[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verankerungssystem für Lichtschächte oder für
andere Fertigteile aus armiertem Beton welche an wesentlich vertikalen Mauern außen
oder innen befestigt werden, wobei die Befestigungselemente von bekannter Art, wie
Mauerdübel und Schrauben, ohne Zwischenlage von beweglichen oder einhängbaren Elementen,
sind welche immer für die üblichen Werkzeuge zugänglich bleiben.
Es sind Lichtschächte welche mit Befestigungselementen und/oder mit Einhängelementen
versehen sind bekannt, insbesondere in der DE-GM 75 34 695 ist ein Lichtschacht beschrieben
welcher an den beiden Oberflächen welche mit der Außenfläche der Mauer an welcher
der Lichtschacht angebracht ist, mit einer Ausnehmung versehen ist innerhalb welcher
an einem vorstehendem Gewindeteil eines Rundstabes mittels Schraubenmutter ein Einhängbügel
befestigt ist dessen Ende mittels einem Schraubenbolzen an entsprechender Stelle mittels
Mauerdübel an der Mauer befestigt ist. Dieses System bringt den Nachteil mit sich,
dass die Mauerdübel vorher an der Mauer in relativ präziser Position vorgesehen werden
müssen und dass, nach erfolgtem Einhängen, während der Befestigungsfase sich die Befestigungselemente
nicht in einer, für die üblichen Werkzeuge, leicht zugänglichen Position befinden.
In der DE 29 06 419 ist ein Verankerungssystem zwischen dem vorgefertigten Mauerteil
einer Fensteröffnung und eines Lichtschachtes gezeigt; dieses System sieht die Verankerung
von Einhängelementen mit einer einfachen oder mehrfachen Öse, beziehungsweise Profile
mit Schlitzen für Schaftschrauben, am vorgefertigtem Teil der Fensteröffnung und Schaftschrauben
oder Elemente mit vorstehenden Einhängeelementen an den Lichtschächten, vor.
Dieses System ermöglicht das Einhängen gegebenenfalls ohne den Einsatz von Werkzeugen,
es setzt jedoch die vorherige Verankerung der Einhängelemente sei es am tragenden
Teil als auch am eingehängten Teil vor, ohne beim Einhängen ein Verändern der Position
des Luftschachtes zu ermöglichen, gegebenenfalls ist nur eine vorgegebene Veränderung
in der Höhe möglich wenn am tragenden Teil Verankerungselemente mit mehrfachen Ösen
vorgesehen sind.
Auch in der CH 688 828 A5 ist ein Verankerungssystem gezeigt welches eine genaue vorherige
Positionierung der spezifischen Verankerungselemente an der tragenden Mauer und entsprechende
vorstehende Einhängelemente am Lichtschacht, vorsieht. Auch dieses System ermöglicht
nicht eine nachträgliche Einstellung oder Veränderung der Einhängeposition.
[0002] Die Erfindung stellt sich die Aufgabe ein Einhängesystem für Lichtschächte oder für
andere Fertigteile aus armiertem Beton an, von Verankerungselementen freien, Mauern,
mit der Möglichkeit während der Einhängfase die exakte gewünschte Position des durch
übliche Werkzeuge befestigbaren oder abmontierbaren Lichtschachtes, vorzusehen.
[0003] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor an einem, an eine Mauer zu befestigendem,
Lichtschacht oder an einem anderem Fertigteil aus armiertem Beton, an den beiden Kontaktflächen
gegenüber der besagten Mauer, mindestens je einen Bügel vorzusehen welcher an der
Armierung des Lichtschachtes verankert ist und welcher an dem der Mauer zugekehrten
Teil mindestens ein durchgehendes Loch oder einen Schlitz aufweist. Der mit Loch oder
mit Schlitz ausgestattete Teil hat dreieckigen oder trapezförmigen Querschnitt oder
ist gegenüber der Mauer und gegenüber der Kontaktfläche des Lichtschachtes in angewinkelter
Stellung so dass dieser, in diesem letzteren Fall, längs der vertikalen äußeren Kante
an der Mauer anliegt und gegen die Innenseite mit der Maueroberfläche einen Winkel
von ca. 8° - 30° bildet. Um den freien Zugang in jenem Bereich des Bügels welcher
das Loch oder den Schlitz aufweist zu ermöglichen, ist die Seitenwand des Lichtschachtes
am entsprechenden Bereich mit einer Ausnehmung versehen welche vorzugsweise die Form
eines Prismas mit dreieckigem Querschnitt aufweist und geeignet ist den Zugang mit
Bohr- und/oder Befestigungswerkzeugen im Bereich des Loches oder Schlitzes zu ermöglichen.
Mittels Bohrschablone oder durch Positionierung des Lichtschachtes selbst anliegend
an die Mauer und in der gewünschten Befestigungsposition, ist es möglich die Mauer
entsprechend der Position der am Bügel vorgesehenen Löcher oder Schlitze anzubohren
und in die Bohrlöcher geeignete Mauerdübel einzusetzen um anschließend die entsprechenden
Schraubenbolzen und/oder Befestigungsmuttern anzubringen.
Die Erfindung wird anschließend anhand eines, in der beigelegten Zeichnung schematisch
dargestellten, vorzuziehenden erfindungsgemäßen Ausführungsbeispieles eines, an einer
Mauer befestigbaren, Lichtschachtes näher erklärt; die Zeichnung erfüllt dabei rein
erklärenden, nicht begrenzenden Zweck.
Die Fig. 1 ist eine perspektivische Darstellung auf einen vorgefertigten, teilweise
durchsichtig gezeigten, Lichtschacht aus armiertem Beton welcher mittels erfindungsgemäßem
Befestigungssystem an einer Mauer befestigbar ist.
Die Fig. 2 zeigt in perspektivischer Darstellung den Bereich des, in die Seitenwand
des Lichtschachtes integrierten, Befestigungsbügels.
Die Fig. 3 zeigt den in Fig. 1 dargestellten Befestigungsbügel in perspektivischer
Darstellung und im vergrößerten Maßstab zusammen mit den an diesem befestigten Armierungselementen.
Die Fig. 4 ist eine Schnittdarstellung gemäß einer horizontalen Schnittebene welche
sich durch die Achse der Befestigungsschraube, jene des entsprechenden Mauerdübels
und durch den Bügel, dessen vertikaler Teil dreieckigen Querschnitt aufweist, erstreckt.
Die Fig. 5 ist eine Schnittdarstellung gemäß einer horizontalen Schnittebene welche
sich durch die Achse der Befestigungsschraube, jene des entsprechenden Mauerdübels
und durch den Bügel erstreckt welcher mit seiner vertikalen äußeren Kante an der Mauer
anliegt.
[0004] Der Lichtschacht 2 besteht aus zwei seitlichen, vertikalen und zueinander parallelen,
Wänden 2a welche vertikale Auflageflächen 2b aufweisen welche an der Außenfläche einer
Mauer 1 anliegen. Die Armierung des Lichtschachtes besteht im Wesentlichen aus vertikalen
Rundstäben 5 und horizontalen Rundstäben 6. An den beiden Auflageflächen 2b des Lichtschachtes
2 welche an der Mauer 1 anliegen sind zwei Bügel 4 vorgesehen welche mindestens ein
Loch oder einen Schlitz 4b für den Einsatz eines Befestigungsbolzens 3a mit Schraubenmutter
3b aufweisen; der Befestigungsbolzen ist mittels eines, in die Mauer 1 gebohrten Loch
eingesetzten, Mauerdübels 3 verankert.
Der Bügel 4 nimmt gegenüber der Außenfläche der Mauer 1 eine um einen Winkel α angewinkelte
Position ein weil entweder der vertikale Teil des Bügels 4 dreieckigen oder trapezförmigen
Querschnitt hat (Fig. 4) oder weil dieser Teil des Bügels nur mit seiner äußeren vertikalen
Kante (Fig. 5) an der Mauer 1 anliegt. An der Außenfläche der beiden seitlichen Wände
2a des Lichtschachtes 2 ist im Bereich des Bügels 4 je eine Ausnehmung 2c vorgesehen
welche vorzugsweise prismatische Form mit dreieckigem Querschnitt hat und einen leichten
Zugang zum Bereich der Löcher, bzw. der Schlitze, 4b ermöglicht um so die entsprechenden
Bohrungen an der Mauer 1, das Einsetzen der Mauerdübel 3 und das folgende Anbringen
der Befestigungsbolzen 3a und der entsprechenden Gewindemuttern 3b durchführen zu
können und dabei immer unbehindert längs der Achse A besagter Elemente 3, 3a, 3b welche
mit der Achse der Löcher, bzw. der Schlitze, 4b fluchten, arbeiten zu können.
Die Rundstäbe 5, 6 welche die Grundarmierung des Lichtschachtes 2 bilden sind an den
Bügeln 4 verankert indem sie in entsprechende Bohrungen 4c, 4d an den gespreizten
Schenkeln 4a des Bügels 4 eingesteckt sind.
Die Erfindung schließt nicht aus, dass die Rundstäbe 5, 6 der Armierung des Lichtschachtes
2 in anderer Form verlegt sind und auch auf andere Art an den Bügeln 4 befestigt oder
verankert sind und dass die gespreizten Schenkel 4a eine andere Form und Ausrichtung
einnehmen, wobei die Bügel 4 aber immer ihre angewinkelte Position gegenüber der Oberfläche
der Mauer 1, bzw. gegenüber der Auflagefläche 2b des Lichtschachtes, einnehmen.
Vorteilhafterweise werden während der Produktionsfase des erfindungsgemäßen Lichtschachtes
an den Löchern oder Schlitzen 4b der Bügel 4 Kerne befestigt welche in Ihrer Form
jener der prismatischen Ausnehmung 2b für den freien Zugang entsprechen.
Natürlich können für die Durchführung der Bohrungen an der Mauer 1 zwecks Anbringung
der Mauerdübel 3 auch entsprechende Bohrschablonen verwendet werden welche das Bohren
unter Berücksichtigung der erforderlichen Anwinkelung der Achse A des Bohrloches erleichtern.
1. Verankerungssystem für Lichtschächte (2) oder andere Fertigteile aus Beton welche
an einer wesentlich vertikalen Mauer (1) zu befestigen sind,
dadurch gekennzeichnet, dass an den Auflageflächen (2b) des Lichtschachtes (2) oder anderer Fertigteile Befestigungsbügel
(4) vorgesehen sind welche jeweils ein Loch oder einen Schlitz (4b) für das Einsetzen
einer in einem, in der Mauer (1) vorgesehenen, Mauerdübel (3) eingeschraubten Befestigungsschraube
(3a) aufweisen und welche durch Anliegen mit ihrer vertikalen äußeren Kante an der
Außenfläche der Mauer
(1) oder wegen ihres dreieckigen Querschnittes am vertikalen Bügelteil, zur Mauer
angewinkelt (α) sind.
2. Verankerungssystem gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich des mit mindestens einem Loch oder einem Schlitz (4b) ausgestatteten
Bügels (4) durch eine Ausnehmung (2c), welche an entsprechender Stelle an der jeweiligen
Seitenwand (2a) des Lichtschachtes (2) oder eines anderen Fertigteiles vorgesehen
ist, seitlich zugänglich ist, wobei diese Ausnehmung vorzugsweise prismatische Form
aufweist und derartige Form und Ausmaße hat, dass der freie Zugang in diesem Bereich
gemäß einer, in Bezug auf die Oberfläche der Mauer (1) angewinkelte, der Achse des
Mauerdübels (3) und der Befestigungsschraube (3a) entsprechende, Achse (A) gesichert
ist.
3. Verankerungssystem gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel (4) zwei gespreizte Schenkel (4a) aufweist welche mindestens teilweise
im Beton eingegossen sind und Bohrungen (4c, 4d) aufweisen durch welche Rundstäbe
(5) gesteckt sind, bzw. an welchen Rundstäbe oder Stangen (6) eingehängt sind welche
die Armierung des an einer Mauer (1) zu befestigenden Lichtschachtes (2) oder eines
ähnlichen Fertigteiles aus Beton bilden.
4. Verankerungssystem gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel (4) selbst mit den Schenkeln (4a) eine Schalenform hat oder Wände aufweist
welche nach außen seitlich in der Seitenwand (2a) des Lichtschachtes (2) die Ausnehmung
(2c) für den Zugang bilden.
5. Verankerungssystem gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Löcher oder Schlitze (4b) am Bügel (4), während des Schüttens des Betons des
Lichtschachtes (2), für die Befestigung von Kernen welche die in den Seitenwänden
(2a) des Lichtschachtes eingeformten Ausnehmungen (2c) bestimmen.