[0001] Die Erfindung betrifft eine Faserbandzuführeinrichtung für eine Offenend-Spinnvorrichtung
gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Faserbandzuführeinrichtungen für Offenend-Spinnvorrichtungen sind in verschiedenen
Ausführungsformen Stand der Technik.
[0003] Im Zusammenhang mit Offenend-Rotorspinnmaschinen ist es beispielsweise bekannt, die
einzelnen Spinnvorrichtungen während des Spinnbetriebes durch ein schwenkbar gelagertes
Deckelelement zu verschließen, das eine Faserbandzuführ- und - auflöseeinrichtung
aufweist.
Das heißt, diese Deckelelemente weisen jeweils unter anderem eine Lagerkonsole für
eine Faserbandauflösewalze sowie eine Lagerkonsole für einen Faserbandzuführzylinder
auf, wobei auf der Welle des Faserbandzuführzylinders endseitig ein über eine Elektromagnetkupplung
zuschaltbares Schneckenrad angeordnet ist.
Dieses Schneckenrad kämmt bei geschlossener Spinnvorrichtung mit einer Schnecke, die
auf einer maschinenlangen, ständig rotierenden Antriebswelle der Rotorspinnmaschine
festgelegt ist.
Bei geöffneter Spinnvorrichtung sind Schneckenrad und Schnecke beabstandet angeordnet,
das heißt, Schneckenrad und Schnecke sind aus Eingriff.
[0004] Diese Art des Antreibens eines Faserbandzuführzylinders hat sich in der Praxis im
Prinzip bewährt.
[0005] Beim Wiedereinschwenken des Schneckenrades in die Schnecke können allerdings gelegentlich
Schwierigkeiten auftreten, die sich beispielsweise durch einen erhöhten Verschleiß
des Schneckenrades bemerkbar machen.
[0006] Eine Offenend-Spinnvorrichtung, bei der diese Schwierigkeiten vermieden werden sollen,
ist in der DE-AS 23 14 229 beschrieben. Bei dieser bekannten Offenend-Spinnvorrichtung
ist ein Schwenkgehäuse, das einen Faserbandzuführzylinder sowie eine Auflösewalze
aufnimmt, auf einer separaten, beabstandet zur maschinenlangen Antriebswelle angeordneten
Schwenkachse gelagert. Der Faserbandzuführzylinder, dessen Rotationsachse parallel
zur Mittelachse der maschinenlangen Antriebswelle verläuft, ist dabei über eine spezielle
Zwischenwelle, die endseitig jeweils ein Zahnrad aufweist, an die maschinenlange Antriebswelle
angeschlossen.
Beim Öffnen der Spinnvorrichtung gleitet das Zahnrad der Zwischenwelle aus einem zugehörigen,
fest auf der maschinenlangen Antriebswelle installierten Zahnrad.
Um beim Schließen der Spinnvorrichtung die Schaltungs- und Reibungswiderstände zwischen
den Zahnrädern möglichst zu minimieren, sind die Schwenkachse, die maschinenlange
Antriebswelle sowie die Zwischenwelle so angeordnet, daß beim Schließen der Spinnvorrichtung
ein annähernd tangentiales Aufgleiten des auf der Zwischenwelle angeordneten Zahnrades
auf das Zahnrad der maschinenlangen Antriebswelle stattfindet.
[0007] Diese bekannte, in ihrem konstruktiven Aufbau relativ komplizierte Spinnvorrichtung
hat sich in der Praxis allerdings nicht bewährt und konnte sich daher in der Textilindustrie
nicht durchsetzen.
[0008] Eine Offenend-Spinnvorrichtung mit einem schwenkbar gelagerten Deckelelement, in
das eine Faserbandzuführ- und - auflöseeinrichtung integriert ist, und dessen Schwenkachse
beabstandet zu einer maschinenlangen Antriebswelle der Rotorspinnmaschine angeordnet
ist, ist auch in der EP 0 672 767 A1 beschrieben.
Auch bei dieser bekannten Offenend-Spinnvorrichtung erfolgt der Antrieb des Faserbandzuführzylinders
über ein Schneckenrad, das mit einer Schnecke kämmt, die auf einer ständig rotierenden,
maschinenlangen Antriebswelle festgelegt ist.
Das heißt, das Schneckenrad des Faserbandzuführzylinders korrespondiert bei geschlossener
Spinnvorrichtung mit der zugehörigen Schnecke der Antriebswelle und ist bei geöffneter
Spinnvorrichtung beabstandet zu dieser Schnecke angeordnet.
[0009] Um einen ordnungsgemäßen Antrieb des Faserbandzuführzylinders zu gewährleisten, weisen
Schneckenrad und Schnecke dabei, wie üblich, die gleiche Teilung auf.
Das heißt, die Teilung des Schneckenrades im Bereich des für den Antrieb relevanten
Teilkreisdurchmessers entspricht exakt der Teilung des Schneckenganges.
Aus dieser Tatsache ergibt sich jedoch, daß die Teilung des Schneckenrades im Bereich
des Kopfkreisdurchmessers größer ist als die Teilung des Schneckenganges, so daß sich
beim Einschwenken des Schneckenrades in die Schnecke eine Situation einstellen könnte,
in der zwei Zähne des Schneckenrades gleichzeitig zwei Gewindegänge der Schnecke übergreifen,
was ein weiteres Einschwenken des Schneckenrades unmöglich machen würde.
[0010] Um diesen Fall zu vermeiden und beim Schließen der Spinnvorrichtung das Eintauchen
des Schneckenrades in die Schnecke zu erleichtern, ist gemäß EP 0 672 767 A1 vorgesehen,
den Schneckengang der Schnecke mit einer speziellen Einfädelkontur zu versehen und
die Schnecke so auf der Antriebswelle anzuordnen, daß eine Symmetrieebene der Schnecke,
die sich unter anderem durch die Einfädelkontur ergibt, exakt mit der Schwenkebene
der Mittelachse des Schneckenrades übereinstimmt.
Das heißt, der Schneckengang erhält ein sogenanntes Überlagerungsprofil, dessen Teilung
exakt der Teilung des Schneckenrades im Bereich des Kopfkreises entspricht und das
so ausgelegt und angeordnet ist, daß die Gangwindungen der Schnecke stets in einer
Spitze auslaufen.
Auf diese Weise ist sichergestellt, daß beim Einschwenken des Schneckenrades immer
einer der Zähne des Schneckenrades zwischen zwei Gangwindungen der Schnecke eintaucht.
[0011] In der Praxis hat sich allerdings gezeigt, daß mit derartig ausgebildeten und angeordneten
Schneckengetrieben zwar ein ordnungsgemäßes Eintauchen des Schneckenrades in die Schnecke
gewährleistet ist, daß solche Schneckengetriebe aber aufgrund der Verminderung der
wirksamen Anlageflächen im Bereich der Gangwindungen der Schnecke kein optimales Tragverhalten
mehr aufweisen.
Das bedeutet, bei diesen bekannten Schneckengetrieben mit einem Überlagerungsprofil
im Bereich des Schneckenganges rotiert das Schneckenrad nicht mehr ganz gleichmäßig.
Außerdem werden die einzelnen Zähne des Schneckenrades deutlich stärker als bei "normalen"
Schneckengetrieben beansprucht.
[0012] Der etwas unsaubere Lauf des Schneckenrades führt dabei zu Schwankungen beim Faserbandeinzug,
während die starke Beanspruchungen der Schneckenradzähne zu einen erhöhten Verschleiß
des Schneckenrad führt.
[0013] Ausgehend vom vorgenannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
die bekannten Faserbandzuführeinrichtungen zu verbessern.
Insbesondere soll der Faserbandeinzug vergleichmäßigt und die Standzeit des Schneckenrades
erhöht werden, wobei allerdings sichergestellt bleiben muß, daß beim Schließen der
Spinnvorrichtung das Schneckenrad stets problemlos in die umlaufende Schnecke eingeschwenkt
werden kann.
[0014] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Faserbandzuführeinrichtung gelöst,
wie sie im Anspruch 1 beschrieben ist.
[0015] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0016] Die erfindungsgemäße Ausführungsform hat dabei insbesondere den Vorteil, daß durch
das axiale Versetzen der mit einem Überlagerungsprofil ausgestatteten Schnecke auf
ihrer Antriebswelle, das heißt, durch das Versetzen der Schnecke orthogonal zur Schwenkebene
des Schneckenrades, das Tragverhalten des Schneckengetriebes entscheidend verbessert
wird, was sich positiv sowohl auf den Rundlauf des Faserbandzuführzylinders als sich
auch auf die Lebensdauer des Schneckenrades auswirkt.
[0017] Um trotz dieses Versetzens der Schnecke ein einwandfreies Einschwenken des Schneckenrades
in die Schnecke zu gewährleisten, ist eine Positioniereinrichtung vorgesehen, die
das Schneckenrad stets so vorpositioniert, daß sichergestellt ist, daß niemals zwei
Zähne des Schneckenrades gleichzeitig zwei Gangwindungen der Schnecke übergreifen
können.
[0018] Wie im Anspruch 2 dargelegt, sorgt die Positioniereinrichtung dabei dafür, daß die
Mittelachse eines der Zähne des Schneckenrades bezüglich der Schwenkebene der Mittelachse
des Schneckenrades unter einem vorgegebenen Positionierwinkel angeordnet ist. Der
Positionierwinkel ist dabei abhängig vom Maß des Versatzes der Schnecke und so gewählt,
daß das Schneckenrad stets sicher eingeschwenkt werden kann.
[0019] Der optimale Positionierwinkel des Zahnes läßt sich dabei auf einfache Weise nach
der im Anspruch 3 beschriebenen Formel berechnen.
Durch das winkelgenaue Ausrichten der Zähne des Schneckenrades wird sichergestellt,
daß es beim Eintauchen des Schneckenrades in die Schnecke nicht zu Klemmungen oder
dergleichen kommen kann.
Das heißt, durch die Vorpositionierung wird, wie vorstehend bereits erläutert, zuverlässig
ausgeschlossen, daß sich trotz axialen Versatzes der Schnecke zwei Zähne des Schneckenrades
gleichzeitig über zwei nebeneinander liegende Gangwindungen der Schnecke schieben
können.
[0020] Wie im Anspruch 4 dargelegt ist, verfügt die Positioniereinrichtung zum winkelgenauen
Ausrichten der Zähne des Schneckenrades über wenigstens einen am Lagergehäuse der
elektromagnetischen Kupplung fest angeordneten Magneten sowie über ein ferromagnetisches
Positionierelement, das drehfest an das Schneckenrad des Schneckengetriebes angeschlossen
ist, welches bei geöffneter Spinnvorrichtung ausgekuppelt und damit frei drehbar ist.
Als besonders vorteilhaft hat sich dabei eine Ausführungsform herausgestellt, bei
der wenigstens ein Permanentmagnet zum Einsatz kommt (Anspruch 5).
Ein solcher Permanentmagnet erfordert keine zusätzliche Energiezufuhr und sorgt trotzdem
automatisch für eine ordnungsgemäße, sichere Ausrichtung des Positionierelementes
und damit für eine zuverlässige Einstellung der Winkellage der Zähne des Schneckenrades.
[0021] Gemäß Anspruch 6 ist das Positionierelement dabei als Positionierscheibe ausgebildet,
die eine Vielzahl von radial abstehenden Positionieransätzen aufweist, die jeweils
durch die Magnetkraft des Permanentmagneten beeinflußt werden.
Das heißt, die mit dem Permanentmagneten korrespondierenden, Positionieransätze sorgen
beim Eintauchen des Schneckenrades in die Schnecke stets zuverlässig für eine vorbestimmte,
winkelgenaue Ausrichtung der Zähne des Schneckenrades.
[0022] Wie im Anspruch 7 angedeutet, entspricht die Anzahl der Zentrieransätze dabei vorzugsweise
der Anzahl der Zähne des Schneckenrades. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß
immer einer der Positionieransätze im Wirkungsbereich des Permanentmagneten steht
und von diesem in eine definierte Position geschwenkt wird.
[0023] Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert.
[0024] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Offenend-Spinnvorrichtung mit einem schwenkbar gelagerten Deckelelement, in das
eine Faserbandzuführeinrichtung integriert ist, in geschlossenem Zustand,
- Fig. 2
- die Offenend-Spinnvorrichtung gemäß Figur 1, in geöffnetem Zustand,
- Fig. 3
- das Schneckengetriebe zum Antreiben des Faserbandzuführzylinders sowie die erfindungsgemäße
Positioniereinrichtung zum winkelgenauen Ausrichten der Zähne des Schneckenrades,
in einem größeren Maßstab,
- Fig. 4
- das Schneckengetriebe gemäß Fig.3 im eingeschwenkten Zustand, das heißt während des
Betriebes.
[0025] In den Figuren 1 und 2 ist schematisch eine Offenend-Spinnvorrichtung 1 einer Rotorspinnmaschine
dargestellt. Wie bekannt, verfügen solche Spinnvorrichtungen 1 über ein Spinnboxgehäuse
2, das über Befestigungsmittel 3 am Grundrahmen der nicht näher dargestellten Rotorspinnmaschine
festgelegt ist.
Am Spinnboxgehäuse 2 ist in der Regel eine Konsole 4 befestigt, die eine Stützscheibenlagerung
5, ein Axiallager 6 sowie ein Rotorgehäuse 7 aufnimmt.
In dem unterdruckbeaufschlagten, über eine Pneumatikleitung 8 an eine entsprechende
Unterdruckquelle 9 angeschlossenen Rotorgehäuse 7 läuft mit hoher Drehzahl ein Spinnrotor
10 um, der mit seinem Rotorschaft 11 in den Keilspalten der Stützscheibenlagerung
5 gelagert ist.
Der Rotorschaft 11 wird dabei, wie aus dem Stand der Technik bekannt, durch einen
Tangentialriemen 12 beaufschlagt, der mittels einer Spannrolle 13 an den Rotorschaft
11 angestellt wird.
[0026] Das an sich zu seiner Frontseite hin offene Rotorgehäuse 7 ist während des Spinnprozesses
durch ein Deckelelement 14 verschlossen. Das heißt, an der Frontseite des Rotorgehäuses
7 liegt eine im Deckelelement 14 befestigte Kanalplatte 15 an, die vorzugsweise einen
auswechselbaren Kanalplattenadapter 16 aufweist. Im Kanalplattenadapter 16 ist dabei
eine Fadenabzugsdüse 17 sowie der Mündungsbereich eines sogenannten Faserleitkanales
18 angeordnet.
[0027] Das auf einer Schwenkachse 19 beweglich gelagerte Deckelelement 14 weist außer der
Kanalplatte 15 auch eine Einrichtung 20 zum Zuführen und Auflösen eines (nicht dargestellten)
Faserbandes auf.
Im Deckelelement 14 sind neben einem Faserbandeinzugszylinder 21 noch eine Auflösewalze
26 sowie der Faserleitkanal 18 untergebracht.
Der Faserbandeinzugszylinder 21 ist jeweils über ein Schneckengetriebe, das aus einem
Schneckenrad 22 und einer Schnecke 23 besteht, mit einer maschinenlangen, ständig
rotierenden Antriebswelle 24 verbunden.
Das heißt, auf einer Welle 36 des Faserbandeinzugszylinders 21 ist endseitig ein Schneckenrad
22 befestigt, das mit einer der Schnecken 23 auf der stationär angeordneten, rotierbaren
Antriebswelle 24 kämmt.
[0028] In die Welle 36 ist außerdem eine definiert zuschaltbare Elektromagnetkupplung 25
eingeschaltet, die es ermöglicht, bei Bedarf das Schneckenrad 22 und den Faserbandeinzugszylinder
21 funktionell zu trennen.
[0029] Der Antrieb der Auflösewalze 26 erfolgt, wie dargestellt, über einen ständig umlaufenden
Tangentialriemen 28, der einen rückseitig angeordneten Antriebswirtel 27 der Auflösewalze
26 beaufschlagt.
[0030] In Figur 1 ist die Spinnvorrichtung 1 einer Arbeitsstelle der Rotorspinnmaschine
während des Spinnprozesses dargestellt.
Das heißt, das Rotorgehäuse 7 dieser Spinnvorrichtung 1 ist durch das Deckelelement
14 verschlossen.
In diesem Betriebszustand steht das Schneckenrad 22 des Faserbandeinzugszylinders
21 mit der Schnecke 23, die formoder kraftschlüssig mit der rotierenden Antriebswelle
24 verbunden ist, im Eingriff und der Antriebswirtel 27 der Auflösewalze 26 liegt
am umlaufenden Tangentialriemen 28 an.
[0031] Die Figur 2 zeigt die entsprechende Spinnvorrichtung 1 außer Betrieb.
Das heißt, das Deckelelement 14 der Spinnvorrichtung 1 wurde um die Schwenkachse 19
in Richtung des Pfeiles A geschwenkt und dadurch das Rotorgehäuse 7 geöffnet. In diesem
Zustand ist das Rotorgehäuse 7 von vorne, zum Beispiel zur Reinigung des Rotors 10,
gut zugängig.
[0032] Wie ersichtlich, ist in diesem Betriebszustand der Antriebswirtel 27 der Auflösewalze
26 vom Tangentialriemen 28 abgehoben und das Schneckenrad 22 des Faserbandeinzugszylinders
21 beabstandet zur Schnecke 23 der stationär angeordneten Antriebswelle 24 positioniert.
Die in Fig.2 gestrichelt dargestellte Bahn S zeigt dabei den Weg den das Schneckenrad
22 während des Öffnens der Spinnvorrichtung 1 zurücklegt.
[0033] Die Figuren 3 und 4 zeigen die erfindungsgemäße Positioniereinrichtung 30, die dafür
sorgt, daß beim Schließen der Spinnvorrichtung 1 die Zähne 32 des betreffenden Schneckenrades
22, unter Berücksichtigung eines axialen Versatzes der Schnecke 22, winkelgenau ausgerichtet
sind, im Detail.
In Figur 3 ist dabei eine Situation angedeutet, bei der das Schneckenrad 22, das,
wie vorstehend erwähnt, über eine Welle 36 sowie eine elektromagnetische Kupplung
25 mit dem Faserbandeinzugszylinder 21 der Spinnvorrichtung 1 verbunden ist, kurz
vor dem Eintauchen in eine der Schnecken 23 der maschinenlangen, stationär angeordneten,
rotierenden Antriebswelle 24 steht.
Das heißt, die betreffende Spinnvorrichtung 1 steht kurz vor dem vollständigen Schließen
des Rotorgehäuses 7 durch das Deckelelement 14.
[0034] Die Fig.4 zeigt das Schneckengetriebe 22, 23 bei geschlossener Spinnvorrichtung,
das heißt, während des Betriebes der Spinnvorrichtung 1.
[0035] Wie in den Figuren angedeutet, ist auf der Welle 36 des Faserbandeinzugszylinders
21 endseitig ein Schneckenrad 22 angeordnet, das eine Vielzahl von Zähnen 32 aufweist.
Der Teilkreis des Schneckenrades 22 ist mit 39, der zugehörige Kopfkreis des Schneckenrades
22 mit 38 gekennzeichnet.
[0036] Das Maß der Teilung der Zähne 32 im Bereich des Teilkreises ist dabei mit t und das
Maß der Teilung im Bereich des Kopfkreises mit T bezeichnet.
[0037] Die Positioniereinrichtung 30 besteht im wesentlichen aus einem beispielsweise am
Lagergehäuse 31 einer Elektromagnetkupplung 25 festgelegten Permanentmagneten 37 sowie
aus einem ferromagnetischen Positionierelement 34, das drehfest mit dem Schneckenrad
22 verbunden ist.
Das Positionierelement ist dabei vorzugsweise als Positionierscheibe 34 ausgebildet
und weist radial abstehende Positionieransätze 35 auf, die mit einem oder mehreren
Permanentmagneten 37 korrespondieren.
[0038] Der Permanentmagneten 37 ist dabei so angeordnet, daß die Positionieransätze 35 der
Positionierscheibe 34 die Zähne 32 des Schneckenrades 22 stets in der in Fig. 3 dargestellten
Position fixieren.
Das heißt, beim Eintauchen des Schneckenrades 22 in die Schnecke 23 ist die Mittelachse
33 eines der Zähne 32 des Schneckenrades 22 stets unter einem Positionierwinkel ϕ
zur Schwenkebene 43 der Mittelachse 44 des Schneckenrades 22 angeordnet. Der Positionierwinkel
ϕ, der sich leicht nach der Formel: ϕ = 72 * sin (x/2) berechnen läßt, hängt dabei
vom Maß x des Versatzes der Schnecke 23 gegenüber der Schwenkebene 43 des Schneckenrades
22 ab.
Das Maß x des Versatzes der Schnecke 23 ergibt sich dabei jeweils aus den Eingriffsverhältnissen
des Schneckengetriebes.
[0039] Die Schnecke 23 weist dabei Gangwindungen 41 mit einer Teilung t und einer ursprünglich
trapezförmigen Querschnittsform auf. Die Gangwindungen 41 sind durch ein Überlagerungsprofil
40, das eine Teilung T aufweist und damit auf die Teilung des Kopfkreisdurchmessers
38 des Schneckenrades 22 abgestimmt ist, angeschnitten.
Das Überlagerungsprofil 40 ist dabei so angeordnet, daß das jede Gangwindung 41 in
einer Schnittkante ausläuft und eine Symmetrieebene 42 einen mittig zwischen zwei
Gangwindungen 41 angeordneten Fußpunkt 45 schneidet.
[0040] Wie in Figur 3 angedeutet das Maß x des Versatzes den Abstand zwischen der Schwenkebene
43 des Schneckenrades 22 und der sich im Bereich der Schnecke 23 aufgrund des Überlagerungsprofiles
40 ergebenden, senkrecht zur Antriebswelle 24 angeordneten Symmetrieebene 42 dar.
[0041] Wie vorstehend bereits erläutert, wird durch den axialen Versatz der Schnecke 23
um das Maß x ein Schneckengetriebe geschaffen, das sich durch ein gutes Tragverhalten
und damit durch einen sehr gleichmäßigen Faserbandeinzug auszeichnet. Außerdem wird
durch die Vorpositionierung des Schneckenrades 22 zuverlässig vermieden, daß zwei
Zähne 32 des Schneckenrades 22 gleichzeitig zwei benachbarte Gangwindungen 41 der
auf der Antriebswelle 24 festgelegten Schnecke 23 übergreifen können, was zu einer
Behinderung des Schließens der betreffenden Offenend-Spinnvorrichtung oder zumindest
zu einem erhöhten Verschleiß des Schneckenrades 22 führen würde.
1. Faserbandzuführeinrichtung für eine Offenend-Spinnvorrichtung mit einem schwenkbar
gelagerten Faserbandzuführzylinder, der über ein Schneckengetriebe antreibbar ist,
wobei ein an den Faserbandzuführzylinder anschließbares Schneckenrad mit einer Schnecke
kämmt, die auf einer maschinenlangen, stationär gelagerten, rotierenden Antriebswelle
angeordnet ist und einen Schneckengang mit einer Einfädelkontur aufweist, die dadurch
gebildet ist, daß die Gangwindungen zur Verhinderung des Aufsetzens eines Zahnes des
Schneckenrades auf einen Gewindekopf der Schnecke einem Überlagerungsprofil folgend
angeschnitten sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schnecke (23) so auf der Antriebswelle (24) festgelegt ist, daß eine senkrecht
zur Antriebswelle (24) angeordnete Symmetrieebene (42), die einen mittig zwischen
zwei Gangwindungen (41) angeordneten Fußpunkt (45) des Überlagerungsprofils (40) schneidet,
bezüglich einer Schwenkebene (43) der Mittelachse (44) des Schneckenrades (22) in
Achsrichtung der Antriebswelle (24) versetzt angeordnet ist und
daß eine Positioniereinrichtung (30) vorhanden ist, die das Schneckenrad (22) in Abhängigkeit
vom Maß (x) des Versatzes der Schnecke (23) so vorpositioniert, daß die Zähne (35)
des Schneckenrades (22) problemlos in die Schnecke (22) einschwenkbar sind.
2. Faserbandzuführeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zahn (35)des Schneckenrades (22) so positionierbar ist, daß die Mittelachse (33)
des Zahnes (35) bezüglich der Schwenkebene (43) des Schneckenrades (22) unter einem
vorgegeben, vom Maß (x) des Versatzes der Schnecke (23) abhängigen Positionierwinkel
(ϕ) angeordnet ist.
3. Faserbandzuführeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Posionierwinkel (ϕ) nach der Formel: ϕ = 72 * sin (x/2) berechenbar ist.
4. Faserbandzuführeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Positioniereinrichtung (30) wenigstens einen am Lagergehäuse (31) einer elektromagnetischen
Kupplung (25) stationär angeordneten Magneten (37) sowie ein mit dem drehbar gelagerten
Schneckenrad (22) drehfest verbundenes, ferromagnetisches Positionierelement (34)
aufweist.
5. Faserbandzuführeinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Positioniereinrichtung (30) wenigstens einen Permanentmagneten (37) aufweist.
6. Faserbandzuführeinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Positionierelement als Positionierscheibe (34) ausgebildet ist, die eine Vielzahl
radial abstehender ferromagnetischer Positionieransätze (35) aufweist.
7. Faserbandzuführeinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der ferromagnetischen Positionieransätze (35) der Anzahl der Zähne (32)
des Schneckenrades (22) entspricht.