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(11) |
EP 1 370 764 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.03.2007 Patentblatt 2007/11 |
| (22) |
Anmeldetag: 20.03.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2002/003053 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2002/077441 (03.10.2002 Gazette 2002/40) |
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VERFAHREN ZUM EINSPRITZEN VON KRAFTSTOFF IN DIE BRENNRÄUME EINER BRENNKRAFTMASCHINE,
SOWIE KRAFTSTOFFEINSPRITZSYSTEM FÜR EINE SOLCHE
METHOD FOR INJECTING FUEL INTO THE COMBUSTION CHAMBERS OF AN INTERNAL COMBUSTION ENGINE,
AND FUEL INJECTION SYSTEM FOR SAID ENGINE
PROCEDE POUR INJECTER DU CARBURANT DANS LES CHAMBRES DE COMBUSTION D'UN MOTEUR A COMBUSTION
INTERNE ET SYSTEME D'INJECTION DE CARBURANT DESTINE A UN TEL MOTEUR
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
22.03.2001 DE 10114252
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.12.2003 Patentblatt 2003/51 |
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Patentinhaber: MTU FRIEDRICHSHAFEN GMBH |
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88040 Friedrichshafen (DE) |
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Erfinder: |
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- SCHMIDT, Günther
88046 Friedrichshafen (DE)
- KLOOS, Albert
88045 Friedrichshafen (DE)
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Vertreter: Winter, Josef |
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MTU Friedrichshafen GmbH
Maybachplatz 1 88045 Friedrichshafen 88045 Friedrichshafen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 780 569 DE-A- 4 341 543 DE-C- 19 712 135
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EP-A- 1 030 052 DE-A- 4 344 190 US-A- 4 712 528
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einspritzen von Kraftstoff in die Brennräume
einer Brennkraftmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Weiterhin betrifft
die Erfindung ein Kraftstoffeinspritzsystem für eine Brennkraftmaschine nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 8.
[0002] Bei Brennkraftmaschinen, insbesondere bei Dieselmotoren hat zunehmend eine Art von
Kraftstoffeinspritzung Verwendung gefunden, bei welcher eine gemeinsame Zulauf- und
Speicherleitung (Common Rail) mittels einer Hochdruckpumpe unter hohem Druck mit Kraftstoff
beaufschlagt und von dieser der unter hohem Druck stehende Kraftstoff über jeweilige
Hochdruckleitungen einer Anzahl von jeweils ein Einspritzventil umfassenden Kraftstoffinjektoren
zugeführt wird. Beginn und Ende der Einspritzung des Kraftstoffs in die Brennräume
der Brennkraftmaschine werden durch Öffnen und Schließen der in den Kraftstoffinjektoren
vorgesehenen Einspritzventile gesteuert. Zusätzlich können jeweils in den zu den Kraftstoffinjektoren
führenden Hochdruckleitungen ein bestimmtes Kraftstoffspeichenrolumen aufweisende
Hochdruckspeicher vorgesehen sein. Eine solche Art der Kraftstoffeinspritzung ist
beispielsweise aus der DE 197 12 135 C1 bekannt.
[0003] Aus der EP 0 780 569 A1 geht ein Einspritzsystem als bekannt hervor, das einen Hochdruckspeicher
und damit verbundene, zu den Einspritzventilen führende Leitungen aufweist. Zur Dämpfung
von Druckpulsationen sind die Leitungen über Drosseleinrichtungen am Hochdruckspeicher
angeschlossen. Da die Leitungen stromab der Drosseleinrichtungen im Vergleich zum
Druckspeicher kleinvolumig sind, ist, um eine kontinuierliche Einspritzung aufrechtzuerhalten,
die über die Drosseleinrichtungen während einer Einspritzung aus dem Druckspeicher
nachströmende Kraftstoffmenge pro Zeiteinheit gleich groß wie die eingespritzte Kraftstoffmenge
pro Zeiteinheit. Deshalb ist der Systemdruck im Injektor zu Beginn und am Ende einer
Einspritzung gleich groB. Durch beim Schließen des Einspritzventils auf Grund des
Staudrucks erzeugten Druckpulsationen kommt es zu Drucküberhöhungen am Ende der Einspritzung.
[0004] Die sich zunehmend verschärfenden Forderungen hinsichtlich einer Begrenzung der Schadstoffemissionen
von Brennkraftmaschinen machen tendenziell immer höhere Einspritzdrücke erforderlich.
Der in einem Kraftstoffeinspritzsystem der genannten Art im Hinblick auf die Materialbelastung
maximal zulässige Druck ist durch die im System auftretenden Spitzendrücke gegeben.
Die höchsten Druckspitzen treten im Kraftstoffinjektor am Ende der Einspritzung auf.
Ursache hierfür ist der sogenannte Stau- oder Brandungsdruck, der beim Schließen des
Einspritzventils auftritt und um bis zu 400 bar über dem Systemdruck liegen kann.
Dies bedeutet, dass herkömmlicherweise der Systemdruck des Kraftstoffeinspritzsystems
um bis zu den besagten 400 bar niedriger ausgelegt werden muss als der in Hinblick
auf die Materialbelastung maximal vertretbare Spitzendruck.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung ist es ein verbessertes Verfahren zum Einspritzen von Kraftstoff
in die Brennräume einer Brennkraftmaschine, sowie ein verbessertes Kraftstoffeinspritzsystem
für eine Brennkraftmaschine zu schaffen.
[0006] Die Aufgabe wird durch das im Anspruch 1 angegebene Kraftstoffeinspritzverfahren
bzw. durch das im Anspruch 8 angegebene Kraftstoffeinspritzsystem gelöst.
[0007] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den jeweiligen Unteransprüchen
gekennzeichnet.
[0008] Durch die Erfindung wird ein Verfahren zum Einspritzen von Kraftstoff in die Brennräume
einer Brennkraftmaschine, insbesondere eines Dieselmotors, mittels eines eine Anzahl
von jeweils ein Einspritzventil umfassenden Kraftstoffinjektoren und eine die einzelnen
Kraftstoffinjektoren über jeweilige Hochdruckleitungen mit unter hohem Druck stehendem
Kraftstoff versorgende und ihrerseits über eine Hochdruckpumpe unter hohem Druck mit
Kraftstoff beaufschlagte gemeinsame Zulauf- und Speicherleitung enthaltenden Kraftstoffeinspritzsystems
geschaffen, bei dem Beginn und Ende der Einspritzung des Kraftstoffs in die Brennräume
durch Öffnen und Schließen der Einspritzventile der Kraftstoffinjektoren gesteuert
wird. In jeder der zu den Kraftstoffinjektoren führenden Leitungen sind ein oder mehrere
Hochdruckspeicher vorgesehen. Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, dass während der
Einspritzung eine definierte Absenkung des im Kraftstoffinjektor herrschenden Kraftstoffdrucks
von einem anfänglichen Druck p1 auf einen Druck p2 zum Zeitpunkt T2, wenn das Schließen
des Einspritzventits beginnt, durch Beschränkung des Nachströmens von Kraftstoff während
der Einspritzung erfolgt, so dass der aufgrund des Staudrucks beim Schließen des Einspritzventils
am Ende der Einspritzung im Kraftstoffinjektor ansteigende Druck einen vorgegebenen
Wert nicht überschreitet. Die definierte Absenkung des im Kraftstoffinjektor herrschenden
Drucks erfolgt durch Begrenzung des Nachströmens in den von der gemeinsamen Zulauf-
und Speicherleitung zu den Hochdruckspeichem führenden Hochdruckleitungen.
[0009] Vorzugsweise erfolgt die definierte Absenkung des Kraftstoffdrucks im Kraftstoffinjektor
auf einen solchen Wert, dass der aufgrund des Staudrucks beim Schließen des Einspritzventils
am Ende der Einspritzung im Kraftstoffinjektor ansteigende Druck den zu Beginn der
Einspritzung im Kraftstoffinjektor herrschenden Kraftstoffdruck, insbesondere den
Systemdruck P0 nicht überschreitet.
[0010] Gemäß einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es vorgesehen, dass
die Zuführung des Kraftstoffs von der gemeinsamen Zulauf- und Speicherleitung zu den
Kraftstoffinjektoren über zwei in den zu den Kraftstoffinjektoren führenden Hochdruckleitungen
vorgesehene, ein bestimmtes Kraftstoffspeichervolumen aufweisende Hochdruckspeicher
erfolgt.
[0011] Bei Verwendung von zwei Hochdruckspeichern ist der näher zum Injektor liegende Hochdruckspeicher
vorzugsweise mit einem kleineren Volumen ausgebildet, als der weiter stromaufwärts
liegende. Zumindest einem Hochdruckspeicher, vorzugsweise dem größeren ist ein Mengenbegrenzungsventil
zugeordnet, das vorzugsweise stromabwärts des jeweiligen Hochdruckspeichers liegt.
[0012] Gemäß einer Ausführungsform des erfindungsgemäBen Verfahrens erfolgt die Begrenzung
des Nachströmens des Kraftstoffs durch in den von der gemeinsamen Zulauf- und Speicherleitung
zu den Hochdruckspeichern führenden Hochdruckleitungen vorgesehene Drosselstellen.
[0013] Gemäß einer anderen Ausführungsform erfolgt die Begrenzung des Nachströmens des Kraftstoffs
durch die Bemessung des Durchmessers D2 der von der gemeinsamen Zulauf- und Speicherleitung
zu den Hochdruckspeichern führenden Hochdruckleitungen.
[0014] Ein Vorteil des efindungsgemäBen Einspritzverfahrens ist es, dass bei Einspritzbeginn
mit einem hohen Einspritzdruck gearbeitet werden kann, ohne dass es zu einer unzulässigen
Materialüberlastung im Kraftstoffinjektor kommt.
[0015] Weiterhin wird durch die Erfindung ein Kraftstoffeinspritzsystem für eine Brennkraftmaschine,
insbesondere einen Dieselmotor geschaffen, das eine Anzahl von jeweils ein Einspritzventil
umfassenden Kraftstoffinjektoren und eine die einzelnen Kraftstoffinjektoren mit unter
hohem Druck stehendem Kraftstoff versorgende und ihrerseits über eine Hochdruckpumpe
unter hohem Druck mit Kraftstoff beaufschlagte gemeinsame Zulauf- und Speicherleitung,
sowie jeweils ein oder mehrere, insbesondere zwei, in den zu den Kraftstoffinjektoren
führenden Hochdruckleitungen vorgesehene, ein bestimmtes Kraftstoffspeichervolumen
aufweisende Hochdruckspeicher enthält, wobei Beginn und Ende der Einspritzung des
Kraftstoffs in die Brennräume durch Öffnen und Schließen der Einspritzventile der
Kraftstoffinjektoren gesteuert wird. Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, dass das Kraftstoffspeichervolumen
der Hochdruckspeicher und der Strömungswiderstand der von der gemeinsamen Zulauf-
und Speicherleitung zu den einzelnen Hochdruckspeichern führenden Hochdruckleitungen
unter Berücksichtigung der maximalen Einspritzmenge und -dauer so bemessen sind, dass
während der Einspritzung, dadurch dass weniger Kraftstoff in die Hochdruckspeicher
nachströmt als eingespritzt wird, eine Absenkung des im Kraftstoffinjektors herrschenden
Kraftstoffdrucks erfolgt von einem anfänglichen, zum Systemdruck geringfügig niedrigeren
Druck p1 auf einen Kraftstoffdruck p2 zum Zeitpunkt T2, wenn das Schließen des Einspritzventils
beginnt, so dass der auf Grund des Staudrucks beim Schließen des Einspritzventils
am Ende der Einspritzung im Kraftstoffinjektor ansteigende Druck einen vorgegebenen
Wert nicht überschreitet.
[0016] Vorzugsweise sind das Kraftstoffspeichervolumen der Hochdruckspeicher und der Strömungswiderstand
der zu den Hochdruckspeichernführenden Hochdruckleitungen so bemessen, dass der aufgrund
des Staudrucks beim Schließen des Einspritzventils am Ende der Einspritzung im Kraftstoffinjektor
ansteigende Druck den zu Beginn der Einspritzung im Kraftstoffinjektor herrschenden
Kraftstoffdruck, insbesondere den Systemdruck P0 nicht überschreitet
[0017] Gemäß einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzsystems ist
es vorgesehen, dass der Strömungswiderstand der von der gemeinsamen Zulauf- und Speicherleitung
zu den Hochdruckspeichern führenden Hochdruckleitungen durch Drosselstellen bestimmt
ist
[0018] Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, dass der Strömungswiderstand
der von der gemeinsamen Zulauf- und Speicherleitung zu den Hochdruckspeichern führenden
Hochdruckleitungen durch deren Durchmesser D2 bestimmt ist.
[0019] Wie bei dem erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzverfahren ist es auch bei dem erfindungsgemäßen
Kraftstoffeinspritzsystem ein wesentlicher Vorteil, dass am Einspritzbeginn mit hohen
Drücken gearbeitet werden kann, ohne dass es zu unzulässigen Materialüberlastungen
in den Kraftstoffinjektoren kommt.
[0020] Bei einer Kraftstoffeinspritzung ohne die erfindungsgemäße Absenkung des im Kraftstoffinjektor
herrschenden Kraftstoffdrucks zum Ende der Einspritzung müssten, wenn gleich hohe
Anfangsdrücke erreicht werden sollen, die Kraftstoffinjektoren auf die wesentlich
höheren Drücke ausgelegt werden, die aufgrund der beim Schließen des Einspritzventils
auftretenden Stau- oder Brandungsdrücke entstehen.
[0021] Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert.
Es zeigen:
Figur 1 ein schematisiertes Blockschaltbild eines Teils eines Kraftstoffeinspritzsystems
gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Figur 2 eine schematisierte Querschnittsansicht, die den das Einspritzventil umfassenden
Teil eines Kraftstoffinjektors zeigt;
Figur 3 ein Diagramm, welches die im Kraftstoffinjektor während eines Einspritzvorgangs
herrschenden Druckverhältnisse für eine herkömmliche Kraftstoffeinspritzung darstellt;
und
Figur 4 ein Diagramm, welches die im Kraftstoffinjektor während des Einspritzvorgangs
herrschenden Druckverhältnisse gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung darstellt.
[0022] Bei dem in Figur 1 dargestellten Teil eines Kraftstoffeinspritzsystems bedeutet das
Bezugszeichen 5 einen von typischerweise mehreren Kraftstoffinjektoren zum Einspritzen
von Kraftstoff in die Brennräume einer Brennkraftmaschine, insbesondere eines Dieselmotors.
Die Kraftstoffinjektoren 5 werden mittels einer in Figur 1 nicht dargestellten Steuereinheit
so gesteuert, dass eine optimal auf Drehzahl und Belastungszustand der Brennkraftmaschine
abgestimmte Kraftstoffmenge eingespritzt wird. Von einem ebenfalls in Figur 1 nicht
dargestellten Kraftstoffvorrat wird mittels einer oder mehrerer Hochdruckpumpen 6
der Kraftstoff unter hohem Druck zunächst einer gemeinsamen Zulauf- und Speicherleitung
1 zugeführt, von welcher zur Versorgung der einzelnen Kraftstoffinjektoren 5 dienende
Hochdruckleitungen 2, 4a, 4b abzweigen.
[0023] In den zu den Kraftstoffinjektoren 5 führenden Hochdruckleitungen 2, 4a, 4b sind
ein oder mehrere Hochdruckspeicher 3a, 3b vorgesehen. Der von der gemeinsamen Zulauf-
und Speicherleitung 1 zu dem Hochdruckspeicher 3a führende Teil der Hochdruckleitung
ist mit dem Bezugszeichen 2 gekennzeichnet, wogegen die von den Hochdruckspeichern
3a, 3b zu dem Kraftstoffinjektor 5 führenden Abschnitte der Hochdruckleitung die Bezugszeichen
4a und 4b tragen. Den Hochdruckspeichern 3a und 3b sind Mengenbegrenzungsventile 14a
und 14b zugeordnet, die vorzugsweise stromabwärts von den Hochdruckspeichern 3a, 3b
liegen, aber auch stromaufwärts liegen können.
[0024] Die Hochdruckspeicher 3a, 3b wirken als ölelastische Speicher, in deren Kraftstoffspeichervolumen
unter dem von der gemeinsamen Zulauf- und Speicherleitung 6 gelieferten Hochdruck
beaufschlagter Kraftstoff zur Zuführung zu den Kraftstoffinjektoren 5 vorgehalten
wird.
[0025] Auch die gemeinsame Zulauf- und Speicherleitung 1 hat typischerweise die Funktion
eines ölelastischen Speichers, in welchem der unter dem von der Hochdruckpumpe 6 gelieferten
Hochdruck beaufschlagte Kraftstoff zur weiteren Verteilung auf die Hochdruckspeicher
3a, 3b über die Hochdruckleitungen 2, 4a, 4b vorgehalten wird.
[0026] Die in Figur 2 dargestellte Querschnittsansicht zeigt einen Teil des Injektorgehäuses
7 des Kraftstoffinjektors 5, welcher in den Brennraum der Brennkraftmaschine ragt
und eine Einspritzdüse 13 enthält, über welche der Kraftstoff in den Brennraum eingespritzt
wird. In diesem Teil des Injektorgehäuses 7 ist ein Einspritzventil ausgebildet, welches
durch die Spitze 9 einer in dem Kraftstoffinjektor 5 in bekannter Weise längsverschieblich
gelagerten Düsennadel 8 und einen mit der Düsennadelspitze 9 zusammenwirkenden Düsennadelsitz
10 gebildet ist. Beim Öffnen des Einspritzventils 9, 10 wird in einem Vorraum 11 befindlicher,
unter hohem Druck über die Hochdruckleitung 4a, 4b in den Kraftstoffinjektor 5 gelieferter
Kraftstoff zur Einspritzung über die Einspritzdüse 13 freigegeben. Der Düsennadelspitze
9 vorgelagert befindet sich ein Sackloch 12, von welchem die Einspritzdüse 13 abzweigt.
[0027] Das Öffnen und Schließen des Einspritzventils 9, 10 und damit des Beginns und des
Endes der Einspritzung des Kraftstoffs in den Brennraum der Brennkraftmaschine wird
durch die oben genannte Steuereinheit gesteuert.
[0028] Das in Figur 3 dargestellte Diagramm zeigt die gegen die Zeit aufgetragenen Druckverhältnisse
bei einer herkömmlichen Einspritzung von Kraftstoff in den Brennraum einer Brennkraftmaschine.
Die mit A bezeichnete Kurve zeigt den in dem Vorraum 11 vor dem Einspritzventil 9,
10 herrschenden Kraftstoffdruck, der bei geschlossenem Einspritzventil dem Systemdruck
P0 gleich ist; die mit B bezeichnete Kurve zeigt den Druck im Sackloch 12 während
des Einspritzvorgangs. Der Beginn des Einspritzvorgangs, bei dem das Einspritzventil
9, 10 zu öffnen beginnt, ist mit T1' bezeichnet, das Ende des Einspritzvorgangs, bei
dem das Einspritzventil 9, 10 zu schließen beginnt, ist mit T2 bezeichnet. Wie die
Kurve B zeigt, steigt bei Beginn der Einspritzung der Druck im Sackloch 12 relativ
schnell vom Druck 0 zum Zeitpunkt T1' auf den Druck P1 zum Zeitpunkt T1 an, der dem
im Vorraum 11 herrschenden Systemdruck fast gleich ist. Der im Vorraum 11 herrschende
Kraftstoffdruck ist zum Zeitpunkt T1 aufgrund der Kraftstoffentnahme geringfügig gegen
den Systemdruck P0 abgesunken. Während der Zeitspanne von T1 bis T2, also während
das Einspritzventil 9, 10 geöffnet ist, entspricht der Druck im Sackloch 12 im wesentlichen
dem Druck im Vorraum 11. Während des Schließens des Einspritzventils 9, 10, fällt
der Druck im Sackloch 12 vom Zeitpunkt T2 an; wo der Druck im wesentlichen noch dem
Druck im Vorraum 11 entspricht, auf den Druck 0 zum Zeitpunkt T2' ab, wobei zu diesem
Zeitpunkt das Einspritzventil 9, 10 vollständig geschlossen ist, also die Düsennadelspitze
9 im Düsennadelsitz 10 anliegt.
[0029] Aufgrund des beim Schließen des Einspritzventils 9, 10 auftretenden Stau- oder Brandungsdrucks
erfolgt im Vorraum 11 eine rapide Druckerhöhung, die um bis zu 400 bar über dem Systemdruck
liegen kann. Wie die Kurve A in Figur 3 zeigt, klingt diese Druckspitze unter mehreren
Schwingungen bis zum Zeitpunkt T3 wieder ab. Wie bereits eingangs erläutert, stellen
diese beim Schließen des Einspritzventils 9, 10 auftretenden Druckspitzen eine wesentliche
Beanspruchung für den Kraftstoffinjektor 5 dar.
[0030] Figur 4 zeigt ein entsprechendes Diagramm, in welchem die im Kraftstoffinjektor 5
herrschenden Druckverhältnisse in Abhängigkeit von der Zeit dargestellt sind, wie
sie bei dem erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzverfahren bzw. bei dem erfindungsgemäßen
Kraftstoffeinspritzsystem auftreten. In Figur 4 ist der im Sackloch 12 des Kraftstoffinjektors
5 herrschende Druck wieder durch die Kurve B gezeigt, die Kurve A zeigt dem im Vorraum
11 herrschenden Druck. Der bei geschlossenem Einspritzventil 9, 10 im Vorraum 11 praktisch
vollständig anliegende Systemdruck ist mit P0 bezeichnet. Beim Öffnen des Einspritzventils
9, 10 also beim Lösen der Düsennadelspitze 9 aus dem Düsennadelsitz 10 zum Zeitpunkt
T1' beginnt ein schneller Anstieg des im Sackloch 12 des Kraftstoffinjektors 5 herrschenden
Kraftstoffdrucks bis dieser zum Zeitpunkt T1 praktisch den im Vorraum 11 herrschenden
Kraftstoffdruck erreicht. Letzterer ist zum Zeitpunkt T1 aufgrund der Kraftstoffentnahme
geringfügig gegen den Systemdruck P0 abgesunken.
[0031] Gemäß der Erfindung erfolgt während der Einspritzung eine definierte Absenkung des
im Vorraum 11 des Kraftstoffinjektors 5 herrschenden Kraftstoffdrucks vom anfänglichen
Druck P1 zum Zeitpunkt T1 auf den Kraftstoffdruck P2 zum Zeitpunkt T2, wenn das Schließen
des Einspritzventils 9, 10 beginnt. Der Kraftstoffdruck P2 zum Zeitpunkt T2 hat einen
solchen abgesenkten Wert, dass der aufgrund des Staudrucks beim Schließen des Einspritzventils
9, 10 am Ende der Einspritzung ansteigende Druck einen vorgegebenen Wert nicht überschreitet.
Bei dem in Figur 4 dargestellten Ausführungsbeispiel erfolgt die besagte definierte
Absenkung des Kraftstoffdrucks auf einen solchen Wert, dass der aufgrund des Staudrucks
beim Schließen des Einspritzventils 9, 10 ansteigende Druck den zu Beginn der Einspritzung
im Kraftstoffinjektor 5 herrschenden Kraftstoffdruck, insbesondere den Systemdruck
P0 nicht überschreitet.
[0032] Wiederum zurückkehrend zu dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Kraftstoffeinspritzsystems, sind die Kraftstoffspeichervolumina der Hochdruckspeicher
3a, 3b und der Strömungswiderstand der von der gemeinsamen Zulauf- und Speicherleitung
1 zu diesem führenden Hochdruckleitung 2 unter Berücksichtigung der maximalen Einspritzmenge
und -dauer so bemessen, dass sich der in Figur 4 dargestellte Druckabfall ergibt.
Im einzelnen wird der Druckabfall dadurch bewirkt, dass der Kraftstoff über die Hochdruckleitung
2 weniger schnell zu den Hochdruckspeichern 3a, 3b und zum Kraftstoffinjektor 5 nachströmen
kann, als er über die Einspritzdüse, vergleiche Figur 2, in den Brennraum der Brennkraftmaschine
eingespritzt wird. Diese Begrenzung des Nachströmens des Kraftstoffs kann durch eine
Drosselstelle erfolgen, die in der von der gemeinsamen Zulauf- und Speicherleitung
1 zu dem Hochdruckspeicher 3a führenden Hochdruckleitung 2 vorgesehen ist, oder, was
vorzuziehen ist, durch eine Bemessung des Durchmessers D2 (Innendurchmesser) der von
der gemeinsamen Zulauf- und Speicherleitung 1 zu dem Hochdruckspeicher 3a führenden
Hochdruckleitung 2 und deren Länge. Drosselstelle bzw. Leitungsquerschnitt und die
Hochdruckspeichervolumina sind natürlich auf den höchsten Beanspruchungsfall abgestimmt,
nämlich wenn die Brennkraftmaschine mit Volllast läuft. Damit in der zur Verfügung
stehenden Zeit die benötigte Einspritzmenge eingespritzt werden kann, ist dann der
Raildruck (Systemdruck) am höchsten zu wählen. Bei Teillast wird der Kraftstoffdruck
in der Zulauf- und Speicherleitung 1 erniedrigt. Aufgrund des beschränkten Kraftstoffnachlaufs
ist aber auch bei Teillast ein Absinken des Drucks im Vorraum 11 gemäß Kurve A nach
Figur 4 zu beobachten.
[0033] Anstelle von zwei in Figur 1 dargestellten Hochdruckspeichern 3a, 3b kann auch nur
ein Hochdruckspeicher verwendet werden. Bei Verwendung von zwei Hochdruckspeichern
wird vorzugsweise der näher am Injektor liegende, möglichst im Injektor integrierte
Hochdruckspeicher 3b aus Platzgründen mit einem kleineren Volumen als der weiter entfernt
stromaufwärts liegende Hochdruckspeicher 3a ausgebildet sein.
[0034] Dem kleineren zweiten Hochdruckspeicher 3b kommt aufgrund der kurzen Entfernung zu
den Düsenlöchern'hauptsächlich eine Dämpfungsfunktion zu. Aufgrund der kurzen Verbindung
kann durch schnellen Nachfluss von Kraftstoff aus dem Hochdruckspeicher 3b vor die
Düsenlöcher 13 ein schneller Druckausgleich bewirkt werden, was die Amplitude des
Brandungsdrucks vermindert. Die Leitungen 4a und 4b sind mit einem großen Querschnitt
ausgebildet, um einen ungehinderten Kraftstoffnachfluss zu gewährleisten.
[0035] Die Mengenbegrenzungsventile 14a, 14b dienen in erster Linie dazu, bei Nadelklemmen
das Nachströmen von Kraftstoff und Dauereinspritzung zu verhindern. Außerdem kommt
ihnen aber auch eine Dämpfungsfunktion zu, die durch den verschiebbaren Kolben und
die im Ventil gebildeten Strömungskanäle bewirkt wird. Die Mengenbegrenzungsventile
wirken sich günstig auf das Abklingverhalten der Druckschwingung am Einspritzende
aus. Für eine optimale Funktion sind die Mengenbegrenzungsventile vorzugsweise stromabwärts
am Ausgang zumindest des größeren Hochdruckspeichers 3a anzubringen.
Bezugszeichenliste
[0036]
- 1
- gemeinsame Zulauf- und Speicherleitung
- 2
- Hochdruckleitung
- 3a, 3b
- Hochdruckspeicher
- 4a, 4b
- Hochdruckleitung
- 5
- Kraftstoffinjektor
- 6
- Hochdruckpumpe
- 7
- Injektorgehäuse
- 8
- Düsennadel
- 9
- Düsennadelspitze
- 10
- Düsennadelsitz
- 11
- Vorraum
- 12
- Sackloch
- 13
- Einspritzdüse
- 14a, 14b
- Mengenbegrenzungsventil
1. Verfahren zum Einspritzen von Kraftstoff in die Brennräume einer Brennkraftmaschine,
insbesondere eines Dieselmotors, mittels eines eine Anzahl von jeweils ein Einspritzventil
(9, 10) umfassenden Kraftstoffinjektoren (5) und eine die einzelnen Kraftstoffinjektoren
(5) über jeweilige Hochdruckleitungen (2, 4a, 4b) mit unter hohem Druck stehendem
Kraftstoff versorgende und ihrerseits über eine Hochdruckpumpe (6) unter hohem Druck
mit Kraftstoff beaufschlagte gemeinsame Zulauf- und Speicherleitung (1) enthaltenden
Kraftstoffeinspritzsystems, wobei die Zuführung des Kraftstoffs von der Speicherleitung
(1) über einen oder mehrere, in jeder der zu den Kraftstoffinjektoren (5) führenden
Hochdruckleitungen (2, 4a, 4b) vorgesehene Hochdruckspeicher (3a, 3b) erfolgt, und
wobei Beginn und Ende der Einspritzung des Kraftstoffs in die Brennräume durch Öffnen
und Schließen der Einspritzventile (9, 10) der Kraftstoffinjektoren (5) gesteuert
wird, dadurch gekennzeichnet, dass während der Einspritzung durch Beschränkung des Nachströmens des Kraftstoffs derart,
dass weniger Kraftstoff zu den Hochdruckspeichern (3a, 3b) nachströmt, als eingespritzt
wird, eine definierte Absenkung des im Kraftstoffinjektor (5) herrschenden Kraftstoffdrucks
erfolgt von einem anfänglichen, geringfügig zum Systemdruck niedrigeren Druck p1 auf
einen Druck p2 zum Zeitpunkt T2, wenn das Schließen des Einspritzventils (9, 10) beginnt,
so dass der aufgrund des Staudrucks beim Schließen des Einspritzventils (9, 10) am
Ende der Einspritzung im Kraftstoffinjektor (5) ansteigende Druck einen vorgegebenen
Wert nicht überschreitet, wobei die definierte Absenkung des im Kraftstoffinjektor
(5) herrschenden Kraftstoffdrucks durch Begrenzung des Nachströmens des Kraftstoffs
in den von der gemeinsamen Zulauf- und Speicherleitung (1) zu den Hochdruckspeichern
(3a, 3b) führenden Hochdruckleitungen (2) erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die definierte Absenkung des Kraftstoffdrucks im Kraftstoffinjektor (5) so erfolgt,
dass der aufgrund des Staudrucks beim Schließen des Einspritzventils (9, 10) am Ende
der Einspritzung im Kraftstoffinjektor (5) ansteigende Druck den zu Beginn der Einspritzung
im Kraftstoffinjektor (5) herrschenden Kraftstoffdruck, insbesondere den Systemdruck
P0 nicht überschreitet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführung des Kraftstoffs von der gemeinsamen Zulauf- und Speicherleitung (1)
zu den Kraftstoffinjektoren (5) über zwei in jeder der zu den Kraftstoffinjektoren
(5) führenden Hochdruckleitungen (2, 4a, 4b) vorgesehene, ein bestimmtes Kraftstoffspeichervolumen
aufweisende Hochdruckspeicher (3a, 3b) erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung von zwei Hochdruckspeichern (3a, 3b) der näher zum Injektor liegende
Hochdruckspeicher (3b) ein kleineres Volumen besitzt als der weiter stromaufwärts
liegende Hochdruckspeicher (3a).
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einem Hochdruckspeicher (3a, 3b) ein Mengenbegrenzungsventil (14a, 14b)
zugeordnet ist, das vorzugsweise jeweils stromabwärts des Hochdruckspeichers (3a,
3b) liegt.
6. Verfahren nach Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzung des Nachströmens des Kraftstoffs durch in den von der gemeinsamen
Zulauf- und Speicherleitung (1) zu den Hochdruckspeichern (3a, 3b) führenden Hochdruckleitungen
(2) vorgesehene Drosselstellen erfolgt.
7. Verfahren nach Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzung des Nachströmens des Kraftstoffs durch die Bemessung des Durchmessers
D2 der von der gemeinsamen Zulauf- und Speicherleitung (1) zu den Hochdruckspeichern
(3a, 3b) führenden Hochdruckleitungen (2) erfolgt.
8. Kraftstoffeinspritzsystem für eine Brennkraftmaschine, insbesondere einen Dieselmotor,
das eine Anzahl von jeweils ein Einspritzventil (9, 10) umfassenden Kraftstoffinjektoren
(5) und eine die einzelnen Kraftstoffinjektoren (5) mit unter hohem Druck stehendem
Kraftstoff versorgende und ihrerseits über eine Hochdruckpumpe (6) unter hohem Druck
mit Kraftstoff beaufschlagte gemeinsame Zulauf- und Speicherleitung (1), sowie ein
oder mehrere, insbesondere zwei, jeweils in den zu den Kraftstoffinjektoren (5) führenden
Hochdruckleitungen (2, 4a, 4b) vorgesehene, ein bestimmtes Kraftstoffspeichervolumen
aufweisende Hochdruckspeicher (3a, 3b) enthält, wobei Beginn und Ende der Einspritzung
des Kraftstoffs in die Brennräume durch Öffnen und Schließen der Einspritzventile
(9, 10) der Kraftstoffinjektoren (5) gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Kraftstoffspeichervolumen der Hochdruckspeicher (3a, 3b) und der Strömungswiderstand
der von der gemeinsamen Zulauf- und Speicherleitung (1) zu den Hochdruckspeichern
(3a, 3b) führenden Hochdruckleitungen (2) unter Berücksichtigung der maximalen Einspritzmenge
und -dauer so bemessen sind, dass während der Einspritzung, dadurch, dass weniger Kraftstoff in die Hochdruckspeicher (3a, 3b) nachströmt, als eingespritzt
wird, eine Absenkung des im Kraftstoffinjektor herrschenden Kraftstoffdrucks von einem
anfänglichen, zum Systemdruck geringfügig niedrigeren Druck p1 auf einen Kraftstoffdruck
p2 zum Zeitpunkt T2 erfolgt, wenn das Schließen des Einspritzventils (9, 10) beginnt,
so dass der aufgrund des Staudrucks beim Schließen des Einspritzventils (9, 10) am
Ende der Einspritzung im Kraftstoffinjektor (5) ansteigende Druck einen vorgegebenen
Wert nicht überschreitet.
9. Kraftstoffeinspritzsystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Kraftstoffspeichervolumen der Hochdruckspeicher (3a, 3b) und der Strömungswiderstand
der von der gemeinsamen Zulauf- und Speicherleitung (1) zu den Hochdruckspeichern
(3a, 3b) führenden Hochdruckleitung (2) so bemessen sind, dass der auf Grund des Staudrucks
beim Schließen des Einspritzventils (9, 10) am Ende der Einspritzung im Kraftstoffinjektor
(5) ansteigende Druck den zu Beginn der Einspritzung im Kraftstoffinjektor (5) herrschenden
Kraftstoffdruck, insbesondere den Systemdruck P0 nicht überschreitet.
10. Kraftstoffeinspritzsystem nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Anordnung mit jeweils zwei Hochdruckspeichern (3a, 3b) der näher zum Injektor
liegende Hochdruckspeicher (3b) ein kleineres Volumen besitzt, als der weiter stromaufwärts
liegende Hochdruckspeicher (3a).
11. Kraftstoffeinspritzsystem nach Anspruch 8, 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einem Hochdruckspeicher (3a, 3b) ein Mengenbegrenzungsventil (14a, 14b)
zugeordnet ist, das vorzugsweise jeweils stromabwärts des Hochdruckspeichers (3a,
3b) liegt.
12. Kraftstoffeinspritzsystem nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungswiderstand der von der gemeinsamen Zulauf- und Speicherleitung (1) zu
den Hochdruckspeichern (3a, 3b) führenden Hochdruckleitungen (2) durch Drosselstellen
bestimmt ist.
13. Kraftstoffeinspritzsystem nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungswiderstand der von der gemeinsamen Zulauf- und Speicherleitung (1) zu
den Hochdruckspeichern (3a, 3b) führenden Hochdruckleitungen (2) durch deren Durchmesser
D2 bestimmt ist.
1. Method for injecting fuel into the combustion chambers of an internal combustion engine,
in particular a diesel engine, by means of a fuel injection system which contains
a number of fuel injectors (5), each comprising an injection valve (9, 10), and a
common rail (1), which supplies the individual fuel injectors (5) with highly pressurized
fuel by way of respective high-pressure lines (2, 4a, 4b) and to which in turn highly
pressurized fuel is admitted by way of a high-pressure pump (6), the fuel being fed
from the common rail (1) by way of one or more high-pressure reservoirs (3a, 3b) provided
in each of the high-pressure lines (2, 4a, 4b) leading to the fuel injectors (5),
and the beginning and end of the fuel injection into the combustion chambers being
controlled by opening and closing of the injection valves (9, 10) of the fuel injectors
(5), characterized in that during injection the continued flow of fuel is limited in such a way that less fuel
continues to flow to the high-pressure reservoirs (3a, 3b) than is injected, so as
to bring about a defined reduction of the fuel pressure prevailing in the fuel injector
(5) from an initial pressure p1, which is slightly lower than the system pressure,
to a pressure p2 at the instant T2 when closing of the injection valve (9, 10) commences,
so that the pressure in the fuel injector (5), increasing due to the back pressure
generated as the injection valve (9, 10) closes at the end of injection, does not
exceed a predefined value, the defined reduction of the fuel pressure prevailing in
the fuel injector (5) being brought about by limiting the continued flow of fuel in
the high-pressure lines (2) leading from the common rail (1) to the high-pressure
reservoirs (3a, 3b).
2. Method according to Claim 1, characterized in that the defined reduction of the fuel pressure in the fuel injector (5) is brought about
in such a way that the pressure in the fuel injector (5), increasing due to the back
pressure generated as the injection valve (9, 10) closes at the end of injection,
does not exceed the fuel pressure prevailing in the fuel injector (5) on the commencement
of injection, in particular the system pressure P0.
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that fuel is fed from the common rail (1) to the fuel injectors (5) by way of two high-pressure
reservoirs (3a, 3b) provided in each of the high-pressure lines (2, 4a, 4b) leading
to the fuel injectors (5) and having a specific fuel storage volume.
4. Method according to Claim 3, characterized in that where two high-pressure reservoirs (3a, 3b) are used, the high-pressure reservoir
(3b) situated closer to the injector has a smaller volume than the high-pressure reservoir
(3a) situated further upstream.
5. Method according to Claim 3 or 4, characterized in that a quantity-limiting valve (14a, 14b), which is in each case preferably situated downstream
of the high-pressure reservoir (3a, 3b), is associated with at least one high-pressure
reservoir (3a, 3b).
6. Method according to Claim 3, 4 or 5, characterized in that the continued flow of fuel is limited by restrictors provided in the high-pressure
lines (2) leading from the common rail (1) to the high-pressure reservoirs (3a, 3b).
7. Method according to Claim 3, 4 or 5, characterized in that the continued flow of fuel is limited by the design diameter D2 of the high-pressure
lines (2) leading from the common rail (1) to the high-pressure reservoirs (3a, 3b).
8. Fuel injection system for an internal combustion engine, in particular a diesel engine,
which contains a number of fuel injectors (5), each comprising an injection valve
(9, 10), and a common rail (1), which supplies the individual fuel injectors (5) with
highly pressurized fuel and to which in turn highly pressurized fuel is admitted by
way of a high-pressure pump (6), together with one or more, especially two, high-pressure
reservoirs (3a, 3b) provided in each of the high-pressure lines (2, 4a, 4b) leading
to the fuel injectors (5) and having a specific fuel storage volume, the beginning
and end of the fuel injection into the combustion chambers being controlled by opening
and closing of the injection valves (9, 10) of the fuel injectors (5), characterized in that the fuel storage volume of the high-pressure reservoirs (3a, 3b) and the flow resistance
of the high-pressure lines (2) leading from the common rail (1) to the high-pressure
reservoirs (3a, 3b) are designed to take account of the maximum injection quantity
and injection period, so that during injection less fuel continues to flow to the
high-pressure reservoirs (3a, 3b) than is injected, so as to bring about a reduction
of the fuel pressure prevailing in the fuel injector from an initial pressure p1,
which is slightly lower than the system pressure, to a fuel pressure p2 at the instant
T2 when closing of the injection valve (9, 10) commences, so that the pressure in
the fuel injector (5), increasing due to the back pressure generated as the injection
valve (9, 10) closes at the end of injection, does not exceed a predefined value.
9. Fuel injection system according to Claim 8, characterized in that the fuel storage volume of the high-pressure reservoirs (3a, 3b) and the flow resistance
of the high-pressure line (2) leading from the common rail (1) to the high-pressure
reservoirs (3a, 3b) are designed so that the pressure in the fuel injector (5), increasing
due to the back pressure generated as the injection valve (9, 10) closes at the end
of injection, does not exceed the fuel pressure prevailing in the fuel injector (5)
on the commencement of injection, in particular the system pressure P0.
10. Fuel injection system according to Claim 8 or 9, characterized in that in an arrangement with two high-pressure reservoirs (3a, 3b), the high-pressure reservoir
(3b) situated closer to the injector in each case has a smaller volume than the high-pressure
reservoir (3a) situated further upstream.
11. Fuel injection system according to Claim 8, 9 or 10, characterized in that a quantity-limiting valve (14a, 14b), which is in each case preferably situated downstream
of the high-pressure reservoir (3a, 3b), is associated with at least one high-pressure
reservoir (3a, 3b).
12. Fuel injection system according to any one of Claims 8 to 11, characterized in that the flow resistance of the high-pressure lines (2) leading from the common rail (1)
to the high-pressure reservoirs (3a, 3b) is determined by restrictors.
13. Fuel injection system according to any one of Claims 8 to 11, characterized in that the flow resistance of the high-pressure lines (2) leading from the common rail (1)
to the high-pressure reservoirs (3a, 3b) is determined by their diameter D2.
1. Procédé d'injection dé carburant dans les chambres de combustion d'un moteur à combustion
interne, notamment d'un moteur diesel, au moyen d'un système d'injection de carburant
contenant un certain nombre d'injecteurs de carburant (5) comportant respectivement
une soupape d'injection (9, 10) et une conduite d'arrivée et d'accumulation commune
(1) alimentant les différents injecteurs de carburant (5) par des conduites à haute
pression respectives (2, 4a, 4b) en carburant sous haute pression et recevant de son
côté par une pompe à haute pression (6) du carburant à haute pression, l'acheminement
du carburant par la conduite d'accumulation (1) étant assuré par un ou plusieurs accumulateurs
à haute pression (3a, 3b) prévus dans chacune des conduites à haute pression (2, 4a,
4b) menant aux injecteurs de carburant (5) et le début et la fin de l'injection du
carburant dans les chambres de combustion étant contrôlés par ouverture et fermeture
des soupapes d'injection (9, 10) des injecteurs de carburant (5), caractérisé en ce que, pendant l'injection, en limitant le reflux du carburant de manière à ce que moins
de carburant reflue vers les accumulateurs à haute pression (3a, 3b) qu'il en a été
injecté, il y a une baisse définie de la pression de carburant régnant dans l'injecteur
de carburant (5) depuis une pression initiale p1 légèrement inférieure à la pression
du système jusqu'à une pression p2 au moment T2 lorsque la fermeture de la soupape
d'injection (9, 10) commence, de sorte que la pression montant dans l'injecteur de
carburant (5) en raison de la contre-pression lors de la fermeture de la soupape d'injection
(9, 10), à la fin de l'injection, n'excède pas une valeur prescrite, tandis que la
baisse définie de la pression de carburant régnant dans l'injecteur de carburant (5)
est provoquée en limitant le reflux du carburant dans les conduites à haute pression
(2) menant de la conduite d'arrivée et d'accumulation commune (1) aux accumulateurs
à haute pression (3a, 3b).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la baisse définie de la pression de carburant dans l'injecteur de carburant (5) a
lieu de manière à ce que la pression montant en raison de la contre-pression lors
de la fermeture de la soupape d'injection (9, 10) à la fin de l'injection dans l'injecteur
de carburant (5) n'excède pas la pression de carburant régnant au début de l'injection
dans l'injecteur de carburant (5), notamment la pression du système P0.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'acheminement du carburant de la conduite d'arrivée et d'accumulation commune (1)
aux injecteurs de carburant (5) est fait par deux accumulateurs à haute pression (3a,
3b) prévus dans chacune des conduites à haute pression (2, 4a, 4b) menant aux injecteurs
de carburant (5) et présentant un certain volume d'accumulation de carburant.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que, si l'on utilise deux accumulateurs à haute pression (3a, 3b), l'accumulateur à haute
pression (3b) placé plus près de l'injecteur contient un volume plus faible que l'accumulateur
à haute pression (3a) placé plus loin en amont.
5. Procédé selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce qu'à au moins un accumulateur à haute pression (3a, 3b) est associée une soupape de limitation
de quantité (14a, 14b) qui se trouve de préférence respectivement en aval de l'accumulateur
à haute pression (3a, 3b).
6. Procédé selon la revendication 3, 4 ou 5, caractérisé en ce que la limitation du reflux du carburant est assurée par des points d'étranglement prévus
dans les conduites à haute pression (2) menant de la conduite d'arrivée et d'accumulation
commune (1) aux accumulateurs à haute pression (3a, 3b).
7. Procédé selon la revendication 3, 4 ou 5, caractérisé en ce que la limitation du reflux du carburant est assurée par le dimensionnement du diamètre
D2 des conduites à haute pression (2) menant de la conduite d'arrivée et d'accumulation
commune (1) aux accumulateurs à haute pression (3a, 3b).
8. Système d'injection de carburant pour moteur à combustion interne, notamment moteur
diesel, contenant un certain nombre d'injecteurs de carburant (5) comportant respectivement
une soupape d'injection (9, 10) et une conduite d'arrivée et d'accumulation commune
(1) alimentant les différents injecteurs de carburant (5) en carburant sous haute
pression et recevant de son côté par une pompe à haute pression (6) du carburant à
haute pression ainsi qu'un ou plusieurs, notamment deux, accumulateurs à haute pression
(3a, 3b) prévus respectivement dans les conduites à haute pression (2, 4a, 4b) menant
respectivement aux injecteurs de carburant (5) et présentant un certain volume d'accumulation
de carburant, le début et la fin de l'injection du carburant dans les chambres de
combustion étant contrôlés par ouverture et fermeture des soupapes d'injection (9,
10) des injecteurs de carburant (5), caractérisé en ce que le volume d'accumulation de carburant des accumulateurs à haute pression (3a, 3b)
et la résistance à l'écoulement des conduites à haute pression (2) menant de la conduite
d'arrivée et d'accumulation commune (1) aux accumulateurs à haute pression (3a, 3b)
sont dosés en tenant compte de la quantité et de la durée d'injection maximales de
manière à ce que, pendant l'injection, du fait que moins de carburant reflue dans
les accumulateurs à haute pression (3a, 3b) qu'il en a été injecté, il se produise
une baisse de la pression de carburant régnant dans l'injecteur de carburant depuis
une pression initiale légèrement plus faible que la pression du système p1 jusqu'à
une pression de carburant p2 au moment T2 lorsque la fermeture de la soupape d'injection
(9, 10) commence, de sorte que la pression montant dans l'injecteur de carburant (5)
en raison de la contre-pression lors de la fermeture de la soupape d'injection (9,
10) à la fin de l'injection n'excède pas une valeur prescrite.
9. Système d'injection de carburant selon la revendication 8, caractérisé en ce que le volume d'accumulation de carburant des accumulateurs à haute pression (3a, 3b)
et la résistance à l'écoulement de la conduite à haute pression (2) menant de la conduite
d'arrivée et d'accumulation commune (1) aux accumulateurs à haute pression (3a, 3b)
sont dosés de manière à ce que la pression montant dans l'injecteur de carburant (5)
en raison de la contre-pression lors de la fermeture de la soupape d'injection (9,
10) à la fin de l'injection n'excède pas la pression de carburant régnant au début
de l'injection dans l'injecteur de carburant (5), notamment la pression du système
P0.
10. Système d'injection de carburant selon la revendication 8, 9 ou 10, caractérisé en ce que, dans le cas d'un dispositif comprenant respectivement deux accumulateurs à haute
pression (3a, 3b), l'accumulateur à haute pression (3b) placé plus près de l'injecteur
présente un volume plus faible que l'accumulateur à haute pression (3a) placé plus
loin en amont.
11. Système d'injection de carburant selon la revendication 8, 9 ou 10, caractérisé en ce qu'à au moins un accumulateur à haute pression (3a, 3b) est associée une soupape de limitation
de quantité (14a, 14b) qui se trouve de préférence respectivement en aval de l'accumulateur
à haute pression (3a, 3b).
12. Système d'injection de carburant selon l'une des revendications 8 à 11, caractérisé en ce que la résistance à l'écoulement des conduites à haute pression (2) menant de la conduite
d'arrivée et d'accumulation commune (1) aux accumulateurs à haute pression (3a, 3b)
est définie par des points d'étranglement.
13. Système d'injection de carburant selon l'une des revendications 8 à 11, caractérisé en ce que la résistance à l'écoulement des conduites à haute pression (2) menant de la conduite
d'arrivée et d'accumulation commune (1) aux accumulateurs à haute pression (3a, 3b)
est définie par leur diamètre D2.

