Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Elektrodensystem für eine Metallhalogenidlampe und
zugehörige Lampe gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Es handelt sich dabei insbesondere
um Lampen mit einer Leistung von mindestens 20 W, bevorzugt ab 100 W, bis hin zu Leistungen
von 400 W, ggf. über 1000 W.
Stand der Technik
[0002] Aus der EP-A 587 238 ist eine Metallhalogenidlampe mit keramischem Entladungsgefäß
bekannt, bei der eine zweiteilige Durchführung in einer langgestreckten Stopfenkapillare
mittels Glaslot am entladungsfernen Ende des Stopfens abgedichtet ist. Der äußere
Teil der Durchführung besteht aus permeablem Material (Niobstift), der innere Teil
aus halogenidresistentem Material (beispielsweise Stift aus Wolfram oder Molybdän).
Für höhere Lampenleistungen (bis etwa 400 W) wird eine andere Lösung angewendet, nämlich
der Ersatz des inneren Mo-Stift-Teiles durch ein Cermet-Teil. Dessen thermischer Ausdehnungskoeffizient
lässt sich wunschgemäß einstellen zwischen dem anderer Metallteile und dem der Keramik.
[0003] Nachteilig an derartigen Lösungen ist, dass die Verbindung zwischen dem inneren Teil
der Durchführung und der Elektrode sehr bruchanfällig ist. Dies gilt sowohl bei der
Weiterverarbeitung des Elektrodensystems als auch im Lebensdauerverhalten des Systems
im Betrieb der Lampe. Letztlich können abknickende Elektroden zum Platzen der Entladungsgefäße
im Betrieb führen.
[0004] Die WO 01/82331 versucht dies durch eine mehrteilige Anordnung der Durchführung zu
umgehen. Jedoch löst dies das grundsätzliche Problem nur unzureichend. Gemeinhin ist
der Durchmesser der Elektrode kleiner als der des inneren Teils, wobei die beiden
Komponenten durch Abschmelzen des Endes des inneren Teils und Einbetten des Elektrodenendes
darin verbunden werden. Oft geschieht das Abschmelzen durch Hart- oder Laserlöten.
Das innere Teil besteht meist aus Molybdän oder Mo-haltigem Cermet. Dabei kann aber
die Abschmelzmenge am inneren Teil nicht innerhalb der erforderlichen Genauigkeit
reproduzierbar sichergestellt werden. Abhilfe würde eine Vergrößerung der Abschmelzlänge
bieten. Dem steht jedoch die Begrenzung der maximal zulässigen "Schweißbuckelhöhe"
entgegen. Damit ist eine Überhöhung gemeint, die im Bereich der Schweiß- oder Lötzone
aus einer lokalen Schweißgut- oder Lotanhäufung resultiert. Es kann sich auch um Schlacke
(insbesondere im Falle einer Cermet-Verbindung) handeln. Das maximal zulässige Maß
der Überhöhung wird dabei durch den minimal zulässigen Kapillar-Innendurchmesser des
Entladungsgefäßes bestimmt.
Darstellung der Erfindung
[0005] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Elektrodensystem gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 bereitzustellen, wobei die Verbindung zwischen Durchführung und Elektrode
so konzipiert ist, dass sie dauerhaft mechanischen und thermischen Belastungen standhält.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Besonders
vorteilhafte Ausgestaltungen finden sich in den abhängigen Ansprüchen.
[0007] Erfindungsgemäß ist ein Mittel zum Formschluss, insbesondere eine Kerbe oder Nut,
in der Nähe des der Durchführung zugewandten Endes der Elektrode angebracht. Es ist
so nahe am Ende des Schafts angebracht, dass es vom Material der Durchführung aus
dem Verbindungsbereich bzw. Abschmelzbereich ummantelt wird. Das Mittel umfasst zumindest
eine lokale Vertiefung oder Kerbe. Bevorzugt ist eine umlaufende Vertiefung, die V-
oder U-förmig, rechtwinkelig oder trogförmig gestaltet sein kann. Die Kerbe kann beispielsweise
durch Schleifen oder Stanzen hergestellt werden.
[0008] Diese Kerbe kann eine unregelmäßige oder regelmäßige Verringerung des Querschnitts
der Elektrode sein. Insbesondere ist sie eine umlaufende Kerbe oder Nut in U- oder
V-Form. Beim Verbinden der Durchführung mit der Elektrode, die meist durch Löten (Hart-
oder Laserlöten) oder Schweißen geschieht, wird nunmehr ein zusätzlicher Formschluss
erreicht, der die mechanische Belastbarkeit der Verbindung erhöht. Auch der Ausschuss
in Folge unzulässig großer Schweiß/Lötzonenüberhöhung wird reduziert, da nun ein Reservoir
für die überschüssige Schmelze bzw. Schlacke zur Verfügung steht.
[0009] Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass die Vertiefung eine provisorische Fixiermöglichkeit
für eine etwaige Wendel am entladungsfernen Ende eines verlängerten Elektrodenschafts
bietet, die durch das Aufschmelzen des Endbereichs der Durchführung dann endgültig
und besonders sicher fixiert wird, ähnlich wie dies als Fixiermöglichkeit aus US-A
5 451 837 bekannt ist.
[0010] Die Durchführung kann einteilig hergestellt sein, oder zwei- oder mehrteilig aufgebaut
sein, indem der äußere Teil aus Niob oder einem anderen wasserstoffpermeablem Material
besteht, während der innere Teil Eigenschaften, die die Verbindung mit dem Schaft
begünstigt, besitzt (s.u.). Der innere Teil kann durch einen verlängerten Schaft der
Elektrode ersetzt werden, so dass die erfindungsgemäße Verbindungstechnik auf die
Verbindung zwischen dem alleine verbleibenden äußeren Durchführungsteil und dem entsprechend
verlängerten Kernstift angewendet wird.
[0011] Der bekannte Aufbau keramischer Entladungsgefäße umfasst außerdem ein langgezogenes
Kapillarrohr (im folgenden Stopfenkapillare genannt), wobei durch diese Stopfenkapillare
eine elektrisch leitende, ein- oder zweiteilige Durchführung, die bezogen auf die
Entladung aus einem inneren Teil und einem äußeren stiftförmigen Teil besteht, vakuumdicht
hindurchgeführt ist. Die Durchführung ist meist außen am Stopfen durch Glaslot abgedichtet.
An der Durchführung ist innen eine Elektrode mit ihrem Schaft befestigt, die in das
Innere des Entladungsgefäßes hineinragt.
[0012] Bevorzugt beträgt die Leistung der Lampe zwischen 20 und 400 W, aber auch größere
Leistungen (2000 W und mehr) sind möglich.
[0013] Die beiliegende Tabelle zeigt die Bemaßung für verschiedene Lampenleistungen (35,
70 und 150 W) folgender Teile:
| Lampe |
Kernstift |
Nut |
Durchführung |
Abschmelzbereich |
| Leistung |
Material |
AD [µm] |
Tiefe T [µm] |
Breite B [µm] |
Endabstand [µm] |
Material |
AD [µm] |
Länge [µm] |
| 35 |
W |
200 |
30 |
50 |
50 |
Mo oder Nb |
560 |
150 |
| 70 |
W |
300 |
50 |
100 |
50 |
Mo oder Nb |
680 |
225 |
| 70 |
W |
300 |
60 |
70 |
70 |
Mo oder Nb |
680 |
225 |
| 150 |
W |
500 |
70 |
100 |
70 |
Cermet mit Mo oder Nb |
800 |
270 |
| 150 |
W |
500 |
90 |
80 |
70 |
Cermet mit Mo oder Nb |
800 |
250 |
| Kernstift: Material und Außendurchmesser in µm; |
| Nut im Kernstift: Tiefe T, Breite B und Abstand der Nut vom entladungsfernen Ende
des Stifts, jeweils in µm; |
| Durchführung: Material und Außendurchmesser in µm; |
| Abschmelzbereich: Länge des Verbindungsbereichs beider Komponenten in µm. |
[0014] Die Verbindung zwischen den beiden Komponenten Durchführung und Kernstift erfolgt
durch Laserlöten.
[0015] Bevorzugt ist das Verhältnis der Breite B der Kerbe und ihrer Tiefe T im Bereich
B/T = 1:1, insbesondere sollte es zwischen 0,8 und 2,2 liegen. Aus Stabilitätsgründen
sollte der verbleibende Außendurchmesser des Kernstiftes im Bereich der Kerbe mindestens
60 % des ursprünglichen Durchmessers betragen, bevorzugt sind 65 bis 75 %.
[0016] Im Falle einer zweiteiligen Durchführung ist der innere Endbereich der Durchführung
(im folgenden Abschmelzbereich genannt), der mit der Elektrode in Kontakt steht, aus
Mo, W, oder einem Cermet gefertigt, das W in einer Menge enthält, die es schweißfähig
hält. Der Durchmesser beider zu verbindenden Teile kann in dieser Ausführungsform
etwa gleich groß sein. Die Elektrode besteht bevorzugt aus Wolfram. Ihr erstes Ende
ist im Verbindungsbereich eingebettet, das zweite Ende ist der Entladung zugewandt.
Der Schaft der Elektrode kann zum Begrenzen des Totvolumens noch mit einer Wendel,
bevorzugt aus Molybdän, ummantelt sein, wie an sich bekannt.
[0017] Es besteht alternativ die Möglichkeit, den inneren Teil der Stromdurchführung mittels
einer Verlängerung des Elektrodenkernstiftes (in der Regel aus Wolfram) bis zum äußeren
Durchführungsteil (in der Regel aus Niob) zu ersetzen, entsprechend der EP-A 1 056
115. Der so verlängerte Schaft der Elektrode kann zur Begrenzung des Totvolumens ebenfalls
mit einer Wendel, bevorzugt aus Molybdän, ummantelt sein, wie an sich auch bei der
2-teiligen Stromzuführung (EP-A 587 238) praktiziert.
[0018] Die Durchführung oder zumindest deren äußerer Teil im Falle einer zweiteiligen Durchführung
besteht aus einem in der thermischen Ausdehnung an die (Aluminiumoxid)-Keramik angepassten
äußeren, für H
2 und O
2 permeablen Teil (insbesondere Stift oder Rohr aus Niob, aber auch die Verwendung
von Tantal ist möglich), der mit Glaslot bedeckt und abgedichtet ist.
[0019] Im Falle einer zweiteiligen Durchführung besteht der innere Teil der Durchführung
aus einem halogenidresistentem Metall (bevorzugt Molybdän oder Wolfram oder deren
Legierungen) oder einem entsprechenden Cermet. Bevorzugt ist das Material Molybdän.
Der innere Teil ist nur teilweise an seinem äußeren Ende mit Glaslot bedeckt und eingeschmolzen.
Der Innenteil ist insbesondere ein Stift aus Cermet oder Molybdän oder aus dem höherschmelzenden
Wolfram. Das Wolfram kann einen Rheniumzusatz aufweisen, entweder als Legierung oder
als Plattierung an der Oberfläche. Das Rhenium erhöht die Hochtemperaturbelastbarkeit
und Korrosionsbeständigkeit des Wolfram. Während sich Molybdän besonders für Quecksilberhaltige
Füllungen eignet, wird W vorteilhaft für Quecksilber-freie Füllungen verwendet. Insbesondere
ist W auch für relativ kleinwattige Lampen ab 70 W geeignet.
[0020] Das Innenteil der zweiteiligen Durchführung ist auf einer Seite mit dem äußeren Teil
(Niobstift oder -rohr) und auf der anderen Seite mit der Elektrode verbunden. Das
Innenteil kann selbst mehrteilig aufgebaut sein, wie beispielsweise in WO 01/82331
beschrieben.
[0021] Der Stopfen kann einteilig, aber auch mehrteilig ausgeführt sein. Beispielsweise
kann in an sich bekannter Weise eine Stopfenkapillare von einem ringförmigen Stopfenteil
umgeben sein.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0022] Im folgenden soll die Erfindung anhand mehrerer Ausführungsbeispiele näher erläutert
werden. Es zeigen schematisch:
- Figur 1
- eine Metallhalogenidlampe mit keramischem Entladungsgefäß;
- Figur 2
- das Elektrodensystem der Lampe der Figur 1 im Detail;
- Figur 3
- den Verbindungsbereich des Elektrodensystems der Figur 2 mit verschieden geformten
Kerben (a bis d);
- Figur 4
- ein weiteres Ausführungsbeispiel des Verbindungsbereichs;
- Figur 5
- ein weiteres Ausführungsbeispiel des Verbindungsbereichs;
- Figur 6
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Endbereichs.
Bevorzugte Ausführung der Erfindung
[0023] In Figur 1 ist schematisch eine Metallhalogenidlampe mit einer Leistung von 150 W
dargestellt. Sie besteht aus einem eine Lampenachse definierenden zylindrischen Außenkolben
1 aus Quarzglas, der zweiseitig gequetscht (2) und gesockelt (3) ist. Das axial angeordnete
Entladungsgefäß 4 aus Al
2O
3-Keramik ist zylindrisch oder bauchig geformt und besitzt zwei Enden 6. Es ist mittels
zweier Stromzuführungen 7, die mit den Sockelteilen 3 über Folien 8 verbunden sind,
im Außenkolben 1 gehaltert. Die Stromzuführungen 7 sind mit Durchführungen 9 verschweißt,
die jeweils in einem Endstopfen 12 am Ende 6 des Entladungsgefäßes eingepasst sind.
Das Stopfenteil ist als ein langgezogenes Kapillarrohr 12 (Stopfenkapillare) ausgeführt.
Das Ende 6 des Entladungsgefäßes und die Stopfenkapillare 12 sind beispielsweise miteinander
direkt versintert.
[0024] Die Durchführungen 9 bestehen jeweils aus zwei Teilen. Der äußere Teil 13 ist jeweils
als Niobstift ausgeführt und ragt bis etwa in ein Viertel der Länge des Kapillarrohr
12 in dieses hinein. Der innere Teil 14 erstreckt sich innerhalb des Kapillarrohrs
12 zum Entladungsvolumen hin. Er haltert entladungsseitig Elektroden 15, bestehend
aus einem Elektrodenschaft 16 aus Wolfram und einer am entladungsseitigen Ende des
Schaftes aufgeschobenen Wendel 17. Der innere Teil 14 der Durchführung ist einerseits
mit dem Elektrodenschaft 15 lasergelötet und andererseits mit dem äußeren Teil 13
der Durchführung laserverschweißt. Der Niobstift 13 ist etwa 3 mm tief in die Stopfenkapillare
12 eingesetzt und mittels Glaslot 10 abgedichtet.
[0025] Die Füllung des Entladungsgefäßes besteht neben einem inerten Zündgas, z.B. Argon,
aus Quecksilber und Zusätzen an Metallhalogeniden. Möglich ist beispielsweise auch
die Verwendung einer Metallhalogenid-Füllung ohne Quecksilber, wobei als Zündgas bevorzugt
Xenon und insbesondere ein hoher Druck, deutlich über 1,3 bar, gewählt werden kann.
[0026] In Fig. 2 ist ein Elektrodensystem im Detail gezeigt. Als Durchführung 9 dient ein
System, bestehend aus einem Niobstift (oder auch Rohr) als Außenteil 13 und einem
Molybdänstift als Innenteil 14.
[0027] Der Niobstift 13 ist entladungsseitig mit dem Innenteil 14 aus Molybdän stumpf verschweißt.
Auf der Entladungsseite ist Innenteil 14 in gleicher Weise an den Elektrodenschaft
16 angelötet.
[0028] Die Alternative ist die Verwendung eines inneren Teils 14 aus Cermet mit einem hohen
Anteil an Mo, Rest Al
2O
3.
[0029] Der Schaft 16 hat einen Durchmesser von 0,4 mm. Der Durchmesser des inneren Teils
ist 0,8 mm, der des äußeren Teils ist 0,88 mm. Das Innenteil 14 hat also einen um
100 % größeren Durchmesser als der Elektrodenschaft 16.
[0030] In Figur 3a ist das Prinzip der erfindungsgemäßen Verbindung dargestellt. In Abhängigkeit
von der betrachteten Lampenleistung ist etwa 0,5 mm bis 2 mm vom durchführungsseitigen
Ende des Elektrodenschafts 16 entfernt eine umlaufende Nut 18 angebracht. Sie hat,
ebenfalls leistungsabhängig, eine Tiefe von 0,5 bis 2 mm und eine Breite von 0,5 bis
2 mm. Beim Laserlöten (Pfeil) dehnt sich der Abschmelzbereich 25 bis über die Nut
18, die hier rechteckig ausgebildet ist, aus. Das aufgeschmolzene Molybdän dient als
Lot zur Einbettung des Wolfram-Schaftes 16. Die Nut ermöglicht einen zusätzlicher
Formschluss und dient als Reservoir für überschüssige Schmelze bzw. der beim Entmischen
von Cermet entstehenden Schlacke.
[0031] Alternativ kann die Nut auch einen umlaufenden Einstich mit anders geformtem Querschnitt
besitzen, insbesondere einen V-förmigen Einstich 26 (Fig. 3b) oder einen trogförmigen
Einstich 27 (Fig. 3c). eine weitere Alternative ist ein Formschlussmittel, das aus
zwei einander gegenüberliegenden Kerben 28 im Schaft besteht (Fig. 3d).
[0032] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform (Figur 4) ist auf den Schaft 36, der
stark verlängert ist und daher das innere Durchführungsteil ersetzt, eine Wendel 20
zur Verdrängung des Totvolumens aufgebracht, die aus Molybdän besteht. Die letzte
Windung 21 ist in der Nut 18 gehaltert. Während der Herstellung wird dadurch eine
provisorische Fixierung bis zum Laserschweißen zur Herstellung des Abschmelzbereichs
erzielt.
[0033] In Figur 5 ist eine Ausführungsform gezeigt, bei der die Durchführung 30 (einteilig
aus Niob) mit dem verlängerten Kernstift 31 aus Wolfram hartgelötet oder verschweißt
ist. Beide Komponenten haben etwa denselben Außendurchmesser. Das Mittel zum Formschluss
ist eine Kerbe 32. Der Verbindungsbereich 33, der Material aus beiden Komponenten
enthalten kann, ist hier stark schematisch dargestellt.
[0034] In Figur 6 ist eine weitere Ausführungsform gezeigt, bei der neben der ersten entladungsfernen
Nut 37 eine zweite Nut 38 in der Nähe des vorderen, entladungsseitigen Endes des Schaftes
39 dafür sorgt, dass auch das zweite Wendelende fixiert werden kann. Die Wendel ist
nicht dargestellt. Vorteile ergeben sich hier insbesondere auch durch die Vereinfachung
der automatischen Lageorientierung für das anschließende Laserlöten. Beide Kerben
37 und 38 sind hier rinnenförmig mit schrägen Seitenwänden geformt.
1. Elektrodensystem für eine Metallhalogenidlampe, bestehend aus einer elektrisch leitenden
Durchführung (9) und einer damit verbundenen Elektrode mit einem Schaft (16), wobei
die Durchführung und die Elektrode einen Verbindungsbereich mit aufgeschmolzenen Material
besitzen, in den die Elektrode mit ihrem der Durchführung zugewandten Ende des Schaftes
eingebettet ist, und wobei der Schaft der Elektrode aus Wolfram gefertigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrode innerhalb des Verbindungsbereichs ein Mittel zum Formschluss aufweist,
das aus einer zumindest lokalen Vertiefung am Schaft der Elektrode besteht.
2. Elektrodensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchführung aus einem inneren Teil (14) und einem äußeren Teil (13) besteht,
wobei die Elektrode mit dem inneren Teil verbunden ist.
3. Elektrodensystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der innere Teil aus einem schweißfähigen Cermet besteht.
4. Elektrodensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchführung und der Elektrodenschaft zylindrisch sind, wobei der Durchmesser
der Durchführung 80 bis 300 % des Durchmessers des Elektrodenschafts beträgt.
5. Elektrodensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zum Formschluss aus zwei einander gegenüberliegenden lokale n oder einer
umlaufenden Vertiefung am Schaft besteht.
6. Elektrodensystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung U- oder V-förmig ist, wobei der Boden des U oder V eine maximale Einstichtiefe
T definiert.
7. Elektrodensystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die maximale Einstichtiefe T 25 bis 40 % des Durchmessers des Schafts beträgt.
8. Elektrodensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zum Formschluss 0,1 bis 2 mm von dem der Durchführung zugewandten Ende
des Schaftes beabstandet ist.
9. Elektrodensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrode zusätzlich eine Wendel am entladungsfernen Ende umfasst, die den Schaft
ummantelt, wobei das der Durchführung zugewandte Ende der Wendel in der Vertiefung
am Schaft verankert ist.
10. Entladungslampe mit einem Elektrodensystem nach Anspruch 1.
11. Entladungslampe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Lampe ein keramisches Entladungsgefäß, insbesondere aus Al2O3, enthält.
12. Entladungslampe nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Entladungsgefäß zwei Enden (6) besitzt, die mit keramischen Stopfen verschlossen
sind, die jeweils ein langgezogenes Kapillarrohr (12), im folgenden Stopfenkapillare
genannt, enthalten, und wobei durch diese Stopfenkapillare (12) eine elektrisch leitende
Durchführung (9) hindurchgeführt ist, wobei an der Durchführung eine Elektrode (16)
mit einem Schaft (15) befestigt ist, die in das Innere des Entladungsgefäßes hineinragt.
13. Entladungslampe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Lampe eine Metallhalogenidfüllung besitzt.