[0001] Die Erfindung betrifft einen Fehlerstrom- oder FI-Schutzschalter mit einem Gehäuse
und mit einer Prüftaste, die gehäuseintern mit einem Federelement zur Tastenrückstellung
zusammenwirkt. Unter Fehlerstrom- oder FI-Schutzschalter wird hierbei auch ein Differenzstrom-
bzw. DI-Schutzschalter verstanden.
[0002] Ein Fehlerstrom- oder FI-Schutzschalter dient zur Sicherstellung des Schutzes gegen
einen gefährlichen Körperstrom in einer elektrischen Anlage. Ein solcher tritt beispielsweise
dann auf, wenn eine Person ein spannungsführendes Teil einer elektrischen Anlage berührt.
Der Fehlerstrom - oder auch Differenzstrom - fließt dann über die Person als Körperstrom
gegen Erde ab. Die zum Schutz gegen gefährliche Körperströme eingesetzte Schutzeinrichtung
trennt bei Überschreiten des sogenannten Auslösefehlerstroms den betroffenen Stromkreis
sicher und schnell vom Netz.
[0003] Der Aufbau und die Funktionsweise eines derartigen FI-Schutzschalters sind beispielsweise
aus der DE 196 34 439 A1 und aus der DE 195 13 029 A1 bekannt. Der FI- und der DI-Schutzschalter
sind in ähnlicher Art und Weise aus drei Baugruppen aufgebaut. In der Sekundärwicklung
eines Summenstromwandlers, durch dessen Wandlerkern alle stromführenden Leiter eines
Leiternetzes geführt sind, wird im Fall eines Fehlerstroms ein Spannungssignal induziert,
das einen über eine Auslösekreiselektronik oder Auslöseschaltung mit der Sekundärwicklung
verbundenen Auslöser ansteuert. Der Auslöser betätigt daraufhin eine Schaltmechanik,
mittels derer die Leiter des Leiternetzes getrennt werden. Dabei ist die Auslöseschaltung
des FI-Schutzschalters ausschließlich induktiv über den Summenstromwandler an das
Leiternetz gekoppelt. Er entnimmt somit die zur Auslösung notwendige Energie netzspannungsunabhängig
aus dem Fehlerstrom selbst, während beim DI-Schutzschalter die Auslösung netzspannungsabhängig
mittels einer Verstärkerschaltung erfolgt, die galvanisch mit dem Leiternetz verbunden
ist.
[0004] Der FI-Schutzschalter weist zudem zur Prüfung dessen Einsatzoder Funktionsbereitschaft
eine Prüftaste auf, bei deren Betätigung im Schutzschalter eine Kontaktstelle geschlossen
und ein Prüfstromkreis erzeugt wird. Dieser simuliert im Summenstromwandler einen
Fehlerstrom und öffnet infolgedessen über den Auslöser und die Schaltmechanik die
Hauptkontakte des Schutzschalters.
[0005] Die mit deren Tastenkopf aus einem Isolierstoffgehäuse herausragende Prüftaste ist
zu deren Rückstellung üblicherweise geräte- oder gehäuseintern mit federnden Kontaktteilen
gekoppelt. Wie beispielsweise aus der DE 40 11 680 A1 bekannt, sind hierzu Drehfedern
oder Federbleche vorgesehen.
[0006] Aus der DE 44 20 767 A1 ist es bekannt, bei einer solchen Prüftastenanordnung zusätzlich
zu einer als bewegliches Kontaktstück wirksamen Blattfeder eine Spiralfeder und darüber
hinaus eine mit dieser verbundene Kontaktdruckfeder vorzusehen. Eine derartige Federanordnung
wird insbesondere dann eingesetzt, wenn die Federwirkung einer einzelnen Spiralfeder
für die Rückstellung der Prüftaste unzureichend ist.
[0007] Aus der DE 199 12 416 A1 ist die Verwendung einer spiralförmigen Druckfeder mit zwei
Federschenkeln bekannt, von denen sich einer am Tastenkopf der Prüftaste abstützt.
[0008] Nachteilig bei diesen bekannten Prüftastenanordnungen ist einerseits die Tastenmontage
beim Zusammenbau des FI-Schutzschalters. Andererseits können, insbesondere bei beengten
Platzverhältnissen innerhalb des Schaltergehäuses oder -gerätes, infolge der Verwendung
metallischer Federteile Kriechund Luftstrecken verkürzt und somit die erforderlichen
oder vorgeschriebenen Kriech- bzw. Luftstrecken zwischen elektrisch leitfähigen und
stromführenden Teilen im Schutzschaltgerät nicht mehr eingehalten werden.
[0009] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen FI-Schutzschalter anzugeben,
bei dem die genannten Nachteile vermieden sind. Insbesondere soll ein FI- oder DI-Schutzschalter
mit einer auch bei beengten Platzverhältnissen einfach montierbaren Prüftastenanordnung
bereitgestellt werden.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 1. Dazu
ist das zur Rückstellung der Prüftaste dienende Federelement ein Kunststoffteil.
[0011] In zweckmäßiger Ausgestaltung ist das Federelement an die zweckmäßigerweise ebenfalls
aus Kunststoff bestehende Prüftaste angeformt. Insgesamt ist somit die Kunststoffprüftaste
derart ausgestaltet, dass sich einzelne Geometrien dieser Prüftaste an einem gehäuseinternen
Gehäuseteil oder einer entsprechenden Gehäusekontur abstützen können und dadurch eine
federnde Wirkung erzielt wird. Das Federelement selbst kann dabei mäanderförmig oder
L-förmig ausgebildet sein. Da hierdurch nur ein einzelnes Kunststoffteil ohne leitende
Metallteile verbaut werden muss, ergibt sich eine besonders einfache Montierbarkeit
der Prüftaste beim Zusammenbau des Schutzschalters.
[0012] Die einen Tastenkopf und einen Tastenschaft aufweisende Prüftaste ist zweckmäßigerweise
zumindest schaftseitig rahmenartig geformt, wobei dieser rahmenartige Tastenschacht
das Federelement aufnimmt. Bei einer vorzugsweise L-förmigen Prüftaste bildet deren
einer L-Schenkel den Tastenschaft, der seinerseits an einer Gehäusewand schiebebeweglich
anliegt. Der zweite L-Schenkel bildet neben dem eigentlichen Tastenkopf zumindest
eine Anlageschulter aus, die im Montageendzustand an einem zur Gehäusewand quer verlaufenden
Gehäusekragen anliegt. Dieser, eine Kragenausnehmung für den Tastenkopf aufweisende
Gehäusekragen bildet somit gehäuseintern einen Anschlag für die Prüftaste.
[0013] Die Prüftaste ist in besonders vorteilhafter Ausgestaltung innerhalb des Gehäuses
mittels einer schiebebeweglichen Rastverbindung gehalten. Hierzu eignet sich besonders
eine domartige Gehäusekontur mit seitlich angeformten Rasthaken oder Rastelementen,
die diesen zugeordnete Rahmenseiten des Tastenschaftes übergreifen. Für einen einfachen
Zusammenbau sind die Rastelement mit Anlaufschrägen versehen, über die die entsprechenden
Rahmenseiten zur Herstellung der Rastverbindung hinübergleiten können.
[0014] Bei der Ausführungsform mit mäanderförmigem Federelement verlaufen dessen Federwindungen
zweckmäßigerweise etwa quer zu zwei gegenüber liegenden Rahmenlängsseiten des nachfolgend
auch als Schaftrahmen bezeichneten Tastenschaftes. Dabei ist zweckmäßigerweise eines
der Federenden des Federelementes im Bereich des Tastenkopfes an die Prüftaste angeformt,
während das andere Federende des Federelementes innerhalb des Schaftrahmens praktisch
frei beweglich ist. Dieses bewegliche Federfreiende ist im in das Gehäuse eingebauten
Montageendzustand der Prüftaste gegen eine zweckmäßigerweise innerhalb des Schaftrahmens
liegende Gehäusekontur geführt.
[0015] Bei der L-förmigen Ausführung des Federelementes ist einer der L-Schenkel, vorzugsweise
der vergleichsweise kurze Federschenkel des Federelementes, an einer vom Tastenschaft
abgewandten Stirnseite des Tastenkopfes an diesen angeformt. Das dann wiederum mit
der Prüftaste nicht verbundene Schenkelfreiende des vergleichsweise langen L-Schenkels
endet ebenfalls zweckmäßigerweise innerhalb des Schaftrahmens und liegt dort vorzugsweise
an der domartigen Gehäusekontur an deren dem Tastenkopf zugewandten Oberseite an.
Bei dieser Variante wird die Federwirkung dadurch erzielt, dass beim Niederdruck der
Prüftaste der Winkel zwischen den beiden L-Schenkeln verkleinert und dabei eine gewisse
Federvorspannung in das Federelement eingebracht wird. Beim Loslassen der Prüftaste
wird dann die Federkraft infolge der Vorspannung frei und drückt die Prüftaste in
ihrer Ausgangsstellung zurück, wobei dann die Gehäusekontur als Widerlager für das
Federelement dient.
[0016] Die Wirkungsweise der Prüftaste mit mäanderförmigem Federelement ist analog, indem
dort beim Niederdrücken der Prüftaste in das Gehäuse hinein die Abstände zwischen
den einzelnen Federwindungen verkleinert und dadurch die für die Rückstellung der
Prüftaste in deren Ausgangs- oder Ruheposition erforderliche Federvorspannung erzeugt
wird.
[0017] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass durch
den Einsatz einer Kunststofffeder zur Rückstellung einer Prüftaste eines FI- oder
DI-Schutzschalters einerseits ein hoher Vorfertigungsgrad erreicht wird. Zudem ist
bei einer einstückigen Ausführung der Prüftaste und des Federelementes nur eine geringe
Anzahl von Einzelteilen bereitzustellen, die beim Zusammenbau des FI-Schutzschalters
erforderlich sind. Dadurch ist nicht nur der Montageaufwand erheblich reduziert. Vielmehr
sind durch die ausschließliche Verwendung von Kunststoffteilen sowohl für die Prüftaste
selbst, als auch für das Federelement zur Tastenrückstellung die vorgeschriebenen
Kriech- und Luftstrecken eingehalten, da keine zusätzlichen Metallteile eingesetzt
sind, die diese Kriech- oder Luftstrecken verkürzen könnten.
[0018] Aufgrund des Fehlens von Metallteilen für die Tastenrückstellung ist somit ein Einbau
der Prüftaste und des Federelements auch bei einem Schutzschaltgerät mit beengten
Platzverhältnissen und geringen Abständen zu stromführenden Teilen an praktisch beliebigen
Stellen problemlos möglich. Zudem ist durch eine integrierte Schnapp- oder Rastfunktion
eine erheblich vereinfachte Montage möglich, da kein Einbau zusätzlicher Federn und
deren Vorspannung erforderlich sind.
[0019] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand einer Zeichnung näher
erläutert. Darin zeigen:
- FIG 1
- in perspektivischer Darstellung eine Prüftaste mit daran angeformtem L-förmigem Federelement,
- FIG 2
- ausschnittsweise in perspektivischer Darstellung eine Gehäusehalbschale eines FI-Schutzschalters
mit eingeschnappter Prüftaste gemäß FIG 1,
- FIG 3
- in einer Darstellung gemäß FIG 1 eine alternative Ausführung der Prüftaste mit mäanderförmigem
Federelement, und
- FIG 4
- eine Prüftaste gemäß FIG 3 mit rahmenseitig angeformter Tragplatte für einen Schleifkontakt.
[0020] Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0021] Die in den Figuren dargestellte Prüftaste 1 weist einen als Betätigungsknopf dienenden
Tastenkopf 2 und einen daran angeformten rahmenartigen Tastenschaft 3 auf. Die dabei
insgesamt L-förmig ausgebildete Prüftaste 1 besteht aus Kunststoff. Dabei bildet ein
erster L-Schenkel 1a den nachfolgend auch als Schaftrahmen bezeichneten Tastenschaft
3, während der andere, hierzu etwa rechtwinklig verlaufende zweite L-Schenkel 1b unter
Bildung von Anlageschultern 2a, 2b den Tastenkopf 2 trägt.
[0022] An die von den Anlageschultern 2a, 2b gebildete Schulterkontur sind hierzu rechtwinklig
verlaufende und einander gegenüberliegende Stützstege 4a bzw. 4b angeformt. Diese,
zusammen mit einer zwischen den Anlageschultern 2a, 2b verlaufenden Tastenwandung
5 der Prüftaste 1 einen etwa U-förmigen Aufnahmeraum 6 bildenden Stützstege 4a und
4b gehen in hierzu etwa rechtwinklig verlaufende Rahmenlängsstege 3a bzw. 3b des Tastenschaftes
3 über.
[0023] In den Aufnahmeraum 6 hinein erstreckt sich ein kurzer L-Federschenkel 7a eines und
insgesamt L-förmigen Federelementes 7, dessen anderer, vergleichsweise langer L-Schenkel
7b sich freiendseitig in den Schaftrahmen 3 hinein erstreckt. Die Länge des vergleichsweise
langen L-Federschenkels 7b ist dabei bestimmt oder begrenzt durch die Länge des den
Prüfkopf 2 tragenden L-Schenkels 1b der Prüftaste 1.
[0024] Das Federelement 7 besteht - ebenso wie die Prüftaste 1 - aus Kunststoff. Freiend-
oder stirnseitig ist der vergleichsweise kurze L-Schenkel 7a des Federelementes 7
auf der dem Prüfkopf 2 abgewandten Unterseite der Tastenwandung 5 im Bereich zwischen
den beiden Anlagenschultern 2a und 2b an die Prüftaste 1 angeformt. Dadurch ist ein
insgesamt aus Kunststoff bestehendes integrales Prüftasten-Federteil 1,7 gebildet.
[0025] Der auf der dem Tastenkopf 2 der Prüftaste 1 gegenüber liegenden Rahmenquerseite
durch einen sich zwischen den beiden Rahmenlängsstegen 3a und 3b erstreckenden Rahmenquersteg
3c geschlossene Schaftrahmen 3 begrenzt einen offenen Rahmeninnenraum 8, in dem in
FIG 1 ein Gehäuseteil oder eine Gehäusekontur 9 angedeutet ist. An dieser Gehäusekontur
9 stützt sich das Schenkelfreiende 10 des langen L-Schenkels 7b des Federelementes
7 ab.
[0026] Wie aus FIG 2 ersichtlich, ist diese Gehäusekontur 9 zweckmäßigerweise ein rechteckiger
oder quadratischer Gehäusedom. Der Gehäusedom 9 ist gehäuseintern an eine Gehäusewand
11 einer Gehäusehalbschale des ansonsten nicht näher dargestellten zweischaligen Gerätegehäuses
eines FI- oder DI-Schutzschalters 12 angeformt und ragt in den Gehäuseinnenraum 13
hinein. Die Gehäusehalbschale ist durch die Gehäusewand 11 sowie einen daran randseitig
angeformten und zu dieser quer verlaufenden Gehäusekragen 14 gebildet, der die Gehäuseoberseite
oder Bedienseite des Schutzschalters 12 darstellt.
[0027] In dem Gehäusekragen 14 ist eine Ausnehmung 15 vorgesehen, die im Montageendzustand
der Prüftaste 1 im Gehäuse 11,14 vom im Ausführungsbeispiel quaderförmigen Bedienknopf
und damit vom Tastenkopf 2 nach außen hin durchgriffen ist. Dabei liegen im in FIG
2 gezeigten Montageendzustand der Prüftaste die Anlageschultern 2a und 2b der Prüftaste
1 am die Kragenausnehmung 15 begrenzenden Gehäusekragen 14 gehäuseinnenseitig an.
[0028] Das mit dem kurzen L-Federschenkel 7a an die Prüftaste 1 angeformte Federelement
7 liegt mit dessen Schenkelfreiende 10 des langen L-Federschenkels 7b an der dem Tastenkopf
2 zugewandten Oberseite der Gehäusekontur 9 an dieser an.
[0029] Beim Niederdrücken der Prüftaste 1 wird das an diese angeformte Federelement 7 vorgespannt,
indem der Winkel zwischen dem kurzen L-Schenkel 7a und dem langen L-Schenkel 7b des
Federelementes 7 verringert wird. Hierbei wird die Prüftaste 1 in Schaftlängsrichtung
16 in das Schaltergehäuse 12 hineinbewegt, wobei ein etwa parallel zum Rahmenquersteg
3c verlaufender und gehäuseintern gelagerter staubförmiger Draht- oder Kontaktbügel
17 an dessen mit der Prüftaste 1 zusammenwirkenden Freiende betätigt wird. Dieser,
von einer an einen der Rahmenlängsstege 3b des Tastenschaftes 3 angeformten Positioniernase
18 übergriffene Drahtbügel 17 stellt den eigentlichen Prüfkontakt innerhalb des Schutzschalters
12 her.
[0030] Zur Vereinfachung des Einbaus der Prüftaste 1 in die Gehäusehalbschale 12 ist eine
Rast- oder Schnappverbindung vorgesehen. Diese ist realisiert durch zwei an gegenüber
liegenden Seiten der domartigen Gehäusekontur 9 angeformte Rastelemente oder Rastnasen
19a und 19b. Diese übergreifen die diesen jeweils zugewandten Rahmenlängsseiten 3a
bzw. 3b des Tastenschaftes 3 in verrastetem Zustand. Hierzu sind die Rastelemente
19a, 19b mit Anlaufschrägen 20 ausgeführt, die das Aufschnappen der Prüftaste erleichtern.
[0031] Sowohl während des Niederdrückens als auch beim Freigeben der Prüftaste 1, woraufhin
diese aufgrund der Federkraft des Federelementes 7 infolge der in diese eingebrachten
Federvorspannung in die in Fig. 2 gezeigten Ausgangs- oder Ruheposition zurückgestellt
wird, bilden die Rastelemente 19a,19b eine Schiebeführung aus. Dabei gleitet der den
Tastenschaft 3 bildende L-Schenkel 1b der Prüftaste 1 in Schaftlängsrichtung 16 an
der Gehäusewand 11 entlang.
[0032] Bei den Ausführungsformen gemäß den Figuren 3 und 4 ist die Prüftaste 1 grundsätzlich
analog zur Ausführungsform gemäß den Figuren 1 und 2 aufgebaut. So ist die Prüftaste
1 wiederum L-förmig ausgebildet, wobei der wiederum offene Schaftrahmen 3 eine Gehäusekontur
9' aufnimmt. An dieser Gehäusekontur 9' stützt sich ein bei dieser Variante mäanderförmiges
Federelement 7' mit dessen innerhalb des Schaftrahmens 3 in Schaftlängsrichtung 16
beweglichen Federfreiende 21 ab.
[0033] Das mäanderförmige Federelement 7' ist ebenfalls ein an die Prüftaste 1 angeformtes
Kunststoffteil, so dass wiederum ein integrales Prüftasten-Federteil 1,7' aus Kunststoff
gebildet ist. Dazu ist das dem Federfreiende 21 gegenüber liegende Federanschlussende
22 des Federelementes 7' am dem Rahmenquersteg 3c gegenüber liegenden kopfseitigen
Ende der Prüftaste 1 an diese angeformt. Diese Formverbindung liegt dabei am der Tastenwandung
5 zugewandten Stegende 23 des in der Darstellung gemäß den Figuren 3 und 4 linken
Rahmenlängsstegs 3b des Schaftrahmens 3. Die bei dieser Ausführungsform als Platte
ausgeführte Tastenwandung 5 überragt dabei - wiederum unter Bildung der Anlageschultern
2a und 2b - den insgesamt ebenfalls quaderförmigen Betätigungsknopf 24 des Tastenkopfes
2 seitlich über die gesamte Rahmenbreite 3b des Schaftrahmens 3. Die Anzahl der Federwindungen
25 des mäanderförmigen Federelementes 7' ist dabei unter Berücksichtigung der für
eine Rückstellung der Prüftaste 1 erforderlichen Federkraft an die Schaftlänge 1 des
rahmenförmigen Tastenschaftes 3 angepasst.
[0034] Während bei der Ausführungsform gemäß FIG 3 an den Rahmenquersteg 3c des Tastenrahmens
3 wiederum eine Positioniernase 18 angeformt ist, ist bei der Ausführungsform gemäß
FIG 4 an dieser Stelle eine Tragplatte 26 vorgesehen. Auf dieser, an den Tastenschaft
3 angeformten Tragplatte 26 befindet sich ein etwa hutförmiger, gewölbter Schleifkontakt
27, dessen Schleifkontaktflächen 27a und 27b über die Oberfläche der Tragplatte 27
hinaus in den Gehäuseinnenraum 13 hineinragen. Der blattfederartige Schleifkontakt
27, der scheitelaußenseitig auf der Tragplatte 25 aufliegt, ist dort mittels eines
Kunststoff-Formsteges 28 fixiert.
[0035] Der Schleifkontakt 27 dient zur Herstellung des Prüfkontaktes beim Niederdrücken
der Prüftaste 1 - analog zum Bewegungsablauf der Ausführungsform gemäß den Varianten
nach FIG 1 und 2 - in Schaftlängsrichtung 16. Diese Schleifkontakt-Ausführung eignet
sich besonders bei einer sogenannten Kontaktpaarung, bei der keine eigene Federwirkung
für die Rückstellung der Prüftaste 1 vorgesehen ist.
[0036] Die Prüftaste 1 mit integriertem Federelement 7, 7' in Kunststoffausführung kann
auch bei im Gehäuseinnenraum 13 nur geringem verfügbaren Einbauraum und geringen Abständen
zu stromführenden Teilen problemlos platziert werden. Die integrierte Schnappfunktion
zwischen der Gehäusewand 11 und der Prüftaste 1 mittels der im Ausführungsbeispiel
durch die Rastelemente 19a und 19b realisierten Rastverbindung ermöglicht zudem eine
besonders einfache Montage beim Einbau der Prüftaste 1 in das Schutzschaltergehäuse
11,14 und damit insgesamt beim Zusammenbau des Schutzschalters 12. Aufgrund der Kunststoffausführung
des Federelementes 7,7', das zur Rückstellung der Prüftaste 1 nach dessen zum Zwecke
eines Funktionstestes des Schutzschalters 12 durchgeführten Betätigung dient, können
erforderliche Kriech- und Luftstrecken auch bei beengten Platzverhältnissen im Gehäuse
11,14 eines FI- oder DI-Schutzschalter 12 zuverlässig eingehalten werden.
1. Fehlerstrom-Schutzschalter (12) mit einem Gehäuse (11,14) und mit einer Prüftaste
(1), die gehäuseintern mit einem Federelement (7,7') zur Tastenrückstellung zusammenwirkt,
dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (7,7') aus Kunststoff besteht.
2. Fehlerstrom-Schutzschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (7,7') an die aus Kunststoff bestehende Prüftaste (1) angeformt
ist.
3. Fehlerstrom-Schutzschalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (7,7') mäanderförmig oder L-förmig ausgebildet ist.
4. Fehlerstrom-Schutzschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Prüftaste (1) einen Tastenkopf (2) und einen daran angeformten rahmenartigen
Tastenschaft (3) aufweist, der das Federelement (7,7') aufnimmt.
5. Fehlerstrom-Schutzschalter nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine L-förmige Prüftaste (1), deren den Tastenschaft (3) bildender einer L-Schenkel
(1a) an einer Gehäusewand (11) schiebebeweglich anliegt, und deren eine Anlageschulter
(2a,2b) bildender anderer L-Schenkel (1b) an einem zur Gehäusewand (11) quer verlaufenden
Gehäusekragen (14) anliegt, der eine vom Tastenkopf (2) durchgriffene Kragenausnehmung
(15) aufweist.
6. Fehlerstrom-Schutzschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Prüftaste (1) im Gehäuse (12) mittels einer schiebebeweglichen Rastverbindung
(2a,19a; 2b,19b,) gehalten ist.
7. Fehlerstrom-Schutzschalter nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der rahmenartige Tastenschaft (3) eine domartige Gehäusekontur (9) als Anschlag für
das Federelement (7,7') aufnimmt.
8. Fehlerstrom-Schutzschalter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass an die Gehäusekontur (9) mindestens ein Rastelement (19a,19b) angeformt ist, das
eine diesem zugewandte Rahmenseite (2a,2b) übergreift.
9. Fehlerstrom-Schutzschalter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastelement (19a,19b) eine Anlaufschräge (20) aufweist.
10. Fehlerstrom-Schutzschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass an die Prüftaste (1) endseitig eine Positioniernase (18) für einen Kontaktbügel (17)
oder eine Tragplatte (26) für einen Schleifkontakt (27) angeformt ist.