[0001] Die Erfindung betrifft ein Bett, bei dem es sich insbesondere um ein Krankenoder
Pflegebett handelt und das mit Sicherheitsseitenteilen zur seitlichen Begrenzung der
Liegefläche versehen ist.
[0002] Ein Bett der vorstehend genannten Art ist aus GB-A-1 279 081 und aus DE-A-44 00 802
bekannt. Dieses bekannte Bett ist mit einem verfahrbaren Untergestell ausgestattet,
auf dem ein Obergestell angeordnet ist. Das Obergestell umfasst einen Bettrahmen,
der aus einem Kopfteil, einem Fußteil sowie zwei Seitenteilen besteht. Innerhalb des
Rahmens ist eine vorzugsweise verstellbare Matratzenauflagevorrichtung angeordnet,
auf der eine die Liegefläche definierende Matratze aufliegt. An den beiden Seitenteilen
des Bettrahmens sind gitterartige Sicherheitsseitenelemente angebracht. Jedes Sicherheitsseitenteil
weist einen parallel zum betreffenden Seitenteil und oberhalb dieses Seitenteils verlaufenden
Längsholm auf, der über mehrere untereinander parallele Verbindungsholme mit dem Bettrahmen-Seitenteil
verbunden ist. Sämtliche Verbindungen zwischen den Verbindungsholmen einerseits und
dem Bettrahmen-Seitenteil sowie dem Längsholm andererseits sind gelenkig ausgeführt
und weisen quer zur Längserstreckung des Betts verlaufende Lenkachsen auf. Hierdurch
ist es möglich, das Sicherheitsseitenteil durch Anheben in eine Aufrichtposition,
in der es über die Liegefläche nach oben übersteht, und in eine abgesenkte Position
zu verschwenken, in der der Längsholm auf dem Bettrahmen-Seitenteil aufliegt und damit
unterhalb der Liegefläche angeordnet ist, so dass der Patient bequem aus dem Bett
aussteigen kann.
[0003] Die bekannte Sicherheitsseitenteilkonstruktion hat sich grundsätzlich bewährt. Allerdings
ist sie verhältnismäßig aufwändig bezüglich ihrer Konstruktion.
[0004] Ferner sind im Stand der Technik Krankenbetten bekannt, bei denen die Sicherheitsseitenteile
gemäß der zuvor beschriebenen Konstruktion außen am Bettrahmen bzw. an der Liegefläche
angebracht sind, wobei die Bettrahmen-Seitenteile bzw. die Liegefläche und der Längsholm
an einander abgewandten Seiten der Verbindungsholme angeordnet sind. Hierdurch ist
es möglich, das Sicherheitsseitenteil ebenfalls bis unterhalb der Liegefläche und
gegebenenfalls sogar bis unterhalb des Bettrahmens nach unten zu verschwenken.
[0005] Aus DE-U-17 18 671 ist ein Bett bekannt, das mit seitlichen Platten versehen ist,
die schwenkbar unterhalb der Liegefläche angeordnet sind und zu Zwecken der Abschirmung
des Sichtschutzes hochgeklappt werden können. Sofern diese Sichtschutz- bzw. Abschirmungsplatten
nicht benötigt werden, werden sie von beiden Seiten unter die Liegefläche geschoben
und dort verstaut. Die Lage der Platten des bekannten Bettes ist lediglich im eingeschobenen
und im hochgeklappten Zustand mehr oder weniger stabil. Von daher ist der Verwendungsbereich
der Platten auf den der Abschirmung und des Sichtschutzes beschränkt.
[0006] Aus DE-U-73 24 686 ist ein Kinderbett bekannt, bei dem die Seitenteile höhenverstellbar
am Bettrahmen angeordnet sind. Schließlich ist aus US-A-5 381 571 ein Bett bekannt,
bei dem an jeder Seite der Liegefläche ein kopfteilseitiges und ein fußteilseitiges
Sicherheitsseitenteil angeordnet ist. Der Zwischenraum zwischen diesen beiden Sicherheitsseitenteilen
lässt sich durch ein dritten Sicherheitsseitenteil verschließen, das gelenkig an einem
der beiden anderen Sicherheitsseitenteile angebracht ist.
[0007] Ferner ist aus EP-B-0 991 344 und DE-U-298 24 011 jeweils ein Kranken- bzw. Pflegebett
bekannt, bei dem die Sicherheitsseitenteile in ihrer Ruheposition unterhalb der Matratzenauflagevorrichtung
bzw. eines verstellbaren Auflageteils der Matratzenauflagevorrichtung verbracht werden.
Ein Bett mit einem derart in eine Ruheposition verschwenkbaren Sicherheitsseitenteil
ist ebenfalls aus EP-A-1 174 106 bekannt.
[0008] Das Verschwenken der Sicherheitsseitenteile dann, wenn diese nicht benötigt werden,
in eine Position unterhalb der Liegefläche und, wie aus EP-B-0 991 344, DE-U-298 24
011 und EP-A-1 174 106 bekannt, unterhalb der die Matratze mit der Liegefläche tragenden
Matratzenauflagevorrichtung hat den Vorteil, dass die Sicherheitsseitenteile in ihrer
Nichtgebrauchsposition die Zugänglichkeit des Bettes für den Patienten und das Krankenhaus-
bzw. Pflegepersonal nicht einschränkt.
[0009] Zur Erhöhung des Komforts wird bei Kranken- bzw. Pflegebetten mehr und mehr gefordert,
dass die Mindesthöhe, bis zu der sich das Bett absenken lässt, weiter reduziert ist.
[0010] Eine Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Bett, insbesondere ein Krankenoder Pflegebett
zu schaffen, bei dem sich die Sicherheitsseitenteile platzsparend unterhalb der Liegefläche
unterbringen lassen.
[0011] Zur Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung ein Bett, insbesondere Kranken-
oder Pflegebett vorgeschlagen, das versehen ist mit
- einem Bettgestell, das Stützelemente zum Abstützen auf einem Untergrund und einen
von Stützelementen getragenen Rahmen mit einem Kopfteil sowie einem Fußteil und mindestens
einem diese verbindenden Verbindungsteil aufweist,
- einer Matratzenauflagevorrichtung für eine Matratze, die eine durch Längsränder seitlich
begrenzte Liegefläche definiert, wobei die Matratzenauflagevorrichtung mit mindestens
einem Auflageteil versehen ist, das zwei voneinander beabstandete und quer zur Erstreckung
des mindestens einen Verbindungselements des Bettgestells verlaufende Querholme aufweist,
die einander zu- und einander abgewandte Seitenflächen aufweisen, und
- mindestens einem Sicherheitsseitenteil, das an dem mindestens einen Auflageteil der
Matratzenauflagevorrichtung zwischen einer Ruheposition, in der es sich unterhalb
der Liegefläche befindet, und einer Aufrichtposition bewegbar gelagert ist, in der
sich das Sicherheitsseitenteil seitlich der Liegefläche über diese hinaus erstreckt.
[0012] Bei einem derartigen Bett ist erfindungsgemäße vorgesehen,
- dass das mindestens eine Sicherheitsseitenteil an den Seitenflächen der Querholme
des mindestens einen Auflageteils der Matratzenauflagevorrichtung bewegbar gelagert
ist.
[0013] Nach der Erfindung ist also vorgesehen, das mindestens eine Sicherheitsseitenteil
in der von dem mindestens einen Auflageteil der Matratzenauflagevorrichtung aufgespannten
Ebene zu lagern, wenn es sich in der Nichtgebrauchsposition (oben mit Ruheposition
bezeichnet) befindet. In diese Position gelangt das Sicherheitsseitenteil ausgehend
von seiner Aufrichtposition entweder ausschließlich durch Verschwenken oder aber durch
eine Kombination aus einer Verschwenk- und einer Verschiebebewegung. Insofern ist
also erfindungsgemäß vorgesehen, dass das mindestens eine Sicherheitsseitenteil an
den Seitenflächen der Querholme des mindestens einen Auflageteils der Matratzenauflagevorrichtung
bewegbar gelagert ist. Diese Lagerung besteht demzufolge entweder aus einer Drehlagerung
oder aber aus einer Linearführung mit kombinierter Drehlagerung.
[0014] Nach der erfindungsgemäßen Konstruktion ragt das Sicherheitsseitenteil in seiner
Ruheposition nicht bzw. lediglich geringfügig über die Unterseite des Auflageteils
der Matratzenauflagevorrichtung über. Damit ist eine äußerst platzsparende Konstruktion
gegeben, die es nun ermöglicht, im Falle es höhenverstellbaren Bettgestells dieses
Bettgestell auf eine minimale Mindesthöhe absenken zu können, wie dies aus Komfortgründen
mehr und mehr gefordert wird.
[0015] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das mindestens
eine Auflageteil der Matratzenauflagevorrichtung die beiden Querholme verbindende
Längsholme zur Bildung eines umlaufenden Rahmens aufweist, wobei die beiden Längsholme
parallel zum mindestens einen Verbindungsteil des Bettgestells verlaufen. An diesen
(Außen-)Längsholmen, die im wesentlichen in Höhe der Längsränder der Liegefläche verlaufen,
kann nun Zubehör wie beispielsweise eine Urin-Flasche oder ein Urin-Beutel oder ein
Gefäß für Körperflüssigkeit, beispielsweise Wundsekret, angebracht werden. Dieses
Zubehör befindet sich somit im seitlichen Außenbereich des Bettes und ist damit leicht
zugänglich, was diesbezüglich von Vorteil ist. Außerdem können die Längsholme die
Funktion von Anschlägen übernehmen, die die Bewegung des mindestens einen Sicherheitsseitenteils
in dessen Ruheposition begrenzen. Dies ist insbesondere dann sinnvoll, wenn das mindestens
eine Sicherheitsseitenteil nach einer Verschwenkung aus seiner Aufrichtposition anschließend
durch eine Linearverschiebung bis in die Ruheposition verschoben wird. Bei einer reinen
Schwenkbewegung des mindestens einen Sicherheitsseitenteils zwischen der Ruheposition
und der Aufrichtposition kommt den Längsholmen des Auflageteils in erster Linie nicht
die Funktion eines Anschlags zu.
[0016] Wie bereits oben erwähnt, ist das mindestens eine Sicherheitsseitenteil erfindungsgemäß
an den Seitenflächen der Querholme des mindestens einen Auflageteils der Matratzenauflagevorrichtung
gelagert. Grundsätzlich ist es dabei möglich, das mindestens eine Sicherheitsseitenteil
an den einander zugewandten innenliegenden Seitenflächen oder an den einander abgewandten
außenliegenden Seitenflächen der Querholme zu lagern. Letzteres ist insoweit von Vorteil,
als eine kopf- bzw. fußteilseitige Strebe des Sicherheitsseitenteils nunmehr in unmittelbarer
Nähe zum Kopf- bzw. Fußteil angeordnet werden kann. Denn durch die Lagerung des Sicherheitsseitenteils
außen an den Seitenflächen der Querholme kann somit dieses Sicherheitsseitenteil bei
Anordnung am kopf- bzw. fußteilseitigen Auflageteil der Matratzenauflagevorrichtung
bis nahe an das Kopfteil bzw. Fußteil des Bettrahmens reichen. Damit entsteht zwischen
Kopf- bzw. Fußteil einerseits und dem jeweils benachbarten Sicherheitsseitenteil ein
nur recht kleinformatiger Spalt bzw. geringer Abstand, der auch noch dann relativ
kleinformatig bleibt, wenn das Auflageteil verschwenkt wird. Der Patient bzw. Körperteile
des Patienten können also dann nicht mehr so ohne weiteres zwischen Sicherheitsseitenteil
und Kopf- bzw. Fußteil gelangen.
[0017] Zweckmäßigerweise lässt sich das mindestens eine Sicherheitsseitenteil ausgehend
von seiner Ruheposition linear über die Längsränder der Liegefläche der Matratze bis
in eine Maximalauszugposition verschieben, um bei Erreichen dieser Position durch
eine Verschwenkbewegung in die Aufrichtposition überführt werden zu können. Damit
ist das mindestens eine Sicherheitsseitenteil verschiebbar an den Seitenflächen der
Querholme des mindestens einen Auflageteils der Matratzenauflagevorrichtung geführt.
Dies erfolgt zweckmäßigerweise mittels eines (Gleit-)Lagerblocks, der entlang einer
Führungsschiene oder einer Führungsnut am Querholm geführt ist. An dem Lagerblock
ist dann das eigentliche Sicherheitsseitenteil gelenkig gelagert, und zwar um eine
parallel zu den Längsrändern der Liegefläche verlaufenden Achse. Im Falle einer Führungsschiene
an dem Querholm weist der Lagerblock eine Vertiefung auf, in die die Führungsschiene
eingetaucht ist. Umgekehrt weist der Lagerblock dann, wenn der Querholm mit einer
Führungsnut versehen ist, einen Vorsprung auf, der in die Führungsnut eintaucht.
[0018] Alternativ zu den zuvor beschriebenen Lagerungsmöglichkeiten des Sicherheitsseitenteils
an den Querholmen ist es auch denkbar, Wälzlager vorzusehen, entlang derer das mindestens
eine Sicherheitsseitenteil bzw. dessen Streben am Auflageteil der Matratzenauflagevorrichtung
bzw. dessen Querholme geführt ist. Die Konstruktion ist in diesem Fall ähnlich denen
von Auszugsschienen für beispielsweise Schubladen, wie sie im Möbelbau grundsätzlich
bekannt sind.
[0019] Aus Sicherheitsgründen ist es sinnvoll, wenn sich das Sicherheitsseitenteil in seiner
Aufrichtposition insbesondere selbsttätig gegen unbeabsichtigte Bewegungen aus der
Aufrichtposition heraus arretieren lässt. Die hierzu erforderliche Arretiervorrichtung
sollte vorzugsweise manuell deaktivierbar sein. Das dazu erforderliche Betätigungselement
ist zweckmäßigerweise im Falle der Ausbildung des mindestens einen Auflageteils der
Matratzenauflagevorrichtung mit einem umlaufenden Rahmen an den Längsholmen dieses
Rahmens angebracht bzw. angeordnet, so dass durch eine Einhand-Bedienung die Arretierung
des Sicherheitsseitenteils in dessen Aufrichtposition aufgehoben werden kann.
[0020] Mit der Erfindung wird also ein Kranken- bzw. Pflegebett vorgeschlagen, dessen Matratzenauflagevorrichtung
eine im wesentlichen durch die Höhe der Querholme definierte Gesamthöhe aufweist und
dabei weiterhin der Lagerung des mindestens einen Sicherheitsseitenteils dient. Wird
eine derartige Matratzenauflagevorrichtung bei einem höhenverstellbaren Bett verwendet,
so ist die Mindesthöhe, bis zu der sich das Bettgestell absenken lässt, nicht mehr
durch einen Platzbedarf für das Sicherheitsseitenteil in dessen Ruheposition unterhalb
der Matratzenauflagevorrichtung beschränkt. Die Bauhöhe der Matratzenauflagevorrichtung
des erfindungsgemäßen Betts ist also so gering wie möglich, was wiederum für die Absenkbarkeit
des Bettgestells und die Unterfahrbarkeit des Betts mittels eines Lifts o.dgl. und
ferner in Bezug auf die Anbringung von Zubehör (Urin- oder beispielsweise Wundsekret-Behältnisse)
von Vorteil ist.
[0021] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert. Im einzelnen zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines Kranken- bzw. Pflegebetts mit erfindungsgemäß
angelenkten Sicherheitsseitenteilen und
- Fign. 2 bis 5
- eine vergrößerte Darstellung der Anordnung eines Sicherheitsseitenteils am fußseitigen
Ende des Bettes in den unterschiedlichen Stellungen zwischen der Ruheposition und
der Aufrichtposition.
[0022] In Fig. 1 ist perspektivisch ein Kranken- bzw. Pflegebett 10 mit einem höhenverstellbaren
Bettgestell 12 gezeigt. Das Bettgestell 12 weist Stützelemente 14 in Form von längenveränderbaren
Beinen auf, die untereinander durch Querund Längsstreben 16,18 verbunden sind, welche
zusammen mit den Stützelementen ein Untergestell 20 bilden. Auf dem Untergestell 20
liegt ein Obergestell 22 auf, das ein Kopf- und ein Fußteil 24,26 sowie zwei diese
verbindende Längsstreben 28 umfasst. Am Obergestell 22 befindet sich ferner eine Matratzenauflagevorrichtung
30 mit mehreren verstellbaren Auflageteilen 32, von denen eines dem Kopfteil 24 und
eines dem Fußteil 26 zugewandt ist. An diesen beiden Auflageteilen 32 sind jeweils
zwei Sicherheitsseitenteile 34 gelagert. Schließlich liegt auf der Matratzenauflagevorrichtung
30 eine Matratze 36 auf, die eine durch Längsränder 37 begrenzte Liegefläche 38 definiert.
[0023] Die Anbringung und verschiebbare Führung der Sicherheitsseitenteile 34 an den betreffenden
Auflageteilen 32 der Matratzenauflagevorrichtung 30 ist gut in den Fign. 2 bis 5 zu
erkennen. Demnach weist ein Auflageteil 32 einen umlaufenden Rahmen 40 auf, der aus
zwei Querholmen 42 und zwei Längsholmen 44 zusammengesetzt und mit Lattenroststreben
46 o.dgl. versehen ist. Die Querholme 42 weisen (innen- und außenliegende) Seitenflächen
48 auf; an den einander abgewandten (Außen-)Seitenflächen 48 sind Gleitlagerblöcke
50 verschiebbar geführt, mit denen das Sicherheitsseitenteil 34 gelenkig verbunden
ist.
[0024] Zur verschiebbaren Führung der Gleitlagerblöcke 50 an den Querholmen 42 weisen diese
Führungsschienen 52 auf, die in Führungsnuten 54 der Gleitlagerblöcke 50 eintauchen
(siehe den freigeschnittenen Bereich II in Fig. 2).
[0025] Jeder Gleitlagerblock 50 ist Bestandteil eines zweiteiligen Gelenks 56, dessen eines
Gelenkteil der Gleitlagerblock 50 und dessen anderes Gelenk 58 mit einer Seitenstrebe
60 des Sicherheitsseitenteils 34 verbunden ist. Die Gelenkachsen 61 beider Gelenke
56 verlaufen parallel zu den Längsrändern 37 der Liegefläche 38. Die beiden Seitenstreben
60 sind über eine Verbindungsstrebe 62 miteinander verbunden. Ein Längsholm 64 des
Sicherheitsseitenteils 34 verläuft parallel zur Verbindungsstrebe 62 und ist an seinen
Enden mit abstehenden Streben 66 versehen, die teleskopierbar in den Seitenstreben
60 geführt sind (siehe Fig. 5).
[0026] In der Ruheposition gemäß Fig. 2 ist das Sicherheitsseitenteil 34 in der Ebene des
Auflageteils 32 angeordnet. Um es in die Aufrichtposition gemäß Fig. 5 zu überführen,
wird es zunächst durch eine Ausziehbewegung in die Zwischenposition gemäß Fig. 3 überführt.
(Nicht dargestellte) Anschläge sorgen dafür, dass das Sicherheitsseitenteil 34 nicht
über die Maximalauszugsposition gemäß Fig. 3 herausgezogen werden kann. In der Maximalauszugsposition
ragen die Gelenkachsen 61 über die Längsränder 37 der Liegefläche 38 über oder fluchten
mit diesen (jeweils in senkrechter Projektion betrachtet). Nunmehr kann eine Verschwenkung
des Sicherheitsseitenteils 34 nach oben um die Gelenkachsen 61 bis in die Aufrichtposition
gemäß Fig. 4 erfolgen. In der Aufrichtposition verriegelt das Sicherheitsseitenteil
34 selbsttätig oder nach manueller Betätigung einer Arretiervorrichtung, die z.B.
manuell entriegelt werden muss, wenn das Sicherheitsseitenteil 34 aus der Aufrichtposition
in die Position gemäß Fig. 3 zurückverschwenkt werden soll.
[0027] Die Höhe des Sicherheitsseitenteils 34 kann durch die zuvor beschriebene Teleskopierbarkeit
vergrößert werden, was in Fig. 5 gezeigt ist.
[0028] Die Erfindung wurde vorstehend anhand eines Bettes beschrieben, bei dem die Sicherheitsseitenteile
an verstellbaren Auflageteilen einer Matratzenauflagevorrichtung angeordnet sind.
Die Sicherheitsseitenteile bzw. z.B. ein Paar der Sicherheitsseitenteile können aber
auch an einem feststehenden Teil der Matratzenauflagevorrichtung angeordnet sein.
1. Bett, insbesondere Kranken- oder Pflegebett, mit
- einem Bettgestell (12), das Stützelemente (14) zum Abstützen auf einem Untergrund
und einen von Stützelementen (14) getragenen Rahmen mit einem Kopfteil (24) sowie
einem Fußteil (26) und mindestens einem diese verbindenden Verbindungsteil (28) aufweist,
- einer Matratzenauflagevorrichtung (30) für eine Matratze (36), die eine durch Längsränder
(37) seitlich begrenzte Liegefläche (38) definiert, wobei die Matratzenauflagevorrichtung
(30) mit mindestens einem Auflageteil (32) versehen ist, das zwei voneinander beabstandete
und quer zur Erstreckung des mindestens einen Verbindungselements des Bettgestells
(12) verlaufende Querholme (42) aufweist, die einander zu- und einander abgewandte
Seitenflächen (48) aufweisen, und
- mindestens einem Sicherheitsseitenteil (34), das an dem mindestens einen Auflageteil
(32) der Matratzenauflagevorrichtung (30) zwischen einer Ruheposition, in der es sich
unterhalb der Liegefläche (38) befindet, und einer Aufrichtposition bewegbar gelagert
ist, in der sich das Sicherheitsseitenteil (34) seitlich der Liegefläche (38) über
diese hinaus erstreckt,
dadurch gekennzeichnet ,
- dass das mindestens eine Sicherheitsseitenteil (34) an den Seitenflächen (48) der Querholme
(42) des mindestens einen Auflageteils (32) der Matratzenauflagevorrichtung (30) bewegbar
gelagert ist.
2. Bett nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Sicherheitsseitenteil (34) an den einander abgewandten Seitenflächen
(48) der Querholme (42) des mindestens einen Auflageteils (32) der Matratzenauflagevorrichtung
(30) gelagert ist.
3. Bett nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Sicherheitsseitenteil (34) zwischen der Ruheposition und einer
Maximalauszugsposition innerhalb der durch die Querholme (42) des mindestens einen
Auflageteils (32) der Matratzenauflagevorrichtung (30) definierten Ebene verschiebbar
an den Querholmen (42) gelagert und in der Maximalauszugsposition in die Aufrichtposition
verschwenkbar ist.
4. Bett nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Sicherheitsseitenteil (34) einen Längsholm (44) aufweist, von
dem zwei Streben (60) abstehen, an deren freien Enden jeweils ein zweiteiliges Gelenkelement
(56) mit einer parallel zum Längsholm (44) verlaufenden Gelenkachse (61) angeordnet
ist, und dass jeweils das eine Gelenkteil (58) jedes Gelenkelements (56) mit einer
Strebe (60) verbunden und das andere Gelenkteil (50) verschiebbar an einer Seitenfläche
(48) eines Querholms (42) des mindestens einen Auflageteils (32) der Matratzenauflagevorrichtung
(30) geführt ist.
5. Bett nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch zwei dem mindestens einen Sicherheitsseitenteil (34) zugeordnete Lagerblöcke (50),
die entlang von an den Seitenflächen (48) der Querholme (42) des mindestens einen
Auflageteils (32) der Matratzenauflagevorrichtung (30) angeordneten Führungsschienen
(52) oder -nuten (54) geführt und gelenkig mit dem mindestens einen Sicherheitsseitenteil
(34) verbunden sind.
6. Bett nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Sicherheitsseitenteil (34) in der Aufrichtposition mittels einer
insbesondere manuell deaktivierbaren Arretiervorrichtung insbesondere selbsttätig
arretierbar ist.
7. Bett nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Querholme (42) des mindestens einen Auflageteils (32) der Matratzenauflagevorrichtung
(30) durch zwei parallel zum mindestens einen Verbindungsteil (28) des Bettgestells
(12) verlaufende Längsholme (44) zur Bildung eines umlaufenden Rahmens (40) des Auflageteils
(32) verbunden sind.
8. Bett nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretiervorrichtung ein Betätigungselement zum Deaktivieren aufweist und dass
das Betätigungselement an einem der Längsholme (44) des mindestens einen Auflageteils
(32) der Matratzenauflagevorrichtung (30) angeordnet ist.