[0001] Die Erfindung betrifft einen Kraftfahrzeug-Türverschluß mit einem elektromechanischen
Zentralverriegelungsantrieb mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1 sowie
ein Verfahren mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 10.
[0002] Ein üblicher Kraftfahrzeug-Türverschluß der in Rede stehenden Art, also der Verschluß
für eine Kraftfahrzeug-Seitentür, eine Heckklappe oder Hecktür, aber auch für eine
Schiebetür eines Kraftfahrzeugs, weist regelmäßig Schließelemente wie Drehfalle und
Sperrklinke sowie eine Schloßmechanik mit verschiedenen Hebeln, die der Betätigung
dienen, auf. Im einzelnen kann man dazu auf den Stand der Technik verweisen (z.B.
DE 100 06 765 A1).
[0003] Weit verbreitet sind Kraftfahrzeug-Türverschlüsse mit einem elektromechanischen Zentralverriegelungsantrieb
(z.B. DE 100 06 765 A1). Von diesem wird regelmäßig ein mechanisches Zentralverriegelungselement
der Schloßmechanik angetrieben, um den Kraftfahrzeug-Türverschluß insgesamt zumindest
in eine Entriegelungsstellung, in der die Kraftfahrzeugtür von außen und innen geöffnet
werden kann, und in eine Verriegelungsstellung, in der die Kraftfahrzeugtür nur von
innen geöffnet werden kann, von außen jedoch nicht geöffnet werden kann, zu bringen.
Häufig ist auch eine dritte Stellung eingerichtet, nämlich eine Diebstahlsicherungsstellung,
in der die Kraftfahrzeugtür weder von außen noch von innen geöffnet werden kann. Schließlich
ist an hinteren Seitentüren und an Hecktüren auch eine Kindersicherungsstellung vorzusehen,
in der die Kraftfahrzeugtür zwar von außen, jedoch nicht von innen geöffnet werden
kann. Auf Details hierzu kommt es für die Lehre der vorliegenden Erfindung nicht an,
diese befaßt sich mit der Steuerung des elektromechanischen Zentralverriegelungsantriebs.
[0004] Der bekannte Kraftfahrzeug-Türverschluß, von dem die Erfindung ausgeht (DE 44 39
479 A1), weist zunächst einen elektromechanischen Zentralverriegelungsantrieb und
ein davon angetriebenes mechanisches Zentralverriegelungselement in Form eines Zentralverriegelungshebels
auf. Bei diesem Stand der Technik umfaßt der Zentralverriegelungsantrieb einen elektrischen
Antriebsmotor, ein Getriebe mit das Abtriebselement bildendem Getrieberad und daran
angeordnetem Mitnehmerzapfen, über die das als Schwenkhebel ausgeführte Zentralverriegelungselement
zwischen zwei Stellungen, der Entriegelungsstellung und der Verriegelungsstellung,
hin und her geschwenkt werden kann. Die Konstruktion ist hier so getroffen, daß das
Zentralverriegelungselement bei abgeschaltetem elektrischen Antriebsmotor vom Antriebsmotor
entkoppelt ist und widerstandsfrei von der einen in die andere Stellung mechanisch
bewegt werden kann, beispielsweise durch Betätigen von einem Schließzylinder her.
[0005] Dieser Kraftfahrzeug-Türverschluß weist eine elektronische Motorsteuerung auf. Diese
umfaßt einen Motorzustandssensor in Form eines Motorstromsensors, der den vom elektrischen
Antriebsmotor gezogenen Strom mißt. Die Motorsteuerung ist so ausgelegt, daß sie den
elektrischen Antriebsmotor zum Antreiben des Zentralverriegelungselementes in die
Verriegelungsstellung entweder nach Erhalt eines Betätigungssignals von einer Betätigungseinheit
wie einem Schließzylinder, einer Verriegelungstaste, einer Fembedienungs-Empfangseinheit
oder einer Handhabe (Türaußengriff, Türinnengriff) direkt ansteuert, oder selbsttätig
ansteuert, sobald ein bestimmter Betriebszustand des Kraftfahrzeugs erreicht worden
ist. Letzteres erfordert natürlich auch ein Betätigungssignal, jedoch wird dieses
nicht von einer Bedienungsperson ausgelöst, sondern es wird automatisch ausgelöst,
wenn ein bestimmter Betriebszustand des Kraftfahrzeugs erreicht ist. Ein solcher Betriebszustand
ist beispielsweise eine bestimmte Mindestgeschwindigkeit des Kraftfahrzeugs nach vorherigem
Stillstand. Eine solche Funktion des bekannten Kraftfahrzeug-Türverschlusses dient
der Sicherheit der Fahrzeuginsassen vor Überfällen an Ampelkreuzungen o. dgl. Ist
eine Bedienungsperson in das Kraftfahrzeug eingestiegen, hat den Motor gestartet und
ist losgefahren, so verriegeln alle Türverschlüsse des Kraftfahrzeugs bei Überschreiten
einer Mindestgeschwindigkeit des Kraftfahrzeugs automatisch und bleiben verriegelt
bis die Bedienungsperson wieder aussteigt.
[0006] Bei dem bekannten, zuvor erläuterten Kraftfahrzeug-Türverschluß kann die Motorsteuerung
noch ein übriges leisten, nämlich eine Abschaltung des elektrischen Antriebsmotors
bei Erreichen der Verriegelungsstellung (oder der Entriegelungsstellung). Hier ist
nämlich vorgesehen, daß zum Abschalten des elektrischen Antriebsmotors mindestens
ein Anschlag vorgesehen ist, der eine weitere Drehung des elektrischen Antriebsmotors
blockiert. Die Motorsteuerung ist dabei so ausgelegt, daß das Abschalten des elektrischen
Antriebsmotors zumindest beim Erreichen der Verriegelungsstellung nach Maßgabe des
Signals des Motorzustandssensors erfolgt. Bei dem im Stand der Technik bekannten Motorstromsensor
bedeutet das, daß die Stromaufnahme des elektrischen Antriebsmotors überwacht wird
und der elektrische Antriebsmotor abgeschaltet wird, wenn ein bestimmter Grenzwert
des Motorstroms über eine bestimmte Zeit hinweg überschritten wird. Dies wird in der
Motorsteuerung als Blockieren des Motors durch das Zentralverriegelungselement bzw.
den Anschlag ausgewertet, der elektrische Antriebsmotor wird dann abgeschaltet. Man
bezeichnet dies als Blockbetrieb des elektrischen Antriebsmotors. Dieser erlaubt es,
auf Mikroschalter, die bestimmte Positionen des elektrischen Antriebsmotors, des diesem
regelmäßig nachgeschalteten Untersetzungsgetriebes und/oder des mechanischen Zentralverriegelungselementes
abtasten, zu verzichten. Das spart Kosten und verringert die Fehleranfälligkeit des
Kraftfahrzeug-Türverschlusses.
[0007] In der Praxis hat sich gezeigt, daß bei Kraftfahrzeug-Türverschlüssen mit elektromechanischen
Zentralverriegelungsantrieben bei der selbsttätigen Verriegelung aufgrund Erreichens
des definierten Betriebszustands des Kraftfahrzeugs das Geräusch des Zentralverriegelungsantriebs
beim Abschalten als störend empfunden wird. Dies gilt bereits dann, wenn das Abschalten
mittels Mikroschaltern erfolgt, weil auch in diesem Fall die Schloßmechanik plötzlich,
schlagartig gestoppt wird. In besonderem Maße gilt das bei Blockbetrieb des elektrischen
Antriebsmotors, weil dabei eben ein mechanisches Element an einem Anschlag in irgendeiner
Form anschlägt und dadurch gestoppt wird.
[0008] Ein gleichartiges störendes Geräusch tritt auch dann auf, wenn der elektrische Antriebsmotor
nach Erhalt eines Betätigungssignals von einer Betätigungseinheit von einer Bedienungsperson
gewissermaßen absichtlich gestoppt wird. In diesem Fall wird dieses Geräusch aber
als weniger störend empfunden, weil die Bedienungsperson gleichsam darauf vorbereitet
ist.
[0009] Der Lehre liegt das Problem zugrunde, den bekannten, zuvor ausführlich erläuterten
Kraftfahrzeug-Türverschluß hinsichtlich der Geräuschbildung zu verbessern.
[0010] Die zuvor aufgezeigte Problemstellung ist bei dem Kraftfahrzeug-Türverschluß mit
den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1 durch die Merkmale des kennzeichnenden
Teils von Anspruch 1 gelöst.
[0011] Erfindungsgemäß wird die ohnehin vorhandene Motorsteuerung dazu genutzt, die Drehzahl
des elektrischen Antriebsmotors zu regeln. Damit ist es möglich, den elektrischen
Antriebsmotor insgesamt wesentlich langsamer laufen zu lassen als bisher üblich. Ein
langsamer laufender elektrischer Antriebsmotor führt zwar zu einer langsameren Reaktion
der Mechanik des Kraftfahrzeug-Türverschlusses, dem stehen aber eine Reihe von erheblichen
Vorteilen gegenüber. Zunächst ergibt sich eine optimale Drehzahlanpassung über den
gesamten Verfahrweg des Zentralverriegelungselementes. An den Hebeln der Schloßmechanik
werden unnötig hohe Beschleunigungskräfte vermieden. Die langsame Laufgeschwindigkeit
des Zentralverriegelungsantriebs führt zu einer Reduzierung der Geräuschbildung. Ohne
weiteres läßt sich in die Regelschaltung der Blockbetrieb des elektrischen Antriebsmotors
integrieren, wobei der Blockierstrom zusätzlich abgeregelt werden kann. Insbesondere
bei einer digitalen Regelschaltung läßt sich diese Funktion praktisch ohne Mehrkosten
lediglich in der Programmierung eines Mikrocomputers realisieren.
[0012] Ein normaler Zentralverriegelungsantrieb in einem normalen Kraftfahrzeug ist auf
die übliche Bordspannung, in Europa meistens 12 V, ausgelegt, muß aber auch mit niedrigerer
Spannung, beispielsweise 9 V bei 85° C, aber natürlich auch bei Überspannung, beispielsweise
16 V einwandfrei funktionieren. Unter einwandfreiem Funktionieren versteht man, daß
auch eine an dem von dem Zentralverriegelungsantrieb bewegten Hebelwerk bis hin zum
Innensicherungsknöpfchen angreifende Gegenkräfte überwunden werden müssen. Mit anderen
Worten bedeutet dies, daß im Normalfall der Zentralverriegelungsantrieb an sich zu
schnell und kraftvoll arbeitet und insbesondere in den Block fährt.
[0013] Erfindungsgemäß wird der Zentralverriegelungsantrieb mit einer wesentlich niedrigeren
Spannung, beispielsweise einer Spannung von 3 V gefahren. Mit dieser niedrigeren Spannung
hat der Zentralverriegelungsantrieb natürlich nicht das Drehmoment zur Verfügung,
das für die Überwindung zusätzlicher Gegenkräfte erforderlich ist. Die erfindungsgemäß
vorgesehene Regelung der Drehzahl des elektrischen Antriebsmotors führt nun dazu,
daß die Versorgungsspannung in Reaktion auf die Last erhöht und bei Wegfall der Last
wieder verringert wird. Insgesamt läuft der Zentralverriegelungsantrieb somit langsamer
und weniger kraftvoll, dafür aber wesentlich leiser.
[0014] Von besonderer Bedeutung ist die Lehre der Erfindung bei selbsttätiger Ansteuerung
des elektrischen Antriebsmotors. Die langsamere Reaktion der Mechanik wird in einem
solchen Fall nicht als störend empfunden, weil bei selbsttätiger Ansteuerung des elektrischen
Antriebsmotors die Bedienungsperson den zeitlichen Verlauf ohnehin nicht wahrnimmt.
Die Bedienungsperson nimmt in einem solchen Fall nur - positiv - wahr, daß der Kraftfahrzeug-Türverschluß
sehr leise arbeitet, weil die Drehzahl so gering ist und deshalb nicht vermeidbare
Schlaggeräusche auf ein Minimum reduziert werden.
[0015] Man kann die zuvor erläuterte Regelung stets aktiviert lassen. Das kann jedoch gelegentlich
von Nachteil sein, weil die langsamere Reaktion der Mechanik als störend empfunden
wird. In so einem Fall ist vorzusehen, daß diese Regelung nur dann aktiviert ist,
wenn die Motorsteuerung den elektrischen Antriebsmotor selbsttätig ansteuert. Bei
Ansteuerung des elektrischen Antriebsmotors nach Erhalt eines Betätigungssignals bleibt
es in diesem Fall bei der "klassischen", relativ geräuschintensiven Funktion des Kraftfahrzeug-Türverschlusses.
Diese wird von der Bedienungsperson durchaus positiv empfunden, weil sie eine akustische
Rückmeldung hinsichtlich der Funktion des Kraftfahrzeug-Türverschlusses erhält.
[0016] Die zuvor für die selbsttätige Ansteuerung des elektrischen Antriebsmotors beschriebene
Regelung kann selektiv auch dann aktiviert werden, wenn der elektrische Antriebsmotor
vom Innenraum des Kraftfahrzeugs aus manuell angesteuert wird, z. B. mit der Verriegelungstaste
für die generelle Verriegelung des Kraftfahrzeugs oder mit einer Verriegelungstaste
o. dgl. für die Ansteuerung der Kindersicherung. Im Innenraum des Kraftfahrzeugs wird
nämlich auch bei manueller Ansteuerung die Geräuschentwicklung des Kraftfahrzeug-Türverschlusses
stärker empfunden als von außen her. Dementsprechend wird es als komfortabel und angenehm
empfunden, wenn auch in diesem Fall eine leise Funktionsweise des Zentralverriegelungsantriebs
vorliegt.
[0017] Auch für die hier beschriebene Erfindung empfiehlt sich die Verwendung eines Motorstromsensors
als Motorzustandssensor des Kraftfahrzeug-Türverschlusses, weil ein solcher Motorstromsensor
für einen Gleichstrommotor, der im Kraftfahrzeug üblicherweise eingesetzt wird, ein
preisgünstiges Sensorelement darstellt. Prinzipiell kann man auch andere Sensoren
verwenden, beispielsweise einen Drehzahlsensor (Drehgeber, Impulszähler; magnetisch,
optisch).
[0018] Lediglich für die Abschaltfunktion des Kraftfahrzeug-Türverschlusses würde sich auch
ein Drehmomentsensor (insbesondere ein mechanisch-elektrischer Sensor wie ein Dehnungsmeßstreifen
etc.) eignen.
[0019] Insgesamt eignen sich für die Gestaltung der Motorsteuerung an sich aus dem Stand
der Technik für derartige Zwecke bekannte Schaltungen, insbesondere analoge Regelschaltungen
oder digitale Regelschaltungen. Hierzu darf auf die diesbezügliche Fachliteratur verwiesen
werden (siehe z.B. Tietze, Schenck "Halbleiter-Schaltungstechnik", 10. Auflage, Springer,
Berlin, 1993, insbesondere Kapitel 18 "Stromversorgung", insbesondere 18.3 "lineare
Spannungsregler, sowie Kapitel 27 "elektronische Regler"). Ausführungsbeispiele sind
im speziellen Teil der Beschreibung (Figurenbeschreibung) erläutert.
[0020] Die Ansprüche 10 bis 15 betreffen ein entsprechendes Verfahren.
[0021] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt die einzige Figur das Funktionsprinzip
der Erfindung nach Art eines Funktions-Schaltbildes.
[0022] Zum grundsätzlichen Aufbau von Kraftfahrzeug-Türverschlüssen mit Zentralverriegelungsantrieb,
auf die sich die Lehre der vorliegenden Erfindung bezieht, finden sich im allgemeinen
Teil der Beschreibung einige Erläuterungen, auf die hier verwiesen werden darf.
[0023] Die Lehre der Erfindung betrifft einen Kraftfahrzeug-Türverschluß mit einem elektromechanischen
Zentralverriegelungsantrieb 1 und einem davon angetriebenen mechanischen Zentralverriegelungselement
2. Im in der Figur dargestellten Ausführungsbeispiel zeigt der Zentralverriegelungsantrieb
1 einen elektrischen Antriebsmotor 3, der über ein hier als Zahnradgetriebe 4 ausgebildetes
Untersetzungsgetriebe, das hier als Schwenkhebel ausgeführte mechanische Zentralverriegelungselement
2 antreibt. Es gibt eine Vielzahl anderer Konstruktionen für elektrische Antriebsmotoren
3 mit Untersetzungsgetriebe 4, beispielsweise Schneckenradgetriebe, Stirn-/Kegelrad-Getriebe
und, teilweise damit gekoppelt, Spindel/Spindelmutter-Getriebe. Dazu darf insgesamt
auf den Stand der Technik verwiesen werden, der hier eine Vielzahl von Alternativen
vorgibt.
[0024] Wesentliche Voraussetzung für die Erfindung ist ferner, daß der Zentralverriegelungsantrieb
1 eine Motorsteuerung 5 aufweist. Die Motorsteuerung 5 in der Figur ist links mit
Netzanschlüssen 7 wie eingetragen an die Gleichspannung des Bordnetzes des Kraftfahrzeugs
angeschlossen und steuert das Ein- und Ausschalten und, gemäß der Erfindung, auch
die Drehzahl des elektrischen Antriebsmotors 3. Teil der Motorsteuerung 5 ist ein
Motorzustandssensor 6. Dieser ist im dargestellten Ausführungsbeispiel als Motorstromsensor,
nämlich als Sensorwiderstand ausgeführt.
[0025] Das Zentralverriegelungselement 2 ist vom Zentralverriegelungsantrieb 1, im dargestellten
Ausführungsbeispiel von einem Getrieberad 4a des Untersetzungsgetriebes 4, zumindest
in eine Verriegelungsstellung bringbar. Diese Verriegelungsstellung ist in der Figur
dargestellt. Grundsätzlich ist es möglich, den Zentralverriegelungsantrieb 1 in einer
Richtung arbeiten zu lassen und dabei sogar so zu arbeiten, daß vom Zentralverriegelungsantrieb
1 stets nur die Verriegelungsstellung angefahren wird. Die Entriegelungsstellung könnte
dann lediglich mechanisch angefahren werden. Normalerweise ist es allerdings so, daß
der Zentralverriegelungsantrieb 1 das Zentralverriegelungselement 2, jedenfalls bei
den nicht unmittelbar von einer Handhabe aus betätigten Kraftfahrzeug-Türverschlüssen,
nicht nur in eine Verriegelungsstellung, sondern auch in eine Entriegelungsstellung
bringt. Das dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt einen solchen reversierend arbeitenden
Zentralverriegelungsantrieb 1.
[0026] Schließlich gibt es Zentralverriegelungsantriebe, die drei Stellungen, nämlich eine
Entriegelungsstellung, eine Verriegelungsstellung und eine Diebstahlsicherungsstellung
anfahren können, ebenso auch eine Kindersicherungsstellung. Problembezogen ist für
die Lehre der Erfindung nur von Bedeutung, daß der Zentralverriegelungsantrieb 1 die
Verriegelungsstellung anfahren kann.
[0027] Die Motorsteuerung 5 ist so ausgelegt, daß sie den elektrischen Antriebsmotor 3 zum
Antreiben des Zentralverriegelungselements 2 in die Verriegelungsstellung nach Erhalt
eines Betätigungssignals von einer Betätigungseinheit wie einem Schließzylinder, einer
Verriegelungstaste, einer Fernbedienungs-Empfangseinheit oder einer Handhabe (Türaußengriff,
Türinnengriff) ansteuert, ferner ist die Motorsteuerung 5 so ausgelegt, daß sie den
elektrischen Antriebsmotor 3 auch selbsttätig ansteuert, sobald ein bestimmter Betriebszustand
des Kraftfahrzeugs erreicht worden ist.
[0028] Unter bestimmter Betriebszustand kann man verstehen z.B. einen Zustand, bei dem die
Airbag-Sensoren auf allen Plätzen im Fahrzeug Personen festgestellt haben. Insbesondere
ist als solcher bestimmter Betriebszustand das Erreichen einer bestimmten Fahrgeschwindigkeit
nach einem erstmaligen oder erneuten Anfahren des Fahrzeugs definiert. Dies ist eine
Funktion, die moderne Kraftfahrzeug-Türverschlüsse aus Sicherheitsgründen, Schutz
vor Ampelüberfällen o. dgl., zunehmend haben.
[0029] Häufig ist eine Motorsteuerung 5 heutzutage in einem integrierten Schaltkreis, insbesondere
einem Mikrocomputer realisiert, so daß die Auslegung der Motorsteuerung 5 im wesentlichen
deren passende Programmierung bedeutet.
[0030] Die Figur zeigt nun eine wesentliche Auslegung der Motorsteuerung 5. Vorgesehen ist,
daß die Motorsteuerung 5 einen Regelkreis unter Einschluß des Motorzustandssensors
6 aufweist und dieser Regelkreis so ausgelegt ist, daß bei Ansteuerung des elektrischen
Antriebsmotors 3 der elektrische Antriebsmotor 3 mit einer niedrigen Drehzahl läuft
und unter Nutzung des Signals des Motorzustandssensors 6 auf diese Drehzahl geregelt
wird.
[0031] Insbesondere darf hier auf die zuvor gegebene Erläuterung einer bevorzugten Konstruktion
und Regelschaltung auf Seite 4/5 dieser Beschreibung verwiesen werden.
[0032] Besonders bevorzugt ist es und bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel auch verwirklicht,
daß der Regelkreis so ausgelegt ist, daß bei selbsttätiger Ansteuerung des elektrischen
Antriebsmotors 3 nach Erreichen des bestimmten Betriebszustands des Kraftfahrzeugs,
insbesondere also der bestimmten Fahrgeschwindigkeit des Kraftfahrzeugs, der elektrische
Antriebsmotor 3 mit einer gegenüber der normalen Ansteuerung des elektrischen Antriebsmotors
3 nach Erhalt eines Betätigungssignals wesentlich geringeren Drehzahl läuft und unter
Nutzung des Signals des Motorzustandssensors auf diese niedrigere Drehzahl geregelt
wird.
[0033] Die Motorsteuerung 5 zeigt den Mikrocomputer 8, der alle Steuerfunktionen der Motorsteuerung
5 zentral organisiert. An den Mikrocomputer 8 ist eingangsseitig einerseits ein Geschwindigkeitssensor
9 zur Ermittlung der jeweiligen Fahrzeuggeschwindigkeit, andererseits mindestens ein
Betätigungssensor 10 zur Erfassung eines Betätigungssignals von einer Betätigungseinheit
wie oben erläutert, hier dargestellt als Funkfernbedienung 10a, angeschlossen. Der
Mikrocomputer 8 erhält also einerseits ein Eingangssignal, das es dem Mikrocomputer
8 erlaubt, das Erreichen eines bestimmten Betriebszustands des Kraftfahrzeugs, im
vorliegenden Ausführungsbeispiel das Erreichen einer bestimmten Fahrgeschwindigkeit
des Kraftfahrzeugs, festzustellen, andererseits ein Betätigungssignal, das die aktive
Betätigung durch eine Bedienungsperson indiziert.
[0034] Auch in diesem Zusammenhang darf darauf hingewiesen werden, daß eine abgesenkte Drehzahl
des elektrischen Antriebsmotors 3 des Zentralverriegelungsantriebs 1 auch bei manueller
Ansteuerung vom Innenraum des Kraftfahrzeugs her zweckmäßig sein oder als angenehm
empfunden werden kann, z.B. bei Betätigung der Innen-Verriegelungstaste oder der Betätigungseinrichtung
für die Kindersicherung an den hinteren Seitentüren. Auch das ist oben bereits angesprochen
worden.
[0035] Ferner hat der Mikrocomputer 8 einen Meßeingang 11, der an den Motorzustandssensor
6, hier den Motorstromsensor (Widerstand) angeschlossen ist.
[0036] Ausgänge des Mikrocomputers 8 sind mit zwei Motor-Umschaltern 12 verbunden, die es
erlauben, den elektrischen Antriebsmotor 3 in beiden Drehrichtungen anzutreiben. Durch
Umpolung der Anschlüsse 13 des elektrischen Antriebsmotors 3 mittels der Motor-Umschalter
12 kann die eine oder die andere Drehrichtung vorgegeben oder, bei gegeneinander schaltenden
Motor-Umschaltern 12, ein Kurzschluß der Anschlüsse 13 zum Zwecke der schnellen Bremsung
des elektrischen Antriebsmotors 3 herbeigeführt werden. Hat man einen elektrischen
Antriebsmotor 3 mit nur einer Drehrichtung, so benötigt man solche Motor-Umschalter
natürlich nicht, sondern kann hier auf normale Ein/Aus-Schalter zurückgreifen.
[0037] Es versteht sich von selbst, daß die Motor-Umschalter 12 eher elektronische Schalter
(z.B. Transistor- oder Thyristor-Schalter) sein werden, wie auch in die gesamte Schaltungsanordnung
des Mikrocomputers 8 bzw. auf einer entsprechenden Platine integriert sein können.
Grundsätzlich ausschließbar sind natürlich auch elektromechanische Schalter nicht.
[0038] Die Nutzung des Regelkreises der Motorsteuerung 5 hier mittels des Mikrocomputers
8 erlaubt es, den elektrischen Antriebsmotor 3 bei selbsttätiger Ansteuerung, beispielsweise
aufgrund des Signals des Geschwindigkeitssensors 9, auf eine unter Berücksichtigung
der momentanen Betriebszustände minimale Drehzahl zu regeln. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
ist die Programmierung des Mikrocomputers 8 so getroffen, daß dies tatsächlich nur
bei selbsttätiger Ansteuerung erfolgt, obwohl es grundsätzlich möglich wäre, ganz
generell den elektrischen Antriebsmotor 3 entsprechend drehzahlgeregelt zu betreiben.
[0039] Grundsätzlich wäre es möglich, die Drehzahl des elektrischen Antriebsmotors 3 unmittelbar
zu erfassen, beispielsweise mittels eines Drehzahlsensors an der Abtriebswelle des
elektrischen Antriebsmotors 3. Solche Sensoren sind als Drehgeber, Impulszähler etc.
aus dem Stand der Technik bekannt. Insbesondere sind auch optoelektronische Drehzahlsensoren
verfügbar. Das dargestellte Ausrührungsbeispiel zeigt allerdings einen Motorstromsensor
als Motorzustandssensor 6, eine besonders preisgünstige und zuverlässige Lösung.
[0040] Im hier beschriebenen Betriebszustand soll der Zentralverriegelungsantrieb 1 mit
minimaler Drehzahl vom Ausgangspunkt bis an den Endanschlag der Verriegelungsstellung,
dargestellt in der Figur, gefahren werden. Während dieser Verfahrbewegung auftretende
Drehzahlveränderungen des elektrischen Antriebesmotors 3 durch Schwankungen des vom
elektrischen Antriebsmotor 3 aufzubringenden Drehmoments werden vom Mikrocomputer
8 durch eine Regelung der Versorgungsspannung des elektrischen Antriebsmotors 3 ausgeglichen.
Erhöht sich das Drehmoment an der Abtriebswelle des elektrischen Antriebsmotors 3,
so steigt der vom elektrischen Antriebsmotor 3 gezogene Strom an. Der Spannungsabfall
am Innenwiderstand des elektrischen Antriebsmotors 3 erhöht sich, die induzierte Spannung
reduziert sich und die Drehzahl des elektrischen Antriebsmotors 3 geht zurück. Entsprechend
umgekehrt ist die Reaktion bei einer Verringerung des vom elektrischen Antriebsmotors
3 aufzubringenden Drehmoments.
[0041] Die in der Figur dargestellte Schaltung stellt über den Motorzustandssensor 6 in
Form eines Meßwiderstands einen dem Motorstrom proportionalen Spannungsabfall fest,
der vom Mikrocomputer 8 ausgewertet wird. Erhöht sich der Spannungsabfall, so wird
vom Mikrocomputer die Versorgungsspannung des elektrischen Antriebsmotors 3 entsprechend
erhöht bis wieder die gewünschte Drehzahl des elektrischen Antriebsmotors 6 erreicht
ist.
[0042] Auf diese Weise läßt sich die Drehzahl des elektrischen Antriebsmotors 3 bis nahe
an die minimal mögliche Drehzahl herunterregeln, die natürlich nicht unterschritten
werden darf, damit der elektrische Antriebsmotor 3 nicht zwischenzeitlich plötzlich
stehenbleibt und festhängt. Auf diese Weise wird erreicht, daß die Verlagerung des
Zentralverriegelungselements 2 bei selbsttätiger Ansteuerung des elektrischen Antriebsmotors
3 so langsam wie möglich erfolgt. Dadurch wird die Geräuschentwicklung des Zentralverriegelungsantriebs
3 mit dem Zentralverriegelungselement 2 auf ein Minimum reduziert. Die im Fahrzeug
sitzende Bedienungsperson merkt nach dem Anfahren des Fahrzeugs akustisch nicht, daß
die Kraftfahrzeug-Türverschlüsse mit elektromechanischer Zentralverriegelung schließen.
Zumindest empfindet die im Fahrzeug sitzende Bedienungsperson das Schließen der elektromechanischen
Zentralverriegelung als ausgesprochen leise. Entsprechendes gilt auch dann, wenn von
innen her manuell verriegelt wird. Ebenso gilt dies für die Entriegelung vom Innenraum
des Kraftfahrzeugs her.
[0043] Man kann insgesamt die Regelung so treffen, daß nur Betätigungen durch die Bedienungsperson
von außen her die normale, akustisch intensive Funktionsweise der Zentralverriegelung
auslösen, selbsttätige Ansteuerung und Ansteuerung durch Betätigung vom Innenraum
jedoch immer die geregelte Funktionsweise der Zentralverriegelung zur Folge haben.
[0044] Im Normalfall, also bei Betätigung seitens der Bedienungsperson und Empfang des Betätigungssignals
vom Betätigungssensor 10 aus kann der Mikrocomputer 8 den elektrischen Antriebsmotor
3 mit höherer Drehzahl ansteuern, so daß sich eine stärkere Geräuschentwicklung ergibt.
Das bedeutet für die Bedienungsperson die durchaus gewünschte akustische Rückmeldung,
daß seine Betätigung Erfolg gehabt hat.
[0045] Besonders zweckmäßig läßt sich die vorliegende Ausgestaltung der Motorsteuerung 5
auch verwenden, wenn zum Abschalten des elektrischen Antriebsmotors 3 mindestens ein
Anschlag 14 vorgesehen ist, der eine weitere Drehung des elektrischen Antriebsmotors
3 blockiert. Hier kann nämlich dann die Motorsteuerung 5 so ausgelegt sein, daß das
Abschalten des elektrischen Antriebsmotors 3 zumindest beim Erreichen der Verriegelungsstellung
nach Maßgabe des Signals des Motorzustandssensors 6 erfolgt. Ohne weiteren Aufwand
ist damit ein Blockbetrieb des Zentralverriegelungsantriebs 1 schaltungstechnisch
integriert. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Anschlag 14 durch eine Anschlagfläche
am Zentralverriegelungselement 2 selbst vorgegeben, gegen die ein Zapfen am Getrieberad
4a des Untersetzungsgetriebes 4 fährt, wie in der Figur angedeutet. Dies ist eine
Technik, die aus der DE 44 39 479 A1 oder auch der US 4,793,640 A bekannt ist.
[0046] Beispiele für Regelschaltungen finden sich in der Fachliteratur, beispielsweise in
der im allgemeinen Teil der Beschreibung erläuterten Literaturstelle Tietze, Schenck.
[0047] Im übrigen darf für die Verfahrensschritte, die das erfindungsgemäße Verfahren zur
Steuerung eines Zentralverriegelungsantriebs eines Kraftfahrzeug-Türschlosses auszeichnen,
auf die Verfahrensansprüche verwiesen werden.
1. Kraftfahrzeug-Türverschluß mit einem elektromechanischen Zentralverriegelungsantrieb
(1) und einem davon angetriebenen mechanischen Zentralverriegelungselement (2),
wobei der Zentralverriegelungsantrieb (1) einen elektrischen Antriebsmotor (3) und
eine Motorsteuerung (5) mit einem Motorzustandssensor (6) aufweist,
wobei das Zentralverriegelungselement (2) vom Zentralverriegelungsantrieb (1) zumindest
in eine Verriegelungsstellung bringbar ist und
wobei die Motorsteuerung (5) so ausgelegt ist, daß sie den elektrischen Antriebsmotor
(3) zum Antreiben des Zentralverriegelungselements (2) in die Verriegelungsstellung
nach Erhalt eines Betätigungssignals von einer Betätigungseinheit wie einem Schließzylinder,
einer Verriegelungstaste, einer Fernbedienungs-Empfangseinheit oder einer Handhabe
(Türaußengriff, Türinnengriff) ansteuert,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Motorsteuerung (5) einen Regelkreis unter Einschluß des Motorzustandssensors
(6) aufweist und dieser Regelkreis so ausgelegt ist, daß bei Ansteuerung des elektrischen
Antriebsmotors (3) der elektrische Antriebsmotor (3) mit einer niedrigen Drehzahl
läuft und unter Nutzung des Signals des Motorzustandssensors (6) auf diese Drehzahl
geregelt wird.
2. Kraftfahrzeug-Türschloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Motorsteuerung (5) ferner so ausgelegt ist, insbesondere so programmiert ist,
daß sie den elektrischen Antriebsmotor (3) zum Antreiben des Zentralverriegelungselements
(2) in die Verriegelungsstellung selbsttätig ansteuert, sobald ein bestimmter Betriebszustand
des Kraftfahrzeugs erreicht worden ist, und daß der Regelkreis so ausgelegt ist, daß
bei selbsttätiger Ansteuerung des elektrischen Antriebsmotors (3) nach Erreichen des
bestimmten Betriebszustands des Kraftfahrzeugs der elektrische Antriebsmotor (3) mit
einer gegenüber der normalen Ansteuerung des elektrischen Antriebsmotors (3) nach
Erhalt eines Betätigungssignals wesentlich geringeren Drehzahl läuft und unter Nutzung
des Signals des Motorzustandssensors auf diese niedrigere Drehzahl geregelt wird.
3. Kraftfahrzeug-Türschloß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der bestimmte Betriebszustand nach dem erstmaligen oder erneuten Anfahren des Kraftfahrzeugs
eine bestimmte Fahrgeschwindigkeit des Kraftfahrzeugs ist.
4. Kraftfahrzeug-Türschloß nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der elektrische Antriebsmotor (3) bei selbsttätiger Ansteuerung auf eine unter Berücksichtigung
der momentanen Betriebszustände minimale Drehzahl geregelt wird.
5. Kraftfahrzeug-Türschloß nach Anspruch 2 oder 3 und ggf. Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung der Drehzahl nur bei selbsttätiger Ansteuerung des elektrischen Antriebsmotors
(3) aktiviert ist, bei Ansteuerung des elektrischen Antriebsmotors (3) nach Erhalt
eines Betätigungssignals also eine Regelung der Drehzahl des elektrischen Antriebsmotors
(3) während der Verstellbewegung des Zentralverriegelungselements (2) nicht erfolgt.
6. Kraftfahrzeug-Türschloß nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Motorzustandssensor (6) ein Motorstromsensor, insbesondere ein Widerstand ist
oder daß der Motorzustandssensor ein Drehzahlsensor, insbesondere ein Drehgeber oder
ein Impulszähler ist.
7. Kraftfahrzeug-Türschloß nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zum Abschalten des elektrischen Antriebsmotors (3) mindestens ein Anschlag (14) vorgesehen
ist, der eine Weiterdrehung des elektrischen Antriebsmotors (3) blockiert, und daß
die Motorsteuerung (5) so ausgelegt ist, daß das Abschalten des elektrischen Antriebsmotors
(3) zumindest beim Erreichen der Verriegelungsstellung nach Maßgabe des Signals des
Motorzustandssensors (6) erfolgt.
8. Kraftfahrzeug-Türschloß nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Motorsteuerung (5) zur Bildung des Regelkreises eine analoge Regelschaltung aufweist
oder daß die Motorsteuerung (5) zur Bildung des Regelkreises eine digitale Regelschaltung,
insbesondere in Form eines Mikrocomputers (8) aufweist.
9. Kraftfahrzeug-Türschloß nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung des elektrischen Antriebsmotors (3) - auch-aktiviert ist bei manueller
Ansteuerung des elektrischen Antriebsmotors (3) vom Innenraum des Kraftfahrzeugs aus,
z. B. mit der Verriegelungstaste für generelle Innenverriegelung oder für Kindersicherung.
10. Verfahren zur Steuerung eines Zentralverriegelungsantriebs eines Kraftfahrzeug-Türverschlusses,
der einen elektrischen Antriebsmotor und eine Motorsteuerung mit einem Motorzustandssensor
aufweist,
bei dem der elektrische Antriebsmotor mittels der Motorsteuerung zum Antreiben eines
Zentralverriegelungselements in eine Verriegelungsstellung nach Erhalt eines Betätigungssignals
von einer Betätigungseinheit wie einem Schließzylinder, einer Verriegelungstaste,
einer Fernbedienungs-Empfangseinheit oder einer Handhabe (Türaußengriff, Türinnengriff)
angesteuert wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß mittels der Motorsteuerung bei Ansteuerung des elektrischen Antriebsmotors der elektrische
Antriebsmotor unter Nutzung des Signals des Motorzustandssensors auf eine niedrige
Drehzahl geregelt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Motorsteuerung ferner so ausgelegt ist, insbesondere so programmiert ist, daß
sie den elektrischen Antriebsmotor zum Antreiben des Zentralverriegelungselements
in die Verriegelungsstellung selbsttätig ansteuert, sobald ein bestimmter Betriebszustand
des Kraftfahrzeugs erreicht worden ist, und daß bei selbsttätiger Ansteuerung des
elektrischen Antriebsmotors (3) nach Erreichen des bestimmten Betriebszustands des
Kraftfahrzeugs der elektrische Antriebsmotor (3) mit einer gegenüber der normalen
Ansteuerung des elektrischen Antriebsmotors (3) nach Erhalt eines Betätigungssignals
wesentlich geringeren Drehzahl läuft und unter Nutzung des Signals des Motorzustandssensors
auf diese niedrigere Drehzahl geregelt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der bestimmte Betriebszustand nach dem erstmaligen oder erneuten Anfahren des Kraftfahrzeugs
eine bestimmte Fahrgeschwindigkeit des Kraftfahrzeugs ist.
13. Verfahren nach Anspruch 10, 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß der elektrische Antriebsmotor (3) bei selbsttätiger Ansteuerung auf eine unter Berücksichtigung
der momentanen Betriebszustände minimale Drehzahl geregelt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12 und ggf. Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung der Drehzahl nur bei selbsttätiger Ansteuerung des elektrischen Antriebsmotors
(3) aktiviert wird, bei Ansteuerung des elektrischen Antriebsmotors (3) nach Erhalt
eines Betätigungssignals also eine Regelung der Drehzahl des elektrischen Antriebsmotors
(3) während der Verstellbewegung des Zentralverriegelungselements (2) nicht erfolgt.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung des elektrischen Antriebsmotors (3) - auch - aktiviert wird bei manueller
Ansteuerung des elektrischen Antriebsmotors (3) vom Innenraum des Kraftfahrzeugs aus,
z. B. mit der Verriegelungstaste für generelle Innenverriegelung oder für Kindersicherung.