[0001] Die Erfindung betrifft ein Keramik-Kochfeld mit einer Kochplatte aus Glaskeramik
oder Glas, mit einer elektrischen Heizleiterschicht, und mit einer thermisch gespritzten
Isolierschicht zwischen der Kochplatte und der Heizleiterschicht.
[0002] Ein derartiges Keramik-Kochfeld ist etwa aus der DE 31 05 065 C2 oder aus der US
6 037 572 bekannt. Das bekannte Keramik-Kochfeld weist eine Kochplatte aus Glaskeramik
auf, deren Unterseite mit einer thermisch gespritzten, geerdeten Metallschicht versehen
ist, auf die eine keramische Isolierschicht aufgespritzt ist, auf deren Unterseite
eine Heizleiterschicht mit einem Heizleiter etwa durch ein Siebdruckverfahren aufgebracht
ist.
[0003] Ein derartiges Keramik-Kochfeld weist gegenüber herkömmlichen Keramik-Kochfeldern,
die bislang im wesentlichen über unterhalb der Glaskeramikplatte von dieser beabstandete
Heizleiter über Strahlungsheizung beheizt wurden, ein erheblich verbessertes Ankochverhalten
auf, da die Wärme nunmehr durch Wärmeleitung übertragen und unmittelbar an der Unterseite
der Glaskeramik erzeugt wird. Da eine für ein Kochfeld geeignete Glaskeramik, wie
etwa CERAN® von Schott, eine NTC-Charakteristik besitzt, d.h. daß bei ansteigenden
Temperaturen die elektrische Leitfähigkeit merklich zunimmt, befindet sich zwischen
der Heizleiterschicht und der Kochplatte aus Glaskeramik eine keramische Isolierschicht.
[0004] Ein besonderes Problem bei einem solchen Keramik-Kochfeld besteht in den unterschiedlichen
thermischen Ausdehnungskoeffizienten der Einzelschichten. Bekanntlich besitzt eine
Glaskeramik wie etwa CERAN® einen Ausdehnungskoeffizienten α, der nahe bei Null liegt
(± 0,15 · 10
-6 K
-1). Dagegen besitzen Metalle deutlich höhere Ausdehnungskoeffizienten, die deutlich
oberhalb von 10
-5 K
1 liegen. Keramiken besitzen zwar einen niedrigeren Ausdehnungskoeffizienten (z.B.
etwa 8 · 10
-6 K
-1 für Al
2O
3), jedoch führt auch dies bei größeren Schichtdicken zu erheblichen Problemen wegen
der im Betrieb auftretenden thermischen Spannungen.
[0005] Um die erforderliche Betriebssicherheit nach VDE zu gewährleisten, muß die Durchschlagsfestigkeit
der Isolierschicht 3.750 V beim Kochbetrieb betragen.
[0006] Dies erfordert eine relativ große Schichtstärke für die keramische Isolierschicht,
die für Aluminiumoxid bei etwa 300 µm oder darüber liegen muß.
[0007] Eine derart dicke keramische Isolierschicht läßt sich wiederum nicht problemlos durch
thermisches Spritzen auf eine Glaskeramikoberfläche auftragen, da hierbei meist Rißbildungen
beobachtet werden oder Delamination auftritt.
[0008] Verwendet man dagegen, wie aus der DE 31 05 065 C2 bekannt, eine elektrisch leitfähige,
geerdete Zwischenschicht zwischen der Isolierschicht und der Kochplatte aus Glaskeramik,
so ist infolge der Erdung nur noch eine Durchschlagsfestigkeit der Isolierschicht
von etwa 1.500 V erforderlich, wodurch die Dicke der Isolierschicht entsprechend reduziert
werden kann. Allerdings führt die Aufbringung einer Metallschicht zwischen der Isolierschicht
und der Glaskeramikplatte zu weiteren Problemen durch den hohen thermischen Ausdehnungskoeffizienten
der Metallschicht.
[0009] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Keramik-Kochfeld
zu schaffen, das die vorstehend aufgezeigten Nachteile vermeidet und als stabiles
Schichtensystem ausgebildet ist, das einerseits die notwendige elektrische Sicherheit
aufweist und andererseits eine hohe Stabilität im Langzeitbetrieb gewährleistet.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß auf einer Oberfläche der Kochplatte
eine thermisch gespritzte Haftvermittlerschicht aus einem keramischen Material angeordnet
ist, die von der Isolierschicht überdeckt ist, auf der die Heizleiterschicht aufgenommen
ist.
[0011] Die Aufgabe der Erfindung wird auf diese Weise vollkommen gelöst. Erfindungsgemäß
wird es nämlich ermöglicht, anstelle von Aluminiumoxid andere, besser geeignete Materialien
für die Erzeugung der Isolierschicht durch thermisches Spritzen auf der Glaskeramik-Kochplatte
zu verwenden. Erfindungsgemäß kann die Isolierschicht nämlich nunmehr aus Cordierit,
aus Mullit oder aus Mischungen hiervon oder weiteren thermisch spritzbaren Keramiken
mit ähnlich geringem thermischen Ausdehnungskoeffizienten bestehen.
[0012] Beim thermischen Spritzen dieser Materialien unmittelbar auf die Oberfläche einer
Glaskeramik wird diese nämlich geschädigt. So entstehen beim thermischen Spritzen
von Cordierit oder Mullit auf der Glaskeramik-Oberfläche Mikrorisse, durch die die
Stabilität des Gesamtsystems beeinträchtigt ist.
[0013] Cordierit und Mullit besitzen einen thermischen Ausdehnungskoeffizienten, der deutlich
niedriger als der thermische Ausdehnungskoeffizient von Aluminiumoxid ist. Während
der thermische Ausdehnungskoeffizient für Cordierit bei etwa 2,2 bis 2,4 10
-6 K
1 liegt, beträgt der thermische Ausdehnungskoeffizient für Mullit etwa 4,3 bis 5,0
· 10
-6 K
-1. Somit läßt sich unter Verwendung dieser Materialien das Problem der thermisch bedingten
Spannungen im Betrieb infolge der geringeren thermischen Ausdehnungskoeffizienten
deutlich reduzieren.
[0014] Als Haftvermittlerschicht eignet sich insbesondere eine Schicht aus Aluminiumoxid,
aus Titanoxid oder aus Mischungen hiervon. Dabei liegt die Schichtdicke der Haftvermittlerschicht,
die durch thermisches Spritzen aufgetragen wird, vorzugsweise zwischen 10 µm und 150
µm, vorzugsweise bei 30 bis 100 µm, insbesondere in einem Bereich zwischen 40 und
70 µm.
[0015] Eine derart dünne Haftvermittlerschicht hat praktisch keinerlei nachteiligen Einfluß
durch die hierdurch bedingten thermischen Spannungen auf das Gesamtsystem, besitzt
jedoch eine außerordentlich gute Haftung auf der Glaskeramik-Oberfläche, ohne diese
im Bereich des Interfaces zu schädigen.
[0016] Auf eine solche Haftvermittlerschicht läßt sich nun unmittelbar eine Keramikschicht,
die vorzugsweise aus Cordierit, aus Mullit, ggf. auch aus Magnesiumoxid oder Mischungen
hiervon besteht, durch thermisches Spritzen in der notwendigen Schichtdicke auftragen.
[0017] Bei einer alternativen Ausführung der Erfindung ist zwischen der Haftvermittlerschicht
und der Isolierschicht eine thermisch gespritzte elektrisch leitfähige Zwischenschicht
aufgebracht, die vorzugsweise geerdet ist.
[0018] Hierdurch wird, wie vorstehend bereits erwähnt, die Anforderung an die Durchschlagsfestigkeit
der Isolierschicht reduziert, die für den Fall, daß die Zwischenschicht geerdet ist
und mit einem Schutzschalter zur Abschaltung bei Überschlag gekoppelt ist, auf etwa
1.500 V reduziert wird. Diese Zwischenschicht besteht vorzugsweise aus einer elektrisch
leitfähigen Keramik oder aus einem Cermet. Eine elektrisch leitfähige Keramik kann
beispielsweise durch das thermische Spritzen von TiO
2 erzeugt werden, da während des thermischen Spritzens ein derart hoher Sauerstoffverlust
auftritt, daß das Material elektrisch leitfähig wird. So liegt die Volumenleitfähigkeit
für TiO
2 bei Raumtemperatur zwischen etwa 10
3 Ωcm bis etwa 5 · 10
2 Ωcm.
[0019] Bei Verwendung eines Cermets zur Erzeugung der elektrisch leitfähigen Zwischenschicht
ergibt sich naturgemäß eine deutlich höhere elektrische Leitfähigkeit, wodurch eine
sichere Erdung erreichbar ist. Durch ein Auftragen der Cermet-Schicht auf die Haftvermittlerschicht
werden Haftungsprobleme auf der Glaskeramikschicht vermieden. Ein geeignetes Cermet
weist etwa eine Metallmatrix aus einer Nickel/Chrom/Kobalt-Legierung auf, in der Karbidteilchen,
z.B. Wolframkarbid oder Chromkarbid, dispergiert sind.
[0020] Eine solche Cermet-Schicht weist zwar einen thermischen Ausdehnungskoeffizienten
auf, der im Bereich von etwa 4 · 10
-6 K
-1 bis 11 · 10
-6 K
-1 liegt, und damit etwas oberhalb von Aluminiumoxid, jedoch noch unterhalb des Ausdehnungskoeffizienten
von üblichen Metallen.
[0021] Somit ergeben sich auch hierdurch Vorteile gegenüber der Verwendung einer herkömmlichen
Metallschicht als elektrisch leitfähige Zwischenschicht.
[0022] Gemäß einer weiteren Ausführung der Erfindung ist die Heizleiterschicht durch thermisches
Spritzen, vorzugsweise durch Laserspritzen, hergestellt.
[0023] Durch diese Maßnahme werden Probleme vermieden, die bei der herkömmlichen Herstellung
einer Heizleiterschicht im Siebdruckverfahren auftreten. Im Siebdruckverfahren hergestellte
Heizleiterschichten weisen nämlich einen Glasanteil von meist mehr als 5 % im metallischen
Leiter auf, damit die Fließtemperaturen beim Schichteneinbrand gesenkt werden können.
Die niedrig schmelzenden Glaslote in gemischter Paste sorgen dafür, daß bei Einbrenntemperaturen
zwischen 500 und 850 °C eine dichte geschlossene Leiterschicht entsteht. Der Anteil
der Glasfritte reduziert jedoch den metallisch leitenden Anteil. Teilsegmente der
Leiterbahn, die lokal einen erhöhten Glasanteil haben, sind Bereiche mit höherem Widerstand,
so daß es beim Stromdurchfluß gegebenenfalls zur Überhitzung und zum Materialversagen
führen kann.
[0024] Diese Nachteile werden bei einem thermisch gespritzten Heizleiter vermieden. Die
notwendige Strukturierung des Heizleiters wird hierbei durch ein Maskierverfahren
erzeugt.
[0025] Besonders geeignet ist das Laserspritzverfahren, da dies besonders vorteilhaft zum
Erzeugen eines bahnenförmigen Auftrags ist.
[0026] Gemäß einer weiteren Variante der Erfindung weist die Kochplatte an ihrer der Heizleiterschicht
zugewandten Seite eine ringförmig geschlossene Vertiefung auf, die in der Nähe des
Randbereiches der auf die Kochplatte aufgespritzten Schicht verläuft.
[0027] Auf diese Weise können die Spannungen, die insbesondere im Randbereich der auf die
Kochplatte aufgespritzten Isolierschicht auftreten, merklich verringert werden. Somit
wird der Gefahr der Delamination in diesem Bereich entgegengewirkt.
[0028] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführung der Erfindung weisen die einzelnen
Schichten zur Heizleiterschicht hin eine abnehmende Fläche auf. Auch durch diese Maßnahme
wird der Gefahr von Delaminationen im Randbereich der Schichten entgegengewirkt.
[0029] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnung. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Querschnitt einer ersten Ausführung eines erfindungsgemäßen Keramik-Kochfeldes
und
- Fig. 2
- einen Querschnitt einer abgewandelten Ausführung des Keramik-Kochfeldes gemäß Fig.
1.
[0030] In Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßes Keramik-Kochfeld insgesamt mit der Ziffer 10
bezeichnet. Es weist eine ebene Kochplatte 12 auf, die vorzugsweise aus einer Glaskeramik,
wie etwa CERAN® von Schott, besteht.
[0031] Es versteht sich, daß die Darstellung lediglich beispielhaft ist und daß insbesondere
die Größenverhältnisse nicht maßstabsgerecht sind.
[0032] Diese Kochplatte 12 dient zur Aufnahme von Kochgefäßen. Auf der Unterseite der Kochplatte
12 ist an verschiedenen Stellen jeweils eine Kochstelle erzeugt. Für Haushaltszwecke
sind dabei typischerweise vier oder gegebenenfalls fünf Kochstellen auf einem Keramik-Kochfeld
vorgesehen. In den Fig. 1 und 2 ist nur jeweils eine Kochstelle gezeigt.
[0033] Auf die Unterseite der Kochplatte 12 ist zumindest an den Stellen, an denen später
eine Isolierschicht und eine Heizleiterschicht aufgebracht werden soll, eine Haftvermittlerschicht
14 durch thermisches Spritzen, vorzugsweise durch atmosphärisches Plasmaspritzen (APS)
aufgetragen.
[0034] Der Auftrag ist vorzugsweise auf die Bereiche der Kochstellen begrenzt, um die Gesamtspannungen
so niedrig wie möglich zu halten.
[0035] Diese Haftvermittlerschicht 14 besteht vorzugsweise aus Aluminiumoxid, aus Titanoxid
oder aus Mischungen hiervon. Insbesondere Aluminiumoxid und Mischungen von Aluminiumoxid
und Titanoxid mit geringem Anteil von Titanoxid, z.B. 97 Gew.-% Al
2O
3 mit 3 Gew.-% TiO
2, weisen eine besonders gute Haftung auf der Oberfläche der Glaskeramik auf und besitzen
eine sehr gute chemische Verträglichkeit hiermit. Die Haftvermittlerschicht 14 wird
mit einer Schichtdicke zwischen etwa 10 und 150 µm, vorzugsweise zwischen etwa 40
und 70 µm, z.B. mit etwa 50 µm aufgetragen. Auf diese Haftvermittlerschicht 14 wird
nunmehr eine Isolationsschicht 16, die vorzugsweise aus Cordierit (2MgO · 2Al
2O
3) oder Mullit (3Al
2O
3 · 2SiO
2) besteht, durch thermisches Spritzen mit der notwendigen Schichtdicke aufgetragen,
um die gewünschte Durchschlagsfestigkeit von 3.750 V bei Betriebstemperatur von 450
°C zu gewährleisten. Für Cordierit und Mullit beträgt die Schichtdicke vorzugsweise
bis zu etwa 500 µm, vorzugsweise etwa 200 - 400 µm.
[0036] Ein unmittelbares Auftragen der Cordierit- oder Mullit-Schicht auf die Oberfläche
der Glaskeramik wäre nicht möglich, da dies zu Schäden in Form von Mikrorissen oder
dergleichen auf der Glaskeramik-Oberfläche führen würde.
[0037] Vor dem thermischen Spritzen wird die Oberfläche der Glaskeramikplatte 12 nicht,
wie sonst allgemein üblich, durch Aufrauhstrahlen vorbehandelt, da dies zu Schäden
an der Oberfläche der Kochplatte 12 führen würde. Statt dessen wird die Oberfläche
der Kochplatte 12 lediglich gereinigt, z.B. mittels Aceton entfettet.
[0038] Auf die Unterseite der Isolierschicht 16 wird anschließend eine elektrische Heizleiterschicht
18 durch thermisches Spritzen aufgebracht, wobei die notwendige Strukturierung der
Heizleiterschicht 18 durch ein Maskierverfahren in an sich bekannter Weise erreicht
wird. Auf diese Weise kann ein beispielsweise mäanderförmig gewundener Heizleiter
20 erzeugt werden.
[0039] Hierbei ist als Verfahren zum thermischen Spritzen ein Laserspritzverfahren bevorzugt,
da sich hiermit besonders ein bahnförmiger Auftrag vorteilhaft erzielen läßt.
[0040] Eine Variante des erfindungsgemäßen Keramik-Kochfeldes ist in Fig. 2 dargestellt
und insgesamt mit Ziffer 10' bezeichnet.
[0041] Der Unterschied zu der Ausführung gemäß Fig. 1 besteht darin, daß auf die Haftvermittlerschicht
14 nicht unmittelbar die Isolierschicht 16 aufgetragen ist, sondern daß hierauf zunächst
eine elektrisch leitfähige Zwischenschicht 22 aufgespritzt ist, auf die dann wiederum
die Isolierschicht 16' aufgetragen ist.
[0042] Diese elektrisch leitfähige Zwischenschicht 22 ist geerdet, wie in Fig. 2 durch die
Verbindung mit Masse 24 angedeutet ist. Im Fehlerfall wird beim elektrischen Durchschlag
vom Heizleiter 20 auf die Kochplatte 12 infolge deren Erdung eine an sich bekannte,
nicht gezeigte Sicherung der Kochplatte 12 ausgelöst.
[0043] Aus diesem Grund kann die Isolierschicht 16' für eine geringere Durchschlagsfestigkeit
ausgelegt sein, wobei nach VDE etwa 1.500 V bei Betriebstemperatur ausreichend ist.
Daher kann die Dicke der Isolierschicht 16' entsprechend verringert werden.
[0044] Auf der Unterseite der Isolierschicht 16' ist wiederum die Heizleiterschicht 18 wie
vorstehend bereits beschrieben aufgespritzt.
[0045] Die elektrisch leitfähige Zwischenschicht 22 besteht vorzugsweise aus einem Cermet,
etwa aus einer Legierung auf Nickel/Chrom/Kobalt-Basis, in der Karbid-Partikel, z.B.
Wolframkarbid und Chromkarbid, eingelagert sind. Ein derartiges Cermet weist im Vergleich
zu üblichen Metallen infolge der Karbideinschlüsse einen geringeren thermischen Ausdehnungskoeffizienten
auf, was zu verringerten Problemen infolge thermischer Spannungen führt.
[0046] Alternativ kann auch statt eines Cermets eine elektrisch leitfähige Keramik für diese
Zwischenschicht verwendet werden, sofern hiermit eine ausreichende elektrische Leitfähigkeit
erzielbar ist. Beispielsweise könnte eine aus TiO
2 thermisch gespritzte Schicht verwendet werden, da während des thermischen Spritzvorgangs
das TiO
2 derart an Sauerstoff verliert, daß es elektrisch leitfähig wird. Allerdings ist die
elektrische Leitfähigkeit (Volumenleitfähigkeit) von so entstehendem TiO
2-x zwischen 10
3 Ωcm bis 5 · 10
2 Ωcm bei RT) immer noch deutlich niedriger als die elektrische Leitfähigkeit von Metallen.
[0047] Die einzenen Schichten 14, 16 gemäß Fig. 1 bzw. 14, 22, 16' gemäß Fig. 2 weisen eine
zur Heizleiterschicht 20 hin abnehmende Oberfläche auf. Ferner laufen die einzelnen
Schichten in ihrem Randbereich jeweils sanft aus, gehen also stetig auf die jeweils
darunterliegende Schicht über.
[0048] Durch diese Maßnahmen wird einer Delamination der Schichten im Randbereich entgegengewirkt.
[0049] In Fig. 2 ist ferner noch eine Möglichkeit dargestellt, mit der sich die teilweise
erheblichen Spannungen im Randbereich der Schichten teilweise abbauen lassen.
[0050] Hierzu befindet sich an der Unterseite der Kochplatte 12 eine ringförmig ausgebildete
Vertiefung 26, die den Randbereich der Haftvermittlerschicht 14 ringförmig umschließt.
Spannungen, die im Randbereich zwischen der Kochplatte 12 und der Haftvermittlerschicht
14 übertragen werden, können durch diese Vertiefung 26 besser aufgenommen bzw. abgebaut
werden.
1. Keramik-Kochfeld mit einer Kochplatte (12) aus Glaskeramik oder Glas, mit einer elektrischen
Heizleiterschicht (20), und mit einer thermisch gespritzten Isolierschicht (16; 16')
zwischen der Kochplatte (12) und der Heizleiterschicht (20), dadurch gekennzeichnet, daß auf einer Oberfläche der Kochplatte (12) eine thermisch gespritzte Haftvermittlerschicht
(14) aus einem keramischen Material angeordnet ist, die von der Isolierschicht (16;
16') überdeckt ist, auf der die Heizleiterschicht (20) aufgenommen ist.
2. Keramik-Kochfeld nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Haftvermittlerschicht (14) aus Aluminiumoxid, aus Titanoxid oder aus Mischungen
hiervon besteht.
3. Keramik-Kochfeld nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierschicht (16; 16') aus Cordierit, aus Mullit oder aus Mischungen hiervon
besteht.
4. Keramik-Kochfeld nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Haftvermittlerschicht (14) eine Schichtdicke von 10 bis 150 µm, vorzugsweise
von 30 bis 100 µm, insbesondere von 40 bis 70 µm, aufweist.
5. Keramik-Kochfeld nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Haftvermittlerschicht (14) und der Isolierschicht (16') eine thermisch
gespritzte elektrisch leitfähige Zwischenschicht (22) aufgebracht ist, die vorzugsweise
geerdet ist.
6. Keramik-Kochfeld nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenschicht (22) aus einer elektrisch leitfähigen Keramik oder aus einem
Cermet besteht.
7. Keramik-Kochfeld nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizleiterschicht (20) durch thermisches Spritzen, vorzugsweise durch Laserspritzen
hergestellt ist.
8. Keramik-Kochfeld nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schichten (14, 16; 14, 22, 16') zur Heizleiterschicht (20) hin eine abnehmende
Fläche einnehmen.
9. Keramik-Kochfeld mit einer Kochplatte (12) aus Glaskeramik oder Glas, mit einer Heizleiterschicht
(20), und mit einer thermisch gespritzten Isolierschicht (16, 16') zwischen der Kochplatte
(12) und der Heizleiterschicht (20), nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kochplatte (12) an ihrer der Heizleiterschicht (20) zugewandten Seite eine ringförmig
geschlossene Vertiefung (26) aufweist, die in der Nähe des Randbereiches der auf die
Kochplatte (12) aufgespritzten Schicht (14) verläuft.
1. A ceramic cooktop comprising a cooking plate (12) of glass ceramic or glass, an electric
heat conductor layer (20), and a thermally sprayed insulating layer (16; 16') between
the cooking plate (12) and the heat conductor layer (20), characterized in that on a surface of the cooking plate (12) a thermally sprayed bonding layer (14) of
a ceramic material is provided, which is covered by the insulating layer (16, 16'),
whereon the heat conductor layer (20) is received.
2. The ceramic cooktop of claim 1, characterized in that the bonding layer (14) consists of aluminum oxide, of titanium oxide or of mixtures
thereof.
3. The ceramic cooktop of claim 1, characterized in that the insulating layer (16; 16') consists of cordierite, of mullite or of mixtures
thereof.
4. The ceramic cooktop of any of the preceding claims, characterized in that the bonding layer (14) has a layer thickness of 10 to 150 µm, preferably of 30 to
100 µm, in particular of 40 to 70 µm.
5. The ceramic cooktop of any of the preceding claims, characterized in that between the bonding layer (14) and the insulating layer (16') a thermally sprayed
electrically conductive intermediate layer (22) is applied that is preferably grounded.
6. The ceramic cooktop of claim 5, characterized in that the intermediate layer (22) consists of an electrically conductive ceramic or of
a cermet.
7. The ceramic cooktop of any of the preceding claims, characterized in that the heat conductor layer (20) is produced by thermal spraying, preferably by laser
spraying.
8. The ceramic cooktop of any of the preceding claims, characterized in that the layers (14, 16; 14, 22, 16') occupy an area diminishing toward the heat conductor
layer (20).
9. A ceramic cooktop comprising a cooking plate (12) of glass ceramic or glass, an electric
heat conductor layer (20) and a thermally sprayed insulating layer (16, 16') between
the cooking plate (12) and the heat conductor layer (20), according to any of the
preceding claims, characterized in that the cooking plate (12) comprises an annular closed recess (26) at its side facing
the heat conductor layer (20), and extending adjacent to the rim region of the layer
(14) sprayed onto the cooking plate (12).
1. Plaque de cuisson céramique avec une plaque de cuisson (12) en vitrocéramique ou verre,
avec une couche conductrice chauffante électrique (20), et avec une couche isolante
(16 ; 16') appliquée par projection thermique entre la plaque de cuisson (12) et la
couche conductrice chauffante (20), caractérisée en ce que sur une surface de la plaque de cuisson (12) est disposée une couche d'un agent adhésif
(14) appliquée par projection thermique en un matériau céramique, qui est recouverte
par la couche isolante (16 ; 16') sur laquelle est reçue la couche conductrice chauffante
(20).
2. Plaque de cuisson céramique selon la revendication 1, caractérisée en ce que la couche d'agent adhésif (14) est en oxyde d'aluminium, en oxyde de titane ou en
mélanges de ceux-ci.
3. Plaque de cuisson céramique selon la revendication 1, caractérisée en ce que la couche isolante (16 ; 16') est en cordiérite, en mullite ou en mélanges de celles-ci.
4. Plaque de cuisson céramique selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la couche d'agent adhésif (14) présente une épaisseur de 10 à 150 µm, de préférence
de 30 à 100 µm, en particulier de 40 à 70 µm.
5. Plaque de cuisson céramique selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'une couche intermédiaire (22) électriquement conductrice, appliquée par projection
thermique et qui de préférence est mise à la terre, est appliquée entre la couche
d'agent adhésif (14) et la couche isolante (16').
6. Plaque de cuisson céramique selon la revendication 5, caractérisée en ce que la couche intermédiaire (22) est constituée d'une céramique électriquement conductrice
ou d'un cermet.
7. Plaque de cuisson céramique selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la couche conductrice chauffante (20) est réalisée par projection thermique, de préférence
par projection à laser.
8. Plaque de cuisson céramique selon l'une des revendications précédentes caractérisée en ce que les couches (14, 16 ; 14, 22, 16') présentent une surface se réduisant vers la couche
conductrice chauffante (20).
9. Plaque de cuisson céramique avec une plaque de cuisson (12) en vitrocéramique ou verre,
avec une couche conductrice chauffante électrique (20), et avec une couche isolante
(16 ; 16') projetée thermiquement entre la plaque de cuisson (12) et la couche conductrice
chauffante (20), selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la plaque de cuisson (12) présente, sur sa face tournée vers la couche conductrice
chauffante (20), un renfoncement (26) fermé en forme d'anneau qui s'étend à proximité
de la zone de bordure de la couche (14) appliquée par projection sur la plaque de
cuisson (12).