[0001] Die Erfindung richtet sich auf eine Vorrichtung zur Aufnahme von drei parallel angeordneten
Federleisten von Lattenrosten für Sitz- oder Liegemöbel.
[0002] Es ist bekannt, die Federleisten derartiger Lattenroste einzeln, paarweise oder als
Dreier-Einheit in Lagerkörpern anzuordnen, die dann ihrerseits an den Seitenwangen
der Rahmen der Lattenroste fixiert werden. Eine solche Dreier-Einheit zeigt beispielsweise
die DE-39 32 340, EP-1 186 261-A1 oder das DE-78 28 783-U1, wobei in der DE-100 33
003-C1 oder der EP-0 118 652-A1 die paarweise Aufnahme von Federleisten gezeigt werden
bzw. dort auch die Aufnahme eines Doppelpaares.
[0003] Ein Nachteil derartiger Mehrfachaufnahmen besteht darin, daß Federleisten bei Beanspruchung
als Einheit agieren, was zur Störung des Liegekomforts führen kann.
[0004] Hier setzt die Erfindung an, deren Aufgabe darin besteht, eine Vorrichtung zur Aufnahme
von drei parallel angeordneten Federleisten zu schaffen, die einen größtmöglichen
Liegekomfort gewährleisten, d.h. die individuelle Belastbarkeit einzelner Federleisten
trotz gruppierter Lagerung zu ermöglichen.
[0005] Mit einer Vorrichtung der eingangs bezeichneten Art wird diese Aufgabe durch einen
an den Seitenwangen des Lattenrostes fixierbaren Lagerbock mit drei Aufnahmen für
je eine an der jeweiligen Federleiste fixierten Aufnahmekappe gelöst.
[0006] Es hat sich gezeigt, daß die Trennung zwischen Aufnahmekappe an den jeweiligen Federleisten
einerseits und dem zuzuordnenden Lagerbock einer Dreier-Gruppierung andererseits den
gesteckten Zielen gerecht wird, d.h. eine dichte Lagerung von Federleisten in Dreier-Gruppen
ist möglich, ohne daß die individuelle Belastbarkeit der einzelnen Federleisten behindert
wird.
[0007] Dabei gibt es erfindungsgemäß eine Reihe von Gestaltungsmöglichkeiten beim gleichen
Lagerprinzip. Eine Gestaltung besteht in einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung darin,
daß die jeweilige Aufnahmekappe mit einem in der Gebrauchslage nach unten weisenden
Rastzapfen und der Lagerbock mit drei Aufnahmen für je einen Rastzapfen ausgerüstet
ist.
[0008] An dieser Stelle sei bemerkt, daß es Aufnahmekappen an den freien Enden von Federleisten
für Lattenroste mit nach unten weisenden Rastzapfen gibt, die gefedert oder ungefedert
paarweise in den entsprechenden Lagerböcken fixiert sind, wie dies beispielsweise
aus dem DE-296 19 494-U der Anmelderin hervorgeht.
[0009] In weiterer Ausgestaltung sieht die Erfindung vor, daß die Aufnahme für den Rastzapfen
als Durchgangssteckhülse ausgebildet ist und der Rastzapfen die Steckhülse in der
Gebrauchslage durchsetzt und dem nach unten weisenden freien Ende des Rastzapfens
ein Federelement zugeordnet ist. Grundsätzlich ist diese Gestaltung aus dem oben angegebenen
Gebrauchsmuster der Anmelderin bekannt. Dabei sieht die vorliegende Erfindung vor,
daß das Federelement als an Federbügeln angeordnete Stützplatte ausgebildet ist, wobei
eine Einheit aus drei Federelementen mit den drei Stützplatten in den Lagerbock einclipsbar
ist.
[0010] Blattfederngelagerte Aufnahmekappen von Federleisten bzw. die unmittelbare Fixierung
an derartigen Blattfedern zeigen beispielsweise die EP-0 852 124-A, EP-0 512 569-B,
EP-0 150 873-A oder die DE-195 38 082-A, um nur einige Beispiele zu nennen.
[0011] Dabei kann in Ausgestaltung vorgesehen sein, daß die Federbügel in Seitenansicht
etwa C-förmig gestaltet sind, wobei das obere freie Ende als Einclips-Leiste in den
Lagerbock gestaltet ist, während über drei Paar von Federbügeln die drei Stützplatten
gehalten sind.
[0012] In einer weiteren Ausgestaltung ist nach der Erfindung vorgesehen, daß der Lagerbock
mit drei sich in der Gebrauchslage an der Unterseite der Federleisten anlegenden Federbügeln
ausgerüstet ist.
[0013] Auch hier sei bemerkt, daß es grundsätzlich bei einer Einzelkappenlagerung einer
Federleiste bekannt ist, den Lagerbock mit einer sich unter die Federleiste legenden
blattartigen Feder zu versehen, wie dies beispielsweise aus der EP-0 761 139-A der
Anmelderin bekannt ist.
[0014] Die sich unten anlegenden Federzungen können aus Kunststoffvollmaterial gebildet
sein, sie können auch von drei Paar von Federbügeln gebildet sein, die an ihren freien
Enden mit sich an der Unterseite der Federleisten anlegenden Rollen ausgerüstet sind.
Die Aufnahmekappen für die freien Enden der Federleisten können dabei so gestaltet
sein, daß sie in der Gebrauchslage die Seitenwangen des Lattenrostes oben nach außen
überragen oder sie können kürzer gestaltet sein, derart, daß sie in der Montagelage
nicht mit der Innenfläche der Rahmenholme fluchten.
[0015] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aufgrund der
nachfolgenden Beschreibung sowie anhand der Zeichnung. Diese zeigt in
- Fig. 1
- eine Aufsicht auf einen Lagerbock mit drei Aufnahmen,
- Fig. 2
- eine räumliche Darstellung des Lagerbockes,
- Fig. 3
- eine räumliche Darstellung des Lagerbockes mit drei Aufnahmekappen für Federleisten,
- Fig. 4
- eine räumliche Darstellung eines Lagerbockes mit drei Aufnahmen für Rastzapfen,
- Fig. 5
- eine räumliche Darstellung eines Bügels mit drei Federelementen mit Stützplatten,
- Fig. 6
- eine Seitenansicht des Lagerbockes mit eingeclipsten Federelementen und eingesteckter
Aufnahmekappe mit Rastzapfen und Federleiste an einer Seitenwange des Lattenrostes
fixiert,
- Fig. 7
- eine Seitenansicht eines abgewandelten Ausführungsbeispieles,
- Fig. 8
- eine Explosions-Darstellung eines Lagerbockes mit einclipsbarem Federelement und drei
Aufnahmekappen,
- Fig. 9
- eine dreidimensionale Darstellung der Elemente gemäß Fig. 8 in Gebrauchskonfiguration,
- Fig. 10
- eine dreidimensionale Darstellung eines abgewandelten Beispieles gemäß Fig. 9,
- Fig. 11
- eine dreidimensionale Darstellung des Lagerbockes mit Aufnahmekappen und drei Federbügeln,
- Fig. 12
- ein abgewandeltes Beispiel gemäß Fig. 11,
- Fig. 13
- eine Seitenansicht eines Lagerbockes nach Fig. 12.
[0016] Von der in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Vorrichtung zeigt Fig. 1 eine Aufsicht
auf den Lagerbock 1a mit drei Aufnahmen 2a für in Fig. 3 dargestellte Rastzapfen 5a
an Aufnahmekappen 4a für Federleisten und Befestigungszapfen 3 zur Fixierung des Lagerbockes
an nicht näher dargestellten Seitenwangen eines Lattenrostes. Der Lagerbock 1a ist
in Fig. 2 dreidimensional wiedergegeben. Er wird vorzugsweise aus einem harten Kunststoffmaterial
hergestellt.
[0017] Fig. 3 zeigt eine dreidimensionale Darstellung des Lagerbockes 1a sowie drei Aufnahmekappen
4a, die mit nach unten weisenden Rastzapfen 5a ausgerüstet sind, die in der Gebrauchslage
in die Aufnahmen 2a eingreifen. Beispielhaft ist eine Federleiste 6 mit einer Aufnahmekappe
4a dargestellt.
[0018] In Fig. 4 ist eine andere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Lagerbockes 1b in dreidimensionaler
Ansicht dargestellt. Dabei sind die Aufnahmen für die Rastzapfen 2b als Durchgangssteckhülsen
ausgestaltet. Zur Befestigung an hier nicht näher gezeigten Seitenwangen sind die
Befestigungszapfen 3 vorgesehen.
[0019] Fig. 5 zeigt eine Einheit 7 aus drei Federelementen 11, die in den Lagerbock 1b eingeclipst
werden kann. Die drei Federelemente 14 bestehen dabei jeweils aus einem Paar C-förmiger
Federbügel 9, wobei das obere freie Ende in eine Einclipsleiste 8 mündet, und das
untere Ende jeweils Stützplatten 10 trägt, auf denen in der Gebrauchslage die nach
unten weisenden freien Enden 12 der Rastzapfen 5b aufliegen.
[0020] Fig. 6 zeigt eine Seitenansicht der Vorrichtung in der Gebrauchslage. Dabei ist der
Lagerbock 1b mittels Montagezapfen 3 an einer Seitenwange 13 des Lattenrostes befestigt.
Die Aufnahmekappe 4b ist an der Federleiste 6 fixiert und mit einem nach unten ragenden
Rastzapfen 5b ausgestattet, welcher die Durchgangssteckhülse 2b des Lagerbockes 1b
durchsetzt.
[0021] Die Einheit aus drei Federelementen 7 aus Fig. 5 ist mit der Einclipsleiste 8 in
den Lagerbock 1b eingeclipst und die Stützplatte 10, gehalten durch die C-förmigen
Federbügel 9, stützt das freie Ende des Rastzapfens 5b des Lagerbockes. Diese Anordnung
ist analog für die drei parallel angeordneten Federleisten ausgeführt. Diese Ausgestaltung
in Form dreier von unten angeordneter Federelemente ermöglicht dadurch die getrennte
Bewegung der drei Federleisten.
[0022] Fig. 7 zeigt eine ähnliche Anordnung wie Fig. 6, wobei die Aufnahmekappen 4c für
die freien Enden der Federleisten 6 kürzer sind, so daß sie in der Gebrauchslage etwa
mit der Innenfläche der Rahmenholme 13 fluchten.
[0023] Fig. 8 zeigt eine Explosionsdarstellung der Anordnung aus Fig. 6. Dabei ist zu erkennen,
wie die Rastzapfen 5b in die Steckhülsen 2b eingesetzt werden, um dann von den von
Federbügeln gehaltenen Stützplatten 10 aufgenommen zu werden.
[0024] Fig. 9 und 10 zeigen dreidimensionale Darstellungen der Vorrichtungen aus Fig. 6
und 7 ohne eingesteckte Federleisten. Dabei ist erkennbar, wie die drei Aufnahmekappen
4b bzw. 4c einzeln durch je ein Federelement gestützt werden.
[0025] Fig. 11 zeigt eine weitere Ausgestaltung der Erfindung, bei der die Federleisten,
wieder fixiert durch Aufnahmekappen 4d, von drei sich an der Unterseite der Federleisten
anlegenden Federbügeln 14 gestützt werden. Dabei sind die Federbügel 14 beispielsweise
aus Kunststoffvollmaterial gebildet und mit dem Lagerbock 1d verbunden, welcher wiederum
mittels des Montagezapfens 3 an den Seitenwangen des Lattenrostes fixiert werden kann.
[0026] Fig. 12 zeigt eine ähnliche Vorrichtung wie Fig. 11, wobei hier die Federzungen 16
durch ein Paar von Federbügeln 17 gebildet werden, die an ihren freien Enden Rollen
15 aufweisen, die sich in der Gebrauchslage an der Unterseite der Federleisten anlegen.
[0027] Fig. 13 zeigt eine Seitenansicht der Vorrichtung aus Fig. 12. In Gebrauchslage mit
montierten Federleisten werden die Federzangen 16 gespannt und die Rolle 15 liegt
an der Leiste an. Die Rolle rollt sich bei wechselnden Belastungszuständen auf der
Unterseite der Federleiste ab.
1. Vorrichtung zur Aufnahme von drei parallel angeordneten Federleisten (6) von Lattenrosten
für Sitz- oder Liegemöbel, gekennzeichnet durch
einen an den Seitenwangen des Lattenrostes fixierbaren Lagerbock (1) mit drei Aufnahmen
(2) für je eine an der jeweiligen Federleiste fixierten Aufnahmekappe (4).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die jeweilige Aufnahmekappe (4) mit einem in der Gebrauchslage nach unten weisenden
Rastzapfen (5) und der Lagerbock (1) mit drei Aufnahmen (2) für je einen Rastzapfen
(5) ausgerüstet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufnahme (2) für den Rastzapfen (5) als Durchgangssteckhülse ausgebildet ist
und der Rastzapfen (5) die Steckhülse in der Gebrauchslage durchsetzt und dem nach
unten weisenden freien Ende (12) des Rastzapfens (5) ein Federelement (11) zugeordnet
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das jeweilige Federelement (11) als an Federbügeln (9) angeordnete Stützplatte (10)
ausgebildet ist, wobei eine Einheit aus drei Federelementen (11) mit den drei Stützplatten
(10) in den Lagerbock (1) einclipsbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Federbügel (9) in Seitenansicht etwa C-förmig gestaltet sind, wobei das obere
freie Ende als Einclips-Leiste (8) in den Lagerbock (1) gestaltet ist, während über
drei Paar von Federbügeln (9) die drei Stützplatten (10) gehalten sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Lagerbock (1) mit drei sich in der Gebrauchslage an der Unterseite der Federleisten
(6) anlegenden Federbügeln (14,16) ausgerüstet ist.