[0001] Die Erfindung betrifft ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial mit einem Substrat,
einer Farbbildner und Farbakzeptoren enthaltenden wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht
und einer auf der Aufzeichnungsschicht ausgebildeten Schutzschicht sowie seine Verwendung
als Ticket.
[0002] Ein wärmeempfindlicher Aufzeichnungsbogen der genannten Art ist aus der
EP-B-0 909 242, entsprechend der
DE-C-197 13 590, bekannt: Die Schutzschicht des als Etikett, Kassenbon oder Fahrausweis einzusetzenden
und im Nassoffsetverfahren gut bedruckbaren Aufzeichnungsbogens weist bei einem Pigmentanteil
von 20 bis 40 Gew.-% insbesondere Bentonit als Pigment auf, während der Bindemittelanteil
zu größeren Teilen aus wasserunlöslichem Bindemittel in Form einer Polymerdispersion
und zu geringeren Teilen aus einer wässerigen Lösung eines Polymers besteht. Offenbart
werden in dieser Schrift als weitere Pigmente in der Schutzschicht natürliches Calciumcarbonat,
gefälltes Calciumcarbonat, Siliziumdioxid, Aluminiumoxid und Titanoxid. Während als
wasserlösliches Bindemittel bevorzugt Polyvinylalkohol genannt wird, handelt es sich
bei den wasserunlöslichen Bindemitteln bevorzugt um selbstvernetzende Copolymere aus
Acrylnitril, Methacrylamid und Acrylester. Hinweise auf den möglichen Auftrag einer
Spotbeschichtung sind der Schrift nicht zu entnehmen.
[0003] Aus der
EP-A-0 344 705 ist eine Schutzschicht bekannt, in der je Gew.-Teil Bindemittel 0,5 bis 3 Gew.-Teile
Pigment vorliegen. Als geeignete Bindemittel werden für die Schutzschicht u. a. Polyvinylalkohol,
Carboxymethylzellulose, Stärke und Stärkederivate sowie Copolymeremulsionen von Styrol-Butadien,
Vinylacetat-Ethylen, Vinylacetat-Vinylchlorid-Ethylen und Methacrylat-Butadien offenbart.
Als geeignete Pigmente werden gefälltes Calciumcarbonat, gemahlenes Calciumcarbonat,
Talkum, Kaolin, Siliziumdioxidanhydrid, Magnesiumkarbonat, Zinkoxid, Alumiumoxid und
Aluminiumhydroxid neben organischen Pigmenten genannt. Beispielhaft sind pigmenthaltige
Schutzschichten beschrieben, die nur wasserlösliches Bindemittel enthalten.
[0004] Die
EP-B-0 373 903 betrifft ein wärmeempfindliches Aufzeichnungspapier mit einer inneren Haftfestigkeit
von 2,5 kg*cm oder mehr, das eine Schutzschicht mit einer Glätte von mindestens 500
Bekk-Sekunden, vorzugsweise von 700 bis1500 Bekk-Sekunden aufweist, die auf eine feine
Teilchen eines Styrol-Acrylatpolymeren und ein Bindemittel enthaltende Zwischenschicht
aufgetragen ist. Als für die Schutzschicht geeignete Bindemittel werden sowohl wasserlösliche
als auch wasserunlösliche Hochpolymere mit ausreichendem Filmbildevermögen bezeichnet.
Eine gegebenenfalls erfolgende Pigmentzugabe zur Schutzschicht wird ebenfalls offenbart,
es lassen sich jedoch der Schrift keine Hinweise auf die Art der geeigneten Pigmente
entnehmen. Genauso fehlt der Schrift jede Offenbarung hinsichtlich einer Spotbeschichtung
im Sinne dieser Erfindung.
[0005] Zweifellos haben sich die bekannten wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterialien in
zahlreichen Anwendungsbereichen beispielsweise als Büropapiere wie auch als Tickets
bewährt, jedoch erfordern immer wieder neue, sich oft widersprechende Anforderungsprofile
völlig neue, mit den bekannten Lösungsansätzen brechende innovative Produkte.
[0006] Mit der bereits bekannten Verwendung wärmeempfindlicher Aufzeichnungsmaterialien
als Ticket und insbesondere als Fahrschein wuchs der Bedarf an solchen Materialien,
die einerseits eine hohe Umweltresistenz aufweisen.
Hierunter ist die herausragende Beständigkeit des wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials
gegenüber Wasser, Weichmachern, Ölen und Fetten zu verstehen. Die Forderung nach Beständigkeit
gegenüber Wasser erwächst aus der Tatsache, dass auf einem Fahrschein mittels Wärmezufuhr
erzeugte Schriftbilder auch dann für die Dauer eines Nutzungsintervalls entziffer-
und kontrollierbar bleiben müssen, wenn der Fahrschein an Regentagen nicht geschützt
aufbewahrt werden kann. Genauso darf der Fahrschein seine Schriftbilder bei Kontakt
mit Fetten und Ölen nicht verlieren. Da häufig Fahrausweise in Einsteckhüllen aufbewahrt
werden, um sie vor mechanischer Zerstörung zu schützen, ist es ferner notwendig, dass
die so genutzten wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterialien eine hohe Beständigkeit
gegenüber Weichmachern aufweisen, wie sie üblicherweise in Einsteckhüllen enthalten
sind.
[0007] Andererseits besteht die Forderung nach einer im Vergleich zum Stand der Technik
erhöhten Wischfestigkeit und damit einer zuverlässigeren Entwertbarkeit, worunter
im Sinne der dieser Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe zu verstehen ist, dass aufgestempelte
Entwerterzeichen nach ca. 10 Sekunden weder trocken noch genässt verwischt werden
können. Bis jetzt sind nur solche wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterialien bekannt,
bei denen die auf die Schutzschicht aufgetragene Entwerterstempelfarbe sich zwar weder
trocken noch nass vollständig von der Schutzschicht abwischen lässt, die Wischfestigkeit
jedoch insofern noch nicht voll befriedigt, als Wischen zu einem erkennbar unschärferen
Druckbild im Vergleich zum gleichen Druckbild vor dem Wischen führt.
[0008] Da Tickets und insbesondere Fahrscheine gewöhnlich mittels Flexo- oder insbesondere
mittels Nass-Offset-Druckverfahren aufgebrachte Aufdrucke aufweisen, ist die Bedruckbarkeit
auf der gesamten Oberfläche der Schutzschicht an den Stellen, an denen ein Entwerteraufdruck
nicht vorgesehen ist, eine weitere Forderung.
[0009] Nicht zu unterschätzen ist die Notwendigkeit, dass für den Einsatz als Fahrscheine
geeignete Aufzeichnungsmaterialien preisgünstig herzustellen sein müssen. Keinem der
bekannten wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterialien gelang es bisher, dieses Anforderungsspektrum
vollständig zu erfüllen.
[0010] Zusammengefasst ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein wärmeempfindliches
Aufzeichnungsmaterial zur Verfügung zu stellen, das als Ticket und hier speziell als
Fahrschein eine hervorragende lokal begrenzte Entwertbarkeit durch eine erhöhte Wischfestigkeit
von Aufdrucken mit Entwerterstempelfarbe garantiert. Das neue Aufzeichnungsmaterial
muss sich durch eine hohe Umweltresistenz auszeichnen. Wesentlich an dem neuen Aufzeichnungsmaterial
muss ferner seine kostengünstige Herstellungsweise sein. Darüber hinaus sieht die
Erfindung ihre Aufgabe darin, ein Aufzeichnungsmaterial zu entwickeln, das neben dem
oben aufgeführten Anforderungsspektrum auch eine hervorragende Bedruckbarkeit auf
der gesamten Oberfläche der Schutzschicht an den Stellen, an denen ein Entwerteraufdruck
nicht vorgesehen ist, aufweist.
[0011] Als Ergebnis umfangreicher Vorarbeiten erkannten die Erfinder, dass eine solche Vielzahl
von sich teilweise widersprechenden Anforderungen durch ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial
mit einem Substrat, einer Farbbildner und Farbakzeptoren enthaltenden wärmeempfindlichen
Aufzeichnungsschicht, einer auf der Aufzeichnungsschicht ausgebildeten Schutzschicht
und einer auf die Schutzschicht aufgedruckten vollflächigen, lokal begrenzten "Spot-"
Beschichtung erfüllt werden kann, wobei zwischen Substrat und wärmeempfindlicher Aufzeichnungsschicht
eine ein Pigment oder eine Pigmentmischung enthaltende Zwischenschicht ausgebildet
ist und wobei die als "Spot-" Beschichtung aufgebrachte Druckfarbe zu 60 bis 90 Gew.-%
aus Pigmenten mit einer Ölabsorption von mindestens 80 cm
3/100g, bestimmt nach der japanischen Norm JIS K 5101, besteht.
[0012] Dabei ist aus der
US-A- 58 43 864 bereits ein wärmeempfindliches Aufzeichnungspapier mit einer auf der Aufzeichnungsschicht
ausgebildeten Schutzschicht bekannt, die mit einer zonenweise aufgebrachten Beschichtung
versehen ist. Die zonenweise Beschichtung soll eine erhöhte Wischfestigkeit für Stempelaufdrucke
bewirken. Die bekannte Beschichtungsmasse für die zonenweise Beschichtung enthält
Bindemittel wie Polyvinylpyrrolidon und/oder eine Acrylharzlösung. Typische Rezepturen
enthalten Pigmente wie Siliziumdioxid oder Kaolin in Mengen bis zu 12 Gew. %. Vom
Einsatz höherer Pigmentmengen wird abgeraten, weil erwartet wird, dass sich die Dichte
der mittels wärmeempfindlicher Aufzeichnung erzeugten Bilder bis zu einem nichtakzeptablen
Grad verringert und außerdem durch die Abrasion des Pigments eine die Bilddichte weiter
verringernde Beschädigung des Thermokopfes erfolgt.
[0013] Auch die als nächstkommender Stand der Technik zu betrachtende
JP 111 05 422 A offenbart ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial, dessen Schutzschicht mit
einer bedruckbaren, vollflächig oder lokal begrenzten Beschichtung versehen ist. Zum
Erreichen einer hohen Wischfestigkeit gegenüber einem aufgebrachten Entwerteraufdruck
umfasst die Beschichtung, mit der die Schutzschicht versehen ist, 70 bis 95 Gew.-%
und beispielhaft 85 Gew.-% Pigmente wie beispielsweise pyrogene Kieselsäure. Der Schrift
sind keinerlei Anregungen zur besonderen Ausgestaltung des wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials
wie zum Beispiel der Ausbildung einer Pigment enthaltenden Zwischenschicht und erst
recht nicht zur besonderen Auswahl von Pigmenten in dieser Zwischenschicht zu entnehmen.
[0014] Der in der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht die farbbildende Reaktion der
Farbbildner mit den Farbakzeptoren auslösende Thermokopf bewirkt ein Schmelzen der
wachsartigen Bestandteile in der Aufzeichnungsschicht. Zur Vermeidung eines Anhaftens
dieser wachsartigen Bestandteile als Schmelze am Thermokopf ist eine ein Pigment oder
eine Pigmentmischung enthaltende Zwischenschicht zwischen wärmeempfindlicher Aufzeichnungsschicht
und Substrat ausgebildet, wobei die Pigmente dieser Zwischenschicht eine Absorption
der Schmelze bewirken. Es ist dabei besonders vorteilhaft, wenn die Pigmente der Zwischenschicht
eine Ölabsorption von mindestens 80 cm
3/100 g und noch besser von 100 cm
3/100 g, bestimmt nach der japanischen Norm JIS K 5101, aufweisen. Kalziniertes Kaolin
hat sich aufgrund seines großen Absorptionsreservoirs in den Hohlräumen besonders
bewährt. In zahlreichen Versuchen zeigte es sich, dass es vorteilhaft ist, in der
Zwischenschicht Pigmente mit höherer Ölabsorption zu wählen als in der "Spot-" Beschichtung,
das ist die auf die Schutzschicht aufgedruckte, vollflächige und lokal begrenzte Beschichtung.
Da die Luft in den Hohlräumen der Pigmente der Zwischenschicht einen guten Wärmeisolator
darstellt, wirkt eine so ausgebildete Zwischenschicht als Wärmereflektionsschicht,
wodurch die Wärmeempfindlichkeit des Aufzeichnungsmaterials und somit die Druckgeschwindigkeit
im Thermodrucker erhöht werden kann. Ferner kann eine solche Zwischenschicht einen
positiven Beitrag zur Egalisierung der Substratobeifläche leisten, womit sich die
Menge an notwendigerweise aufzubringender Streichfarbe für die wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht
reduziert.
[0015] Besonders vorteilhaft wirkt sich die Ausbildung einer Zwischenschicht mit einer flächenbezogenen
Masse in einem Bereich von 5 bis 20 g/m
2 und noch besser zwischen 7 und 10 g/m
2 aus.
[0016] Eine besonders geeignete Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sieht aus wirtschaftlichen
Überlegungen die einlagige Ausbildung der Schutzschicht vor.
[0017] Zur Ausbildung der Schutzschicht für das neue Aufzeichnungsmaterial eignet sich gut
eine Streichfarbe, wie sie in der
EP-B-0 909 242 vorgeschlagen wird. Eine solche Schutzschicht verbindet hohe Umweltresistenz mit
hervorragender Bedruckbarkeit im Nassoffsetverfahren. Auch ist die Schutzschicht relativ
preisgünstig herzustellen und einlagig aufzutragen.
[0018] Zur Unterstützung der Entwertbarkeit des neuen Aufzeichnungsmaterials an lokal begrenzten
Stellen und um es zu ermöglichen, dass nur ein möglichst dünner Druckauftrag der "Spot-"
Beschichtung" aufgetragen werden muss, was einer erhöhten Auflösung der durch Wärme
induzierten Schutzbilder dienlich ist, hat es sich als besonders vorteilhaft herausgestellt,
wenn
- das Pigment der Schutzschicht aus einem oder mehreren anorganischen Pigmenten besteht
und mindestens 80 Gew.-% aus einem hoch gereinigten alkalisch aufbereiteten Bentonit
gebildet sind,
- das Bindemittel der Schutzschicht aus einem oder aus mehreren wasserunlöslichen, selbstvernetzenden
Acrylpolymeren besteht,
- das Bindemittel-/Pigmentverhältnis in der Schutzschicht in einem Bereich zwischen
7 : 1 und 9 : 1 liegt,
- das Vernetzungsmittel-/Bindemittelverhältnis in der Schutzschicht größer als 1 : 5
und bevorzugt zwischen 1 : 5 und 1 : 7 ist und
- die Schutzschicht eine Glätte von mindestens 900 Bekk-Sekunden aufweist.
Als weitere anorganische Pigmente sind für die Schutzschicht natürliches oder gefälltes
Calciumcarbonat, Kaolin oder Titanoxid möglich.
[0019] Als Vernetzungsmittel für die Schutzschicht bieten sich insbesondere zyklischer Harnstoff,
Methylolharnstoff, Polyamidepichlorhydrinharz, Amoniumzirkoniumkarbonat an.
Eine vorstehend erläuterte Ausführungsform gewährleistet ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial,
dass über die gesamte Fläche ein gutes Druckkopfverhalten aufweist und dessen Schutzschicht
gleichzeitig über eine aufgabengemäß gute Umweltresistenz und eine hervorragende Bedruckbarkeit
im Flexo- und Nassoffsetverfahren verfügt.
[0020] Es ist bevorzugt, die Schutzschicht mit einer flächenbezogenen Masse in einem Bereich
von 1,5 bis 6 g/m
2 und besonders zwischen 1,8 und 4 g/m
2 aufzutragen.
[0021] Das erfindungsgemäße Aufzeichnungsmaterial weist bevorzugt eine Rückseitenbeschichtung
auf, die auf der Substratseite aufgetragen ist, die der mit der wärmeempfindlichen
Aufzeichnungsschicht versehenen Seite gegenüberliegt. Eine solche Rückseitenbeschichtung
wird beispielsweise in der
DE-A-197 48 258 vorgeschlagen und dient dann einer verbesserten rückseitigen Bedruckbarkeit des Aufzeichnungsbogens
im Offset- und Flexodruckverfahren sowie einer verbesserten Sperrwirkung der Rückseite
gegenüber Weichmachern, Ölen und Fetten. Für die flächenbezogene Masse der Rückseitenbeschichtung
haben sich Auftragsmengen in einem Bereich von 1 bis 3 g/m
2 und besonders zwischen 1,5 und 2,5 g/m
2 als vorteilhaft erwiesen.
[0022] Die vollflächige, lokal begrenzte sogenannte "Spot-" Beschichtung wird vorzugsweise
in Form eines Rechtecks am Rand des als Fahrschein ausgerüsteten, d.h. bedruckten
und geschnittenen wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials aufgedruckt. Wie bereits
oben erläutert, ist es vorteilhaft, die Ölabsorption der Pigmente in der Zwischenschicht
größer zu wählen als die Ölabsorption der Pigmente in der "Spot-" Beschichtung. Neben
den Pigmenten mit einer Ölabsorption von mindestens 80 cm
3/100 g sind weitere Bestandteile der auf Wasserbasis hergestellten Druckfarben für
die "Spot-" Beschichtung Alkohole wie Isopropanol oder Ethanol als Lösungsmittel sowie
beispielsweise Maleinat-, Polyester- und Acrylatharze als Bindemittel, deren Carboxylgruppen
mit wässerigem Ammoniak oder mit Aminen verseift und in wasserlösliche Salze überführt
sind. Die so hergestellten Druckfarben sind hervorragend bestempelbar und die aufgebrachte
Stempelfarbe ist nach ca. 10 Sekunden wischfest.
[0023] Auch wenn nicht auf Papier als Substrat beschränkt, ist Papier das Substrat, das
sich am Markt auch mit Blick auf die gute Umweltverträglichkeit wegen der guten Recyclingfähigkeit
durchgesetzt hat und das im Sinne der Erfindung bevorzugt ist.
[0024] Das erfindungsgemäße wärmeempfindliche Aufzeichnungsmaterial ist hauptsächlich zur
Verwendung als Ticket und hier insbesondere als Fahrschein konzipiert. Dabei wird
der Fahrschein vom Fahrgast nach Kauf und vor Antritt der Fahrt so in einen dafür
vorgesehenen Entwerterautomaten geschoben, dass der Entwerteraufdruck auf die vollflächige,
lokal begrenzte sogenannte "Spot-" Beschichtung aufgebracht wird. Nach ca. 10 Sekunden
ist der Entwerteraufdruck wischfest getrocknet, so dass keine Gefahr besteht, dass
sich der Fahrgast an der unzureichend fixierten Druckfarbe verschmutzt. Gleichzeitig
ist der Aufdruck zu Kontrollzwecken stets ohne Probleme gut zu entziffern.
Umfangreiche Untersuchungen zeigten, dass ein Druckfarbenauftrag mit einer flächenbezogenen
Masse in einem Bereich von 1 bis 5 g/m
2 und besonders zwischen 2 und 3,5 g/m
2 besonders gute Ergebnisse liefert.
[0025] Da die vorgesehene Verwendung des erfindungsgemäßen wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials
als Fahrschein mitunter auch Authentizitätsmerkmale erfordert, ist in einer bevorzugten
Ausführungsform auch deren Einbindung vorgesehen. Eine Übersicht über sich anbietende,
einzeln oder in Kombination anzuwendende Authentizitätsmerkmale gibt die
DE-A-199 36 030, ohne jedoch auf die dort gemachten Vorschläge beschränkt zu sein.
[0026] Die in der Beschreibung und in den Ansprüchen gemachten Angaben zur flächenbezogenen
Masse, zu Gew.-% (Gewichts-%) beziehen sich jeweils auf das "atro"-Gewicht, d.h. absolut
trockene Gewichtsteile.
[0027] Unter der hohen Umweltresistenz des erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterials ist
dessen herausragende Beständigkeit gegenüber den Medien
- Wasser,
- Weichmachern sowie
- Ölen und Fetten
zu verstehen. Das zum Nachweis der Umweltresistenz angewendete Verfahren sieht vor,
dass pro Beständigkeitsnachweis ein Meßzyklus aus 3 unabhängigen Einzelwertbestimmungen
durchgeführt wird.
Eine Einzelwertbestimmung sieht vor, dass zunächst eine DIN A4-Probe geschnitten wird.
Zur Bestimmung des Einzelwerts wird das Verhältnis zweier Messungen der mit Hilfe
des Macbeth RD 914 der Firma Karl Schröder KG (Korrillonstraße 32, D-69469 Weinheim)
bestimmten dynamischen Druckdichte erfasst. Dazu wird die Probe unter Benutzung eines
Thermodruckers vom Typ TP 3000-300 der Firma Charles Richiger AG, Maschinenbau (Bernstrasse
81, CH-3613 Steffisburg) mit einem Schriftbild versehen. Nach einer ersten Bemessung
der dynamischen Druckdichte wird die Probe über eine bestimmte Zeit dem entsprechenden
Medium direkt ausgesetzt (Einwirkzeit siehe Tabelle). Anschließend wird das überschüssige
Medium abgesaugt bzw. abgetupft. Von der Probe bereits aufgenommenes Medium lässt
man über eine bestimmte Zeit einwirken (Ruhezeit vor Messung siehe Tabelle). Schließlich
wird die dynamische Druckdichte ein zweites Mal bemessen.
Aus den so bestimmten 3 Einzelwerten wird das arithmetische Mittel gezogen. Die untersuchte
Medienbeständigkeit ist als sehr gut zu bezeichnen, wenn das arithmetisch Mittel der
aus jeweils 2 Meßwerten bestimmten Quotienten als Einzelwerte größer als der "Grenzwert
Schriftbildstabilität" It. Tabelle 1 ist.

[0028] Die nachfolgenden Beispiele werden die Erfindung weiter verdeutlichen:
Beispiel 1:
[0029] Auf einer Langsieb-Papiermaschine wird als Substrat eine Papierbahn aus gebleichten
und gemahlenen Laub- und Nadelholzzellstoffen mit einer flächenbezogenen Masse von
67 g/m
2 unter Zusatz üblicher Beischlagstoffe in üblichen Mengen hergestellt. Frontseitig
wird eine kalziniertes Kaolin als Pigment, Styrol-Butadien-Latex als Bindemittel und
Stärke als Cobinder neben weiteren Hilfsmitteln aufweisende Zwischenschicht von 8
g/m
2 aufgebracht.
[0030] Auf die Zwischenschicht wird eine Farbbildner und Farbakzeptoren enthaltende wärmeempfindliche
Aufzeichnungsschicht mit einer flächenbezogenen Masse von 5,4 g/m
2 aufgetragen.
[0031] Auf die getrocknete Aufzeichnungsschicht wird eine Schutzschicht von 2 g/m
2 aufgebracht. Als Pigment wird ein hoch gereinigter alkalisch aufbereiteter Bentonit
mit Plättchenstruktur eingesetzt, dessen Eigenadhäsion seine Fixierung mit geringem
Bindemittelbedarf ermöglicht und dessen spezifische Oberfläche im nicht dispergierten
Zustand mit 85 m
2/g angegeben wird bei einem Flächen-Kanten-Verhältnis, das bei dem in Pulverform vorliegenden
Bentonit in einem Schwankungsbereich zwischen 20 und 50 liegt. Es wird ein Bindemittel-/Pigmentverhältnis
von 6 : 1 sowie ein Vernetzungsmittel-/Bindemittelverhältnis von 1 : 5 eingestellt.
Als Vernetzungsmittel wird Polyamidepichlorhydrinharz, als Bindemittel die wässerige
Dispersion eines selbstvernetzenden Copolymers aus Acrylnitril, Methacrylamid und
Acrylester benutzt. Die Streichmasse zur Herstellung der Schutzschicht enthält als
weitere Komponenten einen Entschäumer, als Schmiermittel Stearinsäure sowie verschiedene
Dispergiermittel zum einen für das Pigment und zum anderen für das Schmiermittel.
[0032] Die aufgetragene Streichmasse wird getrocknet und der soweit hergestellte Aufzeichnungsbogen
mittels eines Kalanders geglättet, wobei eine Glätte von 2200 Bekk-Sekunden erzielt
wird.
Anschließend werden auf die Schutzschicht jeweils 8 mm breite Streifen als "Spot-"
Beschichtungen so mit einer flächenbezogenen Masse von 2,2 g/m
2 aufgedruckt, daß die "Spot-" Beschichtungsstreifen beim fertiggeschnittenen Fahrschein
an zwei sich gegenüberliegenden Außenlinie des Fahrscheins angeordnet sind. Dabei
wird die von GSB-Wahl GmbH, Buchenteich 1, D-73773 Aichwald, angebotene Druckfarbe
"DG 9033 (Mattlack)" eingesetzt.
Die mit einer Schutzschicht versehene Seite des so hergestellten erfindungsgemäßen
wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials wird an den nicht mit einer "Spot-" Beschichtung
bedruckten Stellen hinsichtlich ihrer Umweltresistenz überprüft und als sehr gut bestimmt.
Der Entwerteraufdruck wird nach 10 Sekunden mit einem angefeuchteten Finger auf seine
Wischfestigkeit überprüft; der Entwerteraufdruck kann dabei nicht verwischt werden.
Beispiel 2 (Referenz):
[0033] Auf die Schutzschicht eines entsprechend Beispiel 1 der
EP-B-0 909 242 hergestellten wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials werden jeweils 10 mm x 50
mm große "Spot-" Beschichtungsrechtecke so mit einer flächenbezogenen Masse von 3,2
g/m
2 aufgedruckt, daß die "Spot-" Beschichtungsrechtecke beim fertiggeschnittenen Fahrschein
mit ihrer langen Seite parallel zu einer Außenlinie des Fahrscheins angeordnet sind.
Dabei wird die von GSB-Wahl GmbH, Buchenteich 1, D-73773 Aichwald, angebotene Druckfarbe
"DG 9033 (Mattlack)" eingesetzt.
Die mit einer Schutzschicht versehene Seite des so hergestellten erfindungsgemäßen
wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials wird an den nicht mit einer "Spot-" Beschichtung
bedruckten Stellen hinsichtlich ihrer Umweltresistenz überprüft und als sehr gut bestimmt.
Der Entwerteraufdruck wird nach 10 Sekunden mit einem angefeuchteten Finger auf seine
Wischfestigkeit überprüft; der Entwerteraufdruck kann dabei nicht verwischt werden.
Beispiel 3 (Referenz):
[0034] Auf die Schutzschicht eines entsprechend Beispiel 2 der
EP-B-0 909 242 hergestellten wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials werden jeweils 10 mm x 50
mm große "Spot-" Beschichtungsrechtecke so mit einer flächenbezogenen Masse von 2,8
g/m
2 aufgedruckt, daß die "Spot-" Beschichtungstechtecke beim fertiggeschnittenen Fahrschein
mit ihrer langen Seite parallel zu einer Außenlinie des Fahrscheins angeordnet sind.
Dabei wird die von GSB-Wahl GmbH, Buchenteich 1, D-73773 Aichwald, angebotene Druckfarbe
"DG 9032" eingesetzt.
Die mit einer Schutzschicht versehene Seite des so hergestellten erfindungsgemäßen
wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials wird an den nicht mit einer "Spot-" Beschichtung
bedruckten Stellen hinsichtlich ihrer Umweltresistenz überprüft und als sehr gut bestimmt.
Der Entwerteraufdruck wird nach 10 Sekunden mit einem angefeuchteten Finger auf seine
Wischfestigkeit überprüft; der Entwerteraufdruck kann dabei nicht verwischt werden.
Beispiel 4 (Referenz):
[0035] Auf die Schutzschicht eines entsprechend Beispiel 3 der
EP-B-0 909 242 hergestellten wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials werden jeweils 10 mm x 50
mm große "Spot-" Beschichtungsrechtecke so mit einer flächenbezogenen Masse von 3,3
g/m
2 aufgedruckt, daß die "Spot-" Beschichtungsrechtecke beim fertiggeschnittenen Fahrschein
mit ihrer langen Seite parallel zu einer Außenlinie des Fahrscheins angeordnet sind.
Dabei wird die von Akzo Nobel, Kreuzauer Straße 46, D-52301 Düren angebotene Druckfarbe
HK 9035 eingesetzt.
Die mit einer Schutzschicht versehene Seite des so hergestellten erfindungsgemäßen
wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials wird an den nicht mit einer "Spot-" Beschichtung
bedruckten Stellen hinsichtlich ihrer Umweltresistenz überprüft und als sehr gut bestimmt.
Der Entwerteraufdruck wird nach 10 Sekunden mit einem angefeuchteten Finger auf seine
Wischfestigkeit überprüft; der Entwerteraufdruck kann dabei nicht verwischt werden.
[0036] Unter Bezugnahme auf die beiden Figuren 1 und 2 wird die Erfindung nachfolgend weiter
erläutert.
[0037] Figur 1 zeigt den schematischen Aufbau des erfindungsgemäßen wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials
im Querschnitt. Auf der Unterseite des Substrats (1) ist eine Rückseitenbeschichtung
(2) aufgetragen. Frontseitig sind auf das Substrat (1) in der hier wiedergegebenen
Reihenfolge eine Zwischenschicht (3), eine wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht
(4) sowie eine Schutzschicht (5) aufgetragen. Auf der Schutzschicht ist schließlich
ein vollflächiger, lokal begrenzter Druckauftrag (6) angeordnet.
[0038] Figur 2 zeigt beispielhaft das zum Fahrschein geschnittene erfindungsgemäße wärmeempfindliche
Aufzeichnungsmaterial in der Aufsicht. Auf der in der Aufsicht ausschließlich zu erkennenden
Schutzschicht (5) ist der vollflächige, lokal begrenzte Druckauftrag (6) in Form eines
Rechtecks aufgetragen, das mit seiner langen Seite parallel zu einer Außenlinie des
Fahrscheins angeordnet ist.
1. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial mit einem Substrat, einer Farbbildner und
Farbakzeptoren enthaltenden wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht, einer auf der
Aufzeichnungsschicht ausgebildeten Schutzschicht und einer auf die Schutzschicht aufgedruckten
vollflächigen, lokal begrenzten "Spot-" Beschichtung, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Substrat und wärmeempfindlicher Aufzeichnungsschicht eine ein Pigment oder
eine Pigmentmischung enthaltende Zwischenschicht ausgebildet ist und dass die als
"Spot-" Beschichtung aufgebrachte Druckfarbe zu 60 bis 90 Gew.-% aus Pigmenten mit
einer Ölabsorption von mindestens 80 cm3/100 g besteht.
2. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die aufgebrachte Druckfarbe Bindemittel auf Polyesteroder Acrylharzbasis enthält.
3. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzschicht einlagig ausgebildet ist.
4. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzschicht eine Glätte von mindestens 900 Bekk-Sekunden aufweist.
5. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Pigmente in der Zwischenschicht eine Ölabsorption von mindestens 80 cm3/100 g aufweisen.
6. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Pigmente in der Zwischenschicht eine größere Ölabsorption als die Pigmente in
der "Spot-" Beschichtung aufweisen.
7. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Seite des Substrates, die der Seite mit der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht
gegenüberliegt, eine Rückseitenbeschichtung aufgetragen ist.
8. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Substrat Papier ist.
9. Verwendung eines wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials nach einem der Ansprüche
1 bis 8 als Ticket.
10. Verwendung eines Tickets nach Anspruch 9 zum Aufbringen mindestens eines Entwerteraufdruckes
auf der vollflächigen, lokal begrenzten Beschichtung.
1. Heat-sensitive recording material having a substrate, a heat-sensitive recording layer
comprising colour formers and colour acceptors, a protective layer formed on the recording
layer, and a locally limited, continuous "spot" coating printed on to the protective
layer, characterised in that an intermediate layer comprising a pigment or pigment mixture is formed between the
substrate and the heat-sensitive recording layer and in that the printing ink applied as the "spot" coating comprises from 60 to 90 % by weight
pigments having an oil absorption of at least 80 cm3/100 g.
2. Heat-sensitive recording material according to claim 1, characterised in that the applied printing ink comprises binders based on polyester or acrylic resin.
3. Heat-sensitive recording material according to either claim 1 or claim 2, characterised in that the protective layer is in the form of a single layer.
4. Heat-sensitive recording material according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the protective layer has a smoothness of at least 900 Bekk seconds.
5. Heat-sensitive recording material according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the pigments in the intermediate layer have an oil absorption of at least 80 cm3/100 g.
6. Heat-sensitive recording material according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the pigments in the intermediate layer have a greater oil absorption than the pigments
in the "spot" coating.
7. Heat-sensitive reccrding material according to any one of claims 1 to 6, characterised in that a backing coating has been applied to the side of the substrate opposite the side
having the heat-sensitive recording layer.
8. Heat-sensitive recording material according to any one of claims 1 to 7, characterised in that the substrate is paper.
9. Use of a heat-sensitive recording material according to any one of claims 1 to 8 as
a ticket.
10. Use of a ticket according to claim 9 for applying at least one cancellation imprint
to the locally limited, continuous coating.
1. Matériau d'enregistrement thermosensible, comportant un substrat, un matériau d'enregistrement
thermosensible contenant des agents de formation de couleurs et des accepteurs de
couleurs, une couche de protection disposée sur la couche d'enregistrement et un revêtement
"spot" s'étendant sur toute la surface, délimité localement et imprimé sur la couche
de revêtement, caractérisé en ce qu'entre le substrat et la couche d'enregistrement thermosensible est formée une couche
intercalaire contenant un pigment ou un mélange de pigments, et que la couleur d'impression
déposée en tant que revêtement "spot" est constituée de 60 à 90 % en poids de pigments
avec une absorption d'huile d'au moins 80 cm3/100 g.
2. Matériau d'enregistrement thermosensible selon la revendication 1, caractérisé en ce que la couleur d'impression appliquée contient un liant à base de polyester ou de résine
acrylique.
3. Matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la couche de protection est réalisée sous la forme d'une seule couche.
4. Matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le revêtement possède un lissé d'au moins 900 Bekk-secondes.
5. Matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les pigments contenus dans la couche intermédiaire possèdent une absorption d'huile
d'au moins 80 cm3/100 g.
6. Matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les pigments contenus dans la couche intercalaire possèdent une absorption d'huile
supérieure à celle des pigments dans le revêtement "spot".
7. Matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que sur la face du substrat, qui est située à l'opposé de la face comportant la couche
d'enregistrement thermosensible, est appliqué un revêtement arrière.
8. Matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le substrat est du papier.
9. Utilisation d'un matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une des revendications
1 à 8, en tant que ticket.
10. Utilisation d'un ticket selon la revendication 9, pour l'application d'au moins une
impression de compostage sur le revêtement s'étendant sur toute la surface et limité
localement.