| (19) |
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(11) |
EP 1 361 937 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.11.2004 Patentblatt 2004/46 |
| (22) |
Anmeldetag: 17.01.2002 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2002/000100 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2002/066212 (29.08.2002 Gazette 2002/35) |
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| (54) |
REINIGUNGSVORRICHTUNG FÜR EINE LANGSSCHNEIDEINRICHTUNG UND VERFAHREN ZUR REINIGUNG
DER LANGSSCHNEIDEINRICHTUNG
CLEANING DEVICE FOR A LONGITUDINAL CUTTING DEVICE AND METHOD FOR CLEANING SAID CUTTING
DEVICE
DISPOSITIF DE NETTOYAGE POUR DISPOSITIF DE COUPE LONGITUDINALE, ET PROCEDE DE NETTOYAGE
DE CE DISPOSITIF DE COUPE LONGITUDINALE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
| (30) |
Priorität: |
21.02.2001 DE 10108234
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.11.2003 Patentblatt 2003/47 |
| (73) |
Patentinhaber: Koenig & Bauer Aktiengesellschaft |
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97080 Würzburg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- KLÜPFEL, Elmar, Norbert
97271 Kleinrinderfeld (DE)
- HERBERT, Burkard, Otto
97072 Würzburg (DE)
- WIESNER, Artur
97857 Urspringen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Stiel, Jürgen |
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Koenig & Bauer Aktiengesellschaft
Friedrich-Koenig-Strasse 4 97080 Würzburg 97080 Würzburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 183 863 EP-A- 0 671 247 WO-A-00/42252 DE-A- 2 164 554 DE-A- 3 906 376 DE-A- 10 016 822 GB-A- 909 634
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EP-A- 0 608 498 EP-A- 0 916 416 WO-A-89/04746 DE-A- 3 730 631 DE-A- 4 425 666 DE-C- 631 858 US-A- 6 135 267
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 018, no. 229 (M-1598), 26. April 1994 (1994-04-26)
& JP 06 023697 A (MEISAN KK;OTHERS: 02), 1. Februar 1994 (1994-02-01)
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 1996, no. 01, 31. Januar 1996 (1996-01-31) & JP 07
237185 A (HITACHI CHEM CO LTD), 12. September 1995 (1995-09-12)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Längsschneideinrichtung für eine Materialbahn und ein
Verfahren zur Reinigung gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1, 2 oder 8.
[0002] Eine derartige Einrichtung, sowie ein derartiges Verfahren sind aus der DE- 631858C
bekannt.
[0003] Längsschneideinrichtungen von diesem Typ kommen z. B. im Anschluss an eine Rotationsdruckmaschine
zum Einsatz, um eine in der Druckmaschine bedruckte Materialbahn, insbesondere eine
Papierbahn, in eine Mehrzahl von Teilbahnen zu zerlegen.
[0004] Beim Zerschneiden der Materialbahn werden Partikel in Form von feinen Spänen oder
Stäuben frei, die zu einem Teil mit der Materialbahn aus der Längsschneideinrichtung
abgeführt werden, zu einem anderen Teil aber an der Walze haften bleiben können, wo
sie sich störend auf den weiteren Schneidvorgang auswirken können.
[0005] Die WO 96/07490 beschreibt die Entstaubung einer Materialbahn mit Hilfe eines Hochgeschwindigkeitsgasstromes.
Bei dieser Schrift wird davon ausgegangen, dass eine effiziente Entstaubung nur dann
möglich ist, wenn auf dem zu entstaubenden Bereich ein solcher Gasdruck erzeugt wird,
dass die zum Gasdruck umgekehrt proportionale kritische Spannung kleiner als die elektrostatische
Spannung zwischen der Materialbahn und den darauf gehaltenen Partikeln ist. D. h.
durch Erzeugen eines hohen Drucks wird die Entladung der Partikel und damit die Aufhebung
der elektrostatischen Anziehung gefördert.
[0006] Mit einer solchen Vorrichtung ist es zwar denkbar, eine Materialbahn vor oder nach
dem Längsschneiden zu reinigen, sie eignet sich jedoch nicht zum Beseitigen von Partikeln,
die an der Walze der Schneideinrichtung selbst hängen bleiben, und die deshalb mit
jeder Umdrehung der Walze erneut die Kontaktzone zum Messer, z. B. Kreismesser durchlaufen
und den Schneidvorgang stören können.
[0007] Die JP 10-156796 AA zeigt eine Schneideinrichtung mit einer Blasdüse und einer Saugdüse.
[0008] Die DE 631 858 C stellt eine Schneideinrichtung mit einem Saugkasten und einer Schaufel
dar.
[0009] Die CH 613 881 A5 offenbart eine Vorrichtung zum Entstauben, bei der in einen Einlaufzwickel
von einer Bahn und einer Walze eine Blasdüse und am Ende des umschlungenen Bereichs
der Walze eine Saugdüse angeordnet ist.
[0010] Die DE 21 64 554 A zeigt eine Vorrichtung zum staubfreien Längsschneiden laufender
Bahnen, wobei unter den Kreismessern eine Saugwalze vorgesehen ist. Dabei ist der
Unterdruckbereich im wesentlichen auf den Umschlingungsbereich begrenzt.
[0011] Die EP 0 183 863 A1 offenbart eine Längsschneideinrichtung (Fig. 7) mit einer Blasdüse
auf einer Seite der Bahn, der eine Saugdüse auf der anderen Seite der Bahn zugeordnet
ist.
[0012] Die EP 0 608 498 A1 beschreibt eine Vorrichtung zur Reinigung einer Walze, wobei
eine Blas- und eine Saugdüse dem Umschlingungsbereich der Bahn an der Walze gegenüberliegend
angeordnet ist.
[0013] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Längsschneideinrichtung zum Zerschneiden
einer Materialbahn in eine Mehrzahl von Teilbahnen und ein Verfahren zum Reinigen
einer Längsschneideinrichtung zu schaffen.
[0014] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1, 2 oder 8
gelöst.
[0015] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen darin, dass Partikel, die beim
Zerschneiden der Materialbahn frei werden und an der Mantelfläche der Walze der Längsschneideinrichtung
haften bleiben, zuverlässig beseitigt werden können, bevor die Mantelfläche auf ihrer
Drehung erneut mit der Materialbahn in Kontakt treten kann.
[0016] Die Erfindung ist besonders vorteilhaft einsetzbar bei einer Längsschneideinrichtung,
deren Walze eine mit dem Kreismesser zusammenwirkende Nut aufweist. Bei einer solchen
Längsschneideinrichtung wird beim Schneiden ein Teil der Materialbahn in die Nut hineingedrückt,
so dass an dem entstehenden Rand frei werdende Partikel in der Nut stecken bleiben
können, und wenn sie nicht entfernt werden, diese im Laufe der Zeit zusetzen.
[0017] Um die Reinigungswirkung der Blasdüse auf diesen kritischen Bereich zu konzentrieren,
ist die Blasdüse zweckmäßigerweise auf die Nut ausgerichtet.
[0018] Die lichte Weite der Blasdüse in axialer Richtung beträgt vorzugsweise zwischen dem
0,2-fachen und dem 2-fachen der Breite der Nut. So kann die Blasdüse einen scharf
auf die Nut ausgerichteten Fluidstrahl liefern, dessen Reinigungswirkung sich im wesentlichen
in diesem kritischen Bereich der Walze entfaltet.
[0019] Zweckmäßigerweise ist die Blasdüse so orientiert, dass sie an der Mantelfläche der
rotierenden Walze einen überwiegend entgegen der Drehrichtung der Walze verlaufenden
Fluidstrom erzeugt. Bei einer solchen Orientierung setzt sich die wirksame Strömungsgeschwindigkeit,
der die Partikel in der Nut ausgesetzt sind, additiv aus der Bahngeschwindigkeit der
Partikel und der Geschwindigkeit des Fluidstroms zusammen.
[0020] Um zu verhindern, dass der Fluidstrom auf die Materialbahn trifft, ist vorzugsweise
eine auf die Mantelfläche der Walze ausgerichtete Saugdüse vorgesehen. Deren lichte
Weite ist vorzugsweise wenigstens zweimal so groß wie die der Blasdüse, so dass sie
den an der Mantelfläche der Walze gestreuten und aufgeweiteten Fluidstrom im wesentlichen
vollständig absaugen kann.
[0021] Einer ersten Ausgestaltung zufolge kann die Saugdüse bezogen auf die Drehrichtung
der Walze vor der Blasdüse angeordnet sein, um so den sich entgegen der Drehrichtung
an der Mantelfläche der Walze ausbreitenden Fluidstrom abzusaugen. Alternativ besteht
die Möglichkeit, dass die Blasdüse an ihrer Mündung von der Saugdüse ringsum umgeben
ist, so dass die Saugdüse den Fluidstrom der Blasdüse abfangen kann, unabhängig davon,
in welcher Richtung er sich auf der Mantelfläche der Walze ausbreitet.
[0022] Um zu verhindern, dass der gegen die Mantelfläche geblasene Fluidstrom durch geradlinige
Ausbreitung auf die Materialbahn treffen und diese auslenken kann, ist vorzugsweise
vorgesehen, dass die Tangente der Mantelfläche der Walze am Schnittpunkt dieser Mantelfläche
mit der Hauptblasrichtung der Blasdüse eine von der Blasdüse abgewandte Wand der Saugdüse
schneidet.
[0023] Die Längsschneideinrichtung kann femer mit einem Auffangbehälter für durch die Saugdüse
abgesaugten Partikel versehen sein. Dies erlaubt es, die von den Partikeln befreite
Luft direkt wieder in den gleichen Raum abzugeben, in dem die Längsschneideinrichtung
im Einsatz ist.
[0024] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im folgenden näher beschrieben.
[0025] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Längsschneideinrichtung im Schnitt;
- Fig. 2
- eine Längsschneideinrichtung in einer partiellen Seitenansicht;
- Fig. 3
- ein vergrößertes Detail aus Fig. 1;
- Fig. 4
- einen Schnitt analog dem der Fig. 3 durch eine Längsschneideinrichtung gemäß einer
zweiten Ausgestaltung der Erfindung.
[0026] Die in Fig. 1 in einem Axialschnitt gezeigte Längsschneideinrichtung umfasst eine
im wesentlichen zylindrische Walze 01, auf der eine straff geführte Materialbahn 02,
hier aus Papier, um ca. 180° umgelenkt wird. Die Walze 01 ist zwischen zwei in der
Fig. 1 nicht gezeigten Seitenplatten drehbar gelagert und mit einer an die Durchlaufgeschwindigkeit
der Materialbahn 02 angepassten Geschwindigkeit drehangetrieben.
[0027] Fig. 2 zeigt eine partielle Seitenansicht der Längsschneideinrichtung aus Fig. 1.
In der Mantelfläche 03 der Walze 01 ist eine Nut 04 ausgebildet, in die ein Messer
06, z. B. ein Kreismesser 06, mit seiner Schneidkante 07 eintaucht. Das Kreismesser
06 ist auf einer zu der Walze 01 parallelen Welle 08 montiert, die in der Fig. 2 lediglich
als eine Strichpunktlinie angedeutet ist. Die Schneidkante 07 des Kreismessers 06
weist eine planare und eine kegelstumpfförmige Seitenfläche auf. Die planare Seitenfläche
liegt beim Schneidvorgang im Bereich von 0 bis 0,1 mm an einer Seitenwand 09 der Nut
04 an, so dass die Materialbahn 02 im Bereich dieser Seitenwand 09 geschnitten wird.
Dabei entstehende Späne sowie der Teil der Materialbahn 02, der über der Nut 04 liegt,
werden vom Kreismesser 06 in die Nut 04 hineingedrückt. Dabei können Partikel, die
beim Schneiden frei werden, in der Nut 04 hängen bleiben und diese bei lang andauerndem
Schneidbetrieb allmählich zusetzen, mit der Folge, dass der Abstand bzw. Kontakt zwischen
der Seitenwand der Schneidkante 07 und der Seitenwand 09 der Nut 04 gestört wird oder
das Kreismesser 06 sogar aus der Nut 04 heraus verdrängt wird.
[0028] Um dies zu vermeiden, ist lotrecht unterhalb der Walze 01 eine Reinigungsvorrichtung
für die Nut 04 angeordnet, die eine Blasdüse 11 und eine Saugdüse 12 umfasst. Die
Blasdüse 11, Saugdüse 12 und Walze 01 sind auf der gleichen Seite der Materialbahn
02 angeordnet. Die Materialbahn 02 bildet mit der Mantelfläche 03 der Walze 01 in
Transportrichtung der Materialbahn 02 gesehen hinter der Walze 01 einen Spalt, d.
h. einen Auslaufspalt bzw. Auslaufzwickel. In diesem Auslaufspalt sind Blasdüse 11
und Saugdüse 12 angeordnet. Die Längsachsen beider Düsen 11; 12 erstrecken sich in
der durch die Nut 04 der Walze 01 definierten Ebene. Die Saugdüse 12 ist in der Ansicht
der Fig. 2 transparent gezeichnet, um auch die Blasdüse 11 zeigen zu können. Die Blasdüse
11 ist so ausgerichtet, dass sie einen Fluidstrahl, vorzugsweise einen Pressluftstrahl,
unter einem Winkel α von zwischen 30 und 65° gegen die Oberflächennormale der Mantelfläche
03 richtet. Durch diese Wahl des Winkels α wird erreicht, dass der Blasluftstrom sich
an der Mantelfläche 03 im wesentlichen entgegen der Bewegungsrichtung der Mantelfläche
03 ausbreitet, so dass an der Walze 01 haftende Partikel eine durch die Drehgeschwindigkeit
der Walze 01 vergrößerten Anströmgeschwindigkeit ausgesetzt sind. Andererseits wird
durch die Ausrichtung des Blasluftstrahls gegen die Mantelfläche 03 und nicht tangential
zu dieser erreicht, dass sich am Auftreffpunkt des Blasluftstrahls ein Staudruck bildet,
der seinerseits wiederum lokal erhöhte Strömungsgeschwindigkeiten bedingt. Die Blasdüse
11 wird mit einem Überdruck von ca. 0,4 bar betrieben.
[0029] An die Saugdüse 12 ist eine (in der Fig. nicht dargestellte) Saugpumpe angeschlossen,
die den betriebsnotwendigen Unterdruck liefert. Femer ist in einer die Saugdüse 12
und die Saugpumpe verbindenden Unterdruckleitung oder im Anschluß an die Saugpumpe
ein Auffangbehälter für von dem Saugluftstrom mitgeführte Partikel, z. B. ein Filterbeutel
oder eine Auffangkammer eines elektrostatischen oder Zyklon-Abscheiders, angeordnet.
So kann der gefilterte Saugluftstrom direkt wieder in die Umgebung der Längsschneideinrichtung
abgegeben werden.
[0030] Wie in Fig. 2 zu erkennen ist, ist die lichte Weite I der hier rohrförmig ausgebildeten
Blasdüse 11 im wesentlichen größer als die Breite der Nut 04, so dass der von der
Mündung der Blasdüse 11 in dem Abstand von wenigen Millimetern von der Nut 04 abgegebene
Blasluftstrahl größtenteils in die Nut 04 eintritt und so in dieser geführt wird,
ohne dass sich wesentliche Teile des Blasluftstrahles beiderseits der Nut 04 auf der
Mantelfläche 03 in axialer Richtung verteilen.
[0031] Wie in Fig. 1 anhand der den Verlauf des Blasluftstroms darstellenden Pfeile 13 gut
zu erkennen ist, dient die Saugdüse 12 dazu, diesen Blasluftstrom von der Walze 01
wieder abzusaugen, bevor er auf die geschnittene Materialbahn 02 trifft. Auf diese
Weise werden unkontrollierte Schlagbewegungen der Materialbahn 02 vermieden. Der freie
Querschnitt der Saugdüse 12 ist wesentlich größer als der der Blasdüse 11.
[0032] Wie Fig. 2 zeigt, ist insbesondere die lichte Weite L der Saugdüse 12 in axialer
Richtung mehr als zweimal so groß wie die lichte Weite I der Blasdüse 11, um zu gewährleisten,
dass auch Teile des Blasluftstroms, die an der Mantelfläche 03 in axialer Richtung
gestreut werden, im wesentlichen abgesaugt werden und keine unkontrollierten Flatterbewegungen
der geschnittenen Materialbahn 02 hervorrufen. Die Saugdüse 12 wird mit einem Unterdruck
von ca. 0,25 bar betrieben.
[0033] Fig. 3 zeigt die Anordnung der Blasdüse 11 und der Saugdüse 12 an der Walze 01 in
einem Schnitt in einem gegenüber Fig. 1 vergrößerten Maßstab. Die Hauptblasrichtung
der Blasdüse 11, die im Falle einer zylindrischen Blasdüse 11 ihrer Längsachse 14
entspricht, schneidet die Mantelfläche 03 der Walze 01 am Auftreffpunkt P. Der Winkel
α der Längsachse 14 zur Oberflächennormalen 16 der Walze 01 am Auftreffpunkt P beträgt
ca. 45°. Der Blasluftstrom breitet sich an der Mantelfläche 03 der Walze 01 im wesentlichen
entlang einer Tangente 17 am Auftreffpunkt P zur Mündung 18 der Saugdüse 12 hin aus.
Der Rand der Mündung 18 ist entsprechend der Umfangsform der Walze 01 kreissegmentförmig
geschwungen, so dass der Abstand zwischen der Mündung 18 und der Mantelfläche 03 überall
im wesentlichen gleich ist. Dabei ist eine der geschnittenen Materialbahn 02 zugewandte
Wand 19 der Saugdüse 12 so weit nach oben vorgezogen, dass die Tangente 17 die Wand
19 schneidet. Es existiert daher kein gradliniger Weg vom Punkt P zur Materialbahn
02, auf dem der Blasluftstrom die Materialbahn 02 ungebremst erreichen könnte.
[0034] Fig. 4 zeigt eine Abwandlung der mit Bezug auf Figuren 1 bis 3 beschriebenen Reinigungseinrichtung
in einer Ansicht analog der der Fig. 3. Bei dieser Variante deckt die Mündung 18 der
Saugdüse 12 einen noch größeren Bereich des Umfangs der Walze 01 ab als im in Fig.
3 gezeigten Fall, und die Austrittsöffnung der Blasdüse 11 liegt innerhalb der Saugdüse
12. Bei dieser Anordnung ist die Saugdüse 12 in der Lage, auch solche Anteile des
Blasluftstromes abzusaugen, die sich vom Auftreffpunkt P aus in Drehrichtung der Walze
01, also nach rechts in der Fig. 4, ausbreiten.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 01.
- Walze
- 02.
- Materialbahn
- 03.
- Mantelfläche
- 04.
- Nut
- 05.
- -
- 06.
- Messer, Kreismesser
- 07.
- Schneidkante
- 08.
- Welle
- 09.
- Seitenwand
- 10.
- -
- 11.
- Blasdüse
- 12.
- Saugdüse
- 13.
- Pfeil
- 14.
- Längsachse
- 15.
- -
- 16.
- Oberflächennormale
- 17.
- Tangente
- 18.
- Mündung
- 19.
- Wand
- P
- Auftreffpunkt
- α
- Alpha
- I
- lichte Weite der Blasdüse (11)
- L
- lichte Weite der Saugdüse (12)
1. Längsschneideinrichtung zum Zerschneiden einer Materialbahn (02), mit einer die Materialbahn
(02) unterstützenden Walze (01) und einem mit der Walze (01) zusammenwirkenden Messer
(06), wobei eine Saugdüse (12) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Blasdüse (11) angeordnet ist und dass Blasdüse (11) und Saugdüse (12) im Bereich
des Auslaufspaltes von Materialbahn (02) und Walze (01) angeordnet sind, dass die
lichte Weite (L) der Saugdüse (12) in axialer Richtung der Walze (01) wenigstens zweimal
so groß wie die lichte Weite (I) der Blasdüse (11) ist.
2. Längsschneideinrichtung zum Zerschneiden einer Materialbahn (02), mit einer die Materialbahn
(02) unterstützenden Walze (01) und einem mit der Walze (01) zusammenwirkenden Messer
(06), wobei eine Saugdüse (12) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Blasdüse (11) angeordnet ist und dass Blasdüse (11) und Saugdüse (12) im Bereich
des Auslaufspaltes von Materialbahn (02) und Walze (01) angeordnet sind, dass eine
Tangente (17) der Mantelfläche (03) am Schnittpunkt (P) der Mantelfläche (03) mit
der Hauptblasrichtung der Blasdüse (11) eine von der Blasdüse (11) abgewandte Wand
(19) der Saugdüse (11) schneidet.
3. Längsschneideinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Blasdüse (11) eine lichte Weite (I) in axialer Richtung der Walze (01) aufweist,
die zwischen dem 0,2-fachen und dem 2-fachen der Breite einer mit dem Kreismesser
(06) zusammenwirkenden Nut (04) beträgt.
4. Längsschneideinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze (01) entsprechend einer Förderbewegung der Materialbahn (02) drehbar ist,
und dass die Blasdüse (11) orientiert ist, um an der Mantelfläche (03) einen überwiegend
entgegen der Drehrichtung der Walze (01) verlaufenden Fluidstrom zu erzeugen.
5. Längsschneideinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Tangente (17) der Mantelfläche (03) am Schnittpunkt (P) der Mantelfläche (03)
mit der Hauptblasrichtung der Blasdüse (11) eine von der Blasdüse (11) abgewandte
Wand (19) der Saugdüse (11) schneidet.
6. Längsschneideinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Auffangbehälter für die durch die Saugdüse (12) abgesaugten Partikel angeordnet
ist.
7. Längsschneideinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fluidstrom ein Luftstrom ist.
8. Verfahren zum Reinigen einer Längsschneideinrichtung mit einer eine zu schneidende
Materialbahn (02) unterstützenden Walze (01) und mit einer Saugdüse (11), dadurch gekennzeichnet, dass ein Fluidstrom gegen einen von der Materialbahn (02) abgewandten Bereich der Mantelfläche
(03) der Walze (01) geblasen wird und dass der Fluidstrom entgegen der Bewegungsrichtung
der Mantelfläche (03) der Walze (01) über diese strömt, dass eine Tangente (17) der
Mantelfläche (03) am Schnittpunkt (P) der Mantelfläche (03) mit der Hauptblasrichtung
einer Blasdüse (11) eine von der Blasdüse (11) abgewandte Wand (19) der Saugdüse (11)
schneidet.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Fluidstrom von der Mantelfläche (03) der Walze (01) abgesaugt wird, bevor er
auf die Materialbahn (02) trifft.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der abgesaugte Fluidstrom von Partikeln befreit wird.
1. Slitter for cutting up a material web (02), comprising a roll (01) that supports the
material web (02) and a knife (06) that interacts with the roll (01), a suction nozzle
(12) being provided, characterized in that a blower nozzle (11) is provided and in that the blower nozzle (11) and suction nozzle (12) are arranged in the region of the
outlet of the material web (02) and roll (01), and in that the clear width (L) of the suction nozzle (12) in the axial direction of the roll
(01) is at least twice as large as the clear width (I) of the blower nozzle (11).
2. Slitter for cutting up a material web (02), comprising a roll (01) that supports the
material web (02) and a knife (06) that interacts with the roll (01), a suction nozzle
(12) being provided, characterized in that a blower nozzle (11) is provided and in that the blower nozzle (11) and suction nozzle (12) are arranged in the region of the
outlet of the material web (02) and roll (01), and in that a tangent (17) to the circumferential surface (03) at the point of intersection (P)
of the circumferential surface (03) with the main blowing direction of the blower
nozzle (11) intersects a wall (19) of the suction nozzle (12) that faces away from
the blower nozzle (11).
3. Slitter according to Claim 1 or 2, characterized in that the blower nozzle (11) has a clear width (I) in the axial direction of the roll (01)
which is between 0.2 times and 2 times the width of a groove (04) interacting with
the circular knife (06).
4. Slitter according to Claim 1 or 2, characterized in that the roll (01) can be rotated in accordance with a conveying movement of the material
web (02), and in that the blower nozzle (11) is oriented in order to produce at the circumferential surface
(03) a fluid stream running predominantly counter to the direction of rotation of
the roll (01).
5. Slitter according to Claim 1, characterized in that a tangent (17) to the circumferential surface (03) at the point of intersection (P)
of the circumferential surface (03) with the main blowing direction of the blower
nozzle (11) intersects a wall (19) of the suction nozzle (12) that faces away from
the blower nozzle (11 ).
6. Slitter according to Claim 1 or 2, characterized in that a collecting container for the particles extracted by the suction nozzle (12) is
provided.
7. Slitter according to one of the preceding claims, characterized in that the fluid stream is an air stream.
8. Method of cleaning a slitter comprising a roll (01) that supports a material web (02)
to be cut, and comprising a suction nozzle (12), characterized in that a fluid stream is blown towards a region of the circumferential surface (03) of the
roll (01) that faces away from the material web (02), and in that the fluid stream flows over the circumferential surface (03) of the roll (01) counter
to the direction of movement of the latter, and in that a tangent (17) to the circumferential surface (03) at the point of intersection (P)
of the circumferential surface (03) with the main blowing direction of a blower nozzle
(11) intersects a wall (19) of the suction nozzle (12) that faces away from the blower
nozzle (11).
9. Method according to Claim 8, characterized in that the fluid stream is extracted from the circumferential surface (03) of the roll (01)
before it encounters the material web (02).
10. Method according to Claim 9, characterized in that the extracted fluid stream is freed of particles.
1. Dispositif de coupe longitudinale pour découper une bande de matériau (02), avec un
rouleau (01) soutenant la bande de matériau (02) et une lame (06) coopérant avec le
rouleau (01), une buse d'aspiration (12) étant disposée, caractérisé en ce qu'une buse de soufflage (11) est disposée et que la buse de soufflage (11) et la buse
d'aspiration (12) sont disposées dans la zone de l'interstice de sortie de la bande
de matériau (02) et du rouleau (01), en ce que la largeur libre (L) de la buse d'aspiration (12) en direction axiale du rouleau
(01) est au moins de deux fois la largeur libre (I) de la buse de soufflage (11).
2. Dispositif de coupe longitudinale pour découper une bande de matériau (02), avec un
rouleau (01) soutenant la bande de matériau (02) et une lame (06) coopérant avec le
rouleau (01), une buse d'aspiration (12) étant disposée, caractérisé en ce qu'une buse de soufflage (11) est disposée et que la buse de soufflage (11) et la buse
d'aspiration (12) sont disposées dans la zone de l'interstice de sortie de la bande
de matériau (02) et du rouleau (01), en ce qu'une tangente (17) de la surface d'enveloppe (03), au point d'intersection (P) de la
surface d'enveloppe (03) avec la direction de soufflage principale de la buse de soufflage
(11), coupe une paroi (19), opposée à la buse de soufflage (11), de la buse d'aspiration
(12).
3. Dispositif de coupe longitudinale selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la buse de soufflage (11) présente en direction axiale de l'arbre (01) une largeur
libre (I) comprise entre 0,2 fois et 2 fois la largeur d'une rainure (04) coopérant
avec la lame circulaire (06).
4. Dispositif de coupe longitudinale selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le rouleau (01) est susceptible de tourner de manière correspondante à un mouvement
de transport de la bande de matériau (02), et en ce que la buse de soufflage (11) est orientée pour produire sur la surface d'enveloppe (03)
un flux de fluide s'étendant majoritairement à l'encontre du sens de rotation du rouleau
(01).
5. Dispositif de coupe longitudinale selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une tangente (17) de la surface d'enveloppe (03), au point d'intersection (P) de la
surface d'enveloppe (03) avec la direction de soufflage principale de la buse de soufflage
(11), coupe une paroi (19), opposée à la buse de soufflage (11), de la buse d'aspiration
(12).
6. Dispositif de coupe longitudinale selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'un récipient de captage pour les particules aspirées par la buse d'aspiration (12)
est prévu.
7. Dispositif de coupe longitudinale selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le flux de fluide est un flux d'air.
8. Procédé de nettoyage d'un dispositif de coupe longitudinale avec un rouleau (01) soutenant
une bande de matériau (02) à couper, et avec une buse d'aspiration (11), caractérisé en ce qu'un flux de fluide est soufflé contre une zone, opposée à la bande de matériau (02),
de la surface d'enveloppe (03) du rouleau (01), et en ce que le flux de fluide s'écoule à l'encontre du sens de déplacement de la surface d'enveloppe
(03) du rouleau (01) sur celle-ci, en ce qu'une tangente (17) de la surface d'enveloppe (03), au point d'intersection (P) de la
surface d'enveloppe (03) avec la direction de soufflage principale d'une buse de soufflage
(11), coupe une paroi (19), opposée à la buse de soufflage (11), de la buse d'aspiration
(12).
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que le flux de fluide est aspiré de la surface d'enveloppe (03) du rouleau (01) avant
de toucher la bande de matériau (02).
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que le flux de fluide aspiré est débarrassé des particules.