[0001] Die Erfindung betrifft eine kontinuierliche Presse zum Verpressen von Pressgutmatten
zu Pressgutplatten, mit Pressenunterteil und Pressenoberteil, im Pressenunterteil
und Pressenoberteil endlos umlaufenden Stahlpressbändern,
wobei im Pressenunterteil und im Pressenoberteil jeweils zumindest eine Pressplatte
angeordnet ist,
wobei die Stahlpressbänder an den Pressplatten unter Zwischenschaltung von Wälzkörpern
abgestützt sind,
wobei zur Einstellung der Pressplatten eine Mehrzahl von Zylinderkolbenanordnungen,
insbes. Differentialzylindern, in vorgegebener Verteilung an die obere und/oder untere
Pressplatte unter Bildung jeweils eines Drucksystems mit jeweils einem oder mehreren
Wegaufnehmern angeschlossen und gegen das Pressenoberteil und/oder Pressenunterteil
abgestützt ist,
wobei ein Hydrauliksystem mit einer Steuer- oder Regeleinrichtung und einem Rechner
an die Zylinderkolbenanordnungen angeschlossen ist.
[0002] Es ist eine kontinuierliche Presse bekannt, bei welcher der Pressdruck im Einlaufbereich
nach Maßgabe einer steil ansteigenden Pressdruckkurve zu einem Hochdruckbereich ansteigt
und nach dem Hochdruckbereich in einen Parabelbereich etwa parabelförmig zu einem
Niederdruckbereich abfällt. Diese Presse ist folglich zur Aufnahme der Presskräfte
entsprechend einer Pressdruckkurve von besonderer Charakteristik eingerichtet (vgl.
DE 31 33 817).
[0003] Ferner kennt man eine Presse mit einer Kalibriereinrichtung, die dafür sorgen soll,
dass einer Durchbiegung der durch Drucktöpfe abgestützten Pressplatten bei Druckungleichmäßigkeiten
quer zur Pressbahn entgegengewirkt werden kann. Dazu ist der Druck der Drucktöpfe
steuerbar und sind fächerartig auseinanderstrebende Grenzlinien zur Verwirklichung
von unterschiedlichen Druckraumunterteilungen verwirklicht (vgl. DE 25 11 873).
[0004] Bei einer anderen kontinuierlichen Presse ist deren Längserstreckung entsprechend
dem Pressdruckprofil unterteilt, und zwar in einen Hochdruckbereich, einen sich daran
anschließenden druckarmen Mittelbereich und einen Ausgangsbereich, und zwar unter
Berücksichtigung verschiedener Pressgestellabstände. Auf diese Weise will man ein
baukastenähnliches Konstruktionsprinzip verwirklichen, welches eine flexible Nachrüstbarkeit
und veränderte Produktionsanforderungen ermöglicht (vgl. DE 44 46 091).
[0005] Bei den vorerwähnten Pressen besteht ein Problem darin, dass die Einlaufkontur des
Einlaufmauls einen mehr oder weniger vorgegebenen Verlauf aufweist, welcher unterschiedlichen
Betriebsbedingungen beim Verpressen von Pressgutmatten nicht in der erforderlichen
Weise angepasst werden kann. Folglich sind auch Überbeanspruchungen der Einlaufplatten
nicht ausgeschlossen. Das gilt in gleicher Weise für die den Einlaufplatten nachgeordneten
Pressplatten. Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine kontinuierliche Presse der eingangs
beschriebenen Ausführungsform zu schaffen, bei welcher sich stets optimale Bedingungen
für die zu verpressenden Pressgutmatten einstellen lassen und die Einstellungen der
Pressplatten und/oder Einlaufplatten auf ihre Zulässigkeit ohne konstruktiven Aufwand
überprüft werden können.
[0007] Diese Aufgabe löst die Erfindung bei einer gattungsgemäßen kontinuierlichen Presse
dadurch, dass der Rechner mit den Wegaufnehmern und/oder dem betreffenden Drucksystem
als Überwachungsrechner in Verbindung steht, der in Abhängigkeit von der jeweiligen
Pressplatteneinstellung oder -endstellung die sich aus dem Pressplattenabstand und/oder
Pressplattendruck resultierenden Spannungen auf Plausibilität und eventueller Überlastung
der betreffenden Pressplatte(n) prüft und (nur) bei Zulässigkeit die jeweils gewählte
Pressplatteneinstellung bzw. -endstellung freigibt.
[0008] Bei einer Ausführungsform, bei welcher sich an die Pressplatten einlaufseitig vorkragende
Einlaufplatten unter Bildung eines Einlaufmauls anschließen und zur Einstellung der
Einlaufkontur des Einlaufmauls eine Mehrzahl von Zylinderkolbenanordnungen, insbes.
Differentialzylindern, in vorgegebener Verteilung an die obere und/oder untere Einlaufplatte
unter Bildung jeweils eines Drucksystems mit jeweils einem oder mehreren Wegaufnehmern
angeschlossen und gegen das Pressenoberteil und/oder Pressenunterteil abgestützt ist,
sieht die Erfindung vor, dass der Rechner mit den Wegaufnehmern und/oder dem betreffenden
Drucksystem als Überwachungsrechner in Verbindung steht, der in Abhängigkeit von der
jeweils eingestellten Einlaufkontur die sich aus dem Einlaufplattenabstand und/oder
Einlaufplattendruck ergebenden Spannungen auf Plausibilität und eventueller Überlastung
der betreffenden Einlaufplatte(n) prüft und (nur) bei Zulässigkeit die jeweils eingestellte
Einlaufkontur freigibt.
[0009] Im Rahmen der Erfindung wird nach einem System gearbeitet, welches zunächst für jede
Pressplatte und/oder Einlaufplatte bestimmte Standardeinstellungen in einer Datenbasis
zu den einzelnen Plattentypen kennt. Wird eine Variation der Pressplatteneinstellung
und/oder Einlaufkontur gewünscht, kann eine Bedienungsperson diese Pressplatteneinstellung
vornehmen und/oder Einlaufkontur einstellen. Bevor die daraus resultierenden Verformungen
der Pressplatten und/oder Einlaufplatten an die Maschinensteuerung der erfindungsgemäßen
Presse freigegeben werden, wird die Zulässigkeit der gewünschten Positionen mit Hilfe
des Überwachungsrechners und eines geeigneten Programms überprüft. In diese Überprüfung
gehen allerdings nicht nur die zu erwartenden Verformungen der Pressplatten und/oder
Einlaufplatten ein, sondern es werden auch die aus den zu verpressenden Pressgutmatten
zu erwartenden Gegendrücke einbezogen, um die Zulässigkeit zu bewerten. Aus der Verformung
der Pressplatten und/oder Einlaufplatten und dem Mattengegendruck ergeben sich Spannungen,
welche z. B. auf Basis von Kompressions-Vergleichskurven für die jeweiligen Produkte
(Span, MDF, OSB) berechnet und für die jeweilige Mattenhöhe umgerechnet werden. Daraus
ergibt sich eine funktionale Abhängigkeit von einerseits Einlaufkontur und Pressenspalt
und andererseits Matten- bzw. Produktdruck. Erst nach Überprüfung und Freigabe der
gewünschten Pressplatteneinstellung und/oder Einlaufkontur werden die Stellwerte für
die einzelnen Zylinderkolbenanordnungen freigegeben. Die Daten der Wegaufnehmer werden
kontinuierlich zurückgelesen und laufend auf Zulässigkeit geprüft. So kann unmittelbar
ein Zustand erkannt werden, welcher zur Beschädigung der Pressplatten und/oder Einlaufplatten
führt. In einem solchen Fall erfolgt Druckabbau und Notausfahrt. Einfach ausgedrückt
wird nach Lehre der Erfindung jede Einstellung der Pressplatten und/oder Einlaufkontur
auf Zulässigkeit bzw. Unzulässigkeit überprüft. Dabei besteht auch die Möglichkeit,
im Falle der Zulässigkeit der Einlaufkontureinstellung die entsprechenden Sollwerte
an die nachgeschalteten Pressplatten weiterzugeben. Folglich lässt sich das erfindungsgemäße
Konzept der Einlaufüberwachung auf die gesamte Presse und folglich auch deren Pressplatten
übertragen. Es lassen sich allerdings auch die Pressplatten bzw. deren Einstellung
unabhängig von der Einlaufüberwachung auf Zulässigkeit überwachen. - Im Ergebnis sind
Überbelastungen und daraus resultierende Beschädigungen im Bereich der Einlaufplatten
und der Pressplatten bei Neueinstellungen der Pressplatten und/oder der Einlaufkontur
bzw. bei unterschiedlichen Betriebsbedingungen nicht länger zu befürchten, vielmehr
wird insoweit eine in konstruktiver Hinsicht verhältnismäßig einfache und funktionsgerechte
Überwachung sowohl des Einlaufbereiches als auch des Pressbereiches erzielt.
[0010] Ferner sieht die Erfindung vor, dass der Überwachungsrechner bei zulässiger Pressplatteneinstellung
und/oder Einstellung der Einlaufkontur einen Grenzwert für die Pressplatteneinstellung
und/oder die Einlaufkontur in Abhängigkeit von der jeweiligen Mattenhöhe, dem jeweiligen
Mattenmaterial (Span, MDF, OSB) und/oder der jeweils gewählten Plattenenddicke ermittelt.
Insoweit lässt sich also eine unzulässige Einstellung korrigieren und eine zulässige
Einstellung von der jeweiligen Bedienungsperson in Abhängigkeit von verschiedenen
Parametern herbeiführen. Das gilt auch in Bezug auf die Fahrweise der Presse. In diesem
Zusammenhang besteht auch die Möglichkeit, dass der Überwachungsrechner bei unzulässiger
Einstellung der Pressplatten und/oder der Einlaufkontur einen Grenzwert für die Mattenhöhe
und/oder das Mattenmaterial und/oder der Plattenenddicke unter Beibehaltung der gewählten
Pressplatteneinstellung und/oder der eingestellten Einlaufkontur ermittelt. Nach einer
anderen Variante kann der Überwachungsrechner bei unzulässiger Pressplatteneinstellung
und/oder Einstellung der Einlaufkontur auch einen Grenzwert für die Mattengeschwindigkeit
und Mattenbeschleunigung unter Beibehaltung der Pressplatteneinstellung und/oder eingestellten
Einlaufkontur ermitteln. In diesem Fall wird zwangsläufig auch ein Grenzwert für die
Mattenhöhe und/oder das Mattenmaterial erfasst.
[0011] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Presse in schematischer Seitenansicht im Einlaufbereich und
- Fig. 2
- den Gegenstand nach Fig. 1 im Pressplattenbereich.
[0012] In den Figuren 1 bis 3 ist eine kontinuierliche Presse 1 zum Verpressen von Pressgutmatten
2 zu Pressgutplatten im Zuge der Herstellung von Spanplatten, Faserplatten und anderen
Holzwerkstoffplatten dargestellt. Diese Presse 1 weist ein Pressenunterteil 3 und
ein Pressenoberteil 4 auf, und zwar mit im Pressenunterteil 3 und Pressenoberteil
4 endlos umlaufenden Stahlblechpressbändern 5 sowie mit einem Einlaufmaul E. Im Pressenunterteil
3 und im Pressenoberteil 4 ist jeweils eine beheizbare Pressplatte 6, 7 angeordnet,
von denen nach dem Ausführungsbeispiel die obere Pressplatte 6 gegen die untere Pressplatte
7 zur Einstellung eines Pressspaltes S verstellbar ist. An die Pressplatten 6, 7 schließen
sich einlaufseitig vorkragende, hochbiegeelastische, beheizbare Einlaufplatten 8,
9 unter Bildung des Einlaufmauls E an.
[0013] Die Stahlblechpressbänder 5 sind an den Pressplatten 6, 7 und den Einlaufplatten
8, 9 unter Zwischenschaltung von Wälzkörpern 10 bzw. Rollstäben abgestützt. Ferner
findet sich eine Vorrichtung 11 zur Einstellung des Einlaufmauls E und eine Vorrichtung
12 zur Einstellung der Einlaufkontur des Einlaufmauls E. Die Vorrichtung 12 zur Einstellung
der Einlaufkontur des Einlaufmauls E weist eine Mehrzahl von doppelt wirkenden Zylinder-Kolbenanordnungen,
im Ausführungsbeispiel Differentialzylindern 13, auf. Die Differentialzylinder 13
sind in vorgegebener Verteilung und nach dem Ausführungsbeispiel einerseits an der
oberen Einlaufplatte 8 und/oder an der unteren Einlaufplatte 9 angelenkt. Andererseits
sind die Differentialzylinder 13 gegen das Pressenoberteil 4 und/oder das Pressenunterteil
3 abgestützt.
[0014] Die Differentialzylinder 13 sind an ein nicht gezeigtes Hydrauliksystem und eine
Steuer-/Regeleinrichtung 18 mit einem Rechner 19 angeschlossen. Ferner ist eine die
Einlaufkontur des Einlaufmauls E abtastende Mehrzahl von Wegaufnehmern 20 an der oberen
und/oder unteren Einlaufplatte 8, 9 vorgesehen.
[0015] Der Rechner steht mit den Wegaufnehmern 20 und/oder dem betreffenden Drucksystem
als Überwachungsrechner 19 in Verbindung. Der Überwachungsrechner 19 prüft in Abhängigkeit
von der jeweils eingestellten Einlaufkontur die sich aus dem Einlaufplattenabstand
und/oder Einlaufplattendruck resultierenden Spannungen auf Plausibilität und eventueller
Überlastung der betreffenden Einlaufplatte(n) 8, 9. Nur bei Zulässigkeit gibt der
Überwachungsrechner 19 die jeweils eingestellte Einlaufkontur frei.
[0016] Stets erlauben die Wegaufnehmer 16 die rechnergestützte Erfassung und Aufbereitung
der Einlaufkontur des Einlaufmauls E und sind dazu an die Steuer-/Regeleinrichtung
18 angeschlossen. Das gilt nach dem Ausführungsbeispiel auch für die Zylinderkolbenanordnungen
bzw. Differentialzylinder 13, welche zu dem Drucksystem gehören. Während die Steuer/Regeleinrichtung
18 die jeweils eingestellten Einlaufkonturen des Einlaufmauls E realisiert, erfolgt
deren Überprüfung auf Zulässigkeit mittels des entsprechend programmierten Überwachungsrechners
19. Falls die aus der Einstellung der Einlaufkontur des Einlaufmauls E resultierenden
Spannungen der Einlaufplatten 8, 9 außerhalb des Zulässigkeitsbereiches liegen, werden
die Zylinderkolbenanordnungen bzw. Differentialzylinder 13 drucklos geschaltet. Im
Rahmen der Erfindung liegt es, den gesamten Pressbereich, d. h. sowohl die Einlaufplatten
8, 9 als auch die Pressplatten 6, 7 bzw. das Einlaufmaul E und den Pressspalt S zu
überwachen.
[0017] Denn auch zur Einstellung der Pressplatten 6, 7 ist eine Mehrzahl von Zylinderkolbenanordnungen
21, insbes. Differentialzylindern, in vorgegebener Verteilung an die obere und/oder
untere Pressplatte 6 bzw. 7 unter Bildung jeweils eines Drucksystems mit jeweils einem
oder mehreren Wegaufnehmern 22 angeschlossen und gegen das Pressenoberteil 4 und/oder
Pressenunterteil 3 abgestützt. Für diese Zylinderkolbenanordnungen 21 ist ebenso ein
nicht dargestelltes Hydrauliksystem mit einer Steuer- oder Regeleinrichtung 23 und
einem Rechner 24 vorgesehen. Der Rechner steht mit den Wegaufnehmern 22 und/oder dem
betreffenden Drucksystem als Überwachungsrechner 24 in Verbindung, der in Abhängigkeit
von der jeweiligen Pressplatteneinstellung oder -endstellung die sich aus dem Pressplattenabstand
und/oder Pressplattendruck resultierenden Spannungen auf Plausibilität und eventuell
Überlastung der betreffenden Pressplatte(n) 6 oder 7 prüft und nur bei Zulässigkeit
die jeweils gewählte Pressplatteneinstellung bzw. -endstellung freigibt. Der Überwachungsrechner
19 für die Einstellung der Einlaufkontur kann auch als Überwachungsrechner für die
Pressplatteneinstellung bzw. -endstellung herangezogen werden, so dass man mit einem
Überwachungsrechner 19 oder 24 auskommt.
1. Kontinuierliche Presse zum Verpressen von Pressgutmatten zu Pressgutplatten, mit Pressenunterteil
und Pressenoberteil, im Pressenunterteil und Pressenoberteil endlos umlaufenden Stahlpressbändern,
wobei im Pressenunterteil und Pressenoberteil jeweils zumindest eine Pressplatte angeordnet
ist,
wobei die Stahlpressbänder an den Pressplatten unter Zwischenschaltung von Wälzkörpern
abgestützt sind,
wobei zur Einstellung der Pressplatten eine Mehrzahl von Zylinderkolbenanordnungen,
insbesondere Differentialzylindern, in vorgegebener Verteilung an die obere und/oder
untere Pressplatte unter Bildung jeweils eines Drucksystems mit jeweils einem oder
mehreren Wegaufnehmern angeschlossen und gegen das Pressenoberteil und/oder Pressenunterteil
abgestützt ist,
wobei ein Hydrauliksystem mit einer Steuer- oder Regeleinrichtung und einem Rechner
an die Zylinderkolbenanordnungen angeschlossen ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rechner mit den Wegaufnehmern (22) und/oder dem betreffenden Drucksystem als
Überwachungsrechner (24) in Verbindung steht, der in Abhängigkeit von der jeweiligen
Pressplatteneinstellung oder -endstellung die sich aus dem Pressplattenabstand und/oder
Pressplattendruck resultierenden Spannungen auf Plausibilität und eventueller Überlastung
der betreffenden Pressplatte(n) (6, 7) prüft und (nur) bei Zulässigkeit die jeweils
gewählte Pressplatteneinstellung bzw. -endstellung freigibt.
2. Kontinuierliche Presse zum Verpressen von Pressgutmatten zu Pressgutplatten im Zuge
der Herstellung von Spanplatten, Faserplatten und anderen Holzwerkstoffplatten, mit
Pressenunterteil und Pressenoberteil, im Pressenunterteil und Pressenoberteil endlos
umlaufenden Stahlpressbändern, und mit einem Einlaufmaul,
wobei im Pressenunterteil und im Pressenoberteil jeweils zumindest eine beheizbare
Pressplatte angeordnet ist und sich an die Pressplatten einlaufseitig vorkragende
beheizbare Einlaufplatten unter Bildung des Einlaufmauls anschließen,
wobei die Stahlpressbänder an den Pressplatten und Einlaufplatten unter Zwischenschaltung
von Wälzkörpern abgestützt sind,
wobei zur Einstellung der Einlaufkontur des Einlaufmauls eine Mehrzahl von Zylinderkolbenanordnungen,
insbesondere Differentialzylindern, in vorgegebener Verteilung an die obere und/oder
untere Einlaufplatte unter Bildung jeweils eines Drucksystems mit jeweils einem oder
mehreren Wegaufnehmern angeschlossen und gegen das Pressenoberteil und/oder Pressenunterteil
abgestützt ist,
wobei ein Hydrauliksystem mit einer Steuer- oder Regeleinrichtung und einem Rechner
an die Zylinderkolbenanordnungen angeschlossen ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rechner mit den Wegaufnehmern (20) und/oder dem betreffenden Drucksystem als
Überwachungsrechner (19) in Verbindung steht, der in Abhängigkeit von der jeweils
eingestellten Einlaufkontur die sich aus dem Einlaufplattenabstand und/oder Einlaufplattendruck
resultierenden Spannungen auf Plausibilität und eventueller Überlastung der betreffenden
Einlaufplatte(n) (8, 9) prüft und (nur) bei Zulässigkeit die jeweils eingestellte
Einlaufkontur freigibt.
3. Presse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Überwachungsrechner (19, 24) bei unzulässiger Pressplatteneinstellung und/oder
Einstellung der Einlaufkontur einen Grenzwert für die Pressplatteneinstellung und/oder
Einlaufkontur in Abhängigkeit von der Mattenhöhe, dem Mattenmaterial und/oder der
Plattenenddicke ermittelt.
4. Presse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Überwachungsrechner (19, 24) bei unzulässiger Pressplatteneinstellung und/oder
Einstellung der Einlaufkontur einen Grenzwert für die Mattenhöhe und/oder das Mattenmaterial
und/oder die Plattenenddicke unter Beibehaltung der Pressplatteneinstellung und/oder
der eingestellten Einlaufkontur ermittelt.
5. Presse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Überwachungsrechner (19, 24) bei unzulässiger Pressplatteneinstellung und/oder
Einstellung der Einlaufkontur einen Grenzwert für die Mattengeschwindigkeit und Mattenbeschleunigung
unter Beibehaltung der gewählten Pressplatteneinstellung und/oder eingestellten Einlaufkontur
ermittelt.