(19)
(11) EP 1 362 969 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
19.11.2003  Patentblatt  2003/47

(21) Anmeldenummer: 03010358.4

(22) Anmeldetag:  08.05.2003
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7E04F 17/06
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK

(30) Priorität: 15.05.2002 IT BZ20020022

(71) Anmelder: Larcher, Aldo
39057 Appiano (Bolzano) (IT)

(72) Erfinder:
  • Larcher, Michele
    39057 Appiano (BZ) (IT)

(74) Vertreter: Oberosler, Ludwig 
Oberosler SAS, Via Dante, 20/A, CP 307
39100 Bolzano
39100 Bolzano (IT)

   


(54) Verankerungssystem für Lichtschächte aus armiertem Beton


(57) Verankerungssystem für Lichtschächte oder andere Fertigteile aus Beton welche an einer wesentlich vertikalen Mauer (1) zu befestigen sind wobei an den Auflageflächen (2b) des Lichtschachtes (2) oder anderer Fertigteile, Befestigungsbügel (4) vorgesehen sind welche jeweils ein Loch oder einen Schlitz (4b) für das Einsetzen einer in einem, in der Mauer (1) vorgesehenen, Mauerdübel (3) eingeschraubten Befestigungsschraube (3a) aufweisen und welche durch Anliegen mit ihrer vertikalen äußeren Kante an der Außenfläche der Mauer (1) oder wegen ihres dreieckigen Querschnittes am vertikalen Bügelteil, zur Mauer angewinkelt (α) sind.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verankerungssystem für Lichtschächte oder für andere Fertigteile aus armiertem Beton welche an wesentlich vertikalen Mauern außen oder innen befestigt werden, wobei die Befestigungselemente von bekannter Art, wie Mauerdübel und Schrauben, ohne Zwischenlage von beweglichen oder einhängbaren Elementen, sind welche immer für die üblichen Werkzeuge zugänglich bleiben.
Es sind Lichtschächte welche mit Befestigungselementen und/oder mit Einhängelementen versehen sind bekannt, insbesondere in der DE-GM 75 34 695 ist ein Lichtschacht beschrieben welcher an den beiden Oberflächen welche mit der Außenfläche der Mauer an welcher der Lichtschacht angebracht ist, mit einer Ausnehmung versehen ist innerhalb welcher an einem vorstehendem Gewindeteil eines Rundstabes mittels Schraubenmutter ein Einhängbügel befestigt ist dessen Ende mittels einem Schraubenbolzen an entsprechender Stelle mittels Mauerdübel an der Mauer befestigt ist. Dieses System bringt den Nachteil mit sich, dass die Mauerdübel vorher an der Mauer in relativ präziser Position vorgesehen werden müssen und dass, nach erfolgtem Einhängen, während der Befestigungsfase sich die Befestigungselemente nicht in einer, für die üblichen Werkzeuge, leicht zugänglichen Position befinden.
In der DE 29 06 419 ist ein Verankerungssystem zwischen dem vorgefertigten Mauerteil einer Fensteröffnung und eines Lichtschachtes gezeigt; dieses System sieht die Verankerung von Einhängelementen mit einer einfachen oder mehrfachen Öse, beziehungsweise Profile mit Schlitzen für Schaftschrauben, am vorgefertigtem Teil der Fensteröffnung und Schaftschrauben oder Elemente mit vorstehenden Einhängeelementen an den Lichtschächten, vor.
Dieses System ermöglicht das Einhängen gegebenenfalls ohne den Einsatz von Werkzeugen, es setzt jedoch die vorherige Verankerung der Einhängelemente sei es am tragenden Teil als auch am eingehängten Teil vor, ohne beim Einhängen ein Verändern der Position des Luftschachtes zu ermöglichen, gegebenenfalls ist nur eine vorgegebene Veränderung in der Höhe möglich wenn am tragenden Teil Verankerungselemente mit mehrfachen Ösen vorgesehen sind.
Auch in der CH 688 828 A5 ist ein Verankerungssystem gezeigt welches eine genaue vorherige Positionierung der spezifischen Verankerungselemente an der tragenden Mauer und entsprechende vorstehende Einhängelemente am Lichtschacht, vorsieht. Auch dieses System ermöglicht nicht eine nachträgliche Einstellung oder Veränderung der Einhängeposition.

[0002] Die Erfindung stellt sich die Aufgabe ein Einhängesystem für Lichtschächte oder für andere Fertigteile aus armiertem Beton an, von Verankerungselementen freien, Mauern, mit der Möglichkeit während der Einhängfase die exakte gewünschte Position des durch übliche Werkzeuge befestigbaren oder abmontierbaren Lichtschachtes, vorzusehen.

[0003] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor an einem, an eine Mauer zu befestigendem, Lichtschacht oder an einem anderem Fertigteil aus armiertem Beton, an den beiden Kontaktflächen gegenüber der besagten Mauer, mindestens je einen Bügel vorzusehen welcher an der Armierung des Lichtschachtes verankert ist und welcher an dem der Mauer zugekehrten Teil mindestens ein durchgehendes Loch oder einen Schlitz aufweist. Der mit Loch oder mit Schlitz ausgestattete Teil hat dreieckigen oder trapezförmigen Querschnitt oder ist gegenüber der Mauer und gegenüber der Kontaktfläche des Lichtschachtes in angewinkelter Stellung so dass dieser, in diesem letzteren Fall, längs der vertikalen äußeren Kante an der Mauer anliegt und gegen die Innenseite mit der Maueroberfläche einen Winkel von ca. 8° - 30° bildet. Um den freien Zugang in jenem Bereich des Bügels welcher das Loch oder den Schlitz aufweist zu ermöglichen, ist die Seitenwand des Lichtschachtes am entsprechenden Bereich mit einer Ausnehmung versehen welche vorzugsweise die Form eines Prismas mit dreieckigem Querschnitt aufweist und geeignet ist den Zugang mit Bohr- und/oder Befestigungswerkzeugen im Bereich des Loches oder Schlitzes zu ermöglichen. Mittels Bohrschablone oder durch Positionierung des Lichtschachtes selbst anliegend an die Mauer und in der gewünschten Befestigungsposition, ist es möglich die Mauer entsprechend der Position der am Bügel vorgesehenen Löcher oder Schlitze anzubohren und in die Bohrlöcher geeignete Mauerdübel einzusetzen um anschließend die entsprechenden Schraubenbolzen und/oder Befestigungsmuttern anzubringen.
Die Erfindung wird anschließend anhand eines, in der beigelegten Zeichnung schematisch dargestellten, vorzuziehenden erfindungsgemäßen Ausführungsbeispieles eines, an einer Mauer befestigbaren, Lichtschachtes näher erklärt; die Zeichnung erfüllt dabei rein erklärenden, nicht begrenzenden Zweck.

Die Fig. 1 ist eine perspektivische Darstellung auf einen vorgefertigten, teilweise durchsichtig gezeigten, Lichtschacht aus armiertem Beton welcher mittels erfindungsgemäßem Befestigungssystem an einer Mauer befestigbar ist.

Die Fig. 2 zeigt in perspektivischer Darstellung den Bereich des, in die Seitenwand des Lichtschachtes integrierten, Befestigungsbügels.

Die Fig. 3 zeigt den in Fig. 1 dargestellten Befestigungsbügel in perspektivischer Darstellung und im vergrößerten Maßstab zusammen mit den an diesem befestigten Armierungselementen.

Die Fig. 4 ist eine Schnittdarstellung gemäß einer horizontalen Schnittebene welche sich durch die Achse der Befestigungsschraube, jene des entsprechenden Mauerdübels und durch den Bügel, dessen vertikaler Teil dreieckigen Querschnitt aufweist, erstreckt.

Die Fig. 5 ist eine Schnittdarstellung gemäß einer horizontalen Schnittebene welche sich durch die Achse der Befestigungsschraube, jene des entsprechenden Mauerdübels und durch den Bügel erstreckt welcher mit seiner vertikalen äußeren Kante an der Mauer anliegt.



[0004] Der Lichtschacht 2 besteht aus zwei seitlichen, vertikalen und zueinander parallelen, Wänden 2a welche vertikale Auflageflächen 2b aufweisen welche an der Außenfläche einer Mauer 1 anliegen. Die Armierung des Lichtschachtes besteht im Wesentlichen aus vertikalen Rundstäben 5 und horizontalen Rundstäben 6. An den beiden Auflageflächen 2b des Lichtschachtes 2 welche an der Mauer 1 anliegen sind zwei Bügel 4 vorgesehen welche mindestens ein Loch oder einen Schlitz 4b für den Einsatz eines Befestigungsbolzens 3a mit Schraubenmutter 3b aufweisen; der Befestigungsbolzen ist mittels eines, in die Mauer 1 gebohrten Loch eingesetzten, Mauerdübels 3 verankert.
Der Bügel 4 nimmt gegenüber der Außenfläche der Mauer 1 eine um einen Winkel α angewinkelte Position ein weil entweder der vertikale Teil des Bügels 4 dreieckigen oder trapezförmigen Querschnitt hat (Fig. 4) oder weil dieser Teil des Bügels nur mit seiner äußeren vertikalen Kante (Fig. 5) an der Mauer 1 anliegt. An der Außenfläche der beiden seitlichen Wände 2a des Lichtschachtes 2 ist im Bereich des Bügels 4 je eine Ausnehmung 2c vorgesehen welche vorzugsweise prismatische Form mit dreieckigem Querschnitt hat und einen leichten Zugang zum Bereich der Löcher, bzw. der Schlitze, 4b ermöglicht um so die entsprechenden Bohrungen an der Mauer 1, das Einsetzen der Mauerdübel 3 und das folgende Anbringen der Befestigungsbolzen 3a und der entsprechenden Gewindemuttern 3b durchführen zu können und dabei immer unbehindert längs der Achse A besagter Elemente 3, 3a, 3b welche mit der Achse der Löcher, bzw. der Schlitze, 4b fluchten, arbeiten zu können.
Die Rundstäbe 5, 6 welche die Grundarmierung des Lichtschachtes 2 bilden sind an den Bügeln 4 verankert indem sie in entsprechende Bohrungen 4c, 4d an den gespreizten Schenkeln 4a des Bügels 4 eingesteckt sind.
Die Erfindung schließt nicht aus, dass die Rundstäbe 5, 6 der Armierung des Lichtschachtes 2 in anderer Form verlegt sind und auch auf andere Art an den Bügeln 4 befestigt oder verankert sind und dass die gespreizten Schenkel 4a eine andere Form und Ausrichtung einnehmen, wobei die Bügel 4 aber immer ihre angewinkelte Position gegenüber der Oberfläche der Mauer 1, bzw. gegenüber der Auflagefläche 2b des Lichtschachtes, einnehmen.
Vorteilhafterweise werden während der Produktionsfase des erfindungsgemäßen Lichtschachtes an den Löchern oder Schlitzen 4b der Bügel 4 Kerne befestigt welche in Ihrer Form jener der prismatischen Ausnehmung 2b für den freien Zugang entsprechen.
Natürlich können für die Durchführung der Bohrungen an der Mauer 1 zwecks Anbringung der Mauerdübel 3 auch entsprechende Bohrschablonen verwendet werden welche das Bohren unter Berücksichtigung der erforderlichen Anwinkelung der Achse A des Bohrloches erleichtern.


Ansprüche

1. Verankerungssystem für Lichtschächte (2) oder andere Fertigteile aus Beton welche an einer wesentlich vertikalen Mauer (1) zu befestigen sind, dadurch gekennzeichnet, dass an den Auflageflächen (2b) des Lichtschachtes (2) oder anderer Fertigteile Befestigungsbügel (4) vorgesehen sind welche jeweils ein Loch oder einen Schlitz (4b) für das Einsetzen einer in einem, in der Mauer (1) vorgesehenen, Mauerdübel (3) eingeschraubten Befestigungsschraube (3a) aufweisen und welche durch Anliegen mit ihrer vertikalen äußeren Kante an der Außenfläche der Mauer

(1) oder wegen ihres dreieckigen Querschnittes am vertikalen Bügelteil, zur Mauer angewinkelt (α) sind.


 
2. Verankerungssystem gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich des mit mindestens einem Loch oder einem Schlitz (4b) ausgestatteten Bügels (4) durch eine Ausnehmung (2c), welche an entsprechender Stelle an der jeweiligen Seitenwand (2a) des Lichtschachtes (2) oder eines anderen Fertigteiles vorgesehen ist, seitlich zugänglich ist, wobei diese Ausnehmung vorzugsweise prismatische Form aufweist und derartige Form und Ausmaße hat, dass der freie Zugang in diesem Bereich gemäß einer, in Bezug auf die Oberfläche der Mauer (1) angewinkelte, der Achse des Mauerdübels (3) und der Befestigungsschraube (3a) entsprechende, Achse (A) gesichert ist.
 
3. Verankerungssystem gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel (4) zwei gespreizte Schenkel (4a) aufweist welche mindestens teilweise im Beton eingegossen sind und Bohrungen (4c, 4d) aufweisen durch welche Rundstäbe (5) gesteckt sind, bzw. an welchen Rundstäbe oder Stangen (6) eingehängt sind welche die Armierung des an einer Mauer (1) zu befestigenden Lichtschachtes (2) oder eines ähnlichen Fertigteiles aus Beton bilden.
 
4. Verankerungssystem gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel (4) selbst mit den Schenkeln (4a) eine Schalenform hat oder Wände aufweist welche nach außen seitlich in der Seitenwand (2a) des Lichtschachtes (2) die Ausnehmung (2c) für den Zugang bilden.
 
5. Verankerungssystem gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Löcher oder Schlitze (4b) am Bügel (4), während des Schüttens des Betons des Lichtschachtes (2), für die Befestigung von Kernen welche die in den Seitenwänden (2a) des Lichtschachtes eingeformten Ausnehmungen (2c) bestimmen.
 




Zeichnung







Recherchenbericht