[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Aufbau von wenigstens zwei Tabaksträngen
in einer Zigarettenstrangmaschine.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner eine entsprechende Strangmaschine mit einer derartigen
Anordnung und ein Verfahren zum Aufbau von wenigstens zwei Tabaksträngen aus einem
einzigen Tabakvorrat.
[0003] Aus der DE 101 54 807.9 der Anmelderin ist eine entsprechende Anordnung zum Aufbau
wenigstens eines Tabakstranges in einer Zigarettenstrangmaschine bekannt. Dieser dort
beschriebenen Anordnung lag die Aufgabe zugrunde, durch eine optimierte bauliche und
strömungstechnische Gestaltung der Tabak-Zuführmittel die positive Wirkung des Fließbettverteilers
noch zu verstärken und zu stabilisieren, wobei die Lösung dergestalt ist, daß die
Anordnung zum Aufbau wenigstens eines Tabakstranges in einer Zigarettenstrangmaschine,
mit dosiertem und gesichteten Tabak auf einem zu einem Saugstrangförderer führenden,
eine Tabak-/Luftschicht ausbildenden Strömungsfläche leitenden Zuführmittel, dadurch
weitergebildet ist, daß die Zuführmittel - bezogen auf die Förderrichtung des Tabaks
- ein einem in die Strömungsfläche einmündenden Dosiermittels stromauf vorgeordnetes
Sichtmittel aufweist. Das Sichtmittel kann hierbei vorzugsweise ein Zick-Zack-Sichter
sein. Im Rahmen der Erfindung sind die Strömungsflächen insbesondere dafür vorgesehen,
eine Tabak-/Luftschicht auszubilden.
[0004] Es ist ferner aus der DE 36 19 579 C2 bekannt, mittels eines Tabakstauschachtes eine
Doppelstrangmaschine zu beschicken, wobei hinter dem Stauschacht in Tabakförderrichtung
ein Sichter angeordnet ist. Bei einer Vorrichtung bzw. Anordnung gemäß der DE 36 19
579 C2 wird Tabak über die gesamte Breite des dort in beispielsweise Fig. 1 dargestellten
Verteilers, dessen Erstreckung in der Breite gut in Fig. 3 erkennbar ist, auf die
dort dargestellte Leitfläche, die im Rahmen dieser Erfindung auch Strömungsfläche
genannt wird, aufgebracht. In einer Aufsicht der Blickrichtung III aus Fig. 2 dieses
Patents ist sehr gut die Breite der Leitfläche bzw. Strömungsfläche zu erkennen, die
quer zur Bewegungsrichtung des Tabaks über die gesamte Leitfläche bzw. Strömungsfläche
sich erstreckt. Sowohl die DE 36 19 579 C2 als auch die DE 101 54 807.9 soll vollumfänglich
in den Offenbarungsgehalt dieser Anmeldung aufgenommen sein. Die in der DE 36 19 579
C2 sogenannte Leitfläche wird in dieser Anmeldung Strömungsfläche genannt.
[0005] Es ist gegenüber diesem Stand der Technik Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine
Möglichkeit vorzusehen, eine entsprechende mit einer gattungsgemäßen Anordnung versehene
Zigarettenstrangmaschine bezüglich der Verarbeitungsgeschwindigkeit des Tabaks zu
beschleunigen. Hierbei soll eine gleichmäßige Aufteilung des Tabaks bei mehr als einem
Tabakstrang in Bezug auf Faserlänge, Mischung und Sorte immer sichergestellt sein.
Ferner soll auch eine Variante angegeben werden, bei der die Strangbildung über die
gesamte Breite bzw. im wesentlichen die gesamte Breite der Anordnung möglich ist,
so daß eine sehr schnelle Strangbildung realisierbar ist.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Anordnung zum Aufbau von wenigstens zwei Tabaksträngen
in einer Zigarettenstrangmaschine mit den Merkmalen, daß Zuführmittel zum Fördern
von insbesondere dosiertem und gesichtetem Tabak auf wenigstens zwei zu wenigstens
jeweils einem Saugstrangförderer führenden Strömungsflächen vorgesehen sind, wobei
die Zuführmittel wenigstens zwei Stauschächte umfassen, die quer zur Förderrichtung
der Saugstrangförderer hintereinander angeordnet sind.
[0007] Durch die erfindungsgemäße Anordnung ist ein sehr schneller und effektiver Transport
von Tabak ermöglicht, wobei wenigstens zwei sehr gleichmäßige Tabakstränge schnell
aufgebaut werden können.
[0008] Vorzugsweise erstrecken sich die Stauschächte im wesentlichen über die gesamte Breite
der Anordnung. Die Breite der Anordnung ist im Rahmen der Erfindung insbesondere die
gesamte Aufschauerbreite des Tabaks bzw. die gesamte Breite über die Strömungsflächen
bevor diese in weitere Strömungsflächen aufgeteilt werden. Im Rahmen dieser Erfindung
umfaßt der Begriff "im wesentlichen die gesamte Breite" auch die gesamte Breite wobei
naturgemäß ein nicht zum Tabakverteilen bzw. zum Tabakstrangaufbauen vorgesehenes
Gehäuse, das um die Anordnung angeordnet ist, nicht zur Breite hinzugezählt wird.
Die gesamte Breite wäre im Rahmen der Figur 4 der DE 32 09 195 C2 die gesamte Breite
auch über die dort angeordnete Wand 36 in dem abfallenden Leitschacht 31. Mit anderen
Worten ist die Breite die für die Tabakbildung genutzte effektive Breite der Anordnung.
[0009] Wenn die Stauschächte im wesentlichen parallel zueinander sind, sind besonders gleichmäßige
Tabakstränge erzeugbar. Die Stauschächte sind im Rahmen der Erfindung insbesondere
hintereinander angeordnet. Hintereinander bedeutet im Rahmen der Erfindung insbesondere
quer zur Breite angeordnet. Wenn eine Bedienperson vor der Anordnung steht und sich
die Saugstrangförderer in dessen Betrachtung von links nach rechts (und umgekehrt)
erstrecken, liegen die Stauschächte hintereinander.
[0010] Wenn wenigstens ein Tabaksichter vorgesehen ist, wobei der wenigstens eine Tabaksichter
in Bezug auf den Tabakstrom vor den Stauschächten angeordnet ist, kann kurz vor Erzeugung
des Tabakvorrats eine Tabaksichtung stattfinden. Es ist in diesem Fall bevorzugterweise
nicht gesichteter bzw. nicht vollständig gesichteter Tabak zuzuführen. Es ist insbesondere
im Rahmen der Erfindung kein Tabaksichter in Förderrichtung des Tabaks hinter den
Stauschächten angeordnet, so daß gleichmäßige Tabakstränge erzeugt werden können,
ohne daß viel Transportluft benötigt werden würde. Vorzugsweise wird der Tabak aus
wenigstens einem gemeinsamen Tabakvorrat entnommen.
[0011] Wenn ein Beschickungsmittel vorgesehen ist, wobei das Beschickungsmittel ein abwechselndes
Beschicken der wenigstens zwei Stauschächte mit Tabak ermöglicht, ist ein gleichmäßiges
Verteilen des Tabaks realisierbar. Alternativ hierzu kann kontinuierlich im wesentlichen
eine gleichzeitige Befüllung stattfinden, wobei dann allerdings Maßnahmen ergriffen
werden müssen, um eine gleichmäßige Befüllung zu realisieren. Als erfindungsgemäße
Beschickungsmittel kommen bspw. eine Klappe, ein Y-Stück, ein sich hin und her bewegendes
Band und der-gleichen in Frage. Hierzu werden im Rahmen der Figurenbeschreibung weitere
Erläuterungen angeführt. Vorzugsweise wird das Beschickungsmittel mit einer Beschickungsfrequenz
betrieben, die größer, vorzugsweise wesentlich größer als die Entleerungsfrequenz
der Tabakbeschickungsschleuse ist. Durch diese Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Anordnung wird einer Entmischung des Tabaks vorgesorgt. Bspw. kann die Beschickungsfrequenz
zehnmal so groß sein wie die Entleerungsfrequenz der Stauschächte oder aber bspw.
nur fünfmal so groß. Die Tabakbeschickungsschleuse ist vor dem Vorverteiler angeordnet
und empfängt den in der Regel pneumatisch zur Zigarettenmaschine geförderten Schnittabak,
der in der Tabakvorbereitung (Primary) aufbereitet wurde.
[0012] Wenn wenigstens eine erste Schleuse zwischen dem für den Tabakvorrat vorgesehenen
Raum und den Stauschächten vorgesehen ist, kann sehr gezielt Tabak zu den Stauschächten
transportiert werden. Hierbei ist insbesondere die erste Schleuse zur Trennung eines
Luftstromes vom Tabak vorgesehen, um nach einer pneumatischen Sichtung des Tabaks
mit möglichst wenig Luft Tabak gezielt weiter zu fördern, so daß auf dem Weg zum Saugstrangförderer
nicht zu viel Luft abgesaugt werden muß.
[0013] Wenn wenigstens eine zweite Schleuse zwischen dem für den abgeschiedenen Tabak vorgesehenen
Raum und den Stauschächten angeordnet ist, wobei die zweite Schleuse zum Portionieren
des Tabaks, der in die Stauschächte gelangt, vorgesehen ist, ist eine gleichmäßige
Befüllung der Stauschächte möglich. Vorzugsweise ist die zweite Schleuse stromabwärts
der ersten Schleuse angeordnet. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Anordnung ist wenigstens eine Schleuse vorgesehen, die die Funktion
der wenigstens einen ersten Schleuse und der wenigstens einen zweiten Schleuse hat.
[0014] Wenn eine Luftabsaugung im Bereich der wenigstens zwei Saugstrangförderer vorgesehen
ist, ist eine besonders gleichmäßige Strangbildung möglich. Die Luftabsaugung sorgt
dafür, den Überschuß an Luft, der für den Tabakstrom auf den Strömungsflächen vorgesehen
ist, abzusaugen und zwar insoweit wie die Saugstrangförderer und ein etwaig vorgesehener
Wälzraum selbst nicht ausreichend Luft absaugen können. Die Luftabsaugung ist insbesondere
dann sinnvoll, wenn der Tabak mit mehr Luft zu den Saugstrangförderern gefördert wird,
als durch die Saugstrangförderer abgesaugt wird. Vorzugsweise ist an jeder der der
Strömungsfläche gegenüberliegenden Kanalwand eine Luftabsaugung vorgesehen, insbesondere
im Bereich jedes Saugstrangförderers.
[0015] Eine besonders schnelle und effektive Umwandlung des Tabaks in Tabakstränge ist dann
möglich, wenn die wenigstens zwei Strömungsflächen aufgeteilt sind in jeweils zwei
Strömungsflächen, die zu jeweils einem Saugstrangförderer führen, so daß insgesamt
vier Tabakstränge gleichzeitig hergestellt werden können. Alternativ kann die Umwandlung
des Tabaks in Tabakstränge langsamer als herkömmlich geschehen, so daß die nachfolgenden
Bearbeitungsschritte weniger zeitkritisch sind, ohne dabei an Produktivität zu verlieren.
[0016] Wenn Tabak aus zwei Tabakvorräten entnehmbar ist und den wenigstens zwei Stauschächten
getrennt zuführbar ist, ist es möglich gleichzeitig zwei bezüglich der Tabaksorte
unterschiedliche Tabakstränge herzustellen, so daß mit einer Anordnung zum Aufbau
von wenigstens zwei Tabaksträngen in einer Zigarettenstrangmaschine zwei unterschiedliche
Zigarettenmarken hergestellt werden können. Es ergibt sich somit eine hohe Variabilität
bei der Zigarettenherstellung.
[0017] Die Aufgabe wird ferner durch die Verwendung von wenigstens zwei Stauschächten, die
quer zur Förderrichtung von Saugstrangförderern hintereinander angeordnet sind, zum
Erzeugen von wenigstens zwei, bevorzugt vier Tabaksträngen in einer Zigarettenstrangmaschine
gelöst. Wenn hierbei wenigstens zwei unterschiedliche Tabaksorten zu Tabaksträngen
gleichzeitig verarbeitbar sind, ist eine hohe Variabilität der Zigarettenherstellung
möglich. Ferner wird die Aufgabe durch eine entsprechende Zigarettenstrangmaschine
gelöst, die wenigstens eine erfindungsgemäße Anordnung, wie vorstehend beschrieben,
umfaßt.
[0018] Schließlich wird die Aufgabe durch eine Zigarettenstrangmaschine mit einer Anordnung
zum Aufbau von wenigstens drei, bevorzugt 2m, Tabaksträngen gelöst, wobei m eine natürliche
Zahl ist und größer 1 ist. Durch die erfindungsgemäße Zigarettenstrangmaschine ist
es möglich, sehr schnell mehrere Tabakstränge, d.h. wenigstens drei Tabakstränge zu
erzeugen, so daß die Fertigung von Zigaretten noch schneller durchgeführt werden kann,
als dieses bisher möglich war. Vorzugsweise sind n Stauschächte vorgesehen. In einer
vorzugsweisen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Zigarettenstrangmaschine ist wenigstens
eine der vorbeschriebenen erfindungsgemäßen Anordnungen vorgesehen.
[0019] Erfindungsgemäß ist außerdem eine Zigarettenstrangmaschine mit 2n Stauschächten und
der gleichen oder doppelten Anzahl Saugsträngen zur Herstellung jeweils von n oder
2n Tabaksträngen verschiedener Tabaksorten vorgesehen. n ist hierbei eine ganze Zahl,
die 1 oder größer als 1 ist. Durch die erfindungsgemäße Zigarettenstrangmaschine ist
es möglich, mehrere Tabaksorten gleichzeitig in der Zigarettenstrangmaschine zu Zigarettensträngen
zu verarbeiten und abschließend Zigaretten hieraus herzustellen, so daß gleichzeit
zwei oder mehr unterschiedliche Zigarettenmarken herstellbar sind.
[0020] Die Erfindung wird ferner durch ein Verfahren zum Aufbau von wenigstens zwei Tabaksträngen
aus einem einzigen Tabakvorrat gelöst, wobei wenigstens zwei Stauschächte insbesondere
unmittelbar mit Tabak aus dem Tabakvorrat beschickt werden, wobei aus den wenigstens
zwei Stauschächten der Tabak auf jeweils wenigstens eine Strömungsfläche gefördert
wird, und wobei anschließend der Tabak wenigstens zwei Saugstrangförderern zugeführt
wird, wobei die Stauschächte quer zur Förderrichtung der Saugstrangförderer angeordnet
sind. Durch das erfindungsgemäße Verfahren ist eine gleichmäßige und schnelle Tabakstrangbildung
möglich.
[0021] Wenn vorzugsweise die wenigstens zwei Stauschächte abwechselnd befüllt werden, wird
einer Entmischung des Tabaks entgegengewirkt. Hierbei geschieht vorzugsweise eine
portionsweise Befüllung der Stauschächte, wobei eine Mehrzahl von Portionen notwendig
sind, um eine vollständige Füllung vorzusehen. In einer vorzugsweisen Ausgestaltung
des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die Frequenz der Befüllung der Stauschächte größer,
insbesondere wesentlich größer, als die Entleerfrequenz der Tabakbeschickungsschleuse.
[0022] Wenn die Befüllung der Stauschächte und die Förderung auf die jeweils wenigstens
eine Strömungsfläche über im wesentlichen die gesamte Breite einer Verteilereinheit
zum Verteilen von Tabak auf wenigstens zwei Saugstrangförderer vorgesehen ist, ist
eine besonders effektive und schnelle Bildung von Tabaksträngen möglich.
[0023] Vorzugsweise wird der Tabak vorher gesichtet, so daß zur Ausbildung der Tabakstränge
möglichst wenig Transportluft Verwendung finden muß. In einer besonders bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung werden drei, vier oder mehr Tabakstränge insbesondere
gleichzeitig erzeugt. Wenn doppelt so viele Tabakstränge erzeugt werden wie Stauschächte
vorgesehen sind, werden insbesondere die Strömungsflächen bezüglich deren Breite in
jeweils zwei gleich breite weitere Strömungsflächen aufgeteilt, um wie bei der DE
36 19 579 C2 bzw. der EP 1 174 046 A2, die vollumfänglich in den Offenbarungsgehalt
dieser Anmeldung aufgenommen sein sollen, eine gleichmäßige Verteilung von Tabakfasern
und Tabakstrang zu erzielen, wobei nicht nur zwei Tabakstränge möglich sind, sondern
auch vier oder mehr.
[0024] Wenn zwischen dem Tabakvorrat und den wenigstens zwei Stauschächten eine Trennung
von Transportluft und Tabak stattfindet, kann bei der anschließenden Bildung der Tabakstränge
mit möglichst wenig Luftabsaugung ein gutes Ergebnis bezüglich der gleichmäßigen Bildung
der Tabakstränge erzielt werden.
[0025] Vorzugsweise wird der Tabak portionsweise den Stauschächten zugeführt. Ferner vorzugsweise
wird im Bereich der Strömungsflächen und/oder im Bereich der Saugstrangförderer insbesondere
weitere Luft abgesaugt.
[0026] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedanken beschrieben,
wobei bezüglich aller im Text nicht näher erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten
ausdrücklich auf die Zeichnungen verwiesen wird.
[0027] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Anordnung,
- Fig. 2
- einen Ausschnitt einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anordnung in
schematischer Darstellung,
- Fig. 3
- einen weiteren Ausschnitt einer weiteren Ausführungsform in schematischer Darstellung,
- Fig. 4 bis 12
- jeweils schematische Schnittdarstellungen von Verteilern,
- Fig. 13
- eine schematische Darstellung eines Ausschnitts aus Fig. 12 in einer anderen Ausführungsform,
- Fig. 14
- eine schematische Darstellung eines Ausschnitts aus Fig. 12 in einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 15
- einen Ausschnitt aus einer erfindungsgemäßen Anordnung in einer weiteren Ausführungsform
in schematischer Darstellung und
- Fig. 16
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Anordnung in einer weiteren
Ausführungsform.
[0028] Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Anordnung zum Aufbau von zwei Tabaksträngen in
einer Zigarettenstrangmaschine, wobei die schematische Darstellung der Fig. 1 nur
die für die Erfindung wesentlichen Elemente eines Tabakverteilers darstellt.
[0029] Aus einer pneumatischen Tabakbeschickungsschleuse 11 wird Tabak einem Vorverteiler
10 zugeführt, der mit den Rechenwalzen 12 und 13 versehen ist. Der Vorverteiler 10
mündet in ein Tabakreservoir 16, dem austragsseitig ein Steilförderer 17 zugeordnet
ist, der mit einer Tabak abkämmenden Paddelwalze 18 und mit einer Tabak in einen abwärts
führenden Zuführschacht 19 ausschlagenden Vereinzelungswalze 21 zusammenwirkt. Der
Zuführschacht 19 ist durch ein Begrenzungsblech 20 begrenzt. Der Zuführschacht 19
mündet seitlich in einen Abschnitt eines Sichtmittels in Form eines vertikal angeordneten
ZickZack-Sichters 22.
[0030] Der Zick-Zack-Sichter 22 ist Teil eines durch ein Querstromgebläse 23 betriebenen
Umluftsystems 24. Bezogen auf die Strömungsrichtung des Umluftsystems 24 ist stromab
des Querstromgebläses 23 ein Umluftkrümmer, vorgesehen, der im Bereich seines Außenradius
in einen aus dem Umluftsystem 24 abzweigenden Bypass und im Bereich seines Innenradius
in einen Überschußströmungskanal übergeht, in dem ein Tabaküberschußtransportmittel
in Form einer Förderschnecke und eines Zellenrades einmündet. Diese Details sind in
Fig. 1 nicht dargestellt sondern bspw. in Fig. 1 oder Fig. 4 der DE 101 54 807.9.
Es wird diesbezüglich vollumfänglich Bezug genommen auf die eben genannte Patentanmeldung.
[0031] In das Umluftsystem 24 des Sichterkreislaufs ist außerdem ein als Coanda-Abscheider
ausgebildeter Tabak-/Luftabscheider 26 integriert, der beidseitig einer Abscheidekante
36 einerseits mit der Saugseite des Querstromgebläses 23 verbunden ist, und andererseits
in eine oberhalb zweier Stauschächte 40, 40' angeordnete Zellenradschleuse 37 einmündet.
[0032] Die im wesentlichen senkrecht angeordneten Stauschächte 40, 40' enden mit ihren Schachtauslässen,
die in den Ausführungsbeispielen der Fig. 2 und 3 als vibrierende Schachtauslässe
mit entsprechenden Vibrationselementen 60, 60' ausgebildet sind, am unteren Ende jeweils
über einer mit einer Ausschlagwalze 41, 41' zusammenwirkenden Entnahmewalze 42, 42'.
Zwischen den Stauschächten 40, 40' und der Zellenradschleuse 37 ist noch ein Flügelrad
38 zum Portionieren des Tabaks vorgesehen und ein Verteilelement 39, mittels dem abwechselnd
die beiden Stauschächte 40, 40' mit Tabak portionsweise befüllt werden können.
[0033] Die Zellenradschleuse 37 dient zum Abtrennen von Transportluft aus dem Umluftsystem
24 vom Tabak, der von dem Tabakabscheideraum 81 oberhalb der Zellenradschleuse 37
zu dieser gefördert wird. In weiteren Ausführungsbeispielen bspw. der Fig. 2 oder
der Fig. 6 sind als Schleuse nicht zwei Schleusen in Form der Zellenradschleuse 37
und des Flügelrades 38, vorgesehen sondern nur eine Schleuse 35 bzw. im Falle der
Fig. 2 eine Schleuse in Form eines Flügelrades 38. Im Falle der Fig. 6 kann die einzelne
Schleuse 35 die Funktionen der Zellenradschleuse 37 und des Flügelrades 38 umfassen,
nämlich des Trennen von Luft und Tabak und das Portionieren von Tabak. Im Falle der
Fig. 2 ist eine Trennung der Transportluft vom Tabak nicht notwendig, da ein Sichten
gemäß dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2 nicht stattfindet bzw. noch vor dem Steilförderer
17 stattfindet, so daß ein Trennen von Tabak- und Transportluft in dem Ausführungsbeispiel
der Fig. 2 vor den Stauschächten nicht notwendig ist.
[0034] Zurückkommend zu Fig. 1 wird unterhalb der Entnahmewalzen 42, 42' jeweils ein Leitkanal
sichtbar, der durch eine Führungsfläche begrenzt ist, die in eine jeweils einbahnige
Strömungsfläche 44, 44' eines Strömungskanals übergeht. Die Strömungskanäle liegen
anfänglich übereinander. Mittels Blasluftzuführungen 43, 43' wird an den Strömungsflächen
44, 44' eine eng anliegende, Tabak transportierende Luftströmung erzeugt. Die aufwärts
führenden Strömungsflächen 44, 44' münden unterhalb einer Strangaufbaueinheit einer
Doppelstrangmaschine, wobei in Fig. 1 schematisch zwei Saugstrangförderer 50, 50'
dargestellt sind und in Fig. 2 sowie Fig. 3 schematisch ein Strangaufbaueinheit 51,
die eine entsprechenden Anzahl von Saugstrangförderer 50, 50' aufweist. Die Saugstrangförderer
sind entsprechend der DE 36 19 579 C2 aufgebaut. Die aufwärtsstrebenden Tabakfüllströme
gelangen gemäß Fig. 1 zu zwei parallel nebeneinander angeordneten Saugstrangförderern
50, 50', die jeweils aus einem im Grunde eines Tabakkanals entlang eines Lochbodens
laufenden durchlässigen Förderbandes bestehen, dessen Rückseite unter der Saug-wirkung
einer Unterdruckkammer steht. Die überschüssige Transportluft wird mittels Luftabsaugelementen
30, 30' abgesaugt. Die Transportluft selbst wird mittels einer schematisch angedeuteten
Luftströmung 43 bzw. 43' in Richtung der Strömungsflächen 44 und 44' gebracht.
[0035] Der Tabak-/Luftabscheider 26 ist um einen Rohrkörper 48 angeordnet.
[0036] Der Zick-Zack-Sichter 22 ist mit einer Schnecke 47 ausgestattet, mit der das ausgesonderte
Sichtgut, wie Tabakrippen, abtransportiert wird. Es können noch weitere Elemente,
wie ein Nachsichter vorgesehen sein, die in der DE 101 54 807.9 beschrieben sind.
[0037] Die Wirkungsweise des den Aufbau eines vliesartigen, in eine Strangbildungsbahn überführten
Tabakstromes vorbereitenden, in den Verteiler einer Zigarettenstrangmaschine integrierten
Sichtersystems ist wie folgt:
[0038] Tabak gelangt über die Beschickungsschleuse 11 und den Vorverteiler 10 in das Tabakreservoir
16 zu dem Steilförderer 17, von dem das Sichtersystem mit einem kontinuierlichen Tabakstrom
beschickt wird, indem der mit Steilförderkämmen bestückte Steilförderer 17 Tabak aus
dem Tabakreservoir 16 auskämmt. Um eine gleichmäßige Belegung des Steilförderers 17
zu erreichen, wird überschüssiger Tabak durch die Paddelwalze 18 abgestrichen. Durch
Überwachung der Drehzahl des Steilförderers 17 kann bei verringerter Nenndrehzahl
ein Maschinenstopp ausgelöst werden, um z.B. Schäden durch Fremdkörper zu verhindern.
[0039] Der auf dem Steilförderer 17 liegende Tabak gelangt in den Wirkungsbereich der Vereinzelungswalze
21, die den Tabak durch grobe Vorvereinzelung beschleunigt in den Zick-Zack-Sichter
22 überführt und deren Drehzahl in Hinblick auf einen Kompromiß aus Tabakzerstörung
und notwendiger Vereinzelung eingestellt ist, vorzugsweise in einem Bereich zwischen
800 und 900 Umdrehungen pro Minute.
[0040] Infolge der charakteristischen Form des Zick-Zack-Sichters 22 werden einerseits leichte
Tabakfasern des Tabakstromes aufwärts transportiert und andererseits der Tabakstrom
in eine quer zur Hauptströmung verlaufende Bewegung versetzt. Da das Strömungsprofil
inhomogen ausgeprägt ist, ergeben sich Bereiche mit hoher und niedriger Luftgeschwindigkeit,
welche die Tabakfasern in eine kreisende Bewegung, sogenannte Wirbelwalzen, versetzen.
Auf diese Weise werden die im Tabakstrom enthaltenen Rippen herausgelöst und durch
Schwerkraft nach unten bewegt. Leichte Tabakfasern werden wiederholt Stufe um Stufe
im Zick-Zack-Sichter 22 nach oben transportiert. Dieser Vorgang findet in jeder als
Zacke ausgebildeten Sichtstufe statt.
[0041] Das aus dem Zick-Zack-Sichter 22 ausfallende Rippengut kann durch einen Nachsichter
mit Hilfe von aus dem Umluftsystem abgezweigter Sichtluft angeblasen werden, womit
noch an den Rippen haftende leichtere Tabakteilchen in den Hauptluftstrom zurücktransportiert
werden. Die Tabakrippen werden dann mittels einer Schleuse in bekannter Weise ausgeschleust,
wobei auch hierzu insbesondere auf die DE 101 54 807.9 verwiesen wird.
[0042] Der gesichtete Tabakstrom gelangt in den Tabak-/Luftabscheider 26, in welchem die
Trennung von Tabak und Luft durch die Zentrifugalkraft und den Coanda-Effekt erfolgt,
wobei die Tabakfasern durch die Fliehkraft an der äußeren Geometrie in Form einer
gekrümmten Außenseite des Abscheiders 26 entlang bewegt werden und die Luft sich aufgrund
des Coanda-Effektes an den Innenradius der Geometrie in Form einer Zylinderfläche
eines Rohrkörpers 48 anlegt. An der Abscheidekante 36 erfolgt die endgültige Trennung
von Luft und Tabak, wobei die vom Tabak getrennte Luft dem Querstromgebläse 23 wieder
zugeführt wird, welches ein gleichmäßiges Strömungsprofil bzw. über die Breite (senkrecht
zur Zeichenebene) des Verteilers eine homogene Geschwindigkeitsverteilung aufweist.
[0043] Der im Tabak-/Luftabscheider 26 separierte Tabak wird durch die Zellenradschleuse
37 aus dem Sichtsystem ausgeschleust und gelangt über ein Flügelrad 38 zum Positionieren
der Tabakmengen zu zwei Stauschächten 40, 40', wobei in der in Fig. 1 dargestellten
Stellung des Verteilerelements 39 die Tabakportion in Fig. 1 rechten Stauschacht 40'
gefördert wird. In der gestrichelt dargestellten Stellung des Verteilerelements 39
gelangt Tabak in den links dargestellten Stauschacht 40. In der Anordnung selbst sind
die Stauschächte 40 und 40' hintereinander angeordnet und erstrecken sich über die
gesamte Breite der Anordnung, die senkrecht zur Zeichenebene liegt.
[0044] Aus den Stauschächten 40, 40' wird der Tabak mittels der Entnahmewalzen 42, 42' und
der Schlägerwalzen 41, 41' in fein vereinzelter Form über eine Führungsfläche auf
zwei als Düsenmulden ausgebildeten Strömungsflächen 44, 44' überführt. Entsprechende
Blasluftzuführungen sind mittels der Zeichen 43 und 43' dargestellt, wobei zusätzliche
Blasluftzuführungen, wie bspw. in der DE 101 54 807.9 oder der EP 1 174 046 A2 beschrieben,
sehr gut Verwendung finden können, um eine hervorragende Vereinzelung von Tabakfasern
zu erzielen.
[0045] Es wird unter Einhaltung eines Idealdruckes in Form eines leichten Unterdruckes in
der Nähe von 0 mb auf bekannte Weise eine eng anliegende Tabakfließbett-Strömung zur
Strangaufbaueinheit 51 bzw. wie in Fig. 1 dargestellt zu den Saugstrangförderern 50,
50' erzeugt, wobei auch hier über die gesamte Breite der Anordnung eine Tabakfließbett-Strömung
erzielt wird. Es sind vorzugsweise auch Regeleinheiten zur Einstellung und Aufrechterhaltung
optimaler Strömungsverhältnisse und Druckverhältnisse vorgesehen, wobei insbesondere
in Fig. 1 Luftabsaugelemente 30, 30' kurz vor den Saugstrangförderern 50, 50' angeordnet
sind, um überschüssige Luft absaugen zu können.
[0046] Die Saustrangförderer fördern Tabak, der nicht dargestellt ist in Richtung 91, also
in die Zeichenebene der Fig. 1, 2 und 3.
[0047] Durch den Aufbau von Tabaksträngen über die gesamte Breite der erfindungsgemäßen
Anordnung kann eine sehr homogene und sehr schnelle Tabakstrangbildung geschehen.
Hierzu werden vorzugsweise zwei Stauschächte verwendet, die über die gesamte Breite
der Anordnung ausgebildet sind, so daß eine gleichmäßige und schnelle Strangbildung
möglich ist.
[0048] In Fig. 2 ist eine andere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anordnung dargestellt,
bei der kein Sichter vorgesehen ist. Mittels dieser Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Anordnung kann ungesichteter Tabak, wie bspw. Kretek, zu Tabaksträngen aufgebaut werden
oder aber schon vorher gesichteter Tabak weiter verarbeitet werden. Der Steilförderer
17 fördert in bekannter Weise Tabak in einen Fallschacht 52, an den sich ein Flügelrad
38 zum Portionieren des Tabaks anschließt. Der portionierte Tabak wird einem Verteilerelement
39 zugeführt, das Tabak abwechselnd in die beiden hintereinander angeordneten Stauschächte
40, 40' fördert. In diesem Ausführungsbeispiel sind im unterem Bereich der Stauschächte
40, 40' Vibrationselemente 60 und 60' vorgesehen, um gleichmäßig Tabak aus den Stauschächten
40, 40' abgeben zu können. Die weiteren Elemente entsprechen denen aus Fig. 1.
[0049] In Fig. 3 ist eine erfindungsgemäße Ausführungsform vorgesehen, bei der aus insgesamt
zwei Strömungsflächen 44, 44' durch an sich bekannte Aufteilung jeder Strömungsfläche
44, 44' in jeweils zwei Strömungsflächen 441 und 442 sowie 441' und 442' gleichzeitig
vier Tabakstränge erzeugt werden können. Eine Aufteilung der Tabakströme von einer
Strömungsfläche auf zwei Strömungsflächen ist bspw. aus der DE 36 19 579 C2, der DE
101 54 807.9 und der EP 1 174 046 A2 bekannt. Durch die Aufteilung der Tabakströme
von den Führungsflächen 44, 44' auf die Führungsflächen 441, 442 und 441', 442' werden
gemäß der Erfindung vier Tabakstränge aufgebaut.
[0050] Die Fig. 4 bis 7 zeigen verschiedene Ausgestaltungen des Verteilelements 39. Die
portionsweise in den Fallschacht 70 gelangenden Tabakfasern werden gemäß Fig. 4 mit
zwei Klappen 71, 71' dem Stauschächten 40, 40' zugeführt. Die Klappen 71, 71' sind
jeweils um ein Drehelement drehbar gelagert und werden parallel zueinander bewegt,
wobei die Bewegungsrichtung durch die Doppelpfeile angedeutet ist.
[0051] Damit auf der zwischen den Stauschächten sich bildenden Spitze keine Tabakfasern
liegen bleiben, ist diese als Wackelkante 72 ausgebildet, die eine Drehung um eine
Drehachse 73 gemäß des Doppelpfeils ermöglicht, wobei durch einen Schnitt 74 eine
Trennung der Wackelkante 72 zu den die Stauschächte 40, 40' begrenzenden Wänden ermöglicht
ist.
[0052] Fig. 5 zeigt ein Transportband 75 als Verteilelement 39, das um Rollen 76 und 76'
gelenkt ist. Das Transportband 75 wird hin und her bewegt, um eine entsprechende Verteilung
des aus dem Fallschacht 70 gelangenden Tabaks in die Stauschächte 40 und 40' zu ermöglichen.
[0053] Das Verteilelement gemäß Fig. 6 ist ein γ-Verteiler 78, der von der in Fig. 6 dargestellten
Position zur Öffnung des Stauschachtes 40 in eine Position gedreht werden kann, in
der eine Öffnung zum Stauschacht 40' ermöglicht ist. In diesem Ausführungsbeispiel
ist zusätzlich noch eine Schleuse 35 vorgesehen, die sowohl eine Abdichtung gegen
Luft als auch eine Portionierung von Tabak ermöglicht.
[0054] Gemäß Fig. 7 ist ein Vibrationselement 77 bzw. eine Rolle 77 dargestellt, die verhindert,
daß auf der Kante, die durch die Begrenzungswände der Stauschächte 40 und 40' sich
ausbildet, Tabakfasern liegenbleiben, so daß einer Verstopfung an dieser Stelle entgegengewirkt
wird.
[0055] Gemäß Fig. 8 sind Magnetleisten 90, 90' im Verteilerelement 39 vor den Stauschichten
40, 40' angebracht. Die Magnetleisten 90, 90' dienen zum Abschalten metallischer Partikel
aus dem Tabak und ist normalerweise oberhalb des Stauschachtes angeordnet. Aufgrund
des kleineren Tabakstroms ergibt sich in diesem Ausführungsbeispiel ein besserer Abscheidegrad
von magnetischen Teilen. Es ist ferner auch eine Klappe 71 vorgesehen, um den Tabakstrom
aufzuteilen.
[0056] Fig. 9 zeigt eine weitere Variante eines Verteilerelements 39, bei der eine Zellenradschleuse
37 Verwendung findet und außerdem ein Absperrelement 82, 82', das in der Position
82 den Stauschacht 40' abdeckt und in der Position 82' den Stauschacht 40. Der Vorteil
dieser Vorrichtung ist ein einfacher Aufbau und der, daß der Tabak nicht durch das
Absperrelement 80 bzw. 80' zerstört wird. Das Absperrelement 82 bzw. 82' ist auf einer
Schiebeleiste angeordnet, die in der Fig. 9 nicht dargestellt ist. Der Antrieb der
Zellenradschleuse 37 kann mit der Schiebeleiste gekoppelt sein. Zum Beispiel kann
der Antrieb ein Riemenantrieb sein mit einem Excenter für die Schiebeleiste.
[0057] In den Fig. 10 und 11 sind weitere Varianten des Verteilerelements 39 dargestellt,
wobei in Fig. 10 zwei Klappen 71 bzw. 71' Verwendung finden und gemäß Fig. 11 eine
Klappe 71.
[0058] Schließlich ist in Fig. 12 eine weitere Variante eines Verteilerelements 39 dargestellt,
bei der eine Bänderschleuse 83 umfassend zwei Förderbänder 84 und 84', vorgesehen
ist die Schubelemente 85 aufweisen und die jeweils in Pfeilrichtung bewegt werden.
Es werden so durch Beaufschlagen von in die Bänderschleuse 83 fallenden Tabaks mit
einer Kraft durch die Schubelemente 85, und zwar jeweils abwechselnd der Schubelemente
85 des Förderbands 84 und des Förderbands 84' Tabak abwechselnd in die Stauschächte
40 und 40' gefördert. Sofern eine Art Paddel 86 oder 87 als Schubelemente 85 verwendet
werden, wie in den Fig. 13 und 14 dargestellt ist, ist die Verteilung des Tabaks genauer.
[0059] Fig. 15 zeigt einen Ausschnitt aus einer erfindungsgemäßen schematischen Anordnung
in einer weiteren Ausführungsform, wobei diese Ausführungsform der Ausführungsform
der Fig. 3 ähnelt. Die Aufteilung des Tabaks von den Strömungsflächen 44 und 44' zu
vier in dieser Figur nicht dargestellten Saugstrangförderern in der Strangaufbaueinheit
51 geschieht jeweils über eine Gabelung 88 bzw. 88', die auch über die volle Breite
der Strömungsflächen 44 bzw. 44' ausgeführt sind. Diese Variante ist konstruktiv einfach
zu lösen.
[0060] Fig. 16 zeigt eine schematische Darstellung einer besonders bevorzugten erfindungsgemäßen
Anordnung. Der Unterschied beispielsweise zu Fig. 1 und Fig. 3 liegt darin, daß Tabak
aus zwei Vorräten 80 und 80' getrennt den Stauschächten 40 und 40' zuführbar ist.
Hierdurch ergibt sich der Vorteil, daß auf einer Zigarettenstrangmaschine bzw. in
einer Anordnung der erfindungsgemäßen Art unterschiedliche Zigarettenmarken bzw. Zigarettenstränge
aus unterschiedlichem Tabak hergestellt werden können. In dem Ausführungsbeipiel gem.
Fig. 16 sind dieses jeweils zwei Stränge unterschiedlicher Tabaksorten. Die Merkmale
der Vorrichtung zur Zuführung von Tabak aus der Tabakbeschickungsschleuse 11 bzw.
11' und dem Vorverteiler 10 bzw. 10' zu den Stauschächten 40 und 40' entspricht, den
Merkmalen aus Fig. 1, wobei bezüglich der zweiten Vorrichtung zur Förderung und Vorverteilung
von Tabak aus Fig. 16 die jeweiligen Bezugsziffern mit einem Strich versehen sind.
Es wird insofern auf die Beschreibung zur Fig. 1 vollumfänglich verwiesen. Schließlich
wird bezüglich der Aufteilung der Strömungsflächen 44 und 44' auf die Strömungsflächen
441, 441', 442 und 442' auf die Figurenbeschreibung zur Fig. 3 vollumfänglich verwiesen.
[0061] Die Strömungsflächen 44 und 44' sind vorzugsweise im wesentlichen bei den Ausführungsformen
parallel angeordnet.
Bezugszeichenliste
[0062]
- 10, 10'
- Vorverteiler
- 11, 11'
- Tabakbeschickungsschleuse
- 12, 12'
- Rechenwalze
- 13, 13'
- Rechenwalze
- 16, 16'
- Tabakreservoir
- 17, 17'
- Steilförderer
- 18, 18'
- Paddelwalze
- 19, 19'
- Zuführschacht
- 20, 20'
- Begrenzungsblech
- 21, 21'
- Vereinzelungswalze
- 22, 22'
- Zick-Zack-Sichter
- 23, 23'
- Querstromgebläse
- 24
- Umluftsystem
- 26, 26'
- Tabak-/Luftabscheider
- 30, 30'
- Luftabsaugelement
- 35
- Schleuse
- 36
- Abschneidekante
- 37, 37'
- Zellenradschleuse
- 38
- Flügelrad
- 39
- Verteilelement
- 40, 40'
- Stauschacht
- 41, 41'
- Ausschlagwalze
- 42, 42'
- Entnahmewalze
- 43, 43'
- Luftströmung
- 44, 44'
- Strömungsfläche
- 441, 441',
- 442, 442' Strömungsfläche
- 47
- Schnecke
- 48
- Rohrkörper
- 50, 50'
- Saugstrangförderer
- 51
- Strangaufbaueinheit
- 52
- Fallschacht
- 60, 60'
- Vibrationselement
- 70
- Fallschacht
- 71, 71'
- Klappe
- 72
- Wackelkante
- 73
- Drehachse
- 74
- Schnitt
- 75
- Transportband
- 76, 76'
- Rolle
- 77
- Vibrationselement oder Rolle
- 78
- Y-Verteiler
- 80
- Tabakvorrat
- 81, 81'
- Tabakabscheideraum
- 82, 82'
- Absperrelement
- 83
- Bänderschleuse
- 84, 84'
- Förderband
- 85
- Schubelement
- 86
- Schubelement
- 87
- Schubelement
- 88, 88'
- Gabelung
- 90, 90'
- Magnetleiste
- 91
- Förderrichtung
1. Anordnung zum Aufbau von wenigstens zwei Tabaksträngen in einer Zigarettenstrangmaschine,
mit den folgenden Merkmalen: Zuführmittel (37, 38, 39, 40, 40', 41, 41', 42, 42')
zum Fördern von insbesondere dosiertem und/oder gesichtetem Tabak auf wenigstens zwei
zu wenigstens jeweils einem Saugstrangförderer (50, 50') führenden Strömungsflächen
(44, 44', 441, 441', 442, 442') wobei die Zuführmittel (37-42') wenigstens zwei Stauschächte
(40, 40') umfassen, die quer zur Förderrichtung (91) der Saugstrangförderer (50, 50',
51) hintereinander angeordnet sind.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Stauschächte (40, 40') im wesentlichen über die gesamte Breite der Anordnung
erstrecken.
3. Anordnung nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stauschächte (40, 40') im wesentlichen parallel zueinander sind.
4. Anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Tabaksichter (22) vorgesehen ist, wobei der wenigstens eine Tabaksichter
(22) in Bezug auf den Tabakstrom vor den Stauschächten (40, 40') angeordnet ist.
5. Anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Tabak aus wenigstens einem gemeinsamen Tabakvorrat (80) entnehmbar ist.
6. Anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Beschickungsmittel (39, 71, 71', 75, 78) vorgesehen ist, wobei das Beschickungsmittel
(39, 71, 71', 75, 78) ein abwechselndes Beschicken der wenigstens zwei Stauschächte
(40, 40') mit Tabak ermöglicht.
7. Anordnung nach Anspruch 4 und/oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine erste Schleuse (37) zwischen dem für den Tabakvorrat (80) vorgesehenen
Raum und den Stauschächten (40, 40') vorgesehen ist.
8. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Schleuse (37) zur Trennung eines Luftstromes (24) vom Tabak vorgesehen
ist.
9. Anordnung nach Anspruch 7 und/oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine zweite Schleuse (38) zwischen dem für den abgeschiedenen Tabak (80)
vorgesehenen Raum (81) und den Stauschächten (40, 40') angeordnet ist, wobei die zweite
Schleuse (38) zum Portionieren des Tabaks, der in die Stauschächte (40, 40') gelangt,
vorgesehen ist.
10. Anordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Schleuse (38) stromabwärts der ersten Schleuse (37) angeordnet ist.
11. Anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Schleuse (35) vorgesehen ist, die die Funktion der wenigstens einen
ersten Schleuse (37) und der wenigstens einen zweiten Schleuse (38) hat.
12. Anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Luftabsaugung (30, 30') im Bereich der wenigstens zwei Saugstrangförderer
(50, 50') vorgesehen ist.
13. Anordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß in Strömungsrichtung vor jedem Saugstrangförderer (50, 50') eine Luftabsaugung (30,
30') vorgesehen ist.
14. Anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens zwei Strömungsflächen (44, 44') aufgeteilt sind in jeweils zwei Strömungsflächen
(441, 441', 442, 442'), die zu jeweils einem Saugstrangförderer (50, 50', 51) führen.
15. Anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß Tabak aus zwei Tabakvorräten (80, 80') entnehmbar ist und den wenigstens zwei Stauschächten
(40, 40') getrennt zuführbar ist.
16. Verwendung von wenigstens zwei Stauschächten (40, 40'), die quer zur Förderrichtung
(91) von Saugstrangförderern (50, 50', 51) hintereinander angeordnet sind, zum Erzeugen
von wenigstens zwei, bevorzugt vier, Tabaksträngen in einer Zigarettenstrangmaschine.
17. Zigarettenstrangmaschine mit wenigstens einer Anordnung nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 15.
18. Zigarettenstrangmaschine mit einer Anordnung zum Aufbau von wenigstens drei, bevorzugt
2m, Tabaksträngen, wobei m eine natürlich Zahl und größer eins ist.
19. Zigarettenstrangmaschine nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß m Stauschächte (40, 40') vorgesehen sind.
20. Zigarettenstrangmaschine nach Anspruch 18 und/oder 19, wobei wenigstens eine Anordnung
nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 15 vorgesehen ist.
21. Zigarettenstrangmaschine mit 2n Stauschächten (40, 40') und der gleichen oder doppelten
Anzahl Saugsträngen (50, 50', 51) zur Herstellung von jeweils n oder 2n Tabaksträngen
verschiedener Tabaksorten, wobei n eine ganze Zahl gleich oder größer eins ist.
22. Verfahren zum Aufbau von wenigstens zwei Tabaksträngen aus einem einzigen Tabakvorrat
(80), wobei wenigstens zwei Stauschächte (40, 40'), insbesondere unmittelbar, mit
dem Tabak aus dem Tabakvorrat (80) beschickt werden, wobei aus den wenigstens zwei
Stauschächten (40, 40') der Tabak auf jeweils wenigstens eine Strömungsfläche (44,
44') gefördert wird, und wobei anschließend der Tabak wenigstens zwei Saugstrangförderern
(50, 50', 51) zugeführt wird, wobei die Stauschächte (40, 40') quer zur Förderrichtung
(91) der Saugstrangförderer (50, 50', 51) angeordnet sind.
23. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens zwei Stauschächte (40, 40') abwechselnd befüllt werden.
24. Verfahren nach Anspruch 22 und/oder 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Befüllung der Stauschächte (40, 40') und die Förderung auf die jeweils wenigstens
eine Strömungsfläche (44, 44', 441, 441', 442, 442') über im wesentlichen die gesamte
Breite einer Verteilereinrichtung zum Verteilen von Tabak auf wenigstens zwei Saugstrangförderer
(50, 50', 51) vorgesehen ist.
25. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 22 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß der Tabak vorher gesichtet wird.
26. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 22 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß drei, vier, oder mehr Tabakstränge erzeugt werden.
27. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 22 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß doppelt so viele Tabakstränge erzeugt werden wie Stauschächte (40, 40') vorgehen
sind.
28. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 22 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Tabakvorrat (80) und den wenigstens zwei Stauschächten (40, 40') eine
Trennung von Transportluft (24) und Tabak stattfindet.
29. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 22 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß Tabak portionsweise den Stauschächten (40, 40') zugeführt wird.
30. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 22 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Strömungsflächen (44, 44', 441, 441', 442, 442') und/oder im Bereich
der Saugstrangförderer (50, 50', 51) Luft abgesaugt wird.