[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Streckziehwerkzeug nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Zur Herstellung von gekrümmten Blech-, etwa Karosserieteilen, mit hoher Materialverfestigung
im Wege des Streckziehverfahrens ist es z.B. aus "Fertigungsverfahren", W. König,
VDI-Verlag, Bd. 5, 2. Aufl., S. 73-83, bekannt, die Ausgangsplatine an zwei gegenüberliegenden
Rändern in einer Reckvorrichtung, welche aus beidseitig eines Formstempels angeordneten
Spannzangen besteht, fest einzuspannen und unter Zugbeanspruchung seitens der Spannzangen
bis über die Fließgrenze vorzurecken und anschließend die Spannzangen relativ zum
Formstempel abzusenken und dadurch die Platine im plastischen Zustand fortschreitend
an die Stempelkontur anzuformen. Eine derartige Streckziehvorrichtung mit werkzeugexternen
Spannzangen erfordert jedoch einen hohen Bau- und Steuerungsaufwand für einen exakt
mit dem Reckziehprozess übereinstimmenden Bewegungsablauf des Spannzangenmechanismus.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Streckziehwerkzeug der eingangs genannten Art zu
schaffen, welches auf bau- und steuerungsmäßig einfache Weise eine exakte Streckziehverformung
einer Blechplatine gewährleistet.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Streckziehwerkzeug mit den im Patentanspruch
1 angegebenen Merkmalen gelöst
[0005] Erfindungsgemäß wird mit Hilfe der jeweils paarweise in gegensinnig geneigten Linearführungen
des Werkzeugober- bzw. -unterteils verschieblich angeordneten und zwangsweise mit
dem Werkzeughub gekoppelten Reckschiebern eine kinematisch sehr einfache und prozessgenaue
Zugspannungs- und Bewegungssteuerung der Blechplatine bezüglich des Formstempels erzielt,
ohne dass es hierzu eines baulich und steuerungsmäßig komplizierten, werkzeugexternen
Spannzangenmechanismus bedarf, mit dem weiteren Vorteil, dass sich das erfindungsgemäße
Streckziehwerkzeug aufgrund seiner kompakten Bauweise problemlos in eine herkömmliche
Pressenstraße integrieren lässt.
[0006] Im Hinblick auf eine sichere, randseitige Einspannung der Blechplatine und bewegungsfeste,
gegenseitige Verkoppelung der Reckschieber quer zur Werkzeughubrichtung werden diese
beim Werkzeug-Schließhub an ihren Klemmflächen vorzugsweise dadurch miteinander und
mit dem Platinenrand verbunden, dass die Klemmflächen mit die Platine in Richtung
ihrer Flächenerstreckung formschlüssig erfassenden Arretierungen versehen sind. In
besonders baugünstiger Weise wird die in Einfahrrichtung der Reckschieber erforderliche
Gegenkraft vorzugsweise durch ein im Schieberinnenraum untergebrachtes Hydraulikpolster
mit einer hubabhängig freischaltbaren Drosselstelle erzeugt.
[0007] Um sicherzustellen, dass die Platine zu Beginn der Anformphase an den Formstempel
einen definierten Vorreckungsgrad besitzt, kann der Formstempel höhenverschieblich
am unteren Werkzeugteil angeordnet und der Formstempelscheitel beim Einlegen der Blechplatine
höhengleich zu den Klemmflächen der unteren, ausgefahrenen Reckschieber angehoben
sein, wodurch ein Durchbiegen der Blechplatine beim Einlegen in das Streckziehwerkzeug
und damit ein unkontolliertes Vorrecken der Blechplatine wirksam verhindert wird.
Anschließend wird der Formstempel vorlaufend vor den Reckschiebern abgesenkt, wobei
der Absenkweg des Formstempels und wegen der hubabhängig zwangsgesteuerten seitlichen
Ausfahrbewegung der Reckschieber folglich auch der Vorreckungsgrad der Blechplatine
variabel einstellbar ist.
[0008] Im Hinblick auf eine weitere bauliche Vereinfachung empfiehlt es sich, lediglich
zwei gegenüberliegende Werkzeugseiten mit Reckschiebern auszurüsten. Um in diesem
Fall beim Streckziehvorgang ein Einziehen der Blechplatine an den reckschieberfreien
Seitenrändern zu verhindern und somit den Platinenzuschnitt möglichst klein halten
zu können, wird die Platine in der Streckziehphase an den reckschieberfreien Randbereichen
zweckmäßigerweise durch werkzeugseitige Blechhalter fest eingespannt.
[0009] Gemäß einem weiteren, besonders bevorzugten Aspekt der Erfindung sind die Werkzeugteile
mit im Anschluss an den Streckziehvorgang wirksamen Formflächen zur Einformung einer
Tiefziehstufe versehen. Hierdurch ist es möglich, streckziehverformte Blechteile mit
örtlichen Tiefziehabschnitten, etwa streckgezogene Kraftfahrzeugdächer mit einer Dachstufeneinformung
ohne Werkzeugwechsel in einem einzigen Arbeitsgang herzustellen. Vorzugsweise wird
dabei die feste Einspannung der Platinenränder zwischen den Klemmflächen der Reckschieber
und ggf. auch an den Blechhaltern der reckschieberfreien Werkzeugseiten am Ende des
Streckziehhubs soweit aufgehoben, dass das Platinenmaterial in der Tiefziehphase von
Seiten der Platinenränder nachfließen kann. Randseitige Tiefziehstufen werden vorzugsweise
durch eine Tiefziehmatrize im Werkzeugober- und einen zugeordneten, an den Formstempel
im Bereich der Tiefziehstufen angrenzenden Gegenhalter im Werkzeugunterteil gebildet,
welcher aus Gründen einer konstruktiven Vereinfachung zugleich während des Streckziehvorgangs
als flächenkonform an die Formstempelfläche anschließender Blechhalter wirkt, der
zu diesem Zweck als synchron zur Freischaltung der Reckschieber nachgiebig geschalteter
Blechhalterring ausgebildet ist. Schließlich lassen sich Rückfederungseffekte der
Blechplatine nach dem Freischalten der Reckschieber sowie ein Bauteileinfall und/oder
die Entstehung von Nachlaufkanten in der Tiefziehphase dadurch wirksam unterbinden,
dass im Werkzeugoberteil ein an die Formfläche der Matrize angrenzender Zusatzniederhalter
vorgesehen ist, durch den die Platine in der Tiefziehphase in den dem Einlaufradius
benachbarten Flächenbereichen an den Formstempel angedrückt wird.
[0010] Die Erfindung wird nunmehr anhand eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit den
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen in stark schematisierter Darstellung:
- Fig. 1
- die Aufsicht auf das Unterwerkzeug eines erfindungsgemäß ausgebildeten Streckziehwerkzeugs;
- Fig. 2 und 3
- Werkzeugschnitte längs der Linien II-II und III-III unmittelbar nach dem Einlegen
der Blechplatine bzw. zu Beginn der Streckziehphase;
- Fig. 4a, b
- zwei den Fig. 2 und 3 entsprechende Schnittdarstellungen in verkleinertem Maßstab
nach Beendigung der Streckziehphase;
- Fig. 5a, b
- der Fig. 4 entsprechende Schnittdarstellungen nach Beendigung der Tiefziehphase; und
- Fig. 6
- eine perspektivische Schnittdarstellung eines einzelnen Reckschiebers mit zugeordnetem
Hydraulikpolster.
[0011] Das in den Fig. gezeigte Streckziehwerkzeug dient zur Herstellung einer zweidimensional
gekrümmten Kraftfahrzeug-Dachaußenhaut und enthält als Hauptbestandteile ein in eine
übliche Ziehpresse einbaubares Werkzeugunter- und -oberteil 1, 2, einen im Werkzeugunterteil
1 begrenzt hubbeweglich gelagerten, durch das Unterluftkissen 3 in die obere Hubposition
(Fig. 2) angehobenen Formstempel 4 mit einer konvex gewölbten Formstempelfläche 5
sowie zwei an gegenüberliegenden Längsseiten des Formstempels angeordnete Reckschieberpaare
6, jeweils bestehend aus einem im Unterwerkzeug 1 und einem im Oberwerkzeug 2 auf
die weiter unten beschriebene Weise linear verschieblich geführten Einzelreckschieber
6A bzw. 6B.
[0012] Umschlossen wird der Formstempel 4 von einem Blechhalterring 7, der im Unterwerkzeug
1 auf einem steuerbaren Hydraulikblock 8 positioniert und an seinen reckschieberfreien,
verbreiterten Schmalseiten mit einer sickenförmigen Vertiefung 9 (Fig. 1) versehen
ist. Dem Blechhalterring 7 im Sickenbereich gegenüberliegend befindet sich am Oberwerkzeug
2 ein vom Oberluftkissen 10 beaufschlagter Niederhalter 11, der an seiner Stirnfläche
eine zur Sicke 9 korrespondierende Formnase 12 aufweist. Komplettiert wird das Werkzeug
durch eine am Oberteil 2 befestigte Matrize 13 zur Einformung einer umlaufenden Tiefziehstufe
im Randbereich der Dachaußenhaut sowie einen an die Formfläche 14 der Matrize 13 angrenzenden
Zusatzniederhalter 15, der durch das Oberluftkissen 10 in die Ausfahrposition (Fig.
2 und 3) gedrückt wird und im Außenrandbereich konturengleich zur Formstempelfläche
5 ausgebildet ist.
[0013] Die Reckschieber 6 sind in Linearführungen 16 des Unter- bzw. Oberwerkzeugs 1, 2,
welche gegenüber der Werkzeughubrichtung unter gleichen Winkeln schräg zur Werkzeuginnenseite
hin geneigt sind, verschieblich, aber drehfest gelagert, wobei ihr Ausfahrhub durch
vorzugsweise einstellbare (nicht gezeigt) Anschläge begrenzt wird. An ihren einander
zugekehrten Klemmflächen 17 sind die Reckschieber 6 mit einander korrespondierenden
Formsicken 18 versehen, die beim Abwärtshub der Werkzeugteile 1, 2 unter Bildung von
Sperrsicken in der dazwischenliegenden Blechplatine 19 formschlüssig ineinandergreifen,
so dass die Reckschieber 6 beim weiteren Schließhub des Oberwerkzeugs 2 zwangsweise
bewegungsgleich in den Linearführungen 16 zurückgeschoben und gleichzeitig in seitlicher
Richtung senkrecht zur Hubbewegung des Oberwerkzeugs 2 ausgefahren werden, ohne dass
es hierfür einer komplizierten Schieber- und Treibkeilanordnung bedarf.
[0014] Wie aus Fig. 6 im Einzelnen ersichtlich, werden die Reckschieber 6 jeweils durch
ein im Schieberinneren untergebrachtes, in Richtung der Linearführung 16 wirksames
Hydraulikpolster 20 wegabhängig kraftbeaufschlagt. Das Hydraulikpolster 20 ist über
ein z.B. solenoidgesteuertes Schaltventil 21 mit einem Niederdruckspeicher 22, etwa
in Form einer durch eine Gummimembran 23 in einen Luft- und einen Hydraulikraum 24,
25 unterteilten Vorratskammer, verbunden. In der gezeigten Sperrlage des Schaltventils
21 sind die Reckschieber 6 hydraulisch blockiert. Wird das Ventil 21 nach rechts in
die Freischaltposition umgesteuert, so werden die Reckschieber 6 unter der Druckwirkung
des Niederdruckspeichers 22 in Ausfahrrichtung kraftbeaufschlagt. In der linken Schaltstellung
des Ventils 21 hingegen wird die Einfahrbewegung der Reckschieber 6 über eine im Zuge
der Hydraulikverbindung angeordnete Drosselstelle 26 so stark gehemmt, dass die entstehende
Gegenkraft zur Einformung der Sperrsicken in der Blechplatine 19 und zur gegenseitigen
formschlüssigen Verkoppelung der Reckschieber 6 an ihren Klemmflächen 17 ausreicht.
[0015] Ausgehend von der geöffneten Werkzeugposition, in der die Reckschieber 6 voll ausgefahren
und der Formstempel 4 mit seinem Scheitelpunkt höhengleich zur Klemmfläche 17 der
unteren Reckschieber 6A angehoben ist, so dass sich die Blechplatine 19 beim Einlegen
in das Werkzeug nicht durchbiegt, treffen beim Abwärtshub des Werkzeugs zunächst die
Klemmflächen 17 der Reckschieber 6 aufeinander und formen unter der Wirkung der hydraulischen
Gegenkraft des Hydraulikpolsters 20 die Sperrsicken am Platinenrand (Fig. 2). Zeitgleich
hierzu wird das Unterluftkissen 3 - durch nicht gezeigte, im Außenbereich des Werkzeugs
angeordnete Unterluftausgleichsbolzen - verdrängt, so dass sich der Formstempel 4,
der Abwärtsbewegung der Reckschieber 6 vorauseilend, auf die Anschläge 27 absenkt.
Unter dem anhaltenden Schließhub des Werkzeugs werden die Reckschieber 6 auf den Linearführungen
16 weiter zurück- und dadurch auseinandergeschoben, so dass die dazwischen eingeklemmte
Blechplatine 19 vorgereckt wird, bis sie erneut die Formstempelfläche 5 berührt. Der
Vorreckungsgrad liegt im Bereich der 0,2-Dehngrenze und lässt sich durch entsprechende
Höhenpositionierung der Anschläge 27 variabel einstellen. Am Ende der Vorreckphase
setzt der vom Oberluftkissen 10 beaufschlagte Niederhalter 11 auf den hydraulisch
verriegelten und konturgleich an die Formfläche 5 des abgesenkten Formstempels 4 anschließenden
Blechhalterring 7 auf und formt im Sickenbereich 9 an den reckschieberfreien Platinenrändern
eine Ziehsicke ein (Fig. 3).
[0016] Nunmehr beginnt die formbildende Streckziehphase, in der die Blechplatine 19 unter
weiterer Einfahrbewegung der Reckschieber 6 mehr und mehr an die Formfläche 5 des
Formstempels 4 angeformt wird, bis sie an dieser vollflächig anliegt (Fig. 4). Mit
abgeschlossener Streckziehverformung setzt der Zusatzniederhalter 15 in etwa zeitgleich
mit der Matrize 13 auf die Blechplatine 19 auf, und zum gleichen Zeitpunkt wird der
Blechhalterring 7 durch den Hydraulikblock 8 nachgiebig geschaltet und durch Betätigung
des Oberluftkissens 10 über entsprechende, im Unterwerkzeug 1 sitzende Oberluftausgleichsbolzen
(nicht gezeigt) die Sperrwirkung des Niederhalters 11 im Sickenbereich 9 aufgehoben
sowie die vom Hydraulikpolster 20 erzeugte Gegenkraft durch Freischalten des Steuerventils
21 reduziert. In der sich anschließenden Tiefziehphase wird die Dachstufe durch die
Matrizenformfläche 14 in die Platine 19 eingeformt, wobei die erforderliche Gegenhaltung
vom Blechhalterring 7 übernommen wird. Dabei bleibt die Platine 19 im Bereich des
Tiefzieh-Einlaufradius durch den Zusatzniederhalter 15 an den Formstempel 4 angedrückt
und das Platinenmaterial kann aufgrund der verringerten Randeinspannung kontrolliert
und vor allem nicht ruckartig aus dem Sickenbereich nachfließen. Fig. 5 zeigt das
Werkzeug am Ende der Tiefziehphase. Beim Öffnen des Werkzeugs gelangen die einzelnen
Werkzeugkomponenten erneut in die Ausgangsstellung und die streck- und anschließend
tiefziehverformte Dachaußenhaut kann problemlos entnommen werden.
[0017] Wird das Streckziehwerkzeug in Verbindung mit einer herkömmlichen Ziehpresse verwendet,
so ist es im Rahmen der Erfindung auch durchaus möglich, das pressenseitige Hydrauliksystem
zur Drucksteuerung der Reckschieber 6 und des Blechhalterrings 7 zu nutzen.
1. Streckziehwerkzeug mit einem Werkzeugunter- und einem relativ zu diesem hubbeweglichen
Werkzeugoberteil, einem Formstempel sowie einer bezüglich des Formstempels absenkbaren,
die zu verformende Blechplatine randseitig festklemmenden und unter Zugbelastung bis
in den plastischen Zustand an dem Formstempel anformenden Reckvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass
die Reckvorrichtung jeweils paarweise über endseitige, quer zur Hubrichtung der Werkzeugteile
(1, 2) verlaufende Klemmflächen (17) zusammenwirkende Reckschieber (6A, 6B) enthält
und diese jeweils im Werkzeugunter- bzw. -oberteil (1, 2) auf unter gleichen Winkeln
schräg zur Werkzeuginnenseite geneigten Linearführungen (16) begrenzt verschieblich
angeordnet und in Einfahrrichtung entgegen einer definierten, das Festklemmen der
Platine (19) zwischen den Klemmflächen bewirkenden Gegenkraft verfahrbar sind.
2. Streckziehwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reckschieber (6A, 6B) an ihren Klemmflächen (17) mit die Platine (19) in Richtung
ihrer Flächenerstreckung formschlüssig erfassenden Arretierungen (Formsicken 18) versehen
sind.
3. Streckziehwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Reckschieber (6A, 6B) über ein Hydraulikpolster (20) mit einer in Schiebereinfahrrichtung
wirksamen, in - ausfahrrichtung jedoch freigeschalteten Drosselstelle (26) am zugeordneten
Werkzeugteil (1; 2) abgestützt sind.
4. Streckziehwerkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Hydraulikpolster (20) im Schieberinnenraum untergebracht ist.
5. Streckziehwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
der Formstempel (4) höhenverschieblich am unteren Werkzeugteil (1) angeordnet und
der Formstempelscheitel beim Einlegen der Blechplatine (19) höhengleich zu den Klemmflächen
(17) der unteren, ausgefahrenen Reckschieber (6A) angehoben ist.
6. Streckziehwerkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Formstempel (4) vorlaufend vor den Reckschiebern (6A, 6B) absenkbar und der Absenkweg
durch einen Anschlag (27) am unteren Werkzeugteil (1) variabel einstellbar ist.
7. Streckziehwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
an zumindest einer reckschieberfreien Werkzeugseite mindestens ein in Schließrichtung
der Werkzeugteile (1, 2) vorgespannter, den seitlichen Platineneinzug in der Streckziehphase
behindernder Blechhalter (7, 11) angeordnet ist.
8. Streckziehwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Werkzeugteile (1, 2) mit mindestens einer Formfläche (14) zur Einformung einer
Tiefziehstufe im Anschluss an die Streckziehverformung versehen sind.
9. Streckziehwerkzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zum Nachziehen des randseitigen Platinenmaterials in der Tiefziehphase die Reckschieber
(6A, 6B) am Ende der Streckziehverformung bis zur vollständigen Schließlage der Werkzeugteile
(1, 2) mit einer reduzierten Gegenkraft beaufschlagt sind.
10. Streckziehwerkzeug nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass
dem Formstempel (4) ein in Schließrichtung der Werkzeugteile (1, 2) nachgiebiger Gegenhalter
im Bereich der Tiefziehstufe zugeordnet ist.
11. Streckziehwerkzeug nach Anspruch 10 in Verbindung mit Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass
der Blechhalter (7, 11) einen als Gegenhalter wirkenden, bis zum Ende der Streckziehverformung
flächenkonform an die Formstempelfläche (5) anschließenden und anschließend synchron
zur reduzierten Kraftbeaufschlagung der Reckschieber (6A, 6B) nachgiebig geschalteten
Blechhalterring (7) enthält.
12. Streckziehwerkzeug nach einem der Ansprüche 8 bis 10, gekennzeichnet durch
einen die Platine (19) in der Tiefziehphase im Bereich des Tiefzieh-Einlaufradius
an den Formstempel (4) anpressenden Zusatzniederhalter (15).