| (19) |
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(11) |
EP 1 370 424 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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31.07.2013 Patentblatt 2013/31 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.09.2004 Patentblatt 2004/36 |
| (22) |
Anmeldetag: 05.03.2002 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2002/002405 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2002/070279 (12.09.2002 Gazette 2002/37) |
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| (54) |
WERTDOKUMENT
VALUE DOCUMENT
DOCUMENT DE VALEUR
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL LT LV MK RO SI |
| (30) |
Priorität: |
08.03.2001 DE 10111116
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.12.2003 Patentblatt 2003/51 |
| (73) |
Patentinhaber: Giesecke & Devrient GmbH |
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81677 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- GIERING, Thomas
85614 Kirchseeon (DE)
- HOPPE, Rainer
90425 Nürnberg (DE)
- STAHR, Fritz
82377 Penzberg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Höhfeld, Jochen et al |
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Klunker Schmitt-Nilson Hirsch
Patentanwälte
Destouchesstrasse 68 80796 München 80796 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-00/27645 WO-A1-99/038702 DE-A- 19 804 021
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WO-A1-99/038700 DE-A- 4 419 089 DE-A1- 3 121 484
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- 'Electrochemical Society Proceedings', Bd. 97-29, 1998 vol. H.U. GÜDEL ET AL.: '''Luminescence
of Transition Metal Ions in Unusual Oxidation States''', Seiten 225 - 234
- D. REINEN ET AL.: '''Colour, luminescence and bonding properties of tetrahedrally
coordinated chromium (IV), manganese (V) and iron (VI) in various oxide ceramics'''
JOURNAL OF ALLOYS AND COMPOUNDS Bd. 246, 1997, Seiten 193 - 208
- M. HERREN ET AL.: '''High-resolution near-infrared luminescence of manganese (V) in
tetrahedral oxo coordination''' CHEMICAL PHYSICS LETTERS Bd. 183, Nr. 1,2, Seiten
98 - 102
- 'Farbe und Lumineszenz von Mineralien', ISBN 3-13-118341-1 vol. STEFFEN, GABRIELE:
'Kapitel 6; ''Lumineszierende Materialien''', Seiten 105 - 120
- 'Phosphor Handbook', 1998, CRC PRESS, ISBN 0849375606 vol. W.M. YEN UND S. SHIONOYA:
'Chapter Three', Seiten 153 - 175
- 'Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry', 1997 vol. WILEY-VCH
- CLEMMER ET AL.: 'Reaction of Sc+,Ti+ and V+ with CO' J. CHEM. PHYS. Bd. 95, Nr. 5,
1991,
- CHEN ET AL.: 'Reaction of Sc+ and Ti+ with D2O' J. CHEM. PHYS. Bd. 98, Nr. 44, 1994,
- 'Wissenschaftliche Schriftenreihe Physik', 1994 vol. LEHR: 'Foto-Lumineszenz und Magneto
Optik einiger Übergangsmetall-Ionen', Seite 10-13,136-137,148-149
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[0001] Die Erfindung betrifft ein bedrucktes Wertdokument mit zumindest einem Echtheitsmerkmal
in Form einer lumineszierenden Substanz auf der Basis bestimmter Wirtsgitter, die
mit bestimmten Chromophoren der Elektronenkonfiguration (3d)
2. dotiert sind.
[0002] Unter der Bezeichnung "Wertdokument" sind im Rahmen der Erfindung Banknoten, Schecks,
Aktien, Wertmarken, Ausweise, Kreditkarten, Pässe und auch andere Dokumente sowie
Etiketten, Siegel, Verpackungen oder andere Elemente für die Produktsicherung zu verstehen.
[0003] Die Absicherung von Wertdokumenten gegen Fälschung mittels lumineszierender Substanzen
ist bereits seit langem bekannt. Auch die Verwendung von Seltenerdmetallen wurde in
diesem Zusammenhang bereits diskutiert. Sie haben den Vorteil, dass sie schmalbandige
charakteristische Spektrallinien aufweisen, die einen sicheren Nachweis und die Abgrenzung
gegen andere Spektren erleichtern. Vorzugsweise werden Stoffe verwendet, bei denen
entweder die Absorption oder die Emission außerhalb des sichtbaren Spektralbereichs
liegen.
[0004] Liegen die Emissionen bei Wellenlängen zwischen ca. 400 nm und ca. 700 nm, so sind
die lumineszierenden Substanzen bei geeigneter Anregung mit dem Auge nachweisbar.
Für manche Anwendungen ist dies erwünscht, z.B. bei der Echtheitsüberprüfung durch
Beleuchtung mit UV-Licht. Für andere Anwendungen ist es hingegen von Vorteil, wenn
die Emission außerhalb des sichtbaren Spektralbereichs liegt, da dann spezielle Detektoren
zum Nachweis der Stoffe notwendig sind.
[0005] Luminophore mit charakteristischen Eigenschaften, die sich zur Absicherung von Wertdokumenten
und insbesondere für eine automatische Echtheitserkennung eignen, sind jedoch in ihrer
Zahl beschränkt. Die meisten anorganischen und organischen Luminophore haben uncharakteristische,
breite Spektren und sind überdies oft handelsüblich. Dies erschwert ihre Identifizierung
und macht die gleichzeitige Verwendung mehrerer dieser Stoffe unpraktikabel.
[0006] DE-A-198 04 021 beschreibt ein Wertdokument mit zumindest einem Echtheitsmerkmal in Form einer lumineszierenden
Substanz auf der Basis von dotierten Wirtsgittern.
[0007] DE-A-4 419 089 beschreibt die Verwendung von Interferenzpigmenten zur Herstellung von fälschungssicheren
Wertschriften und Verpackungen; Interferenzpigmenten sind nicht lumineszierend. Diese
Interferenzpigmente sind silicatische Plättchen, die mit Titandioxid beschichtet sind.
[0008] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
die Anzahl von Luminophoren, die sich als Echtheitskennzeichnung für Wertdokumente
eignen, zu erhöhen, und insbesondere Wertdokumente mit Echtheitsmerkmalen in Form
von lumineszierenden Substanzen zu schaffen, die sich von Wertdokumenten mit bisher
bekannten Luminophoren durch ein charakteristisch abgeändertes Anregungs- und/oder
Emissionsspektrum unterscheiden.
[0009] Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den unabhängigen Ansprüchen. Weiterbildungen
sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0010] Die Erfindung beruht nun auf der Erkenntnis, dass die mit zunehmender Emissionswellenlänge
im IR-Spektralbereich schwierige Nachweisbarkeit bestimmter Lumineszenzen sehr vorteilhaft
zur Erhöhung des Fälschungsschutzes genutzt werden kann.
[0011] Erfindungsgemäß wird zur Absicherung von Wertdokumenten mindestens eine lumineszierende
Substanz verwendet, deren Emissionsspektrum außerhalb des sichtbaren Spektralbereichs,
vorzugsweise sogar außerhalb der Ansprechempfindlichkeit von Silicium-Detektoren liegt.
[0012] Die für die erfindungsgemäße Echtheitsabsicherung geeigneten Stoffe sind lumineszierende
Substanzen auf der Basis von Wirtsgittern, die mit Chromophoren der Elektronenkonfiguration
(3d)
2 dotiert sind. Dabei kann es sich um Chromophore einer Sorte oder um ein Gemisch von
wenigstens zwei verschiedenen Chromophoren handeln. Bei den erfindungsgemäßen Chromophoren
handelt es sich um die Übergangsmetalle Titan inder Oxidationsstufe Ti
2+, im Folgenden Ti(II), Vanadium in der Oxidationsstufe V
3+, im Folgenden V(III), Chrom in der Oxidationsstufe Cr
4+, im Folgenden Cr(IV), Mangan in der Oxidationsstufe Mn
5+, im Folgenden Mn(V), und Eisen in der Oxidationsstufe Fe
6+, im Folgenden Fe(VI).
[0013] Bei den Wirtsgittern handelt es sich um anorganische Matrizen, z.B. Apatite, Spodiosite,
Palmierite, Forsterit, Brushite, Dahllite, Ellestadite, Francolite, Monetite, Morinite,
Whitlockite, Wilkeite, Voelkkerite, Pyromorphite, Granate, Perovskite, Olivine sowie
bestimmte Silicate, Titanate, Vanadate, Phosphate, Sulfate, Aluminate, Zirkonate.
Die erfindungsgemäß verwendeten Wirtsgitter haben eine der folgenden Formeln:.
[0014] Bevorzugt handelt es sich bei dem Wirtsgitter um eine Verbindung der Formel:
[Ba
a Ca
b Sr
c Pb
d Cd
e (P
f V
g As
h Si
j S
k Cr
l O
4)
3 F
m Cl
n Br
p (OH)
q]
x'
wobei
a + b + c + d + e = 5;
f + g + h + j + k + l = 1;
m + n + p + q = 1;
x = 1 oder 2; und
a, b, c, d, e jeweils von 0 bis 5; und
f, g, h, j, k, l, m, n, p, q jeweils von 0 bis 1 reichen.
[0015] Ein weiter bevorzugtes Wirtsgitter ist eine Verbindung der Formel:
[Mg
a Ba
b Ca
c Sr
d Pb
e Cd
f] [P
g V
h As
j Si
k S
l Cr
m] O
4 [F
n Cl
p Br
q (OH)
r],
wobei a + b + c + d + e + f = 2;
g + h + j + k + l + m = 1;
n + p + q + r = 1; und
a, b, c, d, e, f jeweils von 0 bis 2; und
g, h, j, k, l, m, n, p, q, r jeweils von 0 bis 1 reichen.
[0016] Weiter eignet sich als Wirtsgitter eine Verbindung der Formel:
[Mg
a Ba
b Ca
c Sr
d Pb
e Cd
f] [Si
g Ti
h Ge
j] O
4,
wobei a + b + c + d + e + f = 2;
g + h + j = 1; und
a, b, c, d, e, f jeweils von 0 bis 2 und
g, h, j jeweils von 0 bis 1 reichen.
[0017] Des Weiteren ist ein Wirtsgitter der Formel:
[Li
a Na
b K
c Rb
d] [P
e As
f V
g] O
4
bevorzugt, wobei a + b + c + d = 3;
e + f + g = 1; und
a, b, c, d jeweils von 0 bis 3 und
e, f, g jeweils von 0 bis 1 reichen.
[0018] Weiterhin eignet sich besonders ein Wirtsgitter der Formel:
[Y
a La
b] [Si
c Ti
d] O
5,
wobei a + b = 2;
c + d = 1; und
a, b jeweils von 0 bis 2 und
c, d jeweils von 0 bis 1 reichen.
[0019] Bevorzugt handelt es sich weiterhin bei dem Wirtsgitter um eine Verbindung der Formel:
[Ba
a Ca
b Sr
c Pb
d Cd
e] (P
f V
g As
h Si
j S
k Cr
l O
4)
2,
wobei a + b + c + d + e = 3;
f + g + h + j + k + l = 1; und
a, b, c, d, e jeweils von 0 bis 3 und
f, g, h, j, k, l jeweils von 0 bis 1 reichen.
[0020] Bevorzug ist auch ein Wirtsgitter der Formel:
[Ba
a Ca
b Sr
c Pb
d Cd
e] (P
f V
g As
h Si
j S
k Cr
l O
4)
3Cl,
wobei a + b + c + d + e = 5;
f + g + h + j + l = 1; und
a, b, c, d, e jeweils von 0 bis 5 und
f, g, h, j, k, l jeweils von 0 bis 1 reichen.
[0021] Des Weiteren eignet sich besonders ein Wirtsgitter der Formel:
[Na
a K
b Rb
c Cs
d] [S
e Se
f Cr
g Mo
h] O
4,
wobei a + b + c + d = 2;
e + f + g + h = 1; und
a, b, c, d jeweils von 0 bis 2 und
e, f, g, h jeweils von 0 bis 1 reichen.
[0022] Des Weiteren eignet sich besonders ein Wirtsgitter der Formel:
[Mg
a Ca
b Sr
c Ba
d] [S
e Se
f Cr
g Mo
h W
i] O
4 .
wobei a + b + c + d = 1; und
e + f + g + h + i = 1 und
a, b, c, d jeweils von 0 bis 1 und
e, f, g, h, i jeweils von 0 bis 1 reichen. Besonders bevorzugt ist das Wirtsgitter
Ba SO
4 .
[0023] Ein weiter bevorzugtes Wirtsgitter ist eine Verbindung der Formel:
[Sc
aY
bLa
cCe
dPr
eNd
fPm
gSm
hEu
jGd
kTb
lDy
mHo
nEr
pTm
qYb
rLn
s][Al
uFe
vCr
x]O
3,
wobei a + b + c + d + e + f + g + h + j + k + l + m + n + p + q + r + s = 1;
u + v + x = 1; und
a, b, c, d, e, f, g, h, j, k, l, m, n, p, q, r,s, u, v, x jeweils von 0 bis 1 reichen.
[0024] Des Weiteren ist ein Wirtsgitter der Formel:
[Y
a Gd
b Sc
c La
d Ln
e] [Al
f Fe
g Cr
h] O
12
bevorzugt, wobei a + b + c + d + e = 3;
f + g + h = 5; und
a, b, c, d, e jeweils von 0 bis 3 und
f, g, h jeweils von 0 bis 5 reichen.
[0025] Ein weiter bevorzugtes Wirtsgitter ist eine Verbindung der Formel:
[Mg
a Ca
b Sr
c Ba
d] [Al
e Cr
f Fe
g Ga
h] O
4,
wobei a + b + c + d = 1;
e + f + g + h = 2; und
a, b, c, d jeweils von 0 bis 1 und
e, f, g, h jeweils von 0 bis 2 reichen
oder eine Verbindung der Formel
[Mg
a Ca
b Sr
c Ba
d] [Al
e Cr
f Fe
g Ga
h] O
7,
wobei a + b + c + d = 1;
e + f + g + h = 4; und
a, b, c., d jeweils von 0 bis 1 und
e, f, g, h jeweils von 0 bis 4 reichen.
[0026] Bevorzugt ist auch ein Wirtsgitter der Formel
Y
2[Si
a Ti
b Zr
c] O
7 oder MgCa
2[Si
a Ti
b Zr
c] O
7,
wobei a + b + c = 2 und
a, b und c jeweils von 0 bis 2 reichen.
[0027] Weiterhin eignet sich als Wirtsgitter eine Verbindung der Formel
[Ba
a Ca
b Sr
c] [Si
d Ti
e Zr
f] O
5,
wobei a + b + c = 3;
d + e + f = 1; und
a, b, c jeweils von 0 bis 3 und
d, e, f jeweils von 0 bis 1 reichen.
[0028] Weiterhin ist ein Wirtsgitter der Formel
[Y
a La
b Zr
c] [P
d Si
e] O
4 bevorzugt,
wobei a + b + c = 1;
d + e = 1 und
a, b, c jeweils von 0 bis 1,
d, e jeweils von 0 bis 1 reichen.
Besonders bevorzugt ist Y PO
4, La PO
4, Zr Si O
4.
[0029] Weiterhin ist ein Wirtsgitter der Formel
K [Ti
2a Zr
2b] (P O
4)
3 bevorzugt,
wobei a + b = 1 und
a, b jeweils von 0 bis 1 reichen.
Besonders bevorzugt ist K Ti
2 (P O
4)
3, K Zr
2 (P O
4)
3.
[0030] Wirtsgitter mit starkem Kristallfeld sind insbesondere bevorzugt.
[0031] Die Lagen und Formen der Anregungs- und/oder Emissionsbanden sind abhängig von der
Einbaulage der Chromophore im Wirtsgitter. Die Chromophore können in den oxidischen
Struktureinheiten des Wirtsgitters sowohl in der Tetraeder- wie auch in der Oktaeder-Konfiguration
vorliegen. Bevorzugt ist jedoch die Tetroxokonfiguration im Wirtsgitter. Des Weiteren
hängen die Lagen und Formen der Anregungs- und/ oder Emissionsbande von der Stärke
des Kristallfeldes im Wirtsgitter ab. Durch die auftretenden Wechselwirkungen zwischen
Chromophor und Wirtsgitter werden die elektronischen Niveaus der Chromophore gegenüber
ihren Werten und Anordnung in der Gasphase verändert, d.h. (z.T. gegeneinander) verschoben.
[0032] Am Beispiel des Systems Cr
3+ in oktaedrischer Umgebung [Imbusch, G. F.; Spectroscopy of Solid-State Laser-Type
Materials, Ed: B. Di Bartolo; p 165; 1987] wird der Begriff des Kristallfeldes erklärt.
Fig. 1a zeigt, wie die Lage und Aufeinanderfolge der elektronischen Niveaus des Chromophors
Cr
3+ von der Stärke des Kristallfeldes, d.h. der Wechselwirkung zwischen Chromophor und
Gitter, abhängen (Tanabe-Sugano-Diagramm). Für schwache oktaedrische Kristallfelder
ist der elektronische Zustand
4T
2 der erste angeregte Zustand über dem Grundzustand
4A
2, man beobachtet eine breitbandige Lumineszenz aus dem Niveau
4T
2. Für starke Kristallfelder ist schließlich der nur schwach vom Kristallfeld abhängige
Zustand
2E der erste angeregte elektronische Zustand und man beobachtet eine schmalbandige
Emission aus diesem Niveau. Analoge Energieniveauschemata können für die erfindungsgemäße
(3d)
2 Konfiguration mit den entsprechenden Bezeichnungen der Niveaus formuliert werden.
Für die wichtige oktaedrische (O
h) und tetraedrische (T
d) Konfiguration ist die Niveauabfolge in Fig. 1b gezeigt.
[0033] Für die Absicherung von Wertdokumenten können sowohl die breitbandige als auch die
schmalbandige Lumineszenz verwendet werden, aus Gründen der Selektivität wird jedoch
die schmalbandige Lumineszenz bevorzugt. Diese werden insbesondere von den Chromophoren
Mn(V) und Fe(VI) in Wirtsgittern mit starkem Kristallfeld beobachtet.
[0034] Von Schmalbandigkeit einer Emission spricht man üblicherweise dann wenn im Emissionsspektrum
die auftretenden Banden eine mittlere Halbwertsbreite von kleiner 50 nm zeigen. Dies
bedeutet jedoch nicht, dass Banden, die eine Halbwertbreite außerhalb dieses Bereichs
aufweisen, nicht auch die erfindungsgemäße Aufgabe lösen.
[0035] Durch Variation und Kombination der erfindungsgemäßen Chromophore wie auch durch
Variation der Wirtsgitter eröffnen sich zahlreiche Möglichkeiten, die Anregungs- und
Emissionsspektren der erfindungsgemäßen lumineszierenden Substanzen zu beeinflussen
und so eine Vielzahl von Sicherheitsmerkmalen zu produzieren. Neben der Auswertung
der Anregungs- und/oder Emissionsspektren kann ebenso die Leimineszenziebensdauer
zur Unterscheidung herangezogen werden. Bei der Auswertung können neben den Wellenlängen
der Anregungs- bzw. Emissionslinien auch deren Anzahl und/oder Form und/oder deren
Intensitäten berücksichtigt werden, womit sich eine beliebige Codierung darstellen
lässt.
[0036] Die Anzahl der unterscheidbaren erfindungsgemäßen Substanzen lässt sich weiter erhöhen,
wenn auch Mischkristalle der Wirtsgitter zugelassen werden oder die Wirtsgitter mit
zusätzlichen Dotierungen variiert werden: Z. B. können Apatite und Spodiosite oder
Granate und Perovskite in bestimmten Konzentrationsverhältnissen der Ausgangssubstanzen
Mischkristalle bilden, bei denen die Gitter ineinander übergehen. Damit verbunden
kann das Kristallfeld, das auf den Chromophor wirkt, verändert werden.
[0037] Ebenso ist es möglich, über Dotierung zusätzlich zu den erfindungsgemäßen Chromophoren
weitere Chromophore in die Wirtsgitter einzubringen und so eine kombinierte Lumineszenz
beider Systeme oder einen Energie-übertrag zwischen den Systemen zu erreichen und
für die Identifizierung zu nutzen. Beispielsweise eignen sich Seltenerdionen hierfür,
die aufgrund ihrer abgeschirmten Schalen ihre typische Lumineszenz auch im Wirtsgitter
behalten.
[0038] Bevorzugt handelt es sich hierbei um Neodym (Nd)-, Holmium (Ho)-, Erbium (Er)-, Thulium
(Tm)- oder Ytterbium (Yb)-Kationen oder Gemische davon.
[0039] Wird das Wertdokument statt mit einer mit mehreren der erfindungsgemäßen lumineszierenden
Substanzen markiert, so lässt sich die Anzahl der unterscheidbaren Kombinationen weiter
steigern. Werden zudem verschiedene Mischungsverhältnisse voneinander unterschieden,
kann die Anzahl an Kombinationen nochmals gesteigert werden. Die Markierung kann dabei
entweder an verschiedenen Stellen des Wertdokuments oder am gleichen Ort erfolgen.
Wird die Lumineszenzsubstanz an verschiedenen Stellen des Wertdokumentes auf- bzw.
eingebracht, kann so ein räumlicher Code, im einfachsten Fall z.B. ein Barcode, erzeugt
werden.
[0040] Weiterhin lässt sich die Fälschungssicherheit des Wertdokuments erhöhen, wenn die
spezielle gewählte lumineszierende Substanz z.B. in einem Wertdokument mit anderen
Informationen des Wertdokuments verknüpft wird, so dass eine Überprüfung mittels eines
geeigneten Algorithmus möglich ist. Selbstverständlich kann das Wertdokument neben
der erfindungsgemäßen lumineszierenden Substanz noch weitere zusätzliche Echtheitsmerkmale,
wie klassische Fluoreszenz und/ oder Magnetismus aufweisen.
[0041] Die lumineszierenden Substanzen können gemäß der Erfindung auf verschiedenste Art
und Weise in das Wertdokument eingebracht werden. So können die lumineszierenden Substanzen
beispielsweise in eine Druckfarbe eingebracht werden. Aber auch ein Zumischen der
lumineszierenden Substanz zur Papiermasse oder Kunststoffmasse bei der Herstellung
eines Wertdokuments auf der Basis von Papier oder Kunststoff ist möglich. Ebenso können
die lumineszierenden Substanzen auf oder in einem Kunststoffträgermaterial vorgesehen
werden, welches beispielsweise wiederum zumindest teilweise in die Papiermasse eingebettet
werden kann. Das Trägermaterial, das auf einem geeigneten Polymer, wie z.B. PMMA basiert
und in das die erfindungsgemäße lumineszierende Substanz eingebettet ist, kann hierbei
die Form eines Sicherheitsfadens, einer Melierfaser oder einer Planchette haben. Ebenso
lässt sich zur Produktsicherung die lumineszierende Substanz z.B. direkt in das Material
des abzusichernden Gegenstandes, z. B. in Gehäusen und Plastikflaschen einbringen.
[0042] Das Kunststoff- oder Papierträgermaterial kann jedoch auch an jedem beliebigen anderen
Gegenstand, z.B. zur Produktsicherung befestigt werden. Das Trägermaterial ist in
diesem Fall vorzugsweise in Form eines Etiketts ausgebildet. Wenn das Trägermaterial
Bestandteil des zu sichernden Produkts ist, wie es z.B. bei Aufreißfäden der Fall
ist, ist selbstverständlich auch jede andere Formgebung möglich. In bestimmten Anwendungsfällen
kann es sinnvoll sein, die lumineszierende Substanz als unsichtbare Beschichtung auf
dem Wertdokument vorzusehen. Sie kann dabei vollflächig oder auch in Form von bestimmten
Mustern,wie z.B. Streifen, Linien, Kreisen oder auch in Form von alphanumerischen
Zeichen vorliegen. Um die Unsichtbarkeit des Lumineszenzstoffes zu gewährleisten,
muss erfindungsgemäß entweder ein farbloser Lumineszenzstoff in der Druckfarbe oder
dem Beschichtungslack verwendet werden oder ein farbiger Lumineszenzstoff in einer
so geringen Konzentration, dass die Transparenz der Beschichtung gerade noch gegeben
ist. Alternativ oder zusätzlich kann auch das Trägermaterial bereits geeignet eingefärbt
sein, so dass farbige Lumineszenzstoffe aufgrund ihrer Eigenfarbe nicht wahrgenommen
werden.
[0043] Üblicherweise werden die erfindungsgemäßen lumineszierenden Substanzen in Form von
Pigmenten verarbeitet. Zur besseren Verarbeitung oder zur Erhöhung ihrer Stabilität
können die Pigmente insbesondere als individuell verkapselte Pigmentpartikel vorliegen
oder mit einem anorganischen oder organischen Coating überzogen werden. Beispielsweise
werden die einzelnen Pigmentteilchen hierzu mit einer Silicathülle umgeben und lassen
sich so leichter in Medien dispergieren. Ebenso können verschiedene Pigmentpartikel
einer Kombination gemeinsam verkapselt werden, z.B. in Fasern, Fäden, Silicathüllen.
So ist es z.B. nicht mehr möglich, den "Code" der Kombination nachträglich zu verändern.
Unter "Verkapselung" ist dabei ein vollständiges Umhüllen der Pigmentpartikel zu verstehen,
während mit "Coating" auch das teilweise Umhüllen bzw. Beschichten der Pigmentpartikel
gemeint ist.
[0044] Im Folgenden werden einige Beispiele der erfindungsgemäßen lumineszierenden Substanz
näher erläutert.
Beispiel 1:
[0045] Für die Präparation werden die Ausgangsstoffe in oxidischer Form oder Stoffe, die
in Oxide überführt werden können, in einem geeigneten Verhältnis, z.B. wie in Gleichung
(1) gemischt, mit dem Chromophor versehen und dann geglüht, zerkleinert, gewaschen
(z.B. mit Wasser), getrocknet und vermahlen. Als Chromophor können z.B: Mn
2 O
3, MnO, MnO
2, MnCO
3, MnCl
2, KMnO
4 sowie organische Manganverbindungen eingesetzt werden. Ihr Gewichtsanteil, bezogen
auf die Gesamtmischung, kann bis zu 20 % Gew. betragen. Die Glühung erfolgt im Temperaturbereich
von 200 bis 1700 °C und einer Haltezeit von 0.2 bis 24 h, jedoch bevorzugt bei 300
bis 500 °C sowie einer Haltezeit von 0.5 bis 2h.
6 LiOH + As
2 O
5 +x MnCl
2 → 2 Li
3 AsO
4 : Mn + 3H
2O + xCl
2 (1)
[0046] Um das Gleichgewicht in Richtung der Produktbildung zu verschieben, kann der Ansatz
zusätzlich mit LiCO
3, bevorzugt 1 bis 5 %, sowie zusätzlichem LiOH, bevorzugt 1 bis 20 % Gew. versetzt
werden.
Beispiel 2:
[0047] In alkalischem Medium werden entsprechende Mengen an Sulfaten (z.B. K
2 SO
4) oder Chromaten (z.B. K
2 CrO
4) sowie die Menge des Dotierstoffes, wie z.B. Na
2 FeO
4 gelöst. Die Dotierung mit Na
2 FeO
4 kann bis zu 20 % betragen. Durch Verdampfung des Lösungsmittels wird das Produkt
gewonnen, welches für die weitere Verwendung vermahlen wird.
[0048] Alternativ kann auch eine Festkörperreaktion durchgeführt werden. Dazu wird K
2 SO
4 mit NaCl vermahlen und innig mit Fe
3 O
4 vermengt. Anschließend wird die Mischung bei Temperaturen zwischen 700 und 1800 °C
geglüht. Das Produkt wird für die weitere Verwendung vermahlen.
Beispiel: 3
[0049] Das in Beispiel 2 beschriebene Verfahren, kann derart abgeändert werden, dass zum
Verdampfen des Lösungsmittel ein Sprühtrockner eingesetzt wird. Ferner kann das alkalische
Medium vollständig oder zum Teil, z.B. aus einer Silicatsuspension (z.B. LUDOX®AS-40,
Dupont) bestehen. In diesem Fall wird beim Sprühtrocknen ein mit Silicat ummanteltes
Material gewonnen. Durch einen anschließenden Glühprozess, vorzugsweise bei Temperaturen
von 200 °C bis 600 °C, wird eine SiO
2 -Schutzschicht erzeugt und die Substanz gegenüber Löslichkeit in Wasser stabilisiert.
Zusätzlich kann das Material in ein Polymer, z.B. PMMA eingebettet werden, und zu
Folienmaterial verarbeitet werden. Dieses wird anschließend in Planchetten verschnitten.
[0050] Weitere Ausführungsformen und Vorteile der Erfindung werden im Folgenden anhand der
Figur 2 erläutert:
Fig. 2 erfindungsgemäßes Sicherheitselement im Querschnitt.
[0051] Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sicherheitselements. Das
Sicherheitselement besteht in diesem Fall aus einem Etikett 2, das sich aus einer
Papier- oder Kunststoffschicht 3, einer transparenten Abdeckschicht 4 sowie einer
Klebstoffschicht 5 zusammensetzt. Dieses Etikett 2 ist über die Kleberschicht 5 mit
einem beliebigen Substrat 1 verbunden. Bei diesem Substrat 1 kann es sich um Wertdokumente,
Ausweise, Pässe, Urkunden oder dergleichen aber auch um andere zu sichernde Gegenstände,
wie beispielsweise CDs, Verpackungen o. ä. handeln. Die lumineszierende Substanz 6
ist in diesem Ausführungsbeispiel im Volumen der Schicht 3 enthalten.
[0052] Alternativ könnte die lumineszierende Substanz auch in einer nicht gezeigten Druckfarbe
enthalten sein, die auf eine der Etikettenschichten, vorzugsweise auf die Oberfläche
der Schicht 3 aufgedruckt wird.
[0053] Statt den Lumineszenzstoff in oder auf einem Trägermaterial vorzusehen, das anschließend
als Sicherheitselement auf einem Gegenstand befestigt wird, ist es gemäß der Erfindung
auch möglich; die lumineszierende Substanz direkt in das zu sichernde Wertdokument
bzw. auf dessen Oberfläche in Form einer Beschichtung vorzusehen.
1. Wertdokument mit zumindest einem Echtheitsmerkmal in Form einer lumineszierenden Substanz
auf der Basis von dotierten Wirtsgittern, dadurch gekennzeichnet, dass das Wirtsgitter mit wenigstens einem Chromophor der Elektronenkonfiguration (3d)2 dotiert ist, wobei es sich bei dem Chromophar um Titan in der Oxidationsstufe 2 oder
Vanadium ind der Oxidationsstufe 3 oder Chrom in der Oxidationsstufe 4 oder Mangan
in der Oxidationsstufe 5 oder Eisen in der Oxidationsstufe 6 handelt, und wobei es
rich bei dem Wirtsgitter um eine vebindung handelt, die eine der Formeln (1), (2),
(3), (4), (5), (6), (7), (8), (9), (10), (11), (12), (13), (14), (15), (16) oder (17)
aufweist:
[Baa Cab Src Pbd Cde (Pf Vg Ash Sij Sk Crl O4)3 Fm Cln Brp (OH)q] x (1)
wobei
a + b + c + d + e = 5;
f + g + h + j + k + l = 1;
m + n + p + q = 1;
x = 1 oder 2; und
a, b, c, d, e jeweils von 0 bis 5;
f, g, h, j, k, l, m, n, p, q jeweils von 0 bis 1 reichen,
[Mga Bab Cac Srd Pbe Cdf] [Pg Vh Asj Sik Sl Crm] O4 [Fn Clp Brq (OH)r] (2)
wobei a + b + c + d + e + f = 2;
g + h + j + k + l + m = 1;
n + p + q + r = 1; und
a, b, c, d, e, jeweils von 0 bis 2;
g, h, j, k, l, m, n, p, q, r jeweils von 0 bis 1 reichen,
[Mga Bab Cac Srd Pbe Cdf] [Sig Tih Gej] O4 (3)
wobei a + b + c + d + e + f = 2;
g + h + j = 1; und
a, b, c, d, e, f jeweils von 0 bis 2 und
g, h, j jeweils von 0 bis 1 reichen,
[Lia Nab Kc Rbd] [Pe Asf Vg] O4 (4)
wobei a + b + c + d = 3;
e + f + g = 1; und
a, b, c, d jeweils von 0 bis 3 und
e, f, g jeweils von 0 bis 1 reichen,
[Ya Lab] [Sic Tid] O5 (5)
wobei a + b = 2;
c + d = 1; und
a, b, jeweils von 0 bis 2 und
c, d jeweils von 0 bis 1 reichen,
[Baa Cab Src Pbd Cde] (Pf Vg Ash Sij Sk Crl O4)2 (6)
wobei a + b + c + d + e = 3;
f + g + h + j + k + l = 1;
a, b, c, d, e jeweils von 0 bis 3 und
f, g, h, j, k, l jeweils von 0 bis 1 reichen,
[Baa Cab Src Phd Cde] (Pf Vg Ash Sij Sk Crl O4)3 Cl (7)
wobei a + b + c + d + e = 5;
f + g + h + j + l = 1;
a, b, c, d, e jeweils von 0 bis 5 und
f, g, h, j, k, l jeweils von 0 bis 1 reichen,
[Naa Kb Rbc Csd] [Se Sef Crg Moh] O4 (8)
wobei a + b + c + d = 2;
e + f + g + h = 1;
a, b, c, d jeweils von 0 bis 2 und
e, f, g, h jeweils von 0 bis 1 reichen,
[Mga Cab Src Bad] [Se Sef Crg Moh Wi] O4 (9)
wobei a + b + c + d = 1;
e + f + g + h + i = 1 und
a, b, c, d jeweils von 0 bis 1 und
e, f, g, h, i jeweils von 0 bis 1 reichen,
[ScaYbLacCedPreNdfPmgSmhEujGdkTblDymHonErpTmqYbrLns][AluFevCrx] O3 (10)
wobei a + b + c + d + e + f + g + h + j + k + l + m + n + p + q + r + s = 1;
u + v + x = 1;
a, b, c, d, e, f, g, h, j, k, l, m, n, p, q, r, s, u, v, x jeweils von 0 bis 1 reichen,
(Ya Gdb Scc Lad Lne] [Alf Feg Crh] O12 (11)
wobei a + b + c + d + e = 3;
f + g + h = 5;
a, b, c, d, e jeweils, von 0 bis 3 und
f, g, h jeweils von 0 bis 5 reichen,
[Mga Gab Src Bad] [Ale Crf Feg Gah] O4 (12)
wobei a + b + c + d = 1;
e + f + g + h = 2;
a, b, c, d jeweils von 0 bis 1 und
e, f, g, h jeweils von 0 bis 2 reichen,
[Mga Cab Src Bad] [Ale Crf Feg Gah] O7 (13)
wobei a + b + c + d = 1;
e + f + g + h = 4;
a, b, c, d jeweils von 0 bis 1 und
e, f, g, h jeweils von 0 bis 4 reichen,
Y2 [SiaTibZRc] O7 oder MgCa2 [SiaTibZrc] O7 (14)
wobei
a + b + c = 2 und
a, b und c jeweils von 0 bis 2 reichen,
[BaaCabSrc] [SidTieZrf] O5 (15)
wobei
a + b + c = 3;
d + e + f = 1; und
a, b, c jeweils von 0 bis 3 und
d, e, f jeweils von 0 bis 1 reichen,
[Ya Lab Zrc] [Pd Sie] O4 (16)
wobei
a + b + c = 1;
d + e = 1; und
a, b, c jeweils von 0 bis 1 und
d, e jeweils von 0 bis 1 reichen,
K [Ti2a Zr2b] (P O4)3 (17)
wobei
a + b = 1; und
a, b jeweils von 0 bis 1 reichen.
2. Wertdokument nach Anspruch 1, wobei das Wirtsgitter ein starkes Kristallfeld aufweist.
3. Wertdokument nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Wertdokument aus Papier oder Kunststoff
besteht.
4. Wertdokument nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Echtheitsmerkmal
in das Volumen des Wertdokumentes eingebracht oder in einer auf dem Wertdokument aufgebrachten
Schicht vorliegt.
5. Weridokument nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die lumineszierende
Substanz als unsichtbare zumindest teilweise Beschichtung auf dem Wertdokument vorgesehen
ist.
6. Wertdokument nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die lumineszierende
Substanz einer Druckfarbe zugemischt ist.
7. Wertdokument nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Beschichtung die
Form eines oder mehrerer Streifen aufweist.
8. Wertdokument nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das Wirtsgitter zusätzlich
mit wenigsten einem Vertreter aus der Gruppe der Seltenerdmetallkationen codotiert
ist.
9. Wertdokument nach Anspruch 8, wobei das Seltenerdmetallkation ausgewählt ist aus Neodym
(Nd), Holmium (Ho), Erbium (Er), Thulium (Tm) und Ytterbium (Yb).
10. Wertdokument nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei das Wirtsgitter ausgewählt
ist aus der Klasse der Apatite, Spodiosite, Palmierite, Forsterite, Brushite, Dahllite,
Ellestadite, Francolite, Monetite, Morinite, Whitlockite, Wilkeite, Voelckerite, Pyromorphite,
Granate, Perovskite, Silicate, Titanate, Vanadate, Phosphate.
11. Wertdokument nach wenigstens einem der. Ansprüche 1 bis 10, wobei die Chromophoren
im Wirtsgitter in der Tetroxokonfiguration vorliegen.
12. Wertdokument nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei die lumineszierende
Substanz als Pigmentpartikel vorliegt.
13. Sicherheitselement, welches ein Trägermaterial und zumindest eine lumineszierende
Substanz, wie sie in Anspruch 1 definiert ist, aufweist.
14. Sicherheitselement nach Anspruch 13, wobei das Wirtsgitter ein starkes Kristallfeld
aufweist.
15. Sicherheitselement nach Anspruch 13 oder 14, wobei das Sicherheitselement die Form
eines Streifens oder Bandes aufweist.
16. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 13 bis 15, wobei das Trägermaterial
als Sicherheitsfaden, Planchette oder Melierfaser ausgebildet ist.
17. Sicherheitselement nach wenigsten einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement als Etikett ausgebildet ist.
18. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzelchnet, dass die wenigstens eine lumineszierende Substanz in dem Trägermaterial
eingebettet oder auf das Trägermaterial aufgebracht ist.
19. Verfahren zur Herstellung eines Wertdokumentes nach wenigstens einem der Ansprüche
1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die lumineszierende Substanz einer Druckfarbe zugesetzt wird.
20. Verfahren zur Herstellung eines Wertdokuments nach wenigstens einem der Ansprüche
1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die lumineszierende Substanz durch einen Beschichtungsprozess aufgetragen wird.
21. Verfahren zur Herstellung eines Wertdokuments nach wenigstens einem der Ansprüche
1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die lumineszierende Substanz in das Volumen des Wertdokumentes eingearbeitet wird.
22. Verfahren zur Herstellung eines Wertdokuments nach wenigstens einem der Ansprüche
1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die lumineszierende Substanz durch entsprechend präparierte Melierfasern dem Wertdokument
zugeführt wird.
23. Verfahren zur Herstellung eines Wertdokument nach wenigstens einem der Ansprüche 1
bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die lumineszierende Substanz durch einen entsprechend präparierten Sicherheitsfaden
dem Wertdokument zugeführt wird.
24. Prüfverfahren zur Echtheitsprüfung eines Wertdokumentes nach wenigstens einem der
Ansprüche 1 bis 12 oder eines Sicherheitselementes nach wenigstens einem der Ansprüche
13 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Wellenlängen und/oder Anzahl und/oder die Form und/oder die Intensitäten der
Emissionslinien und/oder der Anregungsbanden der lumineszierenden Substanzen ausgewertet
werden.
25. Prüfverfahren zur Echtheitsprüfung eines Wertdokumentes oder Sicherheitselementes
nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Emissionslinien und/oder Anregungsbanden eine Codierung darstellen und/ oder
durch Variation der Wirtsgitter eine Codierung dargestellt wird.
26. Prüfverfahren zur Echtheitsprüfung eines Wertdokumentes nach wenigstens einem der
Ansprüche 1 bis 12 oder eines Sicherheitselementes nach wenigstens einem der Ansprüche
13 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Lumineszenzlebensdauem der lumineszierenden Substanzen ausgewertet werden.
1. A document of value having at least one authenticity feature in the form of a luminescent
substance based on doped host lattices, characterized in that the host lattice is doped with at least one chromophore with the electron configuration
(3d)2, wherein the chromophore is titanium in oxidation state 2 or vanadium in oxidation
state 3 or chromium in oxidation state 4 or manganese in oxidation state 5 or iron
in oxidation state 6, and wherein the host lattice is a compound having one of formulae
(1), (2), (3), (4), (5), (6), (7), (8), (9), (10), (11), (12), (13), (14), (15), (16)
or (17):
[Baa Cab Src Pbd Cde (Pf Vg Ash Sij Sk Crl O4)3 Fm Cln Brp (OH)q]x (1)
where
a + b + c + d + e = 5 ;
f + g + h + j + k + l = 1;
m + n + p + q = 1;
x = 1 or 2; and
a, b, c, d, e each range from 0 to 5;
f, g, h, j, k, l, m, n, p, q from 0 to 1,
[Mga Bab Cac Srd Pbe Cdf] [Pg Vh Asj Sik Sl Crm] O4 [Fn Clp Brq (OH)r] (2)
where a + b + c + d + e + f = 2;
g + h + j + k + l + m = 1;
n + p + q + r = 1; and
a, b, c, d, e, f each range from 0 to 2;
g, h, j, k, l, m, n, p, q, r from 0 to 1,
[Mga Bab Cac Srd Pbe Cdf] [Sig Tih Gej] O4 (3)
where a + b + c + d + e + f = 2;
g + h + j = 1; and
a, b, c, d, e, f each range from 0 to 2, and
g, h, j from 0 to 1,
[Lia Nab Kc Rbd] [Pe Asf Vg] O4 (4)
where a + b + c + d = 3;
e + f + g = 1; and
a, b, c, d each range from 0 to 3, and
e, f, g from 0 to 1,
[Ya Lab] [Sic Tid] O5 (5)
where a + b = 2;
c + d = 1; and
a, b each range from 0 to 2, and
c, d from 0 to 1,
[Baa Cab Src Pbd Cde] (Pf Vg Ash Sij Sk Crl O4)2 (6)
where a + b + c + d + e = 3;
f + g + h + j + k + l = 1;
a, b, c, d, e each range from 0 to 3, and
f, g, h, j, k, l from 0 to 1,
[Baa Cab Src Pbd Cde] (Pf Vg Ash Sij Sk Crl O4)3 Cl (7)
where a + b + c + d + e = 5;
f + g + h + j + l = 1;
a, b, c, d, e each range from 0 to 5, and
f, g, h, j, k, l from 0 to 1,
[Naa Kb Rbc Csd] [Se Sef Crg Moh] O4 (8)
where a + b + c + d = 2;
e + f + g + h = 1;
a, b, c, d each range from 0 to 2, and
e, f, g, h from 0 to 1,
[Mga Cab Src Bad] [Se Sef Crg Moh Wi] O4 (9)
where a + b + c + d = 1;
e + f + g + h + i = 1, and
a, b, c, d each range from 0 to 1, and
e, f, g, h, i from 0 to 1,
[Sca YbLacCedPreNdfPmgSmhEujGdkTblDymHonErpTmqYbrLns] [Al4FevCrx]O3 (10)
where a + b + c + d + e + f + g + h + j + k + l + m + n + p + q + r + s = 1;
u + v + x = 1;
a, b, c, d, e, f, g, h, j, k, l, m, n, p, q, r, s, u, v, x each range from 0 to 1,
[Ya Gdb Scc Lad Lne] [Alf Feg Crh] O12 (11)
where a + b + c + d + e = 3;
f + g + h = 5;
a, b, c, d, e each range from 0 to 3, and
f, g, h from 0 to 5,
[Mga Cab Src Bad] [Ale Crf Feg Gah] O4 (12)
where a + b + c + d = 1;
e + f + g + h = 2;
a, b, c, d each range from 0 to 1, and
e, f, g, h from 0 to 2,
[Mga Cab Src Bad] [Ale Crf Feg Gah] O7 (13)
where a + b + c + d = 1;
e + f + g + h = 4;
a, b, c, d each range from 0 to 1, and
e, f, g, h from 0 to 4,
Y2[Sia Tib Zrc] O7 or MgCa2[SiaTibZrc] O7 (14)
where
a + b + c = 2, and
a, b and c each range from 0 to 2,
[Baa Cab Src] [Sid Tie Zrf] O5 (15)
where
a + b + c = 3;
d + e + f = 1; and
a, b, c each range from 0 to 3, and
d, e, f from 0 to 1,
[Ya Lab Zrc] [Pd Sie] O4 (16)
where
a + b + c = 1;
d + e = 1, and
a, b, c each range from 0 to 1, and
d, e from 0 to 1,
K [Ti2a Zr2b] (P O4)3 (17)
where
a + b = 1, and
a, b each range from 0 to 1.
2. A document of value according to claim 1, wherein the host lattice has a strong crystal
field.
3. A document of value according to claim 1 or 2, wherein the document of value consists
of paper or plastic.
4. A document of value according to at least one of claims 1 to 3, wherein the authenticity
feature is incorporated into the volume of the document of value or present in a layer
applied to the document of value.
5. A document of value according to at least one of claims 1 to 4, wherein the luminescent
substance is provided on the document of value as an invisible, at least partial coating.
6. A document of value according to at least one of claims 1 to 5, wherein the luminescent
substance is admixed to a printing ink.
7. A document of value according to at least one of claims 1 to 6, wherein the coating
has the form of one or more stripes.
8. A document of value according to at least one of claims 1 to 7, wherein the host lattice
is additionally co-doped with at least one representative from the group of rare earth
metal cations.
9. A document of value according to claim 8, wherein the rare earth metal cation is selected
from neodymium (Nd), holmium (Ho), erbium (Er), thulium (Tm) and ytterbium (Yb).
10. A document of value according to at least one of claims 1 to 9, wherein the host lattice
is selected from the class of apatites, spodiosites, palmierites, forsterites, brushites,
dahllites, ellestadites, francolites, monetites, morinites, whitlockites, wilkeites,
voelckerites, pyromorphites, garnets, perovskites, silicates, titanates, vanadates,
phosphates.
11. A document of value according to at least one of claims 1 to 10, wherein the chromophores
are present in the host lattice in the tetroxo configuration.
12. A document of value according to at least one of claims 1 to 11, wherein the luminescent
substance is present as pigment particles.
13. A security element having a carrier material and at least one luminescent substance
as is defined in claim 1.
14. A security element according to claim 13, wherein the host lattice has a strong crystal
field.
15. A security element according to claim 13 or 14, wherein the security element has the
form of a stripe or band.
16. A security element according to at least one of claims 13 to 15, wherein the carrier
material is formed as a security thread, planchet or mottling fiber.
17. A security element according to at least one of claims 13 to 16, characterized in that the security element is formed as a label.
18. A security element according to at least one of claims 13 to 17, characterized in that the at least one luminescent substance is embedded in the carrier material or applied
to the carrier material.
19. A method for producing a document of value according to at least one of claims 1 to
12, characterized in that the luminescent substance is added to a printing ink.
20. A method for producing a document of value according to at least one of claims 1 to
12, characterized in that the luminescent substance is applied by a coating process.
21. A method for producing a document of value according to at least one of claims 1 to
12, characterized in that the luminescent substance is incorporated into the volume of the document of value.
22. A method for producing a document of value according to at least one of claims 1 to
12, characterized in that the luminescent substance is supplied to the document of value by accordingly prepared
mottling fibers.
23. A method for producing a document of value according to at least one of claims 1 to
12, characterized in that the luminescent substance is supplied to the document of value by an accordingly
prepared security thread.
24. A test method for authenticity testing of a document of value according to at least
one of claims 1 to 12 or a security element according to at least one of claims 13
to 18, characterized in that the wavelengths and/or number and/or shape and/or intensities of the emission lines
and/or excitation bands of the luminescent substances are evaluated.
25. A test method for authenticity testing of a document of value or security element
according to claim 24, characterized in that the emission lines and/or excitation bands represent a coding and/or a coding is
represented by varying the host lattices.
26. A test method for authenticity testing of a document of value according to at least
one of claims 1 to 12 or a security element according to at least one of claims 13
to 18, characterized in that the lifetimes of luminescence of the luminescent substances are evaluated.
1. Document de valeur avec au moins une caractéristique d'authenticité sous la forme
d'une substance luminescente à base de réseaux cristallins dopés, caractérisé en ce que le réseau cristallin est dopé avec au moins un chromophore de configuration électronique
(3d)2, dans lequel le chromophore est du titane au degré d'oxydation 2 ou du vanadium au
degré d'oxydation 3 ou du chrome au degré d'oxydation 4 ou du manganèse au degré d'oxydation
5 ou du fer au degré d'oxydation 6, et dans lequel, en ce qui concerne le réseau cristallin,
il s'agit d'un composé présentant l'une des formules (1), (2), (3), (4), (5), (6),
(7), (8), (9), (10), (11), (12), (13), (14), (15), (16) (17) :
[Baa Cab Src Pbd Cde (Pf Vg Ash Sij Sk Crl O4)3 Fm Cln Brp (OH)q] x, (1)
dans laquelle
a + b + c + d + e = 5;
f + g + h + j + k + l = 1;
m + n + p + q = 1 ;
x = 1 ou 2 ; et
a, b, c, d, e de 0 à 5 ;
f, g, h, j, k, l, m, n, p, q de 0 à 1,
[Mga Bab Cac Srd Pbe Cdf] [Pg Vh Asj Sik Sl Crm] O4 [Fn Clp Brq (OH)r] (2)
dans laquelle a + b + c + d + e + f = 2 ;
g + h + j + k + l + m = 1 ;
n + p + q + r = 1 ; et
a, b, c, d, e, f de 0 à 2 ;
g, h, j, k, l, m, n, p, q, r de 0 à 1,
[Mga Bab Cac Srd Pbe Cdf] [Sig Tih Gej] O4 (3)
dans laquelle a + b + c + d + e + f = 2 ;
g + h + j = 1 ;et
a, b, c, d, e, f de 0 à 2 ;
g, h, j de 0 à 1,
[Lia Nab Kc Rbd] [Pe Asf Vg] O4 (4)
dans laquelle a + b + c + d = 3 ;
e + f + g = 1 ;et
a, b, c, d de 0 à 3 et
e, f, g de 0 à 1,
[Ya Lab] [Sic Tid] O5 (5)
dans laquelle a + b = 2;
c + d = 1 ; et
a, b, de 0 à 2 et
c, d de 0 à 1,
[Baa Cab Src Pbd Cde] (Pf Vg Ash Sij Sk Crl O4)2 (6)
dans laquelle a + b + c + d + e = 3 ;
f + g + h + j + k + l = 1
a, b, c, d, e de 0 à 3 et
f, g, h, j, k, l de 0 à 1,
[Baa Cab Src Pbd Cde] (Pf Vg Ash Sij Sk Crl O4)3 Cl (7)
dans laquelle a + b + c + d + e = 5 ;
f + g + h + j + l = 1 ;
a, b, c, d, e de 0 à 5 et
f, g, h, j, k, l de 0 à 1,
[Naa Kb Rbc Csd] [Se Sef Crg Moh]O4 (8)
dans laquelle a + b + c + d = 2 ;
e + f + g + h = 1;
a, b, c, d de 0 à 2 et
e, f, g, h de 0 à 1,
[Mga Cab Src Bad] [Se Sef Crg Moh Wi] O4 (9)
dans laquelle a + b + c + d = 1 ;
e + f + g + h + i = 1 et
a, b, c, d de 0 à 1 et
e, f, g, h, i de 0 à 1,
[Sca Yb Lac Ced Pre Ndf Pmg Smh Euj Gdk Tbl Dym Hon Erp Tmq Ybr Lns] [Al11 Fev Crx]O3 (10)
dans laquelle :
a + b + c + d + e + f + g + h + j + k + l + m + n + p + q + r + s = 1 ;
u + v + x = 1 ;
a, b, c, d, e, f, g, h, j, k, l, m, n, p, q, r, s, u, v, x de 0 à 1,
[Ya Gdb Scc Lad Lne] [Alf Feg Crh] O12 (11)
dans laquelle a + b + c + d + e = 3 ;
f + g + h = 5;
a, b, c, d, e de 0 à 3 et
f, g, h de 0 à 5,
[Mga Cab Src Bad] [Ale Crf Feg Gah] O4 (12)
dans laquelle a + b + c + d = 1 ;
e + f + g + h = 2 ;
a, b, c, d de 0 à 1 et
e, f, g, h de 0 à 2,
[Mga Cab Src Bad] [Ale Crf Feg Gah] O7 (13)
dans laquelle a + b + c + d = 1 ;
e + f + g + h = 4 ;
a, b, c, d de 0 à 1 et
e, f, g, h de 0 à 4,
Y2 [Sia Tib Zrc]O7 ou MgCa2[Sia Tib Zrc]O7 (14)
dans laquelle a + b + c = 2 et
a, b et c de 0 à 2,
[Baa Cab Src] [Sid Tie Zrf]O5 (15)
dans laquelle a + b + c = 3;
d + e + f = 1 ; et
a, b, c de 0 à 3 et
d, e, f de 0 à 1,
[Ya Lab Zrc] [Pd Sie]O4 (16)
dans laquelle a + b + c = 1 ;
d + e = 1 ; et
a, b, c de 0 à 1 et
d, e de 0 à 1,
K[Ti2a Zr2b](PO4)3 (17)
dans laquelle a + b = 1 ; et
a, b de 0 à 1.
2. Document de valeur selon la revendication 1, dans lequel le réseau cristallin comprend
un champ cristallin fort.
3. Document de valeur selon la revendication 1 ou 2, dans lequel le document de valeur
est constitué de papier ou de matière plastique.
4. Document de valeur selon au moins une des revendications 1 à 3, dans lequel la caractéristique
d'authenticité est insérée dans le volume du document de valeur ou se trouve sur une
couche disposée sur le document de valeur.
5. Document de valeur selon au moins une des revendications 1 à 4, dans lequel la substance
luminescente se présente sous la forme d'un revêtement au moins partiellement invisible
sur le document de valeur.
6. Document de valeur selon au moins une des revendications 1 à 5, dans lequel la substance
luminescente est mélangée à une encre d'imprimerie.
7. Document de valeur selon au moins une des revendications 1 à 6, dans lequel le revêtement
se présente sous la forme d'une ou plusieurs bandes.
8. Document de valeur selon au moins une des revendications 1 à 7, dans lequel le réseau
cristallin est co-dopé, de manière supplémentaire, avec au moins un représentant du
groupe des cations métalliques des terres rares.
9. Document de valeur selon la revendication 8, dans lequel le cation métallique de terre
rare est choisi parmi le néodyme (Nd), l'holmium (Ho), l'erbium (Er), le thulium (Tm)
et l'ytterbium (Yb).
10. Document de valeur selon au moins une des revendications 1 à 9, dans lequel le réseau
cristallin est sélectionné dans la catégorie des apatites, spodiosites, palmiérites,
forstérites, brushites, dahllites, ellestadites, francolites, monétites, morinites,
whitlockites, wilkéites, voelkérites, pyromorphites, grenats, pérovskites, silicates,
titanates, vanadates, phosphates.
11. Document de valeur selon au moins une des revendications 1 à 10, dans lequel les chromophores
du réseau cristallin sont dans une configuration tétroxyde.
12. Document de valeur selon au moins une des revendications 1 à 11, dans lequel la substance
luminescente se présente sous la forme de particules de pigments.
13. Elément de sécurité qui présente un matériau support et au moins une substance luminescente
telle que définie à la revendication 1.
14. Elément de sécurité selon la revendication 13, dans lequel le réseau cristallin présente
un champ cristallin fort.
15. Elément de sécurité selon la revendication 13 ou 14, dans lequel l'élément de sécurité
se présente sous la forme d'une bande ou ruban.
16. Elément de sécurité selon au moins une des revendications 13 à 15, dans lequel le
matériau support est conçu comme un fil de sécurité, une planchette ou une fibre.
17. Elément de sécurité selon au moins une des revendications 13 à 16, caractérisé en ce que l'élément de sécurité est conçu comme une étiquette.
18. Elément de sécurité selon au moins une des revendications 13 à 17, caractérisé en ce que la substance luminescente est intégrée dans le matériau support ou appliquée sur
le matériau support.
19. Procédé de fabrication d'un document de valeur selon au moins une des revendications
1 à 12, caractérisé en ce que la substance luminescente est ajoutée à une encre d'imprimerie.
20. Procédé de fabrication d'un document de valeur selon au moins une des revendications
1 à 12, caractérisé en ce que la substance luminescente est appliquée à l'aide d'un procédé de revêtement.
21. Procédé de fabrication d'un document de valeur selon au moins une des revendications
1 à 12, caractérisé en ce que la substance luminescente est insérée dans le volume du document de valeur.
22. Procédé de fabrication d'un document de valeur selon au moins une des revendications
1 à 12, caractérisé en ce que la substance luminescente est introduite dans le document de valeur à l'aide de fibres
mélangées préparées de manière appropriée.
23. Procédé de fabrication d'un document de valeur selon au moins une des revendications
1 à 12, caractérisé en ce que la substance luminescente est introduite dans le document de valeur à l'aide d'un
fil de sécurité préparé de manière approprié.
24. Procédé de contrôle d'authenticité d'un document de valeur selon au moins une des
revendications 1 à 12 ou d'un élément de sécurité selon au moins une des revendications
13 à 18, caractérisé en ce que les longueurs d'ondes et/ou le nombre et/ou la forme et/ou les intensités des lignes
d'émission et/ou des bandes d'excitation des substances luminescentes sont analysés.
25. Procédé de contrôle d'authenticité d'un document de valeur selon la revendication
24, caractérisé en ce que les lignes d'émissions et/ou les bandes d'excitation constituent un codage et/ou
un codage est constitué par la variation du réseau cristallin.
26. Procédé de contrôle d'authenticité d'un document de valeur selon au moins une des
revendications 1 à 12 ou d'un élément de sécurité selon au moins une des revendications
13 à 18, caractérisé en ce que les durées de vie de luminescence de la substance luminescente sont analysées.

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