Abhängigkeit von vorhandenem Parkraum bzw. vorhandenem
Verkehrsaufkommen werden die Fahrzeuge dann mit Hilfe von wegweisenden Anzeigen in
entsprechend gewünschte Richtung geführt. Induktionsschleifen sowie wegweisende Anzeigen
beispielsweise Lichtsignale können sowohl im Innen- als auch im Außenbereich eines
Parkbewirtschaftungsraumes angebracht sein. Innerhalb von überdachten Parkhäusern
kann zusätzlich eine Messung der Stellplatzbelegung mittels Ultraschallsensoren statt
finden. Diese Einzelplatzmessung gibt dann einen genauen Überblick über die jeweilige
Stellplatzbelegung. Die Belegung kann zudem am einzelnen Stellplatz angezeigt werden.
Innerhalb des überdachten Bereiches eines Parkhauses ist dadurch eine genaue Kenntnis
des jeweiligen Belegzustandes in den unterschiedlichen Parkarealen gewährleistet.
Eine detaillierte und genaue Wegweisung von Fahrern, die in den Parkbewirtschaftungsraum
einfahren ist hierdurch möglich.
[0003] Aus JP 09091591-A ist ein System zur Führung von Fahrzeugen z.B. Autos zu einem Parkplatz
in Abhängigkeit von der Größe des Fahrzeuges, welche mit Hilfe von Bilderkennung ermittelt
wird, bekannt.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein System anzugeben, welches auf einfache
und kostengünstige Weise eine Führung bzw. Leitung von Fahrzeugen zu geeigneten Stellplätzen
in Abhängigkeit vom Fahrzeugtyp ermöglicht.
[0005] Diese Aufgabe wird durch ein System zur Parkraumbewirtschaftung und/oder Fahrzeugregistrierung
mit Fahrzeugerfassung im Innen- und/oder Außenbereich durch Magnetfeld-Verkehrs-Sensoren
gelöst, wobei eine Registriervorrichtung zur Registrierung eines in den bewirtschafteten
Parkbereichs einfahrenden Fahrzeugs, eine Klassifizierung zur Klassifizierung eines
Fahrzeugtyps des eingefahrenen Fahrzeugs, eine Zuordnungsvorrichtung zur Zuweisung
eines Parkareals mit für den Fahrzeugtyp geeigneten Stellplätzen, Mittel zur Hinterlegung
der Registrierung und Klassifizierung des Fahrzeugs sowie des dem Fahrzeug zugewiesenen
Parkareals in lesbarer und/oder maschinenlesbarer Form, eine Leitvorrichtung zur Wegweisung
des Fahrers des Fahrzeugs zu dem zugewiesenen Parkareal, Mittel zur Routenverfolgung
des registrierten Fahrzeugs innerhalb des bewirtschafteten Parkbereichs und eine weitere
Registriervorrichtung zur Registrierung eines den bewirtschafteten Parkbereichs verlassenden
Fahrzeugs vorgesehen sind.
[0006] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass in einem Parkbewirtschaftungssystem
eine möglichst effiziente und genaue Zählung und Wegweisung der beteiligten Fahrzeuge
erfolgen sollte. In Parkleitsystemen, die mit Induktionssensoren arbeiten, treten
bei der Ermittlung der Anzahl der beteiligten Fahrzeuge Fehler im Bereich von 20 %
bis 30 % auf, d.h., dass eine unzureichende Genauigkeit von 70 % bis 80 % erreicht
wird. Bei den Kosten, die bei der Bewirtschaftung von Parkraum vor allem im urbanen
Bereich auftreten, ist es deswegen vorteilhaft, eine möglichst genaue Zählung der
Fahrzeuge zu erreichen. Je genauer die Zählung desto effizienter ist das System und
desto effizienter kann der Parkbewirtschaftungsraum genutzt und betrieben werden,
was eine vorteilhafte Reduzierung der Kosten zur Folge hat. Eine genaue Zählung ist
außerdem vorteilhaft für ein Parkleitsystem, bei dem die Fahrzeuge zu freien Arealen
innerhalb des Parkbewirtschaftungssystems oder zwischen mehreren Parkbewirtschaftungssystemen
geführt bzw. geleitet werden. Damit unnötiger Fehlverkehr durch falsche Anzahlen vermieden
wird, sollte auch hier eine möglichst detaillierte Kenntnis der tatsächlich in einem
bestimmten Bereich abgestellten Fahrzeuge vorhanden sein. Durch den Einsatz von Magnetfeld-Verkehrs-Sensoren
ist eine Genauigkeit der Zählung von 100 % zu erreichen. Für einen Einsatz in Parkbewirtschaftungsräumen
und in Parkleitsystemen eignen sich diese Zählsysteme also im besonderen Maße. Neben
der Platzersparnis und der effizienten Unterbringung der beteiligten Fahrzeuge führt
eine Verwendung von Magnetfeld-Verkehrs-Sensoren zu einer Zeitersparnis bei den Fahrern
der beteiligten Fahrzeuge und gleichzeitig sorgt die genaue Wegweisung zu einer Reduktion
des gesamten Parksuchverkehres, was zur Einsparung von Rohstoffen und somit auch dem
Umweltschutz dient. Durch die Möglichkeit mittels Magnetfeldsensoren einen "genetischen
Fingerabdruck" eines Fahrzeuges zu ermitteln, d.h., die Fahrzeuggröße bzw. den Fahrzeugtyp
im Sinne einer Kategorie von Typen ähnlicher Bauart mit ähnlichen Eigenschaften zu
bestimmen, ist es möglich, bestimmten Fahrzeugen einen für sie geeigneten Stellplatz
zur Verfügung zu stellen. Kleine Fahrzeuge können somit auf Parkareale verwiesen werden,
in denen die zur Verfügung stehenden Stellplätze relativ klein sind, große Fahrzeuge
werden auf Parkareale verwiesen mit für ihre Größe ausreichenden Stellplätzen. Insgesamt
sorgt eine derartige Verwendung des Systems durch die Sortierung nach Fahrzeugtypen
zu einer besseren Nutzung der zur Verfügung stehenden Parkfläche, da sie in unterschiedliche
Stellplatzgrößen aufgeteilt werden kann. Die Magnetfeld-Verkehrs-Sensoren können außerdem
zur Routenverfolgung innerhalb des bewirtschafteten Parkraumes genutzt werden, so
dass ein einmal eingefahrenes Fahrzeug auf seinem Weg zum Stellplatzareal verfolgt
und der vom Fahrzeug schließlich und endlich belegte Stellplatz dem ursprünglich eingefahrenen
Fahrzeug zugewiesen werden kann. Dadurch ist die Kenntnis über den genauen Verbleib
des ursprünglich eingefahrenen Fahrzeugs in den Parkbewirtschaftungsraum jederzeit
gewährleistet. Das Wiederfinden eines Fahrzeuges auf seinem Stellplatz wird somit
vereinfacht. Die Nutzung der Magnetfeldsensoren bei der Registrierung der ausfahrenden
Fahrzeuge aus dem Parkbewirtschaftungsraum ermöglicht auch hier eine genaue Zählung,
so dass insgesamt jederzeit die Anzahl der sich tatsächlich innerhalb des Parkbewirtschaftungsraumes
befindenden Fahrzeuge genauestens bekannt ist.
[0007] Das erfindungsgemäße System bietet insgesamt durch den Einsatz von Magnetfeld-Verkehrs-Sensoren
den Vorteil, dass sowohl Zählung als auch Registrierung der Fahrzeuge sowie Routenverfolgung
und Stellplatzbelegung durch einen einzigen Typ von Sensor ermittelt werden kann,
und dass die Ermittlung des Fahrzeugtyps auf sehr einfache und kostengünstige Weise
geschieht. Es müssen keine weiteren Mittel, seien es Kameras oder andere aufwendige
Sensoren zur Ermittlung des Fahrzeugtyps installiert werden.
[0008] Eine vorteilhafte Ausbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass das System
eine weitere Registriervorrichtung zur Registrierung des individuellen Belegungsstatus
der im bewirtschafteten Parkbereich vorhandenen Stellplätze aufweist. Durch die individuelle
Registriervorrichtung ist dem Bewirtschafter des Parkraumes nicht nur generell bekannt,
in welchem Areal sich welche Anzahl von Fahrzeugen befinden, sondern der Bewirtschafter
ist vielmehr darüber informiert, wo genau die einzelnen Fahrzeuge stehen. Dies ermöglicht
dem Betreiber eine sehr detaillierte Wegweisung der Fahrer innerhalb des Parkleitsystems
zur Führung zur Verfügung zu stellen. Unnötiger Suchverkehr wird durch diese Ausprägung
weiterhin reduziert. Dadurch wird sowohl Zeit als auch Ressourcen eingespart und eine
unnütze Belastung der Umwelt wird vermieden.
[0009] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass
Mittel zur Anzeige des Belegungsstatus eines Stellplatzes direkt am Stellplatz vorgesehen
sind. Durch die Anzeige des Belegungsstatus kann einem vorbeifahrenden Fahrer innerhalb
des Areals sofort signalisiert werden, ob noch freier Parkraum zur Verfügung steht.
Dies ist vor allem von Vorteil, in Situationen, in denen kleinere Fahrzeuge hinter
größeren Fahrzeugen verborgen sind und ein Fahrer bei der Annäherung nicht unmittelbar
erkennen kann, ob ein von ihm avisierter Parkplatz noch frei ist oder nicht. Auch
diese Ausprägung der Erfindung führt zu einer zügigeren Abwicklung des Parksuchverkehrs
und damit zur Reduktion von Zeit, Kosten und Ressourcen.
[0010] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass
das System eine Eingabevorrichtung zur Eingabe von bestimmten Stellplätzen zugeordneten
Belegungsstati aufweist. Dem Betreiber des Parkbewirtschaftungsbereiches wird hierdurch
die Möglichkeit gegeben, bestimmte Areale zu reservieren. Diese Möglichkeit ist von
Vorteil, bei der Reservierung für bestimmte Benutzergruppen oder für die Reservierung
von Stellplätzen für Dauerparker innerhalb des Parkbewirtschaftungsraumes. Dadurch,
dass der mittels der Eingabevorrichtung reservierte Stellplatz den Status belegt erhält,
wird dies direkt am Stellplatz von der Anzeige auch dargestellt und eine Belegung
des Stellplatzes durch nicht berechtigte Nutzer wird vermieden. Wenn der Betreiber
wünscht, dass bestimmte Parkareale nacheinander erst freigegeben werden, kann er den
Belegungstatus für diese Areale über seine Eingabevorrichtung nacheinander ändern.
[0011] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass
das System eine Sende- und Empfangsvorrichtung zum Austausch von Daten mit den Magnetfeld-Verkehrs-Sensoren
aufweist. Hierdurch ist gewährleistet, dass die von den Sensoren gemessenen Belegungsstati
an eine Zentrale innerhalb des Systems gesendet werden können und dass die ggf. vom
Betreiber über die Eingabevorrichtung im System zugewiesenen Stati auch an die Sensoren
gesendet werden können. Eine Verlegung von Kabeln, die unter Umständen sehr aufwendig
und teuer ist, kann somit unterbleiben. Die Verwendung der Magnetfeld-Verkehrs-Sensoren
bzw. eine Substitution anderer Sensorsysteme ist dadurch auf einfache Weise gegeben.
[0012] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass
das System einen Speicher zur Speicherung von einem Fahrzeug zugeordneten Daten sowie
zur Speicherung von Belegungsstati aufweist. Vorteilhaft ist hierbei, dass die Daten
zentral im System hinterlegt sind. Ein Abgleich der Daten kann erfolgen und ein kompletter
Überblick über die genaue Situation innerhalb des Systems ist jederzeit möglich.
[0013] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass
Mittel zu lokalen und autarken Stromversorgung der Magnetfeldsensoren vorgesehen sind.
Dies ist beispielsweise durch die Installation einfacher Solarzellen wie von Taschenrechnern
bekannt möglich. Auch hier kann also von einer aufwendigen Verkabelung abgesehen werden.
[0014] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass
das System eine Vorrichtung zur Hinterlegung des lesbaren und/oder maschinenlesbaren
Codes auf einem Beleg aufweist. Hierdurch ist es möglich, die Daten zu Fahrzeugtyp,
Einfahrtszeit sowie Parkareal auf dem Beleg bzw. der Parkkarte, die ein Kunde bei
Einfahrt erhält anzugeben. Der Kunde bekommt eine direkte, für ihn unmittelbar verständliche
Information in Textform und durch den maschinenlesbaren Code können dem Beleg alle
im System gespeicherten zugehörigen Daten zugeordnet werden.
[0015] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass
das System eine Lesevorrichtung zum Lesen des maschinenlesbaren Codes auf dem Beleg
aufweist.
[0016] Bei Abgabe des Belegs zur Bezahlung kann somit sowohl der Fahrzeugtyp als auch die
ursprüngliche Registrierung, d.h. der Zeitpunkt, zu dem das Fahrzeug in das Parkbewirtschaftungssystem
eingefahren ist, ausgelesen werden und dem Benutzer des Fahrzeugs angegeben werden.
Außerdem kann dem Fahrer das ihm zugewiesene Parkareal mitgeteilt werden, da es durch
die Lesevorrichtung aus dem maschinenlesbaren Code ausgelesen werden kann. Durch diese
Informationen ist es dem Halter des Fahrzeuges einfach möglich, das Areal, in dem
er das Fahrzeug ursprünglich geparkt hat, wiederzufinden. Nach längerer Nichtbenutzung
des Fahrzeuges, wie beispielsweise während eines Urlaubes, muss der Fahrer also nicht
lange nach seinem Fahrzeug suchen.
[0017] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass
das System Mittel zur Zuweisung einer Preiskategorie in Abhängigkeit vom Fahrzeugtyp
aufweist. Eine von der wirklich benötigten Stellplatzgröße oder Stellplatzgüte, beispielsweise
mit oder ohne Überdachung, abhängige Preisgestaltung wird dadurch ermöglicht. Eine
gerechte Abrechnung der genutzten Ressourcen kann erfolgen. Dies ist vor allem für
Fahrer von modernen, speziell für den Stadtverkehr konzipierten Kleinst-Fahrzeugen
von Vorteil.
[0018] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass
Mittel zur Angabe der Position des Stellplatzes auf dem Beleg bei Abgabe des Belegs
zur Bezahlung der Benutzung des Stellplatzes in Abhängigkeit vom bei der Einfahrt
hinterlegten Code, des Fahrzeugtyps und des zugewiesenen Parkareals vorgesehen sind.
Diese Information erleichtert dem Fahrer des abgestellten Fahrzeuges das Wiederfinden,
da er nur in einem bestimmten, ihm durch die Information mitgeteilten, Parkareal zu
suchen braucht.
[0019] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass
Mittel zur Angabe der genauen Position des Stellplatzes bei Abgabe des Belegs zur
Bezahlung der Benutzung des Stellplatzes in Abhängigkeit vom bei der einfahrt hinterlegten
Code und der vom zugehörigen Fahrzeug von der Einfahrt zum Stellplatz zurückgelegten
Route innerhalb des bewirtschafteten Bereichs vorgesehen sind. Diese Information kann
auf vorteilhafte Weise dem Fahrer eines Fahrzeugs zur Verfügung gestellt werden, so
dass er sein abgestelltes Auto unmittelbar wiederfinden kann, da der genaue Stellplatz
angegeben wird.
[0020] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass
Mittel zur Überprüfung der Übereinstimmung des einem Beleg zugeordneten Fahrzeugs
bei Abgabe des Belegs zur Ausfahrt aus dem bewirtschafteten Parkbereich und dem tatsächlich
den Parkbereich verlassenden Fahrzeugs vorgesehen sind. Die Möglichkeit der Überprüfung
der Übereinstimmung bietet den Vorteil, dass ermittelt werden kann, ob ein Fahrzeug,
welches den Parkbereich verlässt auch mit den Daten übereinstimmt, die auf dem gleichzeitig
abgegebenen Beleg hinterlegt sind. Eine derartige Prüfung erschwert es, den Parkbereich
mit einem widerrechtlich angeeignetem, wertvollerem Fahrzeug als das ursprüngliche
zu verlassen.
[0021] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass
Mittel zur Freigabe oder Verweigerung der Ausfahrt eines Fahrzeugs aus dem bewirtschafteten
Parkbereich in Abhängigkeit von dem Ergebnis der Übereinstimmungsüberprüfung vorgesehen
sind. Hierdurch ist die Möglichkeit gegeben, dass bei Nichtübereinstimmung von Beleg
und dem dazugehörigen ausfahrenden Fahrzeug eine Verweigerung vorgesehen werden kann.
Eine einfache Möglichkeit der Diebstahlsicherung ist somit gegeben. Ausfahrende Fahrzeuge
können auf diese Weise nur von Fahrern aus dem Parkraumbewirtschaftungssystem herausgefahren
werden, wenn diese Fahrer auch ein zu genau diesem Fahrzeug dazugehörigen Beleg zur
Ausfahrt abgeben.
[0022] Im folgenden wird die Erfindung anhand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele
näher beschrieben und erläutert.
[0023] Es zeigen:
- FIG 1
- eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels des Systems zur Parkraumbewirtschaftung
und/oder Fahrzeugregistrierung im Innen- und Außenbereich,
- FIG 2
- eine schematische Darstellung des Systems mit Mitteln zur Anzeige des lokalen Belegstatus
und Datentransfer.
[0024] FIG 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines System
1 zur Parkraumbewirtschaftung und/oder Fahrzeugregistrierung mit Fahrzeugerfassung
im Innen- 17 und Außenbereich 18. Das in FIG 1 dargestellte System 1 besteht im Wesentlichen
aus einer Registriervorrichtung 3, die ein in den bewirtschaften Parkreich einfahrendes
Fahrzeug 16 registriert. Des weiteren besteht das System 1 aus einer Klassifizierungsvorrichtung
4, welche den Fahrzeugtyp 5 des eingefahrenen Fahrzeugs 6 klassifiziert. Eine Zuordnungsvorrichtung
6 weist dem klassifizierten Fahrzeugtyp 5 daraufhin geeignete Stellplätze 8
1...n innerhalb eines Parkareals 7 des Parkraumbewirtschaftungssystems zu. Des weiteren
besteht das System 1 aus einer Leitvorrichtung 9, die dem Fahrer des eingefahrenen
Fahrzeugs 16 einen Weg zu dem zugewiesenen Parkareals 7 zuweisen soll. Mittel zur
Routenverfolgung des registrierten Fahrzeugs 16 innerhalb des bewirtschafteten Parkbereichs
zu dem zugewiesenen Parkareal 7 stehen zur Verfügung. Das System 1 besteht aus einer
weiteren Registriervorrichtung 19, die zur Registrierung des abschließend bewirtschafteten
Parkbereichs verlassenen Fahrzeug vorgesehen ist.
[0025] FIG 1 zeigt weiterhin eine Registriervorrichtung 10, die für die Registrierung des
jeweiligen individuellen Belegungsstatus 11 der Stellplätze vorgesehen ist, die in
dem bewirtschafteten Parkbereich vorhanden sind. Auf einem Beleg 12a kann in Form
eines maschinenlesbaren Codes 13 die Registrierung und Klassifizierung des Fahrzeugs
16 sowie das dem Fahrzeug zugewiesene Parkareal 7 in Abhängigkeit vom Fahrzeugtyp
5 hinterlegt werden. Ein nach erfolgtem Parken zur Bezahlung abgegebener Beleg 12b
kann mit Hilfe von Mitteln zur Überprüfung der Übereinstimmung 14 auf seine Zugehörigkeit
zu dem aktuell den Parkbereich verlassenen Fahrzeug 16 hin überprüft werden. Bei Nicht-Übereinstimmung
der Prüfung stehen Mittel zur Freigabe oder Verweigerung der Ausfahrt 15 zur Verfügung.
[0026] Die Besonderheit des in FIG 1 dargestellten Systems 1 besteht im Wesentlichen darin,
dass unterschiedliche Fahrzeugtypen in Abhängigkeit von ihrer Größe oder anderen spezifischen
Eigenschaften, die eine spezielle Behandlung bedürfen, auf unterschiedlichen für den
Fahrzeugtyp geeigneten Stellplätzen abgestellt werden können. Hierbei werden die für
den Fahrzeugtyp 5 geeigneten Parkareale 7 von dem System 1 direkt zugewiesen. Ein
Fahrer eines Fahrzeuges muss somit nicht innerhalb des bewirtschafteten Parkraums
eigenständig nach für sein Fahrzeug 16 geeigneten Stellplätzen 7 suchen. Das Leitsystem
9 weist ihm vielmehr in Abhängigkeit von dem zugewiesenen Parkareal 7 einen geeigneten
Weg durch den bewirtschafteten Parkbereich. Hierdurch werden Zeit und Kosten gespart.
Eine Zeitersparnis ergibt sich vor allem für den Fahrer, der auf direktem Wege zu
einem geeigneten Stellplatz geführt wird. Eine Kostenersparnis ergibt sich vor allem
für den Betreiber des Bewirtschaftungsraumes, da in Abhängigkeit von der benötigten
Größe unterschiedliche Stellplätze zur Verfügung gestellt werden können. Eine Platzverschwendung
durch eine einheitliche Mindestgröße der Stellplätze wird vermieden. Vorteilhaft ist
bei der dargestellten Ausführung des Systems 1 außerdem, dass Parksuchverkehr innerhalb
des bewirtschafteten Parkbereichs vermieden wird. Ein weiterer Vorteil für den Fahrer,
d.h. also den Benutzer des Parkbewirtschaftungssystem, ergibt sich aus der Tatsache,
dass das zugewiesene Parkareal 7 auf dem Beleg 12a, den der Fahrer bei Einfahrt in
das Parkbewirtschaftungssystem erhält, hinterlegt ist. Eine weitere Speicherung der
vom Fahrer innerhalb des Parkbewirtschaftungssystems zurückgelegten Route im Speicher
23 des Systems 1 ist vorteilhaft, weil hierdurch eine spätere eindeutige Zuordnung
eines Stellplatzes zu dem Beleg 12a ermöglicht wird. Bei Abgabe des Belegs 12b zur
Bezahlung kann somit dem Fahrer des Fahrzeuges direkt mitgeteilt werden, wo genau
er/sie das Fahrzeug findet. Speziell bei Parkbewirtschaftungssystemen, in denen die
Fahrer ihre Fahrzeuge 16 über einen längeren Zeitraum abstellen erweist sich diese
Funktion als vorteilhaft, da die Fahrer sich nicht merken müssen, wo das Fahrzeug
abgestellt wurde. Das System 1 gewährleistet somit ein schnelles Auffinden eines abgestellten
Fahrzeugs 16 innerhalb eines Parkbewirtschaftungsraumes selbst nach längerer Parkdauer
oder wenn die das Fahrzeug abholende Person ungleich der Person ist, die das Fahrzeug
abgestellt hat. Durch die Mittel zur Überprüfung der Übereinstimmung 14 eines ursprünglich
erhaltenen Beleges 12a bei Einfahrt mit einem Fahrzeug 16 in das System 1 mit einem
Beleg 12b, der bei Ausfahrt des Fahrzeuges abgegeben wird, ergibt sich die Möglichkeit,
zu überprüfen, ob das aktuell das Parksystem verlassende Fahrzeug mit dem auf dem
ursprünglichen Beleg 12a registrierten Fahrzeug übereinstimmt. Hierdurch ergibt sich
die einfache Möglichkeit einer Diebstahlüberprüfung. Bei Nichtübereinstimmung des
Fahrzeugs mit dem Beleg stehen Mittel zur Verweigerung der Ausfahrt 15 des Fahrzeugs
16 aus dem bewirtschafteten Parkbereich zur Verfügung. Bei der Überprüfung des Beleges
12a mit dem Beleg 12b auf Übereinstimmung werden neben mittels des Codes 13 registriertem
Fahrzeugtyp und registriertem Zeitpunkt der Einfahrt auch die vom Fahrzeug 16 innerhalb
des Systems 1 zurückgelegte Route sowie das Freiwerden eines entsprechenden Stellplatzes
8
1...n innerhalb des ursprünglich zugewiesenen Parkareals 7 überprüft. Somit müssen Fahrzeugtyp
5, Parkdauer zurückgelegte Route sowie Belegungsstatus des entsprechenden Stellplatzes
übereinstimmen, damit eine Freigabe der Ausfahrt 15 für das Fahrzeug erfolgt. Die
häufig verwendete Methode mittels eines billigen Fahrzeugs einen Beleg zu ziehen und
dann ein höherwertiges Fahrzeug aufzubrechen, um mit dem höherwertigen Fahrzeug den
Bewirtschaftungsraum zu verlassen wird auf diese Weise einfach und sicher unterbunden.
[0027] FIG 2 zeigt eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels des Systems
mit Mitteln 20 zur Anzeige des Belegungsstatus 11 an den jeweiligen Stellplätzen 8
1...n. Der jeweilig aktuelle Belegstatus eines Stellplatzes 11 kann mit Hilfe der Magnetfeldsensoren
2 ermittelt werden und über die Anzeige 20 direkt angezeigt werden. Ihren Belegstatus
können die Magnetfeldsensoren 2 mit Hilfe von drahtloser Kommunikation an das System
1 übermitteln. Das System 1 hat hierzu eine Sende- und Empfangsvorrichtung 22. Über
eine Eingabevorrichtung 21 können bestimmten Stellplätzen zugeordnete Belegungsstati
direkt eingegeben werden. Der jeweilige Status kann ebenfalls mittels drahtloser Kommunikation
an die Sensoren 2 an den Stellplätzen übermittelt werden. Der Status kann anschließend
direkt über die Mittel zur Anzeige 20 dargestellt werden. Das System 1 hat weiterhin
einen Speicher 23 zur Speicherung von Belegungsstati und den zurückgelegten Routen
der Fahrzeuge im Bewirtschaftungssystem sowie zur Speicherung aller zu einem Fahrzeug
16 dazugehörigen Daten, wie beispielsweise Fahrzeugtyp 5, zugewiesenes Areal 7 und
Zeit der Einfahrt in das System 1.
[0028] Die Besonderheit der in FIG 2 dargestellten Ausprägung des Systems 1 besteht darin,
dass die Magnetfeldsensoren 2 nicht über ein Netzwerk mit dem System 1 kommunizieren
müssen. Aktuelle Daten, beispielsweise zum Status belegt oder nicht belegt, können
direkt an das System übertragen werden. Vorteilhaft ist bei dieser Form der Datenübertragung
vor allem, dass das Verlegen von Kabeln für die Datenübertragung sich erübrigt. Die
spezielle Verwendung dieser Datenübertragung führt also zu Kosteneinsparungen. Dadurch,
dass am Stellplatz durch eine Anzeige 20 direkt angezeigt wird, ob der Stellplatz
frei oder eventuell durch einen Dauermieter belegt ist, kann eine Falschbelegung weitgehend
vermieden werden. Die elektronische Anzeige 20 kann über die Eingabevorrichtung 21
direkt angesprochen werden. Somit ist es möglich, den Belegtstatus an Stellplätzen
sehr kurzfristig zu ändern. Dies ist vor allem von Vorteil, wenn in einem Parkbewirtschaftungssystem
die Benutzergruppen, die die Stellplätze über einen gewissen Zeitraum nutzen, häufig
wechseln. Ein aufwendiges Zuweisen von beispielsweise Nummernschildern zu den entsprechenden
Stellplätzen entfällt durch diese Vorgehensweise. Die zentrale Speicherung von Daten
auf einem Speicher 23 ist von besonderem Vorteil, da sowohl die zum Fahrzeug 16 gehörenden
individuellen Daten also auch die zurückgelegte Route im Parkbewirtschaftungsraum
und der aktuelle Belegungsstatus innerhalb des gesamten Parkbewirtschaftungssystems
zentral gespeichert werden können. Diese zentrale Speicherung bietet die Möglichkeit,
dass das System zur Überprüfung der Übereinstimmung 14 des Belegs 12a mit dem das
Bewirtschaftungssystem verlassenden Fahrzeugs auf einheitliche Daten zurückgreifen
kann.
[0029] Zusammenfassend betrifft die Erfindung ein System 1 zur Bewirtschaftung von Parkraum
und zur Wegweisung der beteiligten Fahrer zu freien und geeigneten Stellplätzen 8
1..n. Hierbei kommen Magentfeld-Verkehrs-Sensoren 2 zum Einsatz, die zur Registrierung
und Typisierung der beteiligten Fahrzeuge, zur Ermittlung der Stellplatzbelegung und
zur Routenverfolgung innerhalb des bewirtschafteten Systems genutzt werden. Der Einsatz
der Sensoren ist dabei sowohl im Innen- wie auch im Außenbereich vorgesehen. Mithilfe
des Systems 1 wird eine dem Fahrzeugtyp 5 angepasst Stellplatzvergabe und damit eine
bessere Ausnutzung des vorhandenen Parkraumes erreicht. Das System 1 ermöglicht weiterhin
eine Information des Fahrers bei Abholung des Wagens über den Ort des Stellplatzes,
was nach längerer Abwesenheit durchaus von Vorteil ist, sowie eine bessere Kontrolle
der ausfahrenden Fahrzeuge zur Diebstahlsicherung.
1. System (1) zur Parkraumbewirtschaftung und/oder Fahrzeugregistrierung mit Fahrzeugerfassung
im Innen- und/oder Außenbereich durch Magnetfeld-Verkehrs-Sensoren (2) mit
• einer Registriervorrichtung (3) zur Registrierung eines in den bewirtschafteten
Parkbereich einfahrenden Fahrzeugs (16),
• einer Klassifizierungsvorrichtung (4) zur Klassifizierung eines Fahrzeugtyps (5)
des eingefahrenen Fahrzeugs (16),
• einer Zuordnungsvorrichtung (6) zur Zuweisung eines Parkareals (7) mit für den Fahrzeugtyp
(5) geeigneten Stellplätzen (81..n),
• Mitteln zur Hinterlegung der Registrierung und Klassifizierung des Fahrzeugs (16),
sowie des dem Fahrzeug zugewiesenen Parkareals (7) in lesbarer und/oder maschinenlesbarer
Form,
• einer Leitvorrichtung (9) zur Wegweisung des Fahrers des Fahrzeugs (16) zu dem zugewiesenen
Parkareal (7),
• Mitteln zur Routenverfolgung des registrierten Fahrzeugs (16) innerhalb des bewirtschafteten
Parkbereichs und
• einer weiteren Registriervorrichtung (19) zur Registrierung eines den bewirtschafteten
Parkbereich verlassenden Fahrzeugs (16).
2. System nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
dass das System eine weitere Registriervorrichtung (10) zur Registrierung des individuellen
Belegungsstatus (11) der im bewirtschafteten Parkbereich vorhandenen Stellplätze (81..n) aufweist.
3. System nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass Mittel (20) zur Anzeige des Belegungsstatus (11) eines Stellplatzes direkt am Stellplatz
(81..n) vorgesehen sind.
4. System nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das System (1) eine Eingabevorrichtung (21) zur Eingabe von bestimmten Stellplätzen
zugeordneten Belegungsstati (11) aufweist.
5. System nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das System (1) eine Sende- und Empfangsvorrichtung (22) zum Austausch von Daten mit
den Magnetfeld-Verkehrs-Sensoren (2) aufweist.
6. System nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das System (1) einen Speicher (23) zur Speicherung von einem Fahrzeug zugeordneten
Daten sowie zur Speicherung von Belegungsstati (11) aufweist.
7. System nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass Mittel zur lokalen und autarken Stromversorgung der Magnetfeld-Verkehrs-Sensoren
(2) vorgesehen sind.
8. System nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das System (1) eine Vorrichtung zur Hinterlegung des lesbaren und/oder maschinenlesbaren
Codes (13) auf einem Beleg (12a) aufweist.
9. System nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das System (1) eine Lesevorrichtung zum Lesen des maschinenlesbaren Codes auf dem
Beleg (12a) aufweist.
10. System nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das System (1) Mittel zur Zuweisung einer Preiskategorie in Abhängigkeit vom Fahrzeugtyp
aufweist.
11. System nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass Mittel zur Angabe der Position des Stellplatzes bei Abgabe des Belegs (12b) zur Bezahlung
der Benutzung des Stellplatzes in Abhängigkeit vom bei der Einfahrt hinterlegten Code
(13), des Fahrzeugtyps (5) und des zugewiesenen Parkareals (7) vorgesehen sind.
12. System nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass Mittel zur Angabe der genauen Position des Stellplatzes bei Abgabe des Belegs (12b)
zur Bezahlung der Benutzung des Stellplatzes in Abhängigkeit vom bei der einfahrt
hinterlegten Code (13) und der vom zugehörigen Fahrzeug (16) von der Einfahrt zum
Stellplatz zurückgelegten Route innerhalb des bewirtschafteten Bereichs vorgesehen
sind.
13. System nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass Mittel zur Überprüfung der Übereinstimmung (14) des einem Beleg (12a) zugeordneten
Fahrzeugs (16) bei Abgabe des Belegs (12b) zur Ausfahrt aus dem bewirtschafteten Parkbereich
und dem tatsächlich den Parkbereich verlassenden Fahrzeugs vorgesehen sind.
14. System nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass Mittel zur Freigabe oder Verweigerung der Ausfahrt (15) eines Fahrzeugs (16) aus
dem bewirtschafteten Parkbereich in Abhängigkeit von dem Ergebnis der Übereinstimmungsüberprüfung
vorgesehen sind.