(19)
(11) EP 1 364 634 A3

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(88) Veröffentlichungstag A3:
28.04.2004  Patentblatt  2004/18

(43) Veröffentlichungstag A2:
26.11.2003  Patentblatt  2003/48

(21) Anmeldenummer: 02019593.9

(22) Anmeldetag:  02.09.2002
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7A61G 5/10
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 31.08.2001 DE 20114733 U

(71) Anmelder: Rothenburg, Bernd
12167 Berlin (DE)

(72) Erfinder:
  • Rothenburg, Bernd
    12167 Berlin (DE)

   


(54) Einrichtung zur Kopplung eines Rolleraggregates an ein Rollstuhlvehikel zum Zwecke des Anschiebens oder, im Falle, dass das vordere Rollstuhlvehikel durch körperliche oder motorische Antriebskraft angetrieben wird, dieses durch Traktion hinter sich her führt


(57) Am Heck eines Rollstuhles ist eine Klemmvorrichtung angebracht, die ein Laufbrett aufnimmt, an dessen Ende sich mindestens ein Rad oder eine Walze oder ein Doppelrad befindet. Das Laufbrett bewegt sich um einen Bolzen in der Klemmvorrichtung (King Pin). Am Ende des Laufbrettes können die Räder auch elektrisch, hybrid etc. angetrieben werden. Das Laufbrett bewegt sich ca. 7 cm über dem Boden, um den Schwerpunkt beim Rollereffekt so tief wie möglich zu legen. Durch mehrere Bohrungen kann der King Pin im Rastermaß oder durch einen Schlitz in Längsrichtung des Laufbrettes stufenlos verstellt werden, soweit, bis die hintere Radeinheit mit dem Laufbrett bis an die Klemmvorrichtung am Rollstuhl nach vorne geschoben wird. Diese extreme Verkürzung des Vehikels wird im Fahrstuhl oder bei Begehung von Kaufhäusern notwendig. Auch ist ein Rangieren auf kleinstem Raum möglich.
Wird der King Pin entfernt und die Lenkeinheit an den Rollstuhlgriffen mit Schnellverschlüssen abgenommen, läßt sich das Laufbrett und die hintere Rolleinrichtung wie ein räderbewerter Einkaufswagen leicht am Laufbrett (es enthält an vorderster Front eine Durchstanzung, die mit der Hand umfaßt werden kann) die Treppen hoch und runter fahren, der Rollstuhl ebenso.
Das Verladen auf engstem Platz (Auto) geschieht folgendermaßen: Der Alustuhl wird zusammengefaltet, die zwei großen Räder sind ansteckbar. Das Laufbrett ist separat abnehmbar von der hinteren Radeinheit.
Die hintere Rollereinheit birgt in ihrem Zwischenraum von ca. 20 cm den Platz für die zwei Batterien, die leicht demontierbar sind. In der Rollereinheit ist auch noch die Aufnahme für den Sitz integriert. Alles läßt sich leicht auseinander nehmen und verstauen. Alle steckbaren und leicht montierbaren Teile (ohne Werkzeuge) wiegen weniger als 8 kg. Dies gewährt auch alten Leuten und Gehandikapten universelle Beweglichkeit.
Seit Anmeldung des Patents hat die Fa. Heinzmann einen Nabenmotor entwickelt, der eine Steigfähigkeit für eine Person von 10 % , für zwei Personen von 5 - 6 % erwarten läßt. Auch die Bremse ist integriert. Die tiefe Lage des Laufbrettes ermöglicht ein wundervolles Gleiten und bequemstes Abstoßen beim Rollern. Das Doppelrad hinten mit den dazwischen liegenden Batterien garantiert äußerst stabile Fahrverhältnisse.







Recherchenbericht