[0001] Die Erfindung betrifft eine Kontaktlamelle für einen elektrischen Kettfadenwächter
mit wenigstens einer Öse zum Hindurchführen eines Kettfadens.
[0002] Eine aus DE 41 19 550 A1 bekannte Kontaktlamelle besitzt einen abgeschrägten Lamellenkopf,
einen vertikal verlaufenden Kontaktschienenschlitz und eine unterhalb des Kontaktschienenschlitzes
vorhandene Öse zum Hindurchführen eines Kettfadens.
[0003] Diese Art der Kontaktlamellen wird, wie weitere vorbekannte Kontaktlamellen, im Einbauzustand
des Kettfadenwächters in einer Webmaschine von einem durch die Öse der Kontaktlamelle
gezogenen Kettfaden in der Schwebe gehalten.
Bei einem Bruch des Kettfadens fällt die Kontaktlamelle auf eine den Kontaktschienenschlitz
durchgreifende Kontaktschiene, wodurch ein elektrischer Stromkreis geschlossen wird.
Mit dem Schließen des Stromkreises wird eine Unterbrechung des Webprozesses bewirkt.
Die bekannten Kontaktlamellen sind im Hinblick auf die Beanspruchung der Kettfäden
durch das Gewicht der Kontaktlamelle von Nachteil, weil jede Kontaktlamelle von einem
Kettfaden getragen werden muss.
Bei reissempfindlichen Kettgarnen kann sich das Tragen einer solchen Kontaktlamelle
besonders nachteilig auf das Standverhalten der Webkette auswirken. Häufige Kettfadenbrüche
führen zum häufigen Unterbrechen des Webprozesses und zur Einschränkung der Produktivität
der Webmaschine.
[0004] Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, eine Kontaktlamelle für Kettfadenwächter zu
schaffen, die innerhalb eines Kettfadenwächters nicht von einem Kettfaden getragen
wird.
[0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Kontaktlamelle als ein
wenigstens einen Drehpunkt aufweisenden doppelarmiger Hebel ausgebildet ist, dessen
erster Hebelarm vergleichsweise masseärmer als der zweite Hebelarm ist, und wobei
der masseärmere Hebelarm die wenigstens eine Öse zum Hindurchführen des Kettfadens
aufweist.
[0006] Als Drehpunkt der Kontaktlamelle ist etwa symmetrisch zu den Hebelarmen ein erster
oder ein zweiter Durchgang vorgesehen, vorzugsweise eine Bohrung, die von einer als
Kontaktschiene des Kettwächters ausgebildeten Drehachse mit einem hinreichendem Spiel
durchgriffen wird.
Der doppelarmige Hebel kann in einer ersten Ausbildung ein gestreckter Hebel oder
in einer zweiten Ausbildung ein Winkelhebel sein.
Die Hebelarme sind sowohl bei dem gestreckten als auch bei dem Winkelhebel im wesentlichen
symmetrisch zur Mittenachse des Drehpunktes angeordnet.
[0007] Eine Abweichung von der symmetrischen Anordnung der Hebelarme ist denkbar und liegt
insbesondere dann vor, wenn in der Kontaktlamelle wenigstens ein erster und ein zweiter
Durchgang zum wahlweisen Hindurchgreifen der Drehachse vorgesehen ist.
[0008] In Ausgestaltung der Erfindung kann die Kontaktlamelle mehr als eine Öse zum Hindurchführen
des Kettfadens aufweisen.
Die Kontaktlamelle besteht zum Auslösen eines elektrischen Signals am Kettwächter
vollständig, wie an sich bekannt, aus einem elektrisch leitendem Material.
Die Kontaktlamelle kann ferner aus einer Kombination von elektrisch leitendem Material
und elektrisch nicht leitenden Material bestehen, wobei wenigstens die Kontaktbereiche
der Kontaktlamelle durch elektrisch leitfähiges Material untereinander verbunden sind.
[0009] Die Erfindung wird nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
[0010] In der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- eine Kontaktlamelle als doppelarmiger, gestreckter Hebel in der Vorderansicht,
- Figur 2
- die Seitenansicht der Kontaktlamelle gemäß Figur 1 und
- Figur 3
- eine Kontaktlamelle als doppelarmiger Winkelhebel in der Vorderansicht.
[0011] Die Kontaktlamelle 1 gemäß der Figur 1 und 2 umfasst einen abgerundeten Lamellenkopf
2 und ein gerades Lamellenende 3. Zwischen dem Lamellenkopf 2 und dem Lamellenende
3 ist wenigstens ein quer zur Längsmittenachse 4 der Kontaktlamelle 1 ausgebildeter
Durchgang 5 als Drehpunkt der Kontaktlamelle 1 vorhanden, dessen Mittenachse 6 die
Kontaktlamelle als doppelarmigen, gestreckten Hebel ausbildet.
Der erste Hebelarm 7 ist dabei masseärmer als der zweite Hebelarm 8.
[0012] Im ersten Hebelarm 7 durchquert wenigstens eine Öse 9 die Wandstärke s der Kontaktlamelle
1.
In Figur 3 ist die Kontaktlamelle 1 als Winkelhebel ausgebildet mit einem Durchgang
5 als Drehpunkt.
Der Winkelhebel bildet dabei einerseits zwischen der Längsmittenachse 6 des Durchganges
5 und dem Lamellenkopf 2 einen ersten Hebelarm 7 und andererseits zwischen der Längsmittenachse
6 und dem Lamellenende 3 einen zweiten Hebelarm 8 aus. Der Hebelarm 8 ist massestärker
als der Hebelarm 7, dessen Längenabschnitt wenigstens eine Öse 9 zum Hindurchführen
eines Kettfadens aufweist.
Zeichnungs-Legende
[0013]
- 1
- Kontaktlamelle
- 2
- Lamellenkopf
- 3
- Lamellenende
- 4
- Längsmittenachse
- 5
- Durchgang
- 6
- Mittenachse
- 7
- Hebelarm
- 8
- Hebelarm
- 9
- Öse
- s
- Dicke
1. Kontaktlamelle für einen elektrischen Kettfadenwächter mit wenigstens einer Öse zum
Hindurchführen eines Kettfadens, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktlamelle (1) als ein einen Drehpunkt aufweisenden doppelarmiger Hebel ausgebildet
ist, dessen erster Hebelarm (7) vergleichsweise masseärmer als der zweite Hebelarm
(8) ist, und wobei der masseärmere Hebelarm (7) die wenigstens eine Öse (9) aufweist.
2. Kontaktlamelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der doppelarmige Hebel ein gestreckter Hebel ist.
3. Kontaktlamelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der doppelarmige Hebel ein Winkelhebel ist.
4. Kontaktlamelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebelarme (7,8) symmetrisch zur Schwenkachse des doppelarmigen Hebels ausgebildet
sind.
5. Kontaktlamelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebelarme (7,8) asymmetrisch zur Schwenkachse des doppelarmigen Hebels ausgebildet
sind.
6. Kontaktlamelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der vertikalen Ebene des masseärmeren Hebelarms (7) mehrere Ösen (9) beabstandet
voneinander angeordnet sind.
7. Kontaktlamelle nach Anspruch 1, bestehend vollständig aus einem elektrisch leitenden
Material.
8. Kontaktlamelle nach Anspruch 1, bestehend aus einer Kombination von elektrisch leitendem
Material und elektrisch nicht leitendem Material.
9. Kontaktlamelle nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Kontaktbereiche, die durch elektrisch leitfähiges Material miteinander verbunden sind.