[0001] Die Erfindung betrifft ein Keramik-Kochfeld mit einer Kochplatte aus Glaskeramik
oder Glas, mit einer elektrischen Heizleiterschicht, mit einer Isolierschicht zwischen
der Kochplatte und der Heizleiterschicht, und mit einer elektrisch leitfähigen Zwischenschicht
zwischen der Kochplatte und der Isolierschicht.
[0002] Ein derartiges Keramik-Kochfeld ist aus der DE 31 05 065 C2 und aus der US 6 037
572 bekannt.
[0003] Die Kochplatte gemäß der DE 31 05 065 C2 besteht aus Glaskeramik, auf deren Unterseite
eine metallische Schicht zum Beispiel durch ein Spritzverfahren aufgebracht ist, auf
der wiederum eine keramische Isolierschicht gleichfalls durch ein Spritzverfahren
aufgebracht ist, auf der schließlich ein Heizleiterelement aufgedampft oder in einem
Spritzverfahren aufgebracht ist.
[0004] Bekanntlich besitzen Glaskeramiken, die für Kochfelder verwendet werden, eine NTC-Charakteristik,
d.h. bei ansteigenden Temperaturen nimmt die elektrische Leitfähigkeit merklich zu.
Um einen Stromfluß zwischen einem metallischen Topf bzw. der Oberfläche der Kochplatte
und dem Heizleiter zu unterbinden, ist deshalb eine elektrische Isolationsschicht
zum Betrieb eines solchen Kochsystems Voraussetzung. Um die notwendigen Sicherheitsanforderungen
zu erfüllen, muß das System bei Betriebstemperaturen eine Durchschlagsfestigkeit von
3 750 Volt aufweisen.
[0005] Da solche keramischen Kochfelder für Betriebstemperaturen von bis zu etwa 600° C
ausgelegt sein müssen, können sich erhebliche Probleme aufgrund der Unterschiede der
thermischen Ausdehnungskoeffizienten der verwendeten Materialien ergeben. Während
der thermische Ausdehnungskoeffizient für eine Glaskeramik, etwa für eine Glaskeramik
der Marke Ceran® von Schott in der Größenordnung von ± 0,15 x 10
-6K
-1 liegt, sind die thermischen Ausdehnungskoeffizienten von keramischen Materialien
deutlich höher. So beträgt der thermische Ausdehnungskoeffizient " für Al
2O
3 beispielsweise etwa 8 x 10
-6K
-1. Dagegen liegen die thermischen Ausdehnungskoeffizienten von Metallen noch deutlich
höher.
[0006] Als Auftragsverfahren für die einzelnen Schichten ist u.a. das thermische Spritzen
bekannt geworden, da hiermit auf relativ kostengünstige Weise die unterschiedlichste
Materialien aufgetragen werden können. Durch die hohe Geschwindigkeit und die hohe
Temperatur wird dabei auch meist eine ausreichend gute Haftung erreicht.
[0007] Sollen jedoch Schichten einer Dicke von mehr als etwa 100 µm aufgetragen werden,
so ergeben sich gerade aufgrund der Unterschiede der thermischen Ausdehnungskoeffizienten
zwischen der Glaskeramik und den anderen Schichten meist erhebliche Haftungsprobleme.
So lassen sich beispielsweise Aluminiumoxid-Schichten, die die notwendige Durchschlagsfestigkeit
aufweisen und somit eine Dicke in der Größenordnung von einigen hundert µm besitzen,
zwar ohne weiteres durch thermisches Spritzen erzeugen, jedoch ergeben sich hierbei
in der Regel Rißbildungen oder die Schichten neigen zum Abplatzen während des Gebrauchs,
da infolge der schnellen Temperaturveränderungen während des Betriebs erhebliche thermische
Spannungen entstehen.
[0008] Die Anforderungen an die Durchschlagsfestigkeit können reduziert werden, wenn gemäß
der DE 31 05 065 C2 oder gemäß der US 6 037 572 zwischen der Isolierschicht und der
Kochplatte eine elektrische leitfähige Schicht aufgebracht wird, die geerdet wird.
In einem solchen Fall reicht für die keramische Isolierschicht eine Durchschlagsfestigkeit
von etwa 1500 Volt aus, um die notwendige Betriebssicherheit nach VDE zu gewährleisten.
[0009] Auf diese Weise kann die Schichtdicke der keramischen Isolierschicht deutlich reduziert
werden, wodurch die Probleme aufgrund der unterschiedlichen thermischen Ausdehnungen
vermindert werden.
[0010] Andererseits hat die Verwendung einer metallischen Zwischenschicht gemäß der DE 31
05 065 C2 oder gemäß der US 6 037 572 den Nachteil, daß eine weitere Schicht in den
Verbund eingeführt wird, die nochmals einen erheblich höheren thermischen Ausdehnungskoeffizienten
als die Kochplatte besitzt, wodurch die Stabilität des Gesamtsystems nachteilig beeinflußt
wird.
[0011] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Keramik-Kochfeld gemäß der eingangs
genannten Art derart zu verbessern, daß die Betriebssicherheit des Keramik-Kochfeldes
verbessert wird und eine gute Langzeitbeständigkeit im rauhen Alltagsbetrieb gewährleistet
ist.
[0012] Diese Aufgabe wird bei einem Keramik-Kochfeld gemäß der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß die Zwischenschicht eine thermisch gespritzte Schicht aus einer
elektrisch leitfähigen Keramik oder aus einem Cermet ist.
[0013] Die Aufgabe der Erfindung wird auf diese Weise vollkommen gelöst.
[0014] Durch die Ausbildung der Zwischenschicht in Form einer elektrisch leitfähigen Keramik
wird eine erheblich bessere Anpassung des Ausdehnungskoeffizienten der Zwischenschicht
an den Ausdehnungskoeffizienten der Kochplatte erreicht, der nahezu null beträgt,
da der Ausdehnungskoeffizient von geeigneten keramischen Materialien deutlich niedriger
ist als der Ausdehnungskoeffizient von Metallen. Auch bei der Verwendung einer Cermet-Schicht
ergibt sich hierbei infolge der in eine metallische Matrix eingelagerten Keramik-Teilchen
eine verringerte thermische Ausdehnung, wodurch die thermischen Spannungen reduziert
werden.
[0015] Während bei der Verwendung einer Cermet-Schicht eine besonders gute elektrische Leitfähigkeit
erreicht werden kann, muß gegebenenfalls bei der Verwendung einer elektrisch leitfähigen
Keramik eine etwas reduzierte Leitfähigkeit in Kauf genommen werden. Jedoch hat die
Verwendung einer elektrisch leitfähigen Keramik als Zwischenschicht den weiteren Vorteil,
daß die Keramik von der Materialauswahl her besser an die Glaskeramik der Kochplatte
angepaßt werden kann, wobei durch eine gezielte Materialauswahl eine besonders gute
Haftung und geringe thermische Spannungen im Gebrauch erzielt werden können.
[0016] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist die Zwischenschicht eine Oxidschicht,
die durch Sauerstoffverlust beim thermischen Spritzen elektrisch leitfähig ist.
[0017] Hierbei kann die Zwischenschicht insbesondere aus TiO
2, aus einer Mischung von Al
2O
3 mit einem Anteil an TiO
2 von mindestens 50 Gew.-%, vorzugsweise von mindestens 90 Gew.-%, aus ZrO
2, aus einer Mischung von Al
2O
3 mit ZrO
2 mit einem Anteil an ZrO
2 von mindestens 50 Gew.-%, vorzugsweise von mindestens 90 Gew.-%, aus einer Mischung
von TiO
2 und ZrO
2, oder aus einer Mischung von Al
2O
3 mit TiO
2 und ZrO
2 mit einem Anteil von mindestens 50 Gew.-, vorzugsweise von mindestens 90 Gew.-% an
TiO
2 und ZrO
2, hergestellt sein.
[0018] Diese Zwischenschichten aus TiO
2-x, ZrO
2-x oder aus Mischungen von Al
2O
3 mit TiO
2-x und/oder ZrO
2-x weisen eine besonders gute Haftung an einer Glaskeramik-Oberfläche auf. Durch das
thermische Spritzen wird der Sauerstoffanteil soweit verringert, daß dieses Material
elektrisch leitfähig wird.
[0019] So ergibt sich beispielsweise für TiO
2-x mit x

0,1 eine Volumenleitfähigkeit von etwa 10
3 Ohm x cm bis etwa 5 x 10
2 Ohm x cm (bei Raumtemperatur). Infolge der relativ geringen thermischen Ausdehnung
von TiO
2-x und der besonders guten Affinität von TiO
2-x zur Glaskeramik erscheint besonders TiO
2-x zur Verwendung als leitfähige Zwischenschicht geeignet.
[0020] Darüber hinaus sind jedoch auch die anderen genannten Materialien ohne weiteres verwendbar,
wobei auch andere, chemisch ähnliche Oxide geeignet erscheinen, die während des thermischen
Spritzens einen ausreichend hohen Sauerstoffverlust erleiden, um eine ausreichende
elektrische Leitfähigkeit zu erhalten.
[0021] Wie bereits erwähnt, kann die Zwischenschicht auch aus einem Cermet mit einer Metall-Matrix
hergestellt sein. Dabei weist die Metall-Matrix vorzugsweise wenigstens einen der
Bestandteile Nickel, Kobalt und Chrom auf.
[0022] In vorteilhafter Weiterbildung dieser Ausführung ist die Zwischenschicht aus einem
Cermet mit einer Metall-Matrix hergestellt, die eine Legierung aus den Hauptbestandteilen
Nickel, Kobalt und Chrom ist.
[0023] Hierbei können ferner in die Metall-Matrix Partikel aus Carbid, wie etwa aus Wolfram-Carbid,
Chrom-Carbid oder dergleichen, eingelagert sein.
[0024] Mit einem derartigen Cermet ergibt sich eine gute elektrische Leitfähigkeit der Zwischenschicht,
wobei gleichzeitig durch die keramischen Einlagerungen der thermische Ausdehnungskoeffizient
gegenüber einer reinen Metall-Matrix erheblich erniedrigt ist. Die betreffende Metall-Matrix
weist ferner eine gute Haftung auf einer Glaskeramik-Oberfläche auf und ist infolge
der erhöhten Duktilität geeignet, gewisse thermische Spannungen, die im Betrieb auftreten,
aufzufangen bzw. abzubauen.
[0025] In zusätzlicher Weiterbildung der Erfindung ist zwischen der elektrisch leitfähigen
Zwischenschicht und der Kochplatte eine keramische Haftvermittlerschicht vorgesehen.
[0026] Diese Haftvermittlerschicht besteht vorzugsweise aus Aluminiumoxid, aus Titanoxid
oder aus Mischungen hiervon und ist vorzugsweise durch thermisches Spritzen aufgetragen.
[0027] Insbesondere bei Verwendung eines Cermet-Materials als Zwischenschicht führt eine
Haftvermittlerschicht zu einer nochmals verbesserten Haftung auf der Glaskeramikoberfläche,
wodurch sich insgesamt ein äußerst stabiler Schichtenverbund ergibt, der eine sehr
gute Temperaturbeständigkeit und Temperaturwechselfestigkeit aufweist.
[0028] Die Isolierschicht, die auf die Zwischenschicht aufgetragen ist, besteht vorzugsweise
aus Cordierit oder aus Mullit und ist vorzugsweise durch thermisches Spritzen aufgetragen.
[0029] Die Verwendung dieser Keramiken zur Erzeugung der Isolierschicht hat den Vorteil
eines relativ geringen thermischen Ausdehnungskoeffizienten der zwischen etwa 4,3
und 5,0 x 10
-6K
-1 für Mullit liegt und zwischen etwa 2,2 und 2,4 x 10
-6K
-1 für Cordierit. Infolge des geringen thermischen Ausdehnungskoeffizienten ergeben
sich geringere Spannungen in Verbund mit der Kochplatte aus Glaskeramik.
[0030] Grundsätzlich lassen sich natürlich auch andere keramische Materialien zur Erzeugung
der keramischen Isolierschicht verwenden, etwa Al
2O
3, jedoch ergeben sich bei den vorgenannten Materialien besondere Vorteile wegen des
geringen thermischen Ausdehnungskoeffizienten und der gleichzeitig ausreichend hohen
Durchschlagfeldstärke.
[0031] Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der Erfindung
zu verlassen.
[0032] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnung. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Keramik-Kochfeld in einer ersten Ausführung
und
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Keramik-Kochfeld in einer gegenüber
Fig. 1 abgewandelten Ausführung.
[0033] In Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßes Keramik-Kochfeld im Querschnitt dargestellt und
insgesamt mit der Ziffer 10 bezeichnet.
[0034] Es versteht sich, daß die Darstellung lediglich beispielhafter Natur ist und daß
insbesondere die Größenverhältnisse nicht maßstabsgerecht sind.
[0035] Das Keramik-Kochfeld weist eine Kochplatte 12 aus Glaskeramik, etwa aus Ceran® auf.
Diese Kochplatte 12 dient zur Aufnahme von Kochgefäßen. Auf der Unterseite der Kochplatte
12 ist an verschiedenen Stellen jeweils eine Kochstelle erzeugt. Für Haushaltszwecke
sind dabei typischerweise vier oder gegebenenfalls fünf Kochstellen auf einem Keramik-Kochfeld
vorgesehen. In den Figuren 1 und 2 ist nur jeweils eine Kochstelle gezeigt. Auf die
Unterseite der Kochplatte 12 wurde durch thermisches Spritzen eine Zwischenschicht
aus TiO
2 aufgetragen. Dies kann beispielsweise durch atmosphärisches Plasmaspritzen (APS)
mit einer Schichtdicke von etwa 50 - 250 µm erfolgen. Der Auftrag der jeweiligen Schichten
erfolgt vorzugsweise nur im Bereich der jeweiligen Kochstellen, um die Gesamtspannungen
möglichst gering zu halten.
[0036] Vor dem thermischen Spritzen wird die Glaskeramik gesäubert, z.B. mit Aceton entfettet.
Auf die beim thermischen Spritzen sonst übliche Vorbehandlung durch Sandstrahlen wird
verzichtet, da dies zu einer Schädigung der Glaskeramik führen würde.
[0037] Nach der Erzeugung der Zwischenschicht 14 wird auf diese wiederum durch atmosphärisches
Plasmaspritzen eine Isolierschicht 16 aufgespritzt, die vorzugsweise aus Cordierit
(2MgO·2Al
2O
3·5SiO
2) oder aus Mullit (3Al
2O
3·2SiO
2) besteht.
[0038] Die Schichtdicke der Isolierschicht 16 hängt von der gewünschten Durchschlagsfestigkeit
und dem verwendeten Material ab und liegt zwischen etwa 100 und 500 µm, vorzugsweise
zwischen etwa 150 und 300 µm.
[0039] Auf der Isolierschicht wird anschließend eine Heizleiterschicht 18, etwa in Form
eines mäanderförmig gewundenen Heizleiters 20 erzeugt. Der Heizleiter 20 kann etwa
in bekannter Weise durch ein Siebdruckverfahren aufgebracht werden, wobei durch einen
glasigen Anteil von meist mehr als 5 % die Fließtemperaturen beim Schichteneinbrand
derart gesenkt werden können, daß sich Einbrenntemperaturen zwischen etwa 500 und
850° C ergeben, wobei eine dichte, geschlossene Leiterschicht entsteht.
[0040] Alternativ hierzu kann auch die Heizleiterschicht 18 durch thermisches Spritzen erzeugt
werden. Hierzu wird zunächst mit einem üblichen Maskierverfahren der nicht zu beschichtende
Teil maskiert und sodann die freiliegenden Teile durch thermisches Spritzen mit dem
Heizleitermaterial beschichtet.
[0041] Der zuvor abgedeckte Teil kann anschließend entfernt werden, so daß ein gewundener
Heizleiter 20 entsteht, dessen einzelne Heizleiterbahnen voneinander isoliert sind.
[0042] Die Zwischenschicht 14, die aus TiO
2 durch thermisches Spritzen aufgetragen wird, wird infolge des hohen Sauerstoffverlustes
des Titanoxids während des Spritzvorgangs elektrisch leitfähig. Dabei stellt sich
eine Volumenleitfähigkeit von etwa 10
3 Ohm x cm bis etwa 5 x 10
2 Ohm x cm (bei RT) ein. Dies reicht aus, um die Zwischenschicht 14 wirksam erden zu
können, wie durch die Verbindung mit Masse 22 in Fig. 1 angedeutet ist. Dadurch wird
die für die Isolierschicht 16 erforderliche Durchschlagsfestigkeit auf etwa 1500 Volt
reduziert. Im Fehlerfall wird bei einem Durchschlag vom Heizleiter 20 auf die Kochplatte
12 ein an sich bekannter, hier nicht dargestellter Sicherheitsschalter ausgelöst.
[0043] Eine Abwandlung des Keramik-Kochfeldes ist in Fig. 2 dargestellt und insgesamt mit
der Ziffer 10' bezeichnet.
[0044] Wiederum ist auf die aus Glaskeramik, etwa Ceran®, bestehende Kochplatte 12 an der
Unterseite eine elektrisch leitfähige Zwischenschicht 14' aufgebracht. Diese Zwischenschicht
14', bei der es sich um eine Cermet-Schicht handelt, ist jedoch durch eine auf die
Kochplatte 12 aufgespritzte Haftvermittlerschicht 24 getrennt.
[0045] Die Haftvermittlerschicht 24 besteht vorzugsweise aus Al
2O
3 oder aus einer Mischung von Al
2O
3 und TiO
2, z.B. 97 Gew.-% Al
2O
3 und 3 Gew.-% TiO
2. Die Haftvermittlerschicht 24 wird mit einer Schichtdicke von etwa 10 bis 150 µm
thermisch gespritzt, vorzugsweise durch APS. Die bevorzugte Schichtdicke liegt in
der Größenordnung von etwa 30 bis 100 µm. Auf die Haftvermittlerschicht 24 wird anschließend
eine Cermet-Schicht bestehend aus einer Nickel/Kobalt/Chrom-Legierung mit eingelagerten
Carbid-Partikeln (Wolframcarbid, Chromcarbid etc.) aufgespritzt. Die Zwischenschicht
14' wird mit einer Schichtdicke von ca. 50 bis 250 µm, vorzugsweise etwa 50 bis 100
µm erzeugt. Hierauf werden dann anschließend die Isolierschicht 16 und die Heizleiterschicht
18 in der zuvor anhand von Fig. 1 bereits beschriebenen Weise aufgebracht.
[0046] Wie aus den Figuren gemäß Fig. 1 und Fig. 2 erkennbar, laufen die einzelnen übereinander
liegenden Schichten jeweils am Randbereich allmählich aus und gehen so stetig zur
jeweils darunter liegenden Schicht über. Außerdem nimmt die Gesamtfläche der einzelnen
Schichten zur Heizleiterschicht hin jeweils ab. Auf diese Weise ergeben sich günstige
Spannungsverhältnisse in den Randbereichen der jeweiligen Schichten, um so einer Delamination
der Schichten entgegenzuwirken.
[0047] In Fig. 1 ist zusätzlich noch eine ringförmige Vertiefung 26 dargestellt, die die
Zwischenschicht 14 an deren Randbereich ringförmig umschließt.
[0048] Durch diese geringe Vertiefung können Spannungen, die zwischen der Kochplatte 12
und der Zwischenschicht 14 entstehen, aufgenommen und teilweise abgebaut werden.
1. Keramik-Kochfeld mit einer Kochplatte (12) aus Glaskeramik oder Glas, mit einer elektrischen
Heizleiterschicht (18), mit einer Isolierschicht (16) zwischen der Kochplatte (12)
und der Heizleiterschicht (18), und mit einer elektrisch leitfähigen geerdeten Zwischenschicht
(14) zwischen der Kochplatte (12) und der Isolierschicht (16), dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenschicht (14) eine thermisch gespritzte Schicht aus einer elektrisch leitfähigen
Keramik oder aus einem Cermet ist.
2. Keramik-Kochfeld nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenschicht (14) eine Oxidschicht ist, die durch Sauerstoffverlust beim thermischen
Spritzen elektrisch leitfähig ist.
3. Keramik-Kochfeld nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenschicht (14) aus TiO2, aus einer Mischung von Al2O3 mit einem Anteil an TiO2 von mindestens 50 Gew.-%, vorzugsweise von mindestens 90 Gew.-%, aus ZrO2, aus einer Mischung von Al2O3 mit ZrO2 mit einem Anteil an ZrO2 von mindestens 50 Gew.-%, vorzugsweise von mindestens 90 Gew.-%, aus einer Mischung
von TiO2 und ZrO2, oder aus einer Mischung von Al2O3 mit TiO2 und ZrO2 mit einem Anteil von mindestens 50 Gew.-%, vorzugsweise von mindestens 90 Gew.-%
an TiO2 und ZrO2 hergestellt ist.
4. Keramik-Kochfeld nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenschicht (14) aus einem Cermet mit einer Metall-Matrix hergestellt ist,
die wenigstens einen der Bestandteile Nickel, Cobalt und Chrom enthält.
5. Keramik-Kochfeld nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenschicht (14) aus einem Cermet mit einer Metall-Matrix hergestellt ist,
die eine Legierung aus den Hauptbestandteilen Nickel, Cobalt und Chrom ist.
6. Keramik-Kochfeld nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß in die Metallmatrix Partikel aus Carbid, wie etwa aus Wolframcarbid, Chromcarbid
oder dergleichen, eingelagert sind.
7. Keramik-Kochfeld nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der elektrisch leitfähigen Zwischenschicht (14) und der Kochplatte eine
keramische Haftvermittlerschicht (24) vorgesehen ist.
8. Keramik-Kochfeld nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Haftvermittlerschicht (24) aus Aluminiumoxid, aus Titanoxid oder aus Mischungen
hiervon thermisch gespritzt ist.
9. Keramik-Kochfeld nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierschicht (16) aus Cordierit oder aus Mullit besteht und vorzugsweise durch
thermisches Spritzen aufgetragen ist.
1. A ceramic cooktop comprising a cooking plate (12) of glass ceramic or glass, an electric
heat conductor layer (18), an insulating layer (16) between the cooking plate (12)
and the heat conductor layer (18), and an electrically conducting grounded intermediate
layer (14) between the cooking plate (12) and the insulating layer (16), characterized in that the intermediate layer (14) is a thermally sprayed layer consisting of an electrically
conductive ceramic or of a cermet.
2. The ceramic cooktop of claim 1, characterized in that the intermediate layer (14) is an oxide layer that is electrically conductive by
oxygen loss during thermal spraying.
3. The ceramic cooktop of claim 2, characterized in that the intermediate layer (14) is made of TiO2, of a mixture of Al2O3 with a portion of at least 50 wt.-% of TiO2, preferably at least 90 wt.-%, of ZrO2, of a mixture of Al2O3 with ZrO2 with a portion of at least 50 wt.-% of ZrO2, preferably at least 90 wt.-%, of a mixture of TiO2 and ZrO2, or of a mixture of Al2O3 with TiO2 and ZrO2 with a portion of at least 50 wt.-%, preferably at least 90 wt.-% of TiO2 and ZrO2.
4. The ceramic cooktop of claim 1, characterized in that the intermediate layer (14) is made of a cermet having a metal matrix, comprising
at least one of the components nickel, cobalt and chromium.
5. The ceramic cooktop of claim 4, characterized in that the intermediate layer (14) is made of a cermet having a metal matrix, which is an
alloy comprising the major components nickel, cobalt and chromium.
6. The ceramic cooktop of claim 4 or 5, characterized in that particles of carbide, such as tungsten carbide, chromium carbide etc., are dispersed
within the metal matrix.
7. The ceramic cooktop of any of the preceding claims, characterized in that a ceramic bonding layer (24) is provided between the electrically conductive intermediate
layer (14) and the cooking plate.
8. The ceramic cooktop of claim 7, characterized in that the bonding layer (24) is thermally sprayed of aluminum oxide, of titanium oxide
or of mixtures thereof.
9. The ceramic cooktop of any of the preceding claims, characterized in that the insulating layer (16) consists of cordierite or of mullite and is, preferably,
applied by thermal spraying.
1. Table de cuisson céramique comprenant une plaque de cuisson (12) en vitrocéramique
ou en verre, une couche de conducteurs chauffants électriques (18), une couche d'isolation
(16) disposée entre la plaque de cuisson (12) et la couche de conducteurs chauffants
(18), et une couche intermédiaire (14), mise à la terre, conductrice de l'électricité,
disposée entre la plaque de cuisson (12) et la couche d'isolation (16), caractérisée en ce que la couche intermédiaire (14) est une couche pulvérisée à chaud, en céramique conductrice
de l'électricité, ou en cermet.
2. Table de cuisson céramique selon la revendication 1, caractérisée en ce que la couche intermédiaire (14) est une couche d'oxyde qui est conductrice de l'électricité
en raison de la perte d'oxygène lors de la pulvérisation à chaud.
3. Table de cuisson céramique selon la revendication 2, caractérisée en ce que la couche intermédiaire (14) est constituée en TiO2, en un mélange d'Al2O3 et de TiO2 avec une teneur en TiO2 d'au moins 50% en poids, de préférence d'au moins 90% en poids, en ZrO2, en un mélange d'Al2O3 et de ZrO2 avec une teneur en ZrO2 d'au moins 50% en poids, de préférence d'au moins 90% en poids, en un mélange de
TiO2 et de ZrO2, ou en un mélange d' Al2O3, de TiO2 et de ZrO2, avec une teneur d'au moins 50 % en poids, de préférence d'au moins 90% en poids
de TiO2 et de ZrO2.
4. Table de cuisson céramique selon la revendication 1, caractérisée en ce que la couche intermédiaire (14) est fabriquée dans un cermet avec une matrice métallique,
qui contient au moins l'un des composants suivants : du nickel, du cobalt et du chrome.
5. Table de cuisson céramique selon la revendication 4, caractérisée en ce que la couche intermédiaire (14) est fabriquée dans un cermet avec une matrice métallique,
qui contient un alliage des composants principaux suivants : nickel, cobalt et chrome.
6. Table de cuisson céramique selon la revendication 4 ou 5, caractérisée en ce que des particules de carbure, comme par exemple de carbure de tungstène, de carbure
de chrome, ou similaire, sont incluses dans la matrice métallique.
7. Table de cuisson céramique selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'est prévue, entre la couche intermédiaire (14) conductrice de l'électricité et la
plaque de cuisson, une couche céramique d'agent adhésif (24) pour la céramique.
8. Table de cuisson céramique selon la revendication 7, caractérisée en ce que la couche d'agent adhésif (24) pour la céramique, qui est constituée en oxyde d'aluminium,
en oxyde de titane ou en mélanges de ces composants, est pulvérisée à chaud.
9. Table de cuisson céramique selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la couche d'isolation (16) est constituée en cordiérite ou en mullite et est appliquée,
de préférence, par pulvérisation à chaud.