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(11) |
EP 1 373 044 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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12.11.2008 Patentblatt 2008/46 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.10.2004 Patentblatt 2004/42 |
| (22) |
Anmeldetag: 03.04.2002 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2002/003645 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2002/081281 (17.10.2002 Gazette 2002/42) |
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| (54) |
SCHIENENFAHRZEUG MIT KLIMATISIERTEM FÜHRERHAUS
RAIL VEHICLE WITH AN AIR-CONDITIONED DRIVER'S CABIN
VEHICULE SUR RAILS A CABINE DE CONDUITE CLIMATISEE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Priorität: |
03.04.2001 DE 20105821 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.01.2004 Patentblatt 2004/01 |
| (73) |
Patentinhaber: Bombardier Transportation GmbH |
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13627 Berlin (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- APELT, Frank
90409 Nürnberg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Cohausz & Florack |
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Patent- und Rechtsanwälte
Bleichstrasse 14 40211 Düsseldorf 40211 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-U- 29 600 512 US-A- 5 709 601
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US-A- 3 984 224 US-A- 6 038 877
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Schienenfahrzeug mit einem einen Fahrerraum aufweisenden
Führerhaus, das Einrichtungen zur Klimatisierung des Fahrerraumes aufweist, die wenigstens
eine Kondensatoreinheit, einen Kompressor und eine Luftbehandlungseinheit umfassen.
[0002] Es ist bei Schienenfahrzeugen bekannt (z.B. nach
DE 296 00 512 U1), zur Klimatisierung des Fahrerraumes ein kompaktes Klimagerät mit allen kältetechnischen
Komponenten wie Verdampfer, Kompressor, Kondensator sowie den notwendigen Steuerelementen
entweder auf dem Dach des Führerhauses oder im Fahrerraum unterzubringen. Für die
Kühlung der Mischluft in diesem Kompaktklimagerät ist es erforderlich, dass erhebliche
Mengen Außenluft durch den Kondensatorlüfter aus der Fahrzeugumgebung angesaugt, über
den Kondensator im Gerät geführt und wieder nach außen gedrückt wird. Ist das Kompaktklimagerät
im Fahrerraum untergebracht, ergibt sich ein beachtlicher Platzbedarf für die Luftführung
der Kondensatorluft. Die Außendruckverhältnisse am Fahrerhaus erlauben keine freie
Wahl der Ansaugöffnung, was die Anordnung eines Luftkanals im Fahrerraum zusätzlich
erschwert. Außerdem besteht die Gefahr der Entwicklung von Strömungsgeräuschen. Die
Geräteanordnung auf dem Dach des Fahrzeuges ist insbesondere für Dieselfahrzeuge nicht
zweckmäßig, da hier die Gefahr des Ansaugens von Dieselabgasen für den Außenluftanteil
der Mischluft besteht.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Schienenfahrzeug gemäß dem Oberbegriff
des ersten Anspruchs Maßnahmen zu treffen, durch welche bei verringertem Raumbedarf
eine Klimatisierung der Luft im Fahrerraum möglich wird.
[0004] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß ausgehend von einem Schienenfahrzeug
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs
1 angegebenen Merkmale.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die technische Lehre zu Grunde, dass man eine erhebliche
Platzersparnis erzielen kann, wenn die Kondensatoreinheit im Bereich der Außenseite
des Führerhauses, getrennt von der im Bereich des Fahrerraumes angeordneten Luftbehandlungseinheit
mit dem Kompressor angeordnet ist.
[0006] Der erfindungsgemäße Aufbau eines Schienenfahrzeuges lässt es zu, dass ein Luftkanal
für die Kondensatorluft entfällt. Es sind lediglich im Vergleich zum Querschnitt von
Luftkanälen kleine Kältemittelleitungen erforderlich, um die im Bereich der Außenseite
des Führerhauses angeordnete Kondensatoreinheit, beispielsweise einen für sich auf
dem Dach des Führerhauses angeordneten Kondensator mit der Luftbehandlungseinheit
im Fahrerraum zu verbinden. Die Luftbehandlungseinheit kann dann auf kältetechnischer
Seite nur noch den Verdampfer, den Kompressor und das Expansionsventil sowie weitere
für den Betrieb erforderliche Komponenten enthalten. Die Kondensatoreinheit besteht
vorzugsweise aus einem Kondensator des Kältekreislaufes und einen zugehörigen Kondensatorlüfter.
Die Kondensatorluft wird unmittelbar an dieser Einheit aus der Fahrzeugumgebung angesaugt,
über den Kondensator geführt und wieder in die Umgebung abgeführt. Eine Geräuschentwicklung
durch die strömende Kondensatorluft im Fahrerraum entfällt. Der Außenluftanteil der
Zuluft für die Klimatisierung des Fahrerraumes muss nicht auf dem Dach angesaugt werden,
sodass die Gefahr des Ansaugens von Dieselabgasen erheblich reduziert ist.
[0007] Die Kondensatoreinheit kann an beliebiger Stelle im Bereich der Außenseite des Führerhauses
oder des Wagenkastens angeordnet sein. So kann sie beispielsweise an der Unterseite
oder den Seitenwänden des Führerhauses angeordnet sein. Besonders einfach lässt sie
sich bei Varianten des erfindungsgemäßen Schienenfahrzeugs anordnen und gestalten,
bei denen die Kondensatoreinheit im Bereich des Daches des Führerhauses, insbesondere
auf dem Dach des Führerhauses, angeordnet ist. Es versteht sich, dass die Kondensatoreinheit
dabei natürlich durch eine entsprechende Verkleidung oder dergleichen verdeckt sein
kann.
[0008] Die Kondensatoreinheit kann beliebig aufgebaut sein. So kann sie beispielsweise lediglich
einen entsprechenden Kondensator umfassen. Bevorzugt umfasst die Kondensatoreinheit
jedoch einen Kondensator und einen Kondensatorlüfter, umso eine kompakte, einfach
zu integrierende Einheit zu bilden.
[0009] Die Luftbehandlungseinheit kann an beliebiger, zur Erfüllung ihres Zweckes geeigneter
Stelle im Innenraum des Führerhauses angeordnet sein. Besonders vorteilhaft, weil
einfach und zweckmäßig ist sie bei bevorzugten Varianten des erfindungsgemäßen Schienenfahrzeugs
angeordnet, bei denen die Luftbehandlungseinheit im Bereich eines Fahrerpults im Fahrerraum
des Führerhauses angeordnet ist. Vorzugsweise ist sie dabei unter dem Fahrerpult angeordnet.
[0010] Die Luftbehandlungseinheit kann aus beliebigen geeigneten Komponenten aufgebaut sein.
Vorzugsweise umfasst sie weiterhin einen Verdampfer sowie zusätzlich oder alternativ
ein Expansionsventil.
[0011] Bei besonders vorteilhaften Varianten des erfindungsgemäßen Schienenfahrzeugs ist
vorgesehen, dass die Luftbehandlungseinheit mit Ansaugeinrichtungen zum Ansaugen von
Außenluft verbunden ist, die derart angeordnet sind, dass das Risiko des Ansaugens
mit Abgasen des Fahrzeugs belasteter Außenluft minimiert ist. Hierzu können die Ansaugeinrichtungen
an beliebiger geeigneter Stelle angeordnet sein, an der eine entsprechend geringe
Wahrscheinlichkeit des Ansaugens Abgasen oder dergleichen besteht.
[0012] Vorzugsweise umfassen die Ansaugeinrichtungen hierzu einen Ansaugstutzen, der im
Bereich einer Seitenwand des Führerhauses angeordnet ist.
[0013] Weitere bevorzugte Ausführungsbeispiele ergeben sich aus den Unteransprüchen beziehungsweise
der nachfolgenden Beschreibung, welche die Erfindung ist anhand der Prinzipskizze
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- den prinzipiellen Aufbau eines bevorzugten Ausführungsbeispiels des Führerhauses eines
erfindungsgemäßen Schienenfahrzeugs.
[0014] Der Führerraum 2 des Führerhauses 1 eines nicht näher dargestellten Schienenfahrzeuges
weist ein Fahrerpult 3 auf. Dieses Fahrerpult 3 trägt nicht dargestellte Steuerund
Überwachungseinrichtungen, die für den Betrieb des Schienenfahrzeuges im Eingriffsbereich
des Fahrers erforderlich sind. Um die Luft im Fahrerraum klimatisieren zu können,
ist eine Luftbehandlungseinheit 9 im Fahrerpult vorgesehen, die unter anderem den
Verdampfer 5 und einen nicht dargestellten Kompressor enthält.
[0015] Der Kondensator 4 ist räumlich getrennt von den übrigen Elementen des Kältemittelkreislaufes
auf dem Dach 6 des Führerhauses 1 angeordnet und über Käftemittelleitungen 7 mit der
Luftbehandlungseinheit 9 verbunden. Nachdem der Querschnitt der Kältemittelleitungen
7 im Vergleich zu einem Luftkanal für Kondensatorluft geringer ist, wird der notwendige
Bauraum für die klimatechnische Ausrüstung des Fahrerraumes erheblich verkleinert.
Die zur Wärmeabführung am Kondensator 4 notwendige Außenluft wird vom Kondensatorlüfter
8 durch den Kondensator 4 gesaugt und wieder an die Umgebung abgegeben. Die Kondensatoreinheit
ist unter einer nicht dargestellten Dachverkleidung angeordnet, die mit Gittern versehen
ist, durch die die Kondensatorluft strömen kann.
[0016] Die in der Luftbehandlungseinheit 9 konditionierte Zuluft wird über nicht näher dargestellte
Zuluftschläuche und Zuluftauslässe 10 an geeigneter Stelle in den Fahrerraum geblasen.
Der Außenluftanteil der Zuluft wird über einen Ansaugstutzen in der Seitenwand des
Führerhauses aus der Fahrzeugumgebung angesaugt, so dass die Gefahr des Ansaugens
von Dieselabgasen auf dem Dach entfällt.
[0017] Durch den gesplitteten Aufbau der klimatechnischen Einrichtungen des Fahrerhauses
wird den engen Platzverhäftnissen im Fahrerraum Rechnung getragen. Ein Luftkanal für
die Kondensatorluft entfällt, wodurch auch ein verringerter Betriebsgeräuschpegel
erreicht wird.
1. Schienenfahrzeug mit einem einen Fahrerraum (2) aufweisenden Führerhaus (1), das Einrichtungen
zur Klimatisierung des Fahrerraumes aufweist, die wenigstens eine Kondensatoreinheit
(4, 8), einen Kompressor und eine Luftbehandlungseinheit (9) umfassen, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensatoreinheit (4, 8) im Bereich der Außenseite des Führerhauses (1), getrennt
von der im Bereich des Fahrerraumes (2) angeordneten Luftbehandlungseinheit (9) angeordnet
ist, die den Kompressor umfasst und mit Ansaugeinrichtungen zum Ansaugen von Außenluft
verbunden ist.
2. Schienenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensatoreinheit (4, 8) im Bereich des Daches (6) des Führerhauses (1), insbesondere
auf dem Dach (6) des Führerhauses (1), angeordnet ist.
3. Schienenfahrzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensatoreinheit einen Kondensator (4) und einen Kondensatorlüfter (8) umfasst.
4. Schienenfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftbehandlungseinheit (9) im Bereich eines Fahrerpults (3) im Fahrerraum (2)
des Führerhauses (1) angeordnet ist.
5. Schienenfahrzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftbehandlungseinheit (9) unter dem Fahrerpult (3) angeordnet ist.
6. Schienenfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftbehandlungseinheit (9) einen Verdampfer (5) und/oder ein Expansionsventil
umfasst.
7. Schienenfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftbehandlungseinheit (9) mit Ansaugeinrichtungen zum Ansaugen von Außenluft
verbunden ist, die einen Ansaugstutzen umfassen, der im Bereich einer Seitenwand des
Führerhauses (1) angeordnet ist.
1. A rail vehicle with a driver's cabin (1) comprising a driver's compartment (2) and
having devices for air-conditioning the driver's compartment comprising at least one
condenser unit (4, 8), a compressor and an air treatment unit (9), characterized in that the condenser unit (4, 8) is arranged in the region of the outer side of the driver's
cabin (1) and separate from the air treatment unit (9) that is positioned in the region
of the driver's compartment (2) and contains the compressor and is connected to intake
devices for intaking external air.
2. The rail vehicle according to Claim 1, characterized in that the condenser unit (4, 8) is arranged in the region of the roof (6) of the driver's
cabin (1), in particular, on the roof (6) of the driver's cabin (1).
3. The rail vehicle according to Claim 1 or 2, characterized in that the condenser unit contains a condenser (4) and a condenser ventilator (8).
4. The rail vehicle according to any one of the preceding claims, characterized in that the air treatment unit (9) is arranged in the region of an operating console (3)
in the driver's compartment (2) of the driver's cabin (1).
5. The rail vehicle according to Claim 4, characterized in that the air treatment unit (9) is arranged underneath the driver's operating console
(3).
6. The rail vehicle according to any one of the preceding claims, characterized in that the air treatment unit (9) comprises an evaporator (5) and/or an expansion valve.
7. The rail vehicle according to any one of the preceding claims, characterized in that the air treatment unit (9) is connected to intake devices for intaking external air
comprising an intake socket that is arranged in the region of a side wall of the driver's
cabin (1).
1. Véhicule ferroviaire comportant une cabine de conducteur (1) présentant un habitacle
de conducteur (2) et qui comporte des dispositifs de climatisation de l'habitacle
de conducteur, qui comprennent au moins une unité de condensateur (4, 8), un compresseur
et une unité de traitement d'air (9), caractérisé en ce que l'unité de condensateur (4, 8) est disposée au niveau du côté extérieur de la cabine
du conducteur (1), séparément de l'unité de traitement d'air (9) disposée au niveau
de l'habitacle du conducteur (2) et comprenant le compresseur et reliée à des dispositifs
d'aspiration pour aspirer de l'air extérieur.
2. Véhicule ferroviaire selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'unité de condensateur (4, 8) est disposée au niveau du toit (6) de la cabine du
conducteur (1), notamment sur le toit (6) de la cabine du conducteur (1).
3. Véhicule ferroviaire selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'unité de condensateur (4, 8) comprend un condensateur (4) et un aérateur de condensateur
(8).
4. Véhicule ferroviaire selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de traitement d'air (9) est disposée au niveau d'un pupitre de conducteur
(3) dans l'habitacle de conducteur (2) de la cabine du conducteur (1).
5. Véhicule ferroviaire selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'unité de traitement d'air (9) est disposée sous le pupitre du conducteur (3).
6. Véhicule ferroviaire selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de traitement d'air (9) comprend un évaporateur (5) et/ou une soupape de
détente.
7. Véhicule ferroviaire selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de traitement d'air (9) est reliée à des dispositifs d'aspiration pour aspirer
de l'air externe qui comprennent un manchon d'aspiration qui est disposée au niveau
d'une paroi latérale de la cabine du conducteur (1).

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