[0001] Die Erfindung betrifft einen hydraulischen Stellantrieb nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zum Betrieb dieses Stellantriebes nach Anspruch 13.
[0002] Ein derartiger Stellantrieb ist aus CH 536 934 A bekannt.
[0003] Aus SAE-PAPER 960581 mit dem Titel "Camless Engine" der Autoren Michael M. Schechter
und Michael B. Levin aus einem Vortrag bei dem International Congress & Exposition
in Detroit, Michigan, am 26. bis 29. Februar 1996, ist ein hydraulischer Stellantrieb
bekannt, der nach dem Prinzip eines hydraulischen Pendels arbeitet.
[0004] Die Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, einen gattungsgemäßen Stellantrieb
aufbaumäßig zu vereinfachen und zudem derart zu gestalten, dass variable, das heißt
unterschiedliche Hublängen beim Öffnen des Gaswechselventiles einfach und sicher erreicht
werden können.
[0005] Eine grundsätzliche Lösung dieses Problems zeigt ein gattungsgemäßer Stellantrieb
mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1 auf. Ein besonders zweckmäßiges
Verfahren zum Betrieb einer solchen Einrichtung ist Gegenstand des Anspruches 13.
[0006] Eine piezoelektrisch-hydraulische Betätigungseinrichtung für Gaswechselventile von
Verbrennungsmotoren, mit der u.a. unterschiedliche Hublängen beim Öffnen eines Gaswechselventiles
grundsätzlich erreichbar sind, ist bereits aus DE 198 39 732 A1 bekannt. Dort wirken
Piezoelemente als Verdrängeraktoren auf ein hydraulisches Übersetzungssystem, das
heißt eine gleichbleibende Menge an Hydraulikflüssigkeit wird ventilbetätigend verschoben.
In gleicher Weise arbeitet bei einem Motorventilsystem ein Piezoaktor nach JP 5-20
27 08 A2.
[0007] Gegenüber den beiden zuletzt genannten, als Hydraulikstellantriebe bekannten Piezoaktoren
beruht die erfindungsgemäße Ausführung auf dem Gedanken, kein konstantes Volumen einer
Hydraulikflüssigkeit zu verschieben, sondern Hydraulikflüssigkeit mit einer hochfrequent
arbeitenden Pumpe zu fördern und mit der geförderten Menge an Hydraulikflüssigkeit
bzw. in Abhängigkeit des geförderten Volumenstromes die Gaswechselventile zu betätigen.
Hierdurch ergibt sich bei der erfindungsgemäßen Ausführung gegenüber jenen vorbekannten
Antrieben bereits der Vorteil einer kleinbauenden, nockenwellenunabhängigen Einrichtung
zur Betätigung der Gaswechselventile eines Verbrennungsmotors. Bei Förderpumpen mit
Piezoaktoren ergibt sich eine kleine Bauweise beispielsweise daraus, dass die Anzahl
an Piezoelementen, mit denen jeweils nur eine geringe Ausdehnung erzielbar ist, zur
Erzeugung eines ausreichend großen Verdrängervolumens gering bleiben kann. Darüber
hinaus müssen bei der erfindungsgemäßen Lösung keine Vorkehrungen für einen Ausgleich
von Leckageverlusten bei der Hydraulikflüssigkeit ergriffen werden, da nach der Erfindung
kein hermetisch in sich abgeschlossenes Hydrauliksystem vorliegt.
[0008] Gegenüber dem eingangs beschriebenen, gattungsbildenden Stand der Technik besteht
ein Vorteil der Erfindung auch noch darin, zum einen ohne einen Hochdruckspeicher
und ein stromauf des Gaswechselventiles gelegenes Schalt-Sperrventil auszukommen und
zum anderen darüber hinaus darin, auf eine einfache und sichere Weise eine variable
Hubverstellung des Gaswechselventiles erreichen zu können. Des weiteren arbeitet die
erfindungsgemäße Einrichtung energiesparsam, da die Förderpumpe nicht kontinuierlich,
sondern lediglich intermittierend zum Öffnen oder Schließen des Ventiles arbeiten
kann. Gewöhnlich arbeitet die Förderpumpe zum Öffnen des Gaswechselventiles, dessen
Schließbewegung unter der Kraft einer Rückstellfeder erfolgt. Grundsätzlich könnte
das Gaswechselventil auch hydraulisch schließen und unter der Kraft einer Rückstellfeder
öffnen. Darüber hinaus kann das Ventil erfindungsgemäß auch nach dem Prinzip eines
hydraulischen Pendels betätigt werden.
[0009] Wichtig für die Realisierung der erfindungsgemäßen Lehre ist es, dass eine hochfrequent
arbeitende, exakt steuer- bzw. regelbare Förderpumpe eingesetzt wird. Erfindungsgemäße
Förderpumpen dieser Art sind insbesondere solche mit piezoelektrischen, magnetostriktiven
und/oder elektrochemischen Aktoren als Förderelementen. Das Verdrängervolumen an Hydraulikflüssigkeit,
das zum Öffnen oder Schließen eines Gaswechselventiles gegen eine Gegenkraft erforderlich
ist, kann in dem Kreislauf dadurch erzeugt werden, dass die Kreislaufströmung während
der hydraulisch bewirkten Öffnungs- oder Schließvorganges stromab des Gaswechselventiles
ganz unterbunden oder zumindest derart aufgestaut wird, dass stromab ein derart großer
Strömungswiderstand gegeben ist, dass ein Öffnen oder Schließen des Gaswechselventils
durch Überwinden von dessen Gegenkraft erfolgen kann. Das Aufstauen kann durch einen
gedrosselten Strömungsquerschnitt bewirkt werden. Dieser Querschnitt kann zum Öffnen
und Schließen des Gaswechselventiles der jeweiligen Funktion entsprechend variiert
werden. Möglich ist es jedoch auch, den Drosselquerschnitt unverändert zu belassen
und lediglich das Fördervolumen der Hydraulikflüssigkeit funktionsgerecht für ein
Schließen und/oder Öffnen der Gaswechselventile zu variieren. Die hydraulische Kraft,
die jeweils auf ein zu betätigendes Gaswechselventil einwirkt, ist somit von der Differenz
des während einer gleichen Zeit stromauf und stromab des Gaswechselventiles innerhalb
des Hydraulikflüssigkeitskreislaufes strömenden Volumenstromes abhängig. Bei einem
hydraulischen Druck p an dem Gaswechselventil und einem Volumenstrom Q
v stromauf und Q
n stromab des Gaswechselventiles ergibt sich für den auf das Gaswechselventil zum Öffnen
oder Schließen zur Verfügung stehenden hydraulischen Druck folgende funktionale Abhängigkeit
p = f
(Qv, Qn).
[0010] Zweckmäßige Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Stellantriebes von Gaswechselventilen
eines Verbrennungsmotors sind Gegenstand der Unteransprüche. '
[0011] Bei einem erfindungsgemäß unter hydraulischer Kraft erfolgenden Öffnen und Schließen
des Gaswechselventils erfolgt die jeweilige Gegenbewegung des Gaswechselventiles unter
einer Gegenkraft, die insbesondere von einer mechanischen Feder erzeugt werden kann.
Die betreffende Rückbewegung soll möglichst gedämpft erfolgen. Zu diesem Zweck kann
ein stromab des Gaswechselventiles innerhalb des Hydraulikflüssigkeitskreislaufes
liegender Strömungsquerschnitt zeitweise, das heißt während der gewünschten Dämpfungsdauer,
gedrosselt werden. Möglich ist es nach Anspruch 13 allerdings auch, während der Rückbewegung
des Gaswechselventiles eine Dämpfungskraft durch eine jeweils temporäre Erhöhung des
Fördervolumenstromes der Hydraulikflüssigkeit bei insbesondere stromab des Gaswechselventiles
gleichbleibendem Kreislauf-Strömungsquerschnitt zu bewirken. Hierdurch ist stromab
des Gaswechselventiles insbesondere kein Regelventil erforderlich, das heißt wenn
dort überhaupt ein Ventil eingesetzt ist, reicht ein einfaches Absperrventil aus.
[0012] Die erfindungsgemäße Einrichtung ermöglicht insbesondere auch die Betätigung der
Gaswechselventile in einem Bremsbetrieb eines Verbrennungsmotors.
[0013] Förderpumpen mit piezoelektrischen, magnetostriktiven und/oder elektrochemischen
Aktoren als Förderelementen und gegebenenfalls gleichartig betätigten Pumpenventilen,
die für die vorliegende Erfindung zweckmäßig und vorteilhaft eingesetzt werden können,
eignen sich in gleicher Weise insbesondere auch als Einspritzpumpen für Verbrennungsmotoren.
[0014] Ausführungsbeispiele der Erfindung, anhand der die beanspruchten Ausführungsformen
noch im Einzelnen näher erläutert werden, sind in der Zeichnung dargestellt.
[0015] In dieser zeigen in jeweils schematischer Darstellung
- Fig. 1a
- eine Betätigungseinrichtung für ein Gaswechselventil mit einer intermittierend arbeitenden,
hochfrequenten Förderpumpe und einem 2/2-Schaltventil als Sperrventil,
- Fig. 1b
- ein Diagramm mit auf der Abszisse eingetragenen Kurbelwellenwinkeln KW eines Verbrennungsmotors
und auf der Koordinate eingetragenem Öffnungshub H des Gaswechselventiles zur Veranschaulichung
unterschiedlicher, mit der erfindungsgemäßen Einrichtung erreichbarer Öffnungshublängen,
- Fig. 1c
- eine Betätigungseinrichtung nach Fig. 1a für mehrere Gaswechselventile,
- Fig. 1d
- eine Betätigungseinrichtung nach Fig. 1a mit einer mechanischen Übersetzung,
- Fig. 2
- eine Betätigungseinrichtung nach Fig. 1 mit einer als Piezopumpe ausgebildeten Förderpumpe,
- Fig. 3
- eine Einrichtung nach Fig. 2 mit einem Regelventil anstelle eines 2/2-Schaltventiles,
- Fig. 4
- eine Einrichtung nach Fig. 2 mit einem konstruktiv dargestellten 2/2-Schaltventil
und einem Wegsensor an dem zu betätigenden Gaswechsel-Ventil in einer ersten Ausführung
des Wegsensors,
- Fig. 5
- eine Einrichtung nach Fig. 4 mit einer zweiten Ausführung des Wegsensors,
- Fig. 6
- eine Einrichtung nach Fig. 2 mit einer Schalteinrichtung zur wechselseitigen Betätigung
mehrerer Gaswechselventile durch eine gemeinsame Piezopumpe,
- Fig. 7
- eine Einrichtung nach Fig. 2 mit einem nockenwellenbetätigten 2/2-Wegeventil als Sperrventil,
- Fig. 8
- eine Einrichtung nach Fig. 2 mit einem zusätzlich in das Verstell-Hydrauliksystem
eingreifenden Aktor für einen Bremsbetrieb des die Gaswechselventile besitzenden Verbrennungsmotors.
[0016] Die in Fig. 1a schematisch dargestellte hydraulische Stellantriebs-Einrichtung setzt
sich aus folgenden Elementen zusammen.
[0017] Eine hochfrequente, intermittierend beziehungsweise diskontinuierlich betreibbare
Förderpumpe 6 fördert Hydraulikflüssigkeit in einem Kreislauf. Dabei wird Hyraulikflüssigkeit
aus einem Vorratsbehälter 8 angesaugt und über Leitungen 11 und 4 sowie ein als 2/2-Wege-Schaltventil
7 ausgebildetes Sperrventil zurück in den Vorratsbehälter 8 gefördert. Auf dem Weg
zwischen Förderpumpe 6 und dem 2/2-Schaltventil ist ein Gaswechselventil 1 an die
Kreislaufleitung angeschlossen, und zwar über eine Hydraulikkammer 2 des Gaswechselventiles
1. Durch eine Volumenveränderung der Hydraulikkammer 2 ergibt sich eine proportionale
Hubverstellung des Gaswechselventiles 1. Der Hubweg ist in der Fig. 1a mit Pfeilen
H angegeben. Zur Rückbewegung des Gaswechselventils 1 gegen eine hydraulisch bewirkte
Verstellung ist eine mechanische Feder 19 vorgesehen.
[0018] Diese Betätigungseinrichtung funktioniert wie folgt.
[0019] Das Gaswechselventil 1 wird durch die Feder 19 bei fehlender Hydraulik-Gegenkraft
in Schließstellung gehalten. Zum Öffnen des Gaswechselventiles 1 fördert die Förderpumpe
6 Hydraulikflüssigkeit mit einem Volumenstrom Q
v in die Leitung 11 bei geschlossenem 2/2-Schaltventil. Die geförderte Hydraulikflüssigkeit
dringt somit in die Hydraulikkammer 2 des Gaswechselventiles 1 ein und bewirkt damit
ein Öffnen des Gaswechselventiles 1. Zum Schließen des Gaswechselventiles 1 ist der
Förderbetrieb der Förderpumpe 8'unterbrochen und das 2/2-Schaltventil auf Durchfluss
geschaltet. Das Unterbrechen des Förderbetriebes erfolgt vorzugsweise durch ein der
Ventilschließzeit entsprechendes Abschalten der Förderpumpe 6. Bei der Förderpumpe
6 muss es sich um eine hochfrequente, verzögerungsfrei in kürzesten Zeitintervallen
schaltbare Pumpe handeln. Insbesondere geeignet hierfür sind Förderpumpen 6 mit piezoelektrischen,
magnetostriktiven und/oder elektrochemischen Aktoren als Förderelementen. Bei den
nachfolgend beschriebenen Beispielen ist jeweils eine Piezopumpe als Förderpumpe 6
eingesetzt. Die hydraulische Kraft, die auf das Gaswechselventil 1 je nach Förderbetrieb
der Förderpumpe 6 einwirken kann, ist als Funktion p = f(Q
v, Q
n) in Fig. 1a eingetragen, wobei Q
v der Förderstrom vor und Q
n derjenige nach dem Gaswechselventil 1 bedeuten.
[0020] Ein wesentlicher Vorteil der anhand der schematischen Darstellung in Fig. 1a beschriebenen
Erfindung besteht darin, dass zwischen der Hydraulikkammer 2 des Gaswechselventiles
1 und der Förderpumpe 6 weder ein Sperrventil noch ein Druckspeicher zwischen einem
solchen Sperrventil und der Förderpumpe erforderlich sind. Bei dem bekannten Stand
der Technik muss ein solches Sperrventil bei einer derartigen Einrichtung stets vorhanden
sein, wobei die Förderpumpe bei Verschlussstellung jenes Sperrventiles in den Hochdruckspeicher
fördert. Beim Öffnen jenes Sperrventiles wird Hydraulikflüssigkeit zum Erzielen eines
schnellen Ansprechverhaltens im wesentlichen aus diesem Hochdruckspeicher in die Hydraulikkammer
des Gaswechselventiles gefördert.
[0021] Mit der erfindungsgemäßen Betätigungseinrichtung nach Fig. 1a lassen sich variable
Hubverstellungen des Gaswechselventiles 1 durch unterschiedliche Fördermengenströme
Q
v der Förderpumpe 6 erreichen. Dies ist durch unterschiedliche Förderzeiten, Fördervolumen
und/oder Förderfrequenzen der Pumpe realisierbar. Die derart erreichbare Variabilität
bei den Hubwegen des Gaswechselventiles 1 ist in dem Diagramm nach Fig. 1b anschaulich
angedeutet.
[0022] Fig. 1c zeigt eine erfindungsgemäße Einrichtung mit zwei Gaswechselventilen 1 und
1', bei der beide Gaswechselventile nach dem gleichen vorstehend beschriebenen Prinzip
arbeiten. Funktional gleiche Teile sind mit gleichen Bezugszahlen belegt, die lediglich
mit einem zusätzlichen Index-Strich versehen sind. Zusätzlich erforderlich sind lediglich
jeweils stromauf der beiden Gaswechselventile 1, 1' liegende Absperrventile 28, 28',
um die Gaswechselventile 1, 1' abwechselnd beaufschlagen zu können.
[0023] Bei der Einrichtung nach Fig. 1d, die grundsätzlich mit derjenigen nach Fig. 1a übereinstimmt;
erfolgt die Betätigung des Gaswechselventils 1 über einen zwischengeschalteten Hebel
30 als mechanische Übersetzungshilfe.
[0024] Eine nach dem schematischen Aufbau in Fig. 1a arbeitende Betätigungseinrichtung ist
in Fig. 2 mit Bezug auf eine Piezopumpe als Förderpumpe 6 dargestellt.
[0025] Der Aufbau der Einrichtung nach Fig. 2 ist nachstehend wie folgt beschrieben.
[0026] Der Schaft des Gaswechselventiles 1 eines Verbrennungsmotors ist an seinem von der
Motor-Brennkammer abgewandten Ende als in die Hydraulikkammer 2 verschiebbar eingreifender
Verdrängerkolben 3 ausgebildet. Die Hydraulikkammer 2 ist an die Hydraulikleitung
4 angeschlossen, die einerseits über ein in Richtung der Hydraulikkammer 2 durchströmbares
Einwegeventil 5 mit einem Förderraum 9 der als Piezopumpe ausgebildeten Förderpumpe
6 und andererseits über das als 2/2-Wege-. Schaltventil 7 ausgebildete Sperrventil
mit dem Vorratsbehälter 8 für Hydraulikflüssigkeit verbunden ist. Zwischen dem Schaltventil
7 und dem Vorratsbehälter 8 ist die Hydraulikleitung 4 mit dem Förderraum 9 der Piezopumpe
6 über ein in Richtung des Förderraumes 9 durchströmbares Einwegeventil 10 verbunden.
Die das Einwegeventil 5 aufweisende und von der Hydraulikleitung 4 ausgehende Verbindungsleitung
11 führt ebenfalls in den Förderraum 9 der Piezopumpe 6. Die Piezopumpe 6 besteht
aus einem Gehäuse 12, in dem einige geschichtet aufeinanderliegende Piezoelemente
13 gelagert sind. In Ausdehnungsrichtung wirken diese Piezoelemente 13 auf ein kolbenförmig
ausgebildetes Verdrängerelement 14, das den Förderraum 9 der Piezopumpe 6 beaufschlagt
und zur Volumenveränderung innerhalb des Förderraumes 9 von den Piezoelementen 13
angetrieben verschiebbar ist. Der Förderraum 9 ist gegenüber dem Raum des Piezopumpen-Gehäuses
12 über das Verdrängerelement 14 gedichtet. Zur Vermeidung von Zugspannungen sind
die zu einem Stapel geschichteten Piezoelemente 13 durch eine sich an dem Gehäuse
12 der Piezopumpe 6 abstützende Feder 15 vorgespannt. Weitere Vorspannungsmaßnahmen
sind möglich.
[0027] Die Piezoelemente 13 sind zur Erzeugung einer Längenausdehnung elektrisch beaufschlagbar.
[0028] Die Hydraulikkammer 2 mit dem darin geführten Verdrängerkolben 3 des Schaftes des
Gaswechselventiles 1 ist zweifach mit der Hydraulikleitung 4 verbunden. Eine dieser
Verbindungen, nämlich eine Öffnung 16 dient bei der Ausführung nach Fig. 2 ausschließlich
zum Befülleh der Hydraulikkammer 2, während eine zweite Öffnung 17 hauptsächlich zum
Entleeren der Hydraulikkammer 2 dient und einen gegenüber der Öffnung 16 größeren
Strömungswiderstand aufweist. Die Öffnung 17 ist derart gestaltet, dass deren Strömungswiderstand
durch den diese Öffnung überfahrenden Verdrängerkolben 3 veränderbar ist und zwar
derart, dass der Strömungswiderstand bei sich verkleinernder Hydraulikkammer 2 erhöht
wird. Die Zuström-Öffnung 16 ist als lediglich in Richtung des Inneren der Hydraulikkammer
2 durchströmbares Einwegeventil ausgestaltet. Diese Ventilfunktion wird -durch eine
vom Inneren der Hydraulikkammer 2 auf die Öffnung 16 federbelastet gedrückte Kugel
18 erreicht.
[0029] Durch eine Feder 19 wird das Ventil 1 bei inaktiver Ventil-Betätigungseinrichtung
in Verschlußstellung gehalten.
[0030] Die vorstehend beschriebene Einrichtung funktioniert wie folgt.
[0031] Die Piezopumpe 6 wirkt unter elektrischer Beaufschlagung der einzelnen Piezoelemente
13 als eine hochfrequente Pumpe, die durch eine oszillierende Bewegung des Verdrängerelementes
14 Hydraulikflüssigkeit aus dem Vorratsbehälter 8 über das Einwegeventil 10 sowie
die Förderkammer 9 und anschließend das Einwegeventil 5 in die Hydraulikkammer 2 transportiert,
um dadurch das Ventil 1 zu öffnen. Voraussetzung für ein Öffnen des Ventiles 1 ist
ein geschlossenes 2/2-Wege-Schaltventil 7.
[0032] Zum Schließen eines geöffneten Gaswechselventiles 1 wird die Piezopumpe 6 elektrisch
inaktiv geschaltet bei gleichzeitigem Öffnen des 2/2-Wege-Schaltventiles 7. Die in
der Hydraulikkammer 2 unter Druck stehende Hydraulikflüssigkeit kann über die öffnung
17 sowie das geöffnete 2/2-Wege-Schaltventil 7 in den Hydraulik-Vorratsbehälter 8
abfließen, wodurch das Gaswechselventil 1 unter der Kraft der Feder 19 schließt. Durch
eine Erhöhung des Durchströmungswiderstandes innerhalb der Öffnung 17 der Hydraulikkammer
2 wird die Verschiebegeschwindigkeit des Ventilschaftes beim Schließen des Gaswechselventiles
1 verringert, wodurch ein Aufschlagen des Ventiles des Gaswechselventiles 1 auf den
Ventilsitz verhindert wird.
[0033] Das 2/2-Wege-Schaltventil 7 wird in Kombination mit der elektrischen Beaufschlagung
der Piezopumpe 6 derart gesteuert bzw. geregelt, dass ein periodisches Öffnen und
Schließen des Gaswechselventiles 1 voll variabel erfolgen kann.
[0034] Die Ausführung der Einrichtung nach Fig. 3 unterscheidet sich von derjenigen nach
Fig. 2 dadurch, dass anstelle eines 2/2-Wege-Schaltventiles 7 ein elektrisches Volumenstrom-Regelventil
20 eingesetzt ist. Dieses Volumenstrom-Regelventil 20 ermöglicht bei Einstellung eines
elektrischen Stroms eine Verzögerung der Entleerungsgeschwindigkeit der Hydraulikkammer
2, wenn sich das Gaswechselventil 1 seiner Schließstellung nähert. Dadurch kann bei
der Hydraulikkammer 2 gegenüber der Ausführung in Fig. 2 das Vorsehen einer zusätzlichen
Entleerungsöffnung 17 entfallen, wodurch dann zwangsläufig die Einwegefunktion der
Hydraulikkammer-Zuführöffnung 16 aufgehoben sein muss.
[0035] Eine Verzögerung der Rückstellbewegung des Verdrängerkolbens 3 kann auch ohne eine
querschnittsvariable Entleerungsöffnung oder die Verwendung eines Regelventiles erreicht
werden, wenn die Förderpumpe 6, die während der Rückstellbewegung an sich inaktiv
sein soll, zeitlich gesteuert zum Aufbau eines dämpfend wirkenden Gegendruckes förderaktiv
geschaltet wird.
[0036] Bei einer Ausgestaltung der Einrichtung nach Fig. 2 ist in Fig. 4 der Schaft des
Ventiles 1 mit einem Wegsensor 21 verbunden. Desweiteren ist dort das 2/2-Wege-Schaltventil
7 in einer konstruktiv konkreten Ausführungsform dargestellt.
[0037] Die konkrete konstruktive Ausgestaltung des 2/2-Wege-Schaltventiles 7 besteht dort
in einer elektromagnetisch betätigbaren Ventil-Schalteinrichtung.
[0038] Der Wegsensor 21 ist als induktiver Wegsensor ausgebildet. Das 2/2-Wegeventil-Schaltventil
7 wird in Abhängigkeit der Wegesignale des Wegsensors 21 betätigt. Die Wegesignale
können auch zur Steuer- und Regelung der Förderpumpe 6 verwendet werden.
[0039] Die Ausführung nach Fig. 5 unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. 4 lediglich
durch eine andere Art des Wegsensors, der dort als Wirbelstromwegsensor 22 ausgebildet
ist.
[0040] Bei der Einrichtung nach Fig. 6 betätigt eine Piezopumpe 6 über ein Mehrwege-Schaltventil
23 mehrere Gaswechselventile 1. Das Schaltventil 23 wird über Elektromagnetstellantriebe
24 derart betätigt, dass die beiden Gaswechselventile 1 jeweils öffnend oder schließend
hydraulisch beaufschlagt werden. Dieses als Schieberventil ausgebildete Schaltventil
23 kann auch piezoelektrisch realisiert werden, falls die Schaltdynamik es erfordert.
[0041] In dem Hydraulik-Vorratsbehälter 8 kann die Hydraulikflüssigkeit unter Druck gehalten
sein, wozu in Fig. 6 eine auf das Innere des Vorratsbehälters 8 einwirkende Hydraulikpumpe
25 gezeigt ist. Der Kompressionsdruck für den Vorratsbehälter 8 kann selbstverständlich
einer beliebigen Druckquelle, die beispielsweise bei einem Kraftfahrzeug aus anderen
Gründen bereits vorhanden ist, entnommen werden. Durch eine Druckbeaufschlagung der
Hydraulikflüssigkeit in dem Vorratsbehälter 8 läßt sich vor allem der Temperatureinfluß
auf das Saugverhalten der Piezopumpe 6 minimieren. Bei der Verwendung einer Hydraulikpumpe
25 können Leckageverluste einfach ausgeglichen werden.
[0042] Fig. 7 zeigt eine Ausführungsform, bei der ein als Sperrventil dienendes 2/2-Wegeschaltventil
27 nockenwellenbetätigt durch beispielsweise eine spezielle Nockenwelle 29 arbeitet.
Ein solcher nockenwellenbetätigter Betrieb des 2/2-Wege-Schaltventiles 27 kann beim
Betätigen eines als Auslassventil fungierenden Gaswechselventils 1 eines Verbrennungsmotors
zweckmäßig sein, das bei einem Bremsbetrieb des Verbrennungsmotors in bekannter Weise
häufiger betätigt wird als bei Motorantriebsbetrieb.
[0043] Bei einem Bremsbetrieb des Motors, bei dem die Gaswechsel-Auslaßventile 1 für eine
zusätzliche Aufladung und Dekompression mehrfach im Vergleich zu dem Antriebsmotorbetrieb
betätigt werden, müssen die Auslaßventile 1 in einem unter Druck stehenden Zustand
geöffnet werden. Um den Förderraum 9 der Piezopumpe 6 nicht diesem erhöhten Druck
aussetzen zu müssen, kann - wie in Fig. 8 gezeigt - für die Steuerung der betreffenden
Auslaßventile 1 im Motorbremsbetrieb ein zusätzlicher, beispielsweise nockenwellenbetätigter
Hydraulikaktuator 26 vorgesehen sein. Dieser Hydraulikaktuator 26 ist mit dem Hydraulikraum
2 in einem Bereich zwischen dem 2/2-Wege-Schaltventil 7; 27 bzw. dem alternativ eingesetzten
Regelventil 20 und der Zugangs-Öffnung 16 verbunden. Die Piezopumpe 6 ist derart betätigbar,
dass sie jeweils inaktiv geschaltet ist, wenn der Hydraulikaktuator 26 zum Öffnen
des Ventiles 1 aktiv ist.
[0044] Ein erfindungsgemäß variabel arbeitender Stellantrieb weist insbesondere folgende
Vorteile auf.
a: es ist eine gute Systemdynamik durch eine hochdynamisch arbeitende, beispielsweise
Piezopumpe und eine Druckbeaufschlagung des Hydraulikflüssigkeits-Vorratsbehälters
gegeben. Ein Hochdruckspeicher ist nicht erforderlich. Das Saugverhalten der Förderpumpe
unterliegt lediglich minimalen Temperatureinflüssen. Damit ist eine Anwendung des
erfindungsgemäßen Stellantriebes über den gesamten Drehzahlbereich des Verbrennungsmotors
möglich.
b: es ist eine volle Variabilität der Öffnung der Gaswechselventile gegeben, wie:
- kontinuierliche Phasenverschiebung der Ventilerhebung,
- variable Hubeinstellung und Ventilöffnungsdauer,
- variable Ventilöffnungszeit und Ventilschließzeit,
- Zylinderabschaltung.
Dies führt wiederum zu:
- höheren Leistungen und Drehmomenten des Verbrennungsmotors,
- einem geringen Verbrauch,
- Reduzierung der Emissionen. '
c: es liegt eine Reduzierung der Anzahl der Bauteile vor, nämlich
- eine Nockenwelle ist nicht erforderlich,
- hydraulische Ventilspielausgleichselemente entfallen,
- es kann auf eine Ventilbremse bei einer Ventilwegemessung verzichtet werden.
d: bei der Montage der erfindungsgemäßen Bauelemente besteht eine große Flexibilität.
e: es liegt lediglich eine geringe hydraulische Geräuschentwicklung und ein geringer
Energieverbrauch vor, da die Piezopumpe ausschließlich phasenweise zum Öffnen der
Gaswechselventile arbeitet.
f: ein stromab eines Gaswechselventils innerhalb des Hydraulikflüssigkeitskreislaufes
liegendes Sperrventil unterliegt reduzierten Dynamikanforderungen aufgrund der variabel,
d.h. diskontinuierlich arbeitenden Piezopumpe, so dass dieses Sperrventil elektromagnetisch
betätigbar sein kann.
g: in dem Hydraulikflüssigkeitskreislauf ist stromauf des Gaswechselventils kein zusätzliches
Sperrventil erforderlich, das bei konventioneller hydraulischer Ventilsteuerung hoch
dynamisch arbeiten muss.
h: es ist eine hohe Regelgenauigkeit bei Anwendung einer Wegmessung der Gaswechselventile
möglich, da hierdurch Störgrößen wie Hysterese, Arbeitsfrequenz, Leckverluste und
Temperatur kompensiert werden können.
1. Stellantrieb zum Betätigen der Gaswechselventile eines Verbrennungsmotors, bei dem
die Gaswechselventile durch von einer Förderpumpe in einen offenen, mit einem Vorratsbehälter
versehenen Kreislauf geförderte Hydraulikflüssigkeit betätigt werden, bei dem
- das Öffnen oder Schließen der Gaswechselventile durch in unterschiedlicher Höhe
auf ein jeweils zu betätigendes Gaswechselventil einwirkende, von der den Kreislauf
durchströmenden Hydraulikflüssigkeit ausgehende Stellkräfte bewirkt wird,
- stromab eines jeweiligen Gaswechselventils ein zumindest während der Zeitdauer eines
hydraulisch bewirkten Öffnens oder Schließens des Gaswechselventiles gegenüber sämtlichen
stromauf dieses Gaswechselventiles liegenden Bereichen verengter bis geschlossener
Kreislauf-Strömungsquerschnitt vorliegt,
- der hydraulischen Stellkraft an dem Gaswechselventil jeweils eine Kraft, insbesondere
eine Federkraft, entgegengerichtet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Förderpumpe (6) für einen mit hoher Frequenz intermittierend arbeitenden Förderbetrieb
ausgelegt ist.
2. Stellantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Taktfrequenz der intermittierend arbeitenden Förderpumpe (6) mindestens derjenigen
der Öffnungs- bzw. Schließfrequenz der Gaswechselventile (1) entspricht.
3. Stellantrieb nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen der hydraulischen Kraftquelle und dem jeweiligen Gaswechselventil (1) ein
direkt mit dem Verstellmechanismus des betreffenden Gaswechselventiles (1) zusammenwirkender
mechanischer Kraft- und/oder Wegübersetzer (30) vorgesehen ist.
4. Stellantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Förderpumpe (6) mit piezoelektrischen, magnetostriktiven und/oder elektrochemischen
Aktoren (13) als Förderelementen ausgebildet ist.
5. Stellantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Förderpumpe (6) zumindest während eines Teils der Zeitdauer, in der kein hydraulisch
bewirktes Öffnen oder Schließen eines jeweiligen Gaswechselventiles (1) erfolgt, ausgeschaltet
ist.
6. Stellantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Schaft des Gaswechselventiles (1) in eine durch Hydraulikflüssigkeit ausgefüllte
Ventil-Hydraulikkammer (2), die mit dem Vorratsbehälter (8) über eine den vereng-
bis verschließbaren Kreislauf-Strömungsquerschnitt enthaltende Leitung (4) verbunden
ist, verschiebbar dicht eintaucht und dort zum Öffnen und Schließen des Gaswechselventiles
(1) unter von der Hydraulikflüssigkeit bewirkter Vergrößerung bzw. Verkleinerung der
Hydraulikkammer (2) verschoben wird und dass von der Hydraulikflüssigkeit zur Verkleinerung
der Hydraulikkammer (2) im Vergleich zur Vergrößerung dieser Hydraulikkammer (2) ein
größerer Strömungswiderstand zu überwinden ist.
7. Stellantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der vereng- bis verschließbare Kreislauf-Strömungsquerschnitt als ein Sperrventil
(7) oder eine Drosselstelle ausgebildet ist.
8. Stellantrieb nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Sperrventil (7) ein Regelventil ist.
9. Stellantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Wegsensor (21, 22) zur Bestimmung des Verschiebeweges des Gaswechselventiles
(1) vorgesehen ist und dass die Förderpumpe (6) und/oder das Sperrventil (7, 20) in
Abhängigkeit der durch diesen Sensor (21, 22) ermittelten Lagen des Schaftes des Gaswechselventiles
(1) geregelt wird.
10. Stellantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei einem Stellantrieb durch eine Förderpumpe (6) mit Hilfe eines Mehrwege-Sperrventils
(23) oder mehrere einzelner Sperrventile (7, 28) mehrere Gaswechselventile (1) betätigbar
sind.
11. Stellantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Innere des Hydraulik-Vorratsbehälters (8) unter Druck steht.
12. Stellantrieb zum Steuern der Gaswechselventile eines Verbrennungsmotors nach einem
der vorhergehenden Ansprüche für einen Antriebs- und Bremsbetrieb des Verbrennungsmotors,
wobei die Auslass-Gaswechselventile im Bremsbetrieb des Motors jeweils während des
Motoraufladungs- und gegebenenfalls Dekompressionsvorganges einen im Vergleich zu
dem Motor-Antriebsbetrieb zusätzlichen Öffnungs-/Schließzyklus absolvieren,
dadurch gekennzeichnet,
dass für das Steuern der zusätzlichen Öffnungs/Schließzyklen der Auslass-Gaswechselventile
(1) im Motorbremsbetrieb ein jeweils getrennt von der Förderpumpe (6) arbeitender
Hydraulikaktuator (26) auf die Hydraulikflüssigkeit in den Hydraulikkammern (2) der
Auslass-Gaswechselventile (1) einwirken kann, während innerhalb dieser Einwirkzeit
die Förderpumpe (6) jeweils inaktiv geschaltet ist.
13. Verfahren zum Betrieb eines Stellantriebes nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Förderpumpe (6) während der Zeitdauer, in der ein jeweiliges Gaswechselventil
(1) schließt, durch gezielten Förderbetrieb innerhalb des Hydraulikflüssigkeitskreislaufes
eine auf das jeweilige Gaswechselventil (1) einwirkende Bremskraft erzeugt.
14. Stellantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
dass das Gaswechselventil (1) nach dem Prinzip eines hydraulischen Pendels betätigt wird.
1. An actuator for actuating the gas exchange valves of an internal combustion engine,
whereby the gas exchange valves are actuated by hydraulic fluid conveyed by a feed
pump in an open circuit equipped with a storage tank, whereby
- the opening or closing of the gas exchange valves is produced by actuating forces
emanating from the hydraulic fluid flowing through the circuit and acting at different
levels on the respective gas exchange valve to be actuated,
- downstream from the respective gas exchange valve, the flow cross section of the
circuit is constricted or even closed with respect to all areas upstream from this
gas exchange valve, at least during the duration of a hydraulically actuated opening
or closing of the gas exchange valve,
- the hydraulic actuating force on the gas exchange valve is counteracted by a force,
in particular a spring force,
characterized in that
the feed pump (6) is designed for a delivery operation which operates intermittently
with a high frequency.
2. The actuator according to Claim 1,
characterized in that
the clock frequency of the intermittently operating feed pump (6) corresponds at least
to that of the opening and/or closing frequency of the gas exchange valves (1).
3. The actuator according to Claim 1 or 2,
characterized in that
a mechanical force and/or distance translator (30) is provided between the hydraulic
force source and the respective gas exchange valve (1) and cooperates directly with
the adjustment mechanism of the respective gas exchange valve (1).
4. The actuator according to one of the preceding claims,
characterized in that
the feed pump (6) is designed with piezoelectric, magnetostrictive and/or electrochemical
actuators (13) as delivery elements.
5. The actuator according to one of the preceding claims,
characterized in that
the feed pump (6) is turned off at least during a portion of the period of time when
there is no hydraulically actuated opening or closing of a respective gas exchange
valve (1).
6. The actuator according to one of the preceding claims,
characterized in that
a shaft of the gas exchange valve (1) is displaceably and tightly inserted into a
valve hydraulic chamber (2), which is filled with hydraulic fluid and is connected
to the storage container (8) by a line (4) containing the constrictable to closable
circulating flow cross section, and it is displaced there to open and close the gas
exchange valve (1) with an increase or reduction in size of the hydraulic chamber
(2) produced by the hydraulic fluid, and a greater flow resistance is to be overcome
by the hydraulic fluid to reduce the size of the hydraulic chamber (2) in comparison
with the increase in size of this hydraulic chamber (2).
7. The actuator according to one of the preceding claims,
characterized in that
the constrictable to closable circulating flow cross section is designed as a cut-off
valve (7) or a throttling location.
8. The actuator according to Claim 7,
characterized in that
the cut-off valve (7) is a control valve.
9. The actuator according to one of the preceding claims,
characterized in that
a displacement sensor (21, 22) is provided for determining the displacement path of
the gas exchange valve (1), and the feed pump (6) and/or the stop valve (7, 20) is
regulated as a function of the positions of the shaft of the gas exchange valve (1)
as determined by this sensor (21, 22).
10. The actuator according to one of the preceding claims,
characterized in that
in the case of an actuator, a plurality of gas exchange valves (1) are operable by
a feed pump (6)) with the help of a multi-way stop valve (23) or a plurality of individual
stop valves (7, 28).
11. The actuator according to one of the preceding claims,
characterized in that
the interior of the hydraulic storage tank (8) is under pressure.
12. The actuator for controlling the gas exchange valves of an internal combustion engine
according to one of the preceding claims for a driving and braking operation of the
internal combustion engine, whereby in braking operation of the engine, the outlet
gas exchange valves execute an additional opening/closing cycle during the engine
charging and optional decompression procedure in comparison with the engine drive
operation,
characterized in that
a hydraulic actuator (26) which operates separately from the feed pump (6) can act
on the hydraulic fluid in the hydraulic chambers (2) of the outlet gas exchange valves
(1) for controlling the additional opening/closing cycles of the outlet gas exchange
valves (1) in the engine braking operation, while the feed pump (6) is switched to
inactive during this actuation time.
13. A method of operating an actuator according to one of the preceding claims,
characterized in that
the feed pump (6) produces a braking force which acts on the respective gas exchange
valve (1) during the period of time in which a respective gas exchange valve (1) is
closed through targeted delivery operation within the hydraulic fluid circulation.
14. The actuator according'to one of the preceding claims
characterized in that
the gas exchange valve (1) is operated according to the principle of a hydraulic pendulum.
1. Mécanisme de réglage pour actionner les soupapes d'échange de gaz d'un moteur à combustion
interne, dans lequel les soupapes d'échange de gaz sont actionnées par un fluide hydraulique
refoulé par une pompe de refoulement dans un circuit ouvert pourvu d'un réservoir,
dans lequel
- l'ouverture ou la fermeture des soupapes d'échange de gaz est provoquée par des
forces de réglage provenant du fluide traversant le circuit, agissant à différentes
hauteurs sur une soupape d'échange de gaz à actionner à chaque moment,
- en aval de chaque soupape d'échange de gaz existe une section de passage de circuit
étranglée à fermée par rapport à l'ensemble des zones situées en amont de cette soupape
d'échange de gaz, au moins pendant le laps de temps d'une ouverture ou fermeture provoquée
de manière hydraulique de la soupape d'échange de gaz,
- une force, en particulier une force élastique, est orientée à l'opposé de la force
de réglage hydraulique sur chaque soupape d'échange de gaz,
caractérisé en ce
que la pompe de refoulement (6) est conçue pour un fonctionnement de refoulement travaillant
par intermittence à haute fréquence.
2. Mécanisme de réglage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que la fréquence de cycle de la pompe de refoulement (6) travaillant par intermittence
correspond au moins à celle de la fréquence d'ouverture ou de fermeture des soupapes
d'échange de gaz (1).
3. Mécanisme de réglage selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce
qu'entre la source de force hydraulique et chaque soupape d'échange de gaz (1) est prévu
un démultiplicateur de force et/ou de course (30) coopérant directement avec le mécanisme
de réglage de la soupape d'échange de gaz (1) concernée.
4. Mécanisme de réglage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que la pompe de refoulement (6) est réalisée avec des actionneurs (13) piézo-électriques,
magnétostrictifs et/ou électrochimiques comme éléments de refoulement.
5. Mécanisme de réglage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que la pompe de refoulement (6) est hors circuit pendant au moins une partie du laps
de temps pendant lequel ne s'opère aucune ouverture ou fermeture provoquée de manière
hydraulique d'une soupape d'échange de gaz (1) particulière.
6. Mécanisme de réglage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce
qu'une tige de la soupape d'échange de gaz (1) plonge, en coulissant de manière étanche,
dans une chambre hydraulique de soupape (2) remplie de fluide hydraulique, qui est
reliée au réservoir (8) par l'intermédiaire d'une conduite (4) comprenant une section
de passage de circuit pouvant être étranglée à fermée, et y est déplacée en translation
pour ouvrir et fermer la soupape d'échange de gaz (1) avec agrandissement ou réduction
de la chambre hydraulique (2) provoqué par le fluide hydraulique et que le fluide
hydraulique doit surmonter une résistance à l'écoulement plus élevée pour la réduction
de la chambre hydraulique (2) en comparaison de l'agrandissement de cette chambre
hydraulique (2).
7. Mécanisme de réglage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que la section de passage de circuit pouvant être étranglée ou fermée est réalisée comme
une vanne d'arrêt (7) ou un point d'étranglement.
8. Mécanisme de réglage selon la revendication 7,
caractérisé en ce
que la vanne d'arrêt (7) est une vanne de régulation.
9. Mécanisme de réglage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce
qu'un capteur de déplacement (21, 22) est prévu pour déterminer la course de translation
de la soupape d'échange de gaz (1) et que la pompe de refoulement (6) et/ou la vanne
d'arrêt (7, 20) est régulée en fonction des positions de la tige de la soupape d'échange
de gaz (1) déterminées par ce capteur (21, 22).
10. Mécanisme de réglage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que pour un mécanisme de réglage plusieurs soupapes d'échange de gaz (1) peuvent être
actionnées par une pompe de refoulement (6) à l'aide d'une vanne d'arrêt multivoie
(23) ou de plusieurs vannes d'arrêt individuelles (7, 28).
11. Mécanisme de réglage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que l'intérieur du réservoir hydraulique (8) est sous pression.
12. Mécanisme de réglage pour commander les soupapes d'échange de gaz d'un moteur à combustion
interne selon l'une des revendications précédentes pour un fonctionnement d'entraînement
et de freinage du moteur à combustion interne, dans lequel, dans le fonctionnement
de freinage du moteur, pendant chaque processus de suralimentation et le cas échéant
de décompression du moteur, les soupapes d'échange de gaz d'échappement accomplissent
un cycle d'ouverture/fermeture supplémentaire en comparaison du fonctionnement d'entraînement
du moteur,
caractérisé en ce
que pour commander les cycles d'ouverture/fermeture supplémentaires des soupapes d'échange
de gaz (1) d'échappement, dans le fonctionnement de freinage du moteur, un actionneur
hydraulique (26) travaillant à chaque fois de manière séparée de la pompe de refoulement
(6) peut agir sur le fluide hydraulique dans les chambres hydrauliques (2) des soupapes
d'échange de gaz (1), tandis que la pompe de refoulement (6) est chaque fois commutée
à l'état inactif pendant ce laps de temps d'actionnement.
13. Mécanisme de réglage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que, pendant le laps de temps pendant lequel une soupape d'échange de gaz (1) particulière
se ferme, la pompe de refoulement (6) génère une force de freinage agissant sur la
soupape d'échange de gaz (1) concernée par un refoulement ciblé à l'intérieur du circuit
de liquide hydraulique.
14. Mécanisme de réglage selon l'une des revendications 1 à 12,
caractérisé en ce
que la soupape d'échange de gaz (1) est actionnée suivant le principe d'un pendule hydraulique.