[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein handbetätigbares, elektrisches Bedienungsteil
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Derartige Bedienungsteile finden in vielen Anwendungsbereichen, beispielsweise als
Handbedienterminals Verwendung.
[0003] Dabei zeichnen sich solche Bedienungsteile vor allem durch die Möglichkeit einer
wahlweisen rechts- oder linkshändigen Betätigung aus, wozu an den sich gegenüberliegenden
Seiten jeweils ein Taster vorgesehen ist, mit denen ein an das Bedienungsteil angeschlossenes
Aggregat ein- oder ausschaltbar ist.
[0004] Neben einem Notaus-Schaltknopf besteht eine weitere Forderung darin, die Taster-Betätigung
so auszulegen, daß eine Aus-Schaltung auch dann erfolgt, wenn in Panik ein reflexartiges
weiteres Drücken auf den Taster erfolgt.
[0005] Dabei wird zum Einschalten der Taster niedergedrückt und gehalten, während er bei
einem Loslassen in eine Ausschalt-Position zurückspringt. Bei einer PanikReaktion
und dem dabei, wie erwähnt, weiteren unbeabsichtigten Eindrücken des Tasters muß jedoch
ebenfalls eine Ausschaltung erfolgen.
[0006] Um diesen Ablauf zu ermöglichen, wird bislang eine aufwendige Elektronik eingesetzt,
zumal die genannten Schaltungen von beiden Tastern unabhängig voneinander durchführbar
sein müssen.
[0007] Die bislang notwendige Elektronik führt naturgemäß zu erheblichen Herstellungskosten,
die sich insofern als nachteilig darstellen, als die in Rede stehenden Bedienungsteile
in großen Stückzahlen Verwendung finden.
[0008] Aber auch hinsichtlich des Betriebs ist eine gewisse Störanfälligkeit elektronischer
Bauteile zu beklagen, die überdies besondere konstruktive Schutz- d. h., Ummantelungsmaßnahmen
erfordern, um sie vor dem mitunter rauhen Betrieb, in dem solche Bedienungsteile eingesetzt
werden, zu schützen.
[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Bedienungsteil der
gattungsgemäßen Art so weiter zu entwickeln, daß es konstruktiv einfach aufgebaut
ist, dadurch kostengünstig herstellbar und funktional robust ist.
[0010] Diese Aufgabe wird durch ein Bedienungsteil gelöst, das die Merkmale des Anspruchs
1 aufweist.
[0011] Dieses Bedienungsteil zeichnet sich zunächst einmal hinsichtlich seiner Zustimmungsschaltung
durch eine äußerst einfache Bauweise aus, da auf eine Elektronik vollständig verzichtet
werden kann.
[0012] Die ausschließlich mechanische Schaltung ist einfach herzustellen und zu montieren.
Darüber hinaus zeichnet sie sich durch ihre Robustheit aus, die eine geringe Störanfälligkeit
und damit eine hohe Standzeit zur Folge hat.
[0013] Neben den geringen Fertigungskosten sind naturgemäß auch die reduzierten Kosten bemerkenswert
und als ein wesentlicher Vorteil der Erfindung anzusehen.
[0014] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Schalter
über zwei unabhängig voneinander fungierende Schaltglieder betätigbar ist, von denen
jeweils eins mit einem der beiden Taster verbunden ist.
[0015] Diese Unabhängigkeit der Schaltglieder ermöglicht eine gleichermaßen unabhängige
Betätigung der Taster rechts- oder linksseitig.
[0016] In vorteilhafter Weise ist der Schalter zentral angeordnet, wobei die Taster und
die daran befestigten Schaltglieder spiegelsymmetrisch montiert sind.
[0017] Prinzipiell kann der als Sicherheitsschaltgerät fungierende elektrische Schalter
in einem Gehäuse angeordnet sein, an dessen Außenseite Griffschalen befestigt sind,
die die Taster tragen, wobei die Schaltglieder über ein Betätigungsgestänge bewegbar
sein können.
[0018] Der Schalter ist in seinem Funktionsablauf so konzipiert, daß er nach Betätigen der
Panikschaltung bei der folgenden Rückstellung in die Aus-Stellung die Zustimmposition
überspringt.
[0019] Denkbar ist auch, den Schalter aus der Panikstellung mittels einer separaten Entriegelung,
vorzugsweise einer Handentriegelung, zu lösen, ebenfalls unter Überspringen der Zustimmposition.
[0020] Je nachdem, welche Platzverhältnisse gegeben sind, kann der Schalter auch dezentral
zu den Tastern in einem Gehäuse montiert sein. In diesem Fall sind jeweils geeignete
Trieborgane vorzusehen, durch die die Taster mit dem Schalter in Wirkverbindung bringbar
sind.
[0021] Die Betätigung des Schalters kann neben den genannten Schaltgliedern auch über Kurven,
Kulissenführungen oder dergleichen erfolgen, deren Ausbildung sich ebenso wie die
der Schaltglieder nach den baulichen Gegebenheiten richtet und jeweils individuell
konzipiert werden muß.
[0022] Weitere vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0023] Ausführungsbeispiele der Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungen
beschrieben.
[0024] Es zeigen:
- Figur 1
- ein erfindungsgemäßes Bedienungsteil in einer perspektivischen Unteransicht,
- Figur 2
- eine Unteransicht des Bedienungsteiles mit schematisch dargestelltem Schalter,
- Figur 3
- ein Ausführungsbeispiel in verschiedenen Stellungen des Schalters ebenfalls schematisch
dargestellt,
- Figur 4
- ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer schematischen Draufsicht.
[0025] In den Figuren 1 und 2 ist ein handbetätigbares elektrisches Bedienungsteil in Form
eines Handbedienterminals dargestellt, das ein Gehäuse 1 aufweist sowie unterseitig
zwei Griffe 2, die durch eine Brücke 4 miteinander verbunden sind.
[0026] Außenseitig der sich gegenüberliegenden Griffe 2 ist dort jeweils ein Taster 3 zur
rechts- bzw. linkshändigen Bedienung angeordnet, die mit einem gemeinsamen, mechanisch
betätigbaren Schalter 5 in Wirkverbindung stehen, der im vorliegenden Ausführungsbeispiel
im Gehäuse 1 angeordnet ist und mit dem der Strom zum Betrieb eines an das Bedienungsteil
angeschlossenen Aggregats ein- und ausschaltbar ist.
[0027] Wie in der Figur 2 schematisch dargestellt ist, erfolgt die Betätigung des Schalters
5 über stangenförmige Schaltglieder 6, die ebenfalls in der Figur 3 erkennbar sind
und von denen jeweils eines mit einem Taster 3 verbunden ist.
[0028] Endseitig ist jedes Schaltglied 6, 7 im Sinne einer Kurve ausgebildet, die an einem
Stößel 8 des Schalters 5 anliegt. Dabei sind die Schaltglieder 6, 7 unabhängig voneinander
verschiebbar, d. h., jeder Taster 3 ist separat betätigbar.
[0029] In der Figur 3 zeigt die obere Abbildung eine Stellung, in der der Schalter 5 ausgeschaltet
ist, in der der Stößel 8 eine maximal ausgefahrene Position einnimmt und der Strom
unterbrochen ist. Diese Position stellt sozusagen eine Ruhestellung dar.
[0030] In der darunter liegenden Funktionsstellung wurde der nicht dargestellte Taster 3
betätigt unter Vorschieben des Schaltgliedes 6 auf den Stößel 8, wobei durch dessen
Eindrücken der Schalter 5 eingeschaltet bzw. ein angeschlossener Stromkreis geschlossen
ist.
[0031] Die untere Darstellung in der Figur 3 zeigt eine sogenannte Panik-Stellung, in der
das Schaltglied 6 bis zu einem Endanschlag in Richtung des Pfeiles durchgedrückt ist,
wie dies bei reflexartigen Panikreaktionen vorkommen kann. In dieser Position ist
der Schalter 5 ebenfalls ausgeschaltet und der Stromfluß unterbrochen.
[0032] Wie erkennbar ist, bleibt das Schaltglied 7, das dem anderen Taster 3 zugeordnet
ist, von der entsprechenden Bewegung des Schaltgliedes 6 unberührt, d. h., eine Betätigung
des Schalters 5 mittels der jeweiligen Taster 3 erfolgt im Einzelfall, unabhängig
von der Stellung des jeweils anderen Tasters 3.
[0033] Bei dem in der Figur 4 gezeigten Ausführungsbeispiel weist jedes Schaltglied 6, 7
eine Kulissenführung 9 auf, in der ein Kulissenzapfen 10 des Stößels 8 formschlüssig
geführt ist.
[0034] Anstelle der in den Beispielen gezeigten direkten dreistufigen Schaltung besteht
selbstverständlich auch die Möglichkeit, über geeignete Getriebeteile wie Lenker oder
dergleichen, den Schalter 5 mittelbar auszulösen.
1. Handbetätigbares, elektrisches Bedienungsteil mit zwei, an sich gegenüberliegenden
Seiten angeordneten mehrstufig betätigbaren Tastern (3) zum jeweiligen Ein- und Ausschalten
des Stromes, dadurch gekennzeichnet, daß ein gemeinsamer, mechanisch betätigbarer Schalter (5) vorgesehen ist, mit dem die
Taster (3) jeweils in Wirkverbindung stehen.
2. Bedienungsteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter (5) als Drei-Stufen-Schalter ausgebildet ist.
3. Bedienungsteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter (5), bezogen auf die Taster (3), zentral angeordnet ist.
4. Bedienungsteil nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß Schaltglieder (6, 7) vorgesehen sind, von denen jeweils eins mit einem der beiden
Taster (3) verbunden ist und mit denen der Schalter (5) betätigbar ist.
5. Bedienungsteil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Schaltglied (6, 7) eine Steuerungskurve aufweist, über die der Schalter (5)
auslösbar ist.
6. Bedienungsteil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Schaltglied (6, 7) mit einer Kulissenführung (9) versehen ist, in der ein Kulissenzapfen
(10) des Schalters (5) zum Betätigen formschlüssig geführt ist.
7. Bedienungsteil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltglieder (6, 7) unabhängig voneinander bewegbar sind.
8. Bedienungsteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter (5) in beiden Endstellungen der Taster (3) ausgeschaltet ist.
9. Bedienungsteil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter (5) unter Überspringen einer EinSchaltung aus einer Panikstellung in
eine Aus-Schaltung bringbar ist.
10. Bedienungsteil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine separate Entriegelung, vorzugsweise eine Handentriegelung vorgesehen ist, mit
der der Schalter aus der Panikstellung entriegelbar ist.