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(11) |
EP 1 362 090 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.09.2006 Patentblatt 2006/37 |
| (22) |
Anmeldetag: 13.02.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2002/001458 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2002/074894 (26.09.2002 Gazette 2002/39) |
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| (54) |
SCHAUMREGULATORGRANULAT
FOAM REGULATING GRANULATES
GRANULES REGULATEURS DE MOUSSE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT |
| (30) |
Priorität: |
22.02.2001 DE 10108459
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.11.2003 Patentblatt 2003/47 |
| (73) |
Patentinhaber: Henkel Kommanditgesellschaft auf Aktien |
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40589 Düsseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- BLANK, Volker
51375 Leverkusen (DE)
- ARTIGA GONZALEZ, René-Andres
40589 Düsseldorf (DE)
- PEGELOW, Ulrich
40597 Düsseldorf (DE)
- HAMMELSTEIN, Stefan
40591 Düsseldorf (DE)
- WICHE, Adolf
40764 Langenfeld (DE)
- STURM, Mario
40599 Düsseldorf (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-93/01269 DE-A- 4 325 881 DE-A- 19 828 080 US-A- 3 933 672
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DE-A- 4 004 687 DE-A- 19 505 690 DE-A- 19 857 204 US-A- 6 093 218
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft in Wasch- oder Reinigungsmitteln einsetzbare teilchenförmige
Schaumregulierungsmittel sowie ein Verfahren zu deren Herstellung.
[0002] Die schaumregulierende Wirkung von Kombinationen aus Paraffinen mit Bisfettsäureamiden
in wäßrigen tensidhaltigen Systemen ist bekannt. So beschreibt zum Beispiel die europäische
Patentschrift EP 0 309 931 B1 zur Verwendung in Wasch- und Reinigungsmitteln geeignete
teilchenförmige Schaumregulierungsmittel, die aus einem wasserlöslichen tensidfreien
Trägermaterial und einem daran adsorbierten siloxanfreien Entschäumergemisch aus 5-60
Gew.-% Weich- und/oder Hartparaffin, 20-90 Gew.-% mikrokristallinem Paraffinwachs
mit bestimmtem Schmelzbereich und 5-20 Gew.-% eines von C
2-7-Diaminen und C
12-22-Fettsäuren abgeleiteten Diamids in feinverteilter Form. Die Herstellung solcher teilchenförmiger
Schaumregulierungsmittel erfolgt mittels Sprühtrocknung einer wäßrigen Aufschlämmung,
welche das Trägermaterial und das Entschäumergemisch enthält. Die Entschäumerleistung
des Entschäumergemisches wird als unzureichend angegeben, wenn man es auf ein teilchenförmiges
Waschmittel aufsprüht.
[0003] Die Verwendung schaumregulierender homogener Gemische aus nichtionischem Tensid und
einem Schaumregulatorsystem, das Paraffinwachs und Bisfettsäureamide enthält, zur
Verbesserung der Herstellbarkeit und der Produkteigenschaften extrudierter Wasch-
und Reinigungsmittel ist aus der internationalen Patentanmeldung WO 96/26258 bekannt.
[0004] Gegenstand der deutschen Offenlegungsschrift DE 23 38 468 ist ein Waschmittel mit
einem Gehalt an einem Silikonentschäumer, der gegen Wechselwirkungen mit den Waschmittelbestandteilen
geschützt ist. Zu seiner Herstellung werden wäßrige Schmelzen, die den Silikonentschäumer
sowie eine Trägersubstanz, zum Beispiel Polyglykol, enthalten, zunächst sprühgetrocknet
und die erhaltenen Partikel in einem fluidisierten Bett eines festen, wasserlöslichen
Hüllmaterials mit einem Überzug versehen. Als Überzugsmaterial können übliche in Waschmitteln
verwendete Salze, insbesondere Tripolyphosphat oder Carboxymethylcellulose verwendet
werden. Ein solches mehrstufiges Herstellungsverfahren ist vergleichsweise technisch
aufwendig.
[0005] Die deutsche Offenlegungsschrift DE 3128 631 beschreibt die Herstellung von schaumgedämpften
Waschmitteln mit einem Gehalt an Silikonentschäumern, die mikroverkapselt sind. Dabei
wird das Silikon in einer wäßrigen Lösung eines filmbildenden Polymeren dispergiert
und die Dispersion - getrennt von den übrigen in Wasser gelösten beziehungsweise dispergierten
Waschmittelbestandteilen - über eine besondere Leitung der Sprühtrocknungsanlage zugeführt.
Die Vereinigung der beiden Teilströme erfolgt im Bereich der Sprühdüse. Als filmbildende
Polymere kommen zum Beispiel Celluloseether, Stärkeether oder synthetische wasserlösliche
Polymere sowie deren Gemische in Frage. Die Bildung der Mikrokapseln erfolgt spontan
in der Sprühdüse oder durch vorheriges Ausfällen durch Zugabe von Elektrolytsalzen
zur Silikondispersion. Das beschriebene Verfahren ist zwangsläufig an die Herstellung
sprühgetrockneter Waschmittel gebunden. Eine Übertragung auf anderweitig, zum Beispiel
durch Granulierung hergestellte Wasch- und Reinigungsmittel oder auch auf andere Einsatzgebiete,
ist bei dieser Arbeitsweise nicht möglich.
[0006] Die europäische Patentanmeldung EP 097 867 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung
mikroverkapselter Entschäumeröle durch Mischen einer Silikonemulsion mit einer wäßrigen
Lösung von Carboxymethylcellulose und Ausfällen der Mikrokapseln durch Zusatz von
Elektrolyten, insbesondere mehrwertiger Salze oder organischer Lösungsmittel. Es bereitet
erhebliche Schwierigkeiten, die für eine ausreichende Schaumdämpfung erforderlichen
geringen Mengen an Silikon-Mikrokapseln in einer vergleichsweise großen Waschpulvermenge
homogen zu verteilen.
[0007] Die deutsche Offenlegungsschrift DE 34 36 194 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung
eines schüttfähigen Entschäumergranulats durch Sprühtrocknen einer wäßrigen, filmbildende
Polymere enthaltenden Entschäumerdispersion. Zwecks Herstellung eines Granulates der
Zusammensetzung 1 bis 10 Gew.-% wasserunlöslicher Entschäumerwirkstoff, 0,2 bis 2
Gew.-% eines Gemisches aus Natriumcarboxymethylcellulose und Methylcellulose im Gewichtsverhältnis
80 : 20 bis 40 : 60, 70 bis 90 Gew.-% an anorganischen, in Wasser löslichen oder dispergierbaren
Trägersalzen, Rest Wasser, läßt man eine 0,5 bis 8 Gew.-% des Celluloseethergemisches
enthaltende wäßrige Lösung bei einer Temperatur von 15 bis 60 °C so lange quellen,
bis die Viskosität der Lösung mindestens 75 % der Viskosität beträgt, die bei vollständiger
Quellung der Celluloseether-Lösung gemessen wird, worauf man in dieser Lösung den
Entschäumerwirkstoff dispergiert und nach Zusatz der Trägersalze und gegebenenfalls
Wasser die homogenisierte Dispersion sprühtrocknet. Als Entschäumerwirkstoffe werden
Organopolysiloxane, Paraffine sowie Gemische aus Organopolysiloxanen und Paraffinen
eingesetzt. Der Entschäumerwirkstoffgehalt beträgt 1 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 3
bis 7 Gew.-%. Das Trägersalz besteht vorzugsweise aus einem Gemisch von Natriumsilikat,
Natriumtripolyphosphat und Natriumsulfat.
[0008] Aus der europäischen Patentschrift EP 0 337 523 B1 ist ein Verfahren zur Herstellung
pulverförmiger Waschmittel bekannt, die mindestens 5 Gew.-% anionisches Tensid, 20-80
Gew.-% Alumosilikat und in Wasser sowie anionischen und nichtionischen Tensiden im
wesentlichen unlösliches Paraffinwachs enthalten, welches das Mitversprühen oder nachträgliche
Aufsprühen des Paraffins auf das vorgefertigte Waschmittelteilchen als wesentlichen
Verfahrensschritt umfaßt. Das Paraffinwachs kann dabei auch in Form einer Mischung
mit nichtionischen Tensiden eingesetzt werden.
[0009] Die in dem letztgenannten Dokument offenbarte Variante des Aufsprühens des Paraffins
auf ein vorgefertigtes pulverförmiges Waschmittel läßt sich nur unter Schwierigkeiten
anwenden, wenn man das Paraffinwachs nicht alleine, sondern in Kombination mit einem
bekanntlich seine Schaumregulatorwirkung verstärkenden Bisfettsäureamid einsetzen
will. Derartige Bisfettsäureamide sind in der Regel bei Raumtemperatur fest und weisen
einen relativ hohen Schmelzpunkt auf, so daß man sie beziehungsweise ihre Kombination
mit dem Paraffin nur bei erhöhter Temperatur von beispielsweise etwa 140 °C in flüssiger
und versprühbarer Form handhaben kann. Bei Unterschreitung dieser Temperatur droht
die Verstopfung der verwendeten Rohrleitungen und Düsen durch die Verfestigung des
Bisfettsäureamids. Weiterhin nachteilig ist, daß es durch derartig hohe Temperaturen
des Aufsprühmaterials zu unerwünschten Wechselwirkungen mit thermisch empfindlichen
Bestandteilen des Waschmittels kommen kann. Zudem ist eine gleichmäßige Verteilung
des Schaumregulatorsystems im Waschmittel gefährdet, wenn es als hocherhitztes Aufsprühmaterial
nach dem Auftreffen auf das Waschmittelpulver rasch abkühlt.
[0010] In der internationalen Patentanmeldung WO 00/36063 wurde vorgeschlagen, dieses Problem
durch die Verwendung einer wäßrigen Schaumregulatoremulsion, die 16 Gew.-% bis 70
Gew.-% Schaumregulatorwirkstoff auf Paraffinwachs- und/oder Silikonölbasis, 2 Gew.-%
bis 15 Gew.-% nichtionischen und/oder anionischen Emulgator sowie nicht mehr als 80
Gew.-% Wasser enthält, zu lösen. Durch Aufsprühen derartiger Emulsionen auf feste
Trägermaterialien erhält man sehr gut wirksame Schaumregulatoren in Teilchenform.
[0011] Allerdings ist die Stabilität der so erhältlichen Teilchen nicht immer zufriedenstellend
hoch. Vielmehr kann es bei der Förderung und dem Transport der Schaumregulatorteilchen
zu deren Zerfall in kleinere Teilchen oder Pulver kommen, die zwar immer noch eine
gute schaumregulierender Wirkung haben, aber sich nicht ohne weiteres gleichmäßig
in teilchenförmige Wasch- oder Reinigungsmittel einarbeiten lassen.
[0012] Das Problem mangelhafter Teilchenstabilität wird mit der vorliegenden Erfindung durch
die Anpassung des Trägermaterials gelöst.
[0013] Gegenstand der Erfindung ist ein in Wasch- oder Reinigungsmitteln einsetzbares teilchenförmiges
Schaumregulienmgsmittel, enthaltend Schaumregulatorwirkstoff auf Paraffinwachs- und/oder
Silikonölbasis, nichtionischen und/oder anionischen Emulgator und festes Trägermaterial,
dadurch gekennzeichnet, daß das Trägermaterial Alkalicarbonat und eine Brønsted-Säure
enthält.
[0014] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung teilchenförmiger
Schaumregulatorgranulate durch Aufsprühen einer wäßrigen Schaumregulatoremulsion,
die 16 Gew.-% bis 70 Gew.-% Schaumregulatorwirkstoff auf Paraffinwachs- und/oder Silikonölbasis,
2 Gew.-% bis 15 Gew.-% nichtionischen und/oder anionischen Emulgator sowie nicht mehr
als 80 Gew.-% Wasser enthält, auf ein festes Trägermaterial, woran sich gegebenenfalls
ein Trocknungsschritt anschließt, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß das Trägermaterial
Alkalicarbonat und eine Brønsted-Säure enthält.
[0015] Es ist bevorzugt, daß die Brønsted-Säure bei 25 °C in fester Form vorliegt. Sie weist
bei 25 °C eine Wasserlöslichkeit von vorzugsweise mindestens 100 g/l auf. Vorzugsweise
wird sie aus den Di- und Tricarbonsäuren, deren sauren Salzen, den sauren Salzen von
anorganischen Säuren, insbesondere NaHSO
4, Na
2HPO
4 und NaH
2PO
4, und deren Mischungen ausgewählt. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
handelt es sich bei der Brønsted-Säure um Citronensäure.
[0016] Das in dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendete Trägermaterial enthält Alkalicarbonat
und eine Brønsted-Säure vorzugsweise in Gewichtsverhältnissen von 1:1 bis 100:1, insbesondere
von 20:3 bis 80:3. Das Trägermaterial weist vorzugsweise 40 Gew.-% bis 90 Gew.-%,
insbesondere 60 Gew.-% bis 80 Gew.-% Alkalicarbonat und 1-20 Gew.-%, insbesondere
3 Gew.-% bis 9 Gew.-% einer Brønsted-Säure auf.
[0017] Das Trägermaterial kann dabei allein aus Alkalicarbonat und der Brønsted-Säure bestehen
oder zusätzlich weitere teilchenförmige Bestandteile enthalten, wobei feste und/oder
in fester Form konfektionierte Wasch- oder Reinigungsmittelbestandteile in Frage kommen.
Dazu gehören beispielsweise übliche durch Sprühtrocknung wäßriger Aufschlämmungen
ihrer Inhaltsstoffe hergestellte Pulver, feste Bleichmittel auf Sauerstoffbasis, beispielsweise
Alkalipercarbonate oder Alkaliperborate, die als sogenannte Monohydrate oder Tetrahydrate
vorliegen können, pulverförmig konfektionierte Bleichaktivatoren, beispielsweise ein
nach dem Verfahren des europäischen Patentes EP 0 037 026 hergestelltes Tetraacetylethylendiamin-Granulat,
nicht durch konventionelles Sprühtrocknen hergestellte Aniontensidcompounds gemäß
der internationalen Patentanmeldung WO 93/04162 mit einem Gehalt von über 80 Gew.-%,
insbesondere über 90 Gew.-% an Alkylsulfat mit Alkylkettenlängen im Bereich von C
12 bis C
18, wobei der Rest im wesentlichen aus anorganischen Salzen und Wasser besteht, in granularer
Form vorliegende Enzyme, beispielsweise ein nach dem Verfahren der internationalen
Patentanmeldung WO 92/11347 hergestelltes Enzymextrudat oder ein nach dem Verfahren
der deutschen Patentanmeldung DE 43 29 463 hergestelltes Mehrenzymgranulat, pulverförmig,
beispielsweise nach dem Verfahren der deutschen Patentanmeldung DE 44 08 360, konfektionierter
Soil release-Wirkstoff, pulverförmige Polycarboxylat-Cobuilder, beispielsweise Alkaücitrat,
feste anorganische Buildermaterialien, wie Zeolith-A, Zeolith-P, Zeolith-X und kristalline
Schichtsilikate, und sonstige anorganische Salze wie Alkalisulfat, Alkalihydrogencarbonat
und Alkalisilikat sowie deren Mischungen. Vorzugsweise weist das Trägermaterial eine
Kombination aus Alkalihydrogencarbonat und Alkalicarbonat auf, wobei deren Gewichtsverhältnis
vorzugsweise 99:1 bis 10:90, insbesondere 95:5 bis 50:50, beträgt. Bevorzugtes Alkalimetall
in den genannten Salzen wie auch im Alkalicarbonat ist dabei Natrium.
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens führt man im wesentlichen wie
in der internationalen Patentanmeldung WO 00/36063 beschrieben in einem Granulationsmischer
eine Aufbaugranulation derart durch, daß man eine Menge von 40 bis 110 Gewichtsteilen,
insbesondere 60 bis 90 Gewichtsteilen an Trägermaterial, das vorzugsweise zusätzlich
Alkalisulfat und/oder Alkalihydrogencarbonat enthalten kann, intensiv mischt und unter
Granulieren eine Menge von 15 bis 50 Gewichtsteilen, insbesondere 25 bis 35 Gewichtsteilen
der gegebenenfalls auf eine Temperatur im Bereich von 70 °C bis 180 °C erwärmten Schaumregulatoremulsion
zusetzt. Geringe Mengen Wasser, vorzugsweise nicht mehr als 10 Gewichtsteile, insbesondere
1 bis 5 Gewichtsteile Wasser können, nach oder vorzugsweise vor dem Zusatz der Schaumregulatoremulsion,
gewünschtenfalls ebenfalls zugesetzt werden.
[0019] Unter einer Paraffinwachsbasis wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung insbesondere
eine Kombination aus Paraffinwachs und Bisfettsäureamid verstanden. Vorzugsweise enthält
eine erfindungsgemäß brauchbare Schaumregulatoremulsion 15 Gew.-% bis 60 Gew.-%, insbesondere
30 Gew.-% bis 50 Gew.-% Paraffinwachs oder einer Mischung aus Paraffinwachs und Silikonöl,
1 Gew.-% bis 10 Gew.-%, insbesondere 3 Gew.-% bis 8 Gew.-% sich von C
2-7-Diaminen und C
12-22-Fettsäuren ableitendem Bisfettsäureamid, 2 Gew.-% bis 15 Gew.-%, insbesondere 3 Gew.-%
bis 10 Gew.-% nichtionischen und/oder anionischen Emulgator sowie nicht mehr als 80
Gew.-%, insbesondere nicht mehr als 60 Gew.-% und besonders bevorzugt 20 Gew.-% bis
50 Gew.-% Wasser.
[0020] Eine erfindungsgemäß brauchbare Schaumregulatoremulsion auf Paraffinwachsbasis wird
vorzugsweise durch Aufschmelzen des Paraffinwachses und des Bisfettsäureamides in
Gegenwart des Emulgators, gegebenenfalls Abkühlen der Schmelze auf höchstens ca. 100
°C und Einrühren in Wasser hergestellt. Falls Mischungen aus nichtionischem Emulgator
und anionischem Emulgator eingesetzt werden, ist es dabei bevorzugt, den nichtionischen
Emulgator wie beschrieben in die Schmelze aus Paraffinwachs und Bisfettsäureamid einzuarbeiten
und den anionischen Emulgator nicht der Schmelze, sondern vor dem Einrühren der Schmelze
dem Wasser zuzusetzen. Wenn man Paraffinwachs und Bisfettsäureamid in geschmolzener,
nicht abgekühlter Form einsetzt, ist es bevorzugt, kaltes Wasser mit einer höchstens
Raumtemperatur entsprechenden Temperatur zu verwenden. Falls die Schmelze vor dem
Einrühren in Wasser auf eine Temperatur von höchstens ca. 100 °C abgekühlt wird, ist
es bevorzugt, Wasser mit einer Temperatur von ca. 50 °C bis 80 °C einzusetzen. Übliche
Rührvorrichtungen sind normalerweise ausreichend, um die gleichmäßige Verteilung aller
Komponenten zu erzielen und somit die erfindungsgemäß brauchbare wäßrige Emulsion
zu erzeugen; der Einsatz von Hochgeschwindigkeitsmischern oder Homogenisatoren (zum
Beispiel Ultra Turrax®) ist in der Regel nicht erforderlich. Die zusätzliche Einarbeitung
von Silikonöl ist an jeder Stelle dieses Verfahrens möglich. Falls Schaumregulatoremulsionen
hergestellt werden sollen, die Silikonöl als alleinigen Schaumregulatorwirkstoff oder
in im Vergleich zur Menge des Paraffinwachses höherer Menge enthalten, vermischt man
vorzugsweise zuerst das Silikonöl mit dem nichtionischen und/oder anionischen Emulgator,
gibt unter Rühren einen Teil der Wassermenge so zu, daß eine Emulsion vom Typ Wasser
in Silikon entsteht, gibt so lange weiteres Wasser zu, bis es zu einer Inversion der
Emulsion kommt, rührt intensiv und gibt anschließend unter Rühren das restliche Wasser
zu. Die so erhältliche Emulsion kann gegebenenfalls teilweise multiplen Charakter
aufweisen, das heißt in der äußeren Wasserphase können sich auch Tröpfchen der ursprünglichen
Kernemulsion vom Typ Wasser in Silikon befinden.
[0021] Die so erhältlichen, im erfindungsgemäßen Verfahren einsetzbaren Schaumregulatoremulsionen
sind stabil und weisen bei 60 °C vorzugsweise Viskositäten unterhalb von 2500 mPa.s,
insbesondere im Bereich von 100 mPa.s bis 500 mPa.s, gemessen beispielsweise mit einem
Brookfield-Rotationsviskosimeter, Spindel Nr.2, 5 Umdrehungen pro Minute, auf.
[0022] Die erfindungsgemäß in Frage kommenden Paraffinwachse sind im allgemeinen komplexe
Stoffgemische ohne scharfen Schmelzpunkt. Zur Charakterisierung bestimmt man üblicherweise
ihren Schmelzbereich durch Differential-Thermo-Analyse (DTA), wie in "The Analyst"
87 (1962), 420, beschrieben, und/oder ihren Erstarrungspunkt. Darunter versteht man
die Temperatur, bei der das Wachs durch langsames Abkühlen aus dem flüssigen in den
festen Zustand übergeht. Erfindungsgemäß sind sowohl bei Raumtemperatur vollständig
flüssige Paraffine, das heißt solche mit einem Erstarrungspunkt unter 25 °C, als auch
bei Raumtemperatur feste Paraffine brauchbar. Vorzugsweise ist das Paraffinwachs bei
Raumtemperatur fest und liegt bei 100 °C in vollständig flüssiger Form vor. Eingesetzt
werden können beispielsweise die aus der europäischen Patentanmeldung EP 0 309 931
bekannten Paraffinwachsgemische aus beispielsweise 26 Gew.-% bis 49 Gew.-% mikrokristallinem
Paraffinwachs mit einem Erstarrungspunkt von 62 °C bis 90 °C, 20 Gew.-% bis 49 Gew.-%
Hartparaffin mit einem Erstarrungspunkt von 42 °C bis 56 °C und 2 Gew.-% bis 25 Gew.-%
Weichparaffin mit einem Erstarrungspunkt von 35 °C bis 40 °C. Vorzugsweise werden
Paraffine beziehungsweise Paraffingemische verwendet, die im Bereich von 30 °C bis
90 °C erstarren. Dabei ist zu beachten, daß auch bei Raumtemperatur fest erscheinende
Paraffinwachsgemische unterschiedliche Anteile an flüssigem Paraffin enthalten können.
Bei den erfindungsgemäß brauchbaren Paraffinwachsen liegt der Flüssiganteil bei 40
°C möglichst hoch, ohne bei dieser Temperatur schon 100 % zu betragen. Bevorzugte
Paraffinwachsgemische weisen bei 40 °C einen Flüssiganteil von mindestens 50 Gew.-%,
insbesondere von 55 Gew.-% bis 80 Gew.-%, und bei 60 °C einen Flüssiganteil von mindestens
90 Gew.-% auf. Die Temperatur, bei der ein Flüssiganteil von 100 Gew.-% des Paraffinwachses
erreicht wird, liegt bei besonders bevorzugten Paraffinwachsgemischen noch unter 85
°C, insbesondere bei 75 °C bis 82 °C. Außerdem ist darauf zu achten, daß die Paraffine
möglichst keine flüchtigen Anteile enthalten. Bevorzugte Paraffinwachse enthalten
weniger als 1 Gew.-%, insbesondere weniger als 0,5 Gew.-% bei 110 °C und Normaldruck
verdampfbare Anteile. Erfindungsgemäß brauchbare Paraffinwachse können beispielsweise
unter den Handelsbezeichnungen Lunaflex® der Firma Fuller sowie Deawax® der DEA Mineralöl
AG bezogen werden. Anstelle des Paraffinwachses können auch schaumregulierendes Silikonöl
oder insbesondere Gemische aus Paraffinwachs mit schaumregulierendem Silikonöl eingesetzt
werden. Die Bezugnahme auf Silikonöl bedeutet im Rahmen der vorliegenden Erfindung
immer auch dessen Abmischung mit feinteiligen Füllstoffen, beispielsweise hydrophilem
oder hydrophobem Siliciumdioxid, sogenannter hochdisperser Kieselsäure. Dabei ist
pyrogenes oder gefälltes, insbesondere hydrophobiertes Siliciumdioxid mit einer Oberfläche
von mindestens 50 m
2/g besonders bevorzugt, wie es beispielsweise under den Bezeichnungen Aerosil® oder
Sipernat® im Handel erhältlich ist. In einer Ausführungsform der Erfindung wird Silikonöl,
beispielsweise Polydimethylsiloxan, in Mischungen aus Paraffinwachs und Silikonöl
vorzugsweise in solchen Mengen eingesetzt, daß die im erfindungsgemäßen Verfahren
verwendete Schaumregulatoremulsion einen Gehalt an Silikonöl im Bereich von 0,1 Gew.-%
bis 10 Gew.-%, insbesondere 1 Gew.-% bis 5 Gew.-% aufweist. In einer weiteren bevorzugten
Ausgestaltung der Erfindung enthält die auf das Trägermaterial aufzusprühende Schaumregulatoremulsion
eine Mischung aus Silikonöl und Paraffinwachs im Gewichtsverhältnis 2:1 bis 1:100,
insbesondere 1:1 bis 1:10. Eine besonders bevorzugt eingesetzte Schaumregulatoremulsion
enthält 10 Gew.-% bis 40 Gew.-%, insbesondere 15 Gew.-% bis 35 Gew.-% Silikonöl und
50 Gew.-% bis 80 Gew.-% Wasser.
[0023] Falls die erfindungsgemäß brauchbare Schaumregulatoremulsion Paraffinwachs enthält,
wird eine zweite Komponente des Entschäumersystems vorzugsweise aus Bisfettsäureamiden
gebildet. Geeignet sind Bisamide, die sich von gesättigten Fettsäuren mit 12 bis 22,
vorzugsweise 14 bis 18 C-Atomen sowie von Alkylendiaminen mit 2 bis 7 C-Atomen ableiten.
Geeignete Fettsäuren sind Laurin-, Myristin-, Stearin-, Arachin- und Behensäure sowie
deren Gemische, wie sie aus natürlichen Fetten beziehungsweise gehärteten Ölen, wie
Talg oder hydriertem Palmöl, erhältlich sind. Geeignete Diamine sind beispielsweise
Ethylendiamin 1,3-Propylendiamin, Tetramethylendiamin, Pentamethylendiamin, Hexamethylendiamin,
p-Phenylendiamin und Toluylendiamin. Bevorzugte Diamine sind Ethylendiamin und Hexamethylendiamin.
Besonders bevorzugte Bisamide sind Bis-myristoyl-ethylendiamin, Bis-palmitoyl-ethylendiamin,
Bisstearoylethylendiamin und deren Gemische sowie die entsprechenden Derivate des
Hexamethylendiamins.
[0024] Unter nichtionischen Emulgatoren, die in erfindungsgemäß brauchbaren Emulsionen zum
Einsatz kommen können, werden insbesondere die Alkoxylate, vorzugsweise die Ethoxylate
und/oder Propoxylate von Alkoholen, Alkylaminen, vicinalen Diolen, Carbonsäuren und/oder
Carbonsäureamiden, die Alkylgruppen mit 8 bis 22 C-Atomen, vorzugsweise 12 bis 18
C-Atomen, besitzen, verstanden. Der mittlere Alkoxylierungsgrad dieser Verbindungen
beträgt dabei in der Regel von 1 bis 10, vorzugsweise 2 bis 5. Sie können in bekannter
Weise durch Umsetzung mit den entsprechenden Alkylenoxiden hergestellt werden. Auch
Produkte, die durch Alkoxylierung von Fettsäurealkylestern mit 1 bis 4 C-Atomen im
Esterteil nach dem Verfahren der internationalen Patentanmeldung WO 90/13533 herstellbar
sind, kommen in Frage. Zu den in Frage kommenden Alkoholalkoxylaten gehören die Ethoxylate
und/oder Propoxylate von linearen oder verzweigtkettigen Alkoholen mit 8 bis 22 C-Atomen,
vorzugsweise 12 bis 18 C-Atomen. Geeignet sind insbesondere die Derivate der Fettalkohole,
obwohl auch deren verzweigtkettige Isomere zur Herstellung verwendbarer Alkoxylate
eingesetzt werden können. Brauchbar sind demgemäß insbesondere die Ethoxylate primärer
Alkohole mit linearen Dodecyl-, Tetradecyl-, Hexadecyl- oder Octadecylresten sowie
deren Gemische. Auch der Einsatz entsprechender Alkoxylate von ein- oder mehrfach
ungesättigten Fettalkoholen, zu denen beispielsweise Oleylalkohol, Elaidylalkohol,
Linoleylalkohol, Linolenylalkohol, Gadoleylalkohol und Erucaalkohol gehört, ist möglich.
Auch Ester beziehungsweise Partialester von Carbonsäuren entsprechender C-Kettenlänge
mit Polyolen wie Glycerin oder Oligoglycerin können eingesetzt werden. Bevorzugte
anionische Emulgatoren sind Alkalisalze der Alkylbenzolsulfonsäuren mit 9 bis 13 C-Atomen
in der Alkylgruppe, insbesondere Natriumdodecylbenzolsulfonat. Zusätzlich zu derartigen
Emulgatoren können geringe Mengen, gegebenenfalls bis zu 4 Gew.-%, anionischer und/oder
nichtionischer Celluloseether wie Carboxymethylcellulose und/oder Hydroxyethylcellulose,
enthalten sein.
[0025] Wesentlich zur Herstellung erfindungsgemäß brauchbarer Emulsionen ist, daß man eine
homogene Mischung aus Schaumregulatorsystem und insbesondere nichtionischem Emulgator
einsetzt. Diese kann man vorteilhaft in einfacher Weise durch Aufschmelzen des bei
Raumtemperatur festen Bisamids in Gegenwart des Paraffins und des Emulgators, zweckmäßigerweise
unter Rühren beziehungsweise Homogenisieren, erreichen. Falls das Bisamid nicht in
Substanz, sondern vorkonfektioniert in Abmischung mit dem Paraffin eingesetzt wird,
ist ein Erhitzen über den Schmelzpunkt des Bisamids hinaus in der Regel nicht erforderlich,
da sich bereits bei niedrigeren Temperaturen in der Regel eine Lösung des Bisamids
im Paraffin bildet. Anschließend an die vorzugsweise bei Temperaturen im Bereich von
60 °C bis 150 °C, insbesondere 80 °C bis 150 °C vorgenommene Bildung des Gemisches
aus Entschäumersystem und Emulgator wird dieses, gegebenenfalls nach Abkühlen, mit
dem Wasser vermischt, wobei dem Wasser zuvor ein insbesondere anionischer Emulgator
zugesetzt worden sein kann. In diesem Fall beträgt die Konzentration an anionischem
Emulgator in Wasser vorzugsweise 5 Gew.-% bis 15 Gew.-%.
[0026] Die so erhältliche Emulsion ist bei Raumtemperatur lagerstabil und man bringt vorzugsweise
3 Gew.-% bis 60 Gew.-%, insbesondere 15 Gew.-% bis 45 Gew.-% an ihr auf das Trägermaterial
auf. Nach dem Aufsprühen der wäßrigen Emulsion kann ein Trocknungsschritt, beispielweise
unter Verwendung üblicher Wirbelschichttrockner, angeschlossen werden, oder man bringt
die Emulsion unter gleichzeitiger Trocknung, zum Beispiel ebenfalls in einer Wirbelschicht,
auf. Die erfindungsgemäßen beziehungsweise nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhältlichen
Schaumregulatorgranulate enthalten vorzugsweise 5 Gew.-% bis 50 Gew.-%, insbesondere
8 Gew.-% bis 35 Gew.-% Schaumregulatorwirkstoff.
Beispiele
[0027] 306 Gew.-Teile einer gemäß WO 00/36063 erhaltenen Schaumregulatoremulsion, enthaltend
40 Gew.-% Paraffinwachs mit einem Erstarrungspunkt nach DIN ISO 2207 von 45 °C und
einem Flüssiganteil bei 40 °C von ca. 66 Gew.-% und bei 60 °C von ca. 96 % (Lunaflex®,
Hersteller DEA), 6 Gew.-% Bistearylsäureethylendiamid, 4,5 Gew.-% Silikonöl, 5,5 Gew.-%
anionischen (Na-Dodecylbenzolsulfonat) und 5 Gew.-% nichtionischen (3-fach ethoxylierter
C
12/14-Fettalkohol, Hersteller Cognis Deutschland GmbH) Emulgator, Rest Wasser, wurden in
einem Mischer auf die darin vorgelegte Kombination aus Natriumcarbonat (704 Gew.-Teile)
und Citronensäure (63 Gew.-Teile), die man zuvor mit 30 Gew.-Teilen Wasser versetzt
hatte, aufgebracht, wobei sich ein Granulat bildete. Dieses wurde anschließend in
einem Wirbelschichttrockner bei 80 - 90 °C getrocknet. Das so erhaltene Schaumregulator-Granulat
wurden in einer Menge von jeweils 1 Gew.-% zu einem entschäumerfreien teilchenförmigen
Waschmittel zugesetzt, was bei Waschtemperaturen von 40 °C, 60 °C und 90 °C eine Entschäumerleistung
ergab, die nicht hinter derjenigen bei Einsatz auf konventionelle Art hergestellter
Entschäumergranulate zurückstand. Es wies einer höhere Kornstabilität und einen geringeren
Feinkornateil auf als ein entsprechend hergestelltes Granulat, dem der Brønsted-Säure-Anteil
fehlte oder bei dem dieser durch polymeres Alkalipolycarboxylat ersetzt war.
1. Verfahren zur Herstellung teilchenförmiger Schaumregulatorgranulate durch Aufsprühen
einer wäßrigen Schaumregulatoremulsion, die 16 Gew.-% bis 70 Gew.-% Schaumregulatorwirkstoff
auf Paraffinwachs- und/oder Silikonölbasis, 2 Gew.-% bis 15 Gew.-% nichtionischen
und/oder anionischen Emulgator sowie nicht mehr als 80 Gew.-% Wasser enthält, auf
ein festes Trägermaterial, woran sich gegebenenfalls ein Trocknungsschritt anschließt,
dadurch gekennzeichnet, daß das Trägermaterial Alkalicarbonat und eine Brønsted-Säure enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Brønsted-Säure bei 25 °C in fester Form vorliegt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Brønsted-Säure bei 25 °C eine Wasserlöslichkeit von mindestens 100 g/l aufweist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Brønsted-Säure aus den Di- und Tricarbonsäuren, deren sauren Salzen, den sauren
Salzen von anorganischen Säuren, insbesondere NaHSO4, Na2HPO4 und NaH2PO4, und deren Mischungen ausgewählt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägermaterial Alkalicarbonat und eine Brønsted-Säure in Gewichtsverhältnissen
von 1:1 bis 100:1, insbesondere von 20:3 bis 80:3 enthält.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägermaterial 40 Gew.-% bis 90 Gew.-%, insbesondere 60 Gew.-% bis 80 Gew.-%
Alkalicarbonat und 1-20 Gew.-%, insbesondere 3 Gew.-% bis 9 Gew.-% einer Brønsted-Säure
aufweist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägermaterial zusätzlich weitere feste und/oder in fester Form konfektionierte
Wasch- oder Reinigungsmittelbestandteile enthält.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß man eine wäßrige Schaumregulatoremulsion, enthaltend 16 Gew.-% bis 70 Gew.-% Schaumregulatorwirkstoff
auf Paraffinwachs- und/oder Silikonölbasis, 2 Gew.-% bis 15 Gew.-% nichtionischen
und/oder anionischen Emulgator sowie nicht mehr als 80 Gew.-% Wasser, einsetzt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß man eine wäßrige Schaumregulatoremulsion, enthaltend 15 Gew.-% bis 60 Gew.-% Paraffinwachs
oder einer Mischung aus Paraffinwachs und Silikonöl, 1 Gew.-% bis 10 Gew.-% sich von
C2-7-Diaminen und C12-22-Fettsäuren ableitendem Bisfettsäureamid, 2 Gew.-% bis 15 Gew.-% nichtionischen und/oder
anionischen Emulgator sowie nicht mehr als 80 Gew.-% Wasser, einsetzt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige Schaumregulatoremulsion 30 Gew.-% bis 50 Gew.-% Paraffinwachs oder einer
Mischung aus Paraffinwachs und Silikonöl enthält.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige Schaumregulatoremulsion eine Mischung aus Silikonöl und Paraffinwachs
im Gewichtsverhältnis 2:1 bis 1:100, insbesondere 1:1 bis 1:10, enthält.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Paraffinwachs bei Raumtemperatur fest ist und bei 100 °C in vollständig flüssiger
Form vorliegt.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Paraffinwachs bei 40 °C einen Flüssiganteil von mindestens 50 Gew.-%, insbesondere
von 55 Gew.-% bis 80 Gew.-%, und bei 60 °C einen Flüssiganteil von mindestens 90 Gew.-%
aufweist.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige Schaumregulatoremulsion 3 Gew.-% bis 8 Gew.-% sich von C2-7-Diaminen und C12-22-Fettsäuren ableitendem Bisfettsäureamid enthält.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige Schaumregulatoremulsion einen Gehalt an Silikonöl im Bereich von 0,1
Gew.-% bis 10 Gew.-%, insbesondere 1 Gew.-% bis 5 Gew.-% aufweist.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige Schaumregulatoremulsion 3 Gew.-% bis 10 Gew.-% nichtionischen und/oder
anionischen Emulgator enthält.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der nichtionische Emulgator unter den Alkoxylaten, insbesondere den Ethoxylaten und/oder
Propoxylaten von Alkoholen, Alkylaminen, vicinalen Diolen und/oder Carbonsäureamiden,
die Alkylgruppen mit 8 bis 22 C-Atomen, vorzugsweise 12 bis 18 C-Atomen, besitzen,
und deren mittlerer Alkoxylierungsgrad von 1 bis 10, insbesondere 2 bis 5 beträgt,
ausgewählt wird.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß man in einem Granulationsmischer eine Aufbaugranulation derart durchführt, daß man
eine Menge von 40 bis 110 Gewichtsteilen, insbesondere 60 bis 90 Gewichtsteilen an
Trägermaterial intensiv mischt und unter Granulieren eine Menge von 15 bis 50 Gewichtsteilen,
insbesondere 25 bis 35 Gewichtsteilen der gegebenenfalls auf eine Temperatur im Bereich
von 70 °C bis 180 °C erwärmten Schaumregulatoremulsion zusetzt.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Brønsted-Säure Citronensäure ist.
20. In Wasch- oder Reinigungsmitteln einsetzbares teilchenförmiges Schaumregulierungsmittel,
enthaltend Schaumregulatorwirkstoff auf Paraffinwachs- und/oder Silikonölbasis, nichtionischen
und/oder anionischen Emulgator und festes Trägermaterial, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägermaterial Alkalicarbonat und eine Brønsted-Säure enthält.
1. A process for the preparation of particulate foam regulating granulates by spraying
an aqueous foam regulating emulsion which comprises 16% by weight to 70% by weight
of foam regulating active ingredient based on paraffin wax and/or silicone oil, 2%
by weight to 15% by weight of nonionic and/or anionic emulsifier, and not more than
80% by weight of water onto a solid carrier material, optionally followed by a drying
step, characterized in that the carrier material comprises alkali metal carbonate and a Brønsted acid.
2. The process as claimed in claim 1, characterized in that the Brønsted acid is in solid form at 25°C.
3. The process as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the Brønsted acid has a solubility in water of at least 100 g/l at 25°C.
4. The process as claimed in any of claims 1 to 3, characterized in that the Brønsted acid is chosen from the di- and tricarboxylic acids, their acidic salts,
the acidic salts of inorganic acids, in particular NaHSO4, Na2HPO4 and NaH2PO4, and mixtures thereof.
5. The process as claimed in any of claims 1 to 4, characterized in that the carrier material comprises alkali metal carbonate and a Brønsted acid in weight
ratios of from 1:1 to 100:1, in particular from 20:3 to 80:3.
6. The process as claimed in any of claims 1 to 5, characterized in that the carrier material has 40% by weight to 90% by weight, in particular 60% by weight
to 80% by weight, of alkali metal carbonate and 1-20% by weight, in particular 3%
by weight to 9% by weight, of a Brønsted acid.
7. The process as claimed in any of claims 1 to 6, characterized in that the carrier material additionally comprises further detergent or cleaner constituents
which are solid and/or formulated in solid form.
8. The process as claimed in any of claims 1 to 7, characterized in that an aqueous foam regulating emulsion comprising 16% by weight to 70% by weight of
foam regulating active ingredient based on paraffin wax and/or silicone oil, 2% by
weight to 15% by weight of nonionic and/or anionic emulsifier, and not more than 80%
by weight of water is used.
9. The process as claimed in any of claims 1 to 8, characterized in that an aqueous foam regulating emulsion comprising 15% by weight to 60% by weight of
paraffin wax or a mixture of paraffin wax and silicone oil, 1% by weight to 10% by
weight of bis-fatty acid amide deriving from C2-7-diamines and C12-22-fatty acids, 2% by weight to 15% by weight of nonionic and/or anionic emulsifier,
and not more than 80% by weight of water is used.
10. The process as claimed in any of claims 1 to 9, characterized in that the aqueous foam regulating emulsion comprises 30% by weight to 50% by weight of
paraffin wax or a mixture of paraffin wax and silicone oil.
11. The process as claimed in any of claims 1 to 10, characterized in that the aqueous foam regulating emulsion comprises a mixture of silicone oil and paraffin
wax in the weight ratio 2:1 to 1:100, in particular 1:1 to 1:10.
12. The process as claimed in any of claims 1 to 11, characterized in that the paraffin wax is solid at room temperature and is in completely liquid form at
100°C.
13. The process as claimed in claim 12, characterized in that the paraffin wax has a liquid fraction of at least 50% by weight, in particular of
55% by weight, at 40°C, and a liquid fraction of at least 90% by weight at 60°C.
14. The process as claimed in any of claims 1 to 13, characterized in that the aqueous foam regulating emulsion comprises 3% by weight to 8% by weight of bis-fatty
acid amide deriving from C2-7-diamines and C12-22-fatty acids.
15. The process as claimed in any of claims 1 to 14, characterized in that the aqueous foam regulating emulsion has a content of silicone oil in the range from
0.1% by weight to 10% by weight, in particular 1% by weight to 5% by weight.
16. The process as claimed in any of claims 1 to 15, characterized in that the aqueous foam regulating emulsion comprises 3% by weight to 10% by weight of nonionic
and/or anionic emulsifier.
17. The process as claimed in claim 16, characterized in that the nonionic emulsifier is chosen from the alkoxylates, in particular the ethoxylates
and/or propoxylates of alcohols, alkylamines, vicinal diols and/or carboxamides which
have alkyl groups with 8 to 22 carbon atoms, preferably 12 to 18 carbon atoms, and
whose average degree of alkoxylation is from 1 to 10, in particular 2 to 5.
18. The process as claimed in any of claims 1 to 17, characterized in that a formulation granulation is carried out in a granulation mixer in such a way that
an amount of from 40 to 110 parts by weight, in particular 60 to 90 parts by weight,
of carrier material is intensively mixed and, with granulation, an amount of from
15 to 50 parts by weight, in particular 25 to 35 parts by weight, of the foam regulating
emulsion, optionally heated to a temperature in the range from 70°C to 180°C, is added.
19. The process as claimed in any of claims 1 to 18, characterized in that the Brønsted acid is citric acid.
20. A particulate foam regulating agent which can be used in detergents or cleaners and
comprises foam regulating active ingredient based on paraffin wax and/or silicone
oil, nonionic and/or anionic emulsifier and solid carrier material, characterized in that the carrier material comprises alkali metal carbonate and a Brønsted acid.
1. Procédé pour la préparation de granulats régulateurs de mousse sous forme de particules
par pulvérisation d'une émulsion aqueuse régulatrice de mousse, qui contient 16% en
poids à 70% en poids de substance active régulatrice de mousse à base de cire de paraffine
et/ou d'huile de silicone, 2% en poids à 15% en poids d'un émulsifiant non ionique
et/ou anionique ainsi que pas plus de 80% en poids d'eau, sur un matériau support
solide, une étape de séchage étant le cas échéant consécutive, caractérisé en ce que le matériau support contient du carbonate de métal alcalin et un acide de Bronsted.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'acide de Bronsted se trouve sous forme solide à 25°C.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'acide de Bronsted présente, à 25°C, une solubilité dans l'eau d'au moins 100 g/l.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'acide de Bronsted est choisi parmi les acides dicarboxyliques et tricarboxyliques,
leurs sels acides, les sels acides d'acides inorganiques, en particulier le NaHSO4, le Na2HPO4 et le NaH2PO4, et leurs mélanges.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le matériau support contient du carbonate de métal alcalin et un acide de Bronsted
dans des rapports pondéraux de 1:1 à 100:1, en particulier de 20:3 à 80:3.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le matériau support présente 40% en poids à 90% en poids, en particulier 60% en poids
à 80% en poids de carbonate de métal alcalin et 1 à 20% en poids, en particulier 3%
en poids à 9% en poids d'un acide de Bronsted.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le matériau support contient en outre d'autres constituants d'agent de lavage et
de nettoyage solides et/ou confectionnés sous une forme solide.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'on utilise une émulsion aqueuse régulatrice de mousse, contenant 16% en poids à 70%
en poids de substance active régulatrice de mousse à base de cire de paraffine et/ou
d'huile de silicone, 2% en poids à 15% en poids d'émulsifiant non ionique et/ou anionique
ainsi que pas plus de 80% en poids d'eau.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'on utilise une émulsion aqueuse régulatrice de mousse, contenant 15% en poids à 60%
en poids de cire de paraffine ou un mélange de cire de paraffine et d'huile de silicone,
1% en poids à 10% en poids de bis(amide d'acide gras) dérivé de diamines en C2 à C7 et d'acides gras en C12 à C22, 2% en poids à 15% en poids d'émulsifiant non ionique et/ou anionique ainsi que pas
plus de 80% en poids d'eau.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'émulsion aqueuse régulatrice de mousse contient 30% en poids à 50% en poids de
cire de paraffine ou d'un mélange de cire de paraffine et d'huile de silicone.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que l'émulsion aqueuse régulatrice de mousse contient un mélange d'huile de silicone
et de cire de paraffine dans un rapport pondéral de 2:1 à 1:100, en particulier de
1:1 à 1:10.
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que la cire de paraffine est solide à température ambiante et se trouve sous une forme
complètement liquide à 100°C.
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que la cire de paraffine présente, à 40°C, une proportion liquide d'au moins 50% en poids,
en particulier de 55% en poids à 80% en poids, et à 60°C une proportion liquide d'au
moins 90% en poids.
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que l'émulsion aqueuse régulatrice de mousse contient 3% en poids à 8% en poids de bis(amide
d'acide gras) dérivé de diamines en C2 à C7 et d'acides gras en C12 à C22.
15. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que l'émulsion aqueuse régulatrice de mousse présente une teneur en huile de silicone
dans la plage de 0,1% en poids à 10% en poids, en particulier de 1% en poids à 5%
en poids.
16. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 15, caractérisé en ce que l'émulsion aqueuse régulatrice de mousse contient 3% en poids à 10% en poids d'émulsifiant
non ionique et/ou anionique.
17. Procédé selon la revendication 16, caractérisé en ce que l'émulsifiant non ionique est choisi parmi les alcoxylates, en particulier les éthoxylates
et/ou les propoxylates d'alcools, d'alkylamines, de diols vicinaux et/ou d'amides
d'acide carboxylique, qui présentent des groupes alkyle comprenant 8 à 22 atomes de
carbone, de préférence 12 à 18 atomes de carbone et dont le degré d'alcoxylation moyen
est de 1 à 10, en particulier de 2 à 5.
18. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 17, caractérisé en ce qu'on réalise, dans un mélangeur à granulation, une granulation d'élaboration de telle
manière qu'on mélange intensivement une quantité de 40 à 110 parties en poids, en
particulier de 60 à 90 parties en poids de matériau support et on ajoute, en granulant,
une quantité de 15 à 50 parties en poids, en particulier de 25 à 35 parties en poids
de l'émulsion régulatrice de mousse, le cas échéant chauffée à une température dans
la plage de 70°C à 180°C.
19. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 18, caractérisé en ce que l'acide de Bronsted est l'acide citrique.
20. Agent régulateur de mousse sous forme de particules utilisable dans les agents de
lavage et de nettoyage, contenant une substance active régulatrice de mousse à base
de cire de paraffine et/ou d'huile de silicone, un émulsifiant non ionique et/ou anionique
et un matériau support solide, caractérisé en ce que le matériau support contient un carbonate de métal alcalin et un acide de Bronsted.