[0001] Die Erfindung betrifft einen Leistungsschalter für hohe Ströme und Niederspannung
nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Aus der Druckschrift EP 0 206 882 B1 ist ein derartiger Leistungsschalter bekannt.
Ein Gehäuse aus isolierendem Formstoff besteht aus einem Unterteil und aus einem auf
diesem aufzuschraubenden Oberteil und ist durch parallel verlaufende innere Zwischenwände
in mehrere nebeneinander liegende Polräume aufgeteilt. Ein Betätigungsmechanismus,
eine der Polzahl des Leistungsschalters entsprechende und durch den Betätigungsmechanismus
betätigbare Anzahl von Kontakteinheiten, zugehörige Lichtbogenlöscheinheiten, zu-
und abgehende Anschlussmittel sowie Auslösemittel zum automatischen Öffnen der Kontakteinheiten
beim Überschreiten einstellbarer Grenzbedingungen durch die über die Kontakteinheiten
fließenden Ströme sind in dem Unterteil gelagert und dort zum Teil befestigt. Jeder
Polraum weist einen mit dem Bodenteil verbundenen feststehenden Kontakt und mehrere
parallel angeordnete bewegliche Kontaktfinger auf. Die beweglichen Kontaktfinger sind
gegen die Wirkung von Kontaktdruckfedern begrenzt in einem U-förmigen metallischen
Kontakthalter gelagert. In abgewandter Richtung von den Kontaktdruckfedern sind die
Kontakthalter aller Pole mit einem quer über die Polräume sich erstreckenden Verbindungssteg
verschraubt. Der Verbindungssteg besteht aus einem mit Kunststoff umspritzten stangenartigen
Stahlkern und ist zwischen Unterteil und Oberteil drehbar gelagert. Dazu sind in den
Zwischenwänden entsprechende Lagerstellen ausgeformt. An dem Verbindungssteg sind
Abschirmsegmente angeformt, die isolierend in tiefe Nuten greifen, die sich an für
den Verbindungssteg vorgesehenen Aussparungen in den Zwischenwänden anschließen. Der
Kontakthalter des mittleren Pols ist gelenkig mit unteren Kniehebeln eines zu dem
Betätigungsmechanismus gehörenden Kniehebelsystems verbunden. Der Betätigungsmechanismus
weist außer dem Kniehebelsystem noch einen Betätigungshebel, einen Kraftspeicher,
einen ver- und entklinkbaren Stützhebel und einen mit den Auslösemittel in Wirkverbindung
stehenden Verklinkungsmechanismus auf. Der Betätigungsmechanismus ist zwischen zwei
Seitenblenden gelagert, die ihrerseits im Unterteil befestigt sind. Mittels des Betätigungsmechanismus
nehmen die Kontaktfinger gegenüber den feststehenden Kontakten eine geöffnete bzw.
geschlossene Stellung ein. Die Kontaktfinger sind in abgewandter Richtung von den
Festkontakten und jenseits ihrer Lagerachse in den Kontakthaltern mit je einem flexiblen
Verbindungsleiter verbunden, der unterhalb des Verbindungssteges verläuft und am anderen
Ende mit einer festliegenden Stromschiene verbunden ist.
[0003] Ein Nachteil dieser Lösung besteht darin, dass im Zusammenwirken der metallischen
Kontakthalter mit dem metallischen Betätigungsmechanismus und dem Verbindungssteg
eine nicht unerhebliche Gefahr einer elektrischen Spannungsverschleppung zwischen
den Polräumen bzw. den Kontakteinheiten besteht. Weiterhin kann infolge der Art der
Kopplung der Kontakteinheiten mit dem Betätigungsmechanismus und infolge ihrer durch
den Verbindungssteg festgelegten Drehachse nur ein mäßiger Kompromiss zwischen dem
Öffnungswinkel der Kontakteinheiten, der Kraftübertragung vom Betätigungsmechanismus
auf die Kontakthalter sowie der Öffnungs- und der Schließgeschwindigkeit der Kontakteinheiten
erlangt werden. Die flexiblen Verbindungsleiter werden bedingt durch ihre Anordnung
und Länge bei Schaltvorgängen erheblich gestaucht bzw. gedehnt, sodass die Verbindungsleiter
sowohl einem nicht zu vernachlässigenden Verschleiß ausgesetzt sind als auch erhebliche
Kräfte auf die Kontaktfinger ausüben und damit deren Dynamik bei Schaltvorgängen nachteilig
beeinflussen.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, das aus mehreren Kontakteinheiten
bestehende Kontaktsystem hinsichtlich seiner isolierenden, kinematischen und dynamischen
Eigenschaften zu verbessern.
[0005] Ausgehend von einem Leistungsschalter der eingangs genannten Art wird die Aufgabe
erfindungsgemäß durch die Merkmale des unabhängigen Anspruches gelöst, während den
abhängigen Ansprüchen vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung zu entnehmen sind.
[0006] Durch die Anordnung des Stahlkerns direkt oberhalb der Kontaktdruckfedern ist die
Verformung des Verbindungssteges sehr gering, da sie lediglich auf Biegung und nicht
wie bei einer Torsionswelle mit langen Hebelarmen auf Verdrehung belastet wird, wobei
die Schwenkachse in einfacher Weise durch das in den Seitenblenden des Betätigungsmechanismus
gelagerte Halteblech bestimmt wird. Dadurch wird trotz der vorteilhaften einstückigen
Formgebung von Kontakthaltern und Verbindungssteg die Übertragung hoher Kontaktkräfte
bei einer geringen zulässigen Verformung der beweglichen Teile der Kontakteinheiten
verbessert. Durch die Lagerung des Halteblechs und damit der beweglichen Teile des
Kontaktsystems in den Seitenblenden des Betätigungsmechanismus besteht keine quer
durch das Gehäuse verlaufende Lagerachse für diese beweglichen Teile. Dadurch lässt
sich in vorteilhafter Weise ein von elektrischer Spannung freier Betätigungsmechanismus
mit dem Kontaktsystem zu einer kompakten Bauweise kombinieren, wobei eine elektrische
Spannungsverschleppung über den metallischen Betätigungsmechanismus vermieden wird.
Damit lassen sich möglichst große Luft- und Kriechstrecken zwischen den einzelnen
Polräumen und zwischen diesen und den mit dem Betätigungsmechanismus verbundenen Bedienelementen
realisieren, was sich mit Vorteil insbesondere an der oberen Grenze der Niederspannung,
d.h. bei 1000 V, auswirkt. Die geometrische Lage der Schwenkachse der Kontakthalter
ist unabhängig von den Strombahnen festlegbar. Durch ihre optimale Führung in Verlängerung
zu der genannten Schwenkachse erfahren die flexiblen Verbindungsleiter - i. Allg.
Litzenleiter - während der Schaltvorgänge nur eine geringe Relativbewegung und können
deutlich kürzer ausgeführt werden, wobei gleichzeitig eine große Öffnungsstrecke zwischen
den feststehenden Kontakten und den Kontaktfingern verwirklicht werden kann. Die erheblich
verringerte Relativbewegung der Verbindungsleiter verringert deren Stauchung bzw.
Dehnung. Das hat einerseits einen geringeren Verschleiß der Verbindungsleiter und
anderseits eine geringere Kraftbeaufschlagung der Kontaktfinger durch die Verbindungsleiter
zur Folge, was zu einer verbesserten Schaltdynamik der Kontaktfinger führt. Die günstige
Lage der genannten Schwenkachse und die kompakte Bauweise des Verbindungssteges erlauben
eine quasi direkte Kraftübertragung vom Stützhebel des Betätigungsmechanismus, d.h.
über den kurzen Weg von dem mit einem Ende im Stützhebel gelagerten und mit dem anderen
Ende mit dem Halteblech verbundenen und fast gestreckten Kniehebelsystem, auf die
beweglichen Teile des Kontaktsystems. Damit können relativ kurze Öffnungszeiten des
Kontaktsystems beim Auslösen des Leistungsschalters erreicht werden. Die Seitenblenden
können in üblicher Weise als Bleche ausgebildet sein. Als Seitenblenden können aber
auch die Zwischenwände dienen.
[0007] Eine Weiterbildung der Erfindung besteht in der vorteilhaften Ausbildung des Halteblechs.
Das Halteblech besitzt durch eine U-förmige Ausbildung eine ausreichende Steifigkeit.
Die direkte Verbindung des Halteblechs mit dem Verbindungssteg wirkt sich positiv
auf die Verwindungssteifigkeit der beweglichen Teile der Kontakteinheiten aus. Für
eine günstige Momentübertragung vom Kniehebelsystem des Betätigungsmechanismus auf
die Kontakteinheiten sind untere Kniehebel etwa in der Mitte zwischen der Befestigung
an dem Verbindungssteg und der Lagerung in den Seitenblenden angelenkt. In eine weiteren
Fortbildung der Erfindung werden die Lagerstellen platzsparend durch Nietgelenke realisiert.
[0008] Die von seitlichen einfachen Stützlaschen aufzunehmenden Kräfte erhöhen die Biegesteifigkeit
der beweglichen Teile der Kontakteinheiten. Dieser Vorteil wirkt sich insbesondere
bei Leistungsschaltern mit mehr als drei Polen aus. Die beweglichen Teile des Kontaktsystems
werden auf diese Weise an den beiden seitlichen Enden zusätzlich abgefangen, um der
Konstruktion eine möglichst große Stabilität zu verschaffen. Die Stützlaschen benötigen
zum Verschwenken ebenfalls keine durchgehende, im Unterteil gelagerte Schwenkachse.
Die schwenkbare Lagerung der Stützlaschen erfolgt vorzugsweise über platzsparende
Nietgelenke, die mit im Unterteil festgelegten Stützwinkeln verbunden sind.
[0009] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem folgenden, anhand
von Figuren erläuterten Ausführungsbeispiel. Es zeigen
- Figur 1:
- einen erfindungsgemäßen dreipoligen Leistungsschalter bei abgenommenem Oberteil des
Gehäuses und entferntem Betätigungsmechanismus in perspektivischer, im wesentlichen
von der Frontseite gesehener Ansicht;
- Figur 2:
- eine perspektivische Teildarstellung des erfindungsgemäßen Leistungsschalters, gegenüber
der Darstellung von Fig. 1 von unten links gesehen;
- Figur 3:
- eine weitere perspektivische Teildarstellung des erfindungsgemäßen Leistungsschalters,
gegenüber der Darstellung von Fig. 1 von oben links gesehen.
[0010] Der für hohe Ströme ausgelegte dreipolige Niederspannungs-Leistungsschalter ist von
einem Formgehäuse umgeben, von dem in Fig. 1 nur das Unterteil 2 dargestellt ist.
Die seitlichen Außenwände 4 und die beiden Zwischenwände 5 dienen zur seitlichen Begrenzung
von drei parallel verlaufenden Polräumen 6 bis 8. Den Polräumen 6 bis 8 sind Kontakteinheiten
9, 10 und 11 zugeordnet. Jede Kontakteinheit 9, 10, 11 besteht aus einem im Unterteil
2 festgelegten feststehenden Kontakt 16, mehreren parallel angeordneten beweglichen
Kontaktfingern 18 sowie einer Lichtbogenlöscheinheit 20. Die zu einer Kontakteinheit
9, 10 bzw. 11 gehörenden Kontaktfinger 18 sind mittels einer Schwenkachse 22 in einem
U-förmigen Kontakthalter 24 begrenzt schwenkbar gelagert und stützen sich in bekannter
Weise gegen Kontaktdruckfedern 26 ab. Die feststehenden Kontakte 16 sind über erste
Stromschienen 12 mit ersten Anschlussklemmen 14 verbunden. Die Kontaktfinger 18 sind
über flexible Verbindungsleiter 17 mit zweiten Stromschienen 13 verbunden, an die
sich nicht dargestellte zweiten Anschlussklemmen anschließen.
[0011] Am Boden 3 des Unterteils 2 sind zwei Seitenblenden 28 parallel beabstandet befestigt,
welche die Kontakteinheit 12 des mittleren Pols umgreifen und zwischen denen ein Betätigungsmechanismus
30 beweglich lagert. Der Betätigungsmechanismus 30 enthält einen Betätigungshebel
32, über den der Leistungsschalter von außen bedienbar ist. Der Betätigungsmechanismus
30 weist weiterhin ein Kniehebelsystem 34 auf und ist über nicht dargestellte Auslösemittel
auslösbar. Der Aufbau und die Wirkungsweise eines derart üblichen Betätigungsmechanismus
30 ist aus der eingangs genannten EP 0 206 882 B1 zu ersehen. Der Kniehebelmechanismus
34 ist mit einem Federkraftspeicher verbunden und weist einen oberen Kniehebel sowie
zwei über eine Kniehebelachse mit diesen verbundene untere Kniehebel 36 auf.
[0012] Über einen querliegenden Verbindungssteg 38 sind die Kontakthalter 24 aller Kontakteinheiten
9 bis 11 miteinander verbunden. Die Kontakthalter 24 und der Verbindungssteg 38 sind
in einem Stück aus isolierendem Formstoff hergestellt worden, wobei ein ebenfalls
querliegender stangenartiger Stahlkern 40 umspritzt wurde. Der oberhalb der Kontaktdruckfedern
26 verlaufende Stahlkern 40 verleiht dem aus den drei Kontakthaltern 24 und dem Verbindungssteg
38 bestehenden beweglichen System eine ausreichende Steifigkeit sowohl gegen Verbiegung
als auch gegen Verwindung. Ein U-förmiges Halteblech 42 umgreift mit seinem Mittelschenkel
44 und seinen beiden Außenschenkeln 46 den Kontakthalter 24 der mittleren Kontakteinheit
10 und ist an seinem zu der Lichtbogenlöscheinheit 20 weisenden Ende über zwei Abwinkelungen
48 mit dem Verbindungssteg 38 unbeweglich verschraubt. Am anderen Ende des Halteblechs
42 sind die Außenschenkel 46 über jeweils eine als Nietgelenk ausgeführte Lagerstelle
50 in den Seitenblenden 28 schwenkbar gelagert. Durch die Lagerstellen 50 verläuft
die Schwenkachse 51 des Haltebleches 42. Um die Kontakteinheiten 9 bis 11 von einer
geöffneten Stellung in eine geschlossene Stellung bzw. umgekehrt überführen zu können,
ist das Halteblech 42 in seinem mittleren Bereich mit seinen Außenschenkeln 46 über
ebenfalls nietenförmige Gelenke 52 mit den unteren Kniehebeln 36 verbunden.
[0013] Die Verbindungsleiter 17 verlaufen annähernd in einer Ebene, welche die Verbindungspunkte
der Verbindungsleiter 17 mit den Kontaktfingern 18 und die Schwenkachse 51 einschließt,
sodass die Verbindungspunkte der Verbindungsleiter 17 mit den zweiten Stromschienen
13 ebenfalls annähernd in dieser Ebene liegen. Die Verbindungsleiter 17 haben eine
relativ kleine Längenausdehnung, sind bei Schaltvorgängen nur geringen Stauch- und
Dehnbewegungen und damit geringen inneren Reibungen ausgesetzt und üben relativ geringe
Kraft- und Drehmomente auf die Kontaktfinger 18 aus.
[0014] Um die Schaltbewegungen zu ermöglichen, sind in den Zwischenwänden 5 längliche Aussparungen
54 für den Verbindungssteg 38 vorgesehen. Das aus den Kontakthaltern 24 und dem Verbindungssteg
38 bestehende Formteil enthält weiterhin vier Abschirmsegmente 56 und 57, die jeweils
paarweise und in engem Abstand zu beiden Seiten der Zwischenwände 5 verlaufen. Damit
wird trotz der vorhandenen Aussparungen 54 im Bereich entstehender Lichtbögen eine
Abschirmung zwischen benachbarten Polräumen 6, 7 bzw. 7, 8 bewirkt. Diese Schutzmaßnahme
gegen Querkurzschlüsse und Spannungsverschleppungen infolge von Lichtbogengasen beim
Auftreten von äußeren Kurzschlüssen wird noch erheblich dadurch verbessert, dass in
den Lichtbogenlöscheinheiten 20 beidseitig isolierende Einsätze 58 aus gasendem Material
eingebracht sind, die bis knapp vor den Verbindungssteg 38 im Bereich der Aussparungen
54 reichen.
[0015] Um einer Verbiegung des Verbindungssteges 38 und damit einem ungleichmäßigen Schalten
der Kontakteinheiten 9 bis 11 bei hohen mechanischen Belastungen noch besser zu begegnen,
sind an den Außenseiten der zu den beiden äußeren Kontakteinheiten 9 und 11 gehörenden
Kontakthalter 24 Stützlaschen 60 aus Blech unbeweglich befestigt, die in geringem
Abstand zu den Außenwänden 4 verlaufend im Unterteil 2 schwenkbar gelagert sind. Jeweils
eine gelenkige Nietverbindung 62 verbindet eine der Stützlaschen 60 mit jeweils einem
Stützwinkel 64. Die Stützwinkel 64 sind im Unterteils 2 dadurch befestigt, dass sie
beim Verschrauben der zweiten Stromschienen 13 im Unterteil 3 zwischen einer in der
zugehörigen Stromschiene 3 zurückgesetzt ausgebildeten Abstufung 66 und dem Boden
3 kraft- und formschlüssig festgelegt worden sind.
1. Leistungsschalter für hohe Ströme und Niederspannung, enthaltend
- ein aus einem Unterteil (2) und einem Oberteil zusammengesetztes Formgehäuse mit
durch parallel verlaufende Zwischenwände (5) gebildeten Polräumen (6 ... 8),
- einen Betätigungsmechanismus (30), der ein Kniehebelsystem (34) aufweist und in
feststehenden Seitenblenden (28) gelagert ist,
- mit dem Betätigungsmechanismus (30) zusammenwirkende Auslösemittel,
- eine der Anzahl der Polräume (6 ... 8) entsprechende Anzahl von Kontakteinheiten
(9 ... 11), die jeweils einen mit dem Unterteil (2) verbundenen feststehenden Kontakt
(16) und mehrere parallel angeordnete bewegliche Kontaktfingern (18), die in einem
U-förmigen Kontakthalter (24) gegen die Wirkung von Kontaktdruckfedern (26) begrenzt
schwenkbar gelagert und über flexible Verbindungsleiter (17) mit feststehenden Stromschienen
(13) verbunden sind, sowie eine Lichtbogenlöscheinheit (20) enthalten, wobei die zu
einem mittleren Polraum (7) gehörende Kontakteinheit (10) mit dem Kniehebelsystem
(34) gelenkig gekoppelt ist,
- einen querliegenden, die Kontakthalter (24) aller Kontakteinheiten (9 ... 11) verbindenden
Verbindungssteg (38), der einen mit isolierendem Formstoff umspritzten stangenartigen
Stahlkern (40) enthält,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Kontakthalter (24) aus isolierendem Formstoff bestehen und einstückig mit dem
Verbindungssteg (38) verbunden sind, wobei der Stahlkern (40) oberhalb der Kontaktdruckfedern
(26) verläuft,
- ein Halteblech (42) mit dem Verbindungssteg (38) in einem mittleren Polraum (7)
starr verbunden, mit dem Betätigungsmechanismus (30) gelenkig gekoppelt und in den
Seitenblenden (28) schwenkbar gelagert ist und
- die flexiblen Verbindungsleiter (17) in Flucht zur Schwenkachse (51) des Haltebleches
(42) an die zugehörigen Stromschienen (13) geführt sind.
2. Leistungsschalter nach vorstehendem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteblech (42) U-förmig ausgebildet ist, mit seinen Außenschenkeln (46) den
Kontakthalter (24) der mittleren Kontakteinheit (10) seitlich umgreift und in den
Seitenblenden (28) gelagert ist.
3. Leistungsschalter nach vorstehendem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteblech (42) mit mindestens einer endseitig an seinem Mittelschenkel (44)
ausgebildeten Abwinkelung (48) an dem Verbindungssteg (38) angeschraubt ist.
4. Leistungsschalter nach vorstehendem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass etwa in der Mitte zwischen der mindestens einen Abwinklung (58) und den Lagerstellen
(50) der Außenschenkel (46) in den Seitenblenden (28) untere Kniehebel (36) des Kniehebelsystems
(34) an den Außenschenkeln (46) angelenkt sind.
5. Leistungsschalter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerstellen (50) des Halteblechs (42) in den Seitenblenden (28) als Nietgelenke
ausgebildet sind.
6. Leistungsschalter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils eine Stützlasche (60) einerseits unbeweglich mit dem Kontakthalter (24) der
beiden äußeren Kontakteinheiten (9, 11) verbunden und anderseits gelenkig im Unterteil
(2) festgelegt ist.
7. Leistungsschalter nach vorstehendem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils eine Stützlasche (60) über eine gelenkige Nietverbindung (62) mit einem Stützwinkel
(64) verbunden ist, der seinerseits zwischen der feststehenden Stromschiene (13) der
jeweiligen Kontakteinheit (9, 11) und dem Boden (3) des Unterteils (2) festgelegt
ist.